Kabarett / Kleinkunst

Frank-Markus Barwasser: Pelzig, achtes Solo

Karikatur: Mario Schuster (Gera)

Frank-Markus Barwasser, 1960 in Würzburg geboren als viertes von fünf Kindern, absolvierte ein Zeitungsvolontariat bei der Würzburger „Main-Post“, bevor er sein Studium aufnahm: Politikwissenschaft, Neueren Geschichte und Ethnologie an der Uni München und in Salamanca (Spanien). Anfang der 90er Jahre wird seine Kunstfigur Erwin Pelzig im Würzburger „Theater am Neunerplatz“ geboren, die ab 1993 bundesweite Bühnenpräsenz erlangt. Bevor er in die Erste Bundesliga der Kabarettisten aufstieg, verdiente Barwasser seine Brötchen u.a. mit Radiokolumnen im Hörfunk „Bayern 3“ und als Radioreporter für den Bayerischen Rundfunk.

 „Weg von hier“ – unter diesem Titel schickt Frank-Markus Barwasser sein Alter Ego Erwin Pelzig mit dem achten Soloprogramm wieder auf Deutschlands Bühnen.

„Weg von hier“ sind aber auch die Worte, mit denen viele Fluchten beginnen. Gab es einst die Flucht aus der Aufklärung in die Romantik, ist es heute die Flucht aus der Realität in eine gefühlte Wirklichkeit, eine Flucht in die Internet-Schutzräume der Gleichdenkenden, eine Flucht vor der Informationsflut in ein tatsachenbefreites Leben. Solche Fluchtwege sind verworren und unübersichtlich. Ob sie in eine neue Romantik führen, erscheint ziemlich ungewiss. Weil Erwin Pelzig aber ohnehin lieber bleibt als geht, will er zumindest wissen, was hinter diesen Fluchten steckt. Wem nützen sie, und wer sind hier eigentlich die Schleuserbanden? So gräbt und grübelt sich Pelzig in „Weg von hier“ durch das Chaos unseres angeblichen Epochenwandels, wie immer begleitet von seinen beiden Freunden Hartmut und Dr. Göbel.

Frank-Markus Barwasser steht seit über 20 Jahren auf Deutschlands Kabarettbühnen. Daneben verfasste er das Theaterstück „Alkaid“, welches ab 2010 über zwei Spielzeiten erfolgreich am Münchner Residenztheater aufgeführt wurde. 2007 lief der erste Film mit Erwin Pelzig „Vorne ist verdammt weit weg“ in den deutschen Kinos. Von 1998 bis 2015 war er bei ARD und ZDF mit seiner satirischen Talkshow „Pelzig hält sich“ zu sehen. Gemeinsam mit Urban Priol gab er bis 2013 den Gastgeber in der ZDF-Kabarettsendung „Neues aus der Anstalt“.

7. September, 19 Uhr, Suhl, Congress Centrum

28. September, 20 Uhr, Chemnitz, Stadthalle

1. Oktober, 19 Uhr, Leipzig, Haus Leipzig

17. Januar 2018, 20 Uhr, Zwickau, Neue Welt

18. Januar 2018, 20 Uhr, Halle/Saale, Steintor-Varieté

19. Januar 2018, 19.30 Uhr, Erfurt, Alte Oper


20 Jahre Kabarett Nörgelsäcke

Am 24. September wird das Jubiläum gefeiert

Vor 20 Jahren wurde in Gößnitz das Kabarett Nörgelsäcke als Studentenkabarett gegründet in einer Stadt die nicht über eine Universität verfügt und vom Altersdurchschnitt wohl zu den ältesten Thüringens gehört. Mittlerweile ist das Kabarett Nörgelsäcke die Adresse für Kabarett in Ostthüringen geworden, die Vorstellungen im Gößnitzer Kabarett-Theater in der Dammstraße sind meistens ausgebucht. Hier spielen die Nörgelsäcke ihre eigenen Programme, lehnen sich dabei an die Tradition des ostdeutschen Ensemblekabaretts an, lassen aber auch comedyhafte Elemente mit einfließen. Livemusik am Klavier gehört seit Anfang an zum festen Bestandteil  der Produktionen. 9 Darsteller sind in wechselnden Besetzungen auf der Bühne anzutreffen. Zwei bis drei neue Produktionen entstehen jedes Jahr. Seit 2004 betreiben die Nörgelsäcke mit dem Kabarett-Theater Lachmöwe noch eine zweite Spielstätte auf der Insel Rügen und sind seit 2015 auch regelmäßig im Lachgeschäft in Gera anzutreffen.
Viele Größen der Kleinkunst haben sich in all den Jahren im Gästebuch der Nörgelsäcke verewigt: Dieter Hildebrandt war da, Ottfried Fischer, Karl Dall, Ingo Insterburg, Lilo Wanders, Frank Lüdecke, die Pfeffermühle und die Herkuleskeule gastierten in Gößnitz. Alle zwei Jahre sind die Nörgelsäcke Veranstalter des "Thüringer Kabarett Treffens", bei dem sich die satirische Zunft des Freistaates zu einer Art Klassentreffen versammelt.
Neben den Vorstellungen in den eigenen Häusern bestreitet des Ensemble pro Jahr über 100 Gastspiele bei Kleinkunstbühnen, Theater und Gasthöfen in ganz Deutschland.
Am 24. September wird das Jubiläum gefeiert: Mit Kindertheater König Drosselbart (es spielt eine ehemalige Darstellerin der Nörgelsäcke), der Eröffnung einer neuen Ausstellung in der Galerie Lachart und natürlich der großen Geburtstagsgala mit dem gesamten Ensmble und ein paar Gästen.
Kabarett Nörgelsäcke
Dammstraße 3 - 04639 Gößnitz/Thür.
Tel. 034493-72580
www.Kabarett-Noergelsaecke.de


Frank Lüdecke: Über die Verhältnisse

Sind die staatlichen Schulen die AOK des Bildungswesens? Heißt es noch "Familie" oder bereits "WhatsApp-Gruppe"? Und was ist heute politischer? Wählen gehen? Oder Äpfel aus der Region kaufen?
Frank Lüdecke redet über die Verhältnisse und wirft einen vergnüglichen Blick in die Seele zivilisationsgestresster Mitteleuropäer.
Lüdecke gehört seit vielen Jahren zur ersten Riege des deutschen Kabaretts. Er war viele Jahre lang Mitglied bei der ARD-Satiresendung "Scheibenwischer" und ist auch heute gern gesehnen Gast in "Neues aus der Anstalt" (ZDF) oder der "Mitternachtsspitzen" (WDR). Er bekam für seine Programme mehrere Kleinkunstpreise (Deutscher Kabarettpreis 2009, Bayrischer Kabarettpreis 2010, Deutscher Kleinkunstpreis 2011). Er war Hauptautor für Dieter Hallervorden und künstlerischer Leiter des Berliner Kabarett-Theaters "Distel".
27.09. / 20 Uhr / Kabarett Lachgeschäft Gera
28.09. / 20 Uhr / Kabarett Nörgelsäcke Gößnitz


Thomas Schreckenberger: Ene, mene, muh – wem traust du?

Der amerikanische Geheimdienst weiß Dinge über uns, die früher nur die neugierige Nachbarin von nebenan kannte. Anonymität im Internet gibt es nicht mehr. Wenige vertrauen noch Politikern und die ganz Naiven sogar dem eigenen Partner. Mit effektvoller Gestik und Mimik strapaziert Schreckenberger in seinem neusten Programm die Lachmuskel seines Publikums. Er will Licht ins Dunkle bringen, auf der Such nach Irgendjemanden, dem man noch trauen kann. Die üblen Verdächtigen aus Politik und Gesellschaft begleiten ihn und bieten dem scharfzüngigen Kabarettisten treffsichere Parodien, bei denen man sich fragt, ob sie eher Hilfe oder Hindernis darstellen. Thomas Schreckenberger, Jahrgang 1968, ist inzwischen deutschlandweit bekannt und auch im Radio oder Fernsehen immer wieder zu erleben.
7. September, 20 Uhr, Plauen, Malzhaus


Weiberpower pur!

Lisa Fitz, Sissi Perlinger & Lizzy Aumeier / Exklusive Vorab-Premiere in Bad Elster

Anlässlich der Festspiele präsentiert das Dreigestirn des bayerischen Frauenkabaretts exklusiv im König Albert Theater die Vorab-Premiere des neuen Programms als geballte Weiberpower – Vorhang auf für Lisa Fitz, Sissy Perlinger und Lizzy Aumeier!
Der Titel sagt alles: Die drei Bühnen-Powerweiber entzünden ein unglaubliches Feuerwerk an Pointen, dass die Lachmuskeln um Gnade flehen. Kein Wunder, wenn drei der erfolgreichsten Kabarett-Comedy-Frauen Deutschlands ihr vielseitiges und großartiges Material zusammenwerfen und sich mit dieser gemeinsamen Show einen langersehnten Traum erfüllen. Kabarett, Comedy, und Musik – einfach klasse Unterhaltung mit sprühendem Esprit und beißendem Witz. So unterschiedlich und grenzenlos kann Humor sein! Provokant und hintersinnig ist dieser wahnwitzige Abend, aber auch berührend und tiefgründig. Am Ende schreit das Publikum nach Zugaben und hat Tränen der Freude in den Augen – Weiberpower, wir haben die Ehre!
Sonntag, 24. September, 19 Uhr, Bad Elster, König Albert Theater
www.chursaechsische.de


Mitten ins Herts - Musik-Kasperett

Zärtlichkeiten mit Freunden im Malzhaus Plauen

„Zärtlichkeiten mit Freunden“. So nennt sich das schräge Comedy-Duo bestehend aus Ines Fleiwa und Cordula Zwischenfisch bzw. Rico Rohs. Die Künstlernamen sind genauso skurril wie die Show des Duos aus Sachsen selbst. Prämiert wurden sie schon mit zahlreichen Auszeichnungen, darunter 2014 mit dem Sonderpreis des Deutschen Kabarett-Preises! Die komischen Vögel haben die Herzen ihrer Fans und Kritiker im Sturm erobert. Sie preisen sich selbst als die schlechteste Band der Welt und haben das Genre des Musik-Kasperetts (Wortneubildung aus Kasper und Kabarett) erfunden. Die Verkleidung der beiden allein reicht schon für den ersten Lacher. Mit ihren skurrilen „Hits“, aber auch der einfach komischen Mimik und Gestik packen die Comedians das Publikum von der ersten Sekunde.
28. September, 20 Uhr, Plauen, Malzhaus

Foto: Edgar Schröter


Kulturfestival Paulinzella: Flaschenmusik – alles andere ist Kleinkunst

GlasBlasSing Quintett verspricht: Volle Pulle - Flaschenmusik XXL

Das Dutzend ist voll: 12 Jahre Flaschenmusik, 3 Bühnenprogramme, Berge von Songs, die früher oder später neuen weichen und in die Schublade wandern mussten. Aber wir sind gegen Schubladendenken! Und erst recht gegen jegliche Wegwerfmentalität!
Flaschenmusik, das ist Recycling im besten Sinne. Das ist sogar Upcycling - nimm etwas scheinbar Gebrauchtes und verwendet es so, dass sich sein Wert erhöht.
Nimm ein paar olle Pullen und bau dir daraus eine „Cokecaster ̈- Flaschengitarre, ein Flachmanninoff- Xylophon, eine Wasserspender-Bassdrum oder ein Set Pizzicato-Pfeifen.
Nutze das Wissen von 12 Jahren Flaschen-Expertise, kombiniere es mit den Möglichkeiten des Jahres 2017 und erzähl deine besten Geschichten noch mal neu, noch mal ganz anders, noch mal viel größer. „Volle Pulle - Flaschenmusik XXL“ ist die Erfüllung eines Versprechens, dass wir nie gegeben haben, eine Belohnung, auf die niemand hoffte und der Beweis, nach dem zwar keiner suchte, der aber nun erbracht ist.“

Die fünf Berliner des GlasBlasSing Quintett beweisen seit Jahren, wie unterhaltsam Recycling sein kann. Sie waren u.a. zu Gast bei Wetten dass ..? (ZDF), Inas Nacht (NDR)  und im ZDF-Fernsehgarten. Dafür wurden sie vielfach mit Preisen bedacht, u.a. mit dem Thüringer Kleinkunstpreis (2010) und dem Preis der Lachmesse Leipzig in der Sparte Musik (2008)
Samstag, 26. August, 20 Uhr, Königsee-Rottenbach, Klosterruine Paulinzella
Karten: www.kulturfestival-paulinzella

Foto: Yves Sucksdorff


Kabarett-Tage Apolda 2017

14. bis 23. September, jeweils 20 Uhr Schloss Apolda

„Wenn du mich verlässt, komm ich mit.“ Das verspricht die Kölnerin Tina Teubner (14. September) und fordert „Weniger Demokratie wagen!“ Die Trägerin des Deutschen Kleinkunstpreises (2010, mit Ben Süverkrüp) ist eine begnadete Komikerin und überirdische Musikerin, mit Kernkompetenz auf dem Gebiet des autoritären Liebesliedes. Sie hat die Erziehung ihres Mannes erfolgreich abgeschlossen und sucht nach neuen Herausforderungen. Die Grenzen zwischen „privat“ und „politisch“ sind nicht mehr aufrecht zu erhalten. Die Welt brennt: Tina wagt den Blick ins Innerste.
Komponist, Kabarettist und Autor („Ritter Rost“) Felix Janosa aus Aachen öffnet seinen Giftschrank (15. September). Egal ob er APO-Omas, Bratwurst-Tätowierungen, böse Delfine, die Abgründe des Internets oder das periodische System der chemischen Elemente besingt: Respektlose Lieder und schwarzer Humor in bester Georg-Kreisler-Manier garantieren einen kurzweiligen wie tiefgründigen Blick in den Stress der „Sandwich-Generation“ – noch hockt ihr der Nachwuchs feixend auf der Brieftasche, schon rufen die morschen Eltern nach Rundum-Betreuung. Werden auch Sie „Zeugen Janosas“.
„Mein Leben als ICH“ beschreibt der Weimarer Meister des rabenschwarzen Humors Uli Masuth (16. September) Wohin will ich eigentlich? Das wissen wir offenbar immer weniger, sind dafür aber – dank unseres rasanten Lebensstils – immer schneller da … Ein Kabarett-Abend mit Musik, ohne Gesang, politisch.
Schnallen Sie sich an – es geht bergab! Lachend rasen wir ins Nichts! Das beschreibt Die Pfeffermühle (21. September) in ihrem Programm „D saster“. Die Wirtschaft brummt, der Diesel stinkt und Volksmusik hilft auch nicht mehr! Was ist aus „Good Old Germany“ geworden? Und wer ist schuld?  
„Ach nö!“ ruft das Kabarett Anakonda (Wormstedt) – und muss trotzdem am 23. September den schönen Apoldaer Kabarett-Reigen beschließen. „Ach nö!“ passt garantiert zu dem, was die Herrschaften Merkel, Schulz, Trump ... an Realsatire in diesem halben Jahr noch liefern werden.
Veranstaltungsbeginn: jeweils 20 Uhr (Einlass 19 Uhr)
An allen Spieltagen können Sie sich vor den Vorstellungen und in der Pause mit Getränken und einem kleinen Imbiss, zubereitet vom Restaurant "Parkidyll" im Saal des Kulturzentrums Schloss Apolda versorgen.
Karten: Tourist-Information Apolda, Tel. 03644.650 100, touristinformation@apolda.de

Abbildung:
Thekentratsch aus Duisburg ist am 22. September zu erleben. die becker & Frau SIERP sind zwei Halbschwestern, die sich von ganzem Herzen hassen. Die eine ein emotionales Atomkraftwerk mit Rissen im Reaktor, die andere hat den Esprit einer abgelaufenen Schlaftabletten … Fazit: „Deine Gene braucht kein Mensch!“


Nuhr hier, nur heute

Nuhr hier, nur heute - so der Titel des aktuellen Programms von Dieter Nuhr. Das passt. Jeder Abend ist ein bisschen anders. Und Nuhr ist live dabei, also lebendig, keine Selbstverständlichkeit in Zeiten von YouTube und Mediatheken. Live ist Nuhr am besten. Also bitte: nichts wie hin!
Nuhr ist eigentlich das Einzige, was es am Abend zu sehen und zu hören gibt. Das reicht. Mehr als das! Er begeistert sein Publikum! Der tiefenentspannte Komiker marschiert eloquent und faktensicher kreuz und quer durchs Weltgeschehen, erklärt das Dasein, die menschliche Psyche und die Lächerlichkeit unserer Empörungsroutine. Nuhr trägt nicht die kabarettübliche Depression zur Schau, sondern geht mit seinen Gedanken immer einen Schritt weiter, meist noch um die Ecke. Dabei ist er extrem lustig. Bei ihm wird gern und laut gelacht. Nuhr ist der Beweis: Es gibt einen Humor, der sich der Oberflächlichkeit verweigert und trotzdem Spaß macht.
Seine Zuschauer verlassen den Saal in der Regel begeistert - wenn man von denen absieht, die auf der Bühne gerne bloß ihre eigenen Vorurteile bestätigt sehen wollten. Nuhr beherrscht die Kunst, ein Publikum gleichzeitig zum Lachen und zum Denken zu bringen. Das Publikum fühlt sich am Ende nicht nur extrem gut unterhalten, sondern im besten Fall auch ein bisschen schlauer. Zwei Stunden Lachen geben der Lebenslust einen enormen Schub. Ein Abend mit Dieter Nuhr ist nicht nur Therapie, sondern auch sauwitzig.
Dieter Nuhr ist der intelligenteste und vielleicht vielseitigste Denker auf deutschen Comedybühnen. Er ist Träger des IQ-Preises der Vereinigung der Hochbegabten, hat zahlreiche Deutsche Comedypreise erhalten und darf sich staatlich anerkannter Fahrtenschwimmer nennen. Leider ist er weder Nobelpreisträger, noch Weltmeister im Pfahlsitzen. Aber wie lang noch? Bei ihm weiß man nie, was als Nächstes kommt.
In "Nuhr hier, nur heute“ gibt Dieter Nuhr alle der Lächerlichkeit preis, die die Welt mit primitiven Ideen beglücken wollen: Ideologen, Populisten und sonstige Heilsprediger. Nuhr entzieht ihnen durch die Kraft des Humors die gedankliche Geschäftsgrundlage. Bei ihm geht es immer ums Ganze, um Glauben, Verschwörung und Verdauung, um Liebe, Tod und die Sprengkraft des Schnarchens. Im klassischen Kabarett ist die Welt schlecht und voller Skandale. Für Nuhr ist sie besser als ihr Ruf. Seine Botschaft ist: Es gibt ein Leben vor dem Tod. Wir müssen nur damit anfangen. Ein Abend mit Dieter Nuhr ist ein perfekter Start.
Fr 10.11. Leipzig Arena
Sa 11.11. Erfurt Messe
Do 08.02. Magdeburg Stadthalle
Fr 09.02. Halle Georg-Friedrich-Händel-Halle
Sa 10.02. Gera Kultur- und Kongreßzentrum
So 11.02. Hof Freiheitshalle
Karten: an allen bekannten VVK-Stellen, unter www.nuhr.de, www.eventim.de und Tel. 01806-570000 (20 ct./Anruf, Mobilfunkpreise abweichend)


Old Shatterhand alias Arnd Vogel will die Welt retten

„Funny Boys – zwei Friedenspfeifen kehren zurück“ - Open-Air-Spektakel bis 26. August im Burghoftheater Kapellendorf - präsentiert von der Kurz&Klein Kunstbühne Jena

Eine moderne Story mit den Mitteln des Western, ganz frei nach Karl May, erzählt Gabriele Reinecker in ihrem neuen Theaterstück „Funny Boys – zwei Friedenspfeifen kehren zurück“. Die Kurz&Klein Kunstbühne Jena präsentiert im Juli und August traditionell ihr kultiges kabarettistisches Sommerspektakel im Innenhof der Wasserburg Kapellendorf. Das Freiluft-Burghoftheater verwandelt sich diesmal in einen Western-Schauplatz. Winnetou und Old Shatterhand, die unfehlbaren Westernhelden von einst, werden mit den Problemen unserer Zeit konfrontiert. Dabei sind sie mittlerweile selbst ganz schön in die Jahre gekommen ... Keiner würde es für möglich halten, dass ausgerechnet sie nochmal die Welt retten wollen. Ob ihnen das gelingt? Das Publikum darf gespannt sein.
In der Paraderolle des Old Shatterhand ist Vollblutkabarettist Arnd Vogel zu erleben. Seinen Partner Winneou verkörpert Uwe Karpa. Der bekannte TV-Schauspieler und Kabarettist stand schon zweimal auf der Kurz&Klein-Bühne, zuletzt 2006 bei „Napoleon“. Außerdem mimte Karpa schon dreimal bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg und ist bestens prädestiniert für die Rolle des Winnetou als perfekten Meister aller Disziplinen im wilden Westen. Ihren Gegenspieler als der Böse stellt Stefan Töpelmann dar, der wiederum die Musik zum Stück schrieb. Gabi Reinecker spielt die Saloon-Besitzerin Molli und eine wahrsagende Indianerin. In weitere Rollen schlüpfen Pauline Reinecker-Pabst und Ilka Flegel.
Theaterchefin Gabriele Reinecker lässt die Helden von einst auf satirische Weise mit viel Witz in einer sehr heutigen Fassung agieren. Beim menschlichen Streben, mit der Natur im Einklang zu leben, werden die Helden mit der Frage konfrontiert, wie sie’s mit dem Klimawandel halten. Wie kommen Old Shatterhand und Winnetou heute zurecht? Werden sie es schaffen umzudenken? Ihren Kopf einsetzen und Feinde zu Freunden machen?
An lauen Sommerabenden genießt die Wasserburg ihren ganz eigenen Reiz. Als Theaterspielstätte unter freiem Himmel ist Kapellendorf weit über das Weimarer Land hinaus bekannt. Für zwei Stunden unterhaltsames Freilufttheater empfiehlt es sich, Sitzkissen und auch warme Decken und wasserdichte Jacken mitzubringen.
Vorstellungen bis 26. August jeweils Donnerstag, Freitag und Samstag im Innenhof der Wasserburg Kapellendorf. Einlass 19 Uhr, Karten an der Abendkasse. Kinder bis 14 Jahre zahlen 50 Cent pro Lebensjahr. Schülergruppen 8,50 €.
Reservierungen: 03641 / 221490 www.kurz-und-kleinkunst.de

Zum Foto:
Gespielt wird in der imposanten historischen Kulisse der Wasserburg Kapellendorf.
Foto: H.-W. Kreidner


Déjà Vu

Gerd Dudenhöffer spielt aus 30 Jahren Heinz Becker-Programmen

Kennen Sie das nicht auch? Da passiert Ihnen etwas und Sie denken sich: Das habe ich doch schon einmal erlebt!? Die Psychologie spricht hier von einem Déjà-vu, zu deutsch: schon gesehen. Genau so heißt das neue Programm des Kabarettisten Gerd Dudenhöffer alias Heinz Becker. Und tatsächlich wird sich der aufmerksame Zuschauer sagen: Déjà vu – schon gesehen! Denn Dudenhöffer, seit nunmehr über 30 Jahren als Heinz auf der Bühne, hat in seinen bislang 16 Programmen geblättert und die Highlights herausgepickt. Doch ein Herunterleiern von alten Pointen ist „Déjà Vu“ keineswegs: Dudenhöffer legt einmal mehr den Finger auf die Wunden der Gesellschaft und zeigt, wie sich Geschichten wiederholen und sich Geschichte zu wiederholen droht. Gerade aus dem Blickwinkel des engstirnigen Spießbürgers, den das Publikum so gerne belächelt, liefert der Kabarettist bittersüße An- und Einsichten, die beweisen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt – und umgekehrt. Nicht umsonst erfreuen sich Fernsehaufzeichnungen vergangener Dudenhöffer-Programme immer wieder großer Beliebtheit. So wie Forscher der Universität im schottischen St. Andrews mit Gehirn-Scans die Entstehung eines Déjà-vus erforscht haben, hat sich auch Heinz Beckers Schöpfer in die Erinnerungen seiner Bühnenfigur eingeloggt. Was er dort gefunden hat, kann man auf der Bühne erleben:

15.09.2017 20:00 Kulturhaus Torgau

29.11.2017 20:00 Kulturhaus Weißenfels

30.11.2017 20:00 Stadtkulturhaus Borna

01.12.2017 20:00 Eichsfelder Kulturhaus Heiligenstadt

Karten: an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie online unter www.roessner-hahnemann.de


Käffchen? Bingo!

Im Herbst gehen Baumann & Clausen mit dem neuen Programm „Die Schoff“ auf Tournee

Mit mehr als 20 Jahren Laufzeit gehört „Baumann und Clausen“ zu den erfolgreichsten Hörfunk-Serien deutschlandweit und erreicht täglich ca. zehn Millionen Hörer auf 13 Sendern. Als „Meister der Bürokratie“ dreht sich alles um die beiden fiktiven Charaktere Hans Werner Baumann und Alfred Clausen. Ihre Schöpfer, Jens Lehrich und Frank Bremser, gründeten die Serie bereits 1993, damals noch unter dem Namen „Die Beamten aus dem Ratzhaus“.
Die zwei bis ins letzte Detail durchgeplanten Protagonisten Baumann und Clausen verkörpern zwei Bürokraten aus dem fiktiven Örtchen Neddalhastedtfeld. Per Telefon tauschen sich die beiden über die kleinen und großen Probleme in ihrem Arbeitsalltag aus, wobei jede Konversation mit Baumanns charakteristischer Frage „Morgens Alfred, na wie iss?“ und dem Vorschlag „Käffchen?“ sowieso Clausens Antwort „Bingo!“ beginnt.
Über 6000 Folgen wurden von den beiden Autoren bereits geschrieben und auch selbst eingesprochen. Parallel dazu entwickelten sie ihr Bühnenprogramm, mit denen sie in zahlreichen Gebieten der Bundesrepublik bereits unterwegs waren. Ihr komödiantisches Meisterwerk bringt auch den letzten Zuschauer zum Lachen.
14.09.17 BÖHLEN Kultur- und Kongresscenter  
21.09.17 CRIMMITSCHAU Theater  
22.09.17 FREIBERG Tivoli  
29.09.17 EILENBURG Bürgerhaus 
30.09.17 ZWICKAU Konzert- und Ballhaus Neue Welt 
02.10.17 LEIPZIG Opernhaus Leipzig 
12.10.17 LIMBACH-OBERFROHNA Stadthalle
13.10.17 MARIENBERG Stadthalle
03.11.17 CHEMNITZ Stadthalle Chemnitz, Großer Saal 
04.11.17 FREYBURG/UNSTRUT Rotkäppchen Sektkellerei 
25.11.17 SANGERHAUSEN Mammuthalle Sangerhausen 
08.12.17 HALLE/SAALE Steintor-Varieté Halle 
09.12.17 LUTHERSTADT WITTENBERG Stadthaus 
15.12.17 ZEITZ Theater Zeitz im CAPITOL 
17.12.17 WEISSENFELS Kulturhaus
05.01.18 TORGAU Kulturhaus