Klassik / Alte Musik

Großes Konzert zum Tag der Weihe der Sauer-Orgel im Konzertsaal Gera

Am Freitag, 22. Dezember, um 19.30 Uhr findet  im Konzertsaal der Bühnen der Stadt Gera fast auf den Tag genau ein großes Konzert zum Tag der Orgelweihe vor 40 Jahren statt.  Mit diesem dritten der Orgel gewidmeten Konzert in dieser Spielzeit  finden die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Jubiläum der Sauer-Orgel ihren krönenden Abschluss. Der tönende Festakt wird gestaltet vom Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera unter der musikalischen Leitung seines Generalmusikdirektors Laurent Wagner gemeinsam mit dem renommierten Organisten Matthias Eisenberg.
Es gibt einige berühmte Komponisten, in deren Œuvre die Orgel eine zentrale Rolle einnimmt. Der wohl bekannteste unter ihnen ist Johann Sebastian Bach, sodass das Konzert mit einem fulminanten Werk des einstigen Thomaskantors eröffnet wird: Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552. Unter den Orgelfreunden kaum weniger geschätzt ist der oberpfälzische Komponist Max Reger, der mit seiner Fantasie und Fuge über B-A-C-H dem großen Meister ein klingendes Denkmal setzt. Vielleicht nicht ganz so geläufig, aber nicht weniger genial ist das Werk des Franzosen Françis Poulenc. Auch er schuf mit seinem ungewöhnlichen Konzert für Orgel, Streicher und Pauke eine wunderbar ergreifende Hommage an Bach, die bis heute die Hörer in den Konzertsälen auf der ganzen Welt begeistert. Zum stimmungsvollen Finale schließlich improvisiert Matthias Eisenberg zu weihnachtlichen Weisen. Der aus Dresden stammende und ehemals als Gewandhausorganist wirkende Musiker studierte in Leipzig an der Hochschule „Felix Mendelssohn Bartholdy“ bei Wolfgang Schetelich und gilt als Meister der freien Improvisation.
Programm:
Johann Sebastian Bach (1685-1750): Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552
Matthias Eisenberg (*1956): Improvisation über ein französisches Weihnachtslied
Max Reger (1873-1916): Fantasie und Fuge über B-A-C-H op. 46
Françis Poulenc (1899-1963): Konzert für Orgel, Streicher und Pauke g-Moll FP 93
Matthias Eisenberg: Weihnachtliche Improvisationen
Karten sind an der Theaterkasse erhältlich, Telefon 0365-8279105, online buchen unter www.tpthueringen.de


In schönsten Tönen

Festtage mit der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach

In der Vorweihnachtszeit und zum Jahreswechsel garantiert das neue philharmonische Orchester mit seinen Auftritten in Eisenach und Gotha für eine festliche Stimmung, ob in Familie, unter Freunden oder Arbeitskollegen. Ein Familienprogramm steckt hinter der „Musikalischen Schlittenfahrt“ (09.12. / 17 Uhr Eisenach / 10.12. / 11 Uhr Gotha). Moderator Patrick Rohbeck hat dazu nicht nur spannende Wintergeschichten im Gepäck, sondern spürt mit dem Publikum der Frage nach, wie es den Komponisten gelingt, den Winter mit Musik einzufangen. „Zauberhafte Ballettmusik“ erwartet das Publikum im Weihnachtskonzert (14.12. / 20 Uhr Gotha / 15.12. / 19.30 Eisenach) mit den schönsten Melodien berühmter Ballett-Klassiker von Schumann über Tschaikowski, Prokofjew bis Chatschaturjan. Am 28. Dezember um 20 Uhr erklingt in Gotha Beethovens „Neunte“ mit der Suhler Singakademie, dem Konzertchor Gotha und einem herausragenden Solistenquartett. Ins neue Jahr begleitet Sie die Philharmonie mit Chefdirigent Russell Harris, der vielseitigen Mezzo-Sopranistin Kinga Dobay und einem musikalischen Überraschungsprogramm „Das gibt’s nur einmal“. Es verspricht einige prickelnde Rendezvous mit Rossini, Strauß, Bellini, Lehár u. a. Meistern der beschwingten Töne (31.12. / 17 Uhr Eisenach / 01.01. / 17 Uhr Gotha).

Für die komplette Spielplanübersicht für Gotha und Eisenach sowie Informationen zum Kartenvorverkauf besuchen Sie einfach die Internetseite: www.thphil.de

Foto: "Die Neunte" mit der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach (Foto: Bernd Seydel)


Friedrich Lux im Thüringer Wald – Besondere Musik an besonderen Orten

Der Lux Festspielverein hat im Jahr 2017 einen besonderen Erfolg in seiner Tätigkeit verzeichnet. Der Vereinszweck ist die Wahrung des musikalischen Erbes des Thüringisch-Rheinischen Komponisten, Dirigenten und Organisten Friedrich Lux (Ruhla 1820, Mainz 1895). Mit der jetzt erschienenen CD-Edition „Friedrich Lux im Thüringer Wald" ist seine Musik in neuer Zeit erstmals auf Tonträger zu hören. Dazu wurden alle drei Streichquartette im Juni des Jahres bei einem Konzert im ehrwürdigen Telemannsaal im Schloss Wilhelmsthal bei Eisenach aufgeführt und anschließend dort aufgenommen. Für das Projekt hat der Verein Mittel aus der EU-Richtlinie zur Förderung der ländlichen Entwicklung vom Freistaat Thüringen erhalten und konnte das Friedrich Lux Streichquartett aus Wien engagieren. Das Ensemble spielt seit 2017 in der Besetzung mit Mariya Fomina, Violine, Noriko Takenaka, Violine, Mary Motschman, Viola, und Thomas Grandpierre, Violoncello. Das musikalisch international zusammengesetzte Quartett, mit Musikern aus Russland, Japan, USA und Frankreich, entstand aus einer langjährigen kammermusikalischen Zusammenarbeit in verschiedenen Ensembles. Die vier jungen, in Wien lebenden Musiker widmen sich neben der Aufführung des Standardrepertoires auch der Entdeckung und Wiederaufführung vergessener Komponisten. „Und da passt der Name Friedrich Lux sehr gut“, meint Mariya Fomina. Das Quartett hat seine Werke einstudiert und sie neben den Lux Festspielen 2016 und 2017 in der Wartburgregion zum Teil auch beim Konzertfestival in Grafenegg in Niederösterreich 2017 aufgeführt. Friedrich Lux wird damit einem größeren Publikum bekannt. Die CD-Edition ist die erste Ausgabe in der Reihe „Besondere Musik an besonderen Orten.“ Der Lux Festspielverein hatte 2015 mit der Projektidee den Westthüringer Initiativpreis im Bereich Kultur gewonnen. Prämiert wurde die Idee einer CD-Edition, die die Musiktradition der Wartburgregion und Westthüringens einem breiteren Publikum zu Gehör bringt und zugleich besondere Kulturorte in Wert setzt. Damit sind in der Region Namen und Wirkungsorte von Komponisten verbunden, wie Michael Praetorius in Creuzburg, Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach in Schloss Wilhelmsthal und Eisenach, Johann Melchior Molter in Tiefenort, Louis Spohr in Gotha, Franz Liszt in Weimar, Friedrich Lux in Ruhla, Johannes Brahms auf Schloss Altenstein, Max Reger in Meiningen und weitere, die noch zu erforschen sind. www.lux-festspiele.de

Foto: Das Friedrich Lux Streichquartett beim Konzert im Telemannsaal Schloss Wilhelmsthal im Juni 2017 (Foto: Silvia Rost)


Konzert zum Jahresausklang

Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125 in Gera und Altenburg

Die Tradition, das Jahr mit Beethovens Neunter Sinfonie, der unvergleichlichen Vertonung von Friedrich Schillers Ode an die Freude, ausklingen zu lassen, behält Theater&Philharmonie Thüringen auch 2017 bei. Das bekannte Motiv „Freude, schöner Götterfunken“ soll die Konzertbesucher in das neue Jahr begleiten. Schillers „Seid umschlungen Millionen“ ist die poetische Idee der Sinfonie. Seine Aussage: „Wahre Kunst ist eigensinnig“ – belegt Beethoven auch in seiner 9. Sinfonie. Eigensinnig und kühn, weil sie die erste Sinfonie – eigentlich eine rein orchestrale Gattung – mit Chor und Gesangssolisten war. Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera spielt dieses herausragende Werk in diesem Jahr unter Leitung von Prof. Dr. Peter Gülke aus Weimar. Der international renommierte Dirigent und Musikwissenschaftler, 2014 mit dem Ernst von Siemens Musikpreis ausgezeichnet, war hier zuletzt als Gast mit dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera im Februar 2016 zu erleben. Die Soloparts gestalten Sänger aus dem Musiktheaterensemble von Theater&Philharmonie Thüringen, die Sopranistin Anne Preuß, die Mezzosopranistin Christel Loetzsch, der Tenor János Ocsovai und der Bass Alejandro Lárraga Schleske. Opernchor und Philharmonischer Chor Gera singen in der Einstudierung von Chordirektor Holger Krause / Gerald Krammer.

In insgesamt drei Konzerten – am 30. und 31. Dezember jeweils um 19.30 Uhr im Konzertsaal der Bühnen der Stadt Gera und am 31. Dezember um 15.00 Uhr im Landestheater in Altenburg – wird das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera dieses großartige Werk fürs Publikum musizieren.

Karten sind an den Theaterkassen erhältlich, Telefon 0365-8279105 oder 03447-585177, online unter www.tpthueringen.de


Mit Klatsch und Tratsch ins Neue Jahr

Beschwingte Neujahrskonzerte in Gera und Altenburg

Schwungvoll und glamourös beginnt das Neue Jahr bei Theater&Philharmonie Thüringen mit dem traditionellen Neujahrskonzert. Um die hohe Nachfrage in Gera befriedigen zu können, kommt in diesem Jahr zum ersten Mal zu dem Konzert am 1. Januar um 14.30 Uhr im Konzertsaal der Bühnen der Stadt eine Wiederholung am 2. Januar um 19.30 Uhr hinzu. Im Landestheater Altenburg findet das Neujahrskonzert wie gewohnt am 1. Januar um 19.30 Uhr statt. Hinter dem Titel Mit Klatsch und Tratsch ins Neue Jahr verbergen sich mitreißende Melodien rund um reißerische Leitartikel, ein Plappermäulchen und ratternde Druckermaschinen. Gerade Johann Strauß (Sohn) versah seine wunderbaren Tänze stets mit humorvollen Titeln wie „Die Publizisten“, „Unparteiische Kritiken“ oder auch „Rundschau“. In gewohnt launiger Weise wird Thomas Wicklein das Konzert mit dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera sowohl dirigieren als auch moderieren. Tänzer und Tänzerinnen des Tanzkreises Brillant in Gera sowie der Tanzschule Schaller und des 1. Tanzsportclub Schwarz-Gold in Altenburg legen eine heiße Sohle auf das Parkett getreu dem Motto: Alles Walzer!

Karten sind an den Theaterkassen erhältlich, telefonische Reservierungen unter 0365-8279105 oder 03447-585177, online buchen unter www.tpthueringen.de


Ausgrabung zweier hebräischer Kammeropern in Gera

Theater&Philharmonie Thüringen bringt in Zusammenarbeit mit den ACHAVA Festspielen Thüringen und dem Lehrstuhl für Geschichte der jüdischen Musik der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar sowie Deutschlandfunk Kultur in der Bühne am Park Gera die beiden hebräischen Kammeropern „Saul in Ein Dor“ und „Die Jugend Abrahams“ heraus. Für die 1922 entstandene Oper „Die Jugend Abrahams“ ist es die Uraufführung. Die Aufführung erfolgt in hebräischer Sprache mit deutschen Übertiteln. Chefdramaturg Felix Eckerle ist es gelungen, die Arbeitsgemeinschaft Musiktheater der Dramaturgischen Gesellschaft für dieses Projekt zu interessieren.

Saul in Ein Dor

Opera Concertante mit Musik von Josef Tal, Text: Samuel I, 28:3-25

Saul in Ein Dor wurde 1955 uraufgeführt. Die Opera Concertante schildert die Begegnung des ersten Königs Israels mit der Wahrsagerin von Ein Dor, die ihm ein tragisches Schicksal prophezeit. „Die Bibel als Opernlibretto zu verwerten, war riskant. Judaisten sahen die Gefahr weltlicher Profanierung. Das Gegenteil stellte sich heraus: Zu hören war jüdische Musik ohne jedes Melodiezitat aus traditioneller Liturgie, israelische Musik ohne nationale Symbole und obendrein in modernistischer Atonalität“, berichtet Tal in seiner Autobiografie. Josef Tal (1910-2008) musste 1934 vor dem Nazi-Terror nach Palästina fliehen und avancierte dort nach dem II. Weltkrieg zu einem Mitbegründer der israelischen klassischen Musik. Zur Premiere in Gera wird der Sohn des Komponisten Etan Tal aus Tel Aviv erwartet.

Die Jugend Abrahams

Kammeroper in drei Szenen nach den Legenden aus der Aggada, Musik von Michail Gnesin • Orchestriert von Boris Filanovsky - Uraufführung

Die symbolisch aufgeladene Geschichte über die Jugend des Stammvaters Israels und dessen Streben nach Welterkenntnis diente Michail Gnesin (1883-1957) als Inspirationsquelle für seine Kammeroper. 1922 komponierte er den größten Teil des Werks in Palästina und beendete den Klavierauszug der Oper Anfang Januar 1923 in Moskau. Jascha Nemtsov hat das Manuskript dieser bislang nicht aufgeführten, ersten explizit jüdischen Oper in hebräischer Sprache in einem Moskauer Archiv wiederentdeckt. Nemtsov: „Gnesins Grundgedanke zum Wesen der Musik besteht darin, dass die musikalische Sprache einerseits geeignet ist, außermusikalische Bilder plastisch vorstellbar zu gestalten, und dass sie andererseits einen stark ausgeprägten philosophischen Aspekt beinhaltet.“

Die Musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Laurent Wagner. Regie führt Michael Dissmeier. Für Bühne und Kostüme zeichnet Hilke Förster verantwortlich. Wissenschaftliche Beratung: Prof. Dr. Jascha Nemtsov von der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar. Neben den beiden Sängern aus dem Musiktheaterensemble János Ocsovai (Saul/ Abraham) und Alejandro Lárraga Schleske (Samuel/ Terach, Abrahams Vater) agiert als Gast die in Israel geborene Mezzosopranistin Ayala Zimbler-Hertz (Die Frau). Den Part des Sprechers hat der Schauspieler Peter Prautsch. Mitglieder der jüdischen Gemeinde Erfurt übernehmen Aufgaben als Statisten.

Weitere Vorstellungen: So 21.01.2018 / 18:00 Uhr

Karten an der Theaterkasse, Telefon 0365/8279105, online buchen unter www.tpthueringen.de


Musikalisches Feuerwerk

Wiener Operetten- und Walzermelodien zum Silvesterkonzert der Thüringer Symphoniker

Ein wahres Feuerwerk an Wiener Operetten- und Walzermelodien zünden die Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt zu ihrem diesjährigen Silvesterkonzert. Am 31. Dezember, um 15 und um 19.30 Uhr erklingen in der Stadthalle Bad Blankenburg beschwingte wie beliebte Klänge von Lehár, Strauss und Co. - Ob „Wiener Blut“, „Wiener Leben“ oder „Praterfahrt anno 1880“ – der Stadt mit dem Stephansdom und der Hofburg wurden unzählige Werke und Melodien gewidmet. Viele Komponisten begaben sich im 19. Jahrhundert in Donaumetropole, um in einem der wichtigsten Musikzentren der damaligen Zeit Fuß zu fassen. So auch Franz Lehár, der zusammen mit Oscar Straus und Leo Fall als Begründer der Silbernen Wiener Operettenära gilt. Mit „Wiener Frauen“ hatte er 1902 erste große Bühnenerfolge. Weltruhm erlangte er wenige Jahre später mit „Die lustige Witwe“. So groß die Popularität von Franz von Suppé, Carl Millöcker und Carl Zeller war, sie reichte nicht an den legendären Johann Strauss heran. 1921, mehr als zwanzig Jahre nach seinem Tod, wurden dem Walzerkönig bei der Einweihung seines güldenen Denkmals große Verse hinterhergerufen: „Der Wiener vergißt die grauen Sorgen, / Vergißt das Heute, vergißt das Morgen, / Wenn aus den Geigen silberbeschwingt / Der Donauwalzer klingt und singt.“ In die „Welthauptstadt der Musik“ entführen die Thüringer Symphoniker zur großen Silvestergala unter der Leitung ihres Chefdirigenten Oliver Weder. Gemeinsam mit den Gästen feiern sie dem Jahreswechsel mit Wiener Humor und Charme entgegen. Als Solisten konnten mit Jana Hruby (Sopran) und Sebastian Fuchsberger (Tenor) zwei Meister ihres Fachs gewonnen werden, die den unvergesslichen Melodien ihre Stimme geben.

Restkarten für beide Konzerte sind an den üblichen Vorverkaufsstellen des Theaters sowie telefonisch unter 03672/422766 erhältlich.