Szene

Drei Generationen Jazzer

Konzert der Jazzmeile Thüringen: Trio Bauer/Bauer/Narvesen Do 10. Oktober, 20 Uhr, Museumskeller Erfurt
Bauer Bauer Narvesen Jazzmeile Thüringen

Der Posaunist Conny Bauer, der Bassist Matthias Bauer und der Schlagzeuger Dag Magnus Narvesen haben bereits in verschiedenen Besetzungen miteinander improvisiert. Nun haben sie sich zu einem Trio zusammengefunden, um mit ihren ureigenen, unverwechselbaren Klängen neue Formen des Dialogs zu erkunden. Hier treffen drei Generationen und drei unterschiedliche musikalische Biografien aufeinander, die ihre Neugier und die Freude am Zusammenspiel eint.

CONNY BAUER, geboren 1943, studierte nach autodidaktischen Anfängen als Sänger und Gitarrist an der Dresdener Musikhochschule Posaune. Er spielte in Bands wie der „Modern Soul Band“, „FEZ“ oder „Synopsis“, dem späteren „Zentralquartett“. 1974 gab er sein erstes Solo-Konzert und fasziniert seitdem das Publikum mit seiner einzigartigen Spielweise. Bauer tourte durch Europa, die USA, Südamerika und Japan. Er spielt mit international-renommierten Musikern wie Peter Brötzmann (sax), William Parker (b), Louis Moholo (dr) oder Barry Guy (b). Conny Bauer wurde bereits vielfach für seine Musik ausgezeichnet. So erhielt er u.a. mit seinem Solo-Programm „Der gelbe Klang“ einen Platz auf der Bestenliste des Preises der Deutschen Schallplattenkritik in der Kategorie „Grenzgänge“.

MATTHIAS BAUER, geboren 1959, studierte an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin Kontrabass. Als Improvisator spielt er neben seinem Soloprogramm für Kontrabass und Stimme mit vielen Musikern der frei improvisierten Musik. Als Interpret arbeitet er u.a. mit dem „Ensemble united berlin“, dem „Ensemble Mosaik“ und dem „AsianArt Ensemble“. Er realisierte Bühnenmusiken und Konzepte für improvisierende Musiker. Teilnahme an Festivals wie „Maerzmusik“ in Berlin, „Musica Viva“ in München, „Biennale“ in Venedig, Nuovaconsonanza“ in Rom, u.a. sowie verschiedene CD Veröffentlichungen.

DAG MAGNUS NARVESEN, geboren 1983 in Stavanger, studierte Jazz am Musikkonservatorium von Stavanger und an der NTNU in Trondheim u.a. bei Per Oddvar Johansen. Er beschäftigte sich früh mit improvisierter und zeitgenössischer Musik und gründete u.a. das Oktett DAMANA. Aktuell spielt er u.a. mit Alexander von Schlippenbach, Aki Takase, im „Dag Magnus Narvesenkvintett“sowieim „MOVE Quintet“.


Black Sabbath trifft Deep Purple

Purzle Callas Konzert: 19. Oktober, 20 Uhr, Music Hall Altenburg

 Schreiende Gitarren, ohrenbetäubender Sound, unheilschwangere Texte ... Black Sabbath-Songs waren Hymnen der Anti-Vietnam und Anti-Establishment-Bewegung der 70er-Jahre. Die Urformation, die von 1970 - 1978 mit acht Alben Musikgeschichte geschrieben hat und seither getrennte Wege geht, vereint sich 1997 zu einer großen „Reunion“- Tour. Das Undenkbare wird Wirklichkeit - die Rückkehr der Giganten des Metal. Was das Original-Sabbath-Line-Up mit „Reunion“ vorlegt, ist ein Live-Hammer erster Güte. BLACK REUNION präsentiert die Magie der einmaligen Band, die den Heavy Metal begründet und zahllose Musiker inspiriert hat, in täuschend ähnlicher Art und Weise. Sämtliche Klassiker werden in atemberaubenden Versionen dargeboten. Die Magdeburger lassen sozusagen alles aus den Schläuchen, was man von einem Tribute To Black Sabbath erwartet. Wer diese Band gesehen hat kann sich ein Bild davon machen, was eine solche Show zu bieten hat. Lassen wir also den Wahnsinn in Altenburg auf die Bühne.

Purple Callas sind der Sänger Jean-Michel Brinksmeier, Organist Martin Zitzmann, der Gitarrist Reiner Schmidt, Frank Meier am Bass und Jens Nils Kuge an den Drums. In ihrem neuen Programm haben sie sich nun ganz dem Erbe von Deep Purple, deren Klassiker jeder kennt, verschrieben. Herausgekommen ist eine Hommage an Deep Purple, die Purple Callas mit ihrer eigenen, ganz unverwechselbaren Handschrift versehen haben. Das Programm beinhaltet Songs aus allen musikalischen Epochen, die Deep Purple durchlaufen haben und so kommt der Sound von Purple Callas mit praller Wucht daher, wenn ein erdiger Bass und planierraupenartige Drums den Boden für ein virtuoses Spiel an Gitarre und Hammond-Orgel bereiten und der stimmgewaltige Sänger auf der Brandung des Rock´n´Roll brilliert.

Tickets: VVK  bei Altenburg Tourismus – Markt 17, Infos und VVK: www.openairgoessnitz.de


PHYSICAL GRAFFITI performen in Erfurt

50 Jahre LED ZEPPELIN´s Klassiker Alben I & II
Physical Graffiti

Schon zahlreiche Bands haben versucht die Songs von Led Zeppelin so originalgetreu wie möglich wiederzugeben und zu interpretieren, doch nur wenige waren wirklich erfolgreich. Im Jahre 1997 änderte sich dies allerdings. Die Band Red Stuff, die hauptsächlich Songs aus den siebziger Jahren spielte, wurde von ihren Fans aufgefordert ihr Led Zeppelin Repertoire auszuweiten, was zur Gründung einer der wahrscheinlich besten Tribute-Bands - namens Physical Graffiti- führte. Der Name Physical Graffiti ist gleichzeitig Titel des 1975 erschienenen Albums von Led Zeppelin, wodurch ein direkter Bezug zur Originalband hergestellt wird, denn wenn dieses Stichwort fällt, weiß jeder Rockfan, was und vor allem wer gemeint ist. Letztere sind in gewisser Weise Vergangenheit, doch ihr musikalisches Erbe wird mit großem Stolz und Leidenschaft von Physical Graffiti am Leben erhalten. Jedes Bandmitglied weißt einen enormen musikalischen Background auf. Der englische und in Holland lebende Sänger Andrew Elt beispielsweise spielte bereits in Bands wie Gin On The Rocks, Sleeze Beez und tourt mit dem Gitarrenvirtuosen Walter Trout. Dort fungierte er zunächst als Tour-Manager, später stand er gemeinsam mit der Band auf der Bühne und gab sowohl sein gesangliches als auch instrumentales Können zum Besten. Generell ist Andrew Elt als ein sehr gefragter Sänger für Rocksessions, denn mit seiner Stimme vermag er die originären Tonlagen von Bands wie Led Zeppelin, Deep Purple, Guns N’ Roses, AC/DC, Van Halen usw. verblüffend gut nachempfinden. Der irische Bassist Dave Harrold brachte sich das Gitarre spielen selbst bei, widmete sich jedoch relativ schnell dem Bass und stellte mit diesem sein Können in den holländischen Bands Re-Experience, Clemens V.D. Ven Band und Boerenleenband unter Beweis. Schließlich hat er noch die Mandoline in sein Repertoire aufgenommen, womit er seine Kollegen von Physical Graffiti bei einigen wundervollen Led Zeppelin Akustik- Nummern in typischer John Paul Jones-Manier begleitet. Der Gitarrist Daniel Verberk begann mit 11 Jahren mit diesem Instrument, arbeitete später als Backline-Techniker für Vengeance, war daraufhin Gitarrist in den Bands Heavy 70’s und The Moon und tourte seit 2006 als Stagemanager und Backline-Techniker für diverse internationale Acts. Jan Gabriel ist der Schlagzeuger von Physical Graffiti. Seit langer Zeit tourt er mit seiner Big Band durch die USA und Europa. Zudem unterstützt er u.a. Bands wie die Guano Apes auf der Bühne. Ferner ist er in unterschiedlichen klassischen Orchestern aktiv und als Lehrer betreut er das Projekt Band Apart, in dem Quentin Tarantino´s Filmmusik gespielt wird.

28. September, Erfurt, HsD (Gewerkschaftshaus)
Karten: an allen bekannten VVK-Stellen und www.pop-ludwig.de


Falkenberg besingt Die Apathie der Sterne

21. September, 20 Uhr, Erfurt, Museumskeller
Falkenberg

"Träumerische Klänge eines kreativen Poeten: ideales Futter fürs Feuilleton… der Mann verfügt über enorme sprachliche und musikalische Möglichkeiten, er sollte gehört werden. (Musikexpress) “Früher Teenie-Idol, ist Falkenberg heute Mahner und Intellektueller. Eine Wandlung in 47 Jahren Musik.“ (Schall Musikmagazin)

„Solche Lieder braucht das Land.“ (Süddeutsche Zeitung) FALKENBERG schreibt und singt und spielt Klavier, er reibt sich an den großen Themen und zieht diese in seine reale Welt jenseits der Partyhochburgexzesse. Und er bezieht Stellung. Offen und ohne Ausflüchte. Über 30 Jahre Bühnenpräsenz und 20 Alben sprechen für sich, ebenso die musikalische Vielfalt von FALKENBERG. FALKENBERG steht seit seinem zehnten Lebensjahr auf der Bühne. In den Achtzigern war er der Sänger, Komponist und Texter von Stern Meissen. Schnell avanciert er, Mitte der 80ziger, unter dem Künstlernamen FALKENBERG zu einem der erfolgreichsten und populärsten Künstler im Osten Deutschlands und verkauft in dieser Zeit von seinen ersten beiden Soloalben jeweils über 250.000 Exemplare. Die Konzerte von FALKENBERG sind nicht wiederholbare Momente, ihre offenherzige Intimität und berührende Melancholie durchwebt er mit humorvollen Geschichten. Trotz seiner anspruchsvollen Themen bleibt er dabei in einer unaufdringlichen Leichtigkeit. Er meistert den Grat, klingt empfindsam, aber niemals sentimental.


DIE ART – Enter The Sun

Samstag, 19. Oktober, 20 Uhr, Museumskeller Erfurt
die Art

Inzwischen hat Die Art gut und gerne 1.500 Konzerte auf dem Buckel, fast zwei Dutzend Alben produziert (wenn man die frühen Tapes dazurechnen darf) und sich zuletzt mit ihrem Seven Inch Club um das Herausgeben von Vinyl-Singles gekümmert. Auch da ist man auf dem Weg, eine beachtliche Zahl zu erreichen. Die Nummer Vier dieser kleinen, fein gestalteten Kunstwerke steht für 2019 zu Buche und sollte das Live-Programm um zwei, drei weitere, in Kopf und Bein gehende, typische Gitarrensongs bereichern. Eigentlich müssten die vier Herren gar keine Songs mehr kreieren, in ihrem Repertoire findet sich genügend Material für drei, vier oder fünf Programme. Aber wie das nun mal so ist, als Musiker findet man keine Ruhe, bastelt man an Ideen, solange es nur geht und hofft, dass sich Neues und Altes günstig mischen lässt, damit auch das Publikum seine helle Freude hat.

Hat es, das wissen sie, das spüren sie und so wird auch Enter The Sun, so der Titel ihrer vierten Club-Single, seinen Platz zwischen Schiff und Ozean, zwischen Herr Litz und Eternal Fall finden. Anders als in anderen Jahren geht Die Art 2019 nur an drei Wochenenden auf Tour, denn die beliebten Dezemberkonzerte fallen der Tatsache zum Opfer, dass Sänger Makarios Oley einen runden Geburtstag feiert. Und dies tut er ausnahmsweise einmal nicht auf der Bühne, sondern auf einer fernen Bananeninsel.

www.museumskeller.de


Wolf Maahn: Unter einem großen Himmel

Solo live am Samstag, 28. September, 20 Uhr, Christuskirche Lichtentanne/b. Zwickau
Wolf Maahn

Das Livealbum LIEDER VOM RAND DER GALAXIS (2012) bestand ausschließlich aus Mitschnitten von Wolf Maahns Solo Shows. Knisternd, nah, intim und vom Rolling Stone als “eine der schönsten Platten dieser Art” bezeichnet. Teile dieses Albums wurden in der Zwickauer Lutherkirche aufgenommen. Das diesjährige Konzert findet aber wieder in der Lichtentanner Christuskirche statt, unweit vom Liederbuch-Hauptspielort St. Barbara.

Ende 2015 erschien das lang erwartete Studioalbum »Sensible Daten« mit brandneuen Songs. Und da sind sie wieder, die sehnsüchtigen und sensiblen Liebeslieder, für die WM unverwechselbar steht. Dazwischen aber teilt er verschärft beißende Ironie aus. »Deine Grundrechte lästig, aber dein Auto gelenkt!« spottet er über versuchte »Massenmenschhaltung« und lästert über Algorithmen oder die oft beschworene Schwarmintelligenz (»von Experten ferngelenkt«).

Insgesamt über 1200 Konzerte und etliche Festivals wie dem ARD Rockpalast oder mit Künstlern wie Bob Marley, Fleetwood Mac oder Bob Dylan machten Wolf Maahn zu »einer der größten deutschen Live-Legenden« (wdr.de). Und immer wieder ist es schön zu sehen wie ein Publikum, das Zielgruppen weitgehend außer Acht lässt, vereint mitsingt, tanzt und feiert.Viele seiner Songs sind "unsinkbare deutsche Rockklassiker" (Rolling Stone) Für Musiker, Texter, Schulklassen, diverse Coverbands bis hin zu verwegenen Strandparties in den Dünen sind sie “zu neuem deutschen Liedgut geworden“ (wdr.de). Wer auf musikalischer Ebene eine Zynismus-freie Zone sucht, kann bei Wolf Maahn sicher sein, nicht an der Nase herumgeführt zu werden. Hierbei ist es weder nötig seinen Verstand an der Tür abzugeben, noch mit einem Doppelpack Taschentüchern Tränchen-trocknend vor dem CD-Spieler zu sitzen.

Foto: Angelika Maahn

VVK  22 € (zzgl. VVK-Gebühr), AK  26 €


Die Prinzen – akustisch

Mittwoch, 2. Oktober, 20 Uhr | Volkshaus Jena
Die Prinzen

Über 25 Jahre sind die Prinzen mittlerweile unterwegs. Eine Probezeit, die die Prinzen mit Bravour absolviert haben. Da war bei Weitem nicht alles nur geklaut und keinesfalls war das Leben immer grausam. Nein, die Prinzen können auf eine erfolgreiche und produktive Musikerkarriere zurückblicken und tun dies mit neuen Herausforderungen. Ihr letztes Album „Familienalbum“ stieg auf Platz 9 der deutschen Charts ein. Mit über 6 Millionen verkauften Tonträgern, 16 Gold- und Platinplatten, 2 Echo-Music-Awards und zahlreichen anderen Preisen sind sie eine der erfolgreichsten deutschen Popbands.

Die Wegbereiter des deutschen a-cappella-Pop haben auch nach über 25 Jahren nichts von ihrem Witz und ihrer Frische verloren. Erleben Sie die Prinzen im Volkshaus – akustisch und natürlich in Originalbesetzung.

www.volkshaus-jena.de

Foto: Agentur


Wallis Bird musiziert in Jena

Montag, 7. Oktober, 20 Uhr | Volksbad Jena
Wallis Bird Jena

Gesucht: Synthese von folkigen Roots & Soul. Gefunden: Wallis Bird, zuverlässiger Garant für die explosive Mischung von Musikstilen. Seit Jahren spannt sie ihre Stimme wie ein Stahlseil zwischen unterschiedlichen Musikgenres. Und auf diesem Seil experimentiert und tanzt sie. Sie lässt sich dabei in ihren musikalischen Ambitionen nicht irritieren und geht ihren eigenen Weg, wobei sie häufig mit Janis Joplin verglichen wird.

Jetzt hat die in Berlin lebende Irin ihre Release-Tour angekündigt: Über 50 Konzerte quer durch Europa, Australien, Neuseeland, Japan und Nordamerika, viele davon in speziellen Konzerthäusern. Dabei wird Wallis Bird die Tour erstmals bewusst komplett solo bestreiten. Wer eine ihrer wenigen Solo-Performances erlebt hat, weiß, was man erwarten kann. Bird füllt mit ihrer einzigartigen Bühnenpräsenz Räume, wie es nur wenige Künstler imstande sind zu tun. Es ist diese Energie, diese Leidenschaft für Musik und die Zuhörer, die man spürt.

www.volksbad-jena.de

Foto: Oellermann


Volkssänger in bayerischer Hau-Drauf-Manier

Weiherer. Zu Gast in Erfurt: 23. Oktober, 20 Uhr, Museumskeller
Weiherer

Ein Querkopf mit dem hinterhältigen Kichern des Boandlkramers, intelligenten Texten, mitreißender Musik und grandios bissigem Humor. Unermüdlich tourt der „niederbayerische Brutalpoet“ mit seiner mehrfach preisgekrönten Mischung aus Liedermacherei und Kabarett durch den deutschsprachigen Raum. Ganz alleine mit Gitarre und Mundharmonika oder zusammen mit seiner exzellenten Band geizt Weiherer dabei nicht mit scharfzüngiger Kritik und deftigen Sprüchen. Kompromisslos, respektlos, meist politisch unkorrekt, oft gnadenlos komisch, aber immer beherzt.

Mit seiner langjährigen Bühnenerfahrung zeigt sich Weiherer gewohnt spontan, witzig und schnörkellos. Der mutige Musiker mit einem Herz für Irrsinn und Wahnwitz hat eine riesengroße Klappe und jede Menge zu sagen. Weiherers Auftritte sind mehr grob geschnitztes Handwerk als fein geschliffene Kunst und seine saukomischen Alltagsgeschichten sind längst Kult. Der ungezügelte Redeschwall wird nur unterbrochen von ein paar Liedern, die einen bis ins Mark durchdringen. Vorgetragen mit einer dringlich näselnden Stimme in breitestem Dialekt, frei von Selbstgerechtigkeit, aber voller Herzblut. Tiefsinnig und absurd zugleich, kantig und verquer, immer ehrlich und direkt, jedoch nie verbittert. - Jedem alternativ geprägten Geist dürfte das Herz aufgehen bei diesen Songs. Lieder mit viel Engagement und nicht selten mit richtig ehrlicher Wut, stets heimatverbunden und für ein bewusstes und respektvolles Miteinander einstehend. Pamphlete gegen dumm-dreiste Stammtisch-Politiker und ignorante Landschaftsverschandelung, gegen verblödende Touchscreen-Wischerei und für echte Kommunikation. Oder von der selbstkritischen Bilanz des Scheiterns an den eigenen Idealen. Und in bester Liedermacher-Tradition beherrscht Weiherer auch die leisen Töne, in denen er immer eine große Portion Menschenfreundlichkeit und Liebe durchblicken lässt. Ihn interessiert das große Ganze, das Hinschauen und Hinlangen, auch wenn´s mal weh tut. Als Zuhörer sitzt man mit ihm in einem Boot und bestaunt seine Navigationskünste durch diesen ganzen Wahnsinn. Durch eine Welt voller Fragen und ohne Antworten. Ein faszinierender Sturschädel!

Foto: Christian Kaufmann

www.museumskeller.de


Hymnische Klänge - physikalisch rein

2. Konzert der Reihe Abstract Music: Blechtrio Zinc & Copper und Mitglieder von OPEN MUSIC Gera am 21. September um 17 Uhr in der Johanniskirche in Gera

International renommierte Musiker*innen aus Großbritannien, Griechenland, Singapur, USA und Deutschland spielen Werke von James Tenney, Robin Hayward und Burkhard Schlothauer.

Nachdem die Konzertreihe Abstract Music der Initiative OPEN MUSIC Gera mit einem fulminanten Stockhausen-Eröffnungskonzert im Alten Wannenbad des Kulturzentrums Häselburg am 12. Juni eröffnet wurde, wird sie nun nach der Sommerpause im September, Oktober und November fortgesetzt. Vorgestellt werden weitere kanonische Werke der abstrakten Kunst-Musik des 20. Jahrhunderts und 2 neue Werke.

Am 21. September um 17 Uhr spielt das britisch-griechische Blechtrio Zinc & Copper (Horn, Posaune, Vierteltontuba) um den Tubisten Robin Hayward gemeinsam mit sieben Musikern vom international besetzten Wandelweiser Ensemble und OPEN MUSIC Gera Werke des amerikanischen Komponisten und Musiktheoretikers James Tenney (1934-2006). Obwohl Tenney, der zunächst an der Universität Toronto, später ab 2000 bis zu seinem Tod 2006 am Californian Institute of the Arts, Los Angeles, lehrte, zu den wichtigsten Komponisten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gehört, wurde sein innovatives kompositorisches Schaffen in Deutschland bisher noch wenig gewürdigt.

Der deutsche Physiker Hermann von Helmholtz hatte in seinen Schriften zur Akustik der Musik in der Mitte des 19.Jahrhunderts Komponisten angeregt, sich systematisch und künstlerisch mit der physikalisch reinen Stimmung und anderen von ihm untersuchten akustischen Phänomenen zu befassen. Diese Botschaft fiel in den USA deutlich früher auf fruchtbaren Boden als in Deutschland und veranlasste Komponisten wie Harry Partch und La Monte Young sich mit den physikalisch reinen Intervallen zu beschäftigen. James Tenney teilte dieses Interesse und es gelang ihm in seinen Kompositionen Critical Band und Harmonium #2 eine künstlerisch adäquate und interessante Form für die neuen und speziellen Gegebenheiten zu finden. Physikalisch reine Klänge schwellen an zu kraftvollen hymnischen Harmonien und erfüllen den Kirchenraum.

Der Eintritt ist frei.


Kirschenzeit bei den 17 Hippies

26. Oktober, 20 Uhr, Erfurt, HsD (Gewerkschaftshaus)
17 Hippies

Tanzend legen sie Intimität aufs Parkett. Für die eigenen Gefühle gehen die 17 HIPPIES auf die Barrikaden – sie kämpfen, streiten und erschaffen. Die 13 Berliner Musiker zeigen, was sich nur in einer starken Gemeinschaft bewahren und entwickeln lässt. Es sind die Gefühle, die das Leben ausmachen. In den letzten 20 Jahren haben die 17 HIPPIES mehrfach die Welt umtourt und dabei verinnerlicht, was sich da draußen abspielt. Sie gehören zum originellsten Kolorit der deutschen Musiklandschaft. Ihre Sprache ist international: deutsch, englisch und französisch. Ihr Zusammenspiel ist mehr als überzeugend – weil sie leben, was sie sind. Nicht mehr und nicht weniger.

Tickets: gibt es für 29,20 € an allen lokalen VVK Stellen und besondere Tourtickets unter: https://tickets.17hippies.de/produkte

Foto: ©Schmidt_Schliebener


Sarah Connor geht auf Tour

25. Oktober 2019, 20 Uhr, Erfurt, Messe
sarah connor tour 2019 erfurt

Sie wird es noch einmal tun. Sarah Connor veröffentlicht ein weiteres deutsches Album und geht im Herbst 2019 wieder auf große Arena-Tour in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Vier Jahre lang war Sarah Connor mit ihrer Band auf Tournee, um die Songs ihres ersten deutschsprachigen Albums „Muttersprache“ live zu spielen. Diese Konzerte, vor insgesamt über 600.000 Zuschauern bei zwei Arena- und drei Sommer-Open-Air-Tourneen, sind bei der Künstlerin als „sehr emotional, elektrisierend und berührend“ in Erinnerung geblieben. Sie bestätigten zudem ein untrennbares Band zwischen der erfolgreichsten Pop-Sängerin Deutschlands und ihrem Publikum. Nach über 1,2 Millionen verkauften Exemplaren ihres Albums „Muttersprache“ kündigt Sarah Connor jetzt endlich ein neues Album an: „Noch hat das Kind keinen Namen, aber der wird schon noch zu mir kommen“, verrät Sarah Connor. „Seit ziemlich genau einem Jahr arbeite ich wieder viel im Studio und schreibe neue Songs. Auf Deutsch. Und die wollen bald hinaus in die Welt und mit mir auf Reisen gehen“, so die
Sängerin.
Ihre nächste Tournee mit den neuen deutschen Songs wird Sarah Connor wieder durch die größten Arenen des Landes führen. Ein Ereignis, auf das sich Sarah schon jetzt freut und das ihren Adrenalinspiegel steigen lässt: „Unmittelbar vor Konzertbeginn, bekomme ich nur schwer Luft und denke, ich muss sterben vor Lampenfieber. Doch wenn der Vorhang fällt, die Musik einsetzt, ich die Hände und Gesichter sehe und die Rufe der Fans höre, dann weiß ich: Das wird ein geiler Abend.“

Foto: Pressefoto, Nina Kuhn

Karten: www.eventim.de sowie www.ticketshop-thueringen.de und Tel. 0361.227 5 227


JazzRabazz 2019 in Nordhausen

Jazzclub informiert über Änderungen im Line up für den 19. November 2019

Änderungen beim JazzRabazz 2019: Leider wurde seitens des Managements von Maceo Parker das angekündigte Konzert in Nordhausen abgesagt. Die Ursache war ein Planungsfehler und dieser wurde dem Jazzclub Nordhausen erst jetzt mitgeteilt. Wir bleiben aber für 2020 dran. - Das diesjährige Hauptprogramm wurde also kurzfristig neu zusammengestellt und bietet mit Kinga Głyk (PL) und Donny McCaslin (USA) zwei internationale Spitzenbands des modernen Jazz. Es wird zwei komplette Konzerte hintereinander geben (natürlich mit Pause) und dadurch der Abend schon um 19 Uhr beginnen. Der Start des zweiten Teils der Veranstaltung im Vorderhaus verschiebt sich auf ca. 22.15 Uhr. Die erworbenen Karten behalten natürlich ihre Gültigkeit.    

Der Bass ist eine Frau! Klanggewalt sonorer Art sei reine Männersache, hieß es lange Zeit bis zu Kinga Głyk, ein neues Wunderkind des Jazz. Diese junge Frau ist das Internet Phänomen schlechthin. Was Andere im Pop und Mainstream Bereich bereits vorgemacht haben, ist im Jazz beispiellos. Und plötzlich ist sie da, eine echte Musikerin, jung, hübsch, hochtalentiert, deren Internet Klickzahlen durch die Decke schießen. Kinga Glyk ist mit ihren 20 Jahren nicht nur die einzige Frontfrau einer Jazzband in ihrer Heimat Polen, sondern die derzeit größte Jazz-Sensation auf allen sozialen Netzwerken europaweit.  Eigentlich begann ihre Karriere mit 12 Jahren, als Ihr Vater – selbst Schlagzeuger – ihr Talent entdeckte und sie zum Mitglied des Glyk Familientrios PIK machte. Heute – mit ihrer neuen bei Warner Music erscheinenden dritten Platte „Dream“ und vielen Konzerten im Rücken – ist die junge Frau ein Star in ihrem Land und brennt darauf, die europäischen Club- und Festivalbühnen zu erobern.  

Man muss sich vorstellen, Weather Report oder mindestens das Zawinul Syndicate weilten noch unter uns und hätten sich über all die Jahre zu dem entwickelt, was es hier mit Donny McCaslin  zu hören gibt. - Kurz bevor David Bowie im Januar 2016 starb veröffentlichte er sein letztes Album Blackstar. Während das Album zum einen das Ende des legendären Künstlers repräsentiert, stellt es zum anderen einen Neuanfang für den Jazz-Musiker Donny McCaslin dar, der mit seinem Saxophon die visionäre Fusion verschiedener Musikstile mitbeeinflusste. Jetzt kommt McCaslin mit einem neuen Album, Blow., zurück, auf dem Bowies Einfluss und McCaslins künstlerische Entwicklung ganz klar zu hören sind. „Bevor ich mit Bowie zusammen gearbeitet habe schienen diese Dinge unmöglich für mich“, erzählt McCaslin über Blow., das gewagteste Album seiner 20-jährigen, GRAMMY-nominierten Karriere. „Der Zuspruch zu diesem Projekt und die wunderbare künstlerische Umsetzung – jetzt kommt es mir so vor als sei alles möglich.“  Das wird HEISS. Das wird GUT. Das wird WOW!

Im weiteren Programm ab ca. 22.15 Uhr sind dann unter anderen Günter Heinz, Mr. Skull, Toni & The Holy Rollers, Tommie Harris Soultrain, Cotton Men Blues Band und das Jazztrio HOT STRINGS“auf den kleineren Bühnen im Theater zu erleben.

Der Kartenvorverkauf im Theater Nordhausen für den JazzRabazz am 16. November 2019 ist wieder eröffnet. Der Jazzclub Nordhausen freut sich mit den Besuchern auf das tolles Programm an diesem Abend.

www.jazzclub-nordhausen.de


„Weltbeste Pink Floyd-Show“ von Brit Floyd auf Tour

The Wall und mehr zum 40. Jubiläum des Albums
Brit Floyd

Brit Floyd, die den Ruf der weltbesten Pink Floyd Tribute Band haben, zelebrieren jetzt die Highlights von The Wall authentisch und live. Zum 40. Jubiläum der Album Veröffentlichung lassen Brit Floyd das Meisterwerk in einer ambitionierten Produktion wiederentstehen, die im Herbst in Halle und Erfurt gastiert. Brit Floyd sind als originalgetreue Interpreten des Pink Floyd-Kanons ein weltweites Phänomen. Die neue Show enthält außer The Wall-Klassikern weitere Songs der Pink Floyd-Bestselleralben The Dark Side Of The Moon, Wish You Were Here, Animals und mehr. Die Performance, die klanglich und visuell die Meisterschaft der Originale adaptiert, enthält wesentliche Passagen und optische Elemente der finalen Division Bell Tour von Pink Floyd aus dem Jahre 1994. Brit Floyd nehmen die Zuschauer mit auf eine erstaunliche Zeitreise, bei der die besten Songs und Sequenzen von Pink Floyd im Mittelpunkt einer eindrucksvollen Produktion stehen. Mit ebenso perfekter wie modernster Sound-, Licht- und Lasertechnik sowie großflächiger Videoprojektionen entsteht eine atemberaubende Inszenierung, die von den Medien als „die perfekte Rock-Show“ und „Großartig… ein musikalisches Meisterwerk“ (LA Times) gefeiert wurde. Die Süddeutsche Zeitung brachte es auf den Punkt: „Wer das Werk von Pink Floyd unbedingt live hören möchte, muss zu Brit Floyd gehen.“ Brit Floyd sind mehr als ein Tribut!
Karten: bei allen bekannten Vorverkaufsstellen, Tickethotline 0341 – 98 000 98 oder im Internet unter www.mawi-concert.de

17. Oktober 2019, 20 Uhr, Halle, Händel Halle
29. Oktober 2019, 20 Uhr, Erfurt, Alte Oper


Art Garfunkel: An Evening of Song and Stories

Konzert am 2. November in der Stadthalle Chemnitz

Was wäre New York ohne sein Herzstück, den Central Park, und was wäre der Central Park ohne Simon and Garfunkel. Gemeinsam bildeten sie das wohl erfolgreichste Popduo aller Zeiten. Ihre Stücke kennt jeder, der in den letzten 50 Jahren in welcher Form auch immer Musik gehört hat. Über eine halbe Million Besucher kamen 1981 zu ihrem legendären Open Air Konzert zur Sanierung des Parks, es wurde seitdem nur noch schlicht das „Konzert im Central Park“ genannt. Der „Große“ aus dem erfolgreichsten Duo aller Zeiten, Art Garfunkel, kommt nun mit seinem Soloprogramm für 5 Konzerte nach Deutschland. Im Mittelpunkt stehen neben eigenen Hits natürlich die Hymnen der Simon-and-Garfunkel-Ära wie „Bridge Over Troubled Water“ oder „The Sound of Silence“. Sie sind unsterblich geworden, genauso wie „Mrs. Robinson“, „El Condor Pasa“ oder „ The Boxer“ und sind ohne den sonnigen Glanz seiner Stimme nicht denkbar. Die Lieder waren der perfekte Ausdruck des Zeitgeists der 60er und 70er. „Es gab viele Momente, in denen ich mich kneifen musste wegen meines Glücks. Wir waren damals Helden“, sagte Garfunkel jüngst dem „Guardian“. Das Duo verkaufte über 38 Millionen Alben, ihre „Greatest Hits“ erreichten mit 14 Millionen Verkäufen Diamantstatus. Mit Stücken wie „Have Only Eyes For You“, „All I Know“ und vor allen Dingen „Bright Eyes“, welches als Titelsong für den Kinofilm „Watership Down“ fungierte, bewies er sein Hitpotential auch als Solokünstler – Songs, die längst Klassiker sind und auch heute noch fester Bestandteil seines Konzertprogramms sind. Auch als Schauspieler feierte Garfunkel Erfolge in Filmen an der Seite von Candice Bergen und Jack Nicholson. Im Verlaufe seiner Solokarriere als Folkrocker hat der Grammy-Preisträger bisher zwölf Soloalben veröffentlicht, mit denen er nicht nur in den USA und Großbritannien, sondern auch in Deutschland hohe Chartpositionen erreichte. 2015 wurde er im Rahmen des „Deutschen Nachhaltigkeitspreises“ für sein soziales Engagement ausgezeichnet.