Klassik / Alte Musik

Instrumentale Erzählkunst

Staatskapelle Weimar spielt im 5. Sinfoniekonzert Werke von Turnage, Schostakowitsch, Schulhoff und Prokofjews

»Hornung [ist] von einem anderen Stern. Ein Frühvollendeter, der die Abgebrühtheit eines Routiniers mit der Unbekümmertheit des Springinsfelds verbindet.« so schreibt DIE ZEIT über den jungen Cellisten, der mit bestechender Musikalität und instinktiver Stilsicherheit die internationalen Konzertpodien erobert. Im Rahmen des 5. Sinfoniekonzert der Staatskapelle Weimar ist Maximilian Hornung am 27. und 28. Januar 2019 nun endlich auch Weimar zu erleben: an beiden Abenden interpretiert er Dmitri Schostakowitschs legendäres 1. Cellokonzert, das im Schaffen des großen einsamen Russen einen durch und durch persönlich gefärbten Meilenstein darstellt. Mit »Scherzoid« eröffnet Musik des aktuellen »Composer in Residence« Mark-Anthony Turnage das Programm: ein »Scherzo mit gespaltener Persönlichkeit«, in das auch jazzige Elemente einfließen. Gleiches gilt für Erwin Schulhoffs scharfsinnig-witzige 1. Sinfonie aus dem Jahr 1925. Bei Sergej Prokofjews Suite aus der Oper »Die Liebe zu den drei Orangen« darf das Orchester anschließend mit sprudelnder musikalischer Ideenfülle den ganz großen Klangfarbenkasten auspacken. Am Pult begrüßt die Staatskapelle Weimar erstmals den Schweizer Baldur Brönnimann, der international zu den gefragtesten und versiertesten Dirigenten Neuer Musik zählt.

27. und 28. Januar 2019, 19.30 Uhr, Weimarhalle Karten: 03643 – 755 334 oder www.nationaltheater-weimar.de

Foto: Marco Borggreve


Mit dem Saxophonquartett „Quartetto Nuovo“ beschwingt ins neue Jahr

Neujahrskonzert am 12. Januar 2019 im Rahmen der „Klangzeit“ Naumburg

Am 12. Januar 2019 um 19.30 Uhr startet die Reihe „Klangzeit“ mit einem besonderen musikalischen Jahresauftakt. Im Kunstwerk Turbinenhaus steht das Konzert „Prost Neujahr! – das andere Neujahrskonzert“ auf dem Programm. Das Saxophonquartett „Quartetto Nuovo“ spielt Werke von Strauss, Chatschaturjan, Piazolla, Mozart, Beethoven, Puccini und weiteren Komponisten in ihren eigenen Bearbeitungen. Als Moderator führt Markus Sulzmacher durchs Programm. Organisiert wird das Konzert vom Sachgebiet Kultur der Stadt Naumburg.

Die vier Musiker des „Quartetto Nuovo“  stammen aus der Region und zogen nach ihrem Musikstudium in die Welt. Seitdem spielen sie in Orchestern, Ensembles und Bands oder treten als Solisten auf. Dieser Schatz an musikalischen Erfahrungen sowie die Freude am gemeinsamen Musizieren fließen nun in ihr Programm. In ihren Saxofon- Bearbeitungen wandeln sie zwischen Walzer und Säbeltanz und zwischen Klassik und Rock. Ihr Repertoire spannt den Bogen vom „Can-Can“ von Joseph Offenbach über „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauß, dem „Hummelflug“ von Rimski-Korsakow über ein „Carmen“-Medley bis hin zu Freddy Mercurys legendärer „Bohemian Rhapsody“. Im „Quartetto Nuovo“ spielen Rüdiger Trosits am Sopransaxofon, Berndt Klinke am Altsaxophon, Michael Arnold am Tenorsaxofon und Frank Nowitzky am Barionsaxofon. Der Eintrittspreis für das Konzert beträgt 12,- Euro und ermäßigt 9,00 Euro. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen. Die Karten sind in der Tourist-Information Naumburg am Markt 6 erhältlich. Weitere Informationen gibt es unter Telefon: 03445 / 273 125.

Weitere Konzerte der Reihe „Klangzeit“ folgen am 9. Februar, 9. März sowie am 13. April 2019, jeweils um 19.30 Uhr im Kunstwerk Turbinenhaus.


Konzert zur Weihnachtszeit

Fröhlich soll mein Herze springen - am 21. und 25. Dezember im Vogtlandtheater Plauen

Es ist wieder soweit - die schönste Zeit des Jahres hat begonnen, dazu gehört das traditionelle Weihnachtskonzert des Philharmonischen Orchesters Plauen-Zwickau. Unter dem Titel "Fröhlich soll mein Herze springen" werden unter dem Dirigat von Michael Konstantin u. a. Barockkompositionen wie Johann Crügers Choral Fröhlich soll mein Herze springen, Praetorius’ Es ist ein Ros‘ entsprungen und Georg Friedrich Händels Messias erklingen. Ebenso kann man romantische Weihnachtsmusik von Antonio Vivaldi, César Franck, Robert Schumann und Peter Cornelius genießen. Als Solisten werden Christina Maria Heuel, Manja Ilgen, Jacqueline Treydel, Dong-Bum Kim sowie Frank Blees zu hören sein. Sie werden unterstützt vom Opernchor und dem Extrachor des Theaters Plauen-Zwickau sowie der Singakademie Plauen und dem Kinderchor. Außerdem können sich die Zuschauer wieder wie in jedem Jahr auf traditionelle Weihnachtslieder freuen, in die die Gesangssolistinnen und -solisten und die Chöre gemeinsam mit dem Publikum einstimmen.

21. Dezember um 17 Uhr sowie 25. Dezember (1. Weihnachtsfeiertag) jeweils um 19 Uhr.


Der Aequalis Frauenchor (Gera) gibt Weihnachtskonzerte

Am 11. April 1989 wurde der Aequalis Frauenchor gegründet. Alle vereint das gleiche Anliegen: Freude am gemeinsamen Singen und Musizieren und die damit verbundene Liebe zur Chormusik. Chorreisen führten den Chor u.a. nach Italien und nach Amerika (Fort Wayne, Partnerstadt von Gera), aber auch in Gera und der näheren Umgebung hat sich der Chor einen Namen gemacht. Höhepunkte waren u.a. Chorreisen nach Italien und Fort Wayne (USA) und die Teilnahme an chorsinfonischen Gemeinschaftswerken wie Carmina Burana, Die 10 Gebote und Luther – Das Pop-Oratorium. Der Frauenchor pflegt das deutsche und internationale Volkslied sowie geistliche und weltliche Chorliteratur aus mehreren Jahrhunderten. Der Chor singt hauptsächlich a cappella und lädt sich gelegentlich Gastmusiker zu seinen Konzerten ein. Zum aktuellen Repertoire gehören Stücke in Englisch, Latein, Russisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch, Polnisch, italienisch und sogar Japanisch.

18. Dezember, 19.30 Uhr, Aequalis-Weihnachtskonzert in der Kirche Gera-Zwötzen
26. Dezember, 17 Uhr, Aequalis-Weihnachtskonzert in der Johanniskirche Gera



Hatschi?! Gesund und heiter ins Neue Jahr

Schwungvoll und glamourös beginnt das Neue Jahr bei Theater&Philharmonie Thüringen mit dem Traditionellen Neujahrskonzert. Aufgrund der hohen Nachfrage in Gera gibt es  auch in diesem Jahr zwei Konzerte im Konzertsaal der Bühnen der Stadt: Am 1. Januar um 14.30 Uhr und am 2. Januar um 18.00 Uhr. Im Landestheater Altenburg findet das Neujahrskonzert wie gewohnt am 1. Januar um 19.30 Uhr statt. Unter dem Titel „Hatschi?! Gesund und heiter ins Neue Jahr!“ präsentiert Ihnen Theater&Philharmonie Thüringen musikalische und tänzerische Neujahrs-Überraschungen rund um das allgegenwärtige Thema Gesundheit.

Dafür sorgen das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera mit schwungvollen und mitreißenden Melodien sowie die Tänzer und Tänzerinnen des Tanzkreises Brillant in Gera und die Tanzschule Schaller und der 1. Tanzsportclub Schwarz-Gold in Altenburg, die wie immer eine heiße Sohle auf das Parkett legen. In gewohnt humorvoller und unterhaltsamer Weise wird Kapellmeister Thomas Wicklein die Konzerte sowohl dirigieren als auch moderieren und das Publikum launig in das „Gesunde Neue Jahr“ begleiten.

Karten sind an den Theaterkassen erhältlich, telefonische Reservierungen unter 0365-8279105 oder 03447-585160, online buchen unter www.tpthueringen.de

Foto: Stephan Walzl


Meisterkonzert: Ludwig Güttler & Leipziger Bach-Collegium

Freitag, 25. Januar 2019, 20 Uhr, Ev. Stadtkirche zu Jena

Er ist ein Meister der klassischen Trompete, Dirigent, der Gründer von drei Orchestern, Musikwissenschaftler und Vorsitzender der Stiftungsgesellschaft der Frauenkirche zu Dresden, für deren Wiederaufbau er sich jahrelang intensiv einsetzte und voller Leidenschaft in aller Welt warb: Ludwig Güttler.
Am Freitag, dem 25. Januar 2019, gibt der weltberühmte Virtuose aus Sachsen in der Ev. Stadtkirche zu Jena ein Konzert. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Zusammen mit seinem Kammerorchester, das sich aus führenden Solisten der Staatskapelle Dresden und dem MDR Symphonieorchester zusammensetzt, spielt Güttler Kompositionen von G. Ph. Telemann, J. Ch. Bach, J. S. Bach, G. Finger u.a. (Änderungen vorbehalten).
Der Name Ludwig Güttler ist ein Begriff für meisterhafte Trompeten- und Hornkonzerte. Kein Wunder also, dass der sächsische Großmeister stets vor ausverkauften Kirchen und Konzertsälen musiziert. Als Solist auf Trompete und Corno da caccia zählt der Maestro zu den erfolgreichsten Virtuosen der Gegenwart. Annähernd fünfzig hochgelobte Tonträger liegen vor, auf denen er als Kammermusiker, Solist und Dirigent Werke für Trompete und Corno da caccia interpretiert.
Das Leipziger Bach-Collegium hat sich 1976 auf Anregung Ludwig Güttlers gebildet, um eine spürbare Lücke im Bereich der historischen Musikpflege schließen zu helfen. Das Ensemble spielt in der Besetzung Trompete, Flöte, Oboe, Violine, Violoncello, Kontrabass und Cembalo. Diese Kammermusikvereinigung verwendet nicht historische Instrumente, sondern sie hat sich die Aufgabe gestellt, mit dem heute gebräuchlichen Instrumentarium die historische Spielweise zu realisieren. Das bisher erschlossene Quellenmaterial aus jener Zeit gibt umfassende Auskunft über die besondere Eigenart der jeweiligen Aufführungspraxis. So wird namentlich das alte, weithin in Vergessenheit geratene Verzierungswesen bis hin zur Improvisation wiederbelebt.
Das Repertoire konzentriert sich auf das Schaffen Johann Sebastian Bachs und seiner Zeitgenossen, greift aber auch in die Frühklassik hinein. Das Ensemble beabsichtigt, das überlieferte Erbe aus dem 17. und 18. Jahrhundert lebendig zu erhalten, indem es bei seinen Darbietungen zu zeigen versucht, dass und wie die Musik dieser Zeit „Freiheit des spielenden Geistes“ ist.


Karten: Ostthüringer Zeitung/Thüringische Landeszeitung, Holzmarkt 8, Jena-Information, Johannisstr. 23 und allen anderen Pressehäusern der Zeitungen TA/OTZ/TLZ, Meininger Tageblatt und den angeschlossenen Tourist-Informationen in Thüringen. Das Kartentelefon: 0361-2275227, Tickets im Internet: www.bubu-concerts.de

Foto: Juliane Njankouo


Meisterkonzert für Trompeten & Orgel

Ludwig Güttler & Friedrich Kircheis und Gastsolist Volker Stegmann

Er ist ein Meister der klassischen Trompete, Dirigent, der Gründer von drei Orchestern, Musikwissenschaftler und Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden, für deren Wiederaufbau er sich jahrelang intensiv einsetzte und voller Leidenschaft in aller Welt warb: Ludwig Güttler. Am 11. Januar 2019 gibt der Großmeister aus Sachsen ein Konzert in der Herderkirche zu Weimar. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Zusammen mit seinen kongenialen Partnern Friedrich Kircheis an der Orgel und Volker Stegmann, Trompete, spielt Güttler Werke des Barocks von J.S. Bach, D. Buxtehude, H. Purcell, J.B. Loeillet, P. Vejvanovski und J.G. Walther (Änderungen vorbehalten).
Trompete und Orgel - das ist immer wieder aufs Neue eine Klangkombination von besonderem Reiz. Der strahlende Klang des Blechblasinstrumentes verschmilzt ganz wunderbar mit den Tönen der so wandelbaren "Königin der Instrumente".
Der Name Ludwig Güttler ist ein Begriff für meisterhafte Trompeten- und Hornkonzerte. Kein Wunder also, dass der sächsische Großmeister stets vor ausverkauften Kirchen und Konzertsälen musiziert. Als Solist auf Trompete und Corno da caccia zählt der Maestro zu den erfolgreichsten Virtuosen der Gegenwart. Volker Stegmann, in Zwickau geboren, studierte nach seiner Ausbildung zum Gitarrenbauer in Markneukirchen an der Musikhochschule Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig. Sein erstes Engagement als Solotrompeter erhielt er 1989 an der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz, 1994 wechselte er als stellv. Solotrompeter zur Sächsischen Staatskapelle Dresden.
Neben seiner Tätigkeit im Orchester wirkt Volker Stegmann kammermusikalisch in den Ensembles »Virtuosi Saxoniae«, dem »Blechbläserensemble Ludwig Güttler« und im »Dresdner Trompeten Consort« mit. Darüber hinaus sind CD-, Rundfunk- und Fernsehproduktionen Bestandteil seiner Tätigkeit, wie auch Konzertreisen, die ihn in weite Teile Europas, Nord- und Südamerikas sowie nach Asien führen. Friedrich Kircheis war bis 2005 Kantor und Organist an der Diakonissenhauskirche in Dresden und tritt als Organist und Cembalist verschiedener Kammermusikvereinigungen auf, u. a. von 1975 bis 1982 als Mitglied der Dresdner Kammersolisten.

Foto: Jörg Riethausen

Freitag, 11. Januar 2019, 20 Uhr, Herderkirche zu Weimar

Karten: Geschäftsstelle TA/ TLZ, Goetheplatz 9 a, Weimar-Information, Markt 10, Weimar-Information, Atrium und bei allen TA, OTZ, TLZ- Pressehäusern / Servicepartnern und Touristinformationen, Kartentelefon: 0361 - 227 52 27, www.ticketshop-thueringen.de und www.bubu-concerts.de


Klezmer for Peace

Das Giora Feidman Sextett musiziert

Klezmer for Peace ist wieder ein Projekt von Giora Feidman mit einer klaren Botschaft. Der Maestro schart Musiker aus der Türkei und Israel um sich und überwindet mit seiner Musik erneut die Grenzen von Nationalitäten, Religionen und Generationen.
Auf der Suche nach Möglichkeiten seine Musik in einem bislang nicht gehörten Gewand zu präsentieren, stieß Giora Feidman auf einen langjährigen musikalischen Weggefährten. Der türkischstämmige Musiker und Musikethnologe Murat Coskun, der weltweit zu den renommiertesten Rahmentrommlern gezählt wird, brachte zu den ersten Proben gleich zwei Kollegen aus seinem engeren Umfeld mit. Zusammen mit Gürkan Balkan an Gitarre und Oud sowie mit Muhittin Kemal Temel auf der türkischen Zither, war damit ein orientalischer Akzent gesetzt, dem Feidman mit seiner Klarinette sowie mit den israelischen Musikern Hila Ofek an der Harfe und Andre Tsirlin auf dem Saxophon die Musik der Klezmorim entgegensetzte. Damit es gelingen konnte, die Musik von sechs Solisten solch unterschiedlicher Herkunft zu einem harmonischen Ganzen zu verschmelzen, brachten die Künstler ihre eigenen Ideen und musikalischen Wurzeln ein und in der Kommunikation untereinander entwickelte sich ein Verständnis für die musikalischen Welten der Anderen.
Murat Coskun, Muhittin Kemal Temel und Gürkan Balkan sind nicht nur Virtuosen auf ihren Instrumenten, sondern auch Meister in der einzigartigen Kunst des Spielens und des Ausdrucks der Seele der türkischen Musik. Inspiriert von Maestro Feidman bieten Hila Ofek und Andre Tsirlin (Jerusalem Duo) einen neuen Ansatz, bei dem Harfe und Saxophon nicht nur als Instrumente der klassischen Musik und des Jazz, sondern auch als Folkinstrumente präsentiert werden.
Herausgekommen ist eine Musik, die fremd, zugleich aber auch vertraut klingt und dabei die unterschiedlichen Kulturen miteinander verbindet. Dass bei diesem Programm ein muslimisch-jüdisches Ensemble auf der Bühne steht, mag Feidman zugefallen sein. Die Botschaft, die dahinter steckt, ist aber eindeutig. Im Alter von 83 Jahren, nach mehr als 56 Aufnahmen und zahlreichen Programmen, macht Giora Feidman mit dem weiter, was er am besten kann - die Botschaft der Einheit und des Friedens durch Musik zu verbreiten und dies auf höchstem musikalischen Niveau. "Klezmer for Peace" ist mehr als ein musikalisches Statement. Nichts ist unmöglich. Musik kann Widersprüche überwinden. Und genau darin liegt auch ihre gesellschaftliche Relevanz.

Foto: Stephan Haeger / Die Besetzung:
Giora Feidman (Israel) Klarinetten , Muhittin Kemal Temel (D/Türkei) Kanun,
Murat Coskun (D/Türkei) Rahmentrommeln, Percussion, Gesang , Gürkan Balkan (Türkei) Oud, Gitarre, Hila Ofek (Israel) Harfe, Andre Tsirlin (Israel) Saxophon

16. Januar, 20 Uhr CHEMNITZ Lutherkirche*
17. Januar, 20 Uhr ERFURT Thomaskirche**
18. Januar, 20 Uhr DRESDEN Kreuzkirche**
19. Januar, 19 Uhr LEIPZIG Peterskirche**

Karten: *www.eventim.de **www.adticket.de und allen bekannten VVK-Stellen,
Ticketservice Tel. 0212.383 66 88
Infos: www.bubu-concerts.de


„Schumann Plus“ mit Uraufführung einer neu entdeckten Komposition

Zwickauer Konzertreihe steht im kommenden Jahr im Zeichen Clara Schumanns

2019 jährt sich der Geburtstag Clara Schumanns zum 200. Mal. Das wird in Zwickau, wo sich die größte Clara-Schumann-Sammlung befindet, während des ganzen Jahres entsprechend gewürdigt. Fast jedes der Konzerte der Reihe „Schumann Plus“ bietet nicht nur Musik von Robert, sondern auch von Clara. Zudem erklingen Werke, die ihr gewidmet sind, so die über ein Motto Clara Wiecks komponierten Davidsbündlertänze op. 6 von Robert Schumann und die Cellosonate op. 26 von Clara Schumanns Frankfurter Konservatoriumskollegen Anton Urspruch. Die Programme sind bunt bestückt und reichen vom Klavierrecital bis hin zu Streichquartett und einem Vokalensemble.

Außerdem steht sogar eine kleine Schumann-Uraufführung bevor. Am 7. April erklingt im Konzert des Alinde-Quartetts neben Werken von Henry Purcell und Joseph Haydn sowie Robert Schumanns erstem Streichquartett eine neu entdeckte kurze Streichquartettkomposition, die Schumann seinem holländischen Freund, dem Geiger Martin Bezeth, widmete. Abonnements für die Schumann Plus-Reihe, die am 13. Januar 2019 beginnt, können ab sofort erworben werden.

Kleine Uraufführung neu entdeckter Schumann-Komposition

Aus Irland wurde dem Robert-Schumann-Haus Zwickau vor einigen Jahren von einem Arzt in Cork ein Albumblatt angeboten, das jahrzehntelang gerahmt bei seiner alten Tante im Zimmer gehangen habe. Nach deren Tod wollte der Erbe es nun in gute Hände bringen und kontaktierte das Zwickauer Museum über die Schumann-Briefedition. Nachdem ein britischer Auktionshändler geurteilt hatte, es sei vermutlich nicht besonders wertvoll, wurde es dem Zwickauer Archiv schließlich kostenlos übersandt. Der Schumann-Forschung war die Quelle bis dahin völlig unbekannt – sie überliefert ein ungedrucktes Werk Robert Schumanns (RSW Anh. N6), von dem man zuvor nur durch ein Skizzenblatt Robert Schumanns wusste. Das Schumann-Werkverzeichnis ordnet die Komposition unter den Werken unbestimmter Besetzung ein. Thomas Synofzik, der Leiter des Zwickauer Schumann-Hauses, konnte jedoch kürzlich in einem Artikel über das Albumblatt erstmals biographische Informationen über Martin Bezeth liefern und nachweisen, dass er ein vielfach aktiver Streichquartett-Primarius war, dessen Talente von Robert Schumann sogar eigenhändig in Prüfungsprotokollen des Leipziger Konservatoriums hervorgehoben wurden. Auch angesichts des Stimmumfangs der vierstimmigen, zehntaktigen Komposition ist klar, dass es sich um einen Streichquartettsatz handelt.

Bekannte und neue Gesichter im Reigen internationaler Künstler

Unter den hochkarätigen internationalen Künstlern, die bei „Schumann Plus“ in den acht Konzerten auftreten, sind auch mehrere Schumann-Preisträger. Zu ihnen gehören die Pianisten Susanne Grützmann, Hartmut Höll und Jozef De Beenhouwer. Letzterer bestreitet zusammen mit der Sopranistin Miriam Alexandra am 5. Mai ein Programm, das die Liedkomponistinnen Clara Schumann und Pauline Viardot-Garcia gegenüberstellt. Beide waren seit Jugendjahren befreundet und lebten in den 1860er Jahren in Baden-Baden, wo sie häufige Kontakte pflegten. Susanne Grützmann, die 1981 Preisträgerin beim Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb war, und nicht nur zahlreiche CDs mit Klaviermusik von Robert Schumann veröffentlicht hat, sondern auch das gesamte Klavierwerk Clara Schumanns auf CD einspielte, bietet ein interessantes Dreiecksprogramm mit großen Klavierwerken von Frédéric Chopin, Clara und Robert Schumann.

Manche der auftretenden Künstler waren schon zuvor in Zwickau zu hören, manche treten erstmals im Robert-Schumann-Haus auf: Als Mitglieder des Trio Vivente sind die beiden Freiburger Musikerinnen Anne Katharina Schreiber und Jutta Ernst in Zwickau wohlbekannt. Am 13. Januar gastieren sie mit Magdalena Ernst, der jungen Solohornistin der Duisburger Philharmoniker. Neben Robert Schumanns hochvirtuoser Hornkomposition aus dem Dresdner Kammermusikjahr 1849 und Clara Schumanns expressiven Violinromanzen erklingen als Triostücke das Horntrio von Johannes Brahms und die Serenade des mit Brahms befreundeten Robert Kahn, den Clara Schumann schon 20-jährig als „sehr talentvollen Komponisten“ lobte. Auch der Pianist Paul Rivinius war bereits 2014 schon einmal im Robert-Schumann-Haus Zwickau zu erleben. Am 3. Februar 2019 ist er gemeinsam mit der erstmals hier konzertierenden polnischen Cellistin Joanna Sachryn zu erleben, die regelmäßig in den großen Konzertsälen Europas, Asiens und Amerikas auftritt. Die Geschwister Bettina und Robert Aust traten zuletzt 2016 in Zwickau auf. 2019 reisen sie gemeinsam mit der jungen rheinischen Mezzosopranistin Lydia Krüger an und präsentieren ein buntes Programm, das neben Robert Schumanns Dresdner Klarinettenstücken aus dem Jahr 1849 Lieder, Klavierstücke und Kammermusik von Clara Schumann und selten zu hörende Liedkompositionen mit obligater Klarinette u.a. von Louis Spohr und Franz Schubert enthält. Auch der Schweizer Cellist Christian Giger und die japanische Pianistin Yuka Kobayashi sind alte Bekannte in Zwickau, spielen am 6. Oktober aber erstmals gemeinsam mit Andreas Buschatz, dem ersten Konzertmeister des Leipziger Gewandhausorchesters. In großer Besetzung bietet das letzte Konzert der Saison am 3. November 2019 Chormusik von Robert und Clara Schumann: Unter Leitung von Holger Speck gastiert das Vokalensemble der Musikhochschule Karlsruhe, am Klavier begleitet von Hartmut Höll.