Lebensart

Gera: Auf Schatzsuche mit Puppentheater

Familienvorstellungen für „Die Schatzinsel“ in der Bühne am Park: Donnerstag, 20. Juni, 18 Uhr
Theater Gera Schatzinsel

„Die Schatzinsel“ erzählt ein Abenteuer aus längst vergangenen Zeiten, als es noch Piraten und vergrabene Schätze auf einsamen Inseln gab. Der Junge Jim Hawkins bekommt die Landkarte einer Insel in die Hände, auf der Captain Flint, der größte Seeräuber aller Zeiten, seine Beute vergraben hat. Als Schiffsjunge wird Jim Teil einer Mannschaft, die sich mit der Karte im Gepäck auf eine abenteuerliche Reise zur Schatzinsel begibt. Mit dem einbeinigen Schurken Long John Silver schuf der Schotte Robert Louis Stevenson eine der berühmtesten Piratenfiguren der Weltliteratur und wurde zur Inspirationsquelle für zahlreiche nachfolgende Piratengeschichten, nicht zuletzt für die „Fluch der Karibik“-Reihe.

Das Puppentheater Altenburg Gera spielt das gleichnamige Abenteuerstück, empfohlen für Kinder ab zwölf Jahren und Erwachsene gleichermaßen.

Foto: Ronny Ristok


Gera: Blade Runner - The Final Cut - Immersives Erlebnis I

Erlebe den ultimativen Sci-Fi Klassiker wie nie zuvor: Donnerstag, 20. Juni, 15 Uhr - 1880 Abaco (Am Stadtgraben 14)

Moore International Entertainment & Galaxie Gera präsentieren eine vollständig immersive Version von Ridley Scotts filmischem Meisterwerk BLADE RUNNER: THE FINAL CUT. Während der Film vor den Augen des Publikums gezeigt wird, läuft um sie herum eine speziell entwickelte Lichtshow, die mit dem Film synchronisiert ist – ein zweistündiges Abenteuer INNERHALB des Films! Wenn sich die Szenen des Films ändern, ändert sich auch die Lichtshow, um den Geist des Publikums zu stimulieren und ihm das Gefühl zu geben, dass es sich INNERHALB des Films befindet!


Sommerferien-Rätsel auf Burg Posterstein: Finde den Dieb!

Burg Posterstein Ferien Rätsel

Ritter Pflugk, der Burgherr der Burg Posterstein, ist sauer: Ein Dieb treibt in der Nähe der Burg sein Unwesen. Der Burgherr möchte, dass die Ferien-Kinder den Dieb finden und die Beute zurückbringen. Im Sommerferien-Rätsel vom 20. Juni bis 4. August auf Burg Posterstein erfährt man eine Menge darüber, wie vor 400 Jahren Verbrechen aufgeklärt wurden: Wurden schon Zeugen befragt? Wer urteilte? Und: Welche Strafe drohte? Das Tolle daran: Das Rätsel basiert auf einem echten Postersteiner Kriminalfall.

Außerdem gibt es eine Neuerung: Wem das Lesen (noch) schwerfällt, der kann sich die Rätsel-Texte auch anhören. Dafür sollte man ein Smartphone mit QRCode-Scanner (und bei Bedarf: Kopfhörer) dabeihaben.

Foto: Franziska Huberty, Museumspädagogik-Chefin auf Burg Posterstein, präsentiert das Sommerferien-Rätsel


PARKSOMMER - Das Kulturfestival in Chemnitz

PARKSOMMER - Das Kulturfestival in Chemnitz

Der Stadthallenpark ist die grüne Lunge der Chemnitzer Innenstadt und bietet für Freiluftveranstaltungen eine wunderbare Kulisse in zentraler Lage. Die C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH ergriff gemeinsam mit der Volksbank Chemnitz und vielen weiteren Partnern und Unternehmen der Stadt die Initiative, um den Park gerade in den Sommermonaten für die Chemnitzer attraktiv zu gestalten, Menschen mit ansprechenden Veranstaltungen in die Innenstadt zu locken und den Park zu einem positiven, bunten Ort der Begegnung für jedermann zu machen.

So entstand die Idee des PARKSOMMERS. Konzipiert als eintrittsfreies Kulturfestival bietet der PARKSOMMER vom 18. Juni bis 21. Juli vier Wochen lang ein abwechslungsreiches Programm in den verschiedensten Facetten und Genres zwischen Klassik, Jazz, Singer-Songwriter, Poetry Slam oder Yoga. Konzerte finden in lockerer Atmosphäre auf der Picknickdecke oder im Liegestuhl statt.

Parksommer | 18.6. bis 21.7.2024 | Kulturfestival in Chemnitz | Parksommer | 18.6. bis 21.7.2024 | Kulturfestival in Chemnitz


Maislabyrinth Erfurt: Neue Abenteuer für Groß und Klein

Maislabyrinth Erfurt: Neue Abenteuer für Groß und Klein

Weil dieses Jahr die Ferien etwas früher starten als gewöhnlich und der Mais nicht so schnell wachsen kann, ist das Maislabyrinth Wochen früher als gewohnt mit einem Fun & Jump Hüpfburgenland bis 28. Juni am Start. Täglich von 10-18 Uhr können eine Vielzahl an Hüpfburgen, Spielgeräten, Tischtennis, Kicker, GroßSchach und vielen mehr ausprobiert werden. Und für die ganz Kleinen gibt es eine separate Spielecke, mit Kleinkind-Hüpfburg, Bällebad und lustigen Aktivitäten, um die Bunte Welt des Spieles zu erkunden. Speisen und Getränke vor Ort: Eis, Slush und Fassbrause, Kaffee und Kuchen, Imbiss. Das Mitbringen von eigenen Sachen ist nicht nötig!


Sondershausen: Schlossfestspiele für die ganze Familie

Familienoper auf der Theaterwiese am Schloss: »Orpheus und Eurydike«
Schlossfestspiele Sondershausen

Große und kleine Besucher sind herzlich willkommen bei der Familienoper auf der Theaterwiese! An den Wochenend-Nachmittagen in der Festspielsaison bieten die Schlossfestspiele Sondershausen 2024 kurzweiliges Musiktheater für die ganze Familie - mit dem Stück »Orpheus und Eurydike«:

Der Sänger Orpheus verliert seine geliebte Frau Eurydike durch den giftigen Biss einer Schlange. Mit seinem Gesang erweicht er Hades, den Gott der Unterwelt, der ihm daraufhin Zutritt in das Reich der Toten zu seiner Frau gewährt. Orpheus darf Eurydike zurück ins Leben begleiten. Doch nur unter der Bedingung, dass er sich auf dem Weg nicht nach ihr umsieht. Aber genau das ge­lingt ihm nicht!
Der antike Mythos vom Sänger Orpheus, der von der Macht der Musik erzählt, ist wie kaum ein anderer für die Opernbühne ge­eignet. Es ist daher kein Zufall, dass dieser in der Geburtsstunde der Oper vor rund 400 Jahren aufgegriffen wurde und Komponisten auch in späteren Jahrhunderten immer wieder faszinierte. Etwa Christoph Willibald Gluck, der mit seiner 1782 uraufgeführ­ten Oper »Orpheus und Eurydike« sogar eine Reform der Gat­tung einleitete: Er erzählt die Geschichte mit einem schlichten, aber dafür umso bewegenderen Gesang. Es geht in seinem Stück um zeitlose Themen wie Liebe, Verlust, Trauer, Hoffnung und Vertrauen, denen diese Inszenierung auf der Theater­wiese mit einer guten Prise Humor begegnet. - Dauer: 1 Stunde (keine Pause)

Jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn ist auf der Theaterwiese schon einiges los! Bei Kaffee und Kuchen können Sie sich ganz entspannt auf die Familienoper einstimmen.
Kindgerecht und begleitend zur Inszenierung werden im Anschluss an die Vorstellung noch Familien-/ Kinderführungen durch den Blauen Saal des Sondershäuser Schlosses angeboten. 

Sa 22. / So 23. / Sa 29. / So 30. Juni, jeweils 15 Uhr
Sa 6. / So 7. / Sa 13. Juli, jeweils 15 Uhr

Orpheus und Eurydike - Thüringer Schlossfestpiele Sondershausen (schlossfestspiele-sondershausen.de)


Gera für kleine und große Leute

Ferien Gera

Mit Beginn der Sommerferien startet auch in Gera eine Zeit voller spannender Aktivitäten und Veranstaltungen für die Schülerinnen, Schüler und die gesamte Familie. Während der gesamten 6-wöchigen Ferienzeit bieten die Einrichtungen der Stadt Gera sowie die Jugendclubs ein abwechslungsreiches Programm für jede Altersgruppe an. Vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten können von den Ferienkindern genutzt werden: Diese beginnen bei einem Sommercamp in Gera-Ernsee, gehen über Minigolf, Schnitzeljagd und Graffiti-Workshops und reichen bis hin zu Taschenlampenführung durch die Museumshöhler, ein Holi-Festival oder Gaming- und Programmier-Nachmittage in der Stadt- und Regionalbibliothek. Ob sportliche Angebote, Ausflüge, kulturelle Events oder entspannte Freizeitaktivitäten - für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Das umfangreiche Sommerferienprogramm ist über den Veranstaltungskalender der städtischen Homepage einsehbar. Auf der zentralen Onlineplattform kann die zielgruppenspezifische Kategorie „Kinder und Jugendliche“ ausgewählt werden, so dass das Angebot der kommenden sechs Ferienwochen ausgespielt wird. Eine weitere Filterfunktion schafft zudem die Möglichkeit, die Ferienangebote einer bestimmten Tages- oder Uhrzeit zu erhalten. Außerdem ist es für Interessierte möglich, den Veranstaltungstermin im privaten Kalender des Endgerätes abzuspeichern.


Geithain: Sommerferienspaß im Heimatmuseum

Immer von 10 bis 17 Uhr
Sonnengesicht

2. Juli - Basteln für den Kaufmannsladen: Wer geht gerne im Kaufmannsladen einkaufen? Schnell und einfach sind viele kleine Dinge, die hier ge- und verkauft werden, selbst gebastelt. So wird jeder Gang zum Kaufmannsladen ein tolles Erlebnis!

4. Juli - Schatzsuche im Pulverturm: Eine tollkühne Räuberbande hat einen Schatz stibitzt und irgendwo im Pulverturm versteckt! Begebt euch auf eine abenteuerliche Suche und findet den verborgenen Schatz!

9. Juli - Kleine Kunstwerke selbst geknüpft: Kunterbunte Streifen aus Wolle sind nicht schwer zu zaubern: ob ein Lesezeichen, Fußkettchen, Schlüsselanhänger oder das klassische Freundschaftsarmband – im Nu ist ein hübsches buntes Band geknüpft, das sich vielseitig verwenden lässt.

11. Juli - Disneyhafte Gänge: In den Unterirdischen Gängen geht es diesmal tierisch zu: an verschiedenen Stationen sind Hinweise auf Disneyfilme versteckt. Wer findet heraus, um welche Filme und Geschichten es sich handelt?

16. Juli - Kleine Schuhmacher: Lange Zeit waren viele Kinder im Sommer barfuß unterwegs, um ihre guten Schuhe zu schonen; heute stellen wir ein Paar Schuhe schnell und einfach selbst her!

18. Juli - Gespenster im Torhaus: Stadtgespenst Geithi bekommt Besuch von seiner kauzigen Verwandtschaft, so dass es zu mitternächtlicher Stunde im Torhaus hoch hergeht! Wer die richtige Lösung auf ein Rätsel findet, erwartet zum Schluss eine kleine Belohnung!

23. Juli - Köstliche Orangenlimonade selbst gemacht: Wenn es so richtig schön heiß ist, kühlt man sich am besten mit einer leckeren Orangenlimonade ab. Wir stellen sie selbst her und kosten sie natürlich auch gleich.#

25. Juli - Basteln für die Kinderpost“: Nach einem Einkaufsbummel im Kaufmannsladen noch schnell einen Brief im Postamt aufgeben…! Im Handumdrehen ist viel tolles Zubehör gezaubert, das zu einem unvergesslichen Spiel mit der Kinderpost einfach dazugehört!

30. Juli - Sprecht ihr Gaunersprachisch? Des wilden Willis Räuberbande hat wieder einmal etwas ausgeheckt und Hinweise darauf überall im Pulverturm hinterlassen! Diese hat die Bande aber, gewitzt wie sie ist, auf Gaunersprachisch hinterlassen, der alten Sprache der Räuber! Könnt ihr alle Hinweise entschlüsseln und zum Schluss eine Belohnung abstauben?

1. August - Detektivspiel – Das Rätsel der verschwundenen Emaillevase“: O Schreck! Eine wertvolle Emaillevase ist verschwunden! Welchen gewitzten Detektiven gelingt es, das verschwundene Ausstellungsstück wiederzufinden und den Täter zu identifizieren?

Bitte Voranmeldung unter Tel. 034341 44403 (Teilnahmegebühr 2,50 €)


Museum Naturalienkabinett Waldenburg: Angebote für Familien

Ferien Waldenburg

Kreativ-Werkstatt: Zeitreise mit der Sonne

Kreative Sonnenuhren basteln (ab 5 Jahre) * Taucht ein und erlebet die faszinierende Welt der Zeitmessung, bei der Kinder und Erwachsene ihre eigene Sonnenuhr basteln. Entdeckt, wie die Sonne ihren Schatten wirft und die Zeit auf natürliche Weise anzeigt. Ein unterhaltsames und lehrreiches Erlebnis für jeden, der sich für die Verbindung zwischen Natur und Technik interessiert.

30.06., 07.07., 21.07., 03.08. jeweils 13:00 - 16:00 Uhr / Kosten: 3 € pro Kind Materialgebühr

Kreativ-Werkstatt: Leuchtphänomen

Gestalte deinen Leucht-Käfer! (ab 5 Jahre) * In dieser Kreativ-Werkstatt können Groß und Klein lernen, wie Biolumineszenz funktioniert. Erlebt die Schönheit und Vielfältigkeit der Natur und erschafft euch eure eigenen leuchtenden Kreaturen – ein Spaß für die ganze Familie und eine Gelegenheit, mehr über das Geheimnis hinter dem Leuchten zu erfahren.

25.06., 05.07., 17.07., 30.07. jeweils 13:00 - 15:00 Uhr / Kosten: 3 € pro Kind Materialgebühr

Kreativ-Workshop: Die Sonne als Künstler

Cyanotypie-Kunst für Kinder (ab 8 Jahre) * Gestalte ein einzigartiges Cover für dein Ferientagebuch! Erlebe die faszinierende Welt der Cyanotypie und des Blattdrucks in unserem Kreativ-Workshop. Kinder begeben sich mit Hilfe von Lupengläsern auf Tier– und Pflanzensuche um inspiriert von ihrer Schönheit, ein einzigartiges Cover für ihr Ferientagebuch zu gestalten. Sie lernen die Geheimnisse dieser einzigartigen Kunstformen kennen und schaffen sich mit Hilfe des Sonnenlichts ihre ganz eigenen Kunstwerke.

13.07. + 14.07. / 27.07. + 28.07. jeweils 13:00 – 16:00 Uhr / Kosten: 4,50 € pro Kind Materialgebühr / Anmeldung empfohlen

Kreativ-Workshop: Sonne hautnah

Workshop mit Experimenten (ab 6 Jahre) * Wie erzeugt unsere Sonne unerschöpfliche Energie? Und was wäre, wenn du die Geheimnisse der Solarenergie selbst enthüllen könntest? In unserem Mitmach-Workshop laden wir Kinder dazu ein, selbst zu kleinen Wissenschaftlern zu werden. Durch aufregende Experimente erleben wir die Kraft der Sonne hautnah und verstehen, wie diese Energie unser Leben beeinflusst.

Jeden Donnerstag in den Ferien, jeweils 13:00 - 16:00 Uhr / Dauer ca. 1,5 Stunden / Kosten: 3 € pro Kind Materialgebühr /  Anmeldung empfohlen

Phänomen Sonne: Öffentliche Führung (Erwachsene/junge Erwachsene)

Begleiten Sie uns auf einer faszinierenden Reise durch das Naturalienkabinett Waldenburg und entdecken Sie die Sonne aus einer ganz neuen Perspektive. Erfahren Sie mehr über die Geheimnisse unseres Sonnensystems, die Bedeutung der Sonne für das Leben auf der Erde und die Wissenschaft, sowie die neuesten Erkenntnisse der Sonnenforschung auf unser alltägliches Leben.

14.07. und 28.07. jeweils 11:00 Uhr / Kosten: nur Museumseintritt

Schnitzeljagd: Sonnensafari im Museum (Grundschulalter)

Wie beeinflusst die Sonne das Leben auf der Erde? Welche Geheimnisse birgt sie? Und wozu nutzte man einen Brennspiegel? Begleitet uns auf einer faszinierenden Sonnensafari durch das Naturalienkabinett Waldenburg! Kinder tauchen ein in die Welt der Naturphänomene und werden zu kleinen Wissenschaftlern. Findet Hinweise, löst spannende Rätsel und gewinnt am Ende einen kleinen Preis!

Jeden Freitag in den Ferien jeweils 10:00 Uhr / Dauer ca. 1 Stunde / Kosten: nur Museumseintritt /  Anmeldung empfohlen

Sonnenglanz: Ein Quiz durch das Museum

Erlebe den Sonnenglanz im Naturalienkabinett Waldenburg! Kinder und ihre Familien haben die Möglichkeit, während ihres Museumsbesuchs an einem Quiz teilzunehmen, um mehr über das faszinierende Naturphänomen „Sonne“ in unserer Ausstellung zu erfahren.Am Ende winkt eine kleine Überraschung als Belohnung.

Dienstag bis Sonntag, innerhalb der Öffnungszeiten / Kosten: nur Museumseintritt

Weitere Infos: www.museum-waldenburg.de


Jena: Bis 5. Juli Sonderausstellung über Ernst Haeckel

Biologiedidaktiker der Universität Jena zeigen Sonderausstellung zu ihrem Buch „Ernst Haeckel in der DDR“
Jena Ausstellung Haeckel

Jena (Uni/AS) Ernst Haeckel (1834-1919) galt als „deutscher Darwin“, wurde als Evolutionsforscher und Hochschullehrer hoch gelobt und kontrovers beurteilt. Und er war ein Wissenschaftler, der seine Erkenntnisse mit künstlerischen Mitteln anschaulich und für jedermann verständlich machte. Seine Beschäftigung mit den Stammbäumen des Lebens führte ihn aber auch zu rassentheoretischen Überlegungen, auf die sich die Nationalsozialisten in ihrer Rassenideologie bezogen. Gleichzeitig lieferte Haeckels Evolutionstheorie den Politikstrategen in der DDR zahlreiche Argumente für ihre materialistische Weltanschauung.

Haeckel als Lehrer, Forscher und Künstler vorgestellt in einer kleinen Sonderschau im Universitätshauptgebäude. Hier werden einzelne Exponate gezeigt, die exemplarisch für die sechs Kapitel des Buches „Ernst Haeckel in der DDR“ stehen. Originale Aufgaben für die Reifeprüfung zu Haeckel aus DDR-Zeit stehen für Haeckels Bildungsambitionen, ein Typenbauplan des DDR-Fischerei-Forschungsschiffes „Ernst Haeckel“, das auf den Weltmeeren mit internationalen Mannschaften unterwegs war, nimmt Bezug auf Haeckels Meeres- und Fischereiforschung.

Den künstlerischen Part in der Ausstellung übernimmt Tamara Knapp aus Weimar. „Sie hat bereits das faszinierende Cover für unser Buch gestaltet. Jetzt liefert sie zu jedem Kapitel des Buches ein Plakat, das sich auf Haeckels Leben, Arbeit oder Forschungsobjekte bezieht und mit Mitteln von Visueller Kunst und Graphikdesign überraschende Assoziationen schafft“, sagt Karl Porges.

„Die Werke sind Auszüge aus archivierten und historischen Bildern der Entwicklung Haeckels. Basierend auf den originalgetreuen Bildwelten habe ich über Collagentechnik Elemente der Bilder extrahiert, diese weiterverarbeitet, verfremdet oder über grafische Anpassungstechniken in Farbe und Form auch weiter interpretiert“, erklärt Tamara Knapp ihre Herangehensweise. Die dabei entstandenen großformatigen Bilder ziehen den Betrachter in Bann mit farbenfrohen Gewächsen, die Pflanze oder Meerestier sein könnten oder mit imaginären Lebewesen, deren Geburt, Wachsen und Sterben wie im Zeitraffer sichtbar wird. Tamara Knapps Kunstwerke bieten dem Betrachter viel Spielraum für eigene Deutungen und eine neue Sicht auf scheinbar Bekanntes.

Ausstellung bis 5. Juli im Ausstellungskabinett, Universitätshauptgebäude, Fürstengraben 1 in Jena / Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr

Abbildung: Dr. Karl Porges mit dem von Tamara Knapp gestalteten Poster zur neuen Ausstellung in der Universität Jena. (Foto: Anne Günther/Universität Jena)

 


Waldenburg: Kubanische Nacht auf der Schlossterrasse

Ein Abend voller karibischer Rhythmen: Samstag, 6. Juli, 19 Uhr
Waldenburg Kubanische Nacht

Die Schlossterrasse am Schloss Waldenburg verwandelt sich in ein Paradies karibischer Klänge und Lebensfreude. Die beliebte Band Los Cuban Boys wird die Gäste erneut mit heißen, karibischen Rhythmen begeistern. Die Band besteht aus drei kubanischen Musikern, die mit der Musik aufgewachsen sind und ihr Publikum auf zahlreichen nationalen und internationalen Bühnen begeistert haben. Die talentierten Musiker bringen ihre Zuhörer mit einer mitreißenden Mischung aus Salsa, Cha Cha Cha, Merengue, Bachata, Reggaeton, Rumba, Kizomba und Reggae in Tanz- und Feierlaune. Ihr Motto "Karibische Lebensfreude, gute Laune und Partystimmung" haben sie bereits in den vergangenen Jahren auf der Schlossterrasse eindrucksvoll unter Beweis gestellt. In diesem Jahr wird das Erlebnis durch echtes kubanisches Flair noch verstärkt: Kubanischer Rum und Zigarren werden im Angebot sein und für authentische Genussmomente sorgen.

Ticketpreise: Vorverkauf: 17 € (online unter www.schloss-waldenburg.de/veranstaltungskalender oder am Empfang des Schlosses) / Abendkasse: 20 € (sofern noch Plätze verfügbar sind) - Die Terrasse bietet Platz für ca. 150 Gäste, daher wird eine frühzeitige Buchung empfohlen. 

Foto: (c)Tourismus und Sport GmbH


Bad Salzungen: Karitative Kunst trifft Sommerparty

Samstag, 6. Juli - Eintritt ist frei
Gradierwerk Bad Salzungen Ausstellung

Am Samstag, 6. Juli, wird im Stil der 50er und 60er Jahre der erste Gradierwerk-Geburtstag im Bad Salzunger Gradiergarten gefeiert. Ein Jahr zuvor wurde das Gradierwerksensemble spektakulär wiedereröffnet. Jetzt wollen wir den „Geburtstag“ erstmals feiern und perspektivisch etablieren. Es wird geswingt, gejazzt und gerockt. Für musikalische Unterhaltung sorgen ab 15 Uhr die Salt River Jazz Band und ab 17:30 Uhr The Rockin‘ Lafayettes. Rockabilly- ein Lebensgefühl. Outfits wie Petticoat und Lederjacke sind willkommen.

Der Veranstaltungsrahmen wird genutzt, um Nachtfotografien für den guten Zweck zu verlosen. Urheber Falk Ziebarth hat seinen Fundus geöffnet, um das geplante „Hospiz St. Wendel“ zu unterstützen. Die 14 Objekte - alles Unikate - werden vorab im SOLEWELT-Foyer ausgestellt.

Lose: 5,00 Euro | VVK: SOLEWELT-Kasse, Bad Salzunger Tourist-Info, Mehrgenerationenhaus

Die Verlosung findet im Gradiergarten am 6. Juli voraussichtlich gegen 17 Uhr statt.

Wer sich in ein Ausstellungsbild „verliebt“ hat, kann es gerne vorher erwerben. Der Erlös zählt zur Spende.

Tipp: Beim Kauf von zwei Losen gibt es ein Möhraer Lietebaum-Plakat dazu (so lang der Vorrat reicht).

Foto: „Eiche im Frost“ aus dem Sababurg Urwald - Nachtaufnahme von Falk Ziebarth


24. Jenaer Töpfermarkt

Samstag, 27. Juli, 8-18 Uhr / Sonntag, 28. Juli, 10-18 Uhr, Historischer Markt
Jena Töpfermarkt 2024

Ob Tischgeschirr oder Kunstobjekt, der Jenaer Töpfermarkt bietet Keramikkunst in überwältigender Vielfalt. Über 60 Töpfer zeigen auf dem historischen Marktplatz ein sehr vielseitiges Spektrum ihres kreativen Schaffens.

Es erwartet Sie eine bunte Mischung von traditioneller Keramik über stilvolle Dekoration bis hin zu Schmuck und vielen anderen kreativen Werken. Durch die unterschiedlichen Modellier- und Brenntechniken finden sich an jeder Ecke neue beeindruckende Unikate.

Die jüngsten Gäste können bei einem kleinen Mitmachangebot kreativ werden oder einfach über die vielen bunten und einfallsreichen Werke staunen. Außerdem können sie live vor Ort beobachten, wie ein Objekt mit der Raku-Brenntechnik entsteht. Daneben gibt es mehrere Mitmachaktionen wie das Modellieren von Ton sowie Bemalen und Glasieren von Keramik. Groß und Klein kann beim Jenaer Töpfermarkt mit den Töpfer:innen ins Gespräch kommen und mehr über die Vielseitigkeit vom Ton erfahren.

Lernen Sie nicht nur die Jenaer Töpfereien kennen, sondern auch Gäste aus ganz Deutschland und sogar Belgien, Italien und Ungarn. Auch neue Gesichter dürfen wir begrüßen, das Sortiment ist vielfältig und abwechslungsreich! Keramik für Haus und Garten, Schmuck, Dekoratives und Praktisches, hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Foto: ©JenaKultur, C. Worsch


Erfurt: Großer Mühlentag in der Heiligen Mühle

28. Juli ab 10 Uhr Führungen, Live Musik, Ausstellungen, Handwerk, Wasserschöpfen
Erfurt Heiligen Mühle

Den Besuchern traditionelles Handwerk un die historische  Mühle zu zeigen, ist Anliegen dieses Mühlenfestes. Hierbei wird der Bogen des Gezeigten vom Imker bis hin zum Mühlen-Handwerk gespannt. eine historische Nodenschau ist auch wieder geplant. Für die Kleinen gib es einen Malstand.
Natürlich finden auch wieder die beliebten Mühlenführungen statt, bei denen Jürgen Naue die einmalige Technik zur Perlgraupenherstellung aus dem 19. Jahrhundert erläutern wird.
Relativ neu ist das Wasserschöpfen aus dem Mühlenbrunnen. Zur Unterhaltung gibt es, natürlich live, Jazziges mit „Naue`s House Band“ und Saxophonist Andreas Kleinsteuber. Außerdem haben an diesem Tag auch die Ausstellungen geöffnet. Es erwartet die Besucher ein rundum interessantes Fest, bei dem auch für beste gastronomische Betreuung, natürlich auch mit Graupensuppe, gesorgt ist.


Gastronomische Angebote in den Häusern der Klassik Stiftung Weimar

Mit dem Start der Sommerferien erweitert die Klassik Stiftung Weimar ihr gastronomisches Angebot und lädt Besucherinnen und Besucher herzlich ein, täglich an der Infobox auf dem Stephane-Hessel-Platz und an den Wochenenden im Werkcafé im Museum Neues Weimar die neuen Eistaler ihres Partners Diakonie Landgut Holzdorf zu probieren. Kühle Getränke genießen Sie entspannt in den neuen Liegestühlen oder Sie machen es sich mit Outdoor-Kissen auf den Bänken und Treppenabsätzen im Quartier der Moderne bequem.
Felix Bieber stellt exklusiv für die Klassik Stiftung Weimar ein mobiles Verkaufsbike her und wird im Hof am Wittumspalais schon bald Biebereis, brasilianische Käsebällchen und verschiedene Kaffeespezialitäten anbieten. Ausgesuchte Keksspezialitäten des Partners Diakonie Landgut Holzdorf sind nun auch im Römischen Haus, im Nietzsche-Archiv, im Goethe- und Schiller-Archiv und im Wielandgut Oßmannstedt erhältlich und runden die Serviceangebote ab.
Die Infobox ist täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Das Werkcafé öffnet an den Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 18 Uhr.

Schloss und Park Kochberg: Die Rudolstädter Eventmanufaktur mit einem kleinen, feinen Angebot. Entspannen Sie auf der Terrasse von Schloss Kochberg und genießen Sie Kuchen, kulinarische Köstlichkeiten sowie kalte und heiße Getränke. Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag von 11.00 bis 17.00 Uhr, bei Veranstaltungen im Liebhabertheater bis 21.00 Uhr.

Palais-Bar am Wittumspalais: monatlich samstags frische Waffeln, Kuchen, Kaffee und Kaltgetränke genießen: 29. Juni, 27. Juli, 31. August, 28. September, 26. Oktober, 11.30 bis 17.30 Uhr.

Kiosk im Werkcafé Museum Neues Weimar: Erfrischungsgetränke, frischer Kaffee, Cappuccino & Co, Köstlichkeiten von Samocca mit regionalen Produkten, jedes Wochenende und an Feiertagen von 10.00 bis 18.00 Uhr.

Samocca-Café mit neuer Speisekarte: Mit Beginn der Sommersaison ist das Café auch samstags geöffnet. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9.00 bis 17.00 Uhr, Samstag 9.00 bis 15.00 Uhr 

Café Kunstpause im Untergeschoss des Bauhaus-Museums mit frischem, wechselnden Angebot an Speisen und Getränken und Blick auf den Weimarhallenpark. An sonnigen Tagen auch auf der anschließenden Terrasse. Von Mittwoch bis Sonntag, 10.30 bis 17.30 Uhr, geöffnet.

Café Belvedere: Freuen Sie sich nach einem Spaziergang im Schlosspark oder nach einem Besuch im Gärtnerwohnhaus der Orangerie auf Kuchen, Eis sowie herzhafte Köstlichkeiten und eine Auswahl an Heiß- und Kaltgetränken und lassen Sie mit dem Blick auf Weimar die Seele baumeln. Donnerstag bis Sonntag, 11.00 bis 18.00 Uhr.

Team Besucherservice: Tel.: 03643 545 400 / E-Mail: besucherservice@klassik-stiftung.de


Erfurt: PHOENIX Theaterfestival

29. Juli bis 18. August

Das PHOENIX Theaterfestival und das Projekt Th.INKA Erfurt/Rieth rufen die ersten Plattenstufen-Festspiele der Welt aus. Auf dem Platz der Völkerfreundschaft. Das Festivalteam freut sich besonders über die Kooperation mit dem Fonds Darstellende Künste und begrüßt die Reihe "DIE KUNST, VIELE ZU BLEIBEN. Bundesweite Foren für Kunst, Freiheit und Demokratie" in Erfurt. Die erfolgreiche Bündnisarbeit mit dem Bündnispartner FESTIVAL FRIENDS wird in diesem Jahr ebenfalls fortgesetzt:

Plattenstufen-Festspiele und Wellness- und Demokratieoase

Gemeinsam realisieren die Projektpartner die bisher größte Veranstaltung in der vierjährigen Geschichte der PHOENIX Kulturfestivals. Vom 29. Juli bis zum 18. August wird mitten auf dem Platz der Völkerfreundschaft ein alter Schiffscontainer aufgestellt: Die Wellness- und Demokratieoase. Damit schaffen wir erstmals einen so dringend benötigten Begegnungsort im Erfurter Rieth und bringen dort Angebote von zivilgesellschaftlichen Initiativen noch stärker in die Sichtbarkeit. „Der in der Plattenbauweise errichtete Ortsteil Rieth weist eine hohe Konzentration an Arbeits- und Langzeitarbeitslosigkeit, transferleistungsabhängigen Betroffenen, Alleinerziehenden und Personen mit Migrationshintergrund auf. Es ist dringend notwendig Gesprächsräume zu eröffnen, in denen demokratie-stärkende und partizipative Angebote stattfinden und positive Erfahrungen gesammelt werden können.“, sagt die Sozialarbeiterin Evelin Richter (Projekt Th.Inka Erfurt/Rieth)

Die Wellness- und Demokratieoase steht genau dafür und möchte mit ihrer Präsenz auf die Raumknappheit im Quartier und die fehlenden Begegnungsorte drei Wochen lang hinweisen. Fürsorge und Erzählcafé, Ausstellungsfläche und partizipative Angebote von Initiativen und Vereinen aus dem Quartier sind, neben der pädagogisch-fachlichen Begleitung, das Herzstück des großen Projektes von PHOENIX 2024.

Angebote sind: Upcycling Workshops, Graffiti Kunst für Kids, Beratungsangebote von Pflegenden Angehörigen und den Sozialarbeitenden aus dem Quartier, guerilla gardening, Elterncafé der Gemeinschaftsschule 10 und der Otto Lilienthal Schule Erfurt, theaterpädagogisches Projekt zum Thema “Grenzen” und vieles mehr.


Regiomarkt Geithain

Ein Sommer voller Burg-Erlebnisse

Eine Auswahl des Streifzugs durch Thüringen
Kyffhäuser Burg Thüringen

Thüringen öffnet die Tore zu einer faszinierenden Reise durch die Geschichte und Schönheit seiner Burgen. Im Sommer 2024 präsentiert die Thüringer Tourismus GmbH in ihrer neuen Inspirationskampagne „So einzigartig wie Du! Entdecke deine Burg in Thüringen“ stolz die Burgendichte Thüringens. Thüringen ist ein Land der Burgen. Im mitteldeutschen Kulturraum hatte sich im Mittelalter und der frühen Neuzeit eine Vielzahl von Herrschaften und Territorien entwickelt, sodass in großer Dichte Burgen von Landgrafen, Grafen, Vögten und Adligen entstanden. Als Zeugen der Geschichte können sie uns auch heute noch tief beeindrucken. Mit rund 450 Sehenswürdigkeiten auf einer Fläche von 16.000 Quadratkilometern besitzt der Freistaat auf kleinstem Raum so viele Burgen (und Schlösser) wie nirgendwo anders in Europa.

Die imposantesten Burgen und Schlösser im Thüringer Vogtland. Entdeckungsreise auf dem Kulturweg der Vögte

Osterburg Weida

Die mächtige mittelalterliche Burg zählt zu den bedeutendsten Zeitzeugen ihrer Art in ganz Deutschland. Die Vögte ließen sie als ihre Stammburg ab 1163 errichten. Besucher können sich heute im Museum zur Burg- und Regionalgeschichte informieren. Ein 360°-Panoramafilm erläutert die Entwicklung des Vogtlandes. Der Aufstieg auf den Bergfried wird mit einer fabelhaften Aussicht belohnt. Ein Besuch der Türmerstube und dem darüber liegenden Uhrwerk bietet Besuchern die Gelegenheit, den „echten“ Türmer kennen zu lernen. In der Burggaststätte serviert man Thüringer Küche, regelmäßig gibt es auch zünftige Ritteressen.

Oberes Schloss Greiz

Als Wahrzeichen vergangener deutscher Geschichte gibt das Obere Schloss dem reizvollen Landschaftsbild im Tal der Weißen Elster ein charakteristisches Gepräge. Seit dem 13. Jahrhundert war die Burg Residenz der Vögte von Weida und Plauen, später der Reußischen Fürsten. Sehenswert ist die Dauerausstellung „Vom Land der Vögte zum Fürstentum Reuß älterer Linie“, der 3D-Film „Glanz und Gloria der Reußen“ sowie als archäologisches Highlight die Romanische Doppelkapelle.

Schloss Burgk bei Schleiz

Schloss Burgk, hoch über der Saale gelegen, ist eine der am vollständigsten erhaltenen Burganlagen auf dem Kulturweg der Vögte. Die Vögte von Gera bauten die Burg im 15. und 16. Jahrhundert aus mit Palas, Kapelle, Bergfried, Torhaus, zwei Wallgräben und einer starken Schildmauer samt Eckbastion und Flankierungsturm. Nach dem Aussterben der Geraer Vögte erbten die Reußen die Anlage und nutzten sie als Residenz, später als Sommerfrische und Jagdschloss. Die Räume spiegeln die Repräsentationsbedürfnisse ihrer adligen Besitzer, aber auch den Zeitgeschmack der Epochen wider.. Die 1743 von Gottfried Silbermann geschaffene Orgel in der reich geschmückten Schlosskapelle wird regelmäßig für Konzerte genutzt. 

Sagenhaft und aussichtsreich. Die Burgen und Burgruinen im Südharz Kyffhäuser

Burgruine Hohnstein

Oberhalb Neustadt thront die über 900 Jahre alte Burgruine Hohnstein umgeben von Mischwäldern im Südharz. Die Burg wurde von Konrad von Sangerhausen als Stammburg der Grafen von Hohnstein um das Jahr 1200 erbaut. Leider wurde die Burganlage im Dreißigjährigen Krieg durch einen Brand zerstört. Heute ist die Burgruine nach jahrelangen Aufräum- und Sanierungsmaßnahmen wieder in einem sehr guten Zustand. Der Burggasthof ist für für Wanderer und Mountainbiker ist der Burggasthof ein beliebter Ausgangspunkt. Die Burgterrasse bietet den wohl schönsten Ausblick in den Südharz. Zudem verstecken sich neun kleine Tafeln, die zum Entdecken einladen um den Namen des Burgdrachen herauszufinden.

Wasserburg Heldrungen

Die Wasserburg Heldrungen ist die einzige, vollständig erhaltene, befestigte Wasserburg französischer Festungsbaukunst in Deutschland. Ende des 12. Jahrhunderts entstanden wurde sie von 1512 bis 1519 zum Renaissance-Wasserschloss umgebaut und die umfangreiche Wallanlage mit zwei Grabensystemen angelegt. Nach der Bauernkriegsschlacht bei Bad Frankenhausen im Jahre 1525 wurde Bauernführer Thomas Müntzer hier gefangen gehalten. Ab dem 18. Jahrhundert verlor die Festung immer mehr an Bedeutung. In den 1970er-Jahren begannen umfangreiche Sanierungsund Rekonstruierungsarbeiten. Heute befindet sich in der Burg eine Jugendherberge. Interessierte Gäste, welche mehr als die Außenanlage mit dem Wassergraben erkunden wollen, sollten daher unbedingt eine Übernachtung buchen.

Reichsburg Kyffhausen mit Kyffhäuserdenkmal

Bereits in urgeschichtlicher Zeit war dieser Höhenzug besiedelt und im Mittelalter entstand hier mit 608 m Länge und 60 m Breite eine der größten Burganlagen Deutschlands. Die Reichsburg Kyffhausen wurde im 12. Jahrhundert während der Regierungszeit Friedrich I. Barbarossa fertiggestellt. Die Burganlage bestand aus Oberburg, Mittelburg und Unterburg. Während eines Besuches lohnt auch die Besichtigung der Ruinen der Unterburg, die in der Ruinensubstanz am besten erhalten ist. Hier erlebt der Betrachter mittelalterliche Baukunst hautnah. Im Bereich der Oberburg wurde zwischen 1890 und 1896 das Kyffhäuser-Denkmal errichtet. Der restaurierte Bergfried – der Barbarossaturm – und der tiefste Burgbrunnen der Welt mit 176 m sind Relikte der ehemaligen Oberburg.

Burgen-Geheimnisse im Thüringer Wald

Für alle, die mehr über die faszinierenden Burgen des Thüringer Waldes erfahren möchten, bietet sich ein Besuch unserer Website an. Unter: https://www.thueringer-wald.com/burgen, bekommen Gäste nicht nur einen Überblick über die Burgen, sondern erhalten auch passende Tipps für Wanderungen und Gaststätten.

Märchenschloss Bertholdsburg

Zum Burgenjahr verwandelt sich das einstige Residenzschloss in ein Märchenschloss. Für kleine und große Gäste sind zahlreiche Veranstaltungen und Mitmachaktionen geplant. Es gibt Märcheninstallationen und - spaziergänge mit dem Geschichtenerzähler Andreas vom Rothenbarth, aber auch Vorträge wie z.B. „Die Wahrheit über Dornröschen: Kurioses über Rosen und die Liebe im Märchen“ werden angeboten.

Burg Ranis

Größtes und beeindruckendstes Ausstellungsobjekt ist die Burg Ranis selbst, deren ältesten Bauten aus dem 11 Jh. stammen. Die Burg fungiert nicht nur als imposantes Wahrzeichen, sondern auch als Schauplatz einer faszinierenden Zeitreise durch die Geschichte der Orlasenke. In einer 2018 eröffneten Dauerausstellung begeben sich die Besucher auf eine geologische Wanderung. Erleben Sie Zeiträume, als das Meer bis zum höchsten Fenster der Burg reichte, als sich gewaltige Gebirge auftürmten und heiße Wüsten gefolgt von neuen Überflutungen all die Gesteine entstehen ließen, die heute diese Landschaft prägen. Tauchen Sie ein in das Zechsteinmeer und erleben Sie auf einer Unterwasserexpedition die einzigartigen Riffe der Orlasenke. Auf einem dieser Riffe steht Burg Ranis.

Veste Heldburg - Deutsches Burgenmuseum Veste Heldburg

Weithin sichtbar thront die Veste Heldburg südlich des Thüringer Waldes oberhalb der Stadt Heldburg. Sie wurde 1317 erstmals erwähnt und im 16. Jahrhundert zum Bergschloss mit einem der bedeutendsten Renaissancebauten in Mitteldeutschland ausgebaut. Dank des Engagements des "Theaterherzogs" Georg II. im 19. Jahrhundert wurde diese teilweise verfallene Festung aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt und im Geiste der romantischen Burgenära wieder hergestellt. Passend zum Burgenjahr findet die Sonderausstellung „Dein Burgenland Thüringen“ statt. Erkunden Sie die Vielfalt der bekannten und weniger bekannten Burgen der Region durch atemberaubende Luftaufnahmen und ausgewählte repräsentative Exponate. Diese einzigartige Ausstellung lädt Sie zu einer Reise durch die Geschichte ein und veranschaulicht die Besonderheiten jeder einzelnen Burg.

Das Foto zeigt die Wasserburg Heldrungen / Foto: Christian Schelauske


In Thüringen blüht Ihnen was!

Tipps der Thüringen Tourismus GmbH

Erfurt ganz unverblümt

Die thüringische Landeshauptstadt Erfurt ist bekannt für seine jahrhundertealte Gartenbautradition. Der Thüringer Gartenbaupionier Christian Reichart setzte im 18. Jahrhundert den Grundstein, dann gibt es die großen Erfurter Gartenbaudynastien wie Blumenschmidt, Haage und Chrestensen sowie typisch thüringische Pflanzen- und Blumensorten. Erfurts Erfolg als Gartenbaustadt hat an vielen Orten Spuren hinterlassen. 

Erfurt macht blau

Aus gelb mach blau: Schon zur Jungsteinzeit wurde aus Färberwaid blauer Farbstoff gewonnen. Damals existierte die Pflanze, die zur Familie der Kreuzblütler gehört, in den Steppengebieten Südosteuropas und Westasiens. Im Mittelalter wurde das Waid dann vor allem in Thüringen angebaut, den blauen Farbstoff exportierten die Händler bis nach England.

Vor dem Geschäft von Rosanna Minelli auf der Krämerbrücke erblickt man die länglichen, grünen Pflänzchen, denen Erfurt im Mittelalter seinen Aufstieg verdankte. Aus ihnen blauen Farbstoff zu machen, war eine anstrengende und auch unappetitliche Angelegenheit. Die Pflanzen mussten gemahlen, zu Ballen geformt und getrocknet werden, bevor sie, um den Farbstoff zu gewinnen, auf den Dachböden der Waidhändler wieder angefeuchtet wurden. Nicht bloß mit Wasser, sondern mit Unmengen an Urin als Gärstoff, was dafür sorgte, dass es in der Stadt gehörig gestunken hat.

Goethe im Gartenfieber

Seine Liebe zur Natur beschert der Nachwelt einen riesigen Fundus von Gedichten und Betrachtungen. Was Johann Wolfgang von Goethe beschreibt, liegt buchstäblich vor seiner Haustür – allzu oft findet er die Inspiration in seinen Gärten und dem Park an der Ilm. In den fünf Jahrzehnten seiner Weimarer Zeit war der Dichter immer wieder mit Natur, Botanik und Gartenbau beschäftigt. - 

Gerade 26-jährig kommt Goethe in Weimar an und ein halbes Jahr später notiert er im Tagebuch „Den Garten in Besitz genommen.“ Gemeint ist der Garten am Stern, der zum ehemaligen Weinberghaus im Park an der Im gehört. Der knapp Mittzwanziger widmet sich dem einen Hektar großen Stück Land mit viel Enthusiasmus. Die damals in Mode gekommene Schwärmerei für die Natur und das einfache Leben fern höfischer Etikette findet auch in Weimar viele Anhänger.

Heute könnt ihr den Hausgarten des Goethes Wohnhaus am Frauenplan und den Garten am Stern im Park an der Ilm besuchen – am besten zur Rosenblüte. Atmet hier ausgiebig den Duft der Rosen, die Goethe so liebte, oder lasst euren Blick über die Obsthänge schweifen. Nicht selten kosten Neugierige – meist zu früh – von Trauben oder Äpfeln. Bei Stauden, Rosen, Kräutern und Blumen bemüht man sich heute um größtmögliche Authentizität. Der rege Briefwechsel, Goethes Aufzeichnungen und die Hausbücher geben detailliert Auskunft über Sorten und Arten. Nach Goethes Tod war das Haus nicht mehr regelmäßig bewohnt, weshalb auch kein Gemüse mehr angebaut wurde. Mit der Öffnung der Goethehäuser und ihrer Gärten als Museum wurden auch die Grünflächen und Beete in ihrer damals vorhandenen Struktur übernommen; bis auf die inzwischen verlorengegangenen Gemüsebeete.

Rund um Schloss Friedenstein in Gotha

Um Schloss Friedenstein herum zeigt Gotha sein schönstes Gesicht: Herzogliche Orangerie, Englischer Garten, Wasserkunst – ein Dreiklang der Pracht, den man wunderbar auf einem Spaziergang in der Sonne erkunden kann.

Der Landschaftspark umfasst nur drei Hektar, aber gerade in seiner Miniatur und aufgrund seines gut erhaltenen Originalzustands ist er perfekt, um die Gestaltungskunst in einem Englischen Garten zu begreifen. Dafür muss der Besucher allerdings auf dem historischen Rundweg laufen. »Nur so kann man die besonderen Landschaftsbilder entdecken«, sagt Parkverwalter Jens Scheffler. 

Der Park erwuchs um 1650 aus einer kleinen Küchengartenanlage der Obergreizer Herrschaft. Ein Lustgarten entstand, den Heinrich XI ab 1743 nach den Regeln der barocken Gartenkunst gestalten ließ. Der Neubau des Sommerpalais wurde um 1769 abgeschlossen. Das Lustschloss zählt zu den frühesten klassizistischen Bauten Mitteldeutschlands und beherbergt heute die Staatliche Bücher- und Kupferstichsammlung Greiz. 1799 dann das Drama: Die Weiße Elster trat über ihre Ufer und zerstörte den Park. Nach dieser Flutkatastrophe (von denen es hier einige gab, die letzte große 2013) begann nach und nach die Umgestaltung zum Landschaftspark im englischen Stil.

Der Reiz von Greiz

Wo der Blick in die Weite betört, eine Uhr aus Blumen wächst und ganz besondere Schmetterlinge leben: Im Fürstlich Greizer Park ist die Welt ungewöhnlich.

Zwischen dem Ufer der Weißen Elster und dem Gewächshaus wächst eine Uhr. Ein rundes Beet ist mit Blumen in Form von Zahlen bepflanzt, um sie herum kreisen zwei Zeiger. Und die Uhr tickt wirklich, sie hat ein mechanisches Uhrwerk. Doch allzu lang wird man sich hier nicht die Zeit vertreiben. Denn die Blumenuhr aus dem Jahr 1954 ist nur ein Blickfang im Fürstlich Greizer Park. Der einzigartige Baumbestand, wunderbare Sichtachsen und hohe denkmalpflegerische Werte wie die Seufzerallee, eine der ältesten Lindenalleen Deutschlands, machen die weitläufige Anlage in der Stadt Greiz im Südosten Thüringens zu einem Ort voller Reize und Entdeckungen.

>>> Möchten Sie mehr darüber erfahren? Wir empfehlen Ihnen die schönen kleinen Reportagen in Wort und Bild auf:

Parks und Gärten in Thüringen - Urlaub - Reisen - Thüringen entdecken - ThueCAT (thueringen-entdecken.de)


Jena: Von Agricola bis in die Zukunft

Sonderausstellung der Mineralogischen Sammlung der Jenaer Universität gibt Einblick in die geologische Schatzkammer des Erzgebirges
Jena Universität Mineralogische Sammlung

Jena (Uni/AS) Zinnwald, Goldwasserthal, Silberstrasse und erst recht Erzgebirge – diese Orts- oder Flurnamen geben einen eindeutigen Hinweis auf die Schätze, die das Land im südlichen Sachsen birgt. Folgt man als Tourist der 275 Kilometer langen Sächsisch-Böhmischen Silberstraße von Zwickau bis Dresden, so kann man in mehr als 30 Besucherbergwerken tiefe Einblicke in die tausendjährige Geschichte des Erzbergbaus in der Region bekommen und wird sicher über die Vielfalt der Bodenschätze staunen.

Auf kurzem Weg können Interessierte jedoch auch in Jena, in der Mineralogischen Sammlung der Friedrich-Schiller-Universität, der Spur der Edelmetalle, Gesteine und Minerale im Erzgebirge vom frühen Mittelalter bis heute und sogar bis ins Morgen folgen.

Öffnungszeiten: bis 20. November Mo-Do 13-17 Uhr, sonntags nach Vorankündigung 13-17 Uhr, auch in den Sommer- und Herbstferien

Ort: Mineralogische Sammlung der Jenaer Universität, Sellierstraße 6

Weitere Informationen: www.minsmlg.uni-jena.de/besucherinformationen

Foto: Die Kustodin der neuen Ausstellung an der Uni Jena, Dr. Birgit Kreher-Hartmann, präsentiert Zinnwaldit, das von Wolframit umschlossen ist. (Foto: Anne Günther/Universität Jena)

 


Gera: Hör mal im Museum!

Mit Paul, Paula und Gusti durch das Geraer Stadtmuseum

Die nun schon zwanzig Jahre alte Dauerausstellung des Stadtmuseums wurde besonders für die kleinen Gäste noch attraktiver gemacht. Kinder können nun mit dem neuen Audioguide ein neues Vermittlungsangebot nutzen. 

Möglich wurde dies im Rahmen des Kooperationsprojektes „Hör mal im Museum!“ zwischen Thüringer Museen, Schulen, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM). Gemeinsam mit den Mitarbeitern des Stadtmuseums Gera und dem Medienpädagogen Silvio Müller vom Bürgerradio im Städtedreieck Saalfeld - Rudolstadt - Bad Blankenburg e.V. haben Schülerinnen und Schüler der „Ostschule Gera–Europaschule“ einen Audioguide für Kinder erarbeitet und produziert. Entstanden sind 29 Hörstationen, die die Vergangenheit Geras genau unter die Lupe nehmen. Gemeinsam mit Paul und Pauline und ihrem kleinen Begleiter Gusti - einem Affen aus dem Waldzoo - können die kleinen Besucher mit dem Audioguide in die wechselvolle Geschichte Geras eintauchen und außergewöhnliche Objekte und historische Persönlichkeiten entdecken. Geschichte wird spielerisch und aufregend vermittelt

Der Förderverein des Museums hat die technische Umsetzung Finanziell unterstützt.


„Bäume und Sträucher“ im Museum für Naturkunde Gera

Museum für Naturkunde Gera

Die Gesellschaft von Freunden der Naturwissenschaften in Gera e.V. präsentiert gemeinsam mit dem Museum für Naturkunde Gera die Kabinettausstellung „Bäume und Sträucher“. Da Bäume zu den beeindruckendsten Lebewesen der Erde gehören und auch kleinere Gehölze wichtige Funktionen in der Umwelt haben oder für den Menschen von Bedeutung sind, möchte die Ausstellung einen Einblick in die Vielfalt und Biologie dieser Organismen geben.  Ihre Entwicklung in der Evolution der Landpflanzen wird anschaulich dargestellt und Besonderheiten der Gehölze wie ihr Dickenwachstum erläutert.

Eindrucksvolle Rekorde der Gehölze im Pflanzenreich können ebenfalls bestaunt werden. Wichtige Merkmale heimischer Bäume und Sträucher werden in Form von gepressten Pflanzenteilen und als Fotografien gezeigt. Ihr verborgenes Inneres wird mit Holzproben sichtbar und vergleichbar gemacht.

An einer Lernstation kann man sich im Erkennen verschiedener heimischer Gehölze anhand unterschiedlicher Merkmale wie ihrer Frucht- und Blattform üben. In Verbindung mit dem Projekt zur dendrologischen Beschilderung der Stadtbäume Geras und der Broschüre „Bäume in Gera“ und möchte die Ausstellung den Besuchern die Vielfalt der Gehölze in ihrer Umwelt näherbringen.

Foto: Zapfen der Coulter-Kiefer, die schwersten Zapfen aller Kiefernarten (Andreas Gerth, Stadtverwaltung Gera)


Klang und Stille im Naturheilstollen

Neues Angebot der Saalfelder Feengrotten

Der Naturheilstollen der Feengrotten erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Das liegt nicht zuletzt an den Zusatzangeboten wie Klangschalenentspannung, Meditationskonzert oder Heilstollen exklusiv. Neu im Programm ist ab diesem Jahr ein Angebot unter dem Namen „Klang und Stille im Heilstollen“. Hier trifft man auf Bernd Brettschneider und Christian Ehrhardt, die mit liebevoller Hingabe die Handpan spielen. Die Handpan ist ein mit den Händen gespieltes Blechklanginstrument, deren klare Töne eine besondere Wirkung auf den Menschen haben. Die Schwingungen der Handpan verschmelzen hier mit der besonderen Atmosphäre im Naturheilstollen. Dieser hat sich seit vielen Jahren als natürliches Heilmittel insbesondere bei der natürlichen Behandlung von Atemwegsproblemen und Erschöpfungszuständen bewährt.

Das Angebot dauert etwa 90 Minuten und umfasst zwei musikalische Blöcke, die sich mit wohltuender Stille und Ruhezeiten zur Entspannung abwechseln. Die Besucher können auf bequemen Liegen Platz nehmen oder sitzen. In jedem Fall wird warme Kleidung empfohlen, denn unter Tage sind es nur 10 Grad. Wer mag, kann sich eine warme Decke oder einen Schlafsack mitbringen. Die Gäste erwartet somit eine meditative Klangreise, die auf einzigartige Weise Körper, Geist und Seele in Einklang bringen kann.

Online-Tickets unter www.feengrotten.de oder in der Saalfeld-Information.


Stadtschlendern durch Erfurt

Eine lebendige Stadt lockt mit viel Geschichte
Erfurt Krämerbrücke

Imposante Gebäude, spannende architektonische Spuren, viel Internationalität – wer in die Thüringer Landeshauptstadt reist, ist meist überrascht vom lebendigen und jungen Flair der Stadt. Und Erfurt hat Geschichte. Erfurt „liegt am besten Ort. Da muß eine Stadt stehen“, urteilte einst der Reformator Martin Luther, als er über die Handelsmetropole berichtete. 742 wurde die Stadt das erste Mal urkundlich erwähnt. Spuren aus der alten Zeit findet man viele: Krämerbrücke, Dom St. Marien, Severirkirche, Alte Synagoge, Augustinerkloster, Petersberg und Fischmarkt sind nur einige davon. Und dazu ein wunderbar junges, studentisches Flair. Eine gute Mischung für alle, die beim Schlendern
und Bummeln gern Städte entdecken: Denn in Erfurt findet man einen wunderbaren mittelalterlichen Stadtkern – mit vielen netten Läden, Cafés und Restaurants.

Foto: Krämerbrücke in Erfurt, © Florian Trykowski, Thüringer Tourismus GmbH

Erfurt war und ist Mittelpunkt des jüdischen Lebens in Thüringen

Das Herz des jüdischen Lebens in Thüringen war damals wie heute die Landeshauptstadt Erfurt: Die Stadt war im Mittelalter eine der größten Siedlungen des Heiligen Römischen Reiches, ein wirtschaftliches und kulturelles Zentrum an der Kreuzung wichtiger Handelswege. Ab dem späten 11. Jahrhundert gab es dort auch eine jüdische Gemeinde, die über eine Synagoge, einen Friedhof und über eine Mikwe verfügte. In Erfurt haben viele Zeugnisse jüdischen Lebens überdauert. Dazu zählt z. B. die Alte Synagoge, die mittelalterliche Mikwe zu Erfurt sowie der alte und neue jüdische Friedhof. Die Alte Synagoge wurde 1094 errichtet und gehört somit zu den ältesten Synagogen Europas. Da sie in den vergangenen Jahrhunderten für viele verschiedene Zwecke genutzt wurde – zuerst als Lager, später als Gaststätte und Tanzsaal – hatte man sie im Dritten Reich nicht als solche erkannt und nicht zerstört, so dass sie sich heute in einem außerordentlich guten Zustand befindet. Heute beherbergt sie unter anderem den sogenannten Erfurter Schatz mit dem einzigartigen Hochzeitsring als bedeutendstes Ausstellungsstück und die größte bekannte mittelalterliche Tora.

www.juedisches-leben.erfurt.de

Quelle: Thüringer Tourismus GmbH


Radeln und Wandern auf dem Rennsteig

Rennsteig in Thüringen

Wer kennt sie nicht, Thüringens heimliche Nationalhymne: Herbert Roths Rennsteiglied „Ich wand‘re ja so gerne am Rennsteig durch das Land…“ und das auf 169,3 Kilometern. Der wohl bekannteste Höhenwanderweg Deutschlands lockt jährlich Hunderttausende Gäste in den Thüringer Wald, den Frankenwald und das Thüringer Schiefergebirge. Und obwohl mit 700 Jahren schon sehr betagt, hat er an Reiz, Attraktivität und Anziehungskraft nichts verloren. Der Rennsteig macht sportliche Urlauber und aktive Genießer gleichermaßen glücklich. 

Julius von Plänckner, Topograf aus Gotha, wanderte im Jahre 1830 den Rennsteig erstmals im Ganzen ab. Seine Berichte machten auch andere neugierig und der Rennsteig wurde zunehmend bekannter. Einst Grenz- und Handelsweg sowie Sprach- und Wasserscheide, ist der Rennsteig heute ein gut aus- gebauter und markierter Wanderweg.

Rund 1.300 Rennsteig- und Grenzsteine markieren seinen Verlauf von der Werra bei Hörschel bis zur Saale bei Blankenstein. Links und rechts des Weges warten historische, geologische und botanische Erlebnisse auf den Wanderer. Das weiße „R“ auf Schildern und Bäumen sorgt dafür, dass niemand vom rechten Weg abkommt. Gasthäuser, Schutzhütten und Bänke laden zur Rast ein. Wer die gesamten 169 Kilometer des Weges unter die Wanderschuhe nehmen will, dem werden sieben bis acht Etappen empfohlen. Passende Angebote für „Wandern ohne Gepäck“ gibt es dazu ebenfalls.

In einer Sage zum Rennsteig heißt es übrigens: Der wahre Wanderfreund nimmt sich vom Ursprung des Rennsteigs einen Stein aus der Werra und trägt ihn bis zum Ende des Rennsteigs. An der Saale wirft er ihn dort dann wieder ins Wasser.

Sehenswürdigkeiten am und in der Nähe des Rennsteigs

Auf dem Rennsteig verbinden sich zudem Natur und Kultur zu einem einmaligen Erlebnis.
Der Rennsteig führt vorbei an den höchsten Gipfeln des Thüringer Waldes, wie z.B. am Inselsberg, am Großen Beerberg, am Schneekopf oder am Großen Finsterberg. Städte wie Eisenach mit der Wartburg, die Fachwerkstadt Schmalkalden, Meiningen mit seinem Theater, Oberhof, Masserberg, Suhl, die Glasbläserstadt Lauscha, Neuhaus am Rennweg, Sonneberg und viele mehr liegen nahe dem Rennsteig und sind einen Abstecher wert. Besondere Anziehungspunkte sind der Renn-steiggarten in Oberhof, das wildromantischeSchwarzatal oder das Rennsteigmuseum in Neustadt am Rennsteig. Insgesamt 44 Rennsteig- Leitern verbinden die umliegenden Orte mit der Strecke und ermöglichen Wanderern tolle Ein- und Ausblicke.

Quelle: Thüringer Tourismus GmbH

Foto: © Gregor Lengler, Thüringer Tourismus GmbH


UNESCO Weltkulturerbe Wartburg

Wartburg Eisenach

Als erste deutsche Burg wurde sie in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen: die Wartburg in Eisenach. Sie wurde über Jahrhunderte geprägt von weltweit bedeutenden Ereignissen und Persönlichkeiten. Namen wie Walther von der Vogelweide, die Heilige Elisabeth von Thüringen, Richard Wagner und Johann Wolfgang von Goethe trugen zu ihrer monumentalen historischen Bedeutung bei. Sie gehört zu den am besten erhaltenen Profanbauten der Spätromanik nördlich der Alpen und war unter anderem Vorbild für das romantische Schloss Neuschwanstein in Bayern.

Ein Aufstieg zu Fuß, oder für die Kleinen auf dem Rücken eines Esels, wird zudem belohnt mit grandiosen Ausblicken ins Thüringer Umland. Und wer an den Adventswochenenden den Weg auf den Burgberg findet, kommt in den Genuss des historischen Weihnachtsmarktes, der fast vergessene Handwerkskünste präsentiert: Kerzenzieher, Gewandmeisterinnen, Laternenbauer, Seifensieder, Steinmetze, Kräuterfrauen, Zinngießer und fahrende Händler bieten ihre Waren feil. Bei einer Führung durch die Räume der Wartburg und dem Besuch des Museums mit den berühmten Gemälden aus der Hand Lucas Cranachs, wertvollen Bildteppichen, Plastiken Tilmann Riemenschneiders, Kunsthandwerk der Renaissance und qualitätvollem Mobiliar sind auf jedem Schritt Geschichte, Kultur und Kunst Begleiter.

Die Burg kann nur im Rahmen einer geführten Tour besichtigt werden, für die auch Audioführer in einer Reihe von Sprachen erhältlich sind. Unmittelbar an der Wartung steht mit dem Wartburg Hotel und seinen fünf Sternen eine ganz besondere Übernachtungsmöglichkeit bereit.

Foto: © D. Ketz, Regionalverbund Thüringer Wald e.V.

Martin Luther auf der Wartburg

Ein universelles Ereignis ist zweifelsohne der Aufenthalt Martin Luthers: 1521 fand der geächtete Reformator Zuflucht hinter den Burgmauern und begann mit der Übertragung des Neuen Testaments aus der griechischen Urfassung ins Deutsche. Die Lutherstube, authentische Wohn- und Arbeitsstätte des Reformators, ist seither Ziel unzähliger Pilger. Sie gilt als Keimzelle der deutschen Schriftsprache.
Quelle: Thüringer Tourismus GmbH


Thüringer Urwaldperlen: Urwälder von morgen

Thüringer Urwaldpfade

Wie an einer Kette reihen sich entlang der Thüringer Höhenzüge wunderbare Waldwildnisgebiete aneinander, die wegen ihres Struktur- und Artenreichtums Urwaldperlen genannt werden. Auf diesen geschützten Flächen hat sich durch pflegliche oder ausgebliebene forstwirtschaftliche Nutzung eine Vielzahl kostbarer Wald-Lebensräume entwickelt. Die Waldflächen befinden sich auf einem Halbkreis, der von der Hohen Schrecke im Nordosten, über den Naturpark Kyffhäuser und die Hainleite, über den Nationalpark Hainich, durch die Wälder bei Eisenach und das Biosphärenreservat Thüringer Wald bis zum Thüringer Schiefergebirge im Südosten reicht. Mit dem Projekt Thüringer Urwaldpfade sind 15 Urwaldpfade nun fertiggestellt. (Quelle: Thüringer Tourismus GmbH)

Foto: Hängesteg am Urwaldpfad in Hirschberg, Thüringer Wald © Max Boxleitner

www.thueringer-urwaldpfade.de


Natur kennt keine Grenzen: Das Grüne Band in Thüringen

Thüringen Grünes Band

„Natur kennt keine Grenzen“ heißt eine gemeinsame Kampagne des Thüringer Umweltministeriums und der Thüringer Tourismus GmbH mit dem Ziel, das Grüne Band als Reiseziel zu entwickeln. Die ehemalige Grenze trennte von 1945 bis 1989 ganz Europa. Damit war das Gebiet über Jahrzehnte für Menschen unzugänglich und so konnte ein spezielles Biotop entstehen, in dem seltene Arten einen Lebensraum gefunden haben. Heute ist es ein lebendiges Denkmal der Geschichte und eine Schatzkammer der Artenvielfalt. 2018 wurde das 763 km lange Grüne Band von Thüringen als erstem deutschen Bundesland zum Nationalen Naturmonument erklärt.

Naturschützer aus Thüringen und dem angrenzenden Franken waren es, die gleich nach dem Fall der Mauer im November 1989 erkannten, dass die Grenzanlagen zwar abgebaut, die Natur aber geschützt werden muss. Über die Jahre hatten sich hier beispielsweise die sonst sehr selten gewordenen Vogelarten Braunkelchen, Raubwürger oder Neuntöter angesiedelt. Bereits am 9. Dezember 1989 beschloss der Bund Naturschutz bei seinem ersten deutsch-deutschen Treffen in Hof eine Resolution zum Schutz und zur Entwicklung des Grenzstreifens, die bis heute Bestand hat. Der Name „Grünes Band“ war geboren.

Auf insgesamt 1.193 Kilometern zieht es sich heute als ökologische Schutzzone durch Deutschland, von Travemünde an der Ostsee bis an die Grenze zu Tschechien bei Hof. Mit 763 Kilometern hat Thüringen den größten Anteil daran. Als erstes deutsches Bundesland hat Thüringen Ende 2018 – zum 19. Jahrestag des Mauerfalls – seinen Anteil des Grüne Bands als Nationales Naturmonument ausgewiesen.

Foto: Unterwegs auf dem Grenzwanderweg im Eichsfeld, bei Katharinenberg © Toma Babovi, Thüringer Tourismus GmbH

Quelle: Thüringer Tourismus GmbH


Thüringens Welterbeschätze entdecken

Mit vier Eintragungen in die Welterbeliste zählt Thüringen zu den führenden UNESCO Bundesländern deutschlandweit! Beeindruckende Kulturgüter und imposante Naturschönheiten – das versprechen die UNESCO Welterbestätten in Thüringen, zu denen die Wartburg in Eisenach zählt, das Ensemble „Klassisches Weimar“, die Weimarer Bauhausstätten und der Nationalpark Hainich. Darüber hinaus bieten die UNESCO-Biosphärenreservate „Thüringer Wald“ und „Rhön“ einzigartige Urlaubserlebnisse. Sie sind zwei von 15 Modellregionen in Deutschland, die als Lernorte für nachhaltige Entwicklung der Fauna und Flora repräsentieren.

Quelle: Thüringer Tourismus GmbH


Wandersaison auf der SaaleHorizontale

Als Wanderparadies mit herrlichen Panoramablicken ist die SaaleHorizontale das Aushängeschild für Outdoor-Aktivitäten in der Lichtstadt Jena und im Saale-Unstrut Gebiet. Die vom Deutschen Wanderverband als Qualitätswanderweg zertifizierte SaaleHorizontale schlängelt sich im mittleren Saaletal durch steile Muschelkalkfelsen, über satte Streuobstwiesen, durch lichte Kiefernhaine. Vorbei geht es auch an verschiedenen Sehenswürdigkeiten rund um Jena wie dem Fuchsturm, der Kunitzburgruine, den Dornburger Schlössern und dem Landgraf. Mit der Erweiterung von 72 km auf 91 km erschloss man vor 2 Jahren auch das reizvolle Orchideengebiet im Leutratal. Aus 5 Tagesetappen wurden 9 Halbtagesetappen, welche mit dem ÖPNV erreichbar sind.

Bereits seit 15 Jahren wird der Premiumweg gemeinsam von JenaKultur, dem Stadtforst Jena und dem Thüringer Tourismusverband Saale-Holzland e. V. betreut. Jeher wird kontinuierlich an der Infrastruktur und der Bekanntheit des alleinigen Qualitätswanderweges des Saale-Unstrut-Gebietes gearbeitet. Dabei sind landschaftliche Attraktivität, kulturelle Abwechslung sowie eine perfekte Wegweisung wichtige Qualitätsmerkmale für die Auszeichnung zum Qualitätsweg des Deutschen Wanderverbandes. Die 5. Nachzertifizierung der SaaleHorizontale zum Qualitätsweg durch den Deutschen Wanderverband steht in diesem Jahr an.


Thüringens Naturparadiese laden ein!

Weitläufige Wälder und Flusslandschaften bieten Entschleunigung, fernab von touristischen Hotspots. Die verschiedenen Thüringer Regionen haben alle ihr ganz eigenes Erholungsprogramm.
Wie wäre es beispielsweise mit einer Alpakawanderungen in der Rhön oder in Altenburg? Oder einer Teezeremonie im Japanischen Garten in Bad Langensalza? Naturlandschaften und Urwaldperlen, wie der Hainich, der Thüringer Wald oder die Rhön laden zum Waldbaden ein. Entlang der Thüringer Wanderwege und an zahlreichen weiteren Orten befinden sich Kneipp-Becken, die das Wohlbefinden fördern und Erholung für Körper und Geist bieten.  

Nähere Informationen unter thueringen-entdecken.de