Klassik / Alte Musik

10. Musikfest UNERHÖRTES MITTELDEUTSCHLAND

25. Juni bis 4. Juli 2021 / Kartenvorverkauf ist gestartet

Vom 25. Juni bis 4. Juli 2021 findet das 10. Musikfest UNERHÖRTES MITTELDEUTSCHLAND unter Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Dr. Reiner Haseloff statt. Der Verein Straße der Musik e. V. lädt zu 14 Konzerten an zwölf Orten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ein, um das musikkulturelle Erbe der Region sang- und klangvoll aufleben zu lassen. An musikgeschichtlich bedeutsamen Orten im Herzen Deutschlands werden unerhörte Schätze der hiesigen Klanglandschaften geborgen. Erklingen sollen Werke von unbekannten oder zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Komponist*innen aus der Region, darunter ebenso historische Persönlichkeiten wie Zeitgenoss*innen.

Höhepunkte 2021

Eröffnet wird das 10. Musikfest UNERHÖRTES MITTELDEUTSCHLAND am 25. Juni durch den Stadtsingechor zu Halle mit dem Jubiläumskonzert im halleschen Dom. Ferner gastieren in der Saalestadt die vielfach ausgezeichnete Nachwuchspianistin Charlotte Steppes am 1. Juli in den Franckeschen Stiftungen sowie der »Ausnahmegitarrist« (Gitarre aktuell) Maximilian Mangold am 3. Juli im Händel-Haus. Einen besonderen Ausflug verspricht am 27. Juni ein Konzert der Violinistin Kathrin Ambrosius und des Pianisten Dietmar Nawroth im Leipziger GRASSI Museum für Musikinstrumente mit anschließender Führung durch die Sammlung. Am 4. Juli klingt das Jubiläumsfest im Zeitzer Dom St. Peter und Paul beim Abschlusskonzert mit dem Ensemble für Alte Musik Camerata Bachiensis feierlich aus.

Betont nachwuchsorientiert

Das Musikfest UNERHÖRTES MITTELDEUTSCHLAND präsentiert sich 2021 betont jung: Am 26. Juni ist das unerhörte Trio Tirza Härer (Gesang), Sofia Beno (Violine) und Julia Nagel (Posaune) in der Mösthinsdorfer Kirche St. Georg zu erleben und am 4. Juli bespielen mit den Harfenistinnen Esperanza Ehrle und Babett Niclas zwei Leipziger Absolvent*innen den ehemaligen Kuhstall des Gutes Ermlitz. Auch bei den beiden größten Konzerten am 2. Juli in Bad Frankenhausen und am 4. Juli in Bad Sulza mischt Nachwuchs mit: Zwei Posaunenchöre, ein Blechbläserquartett der Weimarer Musikhochschule und das Junge Mitteldeutsche Vokalensemble musizieren unter der Gesamtleitung von Hans Jacob an der Trompete.

Erstmalig, einmalig

Von vier neuen Stationen auf der »Straße der Musik« werden am 26. Juni zwei erstmals im Rahmen des Musikfestes UNERHÖRTES MITTELDEUTSCHLAND bespielt: Das Philharmonische Kammerorchester Wernigerode belebt das Konzerthaus Liebfrauen in Wernigerode und das Trio Adorno mit Christoph Callies (Violine), Samuel Selle (Violoncello) und Lion Hinnrichs (Klavier) den Bad Lauchstädter Kursaal. Ein bisher einmaliges Erlebnis bietet auch ein Konzert in der Klosterkirche der Landesschule Pforta in Naumburg am 1. Juli, bei dem Komponist*innen zu Gehör gebracht werden, die auf verschiedene Weise mit dem Internat verbunden waren.

Corona-Maßnahmen

Nachdem das Jubiläum 2020 coronabedingt abgesagt und auf dieses Jahr verschoben wurde, reagiert der Verein nun gezielt auf die veränderte Situation: Um die Hygienevorschriften einzuhalten, treten überwiegend kammermusikalische Kleinstbesetzungen auf. Ferner kommen vor allem junge und freischaffende Ensembles und Musiker*innen zum Einsatz, die durch Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wirtschaftlich besonders stark getroffen wurden. Alle Planungen werden den jeweils geltenden Verordnungen nach Möglichkeit angepasst. Alternativen wie Konzerte mit Minimalbesetzung und Livestream-Angebote sind bereits in Vorbereitung. Der »Tag der Haus- und Hofmusik« wird in diesem Jahr ersatzlos gestrichen.

Hauptförderer

Land Sachsen-Anhalt »Im Takt der Zeit«, die Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt, Saalesparkasse, Verein MBM – Mitteldeutsche Barockmusik e. V., Stadt Halle (Saale)


Konzerte auf YouTube: Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar

Tehila Nini Goldstein und Jascha Nemtsov interpretieren vier Lieder des verfolgten jüdischen Musikers Hans Heller / Und groovige Songs des Hochschul-Chores
Jascha Nemtzow Konzert Hochschule für Musik Weimar

Passend zum Festjahr „1700 Jahre jüdischen Leben in Deutschland“ gibt es eine neue Veröffentlichung auf dem international erfolgreichen YouTube-Kanal der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Aktuell hochgeladen wurden „Vom kleinen Alltag – 4 Lieder op. 8“ des von den Nationalsozialisten verfolgten jüdischen Musikers Hans Heller. Die Sängerin Tehila Nini Goldstein und der Pianist und Weimarer Professor Dr. Jascha Nemtsov führten den 1930 entstandenen Liederzyklus nach Texten von Anton Wildgans im Rahmen eines Gesprächskonzerts am 13. November 2020 im Festsaal Fürstenhaus der Weimarer Musikhochschule auf.

Als weiterer Auszug aus dem Gesprächskonzert, das professionell vom Ton- und Videostudio der Hochschule mitgeschnitten wurde, wird am Dienstag, 23. Februar Hans Hellers Klaviersonate Nr. 3 in der Interpretation Jascha Nemtsovs auf dem YouTube-Kanal erscheinen. Weitere Werke des Konzerts der Musiker Gustav Lewin und Joachim Stutschewsky sollen noch folgen. Das Gesprächskonzert fand im Rahmen der Tagung „Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen. Eine Spurensuche II“ des Instituts für Musikwissenschaft Weimar-Jena statt.

Hans Heller (1898-1969) stammt aus Greiz. Sein Nachlass wird erst seit etwa zwei Jahren ausgewertet. Sein bedeutendes Werk wurde durch die Verfolgung in der NS-Zeit aus der Musikgeschichte vollständig eliminiert. Heller, der politisch sehr wach war und sich über die Absichten der Nationalsozialisten keine Illusionen machte, war 1933 nach Frankreich geflohen. Nach der Besetzung Frankreichs wurde er zunächst in ein Internierungslager gebracht und musste später schwere Zwangsarbeit in der sogenannten „Organisation Todt“ leisten. Einen Tag vor der geplanten Deportation nach Auschwitz wurde er von einer SS-Angestellten gewarnt und konnte fliehen. Heller überlebte dann in einem Versteck der Résistance.

Der Pianist und Musikwissenschaftler Jascha Nemtsov wurde 1963 in Magadan (Russland) geboren und absolvierte das St. Petersburger Staatliche Konservatorium. Er lebt seit 1992 in Deutschland. Nemtsov wurde 2013 als Professor für die Geschichte der jüdischen Musik an die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar berufen. Darüber hinaus ist er Akademischer Direktor der Kantorenausbildung des Abraham Geiger Kollegs Potsdam und Mitglied des Instituts für Jüdische Theologie der Universität Potsdam. Als Pianist konzertiert er weltweit solistisch und gemeinsam mit Kammermusikpartner*innen wie David Geringas, Tabea Zimmermann oder Kolja Blacher. Er nahm bislang rund 40 CDs auf, darunter zahlreiche Ersteinspielungen von Werken jüdischer Komponisten.

Die israelische Sängerin Tehila Nini Goldstein und Jascha Nemtsov arbeiten seit nunmehr zehn Jahren zusammen. Ihr erstes gemeinsames Projekt war die Wiederentdeckung des herausragenden deutsch-jüdischen Komponisten Jakob Schönberg mit der Doppel-CD „Another Schönberg“, die international viel Beachtung fand. Das Duo verbindet unter anderem sein Interesse an der jüdischen Musik des 20. Jahrhunderts. So hat es mehrere Konzertprogramme mit Werken jüdischer Komponisten wie Mieczyslaw Weinberg, Mosche Milner oder Joseph Achron gestaltet. Sein bislang wichtigstes Projekt war die weltweit erste Einspielung des gesamten Zyklus „Coplas Sefardies“ von Alberto Hemsi auf drei CDs (2020).

Das Foto zeigt Jascha Nemtsov (Foto: Igor Ryabov)

Link zu den vier Liedern:  https://youtu.be/Xi9LrsTfpHE

Prof. Juan Garcia, der Leiter des Hochschulchors der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, schuf gemeinsam mit seinen Studierenden drei Videoproduktionen für den YouTube-Kanal der HfM, zu finden unter www.youtube.com/hfmfranzlisztweimar Rund 400 leidenschaftliche Arbeitsstunden steckte Prof. Juan Garcia in sein Projekt, und das Ergebnis kann sich wahrlich sehen und hören lassen. Direkt-Links zu den Videos:

Ophelia Ariadnes „Home“: https://youtu.be/8EFouesNn_4

Jonas Brehms „My Hands Are Tied“: https://youtu.be/nFy0JcRNT2w

Nils Bereks „Choose“: https://youtu.be/vEm72j5uVtk


Nabucco - Klassik Open Air an der Göltzschtalbrücke

Freitag, 23. Juli 2021, 20 Uhr
Nabucco Open Air 2021

Man muss NABUCCO mit dem weltberühmten Gefangenenchor wenigstens einmal unter freiem Himmel und in einer grandiosen Inszenierung erlebt haben. Der gewaltige Chor der Gefangenen wird erklingen mit einem Aufgebot an klangstarken und facettenreich singenden Solisten. Open Air-Produktionen bedeuten für jedes Opernensemble eine besondere künstlerische Herausforderung. Hier gilt es Aufführung und Ambiente der Spielstätte zu einem unvergesslichen Opernspektakel zu vereinen. Sänger, Orchester, Regie und Technik müssen sich bei jeder Spielstätte neu auf die atmosphärischen und akustischen Gegebenheiten einstellen. Dies ist der Oper bei den bisherigen Sommer-Open-Air-Aufführungen mit über 2 Millionen Zuschauern hervorragend gelungen.

Diese prachtvolle Oper mit dem dramatischen Spiel um Liebe und Macht begeisterte bisher Hunderttausende von Zuschauern. Der Besucher wird von Beginn an durch die wunderschönen Stimmen, die Handlung, die prächtigen Kostüme und das eindrucksvolle Bühnenbild in den Bann gezogen. Es erwartet den Klassik-Besucher mit Giuseppe Verdis Nabucco eine der größten Opern der Musikgeschichte und zugleich ein wunderbares Open Air-Spektakel.

https://www.paulis.de/suche.html?Search=Netzschkau&x=0&y=0


Bach-Festival-Arnstadt im Sommer

Bach Festival Arnstadt Sommer 2021

Das 16. Bach-Festival-Arnstadt, welches im Zeitraum vom 18.03. – 21.03.2021 stattfinden sollte, wird wegen der anhaltenden Corona-Pandemie in den Sommer  2021 verschoben, teilt Frank Spilling, Bürgermeister der Stadt Arnstadt, mit.

„Es ist uns gelungen, unsere Festivalhighlights zu verlegen. Wir planen das Bach-Festival-Arnstadt gemeinsam mit den Internationalen Arnstädter Orgeltagen in der Zeit vom 28.07. - 01.08.2021 aufzuführen. Beginnend mit dem 271. Todestag von Johann Sebastian Bach. Die Sommertermine bieten insofern sogar mehr Möglichkeiten bei der Auswahl der Veranstaltungsstätten, verrät die Festivalmanagerin, Alexandra Lehmann.

Bereits gekaufte oder getauschte Tickets behalten keine Gültigkeit. Ticket-Stornoanträge können schriftlich (unter Angabe der Bankverbindung) beim Veranstalter eingereicht werden.
Kulturbetrieb der Stadt Arnstadt | An der Liebfrauenkirche 2 | 99310 Arnstadt

Es kann, aufgrund des hohen Aufkommens an Stornoanträgen, zu kurzen Wartezeiten bei der Rückerstattung kommen. Wir hoffen auf Verständnis und bedanken uns im Voraus für das entgegengebrachte Vertrauen. Nähere Informationen und weitere Entwicklungen können auf der Internetseite: www.bach-festival.de nachgelesen werden.

Der offizielle Vorverkauf für die Sommerkonzerte des Bach-Festival-Arnstadt beginnt am 02.03.2021.

Blechbläserensemble Ludwig Güttler:
Verschoben auf den 28.07.2021
18.00 Uhr & 20.30 Uhr | Johann-Sebastian-Bach-Kirche Arnstadt

Ann-Helena Schlüter:
Verschoben auf den 29.07.2021
19.30 Uhr | Traukirche Johann Sebastian Bach Dornheim

Capella de la Torre:
Verschoben auf den 30.07.2021
19.30 Uhr | Oberkirche Arnstadt

Felix Reuter
Verschoben auf den 31.07.2021
10.30 Uhr | Liebfrauenkirche Arnstadt

Thüringer Bach Collegium:
Verschoben auf den 31.07.2021
19.30 Uhr | Johann-Sebastian-Bach-Kirche Arnstadt


Zwickau: Internationaler Schumann-Wettbewerb soll vom 3. bis 13. Juni 2021 stattfinden

Die erste Auswahlrunde ist „digital“ geplant

Seit 1956 treten regelmäßig junge Musikerinnen und Musiker beim Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb an. 1956, dem Jahr des 100. Todestages des Komponisten, wurde der Wettbewerb erstmals in Berlin ausgetragen. 1963 siedelte er nach Zwickau um und findet seither in der Geburtsstadt Schumanns statt. Im vergangenen Jahr konnte der 18. Internationale Robert-Schumann-Wettbewerb pandemiebedingt nicht zum geplanten Zeitpunkt stattfinden. Als Nachholtermin ist nun der 3. bis 13. Juni 2021 geplant. Dabei behalten die für 2020 bestätigten Anmeldungen ihre Gültigkeit. Bis Ende September des vergangenen Jahres hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Anmeldung auch für das Jahr 2021 zu bestätigen. Nach der Rückmeldung sind jetzt insgesamt 203 junge Musiker und Musikerinnen zum Wettbewerb zugelassen, 94 im Fach Gesang und 109 im Fach Klavier. Ein erneutes Ausschreiben des Wettbewerbes entfällt somit.

Erste Auswahlrunde digital

Aufgrund der hohen Anmeldezahlen und dem internationalen Teilnehmerfeld muss zur Gewährleistung von Kontaktreduzierungen, Abstandsregelungen und weiterer Hygienemaßnahmen der Ablauf angepasst werden. Gerade das Robert Schumann Konservatorium, das sowohl Austragungsort für die Wertungsrunden als auch Zentrum der Proberäume ist, würde es ein zu hohes Personenaufkommen geben. Somit kann die erste Auswahl-Runde nur in digitaler Form erfolgen. Nach derzeitigem Planungsstand sind die Teilnehmer aufgerufen, im Zeitraum vom 15. März bis 19. April ein Video mit ihrem Wettbewerbsvortrag für die erste Runde in eine dafür eingerichtete und freigeschaltete Cloud hochzuladen. Das Video darf nicht älter als 18 Monate sein, die vorgetragenen Stücke müssen dem Repertoire des Wettbewerbs entsprechen und dürfen bei einer Qualifikation für die nächste Runde nicht noch einmal vorgetragen werden. Hände und Gesicht müssen die ganze Zeit voll sichtbar sein. Außerdem muss das Video an einem Stück immer aus der gleichen Perspektive gefilmt sein und darf keine Schnitte enthalten. Wie zum regulären Wettbewerb auch, sind alle Werke auswendig vorzutragen. Um die Beiträge auch miteinander vergleichen zu können, erhalten die Teilnehmer zudem technische Instruktionen, die die Videos qualitativ erfüllen sollten. Nach Ablauf der Frist startet für die international besetzte Jury ein einwöchiger Bewertungszeitraum. Die Ergebnisse werden dann an Dr. Thomas Synofzik, den Leiter des Wettbewerbs, übermittelt. Am 3. Mai sollen alle Teilnehmer über die Ergebnisse der ersten Runde in Kenntnis gesetzt werden. Damit stehen auch all diejenigen fest, die ab 3. Juni zur 2. Runde in Zwickau antreten.

Anmeldung zur Vor-Ort-Runde online – Einschränkungen für das Publikum

Denkt man an vergangene Wettbewerbe, hat man oft die vielen jungen Menschen vor Augen, die vor dem Wettbewerbsbüro im Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“ Schlange stehen, um sich für den Wettbewerb einzuschreiben, ihre Unterlagen zu erhalten und unter Umständen den Schlüssel ihrer Wohnung in Empfang zu nehmen. Auch das wird es in dieser Form in diesem Jahr nicht geben. Die Einschreibung findet online vom 23. bis 25. Mai statt. Sollten einige Kandidaten, die die 2. Runde erreicht haben, sich bis dahin nicht anmelden oder zurücktreten, werden nach Ablauf der Frist die freien Plätze mit Nachrückern aufgefüllt.

Am 28. Mai 2021 um 16 Uhr erfolgt dann die Bekanntgabe der Probe- und Wertungszeiten mit Auftrittsorten. Ab 2. Juni stehen den Teilnehmer dann die Räume im Konservatorium zur Verfügung.

Nach derzeitigem Planungs- und Kenntnisstand wird die Zulassung von Publikum nur in den Wertungsrunden möglich sein, die im Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“ stattfinden. Die Platzverhältnisse im Robert Schumann Konservatorium lassen leider kein Publikum unter Coronabedingungen zu. Hier ist aber ein Livestream geplant, der die Wertungsrunden überträgt. Nähere Informationen dazu werden später bekanntgegeben. Auch auf das übliche große Eröffnungskonzert muss in diesem Jahr verzichtet werden. Die Vorverkaufsinformationen für die Auswahl- und Finalrunden sowie das Preisträgerkonzert werden zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht.

Ein besonderes Dankeschön gilt der Sparkasse Zwickau, dem Kulturraum Vogtland-Zwickau sowie der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen! Auch 2021 sind sie wichtige Partner des Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerbs, ohne deren finanzielle Unterstützung dieses große Projekt kaum leistbar wäre.

Sollten die behördlichen Bestimmungen und die Pandemielage sich zum Zeitpunkt des Wettbewerbs verändert haben bzw. eine Durchführung deutlich erschweren oder sogar unmöglich machen, kann es dennoch zu einer Absage des Wettbewerbs kommen.


Internationaler Instrumentalwettbewerb Markneukirchen auf 2023 verschoben

Angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie und der mit ihr verbundenen Einschränkungen für internationales Reisen, die Durchführung von Veranstaltungen und Begegnungen von Menschen, haben die Mitglieder des Vereins Internationaler Instrumentalwettbewerb Markneukirchen am Abend des 11. Februar 2021 darüber beraten, ob an der Durchführung des für Mai geplanten Wettbewerbs in den Fächern Violine und Kontrabass festgehalten werden kann. Im Ergebnis des langen und zahlreiche Varianten bedenkenden Entscheidungsprozesses steht nun zum großen Bedauern aller Beteiligten die Verschiebung des Wettbewerbes auf das Jahr 2023.

Der Entscheidung vorausgegangen war u.a. die Abschätzung, dass es wohl auch im Mai noch erhebliche Einschränkungen für internationales Reisen geben könnte, die unweigerlich zum Ausschluss einer Mehrzahl der Juroren und Teilnehmer und damit zum Scheitern der Veranstaltung führen würden. Insbesondere die Hoffnungen der 191 angemeldeten Kandidaten aus 41 Ländern auf eine Wettbewerbsdurchführung gehen damit zwar nicht in Erfüllung. Die geprüften digitalen Wettbewerbsformen als Alternative zur Präsenzveranstaltung konnten aber letztlich die Erwartungen an ein gleichbleibend hohes Niveau des Wettbewerbes, an gleiche Bedingungen für alle Teilnehmer, an eine faire und objektive Bewertung und an eine Verbindung zum regionalen Musikinstrumentenbau und Sponsoren nicht erfüllen.

Bereits jetzt richtet sich eine herzliche Einladung an junge Musikerinnen und Musiker aus aller Welt zu den beiden kommenden Wettbewerben:

5.-14. Mai 2022: Horn – Tuba

4.-13. Mai 2023: Violine - Kontrabass


8. Int. Chursächsische Meisterkurse in Bad Elster erst 2022

Bad Elster/CVG. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen für den internationalen Reiseverkehr, den Aufenthalt und die Veranstaltungsdurchführung hat sich die Chursächsische Veranstaltungsgesellschaft (CVG) in Abstimmung mit den beteiligten Professoren nach intensiver Abwägung dazu entschieden, die vom 1. – 7. März 2021 geplanten, 8. Internationalen Chursächsischen Meisterkurse auf das Jahr 2022 zu verschieben. Insgesamt hatten sich für die diesjährigen Meisterkurse 79 Teilnehmer*innen aus 9 Nationen um einen der begehrten Meisterkursplätze für Violine, Viola, Violoncello und Kammermusik in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster beworben. „Wir haben bis zuletzt alle Optionen einer möglichen, angepassten Durchführung diskutiert und geprüft“ erklärt CVG-Intendant GMD Florian Merz und ergänzt: „Aber die Kurse sind unter den jetzigen Umständen und unter Wahrung gebotener Sicherheitsvorkehrungen derzeit leider nicht umsetzbar. Umso bedauerlicher ist es nun, die zahlreichen Interessent*innen auf das nächste Jahr vertrösten zu müssen.“ 

Seit dem Jahr 2014 werden in Bad Elster jährlich Chursächsische Meisterkurse mit dem Ziel durchgeführt, den nationalen und internationalen Profimusikernachwuchs im Herzen Europas zu fördern. Die künstlerische Leitung obliegt dabei dem Weltklassecellisten Prof. Peter Bruns (Leipzig) und dem Intendanten des König Albert Theater Bad Elster, GMD Florian Merz (Bad Elster/Düsseldorf). Die 8. Internationalen Chursächsischen Meisterkurse finden somit im kommenden Jahr vom 21. bis zum 27. Februar 2022 mit dem ehemaligen Violinisten des weltberühmten »Artemis Quartett«, Prof. Heime Müller (Violine & Kammermusik/Musikhochschule Lübeck), mit Prof. Pauline Sachse (Viola/Musikhochschule Lübeck) sowie natürlich mit Prof. Peter Bruns (Violoncello/Hochschule für Musik und Theater Leipzig) statt. Die Meisterkurse in Bad Elster werden vom Kulturraum Vogtland-Zwickau gefördert.  Anmeldungen & Infos: www.chursaechsische.de


Neu auf dem YouTube-Kanal: Konzertexamen

Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar: Bratschist Wolf Attula mit Werken von Telemann bis Schostakowitsch
Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar: Bratschist Wolf Attula mit Werken von Telemann bis Schostakowitsch

Ein Jahrzehnt lang lebte und studierte er in Weimar: Seit mehr als vier Jahren ist Wolf Attula nun stellvertretender Solobratscher im Opern- und Museumsorchester Frankfurt am Main. Für sein Konzertexamen als höchstem künstlerischen Abschluss der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar kehrte der 30-Jährige Anfang November 2020 noch einmal an seine Alma Mater zurück. Als wichtigen Prüfungsteil gestaltete der Absolvent der Klasse Prof. Erich Wolfgang Krüger und Prof. Ditte Leser am 2. November einen Sonaten-Abend mit Werken von Georg Philipp Telemann, Garth Knox, Rebecca Clarke und Dmitri Schostakowitsch im Festsaal Fürstenhaus, begleitet von Ludmilla Kogan am Klavier.

Dieses Konzertexamen wurde vom Tonstudio der Weimarer Musikhochschule professionell mit mehreren Kameras mitgeschnitten – und jetzt auf den international erfolgreichen YouTube-Kanal der Hochschule hochgeladen. „Wenn ich zurückkomme, lacht mich jeder Pflasterstein an, heißt mich willkommen zurück, und ich atme Nostalgie in vollen Zügen“, erklärt Wolf Attula. „Weimar und dem Studium dort verdanke ich unbeschreiblich viel, vor allem meinen Lehrern Prof. Leser und Prof. Krüger: Handwerk, unerschöpfliche Leidenschaft für das beseelte Musizieren und freundschaftliche Begleitung in persönlicher und musikalischer Reife.“

In Berlin geboren und in Thüringen aufgewachsen, nahm Wolf Attula seinen ersten Geigenunterricht bei Elke Glaser. Durch das Musizieren in der Deutschen Streicherphilharmonie unter Michael Sanderling packte ihn die musikalische Leidenschaft und er ging auf das Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar, wo er zunächst mit der Geige fortfuhr. Später wechselte er zur Viola in die Klasse von Prof. Erich Krüger und Prof. Ditte Leser, in der er auch sein Diplom, seinen Master und sein Konzertexamen absolvierte.

Weitere künstlerische Anregungen erhielt Wolf Attula von Kim Kashkashian, Nils Mönkemeyer und Wilfried Strehle. Er war Stipendiat der Hans und Eugenia Jütting-Stiftung Stendal und der Studienstiftung des deutschen Volkes. Seine Orchesterstationen waren die Staatskapelle Weimar, das Gewandhausorchester Leipzig, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und die Staatsphilharmonie Nürnberg, bevor er im Herbst 2016 als stellvertretender Solobratscher des Opern- und Museumsorchesters in Frankfurt am Main engagiert wurde. Neben dem Orchesterspiel ist ihm Kammermusik eine Herzensangelegenheit. In seiner Freizeit studiert Wolf Attula an der Frankfurter Goethe-Universität Mathematik.

Link zum Konzertmitschnitt: https://youtu.be/hef38ElVJi4

Zum YouTube-Kanal der HfM: www.youtube.com/hfmfranzlisztweimar

Foto: Roland Horn


Was danach kommt…

Die Vogtland Philharmonie plant Großes – wenn möglich

Schaltjahre bringen irgendwie nichts Gutes - dafür ist 2020 ein trauriger Beweis. Kalendarisch wird ab Januar also alles besser - theoretisch. Doch eh die kratertiefen Corona-Einschläge wieder aufgefüllt sind, fließt wohl noch viel Wasser in Göltzsch und Elster hinunter.

Für Kulturschaffende ist es gerade alles andere als leicht, eine halbwegs vernünftige Veranstaltungsplanung auf die Beine zu stellen – wenn sie überhaupt Schaffende sein dürfen. Zu groß sind die Ungewissheiten, die aus den pandemiebedingten Verordnungen resultieren.

Auch bei der Vogtland Philharmonie kann man ein Lied davon singen. Zwar ist der Konzertkalender weiterhin voll gefüllt – die Veranstalter wollen, das Publikum auch, die Musiker erst recht – doch das „Wie“ hat drei große Fragenzeichen - bestes Beispiel: die Sinfoniekonzerte. Bereits nach den bisherigen Sonderregeln war es nicht mehr möglich, annähernd 1.000 Abonnenten mit monatlich zwei Konzerten zu erfreuen. Es wurden Hygienekonzepte erstellt, Abstände eingehalten und schlussfolgernd auf fünf Konzerte erweitert. Mehr Aufwand, mehr Kosten, aber es hat funktioniert. Wenn aber je nach Inzidenzwert entschieden werden muss, wie viele Menschen in ein Veranstaltungshaus dürfen, kann man selbst heute kaum sagen, wie und ob ein Konzert morgen stattfinden wird. An Bachs Weihnachtsoratorium mit großer Besetzung und noch größerem Chor ist nicht zu denken, wenn bereits die Zahl der Mitwirkenden die Zahl der zulässigen Personen übersteigt. Im Januar standen allein 24 Silvester- und Neujahrskonzerte im Kalender, Verträge waren geschlossen, Solisten verpflichtet, Werbung veröffentlicht und nun die traurige Gewissheit, bis Ende Januar ist alles abgesagt. Eine Verlegung einzelner Termine ist aufgrund des ohnehin vollen Terminkalenders der Philharmonie 2021 nicht möglich.

Für die Zeit „danach“ ist unglaublich viel Kreativität gefragt: musikalisch spannende Sinfoniekonzertprogramme, Frühlingskonzerte, Musicalgalas mit Weltstar Angelika Milster und die Hoffnung auf die Freiluft-Saison. Beginnen soll sie Pfingstsamstag mit Rock Classics an der Göltzschtalbrücke, Serenadenkonzerte Pfingstsonntag und -montag auf Schloß Burgk und dem Greizer Sommerpalais (eventuell im Freien), Perlen der italienischen Oper am 5. Juni auf der Seestern Panorama-Bühne Zeulenroda. Mit Weltstar Johnny Logan und der Symphony for Ireland gastiert die Philharmonie am 19. Juni in Mittweida und am 14. August in Auerbach/V und auch das Beste aus Klassik, Rock und Pop in Kirchberg, Filmmusiken in Waldheim, Queen Classic Night zum Parkfest in Lengenfeld, Sounds of Hollywood im Parktheater Plauen, die romantischen Burg Classics auf der Burgruine Reichenfels oder Philharmonic Rock in Penig und Gefell sind nur eine kleine Auswahl.

Die Liste ist lang, doch nichts ist derzeit so beständig wie die Veränderung und am wichtigsten daher der Blick auf www.vogtland-philharmonie.de. Es heißt also, neugierig zu bleiben und von einem kulturvollen Jahr 2021 zu träumen – am besten mit Veranstaltungstickets unter dem Weihnachtsbaum.


GÜLDENER HERBST – Festival Alter Musik Thüringen 2021

„Musik.Ambition“ 30.09. – 03.10.2021 in Meiningen und Weimar / Vorverkauf für Festivalhöhepunkte gestartet!
Güldener Herbst 2021

Im Oktober war der GÜLDENE HERBST eines der letzten Festivals, das vor dem Corona-Kultur-Lockdown noch stattfinden konnte. Nun blickt das Thüringer Festival für Alte Musik bereits zuversichtlich ins nächste Jahr und startet ab sofort mit dem Vorverkauf ausgewählter Konzerthöhepunkte.

Nach Gotha geht es vom 30. September bis 3. Oktober 2021 nach Meiningen, u.a. mit Dorothee Mields, La Venexiana und der lautten compagney BERLIN.  Musikgeschichtlich ist Meiningen ein reicher Ort, bereits im späten 17. Jahrhundert begann eine rege Musizierpraxis durch die Meininger Hofkapelle unter Johann Ludwig Bach. Der kleine Hof blieb ambitioniert und so lenkt das diesjährige Festivalmotto „Musik.Ambition“ den Blick auf die vielfältigen Bemühungen der Meininger Residenz, sich in der kulturellen Konkurrenz mit anderen Höfen behaupten zu können. Ausdruck dessen ist zum einen die herzogliche Schatzkammer mit der Anton-Ulrich-Sammlung, die zahlreiche Schätze aus der Musikzierpraxis des Wiener Kaiserhofes um 1720/30 beherbergt. Zum anderen sind es Kontakte und Austausch mit berühmten Musikern. So wird der GÜLDENE HERBST 2021 mit Johannes Brahms und Max Reger durch die „Brille des 19. Jahrhunderts“ auf die Barockmusik des Meininger Archivs schauen.  

Für fünf ausgewählte Konzerte läuft der Vorverkauf über Reservix. Rabattierte Festivalpässe können direkt über den Veranstalter unter kontakt@amt-ev.de oder 03643/493630 reserviert werden.

30.09.2021
Prologkonzert Weimar

19:30 Uhr Herderkirche Weimar
Brahms – Reger – Bach: Umgang mit einem praeceptor germaniae 
Johann-Sebastian-Bach-Ensemble, Ensemble Hofmusik Weimar
Johannes Kleinjung, Leitung

Festival in Meiningen
01.10.2021
Eröffnungskonzert

19.30 Uhr Schlosskirche Meiningen
Kantaten aus der Anton-Ulrich-Sammlung des Max-Reger-Archivs Meiningen
La Venexiana
 
02.10.2021
Abendkonzert

19.30 Uhr Stadtkirche Meiningen
Michael Praetorius im Spannungsfeld zwischen Thüringen und Venedig
Kammerchor der Meininger Kantorei / Capella Jenensis
Sebastian Fuhrmann, Leitung

03.10.2021 
Matinee

11.15 Uhr Schloss Elisabethenburg, Schlosskirche
Händel 2.0 – Johannes Brahms' Rezeption barocker Musik
Dorothee Mields, Sopran | Grace Durham, Mezzosopran | Walewein Witten, Cembalo und Flügel | Dr. Maren Goltz

Abschlusskonzert
16.00 Uhr Stadtkirche Meiningen

Wege von Praetorius zur Meininger Hofkapelle
lautten compagney Berlin, Capella Angelica, Wolfgang Katschner, Leitung

Das Foto zeigt die lautten compagney Berlin (Foto: Ida Zenna)