Klassik / Alte Musik

Konzerte der 61. Weimarer Meisterkurse

Fr 30. Juli, 17 Uhr | 18:30 Uhr | 20 Uhr | Schießhaus Weimar
Meisterschüler im Konzert
Violine & Kammermusik | Flöte | Horn | Klavier - Teilnehmer*innen der Kurse Lukas Hagen, Wally Hase, Frøydis Ree Wekre und Ragna Schirmer
Das Ticket ist für alle 3 Konzerte gültig.

Sa 31. Juli, 15 Uhr | Fürstengarten
Hornblasen der Weimarer Meisterkurse
Teilnehmer*innen des Kurses Frøydis Ree Wekre - Eintritt frei

Sa 31. Juli, 16 Uhr | Forum Seebach
Meisterschüler im Konzert
Violine - Teilnehmer*innen des Kurses Midori

Sa 31. Juli, 19:30 Uhr | Weimarhalle
Die Besten zum Schluss - Abschlusskonzert der 61. Weimarer Meisterkurse 2021
Teilnehmer*innen der Meisterkurse, Jenaer Philharmonie, Markus L. Frank - Leitung


Blick in die neue Spielzeit der Jenaer Philharmonie

Jenaer Philharmonie

„Zusammen ist man weniger allein“ – unter diesem Motto steht die Spielzeit 2021.2022 der Jenaer Philharmonie, die am 17. September mit dem Freitagskonzert № 1 unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Simon Gaudenz eröffnet wird. „Mit diesem Konzert, das einen Shakespeare-Bogen schlägt von Salieris „Falstaff“-Ouvertüre über Schostakowitschs „Hamlet“-Suite zu Mendelssohns „Sommernachtstraum“ mit Dominique Horwitz als Sprecher, wollen wir zeigen, dass wir wieder im Leben ankommen wollen und das Beschwerte hinter uns lassen. Ein Fest feiern.“, erklärt Simon Gaudenz.

Als ARTIST IN RESIDENCE begrüßt die Jenaer Philharmonie in der neuen Spielzeit den weltweit gefeierten Bariton Benjamin Appl, der bereits vor zwei Jahren mit einem bewegenden Schubert-Konzert im Volkshaus zu Gast war. In dieser Saison ist der Sänger in fünf Konzerten in ganz unterschiedlichen Konstellationen und mit verschiedenstem Repertoire zu erleben. So z. B. mit selten zu hörenden Werken aus dem 18. Jahrhundert im Freitagskonzert № 2 am 22. Oktober unter der musikalischen Leitung von Reinhard Goebel, dem herausragenden deutschen Spezialisten für die Musik des 17., 18. und frühen 19. Jahrhunderts; mit beliebten Operetten- und Musicalmelodien zum Jahreswechsel, mit Orchesterliedern von Hugo Wolf, englischen, kammermusikalisch instrumentierten Liedern des 20. Jahrhunderts und Schuberts berühmtem Liederzyklus „Winterreise“.

Der vielbeachtete Mahler-Scartazzini-Zyklus soll in der neuen Saison mit der Uraufführung zweier weiterer Werke von COMPOSER IN RESIDENCE Andrea Lorenzo Scartazzini und Gustav Mahlers 4. und 5. Sinfonie fortgesetzt werden.

Freuen kann sich das Publikum auch auf die beliebten Formate DER KLANG VON JENA mit abwechslungsreichen Vormittagsprogrammen für die ganze Familie und themenbezogenen Nachmittagskonzerten sowie die Black Box im Kassablanca, die von Musiker*innen der Jenaer Philharmonie kuratiert wird, auf vielfältige Kammer- und Familienkonzerte.

In der Aufarbeitung und Auseinandersetzung der Jenaer Stadtgesellschaft mit dem NSU-Komplex in kulturellen, zivilgesellschaftlichen und wissenschaftlichen Veranstaltungen findet am 28. Oktober und 7. November mit der Aufführung von MANİFEST(O) – Ein polytopisches Oratorium von Marc Sinan ein spannendes Projekt im Rahmen des bundesweiten Theaterprojekts zum NSU-Komplex „Kein Schlussstrich!“ statt. MANİFEST(O) vereint sieben, an Schlüsselorten der Taten des NSU aufgeführte Einzelperformances in einem abendfüllenden Werk. Sicht- und hörbar werden dabei Teile der in sieben verschiedenen Städten gleichzeitig stattfindenden Performances ins Volkshaus Jena übertragen und mischen sich hier präzise koordiniert in das abendfüllende Oratorium, bei dem die Jenaer Philharmonie mit Orchester, zwei Chören sowie Solist*innen das musikalische Zentrum bildet. 

Seit mehr als einem Jahr leidet das Chorleben besonders stark unter den notwendigen Einschränkungen durch Corona. Die drei Chöre der Jenaer Philharmonie – der Philharmonische Chor, der Madrigalkreis und der Knabenchor – konnten in der aktuellen Spielzeit die meiste Zeit nur online proben, wobei die Sänger*innen unter der Klavierbegleitung von Chordirektorin Berit Walther jede*r nur für sich alleine zuhause singen konnte. Seit ein paar Wochen sind Chorproben nun wieder möglich. „Man kann sich kaum vorstellen, wie sehr die Sänger*innen das gemeinsame Musizieren vermisst haben. Das Gefühl für das Besondere unserer gemeinsamen Arbeit ist in dieser Zeit stark gewachsen.“, sagt Berit Walther. In der kommenden Spielzeit werden die Chöre programmatisch auch wieder in Sinfoniekonzerten des Orchesters zu hören sein. Weitere Projekte sind u. a. das Konzert des Philharmonischen Chores am 1. Oktober mit Martín Palmeris Misa a Buenos Aires (Misatango) oder das Chorkonzert „Da Pacem“ mit Karl Jenkins‘ „The Armed Man. A Mass for Peace“.

Foto: Christoph Worsch

 


Kultursommer im Vogtland

Vogtland Philharmonie Open Air
Burg Classics Hohenleuben

Nach der sommerlichen Urlaubspause soll es bei der Vogtland Philharmonie wieder heiß hergehen, denn es stehen einige große Open-Airs auf dem Programm. Zwar startet das Orchester schon am 15. August mit einem kleineren Konzert rund um Johann Sebastian Bach an den Schleizer Schlosstürmen – Infos gibt es über Schloß Burgk: 03663 400119 – doch am 20. August geht es dann auf der Seestern-Panorama-Arena am Bio-Seehotel in Zeulenroda (Tickets hier; Tel.: 036628-980) mit „Philharmonic Rock“ und einer Symbiose aus Rockmusik und Orchestersound nebst Gesangssolisten richtig los.

Gediegener aber nicht weniger glamourös soll es am Sonntag, 22. August, um 19.30 Uhr zur Klassiknacht anlässlich des 10. Jubiläums der Greizer Vogtlandhalle werden (Tickets hier; Tel.: 03662-62880). Diese steht zwar als Schlechtoption bereit, doch die Werke wie das Hornkonzert Nr. 1 Es-Dur von Richard Strauß sowie Ausschnitte aus Carl Maria von Webers „Der Freischütz“, Edvard Griegs „Peer Gynt“, Charles Gounods „Romeo und Julia“ oder Wolfgang Amadeus Mozarts „Die Zauberflöte“ sollen auf der extra errichteten Bühne im Goethepark hinter dem Veranstaltungshaus erklingen. Zu Gast sind die bekannte Sopranistin Judith Spießer sowie der Solohornist der Sächsischen Staatskapelle Dresden, Zoltán Mácsai.

Am Freitag darauf, 27. August, wird ab 19.30 Uhr die Burgruine Reichenfels in Hohenleuben wieder in einen Freiluftkonzertsaal verwandelt. Laura Jacobi, Lewin Blümel, Voc A Bella und Keven Weinmann bringen zusammen mit dem Orchester eine bunte Mischung aus Klassik, Film, Rock & Pop auf die mittelalterliche Burganlage (www.ticketshop--thueringen.de).

Mit einem Kammerkonzert des Konzertmeisterquartetts der Vogtland Philharmonie endet der August am Sonntag den 29. mit Werken von Dvořák, Puccini, Piazzolla, Villa-Lobos u.a. im Plauener Komturhof (Tickets in der Tourist-Info; Tel.: 03741 2911027). Doch auch danach geht es noch vielfältig weiter, wie ein Blick auf www.v-ph.de verrät.

Foto: Burg Classics Hohenleuben (Foto Marcus Daßler)


GÜLDENER HERBST – Festival Alter Musik Thüringen 2021

„Musik.Ambition“ 30. September bis 3. Oktober in Meiningen und Weimar / Vorverkauf für Festivalhöhepunkte gestartet!
Güldener Herbst 2021

Im Oktober war der GÜLDENE HERBST eines der letzten Festivals, das vor dem Corona-Kultur-Lockdown noch stattfinden konnte. Nun blickt das Thüringer Festival für Alte Musik bereits zuversichtlich ins nächste Jahr und startet ab sofort mit dem Vorverkauf ausgewählter Konzerthöhepunkte.

Nach Gotha geht es vom 30. September bis 3. Oktober 2021 nach Meiningen, u.a. mit Dorothee Mields, La Venexiana und der lautten compagney BERLIN.  Musikgeschichtlich ist Meiningen ein reicher Ort, bereits im späten 17. Jahrhundert begann eine rege Musizierpraxis durch die Meininger Hofkapelle unter Johann Ludwig Bach. Der kleine Hof blieb ambitioniert und so lenkt das diesjährige Festivalmotto „Musik.Ambition“ den Blick auf die vielfältigen Bemühungen der Meininger Residenz, sich in der kulturellen Konkurrenz mit anderen Höfen behaupten zu können. Ausdruck dessen ist zum einen die herzogliche Schatzkammer mit der Anton-Ulrich-Sammlung, die zahlreiche Schätze aus der Musikzierpraxis des Wiener Kaiserhofes um 1720/30 beherbergt. Zum anderen sind es Kontakte und Austausch mit berühmten Musikern. So wird der GÜLDENE HERBST 2021 mit Johannes Brahms und Max Reger durch die „Brille des 19. Jahrhunderts“ auf die Barockmusik des Meininger Archivs schauen.  

Für fünf ausgewählte Konzerte läuft der Vorverkauf über Reservix. Rabattierte Festivalpässe können direkt über den Veranstalter unter kontakt@amt-ev.de oder 03643/493630 reserviert werden.

30.09.2021
Prologkonzert Weimar

19:30 Uhr Herderkirche Weimar
Brahms – Reger – Bach: Umgang mit einem praeceptor germaniae 
Johann-Sebastian-Bach-Ensemble, Ensemble Hofmusik Weimar
Johannes Kleinjung, Leitung

Festival in Meiningen
01.10.2021
Eröffnungskonzert

19.30 Uhr Schlosskirche Meiningen
Kantaten aus der Anton-Ulrich-Sammlung des Max-Reger-Archivs Meiningen
La Venexiana
 
02.10.2021
Abendkonzert

19.30 Uhr Stadtkirche Meiningen
Michael Praetorius im Spannungsfeld zwischen Thüringen und Venedig
Kammerchor der Meininger Kantorei / Capella Jenensis
Sebastian Fuhrmann, Leitung

03.10.2021 
Matinee

11.15 Uhr Schloss Elisabethenburg, Schlosskirche
Händel 2.0 – Johannes Brahms' Rezeption barocker Musik
Dorothee Mields, Sopran | Grace Durham, Mezzosopran | Walewein Witten, Cembalo und Flügel | Dr. Maren Goltz

Abschlusskonzert
16.00 Uhr Stadtkirche Meiningen

Wege von Praetorius zur Meininger Hofkapelle
lautten compagney Berlin, Capella Angelica, Wolfgang Katschner, Leitung

Das Foto zeigt die lautten compagney Berlin (Foto: Ida Zenna)