Kabarett / Kleinkunst

MTS: 1. Abschiedstournee mit Betreutem Singen

2. Juni, 20 Uhr, Lichtentanne (b. Zwickau), Kulturzentrum St. Barbara

Zum Jubiläum 2018 sind Gründer, Texter und Sänger Thomas Schmitt und sein musikalischer Kompagnon Frank Sültemeyer unter dem Motto "45 Jahre Fröhlich sein und Singen" unterwegs mit ihren Lieblingsliedern, darunter natürlich auch mit ein paar Klassikern. Zugleich ist dies die "1. Abschiedstournee" von MTS. Aber natürlich wird dem Klangkörper auch in Zukunft immer wieder etwas einfallen. Daher zelebrieren die Zweiunterhalter 2018 - bitte schon mal vormerken - nach 45 Jahren ihr "Erstes Comeback"! Daneben im Angebot sind weiterhin das erfolgreiche Pro­gramm "Betreutes Singen" - Schmitt ist jetzt Rentner, der junge Kollege hilft dem alten Mann über die Runden - sowie spezielle Programme für Betriebsfeiern, Stadtfeste, Geburts­tage, Amtsenthebungsfeierlichkeiten und (fast) alle anderen Gelegenheiten. Bei alldem geben sich die Herren nach wie vor makaber, taktlos aber sauber und machen sich immer noch vor allem über sich selbst lustig!

Im November 1973 gründeten in Ostberlin Freunde des burlesken Bänkelgesangs das mobile Liedkabarett MTS und eroberten mit Mut, Tatendrang und Schönheit schnell die Herzen all jener, die Spaß am Zuhören haben. Heute stehen auf der Bühne der inzwischen nicht mehr ganz so jugendliche Gründer, Texter und Sänger Thomas Schmitt - mit dem­entsprechender Konfektionsgröße und Frisur - und sein langjähriger musikalischer Begleiter Frank Sültemeyer (Gitarre, Keyboard, Klavier, Gesang; 1993-99 und seit 2011 dabei).

Foto: Frank Tittel (2016)


Wahre Geschichten - Wahre Verbrechen

"Crime Time" mit Christian Redl - Sonntag, 3. Juni, 19 Uhr, Greiz, Vogtlandhalle

In einer inszenierten Lesung präsentiert Christian Redl Geschichten aus CRIME, dem True-Crime-Magazin des STERN, das sich seit zwei Jahren erfolgreich auf dem boomenden Krimi-Markt etabliert und mittlerweile eine große Fangemeinde gefunden hat. Giuseppe Di Grazia, stellvertretender Chefredakteur STERN und Redaktionsleiter von CRIME: "Unsere Geschichten über wahre Verbrechen sprechen die Leser emotional an - erschrecken, machen zornig und nachdenklich-, und sie decken alle Facetten einer spannenden Erzählung ab. Sie unterhalten und fesseln den Leser bis zum Schluss." Im Hintergrund sieht man authentische Fotos der Fälle. Christian Redl stellt nun zwei packende Fälle auf der Bühne vor. Redl wurde bekannt durch seine abgründigen Figuren, die er im Film und auf der Bühne spielte. Dabei ist er bestens vertraut mit beiden Seiten, der des Täters und der des Kommissars. Redl liest behutsam und eindringlich, ohne künstliche Aufregung. Er lässt den Sätzen Raum. Mit leiser Stimme lässt Redl die ganze Absurdität eines Gewaltverbrechens in den Saal strömen: Die heimwerkerischen Vertuschungsversuche der Täterin; die Verzweiflung eines jungen Mannes, der seine große Liebe tötet, weil er nicht weiß, wie er sie halten kann; die Blindheit, mit der Freunde die nahende Katastrophe ausblenden. "Auf die Rolle im `Hammermörder`werde ich immer noch angesprochen", sagt der Schauspieler. 1990 spielte er die Figur,. die ihm fortan so etwas wie ein Abonnement auf die "Mords-Rollen" und die anderer Bösewichte im Fernsehen einbrachte. Seit 2006 spielt Redl den wortkargen, einzelgängerischen Kommissar Thorsten Krüger in der ZDF-Reihe "Spreewaldkrimi" und war schon in Kassenschlagern wie "Der Untergang", "Die Päpstin" oder "Krabat" zu sehen.

 

Bild: Jonas Wresch


Kabarettist Stephan Bauer gastiert in Erfurt

18. Mai, 20 Uhr, DASDIE Live

Mit seinem brandneuen Live-Programm "Vor der Ehe wollt` ich ewig leben" gastiert Kabarettist Stephan Bauer am 18. Mai im DASDIE Live.

Jeder kennt sie: die Müdigkeit in der Beziehung. Wenn man nach zehn Jahren ratlos in das Gesicht des Partners schaut und sich klar wird: "Vor der Ehe wollt` ich ewig leben". Fast jeder hatte mal so seine Träume von einem glücklichen und erfüllten Dasein. Und was ist davon übrig? Mit 25 heiratet man den Menschen, der einem den Verstand wegbu… - und mit 50 stellt man fest: Es ist ihm gelungen. Aber ist die Ehe trotz hoher Scheidungsraten wirklich überholt? Sind Single-Leben, Abendabschlussgefährten und Fremdgehportale im Netz eine tragfähige Alternative? Kann man das alte Institut der Ehe nicht modernisieren? Für Männer ist es heute z.B. nicht wichtig, dass eine Frau kochen kann, sondern dass sie keinen guten Anwalt kennt. Der Mann weiß inzwischen ohnehin: Wer oben liegt, muss spülen. Wichtig ist heute nur noch, dass die Beziehung ausgeglichen ist: Einer hat recht, der andere ist der Ehemann.
Kartenreservierung: Tel. 0361 551166 | www.dasdie.de

Foto: Frank Soens


Fränkischer Dreggsack plaudert in Plauen

 „Nichts und Niemand aus Politik, Boulevard und Gesellschaft ist vor seinem erfrischend respektlosen Mundwerk sicher, wenn er pointenreich auf Reise geht. Sage und schreibe dreieinhalb Stunden (…) beherrscht der energiegeladene Komiker Michl Müller Bühne, Saal und Publikum, das aus dem Lachen gar nicht mehr herauskommt.“ (Main-Post)

Michl Müller geht mit seinem neuen Programm „Müller…nicht Shakespeare!“ ab Oktober 2017 auf Tour. Scharfsinnig nimmt Michl Aktuelles aus Politik oder Gesellschaft aufs Korn, dabei ist der Humor des fränkischen Kabarettisten gewohnt lebensnah und authentisch. Der selbsternannte „Dreggsagg“ (Fränkisch für „Schelm“) aus Bad Kissingen spricht alles an, für ihn gibt es keine Tabus. Michls Kabarettprogramm ist packend und mitreißend bei seiner Reise durch den alltäglichen Wahnsinn unserer Zeit. Mit seinem fränkischen Dialekt und seinem spitzbübischen Charme hat er dabei das Publikum schnell auf seiner Seite. Nach einem Abend mit dem energiegeladenen Michl Müller möchte man ihm am liebsten mit Shakespeares Worten zurufen „Gut gebrüllt Löwe“!

Samstag, 2. Juni 2018, 20.00 UhrFesthalle Plauen

Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen  u.a. Freie Presse Plauen Postplatz 7  Tel. 03741 – 4080 und unter: www.eventim.dewww.printyourticket.de

 


Horst Evers - Der Kategorische Imperativ ist keine Stellung beim Sex

17. Juni, 19.30 Uhr, Zwickau, Alter Gasometer

Freuen Sie sich auf ein brandneues Programm von Horst Evers, dem „Meister des Absurden im Alltäglichen“ (Jury des Deutschen Kleinkunstpreises)! Ein Abend, pickepacke voll mit ganz frischen Geschichten direkt vom Erzeuger rund um die Themen Anstand, Moral und was man so dafür oder auch davon hält. Hier und anderswo. Auf der Bühne liest, ruft, dröhnt, zischt und wummert Horst Evers seine Geschichten heraus, dass es nur so eine Art hat. Es ist sehr viel drin in diesem Abend, wie immer verpackt in vielen kleinen, harmlos beginnenden Erzählungen. Vor allem aber ist es ein grandioser Spaß. Für das Publikum, genauso wie für Horst Evers selbst.

"Seine Bühnenshows sind Legende, seine paillettierten Roben, seine ausladenden Hüte, die reichverzierten Brillen, die atemberaubend hohen Schuhe, sein ausgefeiltes Klavierspiel, die bravourösen Tanzeinlagen, allesamt choreographische Spitzenleistungen. Das Effektfeuerwerk, das seine Auftritte regelmäßig begleitet, macht in eindrucksvoller Weise deutlich, was Pyrotechnik heute in geschlossenen Räumen zu leisten im Stande ist und lässt nicht selten die Nachbarschaft des jeweiligen Theaters glauben, der Verteidigungsfall sei eingetreten. (…) Doch immer wieder einmal besinnt er sich darauf, wie alles anfing, damals. In den späten 80ern der Neunziger Jahre. Irgendwo in Berlin. Eine Bühne. Ein Mann. Ein Text. Mehr hat es eigentlich noch nie gebraucht. Dann kommt der ganze Rest von selbst. Ein Mann. Ein Text. Wir haben beides hier. Freuen Sie sich auf Horst Evers!" (Jochen Malmsheimer)

Karten: www.alter-gasometer.de, im Vorverkaufsbüro des Gasometers und an allen CTS / Eventim-Vorverkaufsstellen

Foto Copyright: KIKE / www.kikephotography.com


Gangsterjagd im Szenario Gera

KRIMI total DINNER am 17. Mai

Die KRIMI total DINNER-Produktionen begeistern seit einigen Jahren in Gera mit einer Mischung aus Krimitheater, 4-Gänge-Menü und interaktiver Mörderjagd.  Im April und Mai wird es im Restaurant Szenario am Theaterplatz wieder besonders kriminell: Am 17. Mai erleben die Gäste bei „Mord Royal“, wie König Bruno I. den Thron besteigt. Doch Achtung, die königliche Leibgarde kennt keine Gnade, sollte irgendwer gedenken die festliche Zeremonie zu stören!  Die Gäste ermitteln beim KRIMI total DINNER bequem vom Platz aus oder können auf Wunsch auch kleine Gastrollen im Stück übernehmen. Die Schauspieler agieren dabei auf der Bühne und zwischen den Tischen der Gäste. Zu erleben ist unter anderem Peter Anders, der bereits seit 2007 für KRIMI total in mörderisch gute Rollen schlüpft und bei zahlreichen Stücken auch Regie geführt hat. Der erfahrene Schauspieler Tom Pilath wirkte unter anderem in verschiedenen Produktionen der Deutschen Bühne Ungarn mit und begeistert die Gäste mit seiner authentischen Darstellung. Mit Melanie Koschorz ist ein Multi-Talent im Team, welches neben dem Schauspielern auch Singen, Tanzen und Moderieren kann.  Die KRIMI total DINNER bestechen durch die einzigartige Kombination aus Kriminalkomödie und hervorragendem 4-Gänge-Menü. Das Szenario serviert zu „Neue Gangster, neues Glück“ unter anderem verdächtige Hähnchenbrust gefüllt mit auffälligem Frühlingsgemüse, gefolgt von giftgrünem Waldmeister Parfait mit sündhaftem Himbeerschaum. Und zum Auftakt von „Mord Royal“ wird ein geheimnisvoll marinierter Salat mit Coppa serviert. Den Hauptgang bildet an diesem Abend eine unschuldig gegrillte Maispoularde mit kriminellen Kräuterkartoffeln. Vegetarische Menüs sind auf Wunsch ebenso möglich. 

Eintrittskarten für die kriminellen Abendveranstaltungen gibt es unter krimitotal.de/dinner, am Spielort sowie allen bekannten Vorverkaufsstellen. Im Kartenpreis von 69 Euro sind ein leckeres Vier-Gänge-Menü, ein Aperitif und das Krimitheaterstück enthalten.


Luke Mockridge geht in die Nachspielzeit

13. September 2018, Jena, Sparkassen Arena

Noch bis Anfang Mai 2018 ist Comedian und Entertainer Luke Mockridge mit seinem Erfolgsprogramm „LUCKY MAN“ auf ausverkaufter Arenentour. Rund 600.000 Fans werden bis dahin die Show gesehen haben. Doch nun geht Luke Mockridge in die Nachspielzeit: „Mir hat die Tour so wahnsinnig viel Spaß gemacht, dass ich be- schlossen habe, noch einige wenige „Unplugged“-Termine zu spielen. Nach der großen und bombastischen Arenenproduktion habe ich jetzt einfach Lust, auf der Bühne wieder mehr zu improvisieren. In der Nachspielzeit kann ja alles passieren – genau unter diesem Motto laufen diese exklusiven Shows. Das wird auch für mich ein ganz besonderer Tourabschluss, den ich mit meinen Fans feiern werde.“ Unter dem Titel „LUCKY MAN Unplugged - Die Nachspielzeit“ präsentiert der Comedy- und Fernsehpreis- Gewinner an nur zehn Abenden seine Show in einem nahezu intimen und puren Rahmen. Auf der Bühne widmet er sich seiner Generation und ihren Problemen. Denn die Welt steht ihr offen. Aber wie soll man sich entscheiden, in diesem Dschungel der Möglichkeiten? Was passiert nach der Schule? Praktikum, Ausbildung, Studium, Backpacking in Australien oder Surfen in Indonesien? Das Ganze muss ja schließlich auch bei Facebook, Instagram, Snapchat und Co festgehalten werden. Wer soll das denn alles schaffen? Und bleibt die Liebe dabei nicht auf der Strecke? Charmant, reflektiert, scharf beobachtet, aber gewohnt optimis- tisch, erfasst Luke Mockridge aktuelle Themen mit großer Neugier. Vom Einzug in die erste eigene Bude, über WGPartys, bis hin zum großen Liebeskummer und der Selbstdarstellung im Netz – Luke nimmt sie alle mit und spricht seiner Generation dabei wie immer aus der Seele.

Karten: bei allen bekannten VVK-Stellen, Tickethotline 0341. 98 000 98 und unter www.mawi-concert.de


Alles Lüge! Ehrlich!

Neues Programm im Kabarett „Die Arche“, Erfurt

Wir fangen schon ziemlich früh damit an. Ungefähr ab dem zweiten Lebensjahr beginnen wir damit. Spätestens ab dem siebten Lebensjahr sind wir schon echte Profis. Wer früh damit beginnt, tut richtig was für das eigene Gehirn. Wir machen es ungefähr zwanzigmal am Tag und wir fühlen uns nicht immer gleich schlecht dabei. Ja, wir lügen. Lügen sind ein Fundament unserer Gesellschaft und ersparen uns den Schmerz der Wahrheit. Wer will schon seine Beziehung mit dem Satz riskieren: „Schatz, ich bin heute wieder mal fremd gegangen!“. Oder ein Politiker gibt offen zu, dass er seine Versprechungen niemals halten kann. Es gibt viele verschiedene Arten der Lüge. Da sind die Notlüge, die Imagelüge, die Soziallüge, um nur einige zu nennen. Wir sind aber auch richtig gut darin, uns selbst zu belügen. Wer hat nicht schon mal den festen Vorsatz gehabt, sich ab morgen mehr zu bewegen und sich besser zu ernähren. Und plötzlich sitzt man dann doch wieder mit den Chips in der Hand auf der Couch. Das Lügen ist so alt wie die Menschheit selbst. Ob die Griechen vor Troja oder Bill Clinton vor dem Untersuchungsausschuss – das Lügen hat eine lange Tradition. Lügen ist gegenüber der nackten Wahrheit eine hohe Kunst, also auch eine kreative Herausforderung für das Kabarett. Mit dem neuen Programm „Alles Lüge!“ unter der Regie von Harald Richter wollen Andreas Pflug und Dominique Wand den Wahrheiten des Alltags auf den Zahn fühlen. Am Piano begleitet von Yulia Martynova und mit Burkhard Wieditz am Schlagzeug. Ein garantiert toller Abend! Ungelogen!!

www.kabarett-diearche.de


Martin Rütter: Freispruch!

Der einzig wahre „Anwalt der Hunde“ mit neuem Live-Programm auf Tour

Bitte erheben Sie sich von Ihren Plätzen! Denn hier kommt der einzig wahre „Anwalt der Hunde“. In seinem neuen Live-Programm „Freispruch!“ hält Martin Rütter ein bellendes  Plädoyer für die Beziehung von Hasso und Herrchen. - Im Auftrag der Hunde und zur Aufklärung ihrer Menschen. Martin Rütter räumt mit dem Mythos des notorischen Problemvierbeiners ein für alle Mal auf. Er holt sie runter von der knochenharten Anklagebank: die Ausgestoßenen, die Ausgesetzten und die Ausgebüxten. Denn was wir alle längst wissen, aber kaum zu denken wagen, bringt der Hundeprofi Nummer 1  unmissverständlich auf den Punkt: Schuld ist nie der Hund. Martin Rütter lotst uns in seiner unvergleichlichen Art zielsicher durch den skurrilen Beziehungsdschungel von Mensch und Hund. Er zückt den Spiegel der wirklichen Wahrheit. Denn Martin Rütter weiß ganz genau: Der tierisch- menschliche Alltag hat seine eigenen Gesetze. Und jeder Problemfall seine eigene Geschichte. Auch wenn der Postbote zum Jagdobjekt umfunktioniert wird, auch wenn Bello am Essenstisch zum König der Bettler mutiert und wenn sich der ach so freundliche Schwanzwedler plötzlich doch als rasender Rüpel entpuppt, dann plädiert der Verteidiger aller Vierbeiner ganz klar auf „Freispruch!“. Denn schließlich wird er uns erzählen, wer’s wirklich verbockt hat. „Freispruch!“ die neue Live-Show von und mit Martin Rütter. Fachlich. Analytisch. Und vor allem richtig lustig.

8. Juni, Erfurt, Messehalle // 23. November, Leipzig, Arena // 24. November, Ilsenburg, Harzlandhalle 

Karten: www.eventim.de, bei allen bekannten VVK-Stellen, Tickethotline 0341.98 000 98 und unter www.mawi-concert.de

Foto: Guido Engels


Die nackte Wahrheit, zum Lachen

Neues Programm der Leipziger Pfeffermühle

Denk ich an Deutschland in der Nacht.... Die Moral der Gleichmacherei und auch die doppelte Moral setzen uns zu. Political Correctness und Presse scheinen keinen gemeinsamen Weg zu finden. Fatal. Und schlaflos lassen uns die Schäfchen beim Zählen zurück. Der Mensch ist nun einmal ein Herdentier und glaubt gerne der Mehrheit und nicht der Wahrheit. Unbeirrt und unerschrocken setzt er Kinderbücher auf den Index, denkt sich gedankenverloren Sprachungetüme aus wie „Bürgermeisterinnenkandidatin“, lobt nicht zu Lobendes in den berühmten Himmel und deklariert sinnentleerten Aktionismus zu aktivem Handeln. Die Leipziger Pfeffermühle sagt entschlossen: Haben Sie Mut, schubsen Sie sich wach und dann auch Ihren Nachbarn. Lassen Sie sich unter keinen Umständen Achtsamkeit, Empathie und Fairness verbieten. Und rufen Sie beherzt dem kleinen Mann zu: „Es kommt nicht auf die Größe an!“. FAIRBOTEN ist wie ein Schneewittchenspiegel, in den man erwartungsvoll hineinschaut. Doch Achtung: Was Sie zu sehen bekommen, ist die nackte Wahrheit. Und die ist wahrlich oft genug zum Lachen komisch. Es spielen: Elisabeth Sonntag in Doppelbesetzung mit Rebekka Köbernick, Rainer Koschorz und Frank Sieckel / am Piano: Hartmut Schwarze od. Marcus Ludwig, am Schlagzeug: Steffen Reichelt / Musikalische Leitung: Marcus Ludwig / Regie: Frank Sieckel. Autoren: Holger Böhme, Heinz Klever, Erik Lehmann, Marcus Ludwig, Conny Molle, Philipp Schaller, Frank Sieckel, Ludger Wilhelm, Liedtexte+Musik: Stefan Klucke und Dirk Pursche (Schwarze Grütze), Marcus Ludwig, Frank Sieckel

http://www.kabarett-leipziger-pfeffermuehle.de/spielplan.html


gesternheutemorgen: Urban Priol gastiert in Gotha

21. Oktober 2018, 18 Uhr, Gotha, Kulturhaus

September 1982, Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt: Urban Priol, bisher leidenschaftlicher Taxifahrer, entschließt sich, zeitgleich mit dem Dicken, Helmut Kohl, Kabarett zu machen. Seitdem sind 35 Jahre vergangen. Priol hat alles überstanden: 16 Jahre Kohl, sieben Jahre Schröder und eine unbestimmt in die Zukunft reichende Ära Merkel. Dazu noch sieben Jahre Köhler und einen Ruckredenpräsident. 35 Jahre, die vieles gebracht haben, unter anderem: Einen Elchtest, die Einführung des Privatfernsehens und, ach ja, den Fall der Mauer.

Nachdem das Energiebündel über drei Jahrzehnte deutsche Geschichte bühnentauglich begleitet hat, lässt er in seinem neuen Programm Kabarettklassiker, die in all den Jahren entstanden sind, neu aufleben. Eingebettet sind sie in Priols Markenzeichen: Das tagesaktuelle Sofortverwursten irrster Irrungen und Wirrungen. Dabei schießt der Pointen-Cowboy des politischen Kabaretts stets locker aus der Hüfte und immer so schnell, wie es ihm der noch heiße Lauf der Geschichte ermöglicht. Neben dem Heute, das morgen schon ein gestern sein wird, gönnt sich der Spötter auch einen spekulativ-utopischen Ausblick auf die Zukunft. Den Zuschauer erwartet tiefsinniges, brandaktuelles Kabarett, geschmückt mit den Highlights der letzten Jahrzehnte, ein farbenfrohes Feuerwerk der gehobenen Unterhaltung. Möge das Vorwärts zum Rückwärts mit Mut nach wie vor seine Gültigkeit behalten!

Foto: Axel Hess