Ich bin in Sehnsucht eingehüllt

Musikalische Lesung mit Iris Berben und Benjamin Moser / Freitag, 9. November, Kulturhaus Gotha

Im November betritt die Schauspielerin und Grimme-Preisträgerin Iris Berben die Bühne des Kulturhaus Gotha. Gemeinsam mit Benjamin Moser am Klavier rezitiert sie am 09. November 2018 Gedichte von Selma Meerbaum-Eisinger in einer musikalisch-literarischen Hommage unter dem Titel „Ich bin in Sehnsucht eingehüllt“.

Die 1942 im KZ Michailowka verstorbene jüdische Autorin verfasste während der nationalsozialistischen Verfolgung Gedichte, die trotz oder gerade wegen der Umstände sehnsuchtsvoll, melancholisch und voller jugendlicher Hoffnung sind. Sie gehört zusammen mit Rose Ausländer und Paul Celan zum literarischen Dreigestirn von Czernowitz. Vor dem Hintergrund der nationalsozialistischen Verfolgung schrieb die junge Lyrikerin Texte, die in ihrer zeitlosen Ästhetik weit mehr als nur ein Zeugnis der drohenden Vernichtung des osteuropäischen Judentums und seines blühenden kulturellen Lebens sind. Das Werk Selma Meerbaums umfasst 58 Gedichte, die sie sorgfältig mit Füller auf Einzelseiten geschrieben und zu einem Album gebunden hatte, welches sie mit „Blütenlese“ betitelte.

Die Lesung von Iris Berben, mit musikalischer Untermalung durch Benjamin Moser, findet ganz bewusst am 09. November 2018 und damit im Gedenken an die genau 80 Jahre zurückliegende Reichpogromnacht statt. Iris Berben meint zu ihrem Vorhaben: „In dieser Zeit, in der sich Anzeichen von Rechtsradikalismus mehren, muss dieses Thema im Bewusstsein der Öffentlichkeit erhalten bleiben. Denn jeder Tag, der vergeht, vernichtet die Zeugnisse der Vergangenheit.“

Weitere Informationen unter: www.gotha-adelt.de. Die Tickets sind ab 35,00 € in der Tourist-Information Gotha / Gothaer Land am Hauptmarkt 33, telefonisch unter: 03621 – 510 450 und in sämtlichen Verkaufsstellen des Ticketshop Thüringen sowie online unter: www.ticketshop-thueringen.de erhältlich.

Foto: Harald Hoffmann


Gera: Ausstellungen zum Bauhausjahr

Thilo Schoder steht im Mittelpunkt der neuen Exposition im Haus Schulenburg

Bis zum 15. Februar 2019 ist im Haus Schulenburg Gera die Ausstellung „Nachfolger des Bauhauses – Zwei Künstlergenerationen in der DDR“ zu sehen. Bereits am 14. Oktober (15 Uhr) startet nun die zweite Ausstellung zum Bauhausjahr „Thilo Schoder – Schüler und Freund  Henry van de Veldes“ (bis Januar 2020).  

Thilo Schoder (1888-1979) gehört zu den erfolgreichsten Architekten des Neuen Bauens in Thüringen. Anfang 1933 kehrte er nicht mehr aus dem Weihnachtsurlaub in Norwegen nach Deutschland zurück. Schon längere Zeit erhielt er keine Aufträge mehr. Seine wirtschaftliche Lage war so bedrückend, dass er sein Büro in Gera schließen musste. „In Deutschland habe ich leider den Eindruck gewinnen müssen, dass es in absehbarer Zukunft vorbei ist mit der modernen Architektur. In der Deutschen Allgemeinen Zeitung habe ich gelesen, dass der Antrag gestellt worden ist, ein Gesetz zu erlassen, wonach das flache Dach als orientalisch und nicht in die deutsche Landschaft passend verboten werden soll“, schreibt Schoder an Henry van de Velde. In Norwegen sah er sich als heimatlosen Wanderer, der von vorn beginnen musste. Nachdem er eine Arbeitserlaubnis bekam, schuf er Einfamilien- und Geschäftshäuser, Wohnanlagen und Schulen in mehreren Städten. Dokumente und der bis in die 1950er Jahre anhaltende freundschaftlich-künstlerische Briefwechsel mit seinem Lehrer Henry van de Velde zeigen die Situation von Schoder in seiner Wahlheimat Norwegen.

Fotograf Jean Molitor hat seine Wirkungsstätten aufgesucht und den heutigen Zustand der Bauten dokumentiert. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.

Foto: Frauenklinik in Gera (Fotograf: Jean Molitor)


Kahla: Klingende Porzellankirche

Leuchtenburg lädt zur Festwoche der Chöre vom 22. bis 28. Oktober

Modern, rein, strahlend weiß und klar wirkt sie, die erste Porzellankirche der Welt auf der Leuchtenburg. Glasklar ist auch ihr Klang! Am historischen Ort - auf der Leuchtenburg - begann bereits im Jahre 1920 die Tradition Lieder zu singen. Damals nahm die Jugendbewegung hier Quartier und genoss die unglaubliche Freiheit. Man tanzte und musizierte, man brachte diesen Ort zum Klingen. Seither machen immer wieder Chöre auf der Leuchtenburg Station und stimmen Lieder im Burghof und der Kirche an. Dieser Tradition wird eine ganze Festwoche vom 22. zum 28. Oktober 2018 gewidmet. Täglich um 14 Uhr und am Wochenende zusätzlich um 11 Uhr lassen regionale und überregionale, junge und erfahrene Chöre auf der Leuchtenburg ihr Können hören und laden die Gäste zum Mitmachen ein.
 
Den Auftakt am 22. Oktober gestalten fünf junge Herren des Stadtsingechors Halle. Seine Geschichte reicht bis in das Jahr 1116 zurück. Im 17. und 18. Jahrhundert musizierte der Stadtsingechor regelmäßig unter herausragenden Kantoren und Organisten wie Friedrich Wilhelm Zachow, dem Lehrer Georg Friedrich Händels, und dem Bach-Sohn Wilhelm Friedemann. 1808 wurde der Chor von den Franckischen Stiftungen aufgenommen. Jung und dynamisch geht es am Dienstag, dem 23. Oktober, weiter. Der Chor des Gymnasiums Fridericianum Rudolstadt garantiert gute Laune! Dieser Chor beschreitet neue Wege. Aktuelle Lieder aus den Charts und echte Klassiker von Peter Gabriel oder den Beatles bilden einen gelungenen Mix aus schwungvollen, emotional anrührenden und provozierend nachdenkliche machenden Songs. Prominent wird es am Mittwoch dem 24. Oktober, wenn Opernsänger und Entertainer Gunther Emmerlich gemeinsam mit einem regionalen Chor die heiligen Hallen voluminös erklingen lässt.
Der Hermsdorfer Lehrerchor gastiert am 25. Oktober in der Porzellankirche. Eigentlich sollte nur ein mit Liedern umrahmtes Festprogramm zum 70. Jahrestag der Oktoberrevolution im Kreis Stadtroda stattfinden, aber es fanden sich so viele Lehrer und Erzieher aus Schulen und Kindergärten, dass schon bald ein auftrittsfähiger Chor entstanden war. Allen machte das Singen besonders deutscher Volkslieder so viel Spaß, dass der Chor erhalten blieb. Bis heute!
Die "Freude am Singen" ist es, was die Chorgemeinschaft Lindig verbindet. Das werden Sie hören, am Freitag, dem 26. Oktober.  Den Sonnabend gestaltet der Männergesangsverein Reinstädt 1858 und die beiden Konzerte am Sonntag, dem 28. Oktober, überzeugt der Frauenchor Stadtroda. 2012 wurden sie in der MDR-Sendung "Hier ab vier" zum Chor des Jahres 2012 gewählt. In diesem Jahr wurden die Damen für das Gewandhaussingen am 8. Dezember diesen Jahres ausgewählt.
Die Konzerte sind kostenfrei. Besucher zahlen nur den regulären Eintritt für Burg und Ausstellungen.  


Hundred Seventy Splitt im Malzhaus Plauen

Freitag, 19. Oktober, 20 Uhr

Es ist gelungen eine Weltklasseperle für Bluesrock-Fans nach  Plauen zu holen! Leo Lyons, der 1967 mit Alvin Lee die Gruppe Ten Years After gründete, kommt im Rahmen seiner Hundred Seventy Split-Deutschlandtournee ins Malzhaus. - Die Basslegende Leo Lyons, der in den späten 60-er und den frühen 70-er Jahren mit TYA auf sämtlichen Weltbühnen stand auf denen Rockgeschichte geschrieben wurde, begeistert immer noch trotz ( oder gerade wegen ) seiner fitten 74 Jahre mit Wahnsinns-Bassläufen, toller Bühnenpräsenz und auflergewöhnlichem Spielverständnis mit Joe Gooch und Damon Sawyer. Stimmen im Netz sprechen sogar von der zur Zeit besten Bluesrock-Live-Band, die dem alten Woodstock-Sound neues Leben eingehaucht hat. Das zu zwei Dritteln aus Ten Years After hervorgegangene Trio lädt Blueshungrige erneut zur Verkostung eines hochklassigen Menüs aus eigenen Songs und „TYA“-Klassikern wie „Love Like A Man“ oder „I’m Going Home“ein. Als Dream Team präsentieren Drummer Damon Sawyer (Paul Rogers, Bill Wyman and the Rhythm Kings), Gitarrist Joe Gooch (von 2003 bis 2014 bei Ten Years After) sowie Bassist und „TYA“-Gründungsmitglied Leo Lyons technische Versiertheit gepaart mit unbändiger Spielfreude. „Die Drei rocken, bluesen und jammen, dass es Genrefreunden die Freudentränen in die Augen treibt!“ (Musix) und mit jedem Song die Stimmung steigt!“

Karten: Geschäftsstellen der Freien Presse, Terre Plauen sowie unter www.malzhaus.de

Foto: Arnie Goodman


Neues aus dem Geraer Lachgeschäft

Franziska Troegner ist eine der vielseitigsten deutschen Schauspielerinnen. Sie ist „Fürs Schubfach zu dick“, wie sie auch ihr Programm genannt hat, mit dem sie am 19. Oktober, 20 Uhr, in der Lachmöwe gastiert und Geschichten aus ihrem Leben erzählt: Denn sie spielte mit den „Brecht-Ikonen“, dem Multitalent Diether Krebs, mit Hoolywoodstar Johnny Depp und seit über 20 Jahren mit Dieter Hallervorden. Mit Herz, Humor und Ironie erzählt die „energiegeladene Schauspielerin“ wie sie einst von Halliwood noch Hollywood ging, ob sie Johonny Depp küssen durfte, was sich im Film beim „OFF“ abspielt und andere Erfahrungen abseits der „Besetzungscouch“. 

Gute Manieren? Kannste kniggen. Der Ton im Land wird rauer. Deshalb rufen Bettina Prokert und Maxim Hofmann am 1. November zur Premiere von „Die hohe Schule der Bambule“: Rettet die Etikette! Sie bieten Rat für alle Lebenslagen: Wie hilft der Gentlemen einer Dame möglichst schnell aus dem Kleid? Wie kann man als Internet-Troll schöner pöbeln? Ein musikalisch, schräger und äußerst satirischer Benimmkurs für Verhaltensauf- und Rückfällige.

 „Offen und ehrlich“: Ein Best-of-Programm von Kalle Pohl am Mittwoch, 14. November, dem aus der RTL-Comedy-Show „7 Tage, 7 Köpfe“ bekannten Comedian - Komische Highlights, neue Gags und Sketche, aberwitzige Dialoge, ergreifende Schangsongs zum Akkordeon, zeitgemäß knatternde Stand-up-Comedy und zeitloses Kabarett.

Im MDR öffnet Lothar Bölck (FOTO) das „Kanzleramt, Pforte D“. Die besten Szenen seines TV-Hintertürstehers gibt’s am 15. und 16. November im Lachgeschäft. Der 65jährige begibt sich damit auf Abschiedstour und schickt seine Bühnenfigur in den Unruhestand. Zuvor will er der Politik noch einmal den Marsch blasen. „Pfortissimo“!

Power-Lesung? Noch nie gehört! Äktschen-Lesung auch nicht? Dann auf zur neuen Satire-Reihe im Lachgeschäft, denn hier haben die Geraer Freunde des lustigen Wortes ihr Podium gefunden, um satirische Texte zu Gehör zu bringen. Da wird nicht nur gelesen und gelacht, da wird in Erinnerungen gewühlt und Träume werden wahr: Auf den Punkt gebrachte literarische Kostbarkeiten Geraer Autoren und Originale! Die erste Power-Lesung gabs bereits Anfang September, die nächsten stehen am 20. Oktober und am 17. November auf dem Spielplan.

Trotz all der Gastspiele ist natürlich auch das Hausensemble regelmäßig im Steinweg anzutreffen und spielen ihre Programme „Rad ab oder was?“, „Zum Lachen in den Hobbykeller“, „Ohne Navi findet Papi nicht ins Bett“, „Zwei Dumme – kein Gedanke“, „Keine Zeit für Burnout“ oder „Umsonst kostet extra“. 

Karten: unter www.lachgeschaeft.de erhältlich und Tel. 0365.83506742 


Julia Engelmann mit "Poesiealbum" auf Tour

12. November, 20 Uhr, Erfurt, Messe

Nach ihrem liebevoll gestalteten Programm „JETZT, BABY – Poesie und Musik“, das über 50.000 Besucher anzog, startet Julia Engelmann jetzt mit einem neuen Live-Programm
durch. Die 25-jährige Bremerin ist ein Multitalent: Ihr Debütalbum „Poesiealbum“ (VÖ November 2017) stieg auf Platz 9 der Albumcharts ein und enthält 14 wundervolle Songs mit diesem besonderen „engelmannschen“ Wortzauber. Die Herbsttournee verspricht neue Songs, frische Lyrik und eine mitreißende Live-Performance, voller bekannter und neuer Texte, wie „Zauberer“ oder „100 große Kinder“, aber auch mit Liedern ihres Debütalbums und natürlich auch ihrem auf Youtube millionenfach geklickten „Grapefruit“-Song.

Tickets: bekannte VVK-Stellen, www.eventim.de, www.ticketshop-thueringen.de und unter Tel. 0361.227 5 227

Foto: Ben Wolf


Gastspiele in Gera im Rahmen der 26. Tage der jüdisch-israelischen Kultur in Thüringen

Im Rahmen der 26. Tage der jüdisch-israelischen Kultur in Thüringen finden bei Theater&Philharmonie Thüringen zwei besondere Gastspiele statt: Ein Puppentheater für die ganze Familie ist Isaak und der Elefant Abul Abbas (FOTO). Shlomit Tulgan vom Puppentheater BUBALES aus  Berlinspielt es für Kinder ab 7 Jahren in deutscher und arabischer Sprache. Der Eintritt ins Puppentheater am Gustav-Hennig-Platz in Gera am Sonntag, 11. November, um 15 Uhr ist frei! - Die Handlung basiert auf einer wahren Geschichte aus dem Mittelalter: Der jüdische Handelsmann Isaak soll ein Geschenk des Kalifen Harun al-Raschid an Karl den Großen von Bagdad nach Aachen bringen. Das Geschenk ist ein weißer Elefant namens Abul Abbas. Die gefährliche Reise über Jerusalem, die Wüstengebiete Nordafrikas, das Mittelmeer und die Alpen dauert zwei Jahre. Isaak und Abul Abbas müssen viele Abenteuer bestehen und entdecken dabei Unterschiede und Gemeinsamkeiten. - Shlomit Tulgan, die Berliner Puppenspielerin mit türkischen Wurzeln, hat für ihr jüdisches Puppentheater BUBALES gemeinsam mit geflüchteten syrischen Künstlern ein neues Stück erarbeitet. Sechs Schauspieler haben den Text als Playback eingesprochen; musikalisch wird das Stück von einem Mix aus jüdischen Melodien und bekannten arabischen Kinderliedern begleitet. (Foto: Jüdisches Puppentheater Bubales)

Israel und seine Comics ist ein Comic-Konzert mit Itay Dvori am 15. November um 19:30 Uhr in der  Bühne am Park Gera überschrieben. - Zeichnungen, Sprechblasen, Töne – all diese Elemente fügen sich in Itay Dvoris Comic-Konzerten zu einem „neuen Genre“ (Deutschlandfunk Kultur) zusammen. Die zum Teil komponierten und zum Teil improvisierten Vertonungen verknüpfen sich mit den gleichzeitig projizierten Bildern und Texten der Comics und Graphic Novels zu einem synästhetischen Erlebnis. Dvoris Programm Israel und seine Comics bietet einen Einblick in die Vielfalt der äußerst lebendigen Comic-Szene Israels, mit Werken u. a. von Asaf Hanuka, Michel Kichka und Rutu Modan. Diese Bücher, manchmal humoristisch und manchmal ernst, sind alle erfolgreich in vielen Sprachen erschienen und porträtieren das heutige Leben in Israel. Das Programm präsentiert jedoch auch deutsche Comiczeichner, die auf originelle Art und Weise ihre Eindrücke von dem Land zu Papier gebracht haben. Ein zentrales Werk im Programm ist mit Jens Harders Ticket to God der Stadt Jerusalem gewidmet. Der Comic zeigt die Heiligkeit dieser einzigartigen Stadt für drei Weltreligionen und gleichzeitig auch ihre besondere Geschichte sowie ihren Alltag. Barbara Yelins Buch Vor allem eins: Dir selbst sei treu, ursprünglich für eine Ausstellung vom Goethe Institut Tel Aviv konzipiert, erzählt von der außergewöhnlichen Lebensgeschichte Channa Marons, die im Berlin der 30er Jahre als Wunderkind die Hauptrolle in Erich Kästners Pünktchen und Anton spielte und später zu einer der größten Schauspielerinnen Israels wurde. In Rezensionen seines Comic-Konzerts im Deutschlandfunk Kultur und in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wurde Itay Dvori bereits hymnisch gefeiert; nun kommt er zu einem Auftritt nach Gera.

Karten sind an der Theaterkasse erhältlich, telefonische Reservierungen unter 0365 8279105, online buchen unter www.tpthueringen.de


6. Internationales Tanztheater Festival Erfurt

Bis 26. Oktober

Bis 26. Oktober lädt das Tanztheater Erfurt e.V. alle herzlich ein zur 6. Ausgabe des Internationalen Tanztheater Festival Erfurt und freut sich, auch dieses Jahr wieder hochkarätiges Tanztheater präsentieren zu können! Unter dem Motto Kulturelle Vielfalt werden KünstlerInnen aus aller Welt ihre ganz eigenen Sichtweisen auf gesellschaftspolitisch relevante Themen eindrucksvoll künstlerisch umsetzen und uns Einblicke in aktuelle Tendenzen des zeitgenössischen Tanzes geben.

Der israelische Choreograf Edan Gorlicki eröffnet das Festival mit The Players und erprobt auf scheinbar sicherem Grund den Einfluss von sozialem Status, Manipulation und menschlichem Kalkül. Ganz anders nähert sich die griechische ECHODRAMA Cultural Group dem Thema soziale Einflussnahme und Unterdrückung und zeigt uns ihre zeitgenössisch vertanzte und mit Live Musik begleitete Interpretation des Romans EROS-IROS von Alexandros Papadiamantis. Modern, politisch und emotional reflektiert Ester Ambrosino mit ihrer Company in KONSEQUENZEN aktuelle Themen wie Presse- und Meinungsfreiheit, Ausgrenzung, Flüchtlingsproblematik, Klimawandel, Sexualität, Virtual Reality und Soziale Netzwerke. In Alice im Wunderland bringen Ester Ambrosino und ihre Junior Company alle Facetten der Fantasie und des Nonsens zum Ausdruck und faszinieren mit einer Alice, in der sich jedes Kind widerspiegelt. Auch contact.energy’18, der europaweit ausgeschriebene Wettbewerb für zeitgenössischen Tanz, verspricht wieder ein spannender und energiegeladener Abend mit künstlerischen Initialzündungen zu werden. Bestimmen Sie als Publikum Ihren eigenen Favoriten! Wer selber Lust auf Tanzen hat, ist eingeladen zum Dabke Tanz-Workshop mit Medhat Aldaabal und seinen Kollegen von Amal. Vorkenntnisse sind nicht nötig, die Teilnahme ist kostenlos! Den Schlusspunkt des Festivals setzen eindrucksvoll Medhat Aldaabal, Davide Camplani (in Kooperation mit Sasha Waltz & Guests) und ihre syrischen Tänzer und Musiker mit Amal, einem Stück, das den Prozess des Ankommens in einer neuen Gesellschaft und die individuelle Betrachtung auf den Begriff Hoffnung beleuchtet.

Mehr zum Programm unter www.tanztheaterfestival-erfurt.de

Karten für die Vorstellungen im Theater Erfurt über die Vorverkaufsstellen, telefonisch unter 0361-2233155 (Mo bis Sa von 10 bis 18 Uhr) oder auf www.theater-erfurt.de

Zum Foto: Ester Ambrosino zeigt mit ihrer Company in KONSEQUENZEN (Foto: Lutz Edelhoff)


„Nonnenwölkchen“ sollen Besuch versüßen

3. Martinsmarkt im Weißenfelser Kloster verspricht viel Neues, Originelles und Zauberhaftes rund um die „putzmuntere Gänseschar“

Kunsthandwerker und Gewerbetreibende aus ganz Mitteldeutschland warten am 2. November-Wochenende 2018 auf Gäste im ehrwürdigen Weißenfelser Kloster St. Claren. Dort findet am Sonnabend und Sonntag, 10. und 11. November, jeweils von 10 bis 17 Uhr, der 3. Martinsmarkt statt. Angesiedelt in der Mitte der 10. Weißenfelser Theatertage, verspricht er in diesem Jahr wieder Anspruchsvolles von gediegener Glasbläserei über zauberhaftes Kerzenrollen bis hin zu modernster Plauener Spitze. 

Mit einem Frischemarkt  wollen Anbieter der Region die Besucher bewirten. Der Bürgerverein Kloster St. Claren als Veranstalter präsentiert zudem diverse Spezialitäten vom Grill. Und natürlich gibt es noch mehr Hausgemachtes, zum Beispiel Martinskekse und die „Nonnenwölkchen“, ein Blätterteiggebäck, das dem Publikum seinen Besuch auf dem Klostergelände versüßen möchte. Kinder und Jugendliche aus Weißenfelser Kitas und Schulen werden erneut das kulturelle Rahmenprogramm mit selbstgebauten Laternen, Backwerk und Musik gestalten. Der Schauspieler und Musiker Holger Vandrich kommt mit  „Geschichten-Liedern für Große und Kleine“ aus Naumburg. Ja, und was wäre ein Martinsmarkt ohne echtes Gänsegeschnatter? „Martins putzmuntere Gänseschar“  fliegt in diesem Jahr wieder von einem Bauernhof aus der Burgenland-Region  ein. Der Erlös des Martinsmarktes, der am späten Sonntagnachmittag mit einem gemeinsamen Singen von Schülern des Goethegymnasiums und Besuchern endet, kommt der Sanierung des städtischen Klosters zugute. Der Verein sammelt mit Unterstützung von Sponsoren weiterhin fleißig Spenden, um die notwendigen Eigenmittel aufzubringen, damit Anträge auf Fördergelder gestellt werden können. Außerdem wollen Gymnasiasten mit ihrer Musiklehrerin Edwina Teichert Kostproben aus ihrem aktuellen Musicalprojekt „Robin Hood“ geben. Premiere für das Stück ist im Januar 2019 in der Aula des Gymnasiums. (Autorin: Bärbel Schmuck)


CORNAMUSA – World of Pipe Rock and Irish Dance – Part V

Das schottisch-irische Showhighlight

Cornamusa verschmelzen auf musikalische und tänzerische Weise schottische und irische Welten zu einer völlig neuen Musik-Tanzshow, bei der Moderne und Tradition aufeinandertreffen.So wie jedes Jahr, wurde auch für diese Tour die Show mit neuen Arrangements und Kompositionenin Szene gesetzt.

Wenn das Trommeln der schottischen Garnisonen von weitem erschallt und ein schottischer Soldat sich in ein irisches Mädchen verliebt, liegt die Spannung regelrecht in der Luft. Die Zuschauer werden mitgenommen in die Welt von Tír na Nog - dem Land der ewigen Jugend. Ein legendäres Land im westlichen Meer Irlands, in dem die Bäume immer grün vor Leben strotzten, die Blumen in voller Blüte standen und Männer und Frauen nie alterten.Die atemberaubenden visuellen Eindrücke der High Class Licht- und Videoprojektionen und die ständig wechselnden Kostüme der Künstler sind nur ein Bruchteil der Sinnesgenüsse, die auf den Zuschauer einwirken. Mit dabei, Solotänzer und Choreograf Gyula Glaser, der bereits als dreifacher Europameister unter anderem am Off Broadway Repertory Theatre New York gastierte. Ebenso erfolgreich mit dabei, Nicole Ohnesorge, die als Solotänzerin jahrelang bei internationalen Produktionen mitwirkte undneben vielen Meistertiteln unter anderen den 3. Platz bei der Weltmeisterschaft eroberte. Ihre weltweit einmalige Verbindung von irischer Stepptanzkunst preisgekrönter Tänzer auf Weltklasseniveau mit einer 7-köpfigen Liveband, sprengt die Ketten des Standards ohne die Wurzeln der Tradition zu verlieren. Die Musiker des Ensembles sind bekleidet mit dem unverkennbaren Merkmal der Schotten, dem Kilt und sind in die Choreografie der Tänzer mit eingebunden.In ihrem Heimatland wurden sie mit dem Award als „Beste Liveband“ ausgezeichnet. Sie verzaubern das Publikum unter anderem mit ihren 5-stimmigen Satzgesängen.Mit dem Spiel auf den Dudelsäcken, Akkordeon, Geige, Gitarren, Bass, Bodhran, Irish Whistle und Keyboardentführen ihr Publikum auf eine Reise durch die fantasievolle Welt der Kelten, Druiden, Schotten und Iren. Die Songs zur Show komponieren und arrangieren Cornamusa überwiegend selbst und haben bereits 5 Alben weltweit veröffentlicht. Bekannte Welthits, wie z.B. "Whiskey in the Jar", Reel of Arrivals" oder "Feet of Flames" sind mit neuen Arrangements versehen und werden zusammen mit den Stepptänzern perfekt in Szene gesetzt.

27. Dezember, Weimar, Weimarhalle
28. Dezember, Gera, Kultur- und Kongresszentrum
30. Dezember, Halle/Saale, Georg-Friedrich-Händel-Halle
04. Januar, Heilbad Heiligenstadt, Kulturhaus
05. + 06. Januar, Schleiz, Wisentahalle
19. Januar, Gotha, Kulturhaus
02. Februar, Suhl, Congress Centrum
16. Februar, Leipzig, Gewandhaus
Karten: an allen bekannten Vorverkaufsstellen, www.eventim.de, Hotline 01806.570070


Einblick in facettenreiches Lebenswerk

Zum Auftakt des Bauhaus-Jahres 2019 widmet das Keramik-Museum Bürgel ab 3. November dem Werk Wilhelm Löbers (1903-1981) eine Ausstellung

Zum Auftakt des Bauhaus-Jahres 2019 widmet das Keramik-Museum Bürgel dem Werk Wilhelm Löbers (1903-1981) eine Ausstellung, einem der begabtesten und vielseitigsten Bauhaus-Schüler der Dornburger Keramikwerkstatt. Schon früh zeigt sich ein breites künstlerisches Interesse und Talent. In der Dornburger Bauhaus-Werkstatt beschäftigt sich Löber neben der Töpferei, wie der Formmeister der keramischen Abteilung Gerhard Marcks, auch mit Holzschnitten und Plastiken. Nach dem Weggang des Bauhauses aus Weimar legt er zunächst, als letzter der Bauhaus-Töpfer, noch seine Gesellenprüfung ab und erhält dann Anstellung an der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin. 1929 geht er an die Kunstschule Burg Giebichenstein, um bei Marcks als Meisterschüler Bildhauerei zu studieren. In der Folge gestaltet er Denkmäler und Brunnen für den öffentlichen Raum, die teilweise heute noch zu sehen sind. So schuf Löber unter anderem den Goethebrunnen in Ilmenau, den Fischbrunnen auf dem Barther Marktplatz und die mächtigen Moschusochsen-Gruppen aus Klinker und Bronze im Rostocker Zoo und dem Berliner Tierpark. Der in Thüringen geborene Keramiker und Bildhauer war einer der Begründer der Fischland-Keramik (1956) und später der Rügen-Keramik (1966) mit ihren unverwechselbaren, dekorativen Gebrauchskeramiken in aufwändiger Aufglasurmalerei und Ritztechnik. Die Sonderausstellung bietet einen Querschnitt des sehr facettenreichen Lebenswerkes von Wilhelm Löber. Immer wieder probierte er sich an neuen Techniken und Materialien aus. Er sah sich selbst immer als Bildhauer. Neben vielseitigen Kunstkeramiken und Keramikskulpturen gibt es deshalb auch ein großes Potpourri aus Porzellan, Holzskulpturen und Holzschnitten sowie Kupfertreibarbeiten und Bronzen zu sehen.

Zu sehen bis 31. März 2019 // Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr Dezember bis Februar Dienstag bis Sonntag 11 bis 16 Uhr Auf Anfrage sind Sonderöffnungen möglich. Führungen nach Voranmeldung.

www.keramik-museum-buergel.de


Gregorianic meets Pop

The Gregorian Voices auf Tournee in unserer Region

Dem Publikum öffnet sich eine Tür zu einer musikalischen Zeitreise durch zwölf Jahrhunderte. - Die erste Hälfte dieses Programms besteht aus klassisch gregorianischen Chorälen, orthodoxen Kirchengesängen und Liedern der Renaissance und des Barock, die in lateinischer Sprache vorgetragen werden. Neben dem „Ave Maria“ und dem „Ave Maris Stella“ wird dem Publikum das andachtsvolle Kyrie „Missa Orbis Factor“ geboten. Es folgen unter anderem orthodoxe Lieder von Ioan Kukusel (1280–1360) und ein kunst voller Kanon „Cantate Domino“ von Heinrich Schütz (1585-1672). Dann das zeitgemäße moderne „Pie Jesu“ aus dem Requiem von Andrew Lloyd Webber (1984) gewann 1986 den  Grammy Award für die beste klassische zeitgenössische Komposition. In der zweiten Hälfte demonstrieren die acht Künstler, wie englischsprachige Popsongs in  einer gregorianischen Adaption klingen. Auch hier elektrisieren sie durch ihr beachtliches  Stimmpotenzial und zaubern Gänsehautatmosphäre in jeden Kirchenraum. Neben Leonhard Cohens „Hallelujah“ werden unter anderem „Sound of Silence“ von Simon & Garfunkel sowie Bob Dylans „Knocking On Heaven‘s Door“ und Rod Stewards  „I’mSailing“ interpretiert.

21. Oktober 2018, 17.00 Uhr, Gera-Untermhaus, St. Marienkirche
Karten: EVENTIM

28. Oktober 2018, 17.00 Uhr, Hof, St. Michaeliskirche
Karten: EVENTIM, RESERVIX, Ticket Regional



Weihnachts-OSTPRO in Erfurt

2. bis 4. November, Thüringenhalle: Verkaufs- und Ordermesse für Produkte aus den neuen Bundesländern

Die Ostpro in Erfurt ist die größte Verkaufs- und Ordermesse für Ostprodukte in Deutschland und Plattform für Firmen aus den neuen Bundesländern bzw. für hier ansässige Firmen. Sie wurde 1991 gegründet, um den in Vergessenheit geratenen Produkten aus der ehemaligen DDR eine neue Präsentations- und Marketingplattform zu bieten. Mit dem großen Erfolg hat sich die Messe zu einer Kultveranstaltung entwickelt, die heute in verschiedenen Städten in Ostdeutschland stattfindet. Seit der ersten Ausgabe haben es viele Produkte wieder in die Ladenregale zurück geschafft. Ein Bewusstsein für regionale Produkte wurde geschaffen und das große Interesse und die hohe Nachfrage nach den kultigen Ostprodukten ist so hoch wie eh und je. Die Ostpro ist ein Mekka für alle, die immer wieder Gefallen an den Ostprodukten finden. Als reine Publikumsmesse ist sie für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Die Ostpro in Erfurt legt den Schwerpunkt auf das Thema Weihnachten, das sich auch in der angebotenen Produktpalette widerspiegelt und findet in der Thüringenhalle statt. Die Halle verfügt über eine Ausstellungsfläche von 2000 qm und liegt verkehrstechnisch günstig im Süden von Erfurt. Parkplätze für Autos und begrenzt auch für Busse sind vor der Halle verfügbar. Aber auch mit der Straßenbahn ist die Halle gut zu erreichen.


Der Traumzauberbaum und Josefine, die Weihnachtsmaus

Das Familienmusical von MONIKA EHRHARDT und REINHARD LAKOMY

Am Weihnachtsmorgen vermählen sich leise Himmel und Erde, und so erwacht der Traumzauberbaum in der großen himmlischen Weihnachtswolke. Moosmutzel, das süße Waldgeistermädchen, stimmt gleich ein Traumblatt an mit einem Traumzaubersternenlied für die Kinder. Wie das hier so lecker duftet! Schwupps, da huscht eine Maus die Himmelsleiter herauf und hat großen Hunger. Es ist Josefine, die Weihnachtsmaus. Christa Engel, der strenge Ordnungsengel des Himmlischen Direktors naht, fremde Personen sind nicht erlaubt im Himmel. Moosmutzel versteckt Josefine rasch in der Himmlischen Speisekammer. Der Traumzauberbaum freut sich auf die Lichterfee, die hier am Abend die Kerzen anzünden wird, ein warmes Licht für die Welt, allen ein Wohlgefallen, auch für arme Mäuse. Christa Engel dirigiert die Festvorbereitungen, das Lametta muss aufgehängt werden, der Sternputzer Funkelfix putzt schon eifrig die Sterne, der Himmlische Direktor komponiert und Christa Engel muss schon wieder für ihn rote Komponierbrause aus der himmlischen Speisekammer holen. Ein Aufschrei! In der Speisekammer ist eingebrochen worden! Elf Rosinen fehlen und im Käse ein Loch! Da muss man doch sofort ein Riegel vor das Himmelstor schieben! Moosmutzel und der TRAUMZAUBERBAUM wissen Bescheid, wer das war, die Kinder auch, aber werden sie Josefine verraten? Foto: Anyess von Bock

6. Dezember, 16 Uhr, Bad Blankenburg, Stadthalle

Karten: Tel. 036741.57 577, www.stadthalle-bad-blankenburg.de

12. Dezember, 17 Uhr, Dresden, Kulturpalast

Karten: Tel. 0351.48 66 8 66, www.agentour.org

15. Dezember, 16 Uhr, Böhlen, Kulturhaus

Karten: Tel. 034206.770 540, www.kulturhaus-boehlen.de

Infos: www.traumzauberbaum.de


31. Tage Neuer Musik in Weimar

Konzeptuelle Musik vom 7. bis 11. November

Die Konzeptuelle Musik entstand in den 1960-er Jahren im Umfeld der Fluxus-Bewegung und des Happenings. Zu ihren Wegbereitern gehört der Schweizer Urs Peter Schneider, der hierüber 2016 „Eine kommentierte Anthologie“ (318 Seiten) veröffentlichte. 

Das 50-jährige Bestehen seines „Ensembles Neue Horizonte Bern“ bietet den Anlass, ihn und seine bis heute bestehende Gruppe nach Weimar einzuladen. Hierbei werden Werke aus den USA und der Schweiz gegenübergestellt.  Der Trompeter Markus Stockhausen (Köln) bereitet ad hoc in einem Workshop ein Programm mit dem „Intuitive Music Orchestra“ vor und gestaltet unter dem Titel „Moving Sounds“ ein Konzert mit Tara Bouman (Klarinette/Bassklarinette).  Junge Interpreten aus Deutschland, England und Japan bringen als „Interrogation Quartet“ neue Kreationen zu Gehör.  Mit dem Lautsprecherorchester des Studios für elektroakustische Musik (SEAM) werden Werke von Studierenden der Bauhaus-Universität und der Hochschule für Musik zum Festivalthema präsentiert.  Das Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM) nimmt das Jahr 1968 in den Fokus, in dem Karlheinz Stockhausen mit den Zyklen „Aus den sieben Tagen“ und „Für kommende Zeiten“ und Christian Wolff (USA) mit seiner „Prose Collection“ neue Ansätze für dasunmittelbare Entstehenvon Musik im Moment der Aufführung fanden.  

www.lmrthueringen.de/neue_musik

Foto: Markus Stockhausen (Archiv: Klang Projekte Weimar e.V.)


Jubiläum der Night of the Proms 2018

5. Dezember 2018, Erfurt, Messehalle: Britischer Avantgarde, belgischer Pop und deutscher Soul-Jazz mit Bryan Ferry, Milow, Tim Bendzko uvm.

Bryan Ferry, Milow, Tim Bendzko und die Pointer Sisters sind die künstlerischen Säulen der  Jubiläumsausgabe der Night of the Proms. Im 25. Jahr der erfolgreichen Geschichte dieser Klassik-trifft-Pop-Tournee präsentiert der Veranstalter die Essenz der eigentlichen Idee dieses Crossover-Erlebnisses in Vollendung.

Man nehme außergewöhnlich starke Künstler aus den unterschiedlichsten Jahrzehnten und Genren der Popgeschichte und präsentiere deren legendäre Hits in Begleitung eines Sinfonieorchesters, das zwischen den einzelnen Pop-Acts zudem die populärsten Hits der Klassik auf die Bühne zaubert. Heraus kommt ein audiovisuelles Gesamtkunstwerk, das die Besucher auf eine Reise durch 300 Jahre populärer Musik entführt. Mit der Kraft von Sinatra, der Ausstrahlung von Gainsbourg und der Intensität von Lou Reed hat Bryan Ferry seiner Musik stets neue Nuancen und einen Verve hinzugefügt, der so hochmodern und eindeutig sein Eigen ist, dass seine Musik stets neue Wege ging. Hits wie „Slave to love“ oder „More than this“ gehören noch heute zum ständigen Radiorepertoire deutscher Sender. Mit seinen Songs „Nur noch kurz die Welt retten“, „Wenn Worte meine Sprache wären“ oder „Keine Maschine“ hat Tim Bendzko die deutsche Popszene im Sturm eroberte. Ob im Vorprogramm von Elton John oder Joe Cocker oder auf seinen eigenen Tourneen und als Juror bei The Voice Kids- Tim Bendzko ist in den vergangenen Jahren omnipräsent. Jetzt stellt er seine Songs in sinfonischem Gewand bei der Proms vor. Mit „Ayo Technology“ lieferte Milow 2008 den Radio Ohrwurm des Jahres. Der bodenständige Belgier tourt seitdem unermüdlich weltweit und ist längst zu einem Synonym für eine charismatische Stimme, unwiderstehliche Melodiebögen und einfallsreiche Arrangements geworden. Unter dem Motto „Party pur“ werden die drei US-Ladies von The Pointer Sisters („I´m so excited“, „Fire“ u.v.a.) die Hallen zum Kochen bringen. John Miles ist ebenso mit von der Partie wie der Klassiksolist Petrit Ceku.

Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie unter www.eventim.de

Foto: Bryan Ferry (Foto: PSE Germany)


Nordische Poesie, Königliches Hofballett & Comedystar!

Die nächsten Höhepunkte in Bad Elster

Am Dienstag, den 23. Oktober lädt die SWS Big Band um 19.30 Uhr zu einem swingenden Konzert in die KunstWandelhalle Bad Elster ein. In der SWS Big Band sind brillante Musiker vereint, die jahrzehntelang in der Tanzmusik-Szene, in Philharmonischen Orchestern und in der Big-Band vom berühmten Fips Fleischer gespielt haben. Unter der musikalischen Leitung von Peter Pfeiffer entstand dabei ein homogener Klangkörper, der vorrangig Swing-Musik der 20er bis 50er Jahre im Repertoire pflegt und stimmungsvoll aufführt. Glenn Miller, Duke Ellington, Count Basie und George Gershwin sind die bekanntesten Vertreter dieses Musikstils. Gemeinsam mit den Gesangssolisten Marina von Stroganoff und Manfred Rupkalwis  lassen sie diese Musikära in der KunstWandelhalle aufleben und sorgen somit für heitere und beSWINGte Atmosphäre! Tickets: 037437/53 900 | www.kunstwandelhalle.de

Am Mittwoch, den 24. Oktober lassen die Stimmen der Maxim Kowalew Don Kosaken um 19.30 Uhr das König Albert Theater in den Tiefen russischer Seele erklingen. Die Maxim Kowalew Don Kosaken lassen das musikalische Erbe der russischen Kosaken in Westeuropa und Skandinavien mit unerreichter Begeisterung und auf technisch brillantem Niveau wieder aufleben. Dabei bereiste der Chor russisch-orthodoxe Klöster, um sein Wissen im Bereich der östlichen Chormusik zu perfektionieren. Der stimmgewaltige Sänger Maxim Kowalew fühlt sich dem Geiste jenes alten, unvergänglichen Russlands verpflichtet. Tickets: 037437/53 900 | www.kunstwandelhalle.de

Am Freitag, den 26. Oktober bezaubert das Ensemble Strömkarlen um 19.30 Uhr das Publikum mit ihrer Interpretation der unendlichen Schönheit nordischer Musik in der KunstWandelhalle Bad Elster. Strömkarlen ist der Name eines Wassergeistes, der in den Flüssen Schwedens wohnt und mit den bezaubernden Klängen seiner Fiedel unbedarfte Wanderer in die Fluten lockt. Ganz ähnlich unwiderstehlich zieht die Musik des gleichnamigen deutsch-schwedischen Trios in den Bann und entführt in die Weiten des europäischen Nordens.  Das Ensemble präsentiert im Programm »The Roots of Nordic Poetry« Vertonungen von Liedern aus der altisländischen Edda, ganz nah an den Wurzeln nordeuropäischer Kultur. Seit im 13. Jahrhundert in Island eine umfassende Sammlung von alten Götter- und Heldenliedern zusammengetragen wurde, ist die Faszination für die später unter dem Namen »Edda« bekannten Verse mit Ihrer archaischen, bildgewaltigen Sprache bis heute ungebrochen. Die Magie der uralten Geschichten von Odin und Freya, Riesen und Zwergen, Runen und Zaubersprüchen ist so auch in ihren Konzerten zu spüren. Mit Geige, Gitarre, Kontrabass, Bodhrán und Tin Whistle, vor allem aber mit ihren »göttlichen Stimmen« zelebriert Strömkarlen ihre ganz eigenen Weisen... Tickets: 037437/53 900 | www.kunstwandelhalle.de

TANZ-TIPP DER WOCHE

Am Sonnabend, den 27. Oktober öffnet sich um 19.30 Uhr der Vorhang für das Königliche Hofballett Bad Elsters im »Glanz & Tanz des Rokoko«: Über 30 Darsteller, prachtvolle historische Kostüme und höfische Tänze europäischer Königshäuser werden dabei in der zeitlosen Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn oder Jean-Baptist Lully das Königliche Kurhaus erstrahlen lassen. Die Tänzerinnen und Tänzer der Gräflich Schönburgischen Schlosscompagnie aus dem sächsischen Glauchau, eine reizende Amoretten-Schar aus Elsteraner Kindern und die Conférencieuse Mareike Greb entführen das Publikum gemeinsam mit der Chursächsischen Philharmonie in prachtvollen historischen Kostümen zum musikalisch-tänzerischen Amüsement an die europäischen Höfe. Höhepunkt ist die Aufführung des von Jean-Baptist Lully für den französischen Sonnenkönig komponierten Hofballetts »Der Triumph der Liebe« in wahrlich göttlicher Ausstrahlung - Französische Eleganz, höfischer Barock und die Poesie des Rokoko verschmelzen so zu königlicher Theaterunterhaltung! Eine wirkliche Besonderheit im Programm ist dabei die exklusive Aufführung einer Quadrille aus dem originalen »Schönburgischen Tanzbüchlein« aus den Archiven des Fürsten Günther von Schönburg-Waldenburg, welche erst kürzlich wiederentdeckt und nun speziell für Bad Elster choreografiert wurde. Tickets: 037437/53 900 | www.chursaechsische.de

COMEDY-TIPP DER WOCHE:

Am Sonntag, den 28. Oktober präsentiert der Radio-Morningsshow-Star Thomas Böttcher im Königlichen Kurhaus Bad Elster um 19.00 Uhr seinen neuen Comedy-Abend »Lieber radioaktiv als im Radio aktiv!«. 25 Jahre Morningshow waren nicht leicht, jetzt lädt Starmoderator Thomas Böttcher zur Abendshow ins Königliche Kurhaus! Angefangen bei Radio PSR und letztlich bei R.SA mit Böttcher und Fischer – Der Moderator wurde zum Kultstar. »Wenn man 25 Jahre Radio gemacht hat und darüber hinaus 25 Jahre fast jedes Wochenende in Sachsen unterwegs war, hat man eine Menge zu erzählen!« sagt er heute auf die Frage, was ihn zu seinem ersten Soloprogramm bewegt hat. Gerade jetzt, wo das Kapitel Radio vorbei ist, kann man diese Zeit mal Revue passieren lassen. Wie bist du eigentlich zum Radio gekommen? Was war dein peinlichstes Erlebnis in dieser langen Zeit? Bist du früh wirklich immer lustig oder nimmst du Drogen? Antworten auf diese Fragen und auf solche, die sich bisher noch keiner getraut hat zu stellen, bekommt man nun in seinem neuen Bühnenprogramm, das somit einen exklusiven Blick hinter den Vorhang der bunten Medienwelt gewährt. Thomas Böttcher gibt sich dabei wie man ihn kennt: lustig, ironisch und immer ein wenig erstaunt, dass der kleine Junge aus Delitzsch soweit gekommen ist. Erleben Sie eine knapp zweistündige Reise durch Böttchers Vergangenheit voller Lieder, Sketche und einfach guter Unterhaltung! Tickets: 037437/53 900 | www.chursaechsische.de