Neustädter Musiksommer 2019 präsentiert: SIGNUM SAXOPHON QUARTETT

Freitag, 26. Juli, 19.30 Uhr • Kirche Neunhofen
Signum Saxophon Quartett Neustädter Musiksommer 2019

„... Sind sie eine Wiedergeburt der Beatles? Vier Musiker, vier Typen und so selbstbewusst und unverschämt jungshaft wie einst die Pilzköpfe, treten auf die Bühne, spielen und bringen den Saal zum Toben und – es sind junge Mädchen im Publikum – zum Kreischen wie eine Popgruppe (...)“ (Verena Fischer-Zernin / Hamburger Abendblatt). Die vier Musiker Blaž Kemperle, Hayrapet Arakelyan, Alan Lužar und Guerino Bellarosa sind sich in Köln begegnet, wo sie 2006 das SIGNUM saxophone quartet gegründet haben. Studiert haben die Saxophonisten in Köln, Wien und Amsterdam. Nach Preisen bei internationalen Wettbewerben u.a. in Lugano und Berlin spielt SIGNUM mittlerweile in Konzertsälen und bei Festivals in der ganzen Welt. Eine ganz besondere Auszeichnung war die Ernennung zu „ECHO-Rising Stars 2014/2015“ durch die European Concert Hall Organisation (ECHO). SIGNUM sucht beständig nach neuen Herausforderungen und Begegnungen. Experimentierfreude und Vielseitigkeit spiegeln sich auch in den originellen Programmen wider. In der Kirche Neunhofen erklingen Werke von Bach, Mussorgsky, Piazzolla und Bernstein.

Foto: Andrej Grilc

www.neustadtanderorla.de


9. Höhler Biennale in Gera

Bis zum 28. Juli sind künstlerische Installationen zum Thema ERD-Licht zu betrachten / Von Dr. Gitta Heil
Höhlet Biennale Gera 2019

Bis zum 28. Juli 2019 präsentieren 19 Künstler aus dem In- und Ausland ihre künstlerischen Arbeiten zum Thema ERD-Licht unter der Altstadt von Gera. In der Stille des Höhler-Areals wird jedes Kunstwerk ein unmittelbares Erlebnis für Jung und Alt. Zum fünften Mal stiften die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und die Sparkasse Gera-Greiz den Deutschen Installationskunstpreis in drei Kategorien. Dieser wird zur Finissage am 28. Juli verliehen. Etwas Besonderes ist es, dass diese Kunstausstellung durch eine ehrenamtliche Arbeitsgruppe unter der Leitung des Vorsitzenden des Geraer Höhlervereins und der Kuratorin Dr. Gitta Heil vorbereitet wird. Die Gruppe arbeitet dauerhaft unter dem Motto „nach der Biennale ist vor der Biennale“ und jeder Einzelne bringt sich unabhängig von seiner normalen beruflichen Tätigkeit engagiert ein. Die Biennale wird getragen vom Verein zur Erhaltung der Geraer Höhler e.V. und desse Förderern: der Stiftung Lebendige Stadt Hamburg, der Thüringer Staatskanzlei, der Kulturstiftung Thüringen, der Volksbank Gera-Jena-Rudolstadt, der Stadt Gera und dem Jobcenter Gera. Allen Sponsoren und Förderern gilt der Dank der Stadt Gera und des Vereins zur Erhaltung der Geraer Höhler e.V., denn ohne dieses Wohlwollen, könnte die inzwischen 9. Geraer Höhler Biennale nicht stattfinden.

Geraer und Gäste haben noch bis zum 28. Juli 2019 immer Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr Zeit, sich in den beiden Höhlern Greizer Straße 10 und Greizer Straße 37 die Installation am besonderen Ort anzuschauen. Karten und Informationen gibt es im „Kunstkaufhaus“, Große Kirchstraße 14.

Abbildung: Kunstinstallation von Thomas Prochnow

www.hoehlerbiennale.de


500 Jahre Rosen in Musik und Literatur

Rosenlieder und Intermezzi aus Barock, Klassik, Operette, Filmmelodien der 30er und 40er Jahre mit dem Duo >con emozione<
Duo con emozione

Rosenlieder und Intermezzi aus Barock, Klassik, Operette, Filmmelodien der 30er und 40er Jahre. - Zu hören sind Lieder, Melodien, Texte und Anekdoten rund um die Rose aus fünf Jahrhunderten - historisch fundiert, unterhaltsam und lebendig!
In Texten von z. B. Herder, Goethe, Schlegel, Heine, Fontane u. a. in Kompositionen von z. B. Händel, Konopacki, Mozart, Schubert, Cornelius, von Dalberg, zu Eulenburg, Hiller, Zelter, Fietzke u. a.) Eine kleine Auswahl, was an diesem Nachmittag zu hören sein wird und zum Mitsummen und -singen einlädt: »Sie gleicht wohl einem Rosenstock«, »Ros und Lilie«, »Letzte Rose…«, »Guten Abend, gut Nacht…!« und die Konzertbesucher erfahren auch des Rätsels Lösung: »Weshalb die Rosen Dornen haben?«.

Mit ihrem glockenhellen, reinen Sopran wird Liane Fietzke gemeinsam mit ihrem Mann Norbert, der perfekte Liedbegleiter am Klavier, wieder, das Publikum begeistern. Es sind dieses Mal die großen Gefühle aus der Welt der Rosen, die ihr buntes und reichhaltiges Liedrepertoire enthält.

Sonntag, 25. August, 16 Uhr, Evangelische Kirche St. Petri, Am Peterbach 3 in Erfurt OT Büßleben // Karten nur an der Konzertkasse und Einlass, 30 min vor Veranstaltungsbeginn!

Ausführende Künstler:
Duo ›con emozione‹

Liane Fietzke, Sopran/Moderation/Lesung
Norbert Fietzke, Piano
https://www.con-emozione.de

Zum Foto: Das Duo ›con emozione‹, Liane Fietzke (geb. in Lutherstadt Wittenberg) und Norbert Fietzke (geb. in Döbern), arbeitet seit vielen Jahren professionell musikalisch zusammen. Sie erhielten beide ihre Ausbildung an der Musikhochschule „Felix Mendelssohn Bartholdy" in Leipzig. Weitere Studien folgten nach Köln und Weimar. Das Duo ›con emozione‹ lebt und arbeitet im Havelland und feiert in 2019 sein 25jähriges Bestehen mit vielen hochkarätigen Konzerten und Lesungen. Foto: Andreas Dornheim


Greenpeace präsentiert: Markus Mauthe – An den Rändern des Horizonts

Eine Reise zu den Indigenen Gemeinschaften und verborgenen Schönheiten unserer Erde
Markus Mauthe - An den Rändern des Horizonts

Seit 30 Jahren bereist der Naturfotograf Markus Mauthe die letzten Winkel der Erde fernab bekannter Reiserouten. Für sein neues Projekt in Zusammenarbeit mit der Umweltschutzorganisation Greenpeace machte er sich auf die Suche nach Menschen, die abseits unserer modernen Welt noch möglichst nahe an den Wurzeln ihrer indigenen Kulturen leben. Das Ergebnis dieser Expeditionen ist eine einzigartige multimediale Live-Show, die einen spannenden Ausschnitt der kulturellen und ökologischen Vielfalt unseres Planeten zeigt. Als Umweltaktivist ist Mauthe zugleich Chronist des Wandels, in dem die indigenen Gesellschaften heute begriffen sind durch Umweltzerstörung, Globalisierung und Klimawandel. Für sein aktuelles Projekt war der Ausnahmefotograf drei Jahre lang auf vier Kontinenten unterwegs. Mauthes Bilder zeigen die Traditionen und Gebräuche von 22 indigenen Gemeinschaften,  die in Tropenwäldern, in der Savanne, auf dem Ozean und am Nordpolarkreis zu Hause sind. Mit feinsinnigen Portraits und bildgewaltigen Momentaufnahmen vor charakteristischen Landschaften schafft er es, die individuellen Besonderheiten der indigenen Kultur herauszustellen. Im Fokus hat Mauthe dabei stets die Würde und Schönheit des Einzelnen. Herausgekommen sind Fotografien auf höchstem ästhetischem Niveau, Zeugnisse von menschlichen Begegnungen auf Augenhöhe. - Fesselnde Filmsequenzen, abenteuerliche Erfahrungen und stimmungsvolle Musikpassagen seines langjährigen Komponisten Kai Arend verdichten die Live-Show schließlich zu einem intensiven atmosphärischen Erlebnis.

Samstag, 17. August, Beginn 21 Uhr, Steinbach Langenbach, Open-Air im Naturtheater, Straße zum Naturtheater 5, EINTRITT FREI


Gotha: Schlosshof Open Air Festival

Zu erleben sind Namika, Joris, SOUNDS OF HOLLYWOOD und Alex Christensen und The Berlin Orchestra
Alex Christensen

2019 wird der Schlosshof von Schloss Friedenstein Gotha erneut zur großen Open-Air-Bühne mit einer unvergleichbaren Kulisse.

29. August, 20.00 Uhr: JORIS & NAMIKA

Joris & Namika haben vieles gemeinsam: Bereits in jungen Jahren fingen sie an, Musik zu machen, sie schreiben ihre Texte am liebsten selbst und bringen mit ihren ausdruckstarken und gefühlvollen Stimmen tiefste Emotionen zum Ausdruck, die ihre Zuhörer mitreißen. JORIS erschafft mit seinen Texten und seiner ungewöhnlichen, warmen und kraftvollen Stimme Geschichten und Bilder in den Köpfen seiner Zuhörer. Mit großer Sensibilität widmet er sich den unterschiedlichsten Themen und betrachtet das Leben in seinen Texten von vielen Seiten. Nach dem Rummel um sein erstes und mehrfach preisgekröntes Album „Hoffnungslos Hoffnungsvoll“ zog er sich zurück, um mit seinem neuen Album „Schrei es raus“ wieder neu zu starten. NAMIKAs neues Album „Que Walou“ ist die logische Fortsetzung ihres Debütalbums „Nador“ und zugleich dessen konsequente Weiterentwicklung. Die Frankfurter Rapperin, Songschreiberin und Sängerin ist durch die Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre künstlerisch gereift und dies merkt man ihrem neuen Album an. „Que Walou“ ist eine Redenwendung aus Zentralmarokko und bedeutet „wie nichts“ oder „für nichts“. Genau so klingt das Album: Leicht, bouncy, scheinbar mühelos. Den Support liefert das Duo PARALLEL. Als deutsche Antwort auf Passenger & Ed Sheeran beeindruckt Sänger Francesco Caruso mit einer facettenreichen Stimme, während Koray Cinar die gesamte Band des Duos darstellt und virtuos die einzigartigen Sounds arrangiert.

30. August, 20.30 Uhr: SOUNDS OF HOLLYWOOD

Atemberaubende Filmmusiken vereinen sich mit multimedialem Schauspiel. Mit „Sounds of Hollywood“ greift die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach, in Kooperation mit der KulTourStadt Gotha GmbH, die Faszination berühmter Filmmelodien auf und verbindet fantastische Soundtracks erfolgreicher Kinofilme in einem Multimedia-Erlebnis der Extraklasse mit Hollywood-Kinoflair. Denn durch eine Großbildleinwand, auf der ausgewählte Filmausschnitte aus Komödien, Liebesfilmen, Tanz- oder auch Kinderfilmen zu sehen sind, werden die Zuschauer noch mehr in den Bann der Blockbuster und ihrer Melodien gezogen.

31. August, 20.00 Uhr: ALEX CHRISTENSEN & THE BERLIN ORCHESTRA

Einer der bekanntesten DJs, Komponisten und Produzenten weltweit sowie wichtigster deutscher Impulsgeber der Techno-Dance- und Eurodance-Bewegung gehört in diesem Jahr zum festen Bestandteil der Schlosshof-Open-Air Konzertreihe in Gotha: Alex Christensen. Am 31. August ist er gemeinsam mit dem Berlin Orchestra auf Schloss Friedenstein mit der „90s Classical Dance Show“ – einer Live-Umsetzung seiner Alben - zu hören und zu sehen. Als Alex Christensen im Oktober 2017 sein Projekt „Classical 90s Dance“ veröffentlichte, war ihm die Neugierde von Kollegen, Fans und Medien gewiss. Der umtriebige Hanseat ist schließlich nicht irgendwer. Für dieses ambitionierte Projekt arrangierte er eine persönliche Auswahl charakteristischer Hits der 90er Jahre, beispielsweise „Rhythm is a Dancer“ oder „Infinity“, neu und schuf gemeinsam mit dem 49-köpfigen Berlin Orchestra eine unverkennbare Mischung aus Dance-Beats und klassischen Instrumenten. Diese außergewöhnliche Symbiose kommt in diesem Jahr vor der atemberaubenden Kulisse von Schloss Friedenstein mit der Live-Umsetzung des Konzeptes erst richtig zum Tragen.

Foto: Marcel Brell

Tickets im Vorverkauf  in der Tourist-Information Gotha/ Gothaer Land am Hauptmarkt 33, online unter: www.ticketshop-thueringen.de und www.eventim.de sowie in sämtlichen Verkaufsstellen dieser Ticketshops 

 


Theater Altenburg Gera feiert Eröffnungsgala

Theater Altenburg Gera Eröffnungsgala

Zum Beginn der neuen Spielzeit begrüßt das Theater Altenburg Gera sein Publikum traditionell mit einer abwechslungsreichen Gala, in deren Programm Ausschnitte aus den bevorstehenden Premieren präsentiert werden. Dazu wird am Freitag, 30. August 2019 um 19.30 Uhr in den Konzertsaal des Geraer Theaters und am Sonntag, 1. September 2019 um 18.00 Uhr ins Theaterzelt Altenburg eingeladen. Somit ist die Veranstaltung zugleich die Einweihung der neuen Spielstätte Theaterzelt auf dem großen Festplatz in Altenburg (Teichpromenade 36). Hier werden während der Sanierung des Theatergebäudes Vorstellungen aller fünf Sparten zu sehen sein.

Eine Vorschau auf die neue Saison geben in der Eröffnungsgala Ausschnitte aus den Musicals „Cabaret“ und „Monty Python’s Spamalot“, aus den Opern „Eugen Onegin“,  „Ein Maskenball“ und „Der Wildschütz“ sowie der Operette „Der Vetter aus Dingsda“ und der Collage „Geliebtes Klärchen“. Das Schauspielensemble präsentiert sich außerdem mit Szenen aus „Clowns“, „Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel“ und „Der Religionslehrer“. Das Thüringer Staatsballett zeigt eine Choreografie aus „Forever Lennon“ und die Puppenspieler werden mit einem Beitrag aus „Die kleine Hexe“ Magie auf die Bühne bringen. Sogar einen Vorgeschmack auf die Revue „Kriminal-Tango“, die im Rahmen des Geraer Theaterballs 2020 und auch im Theaterzelt Altenburg zu sehen ist, wird gezeigt. Als Moderatoren führen in gewohnt charmanter Weise Generalintendant Kay Kuntze und Schauspieldirektor Manuel Kressin durch den Abend. Sie werden auch die neuen Ensemblemitglieder begrüßen und vorstellen. Am Programm beteiligt sind das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera, der Opernchor des Theaters Altenburg Gera, das Thüringer Staatsballett sowie Solisten des Musiktheater-, Schauspiel-, Ballett- und Puppentheaterensembles. Am Dirigentenpult wechseln sich Generalmusikdirektor Laurent Wagner, Thomas Wicklein und Olav Kröger ab. - Zur Begrüßung erhalten alle Gäste ein Glas Sekt.

Kartentelefon Altenburg: 03447 585160 / Gera: 0365 8279105
Infos und Karten unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Kay Kuntze und Manuel Kressin (Foto Ronny Ristok)


GRASGRÜN Meiningen

Kultursommer mit tollen Gästen: Wenzel & Band, Nils Landgren, Caminho, Orgelsommer und Filmnächte
Nils Landgren

Musik, Tanz, Theater und sogar Filme genießt man in der warmen Jahreszeit am liebsten draußen – so auch in Meiningen. Vor allem mit dem Musikprogramm kann GRASGRÜN seinem Publikum wieder Hochkarätiges jenseits des Mainstreams bieten. Die junge portugiesische Fado-Sängerin Carminho versprüht am 27. Juli ihren Charme im Meininger Schlosshof.Der wohl berühmteste Jazzposaunist Europas beehrt Meiningen erneut. Nachdem „Mr. Red Horn“ Nils Landgren im letzten Jahr im Rahmen der Thüringer Bachwoche gastierte, wird in diesem Jahr seine „Funk Unit“ einheizen. Der schwedische Posaunist bietet am 16. August mit einzigartigem jazzigen Soul und Funk ein wahres Feuerwerk. Wenzel und Band werden am 3. August mit ihrem aktuellen Programm „Wo liegt das Ende dieser Welt“ im Schlosshof von Schloss Elisabethenburg auftreten. Keine Besserwisserei, keine moralische Erhebung, Liebeslieder, in denen die Realität durchscheint wie eine beständige Gefahr. Es ist wohl Wenzels politischste und zugleich poetischste Platte. Wir schippern mit ihm und seiner großartigen Band auf hoher See, mit schier unendlich vielen Fragen im Gepäck.

Dieses Jahr bietet GRASGRÜN ein extra Konzert außerhalb der eigentlichen Festival Session. Am 31. Oktober kommt Rebekka Bakken als das Beste was europäischer, weiblicher Jazz zu bieten hat, nach Meiningen. Mit ihrer einzigartigen Stimme und ihrem persönlichen Songwriting hat sie sich eine treue Fangemeinde aufgebaut. Außerhalb der Konzerte im Schlosshof von Schloss Elisabethenburg findet der Meininger Orgelsommer unter der Leitung von Kantor Sebastian Fuhrmann statt. Bis zum 28. August werden jeden Mittwoch in Orgelkonzerten Musiker aus aller Welt vorgestellt.

Abbildung: Nils Landgren (Foto: Thron Ullberg)

Weitere Informationen, das Gesamtprogramm und Tickets findet man
im Netz unter www.grasgruen-meiningen.de


15. Kulturfestival Klosterruine Paulinzella

22. – 25. August 2019
15. Kulturfestival Klosterruine Paulinzella

Bereits zum 15. Mal erlebt die Klosterruine Paulinzella in diesem Jahr ein Kulturspektakel der besonderen Art. Vom 22.-25. August 2019 hebt sich der imaginäre Vorhang zu einem der schönsten Sommerfestivals in Thüringen, dem 15. Kulturfestival Klosterruine Paulinzella. Das kleine aber feine Kulturfestival feiert seinen nächsten runden Geburtstag und hat sich dazu großartige Gäste eingeladen. Aufgrund von anstehenden Sanierungsarbeiten bietet erneut das wunderschöne Ambiente der Klosterwiese am Kräutergarten, in unmittelbarer Nähe und in Sichtweite des altehrwürdigen Gemäuers, Raum für vier spannende und ereignisreiche Festivaltage. Den Startschuss gibt das Keimzeit Akustik Quintett. Die Musiker der Kultband um Sänger Norbert Leisegang eröffnen am Donnerstagabend das Festivalwochenende mit handgemachter, akustischer Popmusik. „Kling Klang“ wird dabei natürlich auch nicht fehlen. Mit Ray Wilson kehrt am Freitag ein Weltstar nach Paulinzella zurück. Der Ex-Genesis-Sänger interpretiert die größten Hits der Bandgeschichte und seiner Solokarriere. Er rockte bereits vor zwei Jahren das Kulturfestival, für viele Besucher ein unvergessliches Erlebnis. Diesmal reist er in erweiterter Bandbesetzung inklusive Streicher an. Ein weiteres Mal zeigt der Weimarer Kulturmanager Jürgen Schneider mit seiner Agentur Kulturspion ein geschicktes Händchen in Sachen Künstlerverpflichtung. Mit der Zusage von Rainald Grebe ist ihm auch in diesem Jahr einen programmatischer Coup geglückt. Der Musiker und Kabarettist mit Thüringer Vergangenheit präsentiert auf seiner Sommertour 2019 am Samstagabend gemeinsam mit der Kapelle der Versöhnung an einigen wenigen ausgewählten Orten brandneue Songs und Klassiker, Halbgares, Improvisiertes und Abgehangenes. Was will man mehr? Am Sonntagnachmittag freut sich der kleine verschmitzte schwedische Kater Findus auf die vielen kleinen und großen Menschen, die ihm und seinem besten Freund Pettersson bereits vor vier Jahren beim Kinderprogramm so fasziniert zugehört und zugejubelt haben.Als Rahmenprogramm gibt es Kinderschminken und eine Hüpfburg, während die Bärenbachfreunde aus Paulinzella leckeren selbst gebackenen Thüringer Kuchen zum Kaffee kredenzen. Das Finale am frühen Sonntagabend hält dann noch ein ganz besonderes musikalisches Schmankerl bereit: Sebastian Krumbiegel, bekannt als Sänger der „Prinzen“. „Ein Mann, sein Klavier und Ihr“. Schmissig, kritisch, nachdenklich und humorvoll präsentiert er eine unnachahmliche Mixtur aus Lied, Chanson und Rock. Für die kulinarischen Highlightssorgt erneut das Catering-Team Sinneslust aus Unterwellenborn.

Karten: TA/OTZ/TLZ Pressehäuser, Servicepartner und angeschlossene Touristinformationen oder unter www.ticketshop-thueringen.de und 0361 - 227 5 227. In allen bekannten Vorverkaufsstellen der Stadthalle Bad Blankenburg, in den Filialen der Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt sowie unter www.kulturfestival-paulinzella.de oder Tel. 036741-57577

Foto: Michael Paech


DEUTSCHLAND-CARICADE 1949 – 2019

Sonderausstellung in der Flohburg in Nordhausen
Flohburg Nordhausen

"Die neue Sonderausstellung DEUTSCHLAND-CARICADE 1949 – 2019 macht Erfolge und Schattenseiten der Geschichte unserer Demokratie lebendig“, sagte Bürgermeisterin Jutta Krauth anlässlich der Ausstellungseröffnung im Stadtmuseum Flohburg. Die Ausstellung, die sieben deutsche Jahrzehnte im Spiegel der Karikaturpräsentiert, zeigt 70 Karikaturen aus 70 Jahren. 36 verschiedene Künstler aus verschiedenen Ländern, zum Beispiel Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Canada oder Frankreich, verdeutlichen nicht nur die verschiedensten künstlerischen Handschriften, sondern auch die unterschiedliche Sicht auf die Ereignisse der deutschen Geschichte.

„Die ausgewählten Karikaturen zeigen einen mit spitzem Stift und viel hintersinnigen Humor gezeichneten, genialen Rückblick auf die wichtigsten oder unwichtigsten, auf jeden Fall aufregendsten Ereignisse der letzten 70 Jahre in der Bundesrepublik Deutschland“, so Susanne Hinsching, Leiterin der städtischen Museen. Die Karikaturen zeigen Persönlichkeiten deutscher Geschichte, wie Angela Merkel, Ludwig Ehrhardt, Helmut Kohl oder Karl Marx. Die FLOHBURG lädt alle Neugierigen, Politikinteressierten und Satirefans ein, sich selbst ein Bild zu machen was sich hinter Karikaturen mit den Titeln: Und der Himmel hängt voller..., Ein deutscher Kreuzzug oder Die Suizidaldemokraten verbirgt.

Die Ausstellung ist bis einschließlich 18. August in der FLOHBURG | Das Nordhausen Museum, von dienstags bis sonntags 10:00 bis 17:00 Uhr zu sehen.


Gera: Kultur im Küchengarten

Monokelpop mit Daniel Malheur, Salon- und Kaffeehausmusik mit Klatschmohn - Peter Carqueville sponsert die Veranstaltungsreihe
Klatschmohn Trio

Die nächsten Veranstaltungen „Kultur im Küchengarten“ finden am 28. Juli und 18. August, jeweils um 15 Uhr, für alle Musik- und Parkliebhaber in der barocken Parkanlage neben dem Geraer Theater statt. Unter dem Titel „In der Bar zum Krokodil“ entführt Daniel Malheur am 28. Juli seine Gäste mit Monokelpop in die verruchte Welt des Berlin der ausgehenden Weimarer Republik - ins Babylon der Alten Welt! Eine musikalische Reise in die 1920er-Jahre, durch die Friedrichstadt und andere Berliner Amüsierviertel.

Am 18. August spielt Klatschmohn - das Thüringer Damen-Salon-Trio der besonderen Art (FOTO) - originelle Salon- und Kaffeehausmusik. Das Repertoire reicht von Swing, Jazz, Tango, Klezmer, Ragtime, französischen Chansons bis hin zu klassischen Kompositionen. Ein ganz besonderer Hochgenuss bietet der dreistimmige Satzgesang. Die Gäste können sich wieder auf schöne Sonntagnachmittage im Küchengarten mit abwechslungsreichen musikalischen Programmen freuen.

Einen Obolus zur Pflege und Bepflanzung von Küchengarten und Hofwiesenpark und der Betreibung des Springbrunnens können die Besucher gern wie zu jeder Veranstaltung der Reihe „Kultur im Küchengarten“ in die bereitstehende Spendenbox einwerfen. Als Dankeschön dürfen sich die Spender eine Postkarte der Parkanlagen mitnehmen. Die Konzertbesucher können auf den Parkbänken und den bereitstehenden Konzertstühlen Platz nehmen oder es sich mit Decke und Picknickkorb auf der Wiese bequem machen. Das Parkcafé Hofwiesenpark versorgt die Gäste mit Kaffee, Kuchen und Getränken. Es gibt keine Schlechtwettervariante. Sollte es am 28. Juli und 18. August regnen oder stürmen, müssen die Auftritte kurzfristig verschoben werden. Besonderer Dank gilt dem Sponsor der Veranstaltungsreihe, Peter Carqueville, Geschäftsführender Gesellschafter der gleichnamigen Sanitäts- und Gesundheitshaus GmbH. Eine weitere Veranstaltung wird am 22. September noch folgen und zum entspannten Verweilen und Genießen einladen. Das musikalische Finale der Konzertreihe gestaltet der Mädchenchor des Goethegymnasiums.


Little River Band im Parktheater Plauen

Samstag, 3. August, 20 Uhr
Little River Band Parktheater Plauen

Die Little River Band war die erste Band Australiens, um Auslandsmärkte zu erobern. Innerhalb von acht Monaten nach der Gründung hatte LRB bereits drei Top 20 Singles und 2 Top 10 LP’s erreicht. 1976 nach dem Debütalbum in den USA folgten 13 US Tourneen in den kommenden acht Jahren. Bis 1982 folgten Top 10 Titel sechs Jahre lang. Headliner ihrer eigenen Shows die für Furore sorgten, sowie zusammen mit den Doobie Brothers, Supertramp, America, Heart, Boz Scaggs. Sie reisten mit Fleetwood Mac und den Eagles was die musikalische Leistung unterstrich und die Band in die Riege der feinsten Bands der Welt hob. Die Plattenverkaufserfolge gingen einher. 30 Millionen Gesamtverkäufe weltweit konnte man verbuchen. 16 Erfolgssingles vor 1985, sowie Gold-, Platin-, und mehrfach Platin zieren ihre Wände. Allein in USA wurden zehn erste Singles prämiert. „Reminising“ und „Lady“ schafften alleine jeweils über 9 Millionen Radioplays. Im Laufe der Jahre ist LRB als eine hoch geschätzte ihr Handwerk exzellent ausübende Band berühmt geworden.

LRB von heute ist stärker als jemals. Mit dem amerikanischen Bassisten Wayne Nelson als „Ankerman“ feiert die Band seit 1980 Erfolge. Mit dem original Lead Vokalisten von „Nightowl“ und „Take it easy on me“ ging es weiter. Wayne ist der Dienstälteste der Band. Greg Hind (Gitarre und Vocal) ist seit 2000 ein wichtiges Bandmitglied. Vor dem Eintritt bei LRB hat Greg gespielt und gesungen bei Thelma Houston, Kylie Minogue und Bachelor Girl. Rich Hering(Gitarre und Vokal) ist ein vollendeter Musiker und Produzent aus Nashville. Er produzierte Shane McAnally(Curb Records) sowie Eric Stromer(Jimi Noodles Records). Außerdem Co-Produzent von drei LRB Projekten seit 2006. Rich tourte vor LRB zwei Jahre mit Steve Holy durch die Lande.

Nach 30 Jahren in Amerika nach dem neuen Line-up für LRB zu suchen schwierig aber letztlich lohnend. Mit Wayne, Greg, Chris, Rich und Ryan war die richtige Mischung für den „LRB Sound“ gefunden. Die Tradition der Welthits mit neuen Produktionen weiter zu führen ist einzigartig gelungen. Mit jährlich über 120 Shows ist dies der LRB bestens gelungen. 


Ötzi – Der Mann aus dem Eis

Lebensechte Figur samt Kleidung und Ausrüstung in der Sonderausstellung im Geraer Stadtmuseum bis 1. September zu sehen
Ötzi Ausstellung Stadtmuseum Gera

Am 19. September 1991 fand ein Bergsteigerehepaar einen gefriergetrockneten Leichnam in den Ötztaler Alpen. Etwa 5000 Jahre hatte der Gletscher die Leiche des Mannes und seine gesamte Ausstattung konserviert und bewahrt. „Ötzi“ – der Mann aus dem Eis – ist einer der faszinierendsten und zugleich bedeutendsten archäologischen Funde der letzten Jahrzehnte.

Das Stadtmuseum Gera präsentiert eine Sonderausstellung über den berühmten Gletschermann. Ausgangs- und Mittelpunkt der Ausstellung ist eine lebensechte Figur des Ötzi samt Kleidung und Ausrüstung. Der hervorragende Erhaltungszustand der Mumie und ihrer Habseligkeiten erlaubte es, die komplette Ausrüstung des Ötzi Schritt für Schritt aus Originalmaterialien nachzubauen. Die Ausstellung bietet damit faszinierende Einblicke in die Lebenswelt und technischen Fähigkeiten der Menschen am Ende der Jungsteinzeit. Ausgehend von den Rohstoffen und Materialien, die Ötzi zur Verfügung hatte, werden die Prozesse und Methoden bei der Herstellung seiner Waffen und Gerätschaften gezeigt.

So verwendete Ötzi nicht weniger als zwei Dutzend Rohmaterialien für seine Kleidung und Ausrüstung. Neben Waffen und Werkzeugen aus Feuerstein trug Ötzi bereits ein Beil mit einer Kupferklinge und stand damit zugleich am Beginn der ersten Metallkultur der Menschheit – der Kupferzeit. Rätselhaft bleibt das tragische Ende des Gletschermannes. In seinem Brustkorb fand sich die Spitze eines von hinten auf ihn abgeschossenen Pfeiles. Ötzi starb eines gewaltsamen Todes.

Foto: Stiftung Neanderthal Museum


Bad Elster: 24. Chursächsischer Sommer

Sommerkulturfestival inszeniert die Vier-Länderregion in Sachsen, Böhmen, Bayern und Thüringen

Bad Elster/CVG. Der Chursächsische Sommer - das größte Kulturfestival in den Sächsischen Staatsbädern Bad Elster und Bad Brambach - bespielt nicht nur die Bühnen der historischen »Festspielmeile der kurzen Wege« in Bad Elster, sondern auch weitere, 43 Spielorte der sächsisch-böhmischen Bäderregion sowie der angrenzenden Urlaubsregionen in Bayern und Thüringen mit rund 300 herausragenden Kulturveranstaltungen im Herzen Europas. 

Festival-Sommerresidenz Bad Elster

„In diesem Sommer feiern wir in Bad Elster mit vielfältigen Aufenthaltsangeboten in einem umfassenden Erlebnisprogramm auch das große Jubiläum zur Heilkraft des Elsterquells: Denn bereits vor 350 Jahren, im Jahre 1669, wurde die ältestes Druckschrift über die Heilkraft des »Elstersäuerlings« verfasst“ freut sich GMD Florian Merz als geschäftsführender Intendant der gesamtverantwortlichen Chursächsischen Veranstaltungsgesellschaft und ergänzt: „Diese jahrhundertalte Heiltradition verdeutlicht auch den kulturgeschichtlichen Wert der ganzen europäischen Bäderregion als Fundament unseres Festivals!“

Die Kultur- und Festspielstadt Bad Elster mit ihrem umfangreichen Programm ist dabei die strahlende „Sommerresidenz“ des Festivals. Neben Theater, Kabarett und Konzerten von Jazz bis Rock locken vor allem wieder berühmte Bühnenakteure das König Albert Theater als Festivalzentrum: u.a. Publikumsliebling Rudy Giovannini (26.07.), „Mr. Gänsehaut“ Stefan Gwildis (17.08.) oder TV-Star Friedrich von Thun (30.08.) geben sich im Sommer Bad Elsters die Klinke die Hand. Das historische König Albert Theater ist aber auch wieder die erste Adresse für exzellente Sommerklassik: Hier begeistern u.a. die Offenbach-Operette „Pariser Leben“ (23.08.), Jan Vogler & das Moritzburg Festival Orchester (09.08.) sowie virtuose Konzerte der Chursächsischen Philharmonie im Königlich-Sächsischem Theaterambiente. Dazu bietet das NaturTheater Bad Elster mit großen Open-Air-Events internationaler Acts wie Weltstar Albert Hammond (12.07.) oder Kleinkunst-Troubadour Rainald Grebe (27.07.), Chansonsängerin Annett Louisan (02.08.) und Kultkomiker Kurt Krömer (24.08.) glänzende Sommererlebnisse.

Kultursommer in der europäischen Bäderregion

Weitere Festivalorte dieser europäischen Sommerkultur sind u.a. die böhmischen Tourismusorte aus Frantiskovy Lázně, Mariánské Lázně oder Cheb, die obervogtländischen Nachbarn in Adorf, Markneukirchen, Klingenthal, Schöneck und Oelsnitz sowie auch die Festivalpartner Bad Berneck, Bad Steben, Waldsassen, das Sommerpalais Greiz, die Festspiele in Wunsiedel, die Stelzenfestspiele bei Reuth oder die Schumann-Stadt Zwickau. Zusätzlich geht die in Bad Elster ansässige Chursächsische Philharmonie - als Festivalorchestra in Residence – jedes Jahr auf „Sommertour“, um in zahlreichen besonderen kulturtouristischen Einrichtungen, Kirchen, Schlössern und Konzerthäusern als musikalischer Botschafter einer grenzenlosen Musikregion im Herzen Europas zu gastieren. Damit inszeniert der Chursächsische Sommer die europäische Musik- und Bäderregion für Gäste und Publikum aus nah und fern!

Die Kombination der Angebote macht dabei den besonderen Flair des Hauptaustragungsortes Bad Elster aus: Heute eine Sommerwanderung durch eine der reizvollsten Waldgebiete Sachsens, morgen einen Ausflug in die Musikregion, abends die große Welt der Oper im König Albert Theater und danach Entspannung pur mit den hervorragenden Wohlfühlangeboten im hist. Albert Bad bzw. der Soletherme & Saunawelt Bad Elster - so schweben Körper und Geist auf anspruchsvolle Weise in Kultur und Erholung!

Alle Infos: Tel. 037437.53 900 | www.chursaechsische.de

 


Eine Explosion jiddischer Kreativität

Yiddish Summer Weimar (YSW) ruft die ‚Weimar Republic of Yiddishland‘ aus // Zeitraum: 12. Juli - 17. August, Festivalwoche: 27. Juli - 3. August

2019 jährt sich nicht nur der Geburtstag der Weimarer Republik zum hundertsten Mal – es wird auch gleich eine neue ausgerufen! Eine grenzenlose Republik der Kultur, der Musik, des Teilens und der Utopie: die Weimar Republic of YiddishlandJiddischland ist Realität und Wunschtraum gleichermaßen – eine Gemeinschaft, die sich weit über nationale Grenzen erstreckt: die ohne Regierung auskommende, grenzenlose Nation der jiddischsprachigen Bevölkerung Osteuropas.

Die Zeit zwischen den Weltkriegen war eine Phase ungeheurer Kreativität in dieser politisch virtuellen, doch kulturell höchst realen jiddischen Republik. Jiddischsprachige Publikationen erlangten nie wieder erreichte Auflagen, Literatur und Musik boomten und eines der Zentren jiddischer Kreativität war ausgerechnet das Berlin der Weimarer Republik. An diesen Kreativitätsschub knüpfen die Organisator*innen des 19. Yiddish Summer Weimar an. Nicht weniger als insgesamt zehn große Eigenproduktionen werden im gesamten Festivalzeitraum vom 12. Juli - 17. August geboten, den Höhepunkt bildet dabei die Festivalwoche vom 27. Juli - 3. August mit acht Weltpremieren an acht Abenden und einem dichten Tagesprogramm aus Schnupperworkshops, Vorträgen, Diskussionen und dem berühmt-berüchtigten Late-Night-Cabaret. Einer der Höhepunkt dieses Jahres ist „Di Megile fun Vaymar“, eine Neuerzählung des klassischen Purimspiels, hier in einer Neufassung inspiriert von Itzik Manger und - wem sonst? - Goethe! Der US-Amerikaner Alan Bern, Gründer des YSW, hat die Gedichte Mangers neu vertont und bringt in Zusammenarbeit mit führenden Künstler*innen der internationalen jiddischen Kulturszene eine Fassung auf die Bühne, die die Errettung des jüdischen Volkes durch Esther mit viel beißendem Witz, einer neuen, tragischen Figur und vor allem weit jenseits aller Shtetl-Romantik erzählt.

Das gesamte Programm und weitere Informationen: www.yiddishsummer.eu


Kunstsammlung Jena zeigt zwei Sommerausstellungen

Gegenspieler Zwei Fotoprojekte von Erasmus Schröter // Kunstformen der Natur Zum 100. Todestag von Ernst Haeckel
Erasmus Schröter Ernst Haeckel Kunstsammlung Jena

Die Kunstsammlung Jena präsentiert in ihren Sommerausstellungen 2019 künstlerische Auseinandersetzungen mit verschiedenen Daseinsformen, begonnen bei Kleinstlebewesen bis hin zum Menschen. Während die Fotografien von Erasmus Schröter den Menschen in den Fokus rücken, versammelt die Ausstellung anlässlich des 100. Todestages von Ernst Haeckel Künstler, denen die Natur in ihren mannigfaltigen Erscheinungen Inspiration und Motiv zugleich ist.

Erasmus Schröter ist 1956 in Leipzig geboren, wo er an der Hochschule für Grafik und Buchkunst studiert. 1985 verlässt er zusammen mit seiner Frau, der Malerin Annette Schröter, die DDR, übersiedelt nach Hamburg und fotografiert dort für Zeitschriften wie den Stern. Seit 1997 lebt und arbeitet er wieder in Leipzig. Bekanntheit erlangt er mit der Serie „Bunker“, in der er verfallene Bunker an der Antlantikküste mit grellen Lichteffekten in Szene setzt. In der Ausstellung „Gegenspieler“, die ab 11. Mai in der Kunstsammlung zu sehen ist, treffen nun zwei Fotoprojekte Schröters aufeinander: Die Serie der „Komparsen“ zeigt Frauen und Männer mit ernstem, in die Ferne gerichteten Blick vor trister Kulisse. Dem gegenüber setzt Schröter Fotografien von Teilnehmern des Wave-Gotik-Treffens in Leipzig, die mit ihren außergewöhnlichen Aussehen die Geschlechtergrenzen hinterfragen. Trotz des gesetzten Kontrastpunktes zwischen den stark geschminkten und kostümierten Männern und den eher unauffälligen Komparsen offenbart sich dem Betrachter bei beiden Fotoserien die Inszenierung, das Rollenspiel der Porträtierten. - Zu sehen bis 11. August 2019

Der 100. Todestag des Zoologen und Philosophen Ernst Haeckel (1834-1919)ist für die Kunstsammlung Jena Anlass einen Blick auf künstlerische Positionen zu werfen, die sich Darstellungen von Natur widmen. Mit seinen von 1899 bis 1904 in mehreren Heften herausgegebenen „Kunstformen der Natur“, die bereits kurz nach Erscheinen in keinem bildungsbürgerlichen Haushalt fehlen durften, verbildlicht Haeckel den Monismus, nach dem Gott in jedem Atom und somit in jedem Geschöpf waltet. Wenn er Radiolarien, also Strahlentierchen, wie Skulpturen von perfekter Symmetrie inszeniert, zeigt er, dass Natur in hohem Maße auch Kultur ist. Damit gelingt ihm die Verbindung zwischen Kunst und Natur, die nachfolgende Künstler dankend aufgenommen haben. Anhand einiger zeitgenössischer künstlerischer Positionen aus der Sammlung Opitz-Hoffmann soll die Aktualität von Haeckels Anspruch untersucht werden, mit Darstellungen von Natur gleichsam den größten Künstler sichtbar zu machen. Neben Originalzeichnungen und Lithografien aus Haeckels bekanntestem Werk sind in der Ausstellung Arbeiten von Mark Dion, Jochen Lempert, Eva-Maria Schön und Nora Schattauer bis zum 11. August 2019 zu sehen.

Abbildung: Erasmus Schröter, Contest 20, 2011, analoge Farbfotografie/Diasec (Copyright: Erasmus Schröter)