Theater

Picknick mit Inszenierung zu Ekhofs 300.

Mittwoch, 12. August, ab 16 Uhr, Ostgarten von Schloss Friedenstein Gotha
Theater Ekhof Schloss Friedenstein Gotha

Es hätte ein rauschendes Jubiläumsfestjahr zu Conrad Ekhof werden sollen, doch die Bühnenbretter des Ekhof-Theaters sind verwaist, Voltaires „Zaïre“ ist auf nächstes Jahr verschoben. Corona eben. Dem 12. August 2020 aber, an dem sich der Geburtstag des „Vaters der deutschen Schauspielkunst“ zum 300. Mal jährt, konnte das Virus nichts anhaben: Die Stiftung lädt sehr herzlich zu einer kleinen Inszenierung und einem Geburtstagspicknick in den Ostgarten von Schloss Friedenstein ein. Der Eintritt ist kostenlos, Einlass ab 16 Uhr.

Carola Moritz, ein weiterer Schauspieler und drei Musiker des Ensembles Panaches werden ab 17 Uhr die picknickenden Zuschauer mit einer kleinen Darbietung zu Conrad Ekhofs Leben unterhalten. „Wir freuen uns wie Bolle“, sagt Moritz über die kleine Inszenierung. Auch wenn sie und ihre Schauspieltruppe nicht wie geplant „Zaïre“ im Rahmen des ausgefallenen Ekhof-Festivals inszenieren können, ist sie froh, wenigstens zum Geburtstag des Theatermanns an der frischen Luft spielen zu können.

Maximal 75 Personen können an dem Picknick teilnehmen. Verpflegung vor Ort gibt es nicht, die Gäste müssen sich Decken, Speisen und Getränke selbst mitbringen. Für die Veranstaltung gelten strenge Hygieneregeln: Durch Fähnchen ist der nötige Mindestabstand markiert, eine Voranmeldung unter pleil@stiftung-friedenstein.de oder 03261 / 8234-502 ist notwendig. Während der Vorstellung ist es möglich, die Mund-Nasen-Bedeckung abzunehmen, auf dem Weg zum Platz oder zum WC ist diese aber zu tragen. Ein Kontaktformular muss ausgefüllt werden. Dieses kann sich auch bereits vor dem Picknick unter www.stiftungfriedenstein.de/corona-praevention heruntergeladen werden.

Einlass ab 16 Uhr, Beginn der Inszenierung um 17 Uhr, Ende ca. 19 Uhr, mit einer etwa halbstündigen Pause.
Anmeldung unter Telefon 03621 / 8234-502 oder per Mail: pleil@stiftung-friedenstein.de
Download des Kontaktformulars auf: www.stiftungfriedenstein.de/corona-praevention

Abbildung: Die Freiluftbühne: der Ostgarten von Schloss Friedenstein Foto © Schatzkammer Thüringen, Marcus Glahn


Fabelhafte Unterhaltung

Erfurter Theatersommer präsentiert Premiere im August
Erfurter Theatersommer Fabelhafte Unterhaltung

Man sollte es nicht glauben, doch von Fabeln kann man sich gut unterhalten lassen. Und wenn die passenden Bilder dazu zeitgleich gemalt werden, dann dürfte einem vergnüglichen Abend eigentlich nichts mehr im Wege stehen. Na gut… in den schönen Innenhof der Alte Synagoge müssten Sie schon selbstständig kommen. Diesmal suchen wir im Fabelschatz dieses Ortes Antworten auf die zeitlosen Fragen: Wie kann ich so zufrieden werden, wie ich es sein müsste? Reicht es hoffentlich, in eine Theaterkarte zu investieren, um in mir Freude hervorzulocken? (Dauer: 60 min)

Spielerin: Annette Seibt, Zeichnerin: Coco Ruch, Regisseur: Harald Richter
Premiere: 12. August 2020, 19.30 Uhr
Termine: 13. / 14. / 15. August [23. August, Spielort: Barfüßerruine] 26. / 27. / 28. / 29. August, jeweils 19.30 Uhr
Spielort: Hof Alte Synagoge, Waagegasse 8, Erfurt
Preise: 12,- / 10,- €
Eine Produktion des Erfurter Theatersommers

Zeichnung: Coco Ruch


Premiere im Theater Naumburg

Theater Naumburg

Das Theater Naumburg lädt am 4. September um 19.30 Uhr zur Premiere von GESCHLOSSENE GESELLSCHAFT ein. Jean Paul Sartres Schauspiel in einer Neuübersetzung von Traugott König ist die Eröffnungspremiere der Saison 2020/2021.

Wer hat sich von Ihnen schon mal überlegt, wie das Jenseits aussehen könnte? Ganz zu schweigen von der Hölle, in der bei Sartre ein eigenwilliger Kellner die Neuankömmlinge begrüßt, sie in ihre „Zimmer“ führt und ihrem Schicksal überlässt.
In dem berühmten Bühnenstück des französischen Existenzialisten, Philosophen und Theaterautors Jean Paul Sartre treffen drei Menschen in der Hölle zusammen. Alle haben sich im irdischen Leben etwas zu Schulden kommen lassen. Aber selbst als „Tote“ hängen sie noch an ihren Lebenslügen, ihren eitlen Bildern von sich selbst und wollen der Wahrheit nicht ins Auge sehen. Aber nützt ihnen das etwas? Worauf kommt es im Diesseits an, damit das Jenseits erträglich wird? Was haben wir zu verantworten? Viele Fragen tun sich auf. Auch für uns tun sich im hier und jetzt viele Fragen auf. Wir suchen alle nach den richtigen Antworten. Vielleicht verrät uns der Blick ins theatrale Jenseits Einblicke in unser eigenes Leben.

Weitere Vorstellungen: 5. / 10. / 11. / 12. / 16. / 18. / 19. / 24. / 25. / 30. September, jeweils 19.30 Uhr / 17. September, 17.30 Uhr / 2. und 3. Oktober, jeweils 19.30 Uhr

Foto: Dejan Patic


König Albert Theater in Bad Elster startklar für die neue Spielzeit

Blick auf die neue Abonnementspielzeit 2020/2021
König Albert Theater Bad Elster

Bad Elster/CVG. Das König Albert Theater als kulturelles Zentrum in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster bietet ab sofort für die neue Spielzeit 2020 /2021 wieder attraktive Abonnementprogramme aus Symphoniekonzerten, Musiktheater, Kabarett, Schauspiel, Kinderabo oder dem Theaterbus an, die dem Publikum einen begehrten „Stammplatz“ in einem der schönsten historischen Theater Mitteldeutschlands ermöglichen.

NEUE PERSPEKTIVEN: 8 x MUSIKTHEATER

Im Premierenabonnement bietet das König Albert Theater vier Opern, zwei Ballettabende sowie zwei Musicals an. Vor dem Hintergrund neuer Herausforderungen im Zuge der Corona-Krise spiegelt die Bühne Bad Elsters dabei neue Perspektiven wider: Marschners wagnerhafter »Vampyr« (11.09.20) verknüpft geschickt die Perspektiven aus romantisierender Mystik mit dem inneren Konflikt aus Liebe und loyaler Freundschaft, Webers »Freischütz« (04.10.20) thematisiert das Scheitern als vielseitige Schicksalsfrage und ein Brecht/Weil-Klassiker beleuchtet in kunstvollen Perspektivwechseln den »Aufbruch und Fall der Stadt Mahagonny« (16.04.21). Dazu persifliert die neue Musicalkoproduktion mit dem Gymnasiums Markneukirchen den Kulturschock zwischen Halloween und Weihnachten (31.10.-08.11.20), das klassische Ballett »Schwanensee« (15.01.21) wechselt tänzerisch die Perspektiven zwischen Tag und Nacht und der Broadway-Musicalklassiker »Kiss me Kate« (18.10. & 22.11.20) verwandelt Theaterfiktionen in ein swingendes Bühnenfeuerwerk. Abgerundet wird die neue Musiktheaterspielzeit mit jungen choreografischen Sichtachsen der Palucca Schule Dresden (30.04.21) und der böhmischen Volksoper »Die verkaufte Braut« (21.02.21) - als Pendant zum deutschen »Freischütz« - und als verbindender Brückenschlag mit Kolorit im Herzen Europas.

DRAMA TRIFFT GESCHICHTEN: 6 x SCHAUSPIEL

Das Schauspielabonnement im König Albert Theater zeigt die intensive Ausdrucksform der großen Theaterkunst an der Schnittstelle biographischer Dramen und unterhaltsamer Geschichten: Nach der Spielzeiteröffnung mit Klaus Manns Klassiker „Mephisto“ (19.09.20) als satirischer Spiegelung der Schauspielikone Gustav Gründgens gibt es mit der Tragikomödie über „Paul Abraham“ (13.02.21) als Hommage an den Operettenkönig von Berlin und dem aufwühlenden Theaterprotokoll  der letzten Tage von „Sophie Scholl“ (14.03.21) zwei weitere, bewegende Inszenierungen wichtiger Biographien deutscher Geschichte. Die Broadway-Komödie „Sonny Boys“ erheitert dazu den Silvestertag (31.12.20), ein humorvolles Erich-Kästner-Programm (24.01.21) würdigt die vielseitigen Schaffensebenen des meisterhaften Sprachkünstlers und das Berliner Kriminaltheater bringt erstmals die mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Kultfigur des „Tatortreinigers“ (08.05.21) auf die Bühne Bad Elsters.

DAS WHO-IS-WHO DER MÄRCHENHELDEN: 6 x KINDERTHEATER

Das lebendige Abonnement kleiner Theaterfreunde besitzt in Bad Elster mittlerweile die am stärksten wachsende Fangemeinde! In der neuen Spielzeit trifft sich wieder das „Who-is-Who“ der Märchenhelden: Pittiplatsch lädt zum Unterhaltungszirkus (27.09.20), der weltberühmte Narr Till Eulenspiegel streicht hintersinnig über die Bühne (22.11.20) und der Gestiefelte Kater (13.12.20) überlistet heldenhaft gewitzt den bösen Zauberer. Doch damit nicht genug: Die kluge Bauerntochter löst jedes Rätsel (31.01.21), die beiden Lausbuben Max & Moritz (18.04.21) necken nicht nur Witwe Bolte und der kleine Drache Kokosnuss (06.06.21) wartet im NaturTheater. So verbindet Bad Elster nicht nur Märchenhelden sondern auch die Generationen.

Zudem bietet das König Albert Theater über das Vorteilsangebot »ABO-Plus« ab sofort wieder ein passendes Stammplatzprogramm für die genrespezifischen Theaterreihen Rock & Pop, Jazz, Vokales, Schlager, Gedanken & Gespräche, Orchester-Sonderkonzerte oder Kammermusik & Tastenzauber an, die im Zuge des Vorteilangebots auch kombiniert werden können.

Kulturberatung Bad Elster: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

Das Abonnement-Programm online:

https://koenig-albert-theater.de/abonnement-2020/2021

Abbildung: Zur Spielzeiteröffnung im Schauspiel steht Klaus Manns Klassiker "Mephisto" auf dem Programm, Inszenierung: Theater Impuls Straubing.


Open-Air-Sommerfestival im Liebhabertheater Schloss Kochberg

Oper, Schauspiel und Konzerte auf dem Theatervorplatz

Im Liebhabertheater Schloss Kochberg sind Veranstaltungen wieder live zu erleben! Allerdings in Zeiten von Corona nicht im historischen Theater, sondern auf dessen Vorplatz und unter entsprechenden Schutzvorkehrungen. Als Bühne dient der Portikus des Theaters. Als Schaufenster der Klassik Stiftung Weimar für die Bühnenkunst zeigt das Liebhabertheater Schloss Kochberg unter dem Thema „Genial!“ bis Ende September Werke von Genies aus Barock, Klassik und Romantik. Von Genies, die zu ihrer Zeit die Kunst revolutionierten.

Mit dem Genie Goethe setzt sich Peter Hacks´ Monologstück „Ein Gespräch im Hause Stein ...“ auseinander, das am 12. 9. mit Barbara Schnitzler in der Rolle der Frau von Stein zu sehen ist. Das Lustspiel „Die Mitschuldigen“ des ganz jungen Genies Goethe von 1769 steht am 5. 9. auf dem Plan. Es wird aufgeführt wie zur Zeit seiner Uraufführung. Der Student Goethe verarbeitete hier u. a. seine Erfahrungen aus einer Liebelei mit der Leipziger Wirtstochter Käthchen Schönkopf, die er als Stammgast im väterlichen Gasthaus kennengelernt hatte. Das Stück, das 1777 in der Zeit des Weimarer „Liebhabertheaters“ mit Goethe in der Rolle des Alcest uraufgeführt wurde, lässt uns augenzwinkernd in menschliche Abgründe blicken. Die Schauspielproduktion wird gefördert von der Thüringer Staatskanzlei.

Prominent auf dem Programm steht im August und September mit acht Aufführungen der Opernerfolg „Der Apotheker“ („Lo speziale“) vom genialen Joseph Haydn. Die Aufführungen dieser opera buffa, die das Liebhabertheater Schloss Kochberg 2019 zusammen mit der lautten compagney, einem der renommiertesten deutschen Barockensembles, produzierten, entsprechen der historischen Aufführungspraxis ihrer Entstehungszeit. Die musikalische Leitung hat mit Wolfgang Katschner einer der führenden deutschen Dirigenten für das barocke Opernrepertoire. Regie führt der Spezialist für historische Bühnenkunst Nils Niemann.


Theater Plauen-Zwickau freut sich auf die neue Saison

MITEINANDER! - Theater Plauen-Zwickau freut sich auf die neue Saison Nach der langen Zeit des Lockdown und der damit einhergehenden Theaterschließung verabschiedet sich das Theater Plauen-Zwickau mit einer letzten Aufführungsserie des musikalischen Abends Ein himmelblauer Trabant am Wochenende im Malzhaus Open Air in die Sommerpause. Der "musikalischen Reise in den Osten" vorangegangen waren Classics unter Sternen auf der Freilichtbühne in Zwickau sowie überaus erfolgreiche Aufführungsserien von Offene Zweierbeziehung (in Zeiten von Corona) ebenfalls im Malzhaus Open Air und eine Sommer-Gala im Plauener Parktheater. Für die neue Spielzeit, die im September beginnt, haben die Theatermacher trotz Corona-Beschränkungen einen abwechslungsreichen und unterhaltsamen Spielplan zusammengestellt. Da es zur Zeit noch keine verlässlichen Prognosen zu Kontaktbeschränkungen und Lockerungen im Herbst gibt, plant die Theaterleitung bis Ende Januar mit einer Bespielung unter den aktuellen Corona-Auflagen. Das bedeutet u. a. die Einhaltung von Mindestabständen (auch auf der Bühne) sowie Vorstellungen und Konzerte ohne Pause mit einer Spiellänge von maximal 75 Minuten und ohne Catering. Ab Februar hoffen die Theatermacher, dann zum normalen Spielbetrieb zurückkehren zu können. Eine Neuerung wird es ab der neuen Spielzeit 2020/2021 in der Preisgestaltung geben. In den großen Spielstätten in Plauen und Zwickau werden dann vier, statt bisher drei Platzgruppen angeboten. Zudem ist eine Erhöhung der Eintrittspreise um durchschnittlich einen Euro geplant. Allerdings hat die Theaterleitung beschlossen, aufgrund der doch mit Einschränkungen verbundenen ersten Hälfte der Spielzeit voraussichtlich bis zum 29. Januar 2021 nur die Preise der Preisgruppen 3 und 4 zur Anwendung zu bringen. Das bedeutet, die Plätze der Preisgruppen 1 und 2 werden preislich automatisch zu Plätzen der Preisgruppe 3 und für den Besucher dadurch besonders günstig. Dieses Entgegenkommen ist auch ein großes Dankeschön an das Verständnis und die große Spendenbereitschaft der Besucherinnen und Besucher während der Corona-Schließzeit, das die Theatermitarbeiter*innen überwältigt und ihnen viel Kraft gegeben hat. Da die Platzkapazität durch das anzuwendende Hygienekonzept eingeschränkt und eine Vielzahl von Plätzen gesperrt ist, erhalten die Abonnenten für das erste Halbjahr ein Angebotspaket aus Wahlaboscheinen, die sie für selbst gewählte Vorstellungen und Termine einlösen können. Ab 30. Januar 2021 werden alle Abos dann wieder wie gewohnt weiterlaufen. Die Theaterkassen sind ab 1. September 2020 in beiden Städten wieder geöffnet. Ab dann wird auch das neue Spielzeitheft für die Saison unter dem Motto Miteinander! vorliegen.

www.theater-plauen-zwickau.de


Theater Chemnitz präsentiert das Musical HAIR

PREMIERE 28. August 2020, 19.30 Uhr auf der Küchwaldbühne Chemnitz

Mit dieser Produktion geht ein langgehegter Wunsch in Erfüllung: Zum ersten Mal werden die Theater Chemnitz dieses legendäre Musical aus dem Jahr 1968 als Eigenproduktion auf die Bühne zu bringen. Kurzfristig in den neu erstellten Sommerspielplan aufgenommen, können wir nun unserem Publikum auch eine Musicalinszenierung auf der Freilichtbühne in Chemnitz anbieten. Die nächsten Vorstellungen sind am 30. August, 3. bis 6. September sowie 10. bis 13. September, jeweils 19.30 Uhr.

www.theater-chemnitz.de


Theater Rudolstadt - Blick auf die neue Saison

Mit vorsichtigem Optimismus, ohne den eine Planung über einen Zeitraum von mehr als einem Monat derzeit kaum möglich sei, sieht Intendant Steffen Mensching auf die kommende Spielzeit 2020/21. »Falls bestimmte Beschränkungen in Kraft bleiben oder sich verändern, werden wir mit all unserem Improvisationstalent einen alternativen Spielplan erarbeiten«. Dessen ungeachtet soll die Saison am 5. September mit einem heiteren Theaterfestspaziergang eröffnet werden, zwar nicht, wie üblich, vor dem Theater, sondern mit mehreren Stationen im Heinepark unter dem Titel »Heine – stationär«.

Die erste große Schauspiel-Premiere im Theater im Stadthaus heißt »Ellenbogen Ellenbogen« (26.09.2020, Regie: Steffen Mensching und Michael Kliefert), ein Stück Gegenwart von Steffen Mensching und Michael Kliefert. Als eine Art Bestandsaufnahme geht es mit Kinderaugen auf Spurensuche nach den unscheinbaren und offensichtlichen Veränderungen des Zusammenlebens in dieser Gesellschaft, die das Corona-Virus mit sich gebracht hat. Am 21. November, ebenso im Stadthaus, feiert eine amerikanische Komödie über die lebensbejahende Kraft der Imagination Premiere: das Broadway-Stück »Mein Freund Harvey« von Mary Chase aus dem Jahre 1944 (Regie: Herbert Olschok). Einzelgänger Harvey wird für verrückt erklärt, weil er mit seinem nur für ihn sichtbaren Freund, einem Hasen kommuniziert. Doch schon bald wird klar, dass nicht der Verrückte ist, sondern seine Mitmenschen irre sind. Ähnlich unangepasst und willensstark, nur weit aktiver ist Ilsebill, die Heldin aus dem Schauspiel »Die Sterne vom Himmel runter« von Katrin Lange (30.01.2020, Regie: Alejandro Quintana). Uraufgeführt 1975 in Rostock, beschäftigt dieses DDR-Dramatik-Juwel, frei nach dem Märchen »Der Fischer und seine Frau«, die Frage, warum beste Absichten und Taten sich ins Negative verkehren und mit menschlichen Verlusten einhergehen. Denn ganz anders als in der berühmten Vorlage treibt die junge Frau nicht Habgier und Neid an, sondern die Sehnsucht nach einem sinnvollen und unbeschwerten Leben für alle.

Der Kleist-Klassiker »Der zerbrochene Krug« (27.03.2020, Regie: Markus Fennert) komplettiert die Schauspiel-Premieren im Stadthaus. Ein Richter steht in diesem Lustspiel im Mittelpunkt, der seinen eigenen Machtmissbrauch mit allen möglichen Mitteln vertuschen will.

Auf der Heidecksburg kann das Publikum 2021 endlich den Doppelpack aus »Mitsommernachts-Sex-Komödie« von Woody Allen (18.06.2021, Regie: Philippe Besson) und »Das Dschungelbuch« von Rüdiger Pape nach Rudyard Kipling (10.07.2021, Regie: Robert Neumann) für Familien erleben. In beiden Inszenierungen spielt die Welt des Dschungels – wenn auch auf sehr unterschiedliche Art und Weise – eine große, vielleicht sogar die Hauptrolle.

Im Musiktheater der Thüringer Symphoniker im Meininger Hof Saalfeld kann die Puccini-Oper »Madama Butterfly« (10.10.2020, Szenische Einrichtung: Anette Leistenschneider) in die Saison 2020/21 hinüber gerettet werden. Ursprünglich sollte sie im April 2020 Premiere feiern. Ebenfalls in Kooperation mit dem Theater Nordhausen wird die Operette »Die lustige Witwe« (10.04.2021, Inszenierung: Maria Riccarda Wesseling) von Franz Lehár im Meininger Hof Saalfeld erklingen. Als vollszenische Opernproduktion darf sich das Publikum auf Mozarts »La clemenza di Tito« (20.02.2021, Inszenierung: Sebastian Gühne) freuen, die in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik Mainz entsteht. Im Theater im Stadthaus wird Georges Bizets »Carmen« (01.01.2021) als Ballett von Ivan Alboresi zu erleben sein.

Die Saison im Schminkkasten eröffnet ein Nachzügler aus der aktuellen Saison, dem die Corona-Krise dazwischenkam: der Manfred-Krug-Liederabend »Du bist heute wie neu« (05.09.2020, Regie: Reiner Heise). Eine weitere Begegnung mit dem bewährten Künstlerteam Alexander Stillmark (Regie)/Volker Pfüller (Bühne und Kostüme) steht in der Reihe deutsche Humoristen an. Diesmal widmen sich die beiden Gerhard Polt. In vielen seiner Satiren gibt der bayerische Kabarettist, Schauspieler und Schriftsteller dem deutschen Durchschnittsmenschen eine unversöhnlich rumorende Stimme, wie in dem Schminkkasten-Abend »Die Verteidigung der Gummibärchen« (25.09.2020) zu beobachten sein wird. Erst 2018 uraufgeführt wurde das Schauspiel »Furor« (20.11.2020, Regie: Kathrin Brune) von Lutz Hübner und Sarah Nemitz, das mit feiner Beobachtungsgabe die Politikverdrossenheit und Radikalisierung in Deutschland skizziert. In der Uraufführung der Komödie »Doppelkabine« von Katrin Wiegand (23.01.2021, Regie: Reiner Heise) erlebt das Publikum hingegen, was alles passieren kann, wenn ein fast geschiedenes Paar auf einem Kreuzfahrtschiff ungewollt in einer gemeinsamen Kajüte einquartiert wird …

Konzertvorschau unter >>> Klassik

www.theater-rudolstadt.de


Mascha und der Bär in Weimar!

Verlegt auf Samstag, 14. November 2020, Weimar, Neue Weimarhalle (Kleiner Saal)
Mascha und der Bär Weimar

"Mascha und der Bär" ...mit dem Thüringer Kindertheater Doncalli! In einer völlig neuen Märchen-Show zeigt das Doncalli-Theater die Abenteuer der kleinen Mascha und des Bären mit lebensgroßen Walk-Act-Kostümen.
"Ein Jahr Vorbereitung war nötig, um diese Show zu realisieren, von der handgemalten Originalkulisse bis hin zu den Kostümen. Von Künstlern aus allen Teilen der Welt, wie z. B. Russland, Peru und Deutschland wurden die Kostüme speziell für die Show maßgefertigt. Mit vielen bekannten Mascha-Songs bieten wir allen Kindern einen unvergesslichen Tag..."
Eine Show für Kinder ab 2 Jahren - nach dem Originalmärchen von Alexander Nikolajewitsch Afanassjew.

Eintrittskarten gibt es nur an der Tageskasse - 40 Minuten vor Beginn.
Eintrittspreise: Kinder 14,00 EUR/Erwachsene 16,00 EUR