KUSPI-Blog

Autorenumfrage des Theatermagazins DIE DEUTSCHE BÜHNE

Frank Castorf und Ersan Mondtag sind die Theatermacher der Saison 2016/17

Die 68 Autoren des vom Deutschen Bühnenverein herausgegebenen Theatermagazins DIE DEUTSCHE BÜHNE würdigten in der jährlichen Autorenumfrage für die abgelaufene Saison vor allem konstante und dabei kreative Theaterarbeit – beispielsweise bei Frank Castorf, bis 2017 Intendant der Berliner Volksbühne, der mit fünf Nennungen in Oper und Schauspiel zu den Gewinnern unserer Umfrage gehört. Noch mehr Stimmen erhielt lediglich der Regisseur und Bühnenraumgestalter Ersan Mondtag, der mit sechs Nennungen in der Kategorie Bühnenbild Sieger unserer Umfrage ist. Der Bühnenbildner Sebastian Hannak liegt mit fünf Nennungen in dieser Kategorie auf Platz zwei.
Bei der Frage nach dem besten Gesamtprogramm votieren die Autoren für das Theater Basel und die Bühnen Frankfurt mit jeweils sechs Nennungen. Es folgt die Volksbühne Berlin mit fünf Nennungen. (Der Streit um die Nachfolge an diesem Theater dominiert mit 13 Voten auch die Kategorie „Ärgernis der Saison“.) Drei Nennungen erreichen die Staatstheater Stuttgart, gefolgt von zahlreichen zweifach genannten Häusern: die Staatsoper Hamburg, das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg, das Badische Staatstheater Karlsruhe, das Staatsschauspiel Dresden, die Bayerische Staatsoper wie auch das Münchner Gärtnerplatztheater, das Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen und die Wuppertaler Bühnen. Klarer Sieger bei den Theatern abseits der Zentren ist das Theater Altenburg-Gera mit fünf Nennungen. So heißt es in der Zeitschrift: „Selten gab es hier einen Sieger mit so vielen Stimmen: Das Theater Altenburg-Gera erhält fünf Nennungen. Joachim Lange lobt: „In ihren beiden Spielstätten in Gera und Altenburg liefern Theater & Philharmonie Thüringen Gera/Altenburg nicht nur ambitionierte Produktionen in allen Sparten auf durchgehend hohem künstlerischen Niveau mit einem deutlichen Bekenntnis zu dem international zusammengesetzten Ensemble. Das Theater ist damit auch ein Ort und engagierter Akteur der politischen Auseinandersetzung mit Kräften, die bis zu Boykottaufrufen gegen das Theater und Angriffen auf ausländische Ensemblemitglieder gehen.“

Das Theater Augsburg und das Theater Hagen erhielten in dieser Kategorie jeweils drei Nennungen. Im Schauspiel gab es in der diesjährigen Umfrage vier Gewinner mit jeweils drei Nennungen: Frank Castorf für „Faust“ beziehungsweise für seine 25 Leitungsjahre an der Volksbühne, Claudia Bauer für ihre Inszenierungen in Leipzig, Simon Stone für Arbeiten in Basel und Hamburg sowie Milo Rau für die internationale Produktion „Five Easy Pieces“. Die beiden Opernregie-Gewinner sind mit je drei Nennungen Kirill Serebrennikov („Barbier von Sevilla“, Komische Oper in Berlin) sowie Luk Perceval („Infinite Now“ in Gent beziehungsweise am Nationaltheater Mannheim). Sidi Larbi Cherkaoui, Alain Platel, die Heidelberger Tanzleiterin Nanine Linning und der Mannheimer Tanzintendant Stephan Thoss sind je zweimalgenannt und
damit die Sieger in der Kategorie Tanz. Die kontinuierlich innovative Arbeit heben unsere
Autoren in allen Kategorien und in allen Sparten hervor: zum Beispiel beim Metropoltheater München, dem „Pumpenhaus“ in Münster und der reisenden Theatergruppe „Das letzte Kleinod“ aus Norddeutschland – alle drei sind mit zwei Nennungen Gewinner in der Kategorie Off-Theater.


ECHO KLASSIK 2017: Die Preisträger stehen fest!

Verleihung am 29. Oktober in der Elbphilharmonie, moderiert von Thomas Gottschalk / Kartenvorverkauf beginnt am Donnerstag, 3. August 2017

Joyce DiDonato, Matthias Goerne, Daniel Hope, Kent Nagano, Maurizio Pollini, Fazıl Say, Christian Tetzlaff, das Wiener Klaviertrio, Thomas Fritzsch, Sebastian Knauer, Linus Roth und der Nachwuchskünstler Lucas Debargue gehören zu den Preisträgern des ECHO KLASSIK 2017. Wie die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI) heute mitteilte, wird darüber hinaus der Tenor Jonas Kaufmann in der Kategorie „Bestseller des Jahres“ geehrt. Sein Album „Dolce
Vita“ landete nach Verkäufen auf dem Spitzenplatz. Insgesamt umfasst der diesjährige ECHO KLASSIK 54 Auszeichnungen in 22 Kategorien. Eine Übersicht über alle Preisträger auf www.echoklassik.de
Die Trophäen werden am Sonntag, dem 29. Oktober, im Rahmen einer feierlichen Gala in der Elbphilharmonie in Hamburg verliehen, das ZDF überträgt die Verleihung am selben Abend ab 22:00 Uhr. Gastgeber ist auch in diesem Jahr Thomas Gottschalk, der den ECHO KLASSIK insgesamt bereits zum vierten Mal präsentiert.
„Klassische Musik gehört zum großartigen Erbe und zu den unverrückbaren Grundlagen unserer Kultur“, so BVMI-Geschäftsführer Dr. Florian Drücke. „Die Künstlerinnen und Künstler, die in diesem Jahr mit dem ECHO KLASSIK ausgezeichnet werden, zählen zu denjenigen, die sich im Musikjahr 2016/17 um dieses Erbe besonders verdient gemacht haben. Durch ihre Interpretationen haben sie dem Publikum zahlreiche Werke der traditionellen klassischen Musikliteratur, aber auch der New Classics in spannender Weise nahegebracht.
Ob als geniale Einzelkünstler oder gemeinschaftlich agierende Ensembles, weltbekannte Stars oder spannende Nachwuchskünstler – sie alle sorgen mit ihrer Kunst dafür, dass die ungeheure Vielfalt der Klassischen Musik weiterhin die Chance hat, Menschen aller sozialen Umfelder und Altersgruppen und über alle Kanäle zu begeistern – gerade letzteres ist mit Blick auf die Zukunft der Klassik in unserer zunehmend digitalen Welt von zentraler Bedeutung und dem ECHO KLASSIK deshalb ein besonderes Anliegen. Ich freue mich schon jetzt auf eine hochkarätig besetzte Verleihung im wohl derzeit in jeder Hinsicht größten Konzerthaus der Welt, der Elbphilharmonie in Hamburg.“

Der Kartenvorverkauf für die Verleihung beginnt am  3. August  um 18.00 Uhr. Tickets gibt es unter www.eventim.de oder telefonisch bei der Tickethotline unter 01806-570070.


Workshop How to make a music video

Greizer Duo Mellennium im kreativen Prozess hautnah erleben

Vom 18. bis 20. August 2017 findet im Thüringer Medienbildungszentrum der TLM in Gera (TMBZ Gera) der Workshop How to make a music video mit dem Greizer Duo Mellennium statt.
Dabei trifft Songwriter-Musik auf orchestrale Loops aus Synthesizer-, Piano-, Geigen- und Schlagzeugsounds. Die Musiker verweben und verwirbeln so Klänge, Linien und Sounds. Gerade arbeitet das Duo mit Michel Hufenbach und Melanie Riedel an ihrer ersten EP. Gemeinsam mit den Musikern, die sich 2009 in der Greizer Musikschule Bernhard Stavenhagen kennen lernten, wird ein Musikvideo erarbeitet werden.
Musikvideos sind Kurzfilme, die einen Musiktitel filmisch umsetzen. Bestandteil der meisten Musikvideos ist die Inszenierung der Künstler, meist bei der Darbietung des Musikstücks. Gute Musikvideos erzählen szenisch den Inhalt des Songs oder zeigen eine autonome Performance, die zur Musik passt, dabei aber überraschende und innovative Elemente für den Zuschauer enthält.
Für die Leitung des Workshops konnte der selbstständige Kameramann und Cutter Benjamin Wagener gewonnen werden.
Workshop-Zeiten: Freitag, 18. August: 17 Uhr bis 20 Uhr, Samstag, 19. August: 10 Uhr bis 18 Uhr und Sonntag, 20. August: 10 Uhr bis 16 Uhr.
Wer dabei sein möchte, sollte sich bis zum 16. August 2017 per Email unter medienbildungszentrum-gera@tlm.de anmelden. Die Teilnahme am Workshop ist für alle Interessierten aus Thüringen kostenfrei.
Das Thüringer Medienbildungszentrum  ist eine Einrichtung der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) und befindet sich in Gera, Webergasse 6/8 (ehemals Offener Kanal Gera).


Neues aus dem Ch. Links Verlag

Liebe Bücherfreunde,
wir freuen uns, wenn unsere Bücher Debatten anstoßen, wie zuletzt im Falle unseres Erfolgstitels »Unter Sachsen. Zwischen Wut und Willkommen«, dessen Vorstellung im Meißener Rathaus von einigen Lokalpolitikern zunächst verhindert werden sollte. Die Präsentation des Buches fand — unter Auflagen — dennoch statt und wir haben Matthias Meisner, einen der Herausgeber des Buches, gebeten, die Geschehnisse noch einmal für diesen Newsletter zusammenzufassen. Unser Fazit: Es lohnt sich in jedem Fall, für die Meinungsfreiheit einzutreten und sich mit allen rechtsstaatlichen Mitteln gegen Verbote und Auflagen zur Wehr zu setzen.
Was die europäische Politik so treibt, um die »Festung Europa« vor Flüchtlingen zu schützen, ist mindestens dubios, wenn nicht in Teilen gesetzeswidrig, und es ist daher höchste Zeit, einmal genauer hinzusehen, mit wem wir uns hier auf welche Art von »Deals« einlassen. Die taz-Redakteure Simone Schlindwein und Christian Jakob haben sich über viele Jahre mit der Auswertung interner Vertrags- und Strategiepapiere beschäftigt. »Diktatoren als Türsteher Europas« heißt das so entstandene Buch, das im Oktober erscheint und aufzeigt, wie die EU faktisch ihre Grenzen nach Afrika verlagert.


Wahnsinn Waldbühne

25 Jahre – 20 DVDs – 35 Stunden musikalische Weltklasse / Von Dr. Eberhard Kneipel

Ein Natur-Idyll in der Metropole – die Morellenschlucht, der Schanzenwald. Herrliche Ruhe, seltene Pflanzen und Tiere, stimmungsvoll die Baumkulisse, der Vogelsang, der schöne Abendhimmel und ein Silbermond. Romantik pur! Und mittendrin die Berliner Waldbühne, die Ende Juni zur Pilger- und Kultstätte für Klassik-Fans aus aller Welt wird: Da trifft das „beste Orchester der Welt“ auf das „beste Publikum der Welt“, wie das Superstar Gustavo Dudamel aus Venezuela vor vier Wochen begeistert äußerte, als er zum dritten Mal die Berliner Philharmoniker dirigiert hat. Jede Einladung eine Ehre! Französisch hat es begonnen: Musik voller Charme, Esprit und Eleganz; von Berlioz, Bizet, Debussy und Ravel – und mit Georges Prȇtre am Pult, der mit Feingefühl und Temperament hinreißenden  Sommernachtszauber entfaltete – von den Kameras wundervoll begleitet. Damals waren sie noch, wie die Mikros auch, technische „Monster“, und dennoch war höchster Bild- und Klanggenuss garantiert ... Das war 1992.                                                                  
Selbst nach 25 Jahren ist der Moment, in dem die Künstler die Bühne betreten und vor sich das überwältigende Panorama von 25 000 Zuschauern vorfinden, die aus Vorfreude auf die kommenden Stunden geradezu übersprudeln, schlichtweg atemberaubend! Und das jedes Mal aufs Neue. Von diesem Gefühl werden alle Künstler ergriffen, die hier auftreten, ob Dirigenten, Solisten oder Orchestermitglieder, und genau das verleiht auch dem Konzert seinen ganz besonderen Charakter. Und es ist der Grund für viele lächelnde Gesichter auf der Bühne! Egal, ob es zum Programm passt oder nicht, kein Konzert endet ohne Paul Linckes „Berliner Luft“, und zwar unter Beteiligung des Publikums.                                            
Und das ist, ebenso wie die Programme und die Künstler, einzigartig und Teil der einzigartigen Atmosphäre. Kind und Kegel, Hut-Chic und Friesen-Nerz, Sommer-Look und Wetterjacke, lauschige Picknick-Nischen und improvisierte Festtafeln, Lampions und Wunderkerzen – auf alle Gegebenheiten ist es eingestellt; es genießt die wunderbare Leichtigkeit des Seins und hält sich mit Entzücken und Jubel nicht zurück. Nur einmal wurde es enttäuscht und wollte nicht weichen: 2011, als Wolkenbrüche die Philharmoniker unter Wasser setzten. Aber auch dieses Event „Fellini, Jazz & Co.“ mit dem charismatischen Riccardo Chailly ging den Hörern nicht verloren und zwei Monate später über die Bühne.                    
Jetzt hat EuroArts pünktlich zur Sommerfestspielzeit mit einem „Magischen Würfel“ einen umwerfenden Coup gelandet und präsentiert in einer attraktiv gestalteten Box 20 DVDs mit 20 mitreißenden Konzerten. Weltklasse-Musik in Gershwin-, Petersburger, italienischen und orientalischen Nächten, russische Rhythmen, romantische Opern-Highlights, Tänze und populäre Sinfonik. Mit Top-Künstlern wie Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Zubin Mehta und Sir Simon Rattle am Pult und Renée Fleming, Lisa Batiashvili, Bryan Terfel, Wayne Marshall oder Katia & Marielle Labèque als Solisten. Zugabe sind drei Features: Dirigenten-Kamera (Tschechische Nacht); Gershwin-Dokumentation „The Got Rhythm“; Gespräch mit Placido Domingo und Sarah Chang & Behind the Scenes (Spanische Nacht). Und damit sind musikalischem Hochgenuss und nostalgischer Erinnerung keine Grenzen gesetzt – 35 Sunden schönste Erlebnisse! Selbst am Bildschirm bleibt die einzigartige Faszination dieser „Wahnsinns-Waldbühnen-Nächte“ erhalten – toll!
Waldbühne – 20 Konzerte zwischen 1992 und 2016 // EuroArts 20 DVDs 8802 4253 7287 / Bildformat: 16:9 (DVD 1-12) und 4:3 (DVD 13-20) / Soundformat: PCM Stereo, DD 5.1, DTS 5.1 / Laufzeit: 35 Stunden


Günstig kochen für die ganze Familie: Das Buch für Laien und Profis

Wenn du hochwertig und trotzdem günstig kochen möchtest, wirst du dieses Buch lieben. Dietrich Grönemeyer und Anja Rusch erklären dir in Kost-fast-nix alles, was du wissen musst, um preiswerte Gerichte mit wertvollen Inhaltsstoffen und tollem Geschmack auf den Teller zu bringen – und das jeden Tag ohne großen Aufwand!
Viele denken, es sei gar nicht so einfach, für die ganze Familie günstig zu kochen. Doch weit gefehlt! Der innovative Ratgeber »Kost-fast-nix« bietet dir jede Menge preiswerter Einkaufstipps für Lebensmittel und die passenden Rezepte für günstige Gerichte gleich dazu. So bleibt die Freude am Kochen auch bei kleinem Budget dauerhaft bestehen! Aber das ist längst nicht alles, denn günstig kochen kann auch noch richtig gesund sein – und sollte es sogar, denn unsere Gesundheit ist ein viel zu kostbares Gut, als dass wir sie einfach wegsparen sollten. Deshalb umfasst dieses einzigartige Kochbuch viele praktische Tipps, wie du am besten günstig einkaufen und gesund kochen kannst. Entdecke 29 originelle Lieblingsrezepte für dich und deine Lieben und gönn dir bzw. euch einen besonderen, rundum gesunden Genuss. Günstig kochen wird mit dem Buch von Dietrich Grönemeyer und Anja Rusch zu einem spannenden Vergnügen, das dir einen ganz neuen Blick auf deine tägliche Speisekarte schenkt. Für das tagtägliche Kochen ist dieses Buch ein unverzichtbarer Helfer, der deinen Alltag bereichern und deinen Lebensstil gesünder machen wird. Lerne neue Rezepte für die ganze Familie kennen, vermeide unnötige Kosten und erfreue dich an den vielen günstigen Zutaten, die du immer wieder neu kombinieren und zubereiten kannst. So weißt du selbst ganz genau, was in deinen täglichen Mahlzeiten steckt, und musst dich nicht auf die Angaben von Herstellern verlassen. Die Einkaufstipps für Lebensmittel helfen dir dabei, die beste Qualität zu wählen – und das zu fairen Preisen. Gesunde Ernährung und günstiges Kochen für die ganze Familie sind dank »Kost-fast-nix« eine geniale Möglichkeit für mehr Lebensqualität, die sich gleich mehrfach auszahlt.
»Kost-fast-nix«. Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer und Anja Rusch,  systemed verlag, Klappenbroschur 15 × 15 cm, 96 Seiten, ISBN 978-3-95814-031-8, Preis: 10 Euro

 


Album Nummer 10 des Soulsänger SEVEN

Vier Fabren, vier Genres und vier komplett eigene Stimmungen. VÖ 7. Juli 2017 (Warner)

Vier Fabren, vier Genres und vier komplett eigene Stimmungen.

Die Welt BLUE ist schmerzhaft, einsam und erinnert an nordische Landschaften, die mit elektronischen Klängen untermalt sind. Die Welt YELLOW zelebriert die Lebensfreude und die Hoffnung mit warmem Soul. Die Welt RED widmet sich der Liebe und Leidenschaft, gehüllt in classy R’n’B. Die Welt PURPLE ist eine eindeutige Hommage an Ihre Purple Highness und Funk in seiner ganzen Pracht. Der rote Faden, welcher die vier Farwelten zusammenhält, sind vier orchestrale Stücke. Aufgenommen wurden diese mit dem Arts Symphonic Orchestra London in den Angel Studios in England. Die vier Stücke übernehmen die Funktion des Bühnenbildners, welcher jede der vier Welten akribisch vorbereitet und die Szenerie für die jeweiligen Geschichten festlegt.

Der  Musiker und Komponist Seven geht nun seit 15 Jahren seinen urbanen, musikalischen Weg. In dieser Zeit spielte über 1000 Konzerte und machte sich einen Namen als begnadeter Soul und Funk-Sänger mit hervorragenden Entertainer-Qualitäten und einer qualitativ ausgezeichneten Live-Band. Patrick Sudarski (Generic Radio) sprach mit ihm:

Du bist Synästhetiker, nimmst Musik also in Farben war. Ist es dann nicht manchmal schwierig mit "Normalos" im Studio zu kommunizieren?

Im Gegenteil. Es ist eigentlich eine Möglichkeit, eine Übersetzung zu etablieren. Meine Band kennt das mittlerweile oder Leute mit denen ich schon oft gearbeitet hab. Die wissen, dass ich auf dem Ohr blöd bin. Aber wenn ich dann mit neuen Menschen arbeite und sage „das ist mir zu wenig Ocker“ – die fragen dann „Ocker? Wovon redest du?“. Wenn sie dann das Einmaleins gecheckt haben, wie und was ich meine, dann wird die Kommunikation einfacher. Ich denke das Schwierigste am Musik machen ist zu wissen, was der andere meint. Noten kann man aufschreiben, aber man kann sie auf Tausend Arten spielen. Auf dem Papier sind es immer noch die gleichen Noten. Wir packen Emotionen in einen Pfeil. Die Kommunikation ist eigentlich das absolut Wichtigste. Die Farben geben mir eigentlich die Möglichkeit, das was ich will anders zu übersetzen. Wenn jemand das dann mal gecheckt hat wie ich das meine, ist das eher hilfreich

Warum kommt so wenig Musik aus der Schweiz? Die Bedingungen vor Ort sind ja nicht schlecht oder sind sie zu gut und keiner will mehr raus?

Die Bedingungen sind leider zu gut. Uns geht es zu gut. Das heißt es geht am Ende des Tages oft um sehr wenig. Wir leben in einer Wohlstandsgesellschaft, in der Schweiz ganz bestimmt auch. Das Problem warum man außerhalb der Schweiz wenig von Schweizer Musikern hört, ist ein mathematisches. Du bist in Frankreich Top 10 von Frankreichs Finest, dann kriegst du gut zwei bis drei Koffer und mit den Koffern gehst du ins nächste Land und sagst „Jetzt investieren wir mal hier und spielen zwei Jahre jede Steckdose und gucken mal weiter“. Wenn du in der Schweiz in den Top 10 bist, dann kannst du froh sein wenn du davon leben kannst. Es ist einfach so klein, es gibt einfach nicht mehr her. Dieses Problem ist ein Expansionsproblem, das hat nix mit Kunst zu tun. Wenn deine Heimat klein ist, ist es schwierig zu expandieren und Punkt.

Auf deinem Album präsentierst du ja so einige musikalische Spielfelder. Was war denn deine letzte musikalische Liebe, deine letzte Offenbarung? Ein Stil vielleicht, der dir vorher lange verschlossen geblieben ist?

Für mich war Blau und Purple die Erfahrung die neu war – also nicht ganz neu, aber so extrem und bewusst hab ich die Farbe Blau sowie die Hommage, das Kapitel Purple, noch nie ausgelebt. Gelb und Rot ist sehr nah bei dem was ich immer schon war. Es hat einfach Spaß gemacht es anzuschreiben und dem ganzen auch Tribut zu zollen. Ich fron diesem Gefühl so richtig krass und kann auch die Grenze ausloten. Ich push dann die Produktion auch vom Gefühl her und vom Sounddesign noch mehr in diese Richtung. Weil ich es ja anschreibe, geb‘ ich mir die Legitimation es noch extremer auszumalen. Ich bin riesen Björk Fan und Blau ist etwas, was ich in dieser Form noch nie getan habe und Prince hört man bei mir immer wieder raus, da ich ein großer Fan bin und mich das sehr inspiriert hat. Ich hab das nie verneint, aber ich hab es auch nie forciert. Ich hab das nie für oder wegen gemacht. Wenn die Leute gesagt haben - „du klingst wie einer, der viel Prince gehört hat“ - hab ich gesagt „Na klar, da steh ich dazu“. Mal so ein Tribute anzuschreiben, hab ich auch noch nie gemacht. Deswegen sind Blau und Purple schon die beiden Kapitel wo das größte Risiko dabei war.

4. August, 19 Uhr, Leipzig, Parkbühne Geyserhaus

20. November, Jena , F-Haus

Foto: Peter Rauch


EAT EAT EAT Festival in Leipzig

vom 22.09.-01.10.2017 / Händler und Künstler können sich noch bewerben

Das Genussfestival "Eat Eat Eat" will nach der gelungenen Premiere 2015 auf der Pferderennbahn im Scheibenholz wieder Gaumenfreuden bereiten. Vom 22.09.-01.10. soll nun die Veranstaltungsreihe fortgeführt werden. Das Festival wird in verschiedenen Locations und auf verschiedenen Plätzen an unterschiedlichen Tagen stattfinden und wird thematisch und inhaltlich erweitert. Auf regionale Kochkunst, mit Produkten aus der Region und aus nachhaltig fairem Handel, wird Hauptaugenwerk gelegt werden. Bereits am 22.09. beginnen die Entdeckertage unter dem Motto 10 Tage - 30 Orte, bei denen den Gästen die Direkterzeuger der Region nahe gebracht werden. Am 23.09. kann zum Beispiel beim Hoffest die Schweinmastanlage der Agraproduktion Elsteraue in Zwenkau besichtigt werden, sowie am 30.09. die Milchviehanlage in Großzschocher. Ob biologischer Anbau, verantwortungsvolle Tierhaltung oder nachhaltige Verarbeitung, bis zum 01.10.
öffnen sich viele Höfe, Weiden und Produktionsstätten für die Besucher. Vom 22.09.-24.09. findet das Forum faire Stadt statt. Hier geht es um Themen wie nachhaltige Entwicklung für globale und regionale Ernährung. Der Branchentreff wird sich mit nachhaltiger Stadternährung und Landwirtschaft beschäftigen und dient vor allem den Branchenakteuren der grünen Berufe zur Weiterbildung und zum Netzwerken. Am 23.09. kann man im Leipziger Westen und am 30.09. in der City die Leipziger Genussanbieter kennenlernen. Ob Restaurant, Weinhandlung oder Feinkostgeschäft auf ausgewiesenen Genussrouten kann man sich von extra für diesen Tag konzipierten kulinarischen Aktionen verwöhnen und verführen lassen. Auf dem Augustusplatz wird es vom 29.09.-01.10. einen Genussmarkt geben. Wie 2015 steht auch diese Veranstaltung unter dem Motto Leipzig international mit ausgewählten Köchen aus Leipzigs Partnerstädten. In Zusammenarbeit mit dem Referat für Internationale Zusammenarbeit und der IHK, konnten dafür wieder tolle Partner gewonnen werden, die zusammen mit Leipziger Köchen internationale Küche präsentieren. Dieses Jahr heißt es aber internationale Küche mit regionaler Note. So sind die Anbieter gehalten, vorwiegend auf regionale Produkte zurückzugreifen und mit regionalen Erzeugern zusammenzuarbeiten, dass der Gast auch die Herkunft der Produkte nachvollziehen kann. Auch Handwerksbetriebe der Leipziger Metzger und Bäckerzunft und natürlich Kultur sollen zum Zuge kommen. Straßenmusiker und mobile Ensembles sollen die Atmosphäre das
Genussfestivals abrunden. Händler, die beim Genussmarkt, sowie bei den Rundgängen noch teilnehmen möchten, können sich gern unter kw@bluesagency.de bis spätestens 14.07. melden. Bewerbungen von Straßenmusikern und mobilen Ensembles nehmen die Veranstalter auch gern entgegen.
Weitere Infos stehen ab Mitte August auf www.eateateat.de online


Späte Uraufführung und schnelle Weltersteinspielung

Mercadantes „Francesca da Rimini“ beim „Festival della valle d’Itria“ in Martina Franca aus der Taufe gehoben

Von Dr. Eberhard Kneipel   Von Saverio Mercadante weiß und kennt man wenig. Nur sein Flötenkonzert e-Moll ist noch oft auf CD zu hören. Dabei war dieser italienische Komponist, der 1795 bei Bari geboren wurde und 1870 in Neapel starb, nicht nur ein Zeitgenosse der großen Opern- und Belcanto-Meister Bellini, Donizetti, Rossini und des frühen Verdi, sondern selbst eine Berühmtheit: Er hat außer zahlreichen anderen Werken 60 Opern geschrieben, war an fast allen Theatern Italiens und auch in Spanien und Frankreich präsent, und er hat eine Opernreform gewagt, die den Schöngesang in die dramatische Pflicht nahm, kühne harmonische Experimente wagte, herrlichste Orchesterfarben kreierte und auch Verdi beeinflusst hat. Und nun - nach 185 Jahren - eine späte Uraufführung: Mercadantes 1830 in Madrid durch die Kapriolen der Primadonna Tosi verhindertes und 1831 in Mailand vom Direktor der Scala verschludertes Dramma per musica „Francesca da Rimini“ wurde 2016 zur Sensation des renommierten „Festival della valle d’Itria“ in Martina Franca. Kein Wunder, denn nicht nur die verschollene „Unglücksoper“, sondern auch internationale Größen wie der Dirigent Fabio Luisi, der die Partitur neu erarbeitet hat, und Regie-Altmeister Pier Luigi Pizzi, von dem wir eine stimmungsvolle „Tote Stadt“ und einen wunderbaren „Don Giovanni“ kennen, stehen  dafür. Und demzufolge auch kein Wunder, dass diese großartige Premiere das Label Dynamic sogleich zur Weltersteinspielung angespornt hat – auf CD, DVD und Blu-ray Disc ...                                                                 

Die traurige Lovestory von Francesca und Paolo hat das Kaliber von Romeo und Julia oder von Tristan und Isolde, nicht aber deren Durchschlagskraft: Shakespeare hat Legionen von Bearbeitern inspiriert, dank Wagner glüht die mittelalterliche Minne-Sage bis heute fort, doch mit der Geschichte aus Dantes „Göttlicher Komödie“ wussten – außer den Malern Italiens - nur wenige Musiker etwas anzufangen: Liszt und Tschaikowski, Rachmaninow und Zandonai. Und Mercadantes romantische Erzählung von Francesca, die des lieben Friedens willen von ihrem Vater mit Lanciotto verheiratet und um ihren Seelenfrieden gebracht wurde, weil sie dessen Bruder Paolo liebt, die Entdeckung ihrer heimlichen Leidenschaft, die Rache des Gatten und die Vermittlungsversuche des Vaters, Ketten, Kerker, Kloster und Tod – all das erreicht hier kaum jene Spannung, die ein Dramma per musica erwarten ließe. Das Stück ist zu lang. Und die Fassade des Palazzo Ducale reicht für eine opulente Bebilderung nicht aus. Aber was für ein Singen und Musizieren, welch beeindruckende Darbietungen, welch ein Optimieren der minimalistischen Mittel! Vier Stunden hindurch weht ein lauer, ein heftiger, ein stürmischer Wind durch die Szene, lässt Aushänge und Gewänder flattern, bewegt die Handlung leicht und elegant und wirkt als Zeichen für Seelenstürme. Auch die Kostüme setzen Zeichen: Flammendes Rot für Francesca und Himmelblau für Paolo, Giftgelb für Lanciotto und edles Lila für Padre Guido, Chor und Ballett in strengem Schwarz und Weiß. Die Solisten Leonor Bonilla, Aya Wakizono (ein Contra-Alt als Paolo), Merto Sungu und Gheorghe Iancu bilden – obwohl keine Weltstars – eine Spitzenbesetzung und brillieren mit Belcanto und Koloraturen vom Feinsten. Das Festival-Orchester und der Chor aus Rumänien sind hochkarätig und die Tänzer empfindsam-virtuose Begleiter von Arien und Ensembles. Und dem ästhetischen Reichtum, den Pizzi auf die karge Bühne zaubert, steht Luisis stringente und raffinierte musikalische Wiedergabe in nichts nach: Beide erschaffen ein erstaunliches Gesamtkunstwerk. Beiden gelingt eine faszinierende Uraufführung. Und beide haben einem Komponisten wieder Beachtung verschafft, der wohl ein Genie war – ein sperriges, ein unbequemes und dann ein vergessenes ...

Saverio Mercadante, Francesca da Rimini. Dramma per musica in zwei Akten // Dynamic / Naxos, 1 Blu-ray Disc 57753, Laufzeit 200 Minuten


Gläserne Aussicht über das Eichsfeld: Skywalk Holungen

Ein Tipp der Thüringer Tourismus GmbH

Für Höhenängstliche ist das eher nichts: der Skywalk auf dem ca. 500m hohen Sonnenstein im Eichsfeld. Die gut 13 Tonnen schwere Glas-Stahl-Konstruktion ist 14m lang, ragt neun Meter über die Klippe und ist kostenfrei zu begehen. Eine gläserne Brüstung umgibt den durchsichtigen Laufsteg und bietet dem Wanderer atemberaubende Weitblicke ins Land.

Weitere Informationen unter www.eichsfeld.de


Foto: Dieter-Redemann


Sommer in Thüringen

Tipps der Thüringer Tourismus GmbH

Sommer-Yoga auf thüringisch
Sunset- Yoga am Weinberg, Yoga in luftiger Höhe oder Yoga am Fluss oder See – beste Gelegenheit frische Luft zu atmen und sich dabei ganz auf sich zu konzentrieren bieten einige außergewöhnliche Orte für Outdoor- Yoga in Thüringen. Dazu gehören die Kaatschener Weinberge mit dem Weingut Zahn, der Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich, die Ferienhauslichtung Ruhla oder das Waldresort Hainich. Mehr Informationen bei der Tourist Information Thüringen unter der Rufnummer 0361-37420 und unter

Mit Mountainbike, MountainCarts oder Fat Max Roller bergab
Adrenalin beim Downhill in der Rennsteig Bikearena Steinach
Der Berg ruft – und das auch im Sommer. Flowige Waldstücke, enge Kurven, Drops, steinige Abschnitte: in der Rennsteig Bikearena Steinach finden Mountainbiker Downhill- und Freeride-Strecken sowohl für Anfänger als auch für echte Pros. Der Doppelsessellift bringt die Fahrer mit ihren Bikes, für die extra Transporthalterungen angebracht wurden, nach oben zur Bergstation auf dem 842 Meter hohen Fellberg. Oben angekommen hat man die Wahl zwischen drei 1,5 km lange Abfahrten mit unterschiedlicher Schwierigkeit von leicht über mittelschwer bis schwer. Insgesamt bietet die Rennsteig Bikearena Steinach ein Streckennetz von ca. 6 Kilometern. Doch nicht nur Mountainbiker kommen auf Ihre Kosten: beim Fun-Geräte-Verleih an der Mittelstation können MountainCarts, das etwas andere Dreirad für die Berge, Fat Max Roller mit extra fetten Rädern für besten Grip und Fahrspaß im Gelände oder Mountain-Skyver, den Bergroller aus dem Rucksack für eine Tour gemietet werden. Weitere Informationen auf www.thueringen-alpin.de und bei der Tourist Information Thüringen unter der Rufnummer 0361-37420 sowie auf www.thueringen-entdecken.de

Wandern auf Luthers Spuren
117. Deutscher Wandertag in Eisenach
Zum Wandern auf Luthers Spuren werden vom 22. Juli bis 6. August 2017 tausende Wanderer in Eisenach erwartet. Dort findet der 117. Deutsche Wandertag statt. Entsprechend der 95 Thesen gibt es 95 Touren, darunter Kräuterhexen- und Raubritter- Touren, Rennsteig für Einsteiger oder auch Radtouren. Dabei geht es zu den schönsten Wanderzielen in und um Eisenach, wie der Drachenschlucht, der Sängerwiese, dem Rennsteig, den Hainich oder das Werratal. Mit dem Wandertagsplaner lässt sich ein individuelles Programm zusammenstellen. Informationen auf www.wandertag-2017.de und bei der Tourist Information Thüringen unter der Rufnummer 0361-37420 sowie auf www.thueringen-entdecken.de.

Barfuß ins Himmelreich?
Sonderausstellung zum Reformationsjubiläum in Erfurt
Die Bettelorden der Barfüßer, Dominikaner und Augustiner-Eremiten prägen mit ihren größtenteils erhaltenen bedeutenden Kirchenbauten noch heute das Erfurter Stadtbild. Ohne die Erfahrungen seiner Erfurter Jahre als Augustiner-Eremit wäre Martin Luthers Weg zur Reformation so nicht möglich gewesen. Die Jubiläumsausstellung „Barfuß ins Himmelreich? Martin Luther und die Bettelorden in Erfurt“, die noch bis zum 12. November 2017 zu sehen ist, thematisiert die Rolle der Bettelorden in Erfurt und hinterfragt Lebenssinn, Armut und Gerechtigkeit. Verdeutlicht wird dies durch Archivalien und Objekte aus Archiven unter anderem Luthers Universitätsmatrikel sowie Leihgaben u. a. aus der Schweiz und aus Österreich. Neben der Ausstellung im Stadtmuseum werden auch die authentischen Orte des Wirkens der Bettelorden - Predigerkloster, Augustinerkloster und Barfüßerkirche – mit einbezogen.

Weitere Informationen auf www.lutherland-thueringen.de


Gera: Sommerkonzerte in der Kirche St. Trinitatis

In die Geraer Trinitatiskirche finden jeden Dienstag 17 Uhr Sommerkonzerte statt. Eine Einladung zu Musik, geistlichen Impulsen und Entspannung. Am 20. Juni wird Kantor Martin Hesse die Orgel spielen, eine Woche darauf sind Benjamin Stielau, Orgel und Cornelius Herrmann, Cello zu hören. Der Eintritt ist frei. Zudem kann in der Kirche die diesjährige Sommerausstellung besichtigt werden. Unter dem Titel „Von dem, was war, was ist, was wird“ werden Werke des Görlitzer Künstler Andreas Neumann im Kirchenraum präsentiert.
Ausstellung und Offene Kirche sind an folgenden Tagen zugänglich: Dienstag 15 – 17 Uhr; im Anschluss Sommermusik, Mittwoch – Samstag 14 – 16 Uhr und Sonntag nach dem Gottesdienst.
8. August Benjamin Stielau - Orgel, P. Wiegand - Violine
15. August Kantor M. Hesse
22. und 29. August KMD M. Formella - Orgel
5. September Cello pur


Wanderlust trifft Meeresrauschen

Thüringer Wandersommer

Geschichtsträchtige Pfade, Uferpartien mit Panorama, Begegnungen mit Wildkatzen oder Eisvögeln: Thüringen hat reizvolle Wanderregionen im ganzen Land. In die schönsten Regionen führen bis 3. September 2017 ausgewählte Veranstaltungen beim 17. Thüringer Wandersommer. 

12 Touren rund um Zeulenroda unter dem Motto „Wanderlust trifft Meeresrauschen“
Unter dem Motto „Wanderlust trifft Meeresrauschen“ haben Wanderfreunde die Möglichkeit auf 12 verschiedenen Strecken die herrliche Landschaft am Zeulenrodaer Meer und die Karpfenpfeiferstadt Zeulenroda-Triebes zu entdecken. Die Besucher wandern auf den Spuren der ehemaligen zahlreichen Mühlen im wunderschönen Weidatal, lernen die liebevoll gestalteten Wanderhütten am Zeulenrodaer Talsperrenweg kennen und entdecken die urige und naturbelassene Naturschönheit der Weidatalsperre. Zu einer Wanderung der besonderen Art nimmt der Stadtführer die Gäste mit auf einen historischen Stadtrundgang durch das klassizistische Zeulenroda.
Im Pöllwitzer Wald, einem großen zusammenhängenden Waldgebiet, welches seit 2013 Teil des Nationalen Naturerbes ist, findet anlässlich des Tag des Nationalen Naturerbes eine Wanderung auf der DBU-Naturerbefläche statt. Hierbei erfahren die Wanderfreunde nicht nur viel Wissenswertes über den wertvollen Lebensraum seltener Pflanzen und Tiere, sondern wandern mit dem Förster durch die reizvolle Natur.
Spezielle Wanderrouten für Familien mit Kindern
Familien mit Kindern haben die Möglichkeit auf speziellen Wanderrouten neben der erholsamen Natur am Zeulenrodaer Meer, auch die zwei neu gestalteten Strandbäder kennen zu lernen. Ein Besuch im Tiergehege Rabensleite, mit über 30 verschiedenen Tierarten, und der Waikiki Thermen- und Erlebniswelt runden das Familienerlebnis ab.

Mehr Informationen zum Programm des Thüringer Wandersommers und zum Reiseland Thüringen gibt’s in der Tourist Information Thüringen unter der Rufnummer 0361-37420 und im Internet auf www.thueringen-entdecken.de.


Neuer Generalmusikdirektor am Theater Plauen-Zwickau

Ab der kommenden Spielzeit 2017/18 wird Leo Siberski die Stelle des Generalmusikdirektors am Theater Plauen-Zwickau einnehmen.
Nach seinem Studium an der Berliner Hochschule für Musik Hanns-Eisler waren Leo Siberskis erste Stationen – neben zahlreichen Projekten an der Staatsoper Berlin – das Berliner Sibelius-Orchester, die Kammerphilharmonie Berlin und Junge Philharmonie Brandenburg. Er assistierte namhaften Dirigenten wie Daniel Barenboim, Kent Nagano, Vladimir Jurowski und Fabio Luisi. 2007 debütierte er an der Semperoper Dresden mit Die Zauberflöte und dirigierte die deutsche Erstaufführung der Oper Der Sturm von Zdenek Fibich in Bielefeld, in deren Folge er zum stellvertretenden GMD und 1. Kapellmeister am Theater Bielefeld berufen wurde. Gastdirigate führten Leo Siberski u. a. an die Opernhäuser in Düsseldorf, Innsbruck, Gera, Hannover, Mainz, Plauen-Zwickau und Wuppertal sowie zu den Bremer Philharmonikern, Düsseldorfer Symphonikern, zum SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, Münchner Rundfunkorchester, MDR-Sinfonieorchester, Radio- Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, Sinfonieorchester Wuppertal, Staatsorchester Rheinische Philharmonie, zur Philharmonie Südwestfalen, Württembergischen Philharmonie Reutlingen, Jenaer Philharmonie und Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken. Von 2011 bis 2015 wirkte Leo Siberski als stellvertretender GMD und 1. Kapellmeister am Theater Kiel, wo er für seine Premieren und Wiederaufnahmen der Opern I Lombardi alla prima crociata und La traviata, Don Giovanni, Jenufa, Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny und die Lustigen Weiber von Windsor von der Presse höchstes Lob erhielt. Neben Sinfoniekonzerten und Opernaufführungen widmet sich Leo Siberski Crossover- und Jugend-Projekten. Ein Sonderkonzert des Philharmonischen Orchesters mit dem legendären Klaus Doldinger & Passport in Kiel 2011 unter seiner Leitung wurde von der Presse als „ein wirklich denkwürdiges, mit stehenden Ovationen gefeiertes Cross-Over-Konzert der Extraklasse“ gefeiert, dem 2014 eine Tournee mit der Nordwestdeutschen Philharmonie und Klaus Doldinger folgte. In Plauen und Zwickau dirigierte er im April das 6. Sinfoniekonzert und begeisterte das Publikum mit seiner präzisen musikalischen Leitung und seiner temperamentvollen und mitreißenden Ausstrahlung.


Neuerscheinung: KREUZ UND QUER GED(L)ACHT

Kreuz & quer gedacht… hat der Kabarettist Ulf Annel und hier seine frechen Sprüche, Gereimtes und Ungereimtes versammelt. Wenn es kurz und bündig geht, muss man ja nicht lang und breit werden. Statt dickem Wälzer also ein kurzweiliges Büchlein. Die Leserschaft hat sich zwar nicht krumm und schief, aber schon … kreuz & quer gelacht.
Verstreutes Zerstreutes über Menschen und Menschinnen regt die Lachmuskeln der Leser an.
Das Buch ist erschienen in der inzwischen 60-bändigen Rhino Westentaschen-Bibliothek. Die „Kleinen Rhinos“ sind kleine, feine Geschenkbücher mit einem breiten Themenspektrum und vermitteln prägnante, kurzweilige und anschaulich bebilderte Informationen. Dazu gehören wichtige Ratgeber-Themen, aber auch Themen mit unterhaltend-informativem Charakter und regionale Themen.
Ulf Annel, geb. 1955 in Erfurt ist Journalist, Autor und weit über seine Stadt hinaus bekannter Kabarettist. Annel studierte an der Sektion Journalistik der Universität Leipzig und ist seit 1981 Kabarettist und Autor des Kabaretts Die Arche in Erfurt. KREUZ & QUER GED(L)ACHT ist das 20. Buch aus seiner Feder, das Thomas Tauber mit lustigen, tiefsinnigen Karikaturen belebt.
Der RhinoVerlag, wurde 1993 gegründet. Im Mittelpunkt stehen die Rhino Westentaschen-Bibliothek, Regionalliteratur, kulinarische Bücher, Bildbände, Thüringer Geschichte, allgemeine Zeitgeschichte und Kalender


Jimmy Kelly veröffentlicht Buch

In den Neunzigerjahren gehört die legendäre Kelly Family zu den erfolgreichsten Bands Europas: Jimmy Kelly und seine Geschwister füllen mühelos die größten Konzert-hallen, landen zahllose Nummer-1-Hits und verkaufen mehrere Millionen Tonträger. Doch mit dem Tod des Vaters und „Familienmanagers“ Dan Kelly im Sommer 2002 zerschlägt sich die Familienband und die Geschwister gehen zunehmend ihrer eigenen Wege.
Mit dem Aus der Band steht Jimmy Kelly mit Anfang 30 vor dem Nichts: Das Verhältnis zu den Geschwistern ist teilweise zerrüttet, das Erbe ist ungeklärt, die finanzielle Situation ist mehr als angespannt. Um seine eigene kleine Familie ernähren zu können, besinnt sich Jimmy auf seine Wurzeln und beginnt, wie die Kelly Family einst auf der Straße zu spielen.
In seinem Buch »Streetkid. Fluch und Segen, ein Kelly zu sein«, das am 15. Mai 2017 im Heyne Verlag erscheint, erzählt Jimmy Kelly von den Höhen und Tiefen seines Lebens. Er erzählt die Geschichte eines Mannes, der an der Spitze der Welt stand, tief gefallen ist und schließlich seinen festen Glauben und Versöhnung mit sich selbst und der Familie fand. Er erzählt von inspirierenden, aber auch bedrückenden Begegnungen auf der Straße, von Ängsten und Selbstzweifeln, aber auch von Liebe, Freundschaft und der Kunst, niemals die Hoffnung zu verlieren.
Victor James Kelly, bekannt als Jimmy Kelly, wurde 1971 in Talavera de la Reina, Spanien, geboren. Als Mitglied der Kelly Family, einem der einzigartigsten Familien-Musikclans aller Zeiten, wurde er in den Neunzigerjahren zum Popstar und Teenie-Idol. Seit 2007 spielt er wieder auf den Straßen Europas sowie in Kleinkunsttheatern und auf Festivals. Mit seiner Frau und seinen drei Kindern lebt Jimmy in der Nähe von Aachen.
Momentan feiert Jimmy Kelly mit fünf seiner Geschwister das Comeback als Kelly Family. In wenigen Tagen waren die geplanten Reunion-Konzerte am 19., 20. und 21. Mai 2017 in der Dortmunder Westfalenhalle ausverkauft, eine Tournee durch Europa ist für 2018 angekündigt. Das Album »We Got Love« stieg Ende März 2017 auf Platz 1 der Deutschen Musikcharts ein.
Jimmy Kelly: Streetkid. Fluch und Segen, ein Kelly zu sein / Paperback, 256 Seiten, durchgehend vierfarbig, ISBN: 978-3-453-20151-4, € 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90, Verlag: Heyne


Ausflugstipp: Wasserburg Kapellendorf und Burg Gleichen

Die Burg Gleichen, eine mittelalterliche Burgruine bei Gotha (Wandersleben) zählt zum Burgenensemble der Drei Gleichen und stellt ein reizvolles Ausflugsziel dar. Sowohl landschaftlich als auch kulturhistorisch wird dem interessierten Wanderer Einiges geboten. Ein Naturlehrpfad führt
den Burgaufstieg hinauf und erklärt Besonderheiten aus der Geologie und Naturausstattung vor Ort. Im Wehrturm ist eine kleine Ausstellung zur Geschichte und zur natürlichen Umgebung der Burg untergebracht.
Die Burg Gleichen ist bis Ende Oktober täglich von 10 bis 18:00 Uhr geöffnet und immer einen Ausflug wert! Der Ort Kapellendorf, im Weimarer Land gelegen, zählt heute gerade etwa 450 Einwohner und doch verbindet sich mit ihm ein bedeutendes Stück mittelalterlicher Geschichte. Die frühe Nennung als „Capelladorf“ im Jahr 833, weist ihn als einen der ältesten Orte Thüringens aus. Erst etwa 300 Jahre später errichteten die Burggrafen von Kirchberg in der Talniederung eine Wasserburg. Zahlreiche Veranstaltungen, wie Ausstellungen, Theateraufführungen und Märkte, bietet die Wasserburg Kapellendorf während der Saison. 

Weitere Informationen und Veranstaltungen unter
www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen

Abbildung: Wasserburg Kappellendorf
Foto: Stadtverwaltung Erfurt, Marie Petermann


Verfallene Zeugen der Vergangenheit

NEU: Markus Schmidt: Verlassene Orte in Thüringen

Der Jenaer Fotograf Markus Schmidt hat seine Passion zum Beruf gemacht. Seine Fotos verströmen einen ganz besonderen Charme. Für diesen Bildband hat er vergessene Thüringer Raritäten ausfindig gemacht. Das alte NVA-Hotel in Frauenwald, ein Kinderheim in Ruhla, ausrangierte Loks in Pfiffelbach oder das Geisterdorf von Lehesten sind bekannte und dennoch verlassene Orte inThüringen. Verborgene Welten, vergessene Gemäuer  für die einen Ruinen, für dieanderen eine Faszination. Mit der Kamera erkundet der Jenaer Fotokünstler Markus Schmidt seit vielen Jahren, wie es heute an diesen und anderen verlassenen Orten Thüringens aussieht.
Auf über 150 beeindruckenden Fotografien hat er den Hauch der Vergangenheiteingefangen, zeigt mit einer ganz eigenen Bildsprache die einstigen Tempel der Arbeit und Erholung. Verrottende Möbel, liegen gebliebene Lieferberichte oder rostende Maschinen wirken wie Botschaften aus ferner Vergangenheit, erinnern an die früheren Nutzer oder Bewohner des Bauwerks. Offen stehende Türen, zersprungene Scheiben, in bizarren Mustern herabhängende Deckenverkleidungen, von Moos und Farn überwucherte Fußböden versprühen einen morbiden Charme, dem sich der Betrachter nicht entziehen kann.
Markus Schmidt: Verlassene Orte in Thüringen, 168 Seiten, ca. 200 Abbildungen, Format 22,7 x 27,4 cm,, Hardcover, ISBN 978-3-95400-807-0