Klassik / Alte Musik

Saisonauftakt mit kraftvoller Fortuna und wilden Amerikanern

Start der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach in die neue Konzertsaison 2018/2019

„Oh Fortuna“ erschallt es kraftvoll und vielfarbig zum offiziellen Saisonauftakt der Thüringen Philharmonie am 6. September 2018 im Gothaer Kulturhaus. An der konzertanten Aufführung der „Carmina Burana“ von Carl Off wirken gleich vier Chöre mit 120 Sängern mit, mit denen das Orchester regelmäßig konzertiert. Die Solopartien übernehmen die russische Sopranistin Elena Lyamkina, der amerikanische Countertenor Jud Perry und der Bariton Joachim Goltz. Als Dirigent ist der Wiesbadener Marktkirchenkantor Thomas J. Frank zu Gast.

Ein Jubilar steht am Beginn der großen Reihe der Sinfoniekonzerte 2018/2019 in Gotha und Eisenach am 27./28. September 2018. Die Musikwelt feiert 2018 den 100. Geburtstag von Leonard Bernstein. Um den vielfach talentierten und engagierten Dirigenten, Komponisten und Pianisten, Pädagogen, Fernsehmoderator und Schriftsteller zu ehren, wählte Chefdirigent Russell Harris ein amerikanisches Programm für den Saisonauftakt. Unter dem Motto „Musik aus der Neuen Welt“ ist neben den Sinfonischen Tänzen aus dem Erfolgsmusical „West Side Story“ das „Concerto in F“ von George Gershwin zu erleben. Solist an den Tasten ist der brasilianische „Klavierzauberer“ Fabio Martino. Wie Bernstein verarbeitete auch Gershwin die Klangvielfalt Amerikas mit den instrumentalen Kräften des großen Sinfonieorchesters. John Adams gehört dagegen der zweiten Generation der sogenannten Minimal Music an. Sein Konzertstück „The Chairman Dances“ mit dem Untertitel „Foxtrott für Orchester“ entstammt der Oper „Nixon in China“. Am Beginn des Konzertabends stehen die „Variations on ‚America‘“ von Charles Ives, dessen fantasievollen und unkonventionellen Kompositionen weit voraus ins 20. Jahrhundert wiesen.

Die allerjüngsten Orchestermusikfreunde zwischen 0 und 4 Jahre und ihre erwachsenen Begleiter begrüßt die Thüringen Philharmonie im Concertino am Samstag, den 01. September 2018 im Orchester-Probenraum in Gotha. Ein Streichorchester spielt 9.30 Uhr und 11 Uhr begleitet von der Konzertpädagogin Kerstin Klaholz Benjamin Britten und Wolfgang Amadeus Mozart.

Auch die Reihe der Schulkonzerte beginnt bereits im September. Für Schüler ab 10 Jahre erzählt das Orchester mit der „Prinzensuite“ von Gisbert Näther am 18. September in Eisenach und am 19. September in Gotha die weltberühmte Geschichte „Der kleine Prinz“. Erzähler Patrick Rohbeck liest zur Musik die schönsten Ausschnitte aus dem Buch.

www.thphil.de

Foto: Fabio Martino, Solist im 1. Sinfoniekonzert am 27. und 28.9.2018 mit dem Klavierkonzert von George Gershwin (Foto: Germania Heibe)


Musik für die Ewigkeit

Am Sonntag, 26. August beginnen die 27. Köthener Bachfesttage, zum zweiten Mal unter der künstlerischen Leitung von Folkert Uhde

Vom 26. August bis 2. September finden in Köthen und Umgebung die 27. Köthener Bachfesttage statt. Zum zweiten Mal unter der künstlerischen Leitung von Folkert Uhde überraschen sie mit neuen Formaten, einmaligen Programmen und nur in Köthen zu erlebenden künstlerischen Allianzen. Die Köthener Bachfesttage zeichnen das Bild eines leidenschaftlich-jungen Bachs nach, der nur in seiner Köthener Zeit die Gelegenheit hatte, mit herausragenden Profimusikern an die Grenzen des damals musikalisch-technisch Möglichen zu gehen.
 
Gleich zwei Jubiläen feiern die Köthener Bachfesttage in diesem Jahr: den 333. Geburtstag von Johann Sebastian Bach – der anlässlich des alljährlich an diesem Tag begangenen European Day of Early Music mit einem Konzert gewürdigt wurde – und die Ankunft Bachs in Köthen im Winter 1717/18 vor 300 Jahren. Hier starb seine erste Frau Maria Barbara und hier verliebte er sich auch in seine 15 Jahre jüngere zweite Ehefrau Anna Magdalena, die als Hofsängerin in Köthen angestellt war. In der Residenzstadt erlebte er die kreativste Zeit seines Lebens und schrieb ausschließlich weltliche Musik. Großartige Orchesterstücke – darunter die berühmten Brandenburgischen Konzerte –, Suiten und Sonaten, Werke für Soloinstrumente und einige Festkantaten entstanden in Köthen. Schon vor dem offiziellen Beginn stimmt am Sonntag, 26. August ein „Vorspiel“ mit Dorothee Mields, Hille Perl & The Age of Passions auf die Bachfesttage ein. Beim Eröffnungskonzert am Mittwoch, 29. August stellen sich das Ensemble Cinquecento und das Köthener BachCollektiv als die beiden Residenzensembles der Bachfesttage 2018 vor: Eine außergewöhnliche Programmdramaturgie verbindet Musik der Bach-Familie, Brandenburgische Konzerte und eine wahrscheinlich in Köthen entstandene Hochzeitskantate, gesungen von der tschechischen Sopranistin Hana Blažíková. Das eigens für die Bachfesttage zusammengestellte Köthener BachCollektiv unter Leitung der Barockgeigerin Midori Seiler besteht in diesem Jahr aus insgesamt 24 Musikerinnen und Musikern aus zehn Nationen, die eine Woche lang in Köthen zusammenarbeiten. In einer sehr persönlichen Sicht auf das Werk Johann Sebastian Bachs stellen der international gefeierte Bratschist Nils Mönkemeyer und sein Duo-Partner, der Lautenist Andreas Arend, am Donnerstag, 30. August ihr neues Programm vor, dessen Spektrum – von Werken des Barock bis hin zu Musik von John Coltrane und Jimi Hendrix – wohl nicht breiter sein könnte. Das Kantatenkonzert „Inspirationen: Bach & Pergolesi” bildet am Freitag, 31. August den spektakulären Höhepunkt des Festivals: Im Mittelpunkt des Konzerts steht Bachs Version von Pergolesis berühmtem „Stabat Mater“, das er mit neuer Bratschenstimme und protestantischem Text versehen hat. Im Duett werden die beiden kongenialen Countertenöre Valer Sabadus und Terry Wey zu erleben sein. Den Rahmen dazu bilden das 1. Brandenburgische Konzert und die Kantate „Falsche Welt“, für die Bach die Musik des 1. Brandenburgischen Konzertes wiederverwendet hat. In „Musik für die Ewigkeit“ schlägt am Samstag, 1. September der Nederlands Kamerkoor unter Leitung von Peter Dijkstra einen Bogen von Bachs Motetten bis zu durch ihn inspirierter Musik der Gegenwart. Am Sonntag, 2. September beschließen das Köthener BachCollektiv und Valer Sabadus die Bachfesttage 2018 u.a. mit den drei virtuosesten Brandenburgischen Konzerten. Unter den Solisten ist u.a. die Blockflötistin Dorothee Oberlinger. Beim Schlossfest am 1. und 2. September gibt es ein Markttreiben wie zu Bachs Zeiten, Musik, Schauspiel und Akrobatik für Groß und Klein. Ebenfalls am Wochenende vervollständigen zahlreiche Kurzkonzerte, das Preisträgerkonzert des 10. Nationalen Bach-Wettbewerbs für junge Pianisten und viele andere Veranstaltungen das vielseitige Festivalprogramm. Die musikalische Bandbreite reicht von der historischen Aufführungspraxis über neue Zugänge aus dem Pop- und Folk-Bereich bis hin zum Klavierkabarett. Genauso wichtig wie die Präsenz international gefeierter Künstler ist bei den Köthener Bachfesttagen die Einbindung regionaler Kulturschaffender. Aus bescheidenen Anfängen im Jahr 1967 hat sich heute ein Festival entwickelt, zu dem alle zwei Jahre Bachliebhaber aus der Region, Deutschland und der ganzen Welt nach Köthen – wo Bach von 1717 bis 1723 als Hofkapellmeister wirkte – pilgern. 2016 wurde das Festival erstmalig von dem Berliner Dramaturgen, Kulturmanager und Konzertdesigner Folkert Uhde gestaltet, der mit neuen Konzertformaten die traditionsreichen Bachfesttage weiterentwickelt und öffnet. Jedes Konzert zeichnet sich durch eine eigens für Köthen entwickelte Dramaturgie, das Spiel mit Räumen, Kontexten und/oder Lichtdesign aus. Zudem wurde das BachCollektiv unter der künstlerischen Leitung der deutsch-japanischen Barockgeigerin Midori Seiler gegründet, ein generationen- und nationenübergreifendes Spezialisten-Ensemble für Alte Musik.
 
Mehr Informationen auf www.bachfesttage.de und auf Facebook.
 
Karten-Vorverkaufsstellen: Köthen-Information, Tel. 03496 700 99 260, Veranstaltungskasse im Halleschen Turm, Tel. 03496 40 57 75
Online-Kartenbestellungen sowie weitere Informationen unter www.bachfesttage.de


Erlebnisreicher Sommer mit der Vogtland Philharmonie

Klassik, Film, Folk, Rock & Pop bieten für jeden das Richtige

Der Sommerspielplan der Vogtland Philharmonie reicht wieder vom kleinen Serenadenkonzert bis zum großen Cross-Over-Event und bietet insbesondere mit den großen Sommerhighlights passende Musikerlebnisse für Fans aller Generationen und Genre.

Im Plauener Parktheater steht beim Galakonzert am 1. September kein Geringerer als Musical-Star Alexander Klaws an der Seite des Orchesters. Zusammen mit Judith Lefeber und einem gewaltigen Background aus „Voc A Bella“ und den großen Chören des Lessing-Gymnasiums Plauen gibt es zu „Sounds of Hollywood“ die größten Filmmusiken nebst Filmausschnitten auf HD-Videowand (Tickets: Eventim). Wer es nicht nach Plauen schafft, kann die berühmten Soundtracks auch am 15. September mit dem österreichischen Sänger Johannes Pinter und der Leipziger Pop- und Jazzsängerin Jasmin Graf in der Bogenbinderhalle Ronneburg genießen.

Als Neuzeit-Open-Air in Mittelalter-Ruine könnte man dagegen die „Burg Classics“ bezeichnen, die am 31. August bereits zum dritten Mal die Hohenleubener Burgruine Reichenfels in einen einzigartigen Freiluftkonzertsaal verwandeln. Umringt von uralten Mauerresten und eingetaucht in romantische Architekturbeleuchtung erklingen populäre klassische Melodien mit dem mexikanischen Tenor Victor Campos Leal und Highlights aus Film, Rock und Pop mitLaura Jacobi und Thomas Hahn (Tickets beide: Ticketshop Thüringen).

Rock und Pop dominieren zum „Philharmonic Rock am Sachsenring“ auf der besico-Tribüne direkt an der Rennstrecke in Oberlungwitz. Am 25. August duellieren sich hier aber keine PS-Boliden, sondern das 60-köpfige Sinfonieorchester aus dem Vogtland, die René Möckel Band aus Leipzigsowie „Voc A Bella“, Alexander Klaws, Pino Severino, Laura Jacobi und Jasmin Graf. Sportikone Matthias Steiner und Frau Inge moderieren den Abend, der mit grandioser Lichtshow und Feuerwerk ein unvergessliches Erlebnis verspricht.

Und da die Vogtland Philharmonie auch 2019 wieder für einen grandiosenMusiksommer sorgen will, kündigt sie mit der „SymphonyforIreland“ bereits jetzt ein Konzert mit einer wahren Musiklegende an: Johnny Logan gewann in den 1980ern gleich zwei mal den Eurovision Song Contest, komponierte mit "Whyme?" 1992 für Linda Martin den Siegertitel und brachte mit "Hold menow" einen Ohrwurm aus der eigenen Feder in die Gehörgänge der Fans, der sich bis heute dort festgesetzt hat. Vor einiger Zeit entschied sich Logan, einige seiner größten Hits sowie irische Titel mit Orchester einzuspielen und holte sich dafür die Vogtland Philharmonie. In den lengefelder Studios von Frank Engelhardt eingespielt und mit Arrangements von René Möckel, entstand eine CD, die bereits vor ihrer baldigen Veröffentlichung nach einem Live-Event schreit, welches bereits seit Bekanntwerden der Aufnahmetätigkeiten vielfach nachgefragt wurde. Auch wenn bisher nur verraten werden kann, dass der Megahit „Hold menow" mit dabei ist, können bereits jetzt die Tickets für den 22. Juni 2019 und einen Abend voller grandiosem Irish Folk, Pop und Rock mit „Johnny Logan & Vogtland Philharmonie“erworben werden (Tickets beide: Eventim).

Foto: Marcel Schaar

Sommerhighlights der Vogtland Philharmonie

25.08.18, 20.30 Uhr: Philharmonic Rock am Sachsenring, besico-Tribüne Oberlungwitz // Tickets: Ford besico: 03763-179713, Eventim

31.08.18, 19.30 Uhr: Burg Classics, Ruine Reichenfels Hohenleuben // Tickets: OTZ Gera: 0365-8229200, Ticketshop Thüringen

01.09.18, 20 Uhr: Sounds of Hollywood, Parktheater Plauen // Tickets: Festhalle Plauen: 03741-2912444, Eventim

15.09.18, 20 Uhr: Sounds of Hollywood, Bogenbinderhalle Ronneburg // Tickets: Stadtkasse Ronneburg 036602-53622, Ticketshop Thüringen

22.06.19: Johnny Logan& Vogtland Philharmonie, Park der Generationen Reichenbach // Tickets: CTS-Vorverkaufsstellen, Eventim

Download: www.vogtland-philharmonie.de/sommerspielplan


Auf dem Wasser zu singen ...!

Romantikkonzert mit dem Duo ›con emozione‹ / Sonntag, 23. September, 16 Uhr, Gera, Salvatorkirche (Nikolaiberg)

Franz Schubert in Wort und Ton und seine Zeitgenossen Zu hören sind u. a. die romantischen Empfindungen von Dichtern, wie Rellstab, Schiller, Goethe, Rückert, Heine, von zu Stolberg-Stolberg in Vertonungen, wie z. B. Schubert, Zelter, Vagedes, Bartholdys, Dalberg.
Mit ihrer glockenhellen, reinen Gesangsstimme begeisterte Liane Fietzke gemeinsam mit ihrem Mann Norbert Fietzke, der perfekte Liedbegleiter, am Klavier bereits sehr viele Besucher ihrer Konzerte. In dem für dieses Programm gewählte Titel „Auf dem Wasser zu singen …!“ erleben Sie die Künstler mit einer Mischung von bekannten und unbekannten Liedern und Intermezzi aus der Musikliteratur der Romantik.
Erleben Sie die Künstler mit einer Mischung von Liedern und Intermezzi aus der Musikliteratur der Romantik. Denn das Bestreben des Duos legt sein Hauptaugenmerk darauf: Unbekannte, fast vergessene Texte und Melodien vergangener Zeiten, erneut erleb- und hörbar zu machen. Dafür forschen sie in den verschiedensten Archiven und Bibliotheken. Denn dort finden sie wieder, was oft schon vor langer Zeit abgelegt wurde und das „Verlorengehen“ vorprogrammiert schien. Es ist eine vergnügliche, nachdenkliche, melancholische Mischung an Liedern. Gekonnt und professionell dargeboten. Das Publikum erlebt eine höchst vitale Interpretation. Das ist brillant und sensibel, ganz und gar dem Namen des Duos entsprechend: ›con emozione‹.

Karten für € 13,- im VVK in der Touristinformation Gera, Markt 1 (zzgl. VVG) (während der Öffnungszeiten) und Karten online bei EVENTIM! (zzgl. VVG) auch über https://www.con-emozione.de erhältlich. Karten an der Tageskasse für € 15,- erhältlich.

Foto: Carlo Bansini


Blick auf die neue Konzertsaison

Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach lädt 2018/2019 ein zu "Begegnungen"

Als Spielzeitmotto wählte die Geschäftsführende Intendantin Michaela Barchevitch „Begegnungen“. Dahinter steht die Auseinandersetzung damit, dass „das momentane Weltgeschehen, die Flucht vieler Menschen vor lebensfeindlichen Zuständen, das Leben unserer Gesellschaft und ihre emotionale Welt beeinflusst. Als Kulturinstitution stellen wir uns die Frage, wie wir mit unseren Konzerten und Aktivitäten im Gesamtkontext der gesellschaftlichen Prozesse zum Dialog und zur Verständigung beitragen können. Es ist uns wichtig, ein vielfältiges Konzertangebot für alle Publikumskreise zu entwickeln und einen Raum für Begegnungen dort zu bieten, wo das alltägliche Leben stattfindet.“, erläutert Barchevitch. Das Spielzeitmotto soll dabei einmal mehr die große Vielfalt klassischer Musik, die Wandelbarkeit des Orchesters auf hohem künstlerischem Niveau und seine Bedeutung im gesellschaftlichen Kontext spiegeln. Vor dem Blick auf das neue Programm resümierte Michaela Barchevitch gemeinsam mit Chefdirigent Russell Harris und der Vorsitzenden der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach e. V.), Gabriele Reichstein, die zurückliegende Saison, welche die erste nach der Fusion mit der Landeskapelle Eisenach im August 2017 war.

Das Verfahren zur Chefdirigentensuche läuft in der neuen Spielzeit weiter. Russell Harris übernimmt daher für ein weiteres Jahr das Amt interimsmäßig. Er eröffnet die Saison in der Reihe der großen Sinfoniekonzerte in Gotha und Eisenach mit einer Hommage an den vor 100 Jahren geborenen Leonard Bernstein, dem wohl bekanntesten amerikanischen Komponisten. „Musik aus der Neuen Welt“ lautet das Motto, unter dem neben Bernstein auch Ives, Gershwin und Adams erklingen werden, die alle maßgeblich zur Herausbildung eines amerikanischen Stils im Bereich der Klassik beigetragen haben. Der „Zauberer am Klavier“, der junge Brasilianer Fabio Martino ist in diesem Programm mit Gershwins F-Dur Konzert zu Gast. Weitere exzellente Solisten der Saison sind unter anderen die Harfenistin Marie-Pierre Langlamet (Berliner Philharmoniker), der junge polnische Klaviervirtuose Szymon Nehring oder die georgische Mezzo-Sopranistin Khatuna Mikaberidze. Als Artist in Residence konnte mit dem gebürtigen Tschechen Radek Baborák ein außergewöhnlicher Künstler gewonnen werden, der nicht nur als Solist, sondern auch als Dirigent mit dem Orchester arbeiten und auftreten wird. Der ehemalige Solo-Hornist der Berliner Philharmoniker ist unter anderem mit dem 2. Hornkonzert von Richard Strauss zu erleben, er gestaltet ein Konzert mit eigenen Lieblingswerken und leitet die Thüringen Philharmonie in ihren Pfingstkonzerten mit Werken von Wagner, Paganini und Liszt. Die Abo-Reihe B in Gotha mit populären Klassikprogrammen beginnt mit Carl Orffs „Carmina Burana“ unter Mitwirkung internationaler Gesangssolisten der Opera Classica Europa, des Bachchores Eisenach, des Konzertchores Gotha, der Suhler Singakademie und dem Marktkirchenchor Wiesbaden unter Leitung von dessen Kantor Thomas J. Frank. In derselben Reihe sowie als Sonderkonzert in Eisenach begrüßt die Thüringen Philharmonie gemeinsam mit dem selbsternannten „König der Zigeunergeiger“, Roby Lakatos, das neue Jahr. Er ist ein Nachfahre des berühmten Janos Bihar, der mit seinem virtuosen Spiel und den Klängen seiner ungarischen Heimat Beethoven und Liszt begeisterte. Von der Leichtigkeit und dem Spaß klassischer Musik überzeugt der Brite Rainer Hersch das Publikum an beiden Orchesterstandorten. Fernöstliche Klänge beschließen die Saison. Im Mittelpunkt steht die chinesische Spießgeige, Erhu, gespielt von dem in Leipzig lebenden Musiker und Kulturbotschafter Jianguo Lu. Weitere Sonderkonzerte in der Reihe Philharmonie Spezial laden zur großen Operngala mit den schönsten italienischen und französischen Liebesduetten, zum Jahresabschluss mit Beethovens „Neunter“, zu Klassik im Terminal im Flughafen Erfurt-Weimar mit einer „Königin der Nacht“ oder zum großen Filmmusik-Open-Air „Sounds of Hollywood“ im Schlosshof von Schloss Friedenstein. In Eisenach erhöht das Orchester seine Präsenz mit fünf Konzerten in der Georgenkirche, zwei davon gemeinsam mit dem Eisenacher Bachchor. Das beim Publikum sehr beliebte Format der „Mittagsmusik“ wird weiter geführt. Ein neu entwickeltes Musikvermittlungsprojekt mit interkulturellem und interdisziplinärem Ansatz erfährt in der neuen Saison seine Umsetzung. Es wird vom Bund im Rahmen des Programms „Exzellente Orchesterlandschaft“ gefördert. „Music in Motion“ ist der Titel für das neue Paket verschiedener Konzert- und Mitmachformate, die Sport und Musik miteinander verbinden und insbesondere jungen Menschen neue musikalische, ästhetische, soziale und sportliche Erfahrungen zu sammeln ermöglichen. Erster Höhepunkt wird das gemeinsame Konzert mit den international erfolgreichen Musik-Comedians Igudesman & Joo, Basketballspielern sowie Balletttänzern und Breakdancern im Dezember sein. Teil des Programms ist ein überdimensionaler Drum Circle, bei dem das gesamte Publikum zu Musizierenden werden und mitwirken kann.

Kinder- und Jugendkonzerte für Vorschüler und Schüler aller Schularten, „Concertinos“ für die Kleinsten sowie Familienkonzerte komplettieren das Saisonprogramm mit lehrreichen und fantasievollen Musikvorstellungen – gernerationenübergreifend für Klassikentdecker vom Baby- bis ins hohe Alter. Die Konzertreihen der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach 2018/2019 ergänzen Gastspiele unter anderem in der Alten Oper Frankfurt, in Wiesbaden, Bad Kissingen und Antwerpen. Das vollständige Programm der neuen Spielzeit 2018/2019 ist ab sofort in der Geschäftsstelle des Orchesters, in Kürze auch in den Tourist-Informationen Gotha und Eisenach erhältlich. Eine PDF-Version zum Herunterladen ist auf der Internetseite www.thphil.de verfügbar. Der freie Verkauf für alle Abo-Konzerte in Gotha beginnt am 15. August 2018. Konzertabonnements für die Reihen A- und B können jederzeit bei der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach erworben werden (Tel.: 0 36 21-75 17 76).

Link zum Jahresheft 2018/2019 als blätterbare Broschüre: https://issuu.com/thphil/docs/thphil_konzertsaison-2018-2019_fina

Foto: Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach (Foto: Bernd Seydel)


Festkonzert 130 Jahre Reußische Hofkapelle

1. Philharmonisches Konzert in Gera am 19. und 20. September

Die Gründung der Reußischen Hofkapelle im Jahr 1888 stellte einen absoluten Glücksfall für die damals aufstrebende Industrie-und Handelsstadt Gera dar: einerseits bekam die musikbegeisterte Bürgerschaft ein Orchester zur Pflege des einschlägigen Repertoires, andererseits führte dies zum Bau eines eigenen Konzertsaals. Im Gründungsjahr wurde der Dirigent, Pianist sowie Komponist Carl Kleemann zum Hofkapellmeister ernannt. In dieser Zeit schuf er zahlreiche Werke, u. a. drei Sinfonien und verschiedene festliche Ouvertüren.
Das 1. Philharmonische Konzert der neuen Spielzeit am 19. und 20. September, jeweils um 19:30 Uhr im Konzertsaal der Bühnen der Stadt Gera verspricht anlässlich des 130. Gründungsjubiläums und Beginns der großen Orchestertradition ein abwechslungsreiches und packendes Programm. Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera musiziert unter der musikalischen Leitung seines Generalmusikdirektors Laurent Wagner. Zur Einführung jeweils um 18.45 Uhr stellt sich die neue Konzertdramaturgin Birgit Spörl vor.
Neben der heiteren Ouvertüre Der Klosterschüler von Mildenfurth von Carl Kleemann erklingen zwei Perlen der Konzertliteratur. Das Klarinettenkonzert von Mozart ist das bedeutendste Bläserkonzert des Salzburger Meisters und das wohl berühmteste Werk dieser Gattung überhaupt. Darin führt Mozart die Qualitäten des damals noch jungen Instrumentes vor: den warmen Ton, die geschmeidige Geläufigkeit sowie seinen Klangfarbenreichtum. Der Solist ist Daniel Ottensamer, Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker. Er konzertiert als Solist und Kammermusiker mit namhaften Orchestern und bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten in den Musikzentren der Welt.
Keine andere Sinfonie Anton Bruckners festigte den Weltruhm ihres Schöpfers wie die glanzvolle Siebte, die er König Ludwig II. von Bayern widmete. Ein Charakteristikum der Orchestrierung ist die in Bruckners Œuvre erstmalige Verwendung von vier Wagner-Tuben. Doch auch sonst lassen sich Stilmittel Richard Wagners in Bruckners 7. Sinfonie finden, wie z. B. das Spiel mit der „unendlichen Melodie“. Das berühmte Adagio in cis-Moll, ein von Bratschen und Tuben bestimmter Trauergesang, wird mit seinem feierlichen Ausklang gar als Klage auf den Tod des Bayreuther Meisters gedeutet.

Programm:
Carl Kleemann (1842-1923): Ouvertüre zu Der Klosterschüler von Mildenfurth
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Klarinettenkonzert A-Dur KV 622
Anton Bruckner (1824-1896): Sinfonie Nr. 7 E-Dur WAB 107

Karten an der Theaterkasse, telefonische Reservierungen unter 0365-8279105, online buchen unter www.tpthueringen.de

Abbildung: Daniel Ottensamer, Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker
Foto: Julia Stix


Altenburger Marstallkonzert

Eröffnungskonzert zum „Tag des offenen Denkmals“ 2018

Zum Eröffnungskonzert „Tag des offenen Denkmals“ 2018 für die Stadt Altenburg und den Landkreis Altenburger Land verbunden mit der Verleihung des Denkmalschutzpreises „Johann Georg Hellbrunn“ der Stadt Altenburg wird am Freitag, 7. September, um 19.30 Uhr in die Reithalle des Marstalls zu Altenburg eingeladen. Der Eintritt ist frei!
Der neue Oberbürgermeister der Stadt Altenburg André Neumann und Landrat Uwe Melzer werden das Wort ergreifen.

Das Motto lautet 2018 „Entdecken, was uns verbindet“. Die Gäste erwartet ein abwechslungsreiches musikalisches Programm, das von bekannten Konzertstücken über Oper und Operette bis zum Musical reicht. Am Dirigentenpult des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera steht Kapellmeister  Thomas Wicklein. Die Gesangssolisten des Musiktheaterensembles Miriam Zubieta, Claudia Müller, Johannes Beck und Timo Rößner werden einen Ausblick auf die Spielzeit 2018/2019 geben. Ob der Springtanz aus Smetanas Komischer Oper „Die verkaufte Braut“, der Blumenwalzer aus Tschaikowskis Nussknacker-Ballett, die Spiegel-Arie aus Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“ oder die Ohrwürmer aus Carl Zellers Operette „Der Vogelhändler“, der ersten Premiere der neuen Saison am 30. September im Landestheater – Thomas Wicklein hat ein Programm voller schöner Melodien zusammengestellt, das er natürlich selbst moderieren wird.

Zum TAG DES OFFENEN DENKMALS, am Sonntag, 9. September, besteht von 11 bis 15 Uhr die Möglichkeit das Theater zu besichtigen. Stündlich starten im Landestheater Altenburg und im Großen Haus der Bühnen der Stadt Gera Führungen durch die architektonischen Kleinode.


Wiener Operetten-Revue

14. Oktober 2018, 16 Uhr, Freiburg/Unstrut, Rotkäppchen Sektkellerei

Im Lichthof der Rotkäppchen Sektkellerei in Freyburg findet am Sonntag, den 14. Oktober 2018, das Konzert "Zauber der Operette" statt. Die Operettengala wird von einem Moderator, vier Solisten, sechs Tänzer/innen und 14 Musikern dargeboten. Aus der Fülle der bekanntesten Operetten hat das Ensemble die schönsten Stücke ausgewählt und zu einem Ganzen gefügt. Zum Repertoire gehören u.a. Titel wie der „Kaiser Walzer“, „Wer uns getraut“, „Komm in die Gondel“, „Ich bin die Christel von der Post“, „Brüderlein und Schwesterlein“, „An der schönen blauen Donau“, der „CAN CAN“, die „Tritsch-Tratsch Polka“ und selbstverständlich der „Radetzky-Marsch“. - Musik, Tanz und Gesang werden zu einem Bühnenereignis das Ohren und Augen anspricht. Einen Querschnitt aus der Vielzahl der Operetten und Werke des großen Komponisten präsentieren die Mitglieder des GALA Sinfonie Orchesters Prag am 14. Oktober,Einlass ist um 15.30 Uhr, Beginn 16.00 Uhr.
Karten: u.a. in der Rotkäppchen Sektkellerei, Tel. 034464/34122, bei der Tourist-Info Naumburg, Tel. 03445-273125, und im Freyburger Fremdenverkehrsverein, Tel. 034464-27260; Info-Tel: 0671/45001!
www.rotkaeppchen-mumm.de
Kinder, Schüler und Gruppen ab 10 Gästen erhalten vergünstigte Karten.