Klassik / Alte Musik

„Celebration“: Chorprojekt Thuringia Cantat feiert 15-jähriges Bestehen

Festkonzert Samstag, 13. August, 19:30 Uhr, Weimar, Weimarhalle
Thuringia Cantat Festkonzert

„Wie sehr haben unsere Chöre in den letzten zwei Jahren das Singen, die soziale Gemeinschaft, die emotionalen Höhepunkte der Konzerte vermisst. Nun singt Thüringen wieder!“, freut sich André Schmidt. Vor genau 15 Jahren startete der Weimarer Professor für Schulpraktisches Klavierspiel mit „Thuringia Cantat“ eines der größten Chorprojekte Deutschlands. Dieses Jubiläum feiert der Chor mit dem Festkonzert „Celebration“ am Samstag, 13. August um 19:30 Uhr in der Weimarhalle. Das Programm ist gespickt mit den Highlights der vergangenen Jahre – von modernen Folklore-Arrangements, über Jiddische Musik bis hin zu Musical- und Popmusik-Klassikern. Unterstützt wird der Chor durch Instrumentalist*innen und Solist*innen der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und die Erfurter Band „String Company“. Die künstlerische Leitung übernimmt Prof. André Schmidt.

„Das Projekt ist ,barrierefrei‘, jeder chorbegeisterte Mensch darf mitsingen, ohne Casting. Unsere Jüngste ist 10, unsere Ältesten sind über 70 Jahre alt“, so André Schmidt. Mehr als 600 Chorist*innen haben in den vergangenen 15 Jahren an den Workshops und Konzerten teilgenommen. Mit den Projekten und ihren sich regelmäßig ändernden Inhalten hat „Thuringia Cantat“ inzwischen die größten Bühnen Deutschlands erobert. Zuletzt trat der Chor im Großen Saal des Leipziger Gewandhauses auf.

Karten zu 18 Euro, ermäßigt 16 Euro, sind in der Tourist-Information Weimar erhältlich. Für Kinder bis 10 Jahre ist der Eintritt frei.

Foto: Jana Groß


Viermal Herz in den Veit-Bach-Festspielen Wechmar

9. und 10. September 2022
Veit-Bach-Festspiele Wechmar

Bach-Stammort Wechmar: Er war damals 8 Jahre alt, als er 1978 zum ersten Male eine Bühne betrat, und zwar als Mitglied der ersten Wechmarer Kindertrachtengruppe unter der Leitung von Hortnerin Ingeborg Stier. Als sich 1982 der Wechmarer Heimatverein gründete, war er 12 Jahre und hatte noch lange keine Konfirmation und nun ist er 2022 vier Jahrzehnte Mitglied und seit einem Vierteljahrhundert 2.Vorsitzender des Wechmarer Heimatvereins. Die Rede ist von Wolfgang Herz, der seit den ersten Festspielen im Jahr 2000, alle vier Jahre in einer neuen Rolle brillierte und die unterschiedlichsten Charaktere verkörperte.
So ist es nicht verwunderlich, dass Wolfgang auch im Jahr 2022 dabei ist, wenn es am 9. und 10. September, jeweils um 19.30 Uhr in der Sankt Viti Kirche Wechmar heißt „Vitus Bach und der Anfang zur Musik“. Als Hofrat zu Leipzig wird er sich mit dem Verleger Breitkopf, dem Orgelbauer Silbermann und dem Bürgermeister auf die Spuren der Bachfamilie begeben um zu klären, ob der Herr Johann Sebastian Bach als Thomaskantor einer ordentlichen Abstammung entspricht, oder ein aus dem Ausland Zugelaufener ist. Das wird spannend werden.
Neben Wolfgang sind in dem neuen Volksschauspiel aus der Feder von Knut Kreuch auch seine drei Kinder Sophie, Pia und David zu erleben. David, heute 22 Jahre alt, ist seit seinem ersten Auftritt unvergessen, wo er als vergesslicher Freiherr von Plessen in „Der verliebte Kantor“ das Publikum zu Lachsalven hinriss. Im Volksschauspiel „Vitus Bach und der Anfang zur Musik“ wird David im Jahr 2022 die Zuschauer in die ungarische Heimat der Bachfamilie entführen, wo er als wilder Puszta-Fürst regiert. Seine beiden Schwestern stehen ihm dabei mit spritzigen Dialogen zur Seite und werden als ungarische Prinzessinnen Marika und Rosalie von den Zeiten schwärmen, als der Kaiser rief oder eine ungarische Prinzessin auszog, um in Thüringen ihr Glück zu finden. Für alle vier Mitglieder der Familie Herz sind es Rollen, die ihnen auf den Leib geschrieben worden sind und die sie in den vor wenigen Wochen begonnenen Proben bereits mit Leidenschaft verkörpern.
Karten für die Festspiele sind jeden Samstag von 16 – 18 Uhr im Landhaus Studnitz in Wechmar und jederzeit an im Ticketshop Thüringen erhältlich. (Text: Lars Schüller)

Foto: Lutz Ebhardt // Die ungarischen Prinzessinnen (Sophie und Pia Herz) necken den Obermüller Hein Eißer (Siegmar Gleichmar)


Cellistin Raphaela Gromes eröffnet Konzertsaison im Theater Altenburg Gera

Raphaela Gromes Konzert Gera Altenburg

Das Philharmonische Orchester Altenburg Gera eröffnet seine neue Saison mit dem 1. Philharmonischen Konzert am Mittwoch, den 28. September und Donnerstag, den 29. September im Konzertsaal des Geraer Theaters sowie am Freitag, den 30. September im Theaterzelt Altenburg jeweils um 19:30 Uhr. Unter dem Dirigat von GMD Ruben Gazarian  erklingen Antonín Dvořáks Cellokonzert h-Moll und die 8. Sinfonie C-Dur von Franz Schubert. Solistin ist die Cellistin Raphaela Gromes. Sie machte 2012 mit dem Gewinn des 1. Preises des Richard-Strauss-Wettbewerbs auf sich aufmerksam. Seither spielt die Exklusivkünstlerin von Sony Classical bei renommierten Festivals und auf den großen Bühnen Deutschlands. Tourneen führten sie bereits in die USA, nach Korea und China.

Das Cellokonzert h-Moll ist nicht nur eines der berühmtesten Werke Dvořáks, sondern darüber hinaus auch eines der beliebtesten Cellokonzerte überhaupt. Dvořák selbst konnte sich jedoch erstaunlicherweise zunächst kaum für das Instrument Violoncello begeistern: „Ein Stück Holz, das oben kreischt und unten brummt“, urteilte er darüber. Während seiner Amerikareise widmete Dvořák sich dann aber doch der Komposition eines eigenen Cellokonzertes.

Seine letzte Sinfonie hat Franz Schubert nie gehört. Er komponierte sie zwei Jahre vor seinem Tod, doch wurde sie damals nicht uraufgeführt. Erst elf Jahre nach seinem Tod stieß Robert Schumann in Wien zufällig auf vergessene Partituren Schuberts – darunter seine letzte und zugleich größte Sinfonie. Darum wurde diese nachträglich mit dem Beinamen „Die Große“ gewürdigt. 1839 wurde sie im Gewandhaus in Leipzig unter der Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy uraufgeführt.

Vor den Konzerten gibt Dramaturgin Dr. Birgit Spörl jeweils 18:45 Uhr eine Einführung.

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Georg Thum

 


Vorstellung der Spielzeit 2022.2023 der Jenaer Philharmonie

Es gibt Vieles zu entdecken, zu erleben und zu erhören in der kommenden Spielzeit 2022.2023 der Jenaer Philharmonie, deren Konzertprogramm heute veröffentlicht wurde. Unter dem Spielzeitmotto „ZahlenSpiele“ spannt sich der dramaturgische Bogen vom international beachteten Mahler-Scartazzini-Zyklus bis hin zu dem als Experimentierfeld angelegten Format DER KLANG VON JENA, von der Mehrchörigkeit der Spätrenaissance bis zur postmodernen Minimal Music und zum Jazz, von intimen kammermusikalischen Konzerten bis zur großbesetzten Chorsinfonik – und all dies, ohne je die spielerische Leichtigkeit zu verlieren.

Am 15. September eröffnet das Orchester mit dem Sinfoniekonzert „Mehr als 4 Tageszeiten“ die Saison. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Simon Gaudenz und mit der Pianistin Anika Vavić als Solistin stehen an diesem Abend Gabriel Faurés „Cantique de Jean Racine“ mit dem Knabenchor der Jenaer Philharmonie, Lili Boulangers „D’un matin de printemps“, Claude Debussys „Prélude à l’après-midi d’un faune“ und „La soirée dans Grenade“, Manuel de Fallas „Noches en los jardines de España“ und Maurice Ravels „Daphnis et Chloé“ auf dem Programm. Dazu liest die Schauspielerin Ella Gaiser Texte französischer Autoren.

Die Jenaer Philharmonie begrüßt in der neuen Spielzeit Alexej Gerassimez als ARTIST IN RESIDENCE. Der Multiperkussionist, der bereits 2019 beim Thementag „Schlagzeug“ das Publikum begeisterte, wird mit drei Konzertprojekten im Herbst 2022 und Frühjahr 2023 in Jena zu erleben sein:

Beim KLANG VON JENA № 1 „Evolution der Musik“ am 16. Oktober kommt das Konzert für Perkussion und Orchester „Tears of Nature“ des chinesischen Komponisten Tan Dun zur Aufführung. Am 27. April steht im Donnerstagskonzert № 8 mit Kalevi Ahos „Sieidi“ ein sehr rituelles Stück auf dem Programm, das die Kultstätten finnischer Ureinwohner, der Sámi, thematisiert. Wegen seiner permanenten Taktwechsel gilt das vorzüglich orchestrierte Konzert für Schlagwerk und Orchester aber auch als eines der schwierigsten seiner Gattung. Beim kammermusikalischen Programm am 30. April rückt im ersten Teil der spannende Kontrast zwischen Schlagzeug und Streichern in den Fokus, während im zweiten Teil des Konzerts Gerassimez zusammen mit den Schlagzeugern der Jenaer Philharmonie mit vor allem Minimal Music zu hören ist.

Mit Gustav Mahlers 6. und 7. Sinfonie und der Uraufführung zweier weiterer, den beiden Werken jeweils gegenübergestellten Orchesterkompositionen von COMPOSER IN RESIDENCE Andrea Lorenzo Scartazzini wird der Mahler-Scartazzini-Zyklus am 23. März und 12. Mai 2023 fortgesetzt. Freuen kann sich das Publikum in den Sinfoniekonzerten auch auf viele Solisten und Gastdirigenten wie u. a. den Geiger Michael Barenboim, die Sopranistin Annette Dasch, die Pianistin Lilya Zilberstein und die Dirigentin Eva Ollikainen. Außerhalb von Jena ist das Orchester mit rund 20 Gastspielen zu erleben, darunter im September beim Festival Murten Classics, im Januar 2023 im Konzerthaus Dortmund und mit dem Mahler-Scartazzini-Zyklus im April 2023 in Worms und Mühlheim.

DER KLANG VON JENA lädt in der neuen Spielzeit mit den Themen „Evolution der Musik“, „Spiel mit Musik“ und „Wandel mit Musik“ ein, auf spannende Entdeckungstouren zu gehen. Das Format steht für die Einbindung der Jenaer Philharmonie in die Stadtgesellschaft, für den Austausch mit der Stadt Jena und dem Publikum und setzt verstärkt auf die intensive Zusammenarbeit mit verschiedenen lokalen Communities und Institutionen.

Coronabedingt unterbrochen, ist die Reihe 360° nun wieder im Spielplan vorgesehen. 360° bietet die Möglichkeit, am Probenprozess der Jenaer Philharmonie teilzuhaben. Das Besondere daran: „Die räumlichen Grenzen zwischen Orchester und Publikum sind aufgehoben, wenn es mitten unter den Musikern und um den Dirigenten herum Platz nimmt. Diese Nähe schafft eine besonders intensive Atmosphäre.“, so Simon Gaudenz

Die drei Chöre der Jenaer Philharmonie – der Philharmonische Chor, der Madrigalkreis und der Knabenchor – werden auch 2022.2023 wieder programmatisch eingebunden in Sinfoniekonzerten des Orchesters sowie mit eigenen Konzerten zu hören sein. So steht z. B. am 20. November das Chorsinfonische Konzert mit Johann Sebastian Bachs Suite Nr. 1 C-Dur BWV 1066 und Maurice Duruflés Requiem op. 9 mit Gesangssolisten, dem Philharmonischen Chor und der Jenaer Philharmonie auf dem Programm.
 


HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST „weil ich lebe“

7.–16. Oktober 2022 Dresden I Weißenfels I Zeitz I Bad Köstritz I Gera I Torgau
Festjahr SCHÜTZ22 open psalter Chöre

Im Herbst erwarten wir mit zahlreichen Konzerten und Aufführungen, Performances und Installationen, Ausstellungen, Führungen, Tagungen, Fortbildungs- und Vermittlungsprojekten ein fulminantes Crescendo und einen glanzvollen Abschluss für das Festjahr SCHÜTZ22 – „weil ich lebe“. Getragen von einem breiten Netzwerk unterschiedlicher Akteure und Kooperationspartner gestaltet sich das Jubiläum zu einem großen Erfolg mit breiter Ausstrahlung. Das Heinrich Schütz Musikfest vom 7. – 16. Oktober an den authentischen Schütz-Orten Mitteldeutschlands wie die verschiedenen Themenfestivals „Vom Leben – Über Leben“ bilden dabei den glanzvollen Höhepunkt des Festjahres.

Die Mitteldeutsche Barockmusik in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e.V. (MBM) als Veranstalterin des HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFESTS und als Netzwerk für Alte Musik in Mitteldeutschland hat in langjähriger Vorbereitung mehrere Festivalhöhepunkte konzipiert, die das Fundament der Ehrungen des Sagittarius im Jubiläumsjahr 2022 bilden. Dabei gilt es, den Jahrhundertkomponisten umfassend und zeitgemäß zu würdigen. Diese Wertschätzung enthält eine bewahrende Komponente, zugleich aber auch eine Impulssetzung für die Gegenwart. So sind es verschiedene, konzeptionell jedoch stets aufeinander bezogene „Botschafterprojekte“, die als Themenstränge den Kern des Festprogramms bis zum November 2022 bilden:
Von Konzerten in historisch-informierter Aufführungspraxis über Vermittlungs- und Schulprojekte, Musiktheater, digitale Klangspaziergänge bis hin zu innovativen Klanginstallationen und dem partizipativen Projekt open_psalter, einem einzigartigen Klangprojekt für Chöre und Vokalensembles, ist (fast) alles dabei.
Es geht um tiefes Erleben im musikalischen Augenblick, langanhaltendes Erinnern, jugendliche Entdeckerfreude und Nachhaltigkeit. Das begeistert die Schütz-Enthusiasten ebenso wie es neue Besuchergruppen erobern wird.

Das Festprogramm steht unter dem Titel SCHÜTZ22 – „weil ich lebe“. Mit diesen Worten „weil ich lebe“ beschloss Heinrich Schütz 1619 die Widmung der „Psalmen Davids“ an seinen „gnedigsten ChurFürsten“ Johann Georg I. Sie können heute aus rückblickender Perspektive vielfältig gedeutet werden. In ihnen schwingt die Lebendigkeit des Augenblicks ebenso mit wie sie eine Lebensmaxime sein können. Zugleich umreißen diese Worte das Anliegen der zahlreichen Akteure des Festjahres: Die Musik eines Heinrich Schütz ist nach wie vor lebendig, sie hat noch immer etwas zu sagen. Dass uns in seinem Werk Allgemeingültiges begegnet, seine Musik zu Reflexion und Nachdenken anregen will, zeichnet ihn aus und macht seine Kunst geradezu überzeitlich. Das Festprogramm SCHÜTZ22 trägt seinen Teil dazu bei, dass diese Lebendigkeit noch um einiges wächst. – Auch das HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST 2022 mit einer besonderen Festausgabe steht unter dem Leitmotiv „weil ich lebe“.
Als artist in residence ist das weltweit gefeierte belgische Instrumental- und Vokalensemble Vox Luminis unter Leitung seines Gründers und Leiters Lionel Meunier eingeladen, dem Festival einen besonderen Akzent zu verleihen. Mit insgesamt fünf Konzerten an fünf Spielorten des Festivals präsentieren sie fünf verschiedene Konzertprogramme, die von intimen und kleinbesetzten geistlichen Motetten und Madrigalen bis hin zu großbesetzten, mehrchörigen Kompositionen des Sagittarius‘ ein breites Klangspektrum zu Gehör bringen. Diese Meisterwerke stellt Vox Luminis in den zeithistorischen Kontext zu Giovanni Gabrieli, Samuel Scheidt, Johann Hermann Schein oder Vertretern der Thüringer Bach-Dynastie, aber auch zum Schaffen der Schütz- Schüler-Generation. Neben den wichtigen Lebensstationen von Schütz wie Weißenfels, Zeitz und Dresden gastiert Vox Luminis mit dem Abschlusskonzert in Torgau, das 2022 erstmals Veranstaltungsort des Heinrich Schütz Musikfests ist.

Ihr Festivaldebüt geben die Cappella Mariana, die gemeinsam mit dem Ensemble Instrumenta Musica musizieren wird, und The Gonzaga Band, die in Torgau zu erleben sein werden. Das Ensemble LauschWerk hat Musik von Schütz und Brahms im Gepäck, Isabel Schicketanz und ihre Musikerkollegen gestalten ein intimes und feines Kammermusikprogramm, und Heidi Maria Taubert in Begleitung von Instrumenta Musica führt auf eine „Passacaglie d’amore“.
Der Dresdner Kammerchor eröffnet in Dresden mit seinem Festkonzert das Schütz-Semester der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden und ist mit seinem zweiten Konzert rund um die „Psalmen Davids“ gern wiedergesehener Gast in Weißenfels. Eine besondere Begegnung mit der Musik von Schütz, Schein und Scheid gestaltet das Ensemble SING & SIGN, dass hörende und hörgeschädigte Akteure in sich vereint.
AuditivVokal Dresden präsentiert in seinen beiden Konzerten neben Schütz‘ „Musikalischen Exequien“ die Uraufführungen von Werken, die im Mai dieses Jahres in der KompositionsWerkstatt im Rahmen des Barock.Musik.Fests Dresden initiiert wurden.
Ein Wiedersehen gibt es mit dem artist in residence 2020, dem Ensemble Akadêmia unter Leitung von Schütz- Preis-Trägerin Françoise Lasserre, die in einem exklusiven Konzert in der Schlosskapelle des Residenzschlosses Dresden ein neues musikalisch literarisches Programm präsentieren.
Mit gleich vier Terminen und ihrem Stück „Die Abenteuer des Simplicissimus“ gastieren das Ensemble all’improvviso, Tänzerin Mareike Greb und Schauspieler Thomas Streipert an vier Orten und bringen als Schulveranstaltung eine musikalische Geschichte nach wahren, erfundenen, lehrreichen und kurzweiligen Berichten des edlen Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen zur Aufführung.
Weitere Gäste der Festausgabe zum Jubiläumsjahr anlässlich des 350. Todestags des Komponisten sind u.a. der Thomanerchor Leipzig, die Ensembles La Rubina und La Centifolia, Andreas „Scotty“ Böttcher und Jan Katzschke, die Capella Sanctae Crucis Dresden, Ensembles des Heinrich-Schütz-Konservatoriums Dresden und die Johann-Walter-Kantorei Torgau.

Einen besonderen Höhepunkt sowohl im Festjahr SCHÜTZ22 – „weil ich lebe“ sowie im Programm des Heinrich Schütz Musikfests markiert die Inszenierung der Berliner Musiktheater-Kompanie Nico an the Navigators mit ihrem spannungsreichen Musiktheaterprojekt „Fleisch & Geist“. In dieser Produktion von Nico an the Navigators, Heinrich Schütz Musikfest | SCHÜTZ22, Kasseler Musiktagen, Staatstheater Kassel und Theater Altenburg-Gera zeichnet die Berliner Musiktheater-Kompanie ein Epochenbild mit Bezug zur Gegenwart – eine Mischung aus Performance, Tanz- und Musiktheater – und widmet sich dem frühbarocken Komponisten auf ganz eigene Weise (Künstlerische Leitung: Nicola Hümpel / Musikalische Leitung: Elfa Rún Kristinsdóttir / Bühne: Oliver Proske; Uraufführung 14./15 Oktober 2022, Theater Gera).

Über das Schütz-Festjahr hinweg ist an verschiedenen Orten nicht nur in Mitteldeutschland ein weiterer „Botschafter“ für SCHÜTZ22 zu erleben: Die Orchestronik-Klanginstallation „Kaleidoskop der Räume” in einem 3D Audio-Dome von Fabian Russ. Dieser innovative Klangkünstler verschmilzt moderne digitale Klangerzeugung mit Originalkompositionen von Heinrich Schütz. Der insgesamt vierteilige großangelegte Zyklus als Auftragswerk von Heinrich Schütz Musikfest und SCHÜTZ22, kehrt im Oktober 2022 in die Unterkirche der Frauenkirche Dresden zurück, wo es im Jahr 2019 mit seinem Part I zu erleben war. Die Installation kann dankenswerterweise erneut in Zusammenarbeit mit der Stiftung Frauenkirche Dresden realisiert werden.

Dieses üppige und vielstimmige Festprogramm ist nur möglich durch die beteiligten Künstlerinnen und Künstler, Partnerinstitutionen und Freunde des Musikfests in einem großen Verbund. Unerlässlich aber ist das Mittun der vielen Förderer und Unterstützer: Neben den drei mitteldeutschen Bundesländern und dem Bund (BKM), den beteiligten Kommunen und Landkreisen sind erneut die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Burgenlandkreis, die Ostsächsische Sparkasse, die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und die Sparkasse Gera-Greiz auch bei diesem ganz besonderen Jubiläum verlässliche Partner des Heinrich Schütz Musikfests. Zusammen mit der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Lotto-Toto Sachsen-Anhalt, der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, der Kulturstiftung Thüringen, der Nord/LB Kulturstiftung und weiteren Förderern und Unterstützern ermöglichen sie es, dass das Musikfest wie das Festjahr SCHÜTZ22 – „weil ich lebe” in dieser einzigartigen Größe und Vielfalt realisiert werden kann.

Weitere Informationen und Programm unter: www.schuetz-musikfest.de