Klassik / Alte Musik

Sächsisches Mozartfest 2020

15. Mai bis 1. Juni 2020 in Chemnitz und vielen weiteren Orten

In dem dreijährigen Themenzyklus „Evolution“ des Sächsischen Mozartfestes 2019-2021 Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit gestaltet sich das Programm 2020 in der Auseinandersetzung mit dem Wesensinhalt des Begriffes Gleichheit. Schon das Eröffnungskonzert am 15. Mai in der Kreuzkirche Chemnitz ist auf beeindruckende Weise dem Festivalthema verpflichtet. Neben zwei Werken von Wolfgang Amadé Mozart wird je ein Werk der Wiener Komponistin Anna Marianna Martinez (1744-1812), dem „schwarzen Mozart“ Joseph Boulogne (1745-1799) und des zeitgenössischen Komponisten Jörg Duda (*1968) zu Gehör gebracht. Das Eröffnungskonzert wird gestaltet von Musikerinnen und Musikern des Netzwerkorchesters um Ekkehard Hering und geleitet von der Chefdirigentin der Philharmonie Salzburg, Elisabeth Fuchs.

Musikalisch hat sich das Sächsische Mozartfest für 2020 eine ganz eigene Themenlinie gesetzt: Unter dem Titel „Tiefgründig“ geht es um die Hervorhebung von Bassinstrumenten, die als Soloinstrument eher wenig im Konzertbetrieb in Erscheinung treten. Grund genug, diesem Manko mit unterschiedlichen Klangfacetten entgegenzuwirken.
So wird das zentrale Instrument des Eröffnungskonzerts die Tuba sein. Sie ist als Soloinstrument im Konzertsaal selten zu hören und selten wird sie so gekonnt gespielt wie von dem Professor der Universität Mozarteum Salzburg Andreas Martin Hofmeir. Er wird tagsdrauf beim Straßenfest auf dem Chemnitzer Kaßberg als Musikkabarettist in Erscheinung treten. Weitere „bassige“ Höhepunkte bilden die Auftritte der polnischen Jazz-E-Bassistin Kinga Głyk und der norwegischen Jazz-Kontrabassistin Andrea Wang, beide in der Chemnitzer Schönherrfabrik. 
Dieses Eröffnungskonzert bildet darüber hinaus den feierlichen Rahmen für die Verleihung des Mozartpreises. 2020 werden die Diakonie am Thonberg Leipzig und der Chor Thonkunst mit dem Mozartpreis gewürdigt. Das inklusive Ensemble Thonkunst, 2008 gegründet, besteht aus neun Mitgliedern mit und ohne Behinderung. Tipp: Das Vokalensemble Thonkunst ist im Preisträgerkonzert bereits am 3. April 2020 gemeinsam mit dem tschechischen Ensemble Experipent in der Villa Esche (Chemnitz) zu erleben. Das Eröffnungskonzert des Sächsischen Mozartfestes 2020 wird vom MDR aufgezeichnet und übertragen.

In den darauf folgenden Wochen stehen zahlreiche hochkarätige Konzerte auf dem Programm. Darüber hinaus erlebt das im letzten wunderbar vom Publikum angenommene Straßenfest „100 Meter Kunst in alle Richtungen“ auf dem Kaßberg seine zweite Auflage. Bemerkenswert ist wie immer die bisweilen ungewöhnliche Wahl der Veranstaltungsorte. Neben etablierten Konzerträumen wie dem Opernhaus, der Stadthalle und verschiedenen Kirchen werden zum Beispiel das Museum Gunzenhauser, die Schönherrfabrik und das Geburtshaus bespielt. Auch außerhalb von Chemnitz finden viele Konzerte statt, so in MarienbergKirschau bei BautzenOschatzPlauen, Lichtenwalde, ZschopauWaldenburg und Zwickau.

Mozart auf Krabbeldecken? Ja, auch das wird es zum Sächsischen Mozartfest 2020 geben und zwar im Chemnitzer Geburtshaus. Auch dem musikalischen Nachwuchs bieten wir wie immer viel Platz, 2020 unter anderem der Klavierklasse des Robert-Schumann-Konservatoriums, unseren 100Mozartkindern und mit der Fortsetzung der Konzertreihe „Amadé in Spe“ in der Villa Esche.
Eine eigenwillige Melange bietet das Crossover-Konzert BREAKIN´MOZART – KLASSIK MEETS BREAKDANCE am 28. Mai in der Chemnitzer Oper. Der Klassik-Echo-Preisträger Christoph Hagel und die zweifachen Breakdance-Weltmeister DDC aus Schweinfurt kombinieren Breakdance mit der Musik von Mozart in einer fuliminanten Show.

Abschlusskonzert: Der Messias  - Händel schrieb das Oratorium 1741 in 24 Tagen bei einem Irlandaufenthalt. Der Text und die Musik künden vom Bringer einer neuen Zeit. Zum Abschlusskonzert des Sächsischen Mozartfests werden der Stadtsingechor zu Halle, einer der ältesten Knabenchöre Mitteldeutschlands, Miriam Feuersinger (Sopran), Alex Potter (Altus), Georg Poplutz (Tenor), Jonathan Sells (Bass) und die Batzdorfer Hofkapelle unter der Leitung von Clemens Flaemig dieses Oratorium am Pfingstmontag in der Chemnitzer Kreuzkirche darbieten.

Festivalprogramm unter www.mozartfest-sachsen.de

Eintrittskarten online im Ticketshop über www.mozartfest-sachsen.de und in der Geschäftsstelle der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e. V., Tel. 0371 69 49 444 


Unerhörtes Mitteldeutschland

Erlebbare Musikgeschichte(n) aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen 10. Musikfest des „Straße der Musik e. V.“ 3. bis 12. Juli 2020 / 14 Konzerte an 14 Orten
Unerhörtes Mitteldeutschland

Mit dem 10. Musikfest UNERHÖRTES MITTELDEUTSCHLAND lädt der Straße der Musik e. V. vom 3. bis 12. Juli 2020 zu 14 Konzerten an 14 Orten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ein, um das musikkulturelle Erbe der Region sang- und klangvoll aufleben zu lassen. Unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts, Dr. Reiner Haseloff, konnten zum 10. Jubiläum hervorragende Musiker des MDR-Sinfonieorchesters, des Leipziger Gewandhausorchesters und der Staatskapelle Halle sowie international gefeierte Solisten, Ensembles, Chöre und Organisten gewonnen werden. An musikgeschichtlich bedeutsamen Orten im Herzen Deutschlands bergen sie die unerhörten Schätze der hiesigen Klanglandschaften. Sie lassen allem voran Werke von unbekannten oder zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Komponisten aus der Region erklingen, darunter ebenso historische Persönlichkeiten wie Zeitgenossen.

Beim Eröffnungskonzert am 3. Juli in der Gangolfkirche in Hettstedt bringt das Mitteldeutsche Hornquartett u. a. das Konzertdivertimento op. 83 der Komponistin Maria Leontjewa (*1962) zur Uraufführung. Anlässlich der Langen Nacht der Wissenschaften in Halle (Saale) findet am 3. Juli außerdem ein Kooperationskonzert mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in der Aula des Löwengebäudes statt, bei Master- und Lehramtsstudierende der Gesangs- und Instrumentalklassen sowie der Kammerchor ,,Choronanz“ kirchliches und klassisches Liedgut darbieten.

Einen besonderen Ausflug verspricht der 5. Juli, wenn das Grassi zu einer Führung durch das Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig und im Anschluss zu „Unerhörte Gesänge - Seltene Kombinationen“ in seinen Zimeliensaal bittet. Den Höhepunkt des Musikfestes bildet das Jubiläumskonzert am 11. Juli im Dom zu Halle (Saale). Am 12. Juli klingt in Hausneindorf nach einer Führung durch das Orgelbauer-Museum der Reigen mit einem „Dialog zwischen Orgel und Klavier“ aus. Das Abschlusskonzert versteht sich als erstmalige Kooperation mit dem Quedlinburger Musiksommer.

Im Rahmen von UNERHÖRTES MITTELDEUTSCHLAND findet am 3. Juli von 14 bis 20 Uhr der 9. Tag der Haus- und Hofmusik in Halle (Saale) statt. Familien, Laien- und Profimusiker, Ensembles, Solisten, Chöre und Orchester laden zu ungezwungenen Konzerten mit Werken überwiegend mitteldeutscher Komponisten ein. Jeder kann sich beteiligen! Der „Straße der Musik e. V.“ unterstützt die Teilnehmer bei der Programmauswahl und beim Finden eines Auftrittsortes. Anmeldungen sind bis 1. Mai per Anmeldeformular unter www.strassedermusik.de möglich. 

Konzerte (Auswahl):

Samstag, 4. Juli, 17 Uhr, Weißenfels, Heinrich-Schütz-Haus
Doerthe Maria Sandmann (Sopran), Barbara Hofmann (Viola da Gamba), Thomas Ihlenfeldt (Chitarrone) Mark Nordstrand (Cembalo) 

Dienstag, 7. Juli, 19 Uhr, Zwickau, Robert-Schumann-Haus
Matthias Kreher (Klarinette) und das Mendelssohn-Quartett aus Leipzig mit Gunnar Harms (1. Violine), Kivanç Tire (2. Violine), Larissa Petersen (Viola) und Susanne Raßbach (Violoncello) 

Samstag, 11. Juli, 19 Uhr, Apolda, Städtisches Kulturzentrum, Schloss Apolda
Aperto Piano Quartett mit Frank Reinecke (Violine), Stefan Fehlandt (Viola), Jonathan Weigle (Violoncello), Frank-Immo Zichner (Klavier) 

Kartenvorverkauf:www.strassedermusik.de sowie über das Kartentelefon 0345 5174170