Theater

Mahlers "Lied von der Erde" am Samstag im Theater Gera

Samstag, 22. Januar, 19:30 Uhr, Bühnen der Stadt Gera
Das Lied von der Erde Theater Altenburg Gera

Gustav Mahler vertont in seinem sinfonischen Liederzyklus Übersetzungen tausende Jahre alter chinesischer Lyrik. Das Philharmonische Orchester Altenburg Gera spielt „Das Lied von der Erde“ unter der Leitung von Generalmusikdirektor Ruben Gazarian in der Fassung für Kammerorchester von Arnold Schönberg und Rainer Riehn. Die Regisseurin und Choreografin Jean Renshaw und der Szenograf Duncan Hayler übertragen das Werk in assoziative Bewegungen und Momentaufnahmen von Gefühlswelten. Es tanzen die Eleven des Thüringer Staatsballetts sowie Jon Beitia Fernandez. Mezzosopranistin Eva-Maria Wurlitzer und Tenor Isaac Lee übernehmen die Gesangspartien.

Für Gustav Mahler war sein „Lied von Erde“, dessen Uraufführung (1911) er nicht mehr erlebte, „das Persönlichste, was ich bis jetzt gemacht habe“. Zurückgezogen in die Idylle seiner Sommerdomizile ließ sich Mahler in seinen abgelegenen Komponierhäuschen von der umgebenden Natur tief beeindrucken: vom Anblick der Berge, dem Geruch der Erde, dem Wald, von Tierlauten und Vögeln. In inniger Naturbewunderung entstand 1908 in Südtirol „Das Lied von der Erde“, als Mahlers Welt erschüttert vor ihm lag. Seine Tochter Maria war mit nur vier Jahren verstorben, er selbst erhielt die Diagnose seines unheilbaren Herzleidens und legte nach einer antisemitischen Pressekampagne sein Amt als Direktor der Wiener Hofoper nieder. Gefallen fand Mahler in dieser schweren Zeit an Hans Bethges Gedichtesammlung „Die chinesische Flöte“, die in damals beliebter fernöstlich-exotischer Eigenart um Natur und Philosophie kreist.

Die Choreografie bringt die innere Gefühlswelt Mahlers bei der Entstehung seines Meisterwerks auf die Bühne: „Die dunkle Psyche eines Menschen, der durch einen Schicksalsschlag gezwungen wird, dem Tod ins Auge zu schauen: seine persönliche qualvolle Reise, bis er Frieden findet und die unvermeidlichen Universalgesetze von Entstehen und Vergehen annimmt“, so Regisseurin und Choreografin Jean Renshaw.

Weitere Termine: Fr 15. April und Fr 27. Mai · 19:30 · Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus // Sa 16. April · 19:30 · Theaterzelt Altenburg

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Ronny Ristok


Uhrwerk der Gewalt

Wiederaufnahme von „A Clockwork Orange“ mit „Rammstein“-Songs im DNT Weimar
DNT Weimar A Clockwork Orange

Nach zweijähriger Pause ist die vom Publikum begeistert aufgenommene Produktion „A Clockwork Orange“ nach Anthony Burgess‘ Kultroman auf die Bühne des DNT Weimar zurückgekehrt. Hasko Weber hatte den Stoff im Herbst 2018 als fulminante Konzertshow mit vom Ensemble live gespielten und gesungenen „Rammstein“-Songs in Szene gesetzt. Mal erzählend, mal assoziativ-kommentierend bilden diese die musikalische Entsprechung zur exzessiven Gewalt der düsteren Zukunftsvision aus dem Jahr 1962: Aus purer Lust an Grausamkeit und Machtausübung streifen Alex und seine Droogs Nacht für Nacht wie wildgewordene Tiere durch die Straßen, vergewaltigen Frauen und prügeln auf alles und jeden ein, der ihnen vor die Füße gerät. Bis die Gang ihren Anführer an die Polizei verrät. Zu mehrjähriger Haft verurteilt, meldet sich Alex für ein neuartiges Experiment, das ihn von seiner Gewaltbereitschaft ein für alle Mal ›befreien‹ soll. Nach einer brutalen Therapie wird er als geheilt entlassen. Doch die neu gewonnene Freiheit trügt, denn die Rache seiner einstigen Opfer lässt nicht lange auf sich warten…

21. Januar, 3. und 26. Februar, 3. und 25. März sowie 23. April

Foto: Candy Welz


Gefeierte Geschlechtersatire mit Tiefgang

Florian Zellers „Die Kehrseite der Medaille“ ab 29. Januar am Theater Rudolstadt
Theater Rudolstadt Die Kehrseite der Medaille

Rudolstadt/Saalfeld. Das Glück der anderen stellt das eigene oft auf eine harte Probe. Aber zugegeben würde dies in „Die Kehrseite der Medaille“ keiner. Denn während es insgeheim im Gebälk so richtig kracht, lässt der französische Autor Florian Zeller seine Akteure derweil zur Freude des Publikums heile Fassade spielen. Am Samstag, dem 29. Januar, um 19.30 Uhr feiert die Komödie der Regie von Herbert Olschok am Theater Rudolstadt Premiere.

Die Begegnung zweier Paare beim gemeinsamen Dinner ist Ausgangspunkt für das brillante Boulevard-Stück: Patrick hat sich nach etlichen Jahren Ehe von Laurence getrennt, nicht einfach so, sondern für die attraktive und viel jüngere Emma. Sein Freund Daniel hat ihn trotzdem ganz selbstverständlich mit „dieser Tussi“ zum Abendessen eingeladen, was Daniels Frau Isabelle überhaupt nicht verstehen kann. Schließlich waren die Paare jahrzehntelang unzertrennlich! Isabelle ist mit ihrer Freundin, der verlassenen Laurence, natürlich solidarisch und zwingt sich nur ihrem Mann Daniel zuliebe zu guter Miene. Womit er aber nicht gerechnet hat: Das frischverliebte Pärchen stellt auch sein eigenes Eheglück auf die Probe ... Ein Dinner wie auf einem Pulverfass, dessen ganze Dimension sich noch durch einen besonderen Kunstgriff des Autors verschärft: Zeller lässt parallel zu den gesagten auch noch die ungesagten Worte für das Publikum hörbar werden.

Florian Zeller, 1979 in Paris geboren, ist ein mit zahlreichen Preisen ausgezeichneter Dramatiker und Regisseur. Der Film nach seinem Schauspiel „Der Vater“ wurde 2021 mit dem Oscar prämiert. Auch mit der „Kehrseite der Medaille“ gelang ihm nach „Die Wahrheit“ – einst Dauerbrenner am Theater Rudolstadt – ein erneuter Theater-Coup. Seine 2016 uraufgeführte Geschlechtersatire jongliert gekonnt mit gängigen Klischees und ist dennoch ein genaues Psychogramm über die Kunst, sich und andere ins Unglück zu katapultieren. In Rudolstadt wird es von Komödienmeister Herbert Olschok, der in Rudolstadt bereits zahlreiche Stücke inszenierte, und einem vierköpfigen Schauspielensemble auf die Bühne gebracht. Es spielen Verena Blankenburg, Rayk Gaida, Kathrin Horodynski und Markus Seidensticker. Die Ausstattung stammt von Alexander Martynow.

Die Premiere ist bereits ausverkauft. Restkarten sind noch für die folgenden Aufführungen im Theater im Stadthaus am 1. und 8. Februar, jeweils 15 Uhr und 5. Februar, 19.30 Uhr, an den üblichen Vorverkaufsstellen, in der Theaterkasse und telefonisch unter 03672/422766 sowie online auf der Website des Theaters erhältlich. Für erste Einblicke in die Inszenierung lädt das Regieteam bereits am Sonntag, dem  23. Januar, um 11 Uhr zur Premieren-Matinee ins Stadthaus ein.

Es gilt aktuell die 2G-Regel sowie FFP-2 Maske auch am Platz. Nähere Informationen sind unter www.theater-rudolstadt.de zu finden.

Foto: Anke Neugebauer


Neustart am Theater Plauen-Zwickau

In Zwickau steht am 19. und 20. Januar in der Neuen Welt das 4. Sinfoniekonzert unter dem Titel "Erfindung" mit Werken von Hans Werner Henze, Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schreker, dirigiert von Vladimir Yaskorski auf dem Programm. Im VogtlandtheaterPlauen erklingen die Werke am 21. und 22. Januar.

Bis Ende Januar werden dann gleich weitere drei Premieren zu erleben sein. Die Operetteneinakter von Jacques Offenbach und Richard Genee unter dem Titel Der Musikfeind werden am 21. Januar das erste Mal im Zwickauer Gewandhaus zu sehen sein. Eine Woche später, am 28. Januar in Zwickau und dann auch am 26. Februar in Plauen, steht die Premiere des Tanzstückes Marie! Romy! Petra! als Uraufführung von Annett Göhre auf dem Programm, in dem es um Marie Curie, Romy Schneider und Petra Kelly geht. Gleich am Tag darauf, am 29. Januar, wird Der Zerbrochne Krug, das Lustspiel von Heinrich von Kleist, in der Regie von Roland May dann auch endlich in Zwickau zu sehen sein. Alle weiteren Vorstellungen findet man auf der Homepage des Theaters. Die Theaterkassen sind ab Dienstag wieder regulär besetzt, Karten sind für alle Vorstellungen dort erhältlich. Bis zur Veröffentlichung der neuen sächsischen Corona-Verfügung stehen die Modalitäten für den Theaterbesuch noch nicht ganz genau fest. Das Theater geht davon aus, dass der Besuch unter 2G plus möglich sein wird und mit halber Belegung der Säle.


Puppentheaterstück „Der Wunderkasten“ in Altenburg

Der Wunderkasten Puppentheater Altenburg Gera

Auch für das jüngere Publikum hat der Februar-Spielplan des Theaters Altenburg Gera etwas zu bieten: Am Mittwoch, den 2. Februar um 10 Uhr findet im Theaterzelt Altenburg die Premiere der Abenteuer- und Liebesgeschichte „Der Wunderkasten“ statt. Eine weitere Vorstellung folgt am Samstag, den 5. Februar um 16 Uhr in der gleichen Spielstätte. Gemeinsam erlebt das Publikum mit den beiden Geschichtenerzähler*innen und ihrem wundersamen Wunderkasten die spannenden Abenteuer des Hirtenjungen Sami, der viele Herausforderungen bestehen muss, um seine große Liebe, die schöne Leila heiraten zu dürfen. Doch dann nimmt die Geschichte eine unerwartete Wendung. Frei nach dem Kinderbuch des deutsch-syrischen Schriftstellers Rafik Schami (*1946), der als Meister der Erzählkunst gilt, ist der „Wunderkasten“ eine Liebeserklärung an das traditionelle Erzählen. Am Ende ist es die kindliche Fantasie, die die größten Abenteuer schafft.

Regisseurin Friederike Förster inszeniert das Stück für Kinder ab 6 Jahren. Kostüme gestaltete Maria Preschel, die Bühne und die Puppen Paul Hentze gemeinsam mit der Regisseurin. Alle drei sind Stipendiat*innen der Theater Stiftung Gera. Marcella von Jan und Tobias Weishaupt spielen und erzählen gemeinsam die abenteuerlichen Geschichten.

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de.

Foto: Ronny Ristok


Das Galli Theater Weimar freut sich auf Ihren Besuch!

Galli Theater Weimar

Orpheus - One Man Musical - Drama voller wundersamer Leichtigkeit

Mi 19. Januar, 20 Uhr

Ein Mann liebt eine Frau. Und sie liebt ihn. Bis sich der Teufel einmischt. Doch der Mann ist mutig, geht für seine Liebe buchstäblich durch die Hölle und gewinnt sie zurück. Alles scheint gut zu werden, da macht er einen verhängnisvollen Fehler....
Krispin Wich singt und spielt sich, begleitet von seiner Gitarre, sehnsuchtsvoll, verzweifelt, leidenschaftlich und immer auch schalkhaft verschmitzt durch die dramatische Liebesgeschichte von Orpheus und Eurydike. Die live gesungenen Songs von Elvis Presley, Mick Jagger, Barbara Streisand, den Beatles und vielen anderen und der augenzwinkernde Humor verleihen dem Stück bei aller Dramatik eine wundersame Leichtigkeit.

Der letzten Held - Die Nibelungen,‎ frech & witzig

Do 20. Januar, 20 Uhr

Kommen Sie mit auf eine skurrile Reise. Die Geschichte ist ein richtiger PsychoThriller und viele hundert Jahre alt. Sie rankt sich um Liebe, Macht, Intrigen, Kampf, Mord und Rache. Erzählt wird, wie aus einem jungen Burschen, nennen wir ihn Sigi, der Held Sigfried wird. Und, wie dieser schließlich endet…Es ist an der Zeit, das Ganze neu zu erzählen. Diesmal mit Witz, ja Aberwitz, absurd, hintergründig, urkomisch. So geben sich Tragödie und Komödie die Hand und halten sich gegenseitig im Gleichgewicht. Es spielt Krispin Wich.

Froschkönig für Erwachsene  - ein lustvolles Beziehungsmärchen (FOTO)

Fr 21. und Sa 22. Januar, jeweils 20 Uhr

Eine moderne, lustvolle Interpretation des ewigen Themas Mann- Frau, die die Sache ziemlich auf den Punkt bringt: Männer sind Frösche und warten auf die Frau, die sie zum richtigen Zeitpunkt und mit der nötigen Power an die Wand klatschen. Dann wird sich zeigen, ob sie die Chance nutzen, Prinzen zu werden, oder ob sie lieber Frösche bleiben.
Tauchen Sie ein in das Beziehungsgeschehen zwischen Mann und Frau. Und tauchen Sie erheitert, erfrischt und bewegt wieder auf...
Krispin Wich spielt und erzählt, dass es eine wahre Freude ist.

Dornröschen - der MärchenSpieler 

Sa 22. und So 23. Januar, jeweils 16 Uhr

Das Märchenerzählen ist eine uralte Kunst. Hier nun wird die Geschichte von Dornröschen spielerisch dargestellt. Ein Schauspieler lässt die Geschichte vom hundertjährigen Schlaf und der Freude, wieder wachgeküsst zu werden, so richtig lebendig werden. Gebannt folgen die Zuschauer dem Geschehen, wenn sich der Schauspieler in alle möglichen Rollen verwandelt. Das kleine und große Publikum hat er dabei immer im Auge.




Julius Caesar / Die Politiker in Meiningen

Wer sind eigentlich die Politiker und wer ist das Volk? Gibt es in einer Demokratie diesen immer wieder heraufbeschworenen riesigen Unterschied? Der große Elisabethaner William Shakespeare und der Gegenwartsdichter Wolfram Lotz behandeln diese Fragen auf unterschiedlichste Weise in ihren Stücken. Shakespeare blickt dabei hinter die Kulissen eines blutigen Machtkampfs, dessen Opfer Caesar wird. Sein Mord durch die Verschwörer, unter denen auch sein Freund Brutus ist, führt zu der wohl bekanntesten Redeschlacht auf dem Theater. Das Volk zeigt sich als gefährlicher Wechselbalg, kaum jubelt es Brutus zu, der den Anschlag auf Caesar mit der Sorge um die Republik rechtfertigt, schon schlägt es sich auf die Seite des Demagogen und Aufhetzers Marc Anton. - Wolfram Lotz hat aus den Verunsicherungen der Gegenwart heraus seinen Text „Die Politiker“ geschrieben. Bleibt das Volk bei Shakespeare eine manipulierbare Masse, erhebt es bei Lotz selber die Stimme. In seiner verspielten, ebenso komischen wie bitteren und hochmusikalischen Wortkaskade verwischen jedoch die Grenzen, und Volk und Politiker finden auf poetischer Ebene zueinander. Es war eine „Julius Caesar“-Inszenierung, die den Weltruhm der Meininger 1874 beim ersten Gastspiel in Berlin begründete. Heute stellen wir den Text in Kombination mit einem Gegenwartstext zur Diskussion.

22.01 | 05.02 | 05.03. - Staatstheater Meiningen, Großes Haus

 


Markus Lüpertz inszeniert "La Bohème" am Staatstheater Meiningen

Markus Lüpertz Staatstheater Meiningen La Boheme

Im Dachboden eines Pariser Hauses leben die Künstler Rodolfo, Marcello, Schaunard und Colline am Rande der Armut. Als die junge Nachbarin Mimi an ihre Tür klopft, um Licht für ihre Kerze zu erbitten, kommt noch eine Sorge in Rodolfos Leben: die Liebe. Trotz Mimis Krankheit beschließen sie, bis zum Frühling zusammen zu bleiben. Kann diese große, jedoch so zerbrechliche Liebe den bitteren Winter überleben? - „Es ist ein herrliches und ein entsetzliches Leben, das seine Sieger und Märtyrer hat” schrieb Murger in seinem Roman "Scènes de la vie de bohème", und anhand dieser Vorlage schufen die Erfolgslibrettisten Giacosa und Illica einen Text von herzzerreißender Schönheit und exzeptioneller Musikalität.

Puccini erlebte selbst solche mittellosen Studienjahre in Mailand; seine Partitur für „La Bohème“ atmet den so pulsierenden Esprit der Jugend und die Poesie des Leidens. Trotz des Misserfolgs der Premiere 1896, hat sich diese Hymne an die Liebe trotz aller Schwierigkeiten als Standard-Opernrepertoire durchgesetzt und gilt als Puccinis Meisterwerk, das nicht nur seine Opernästhetik definierte, sondern auch als Inbegriff des Verismo eine deutliche Tendenz setzte. - Diese Künstleroper wird von einem der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler, Markus Lüpertz, auf die Bühne gebracht, der – neben Bühne und Kostüm – auch erstmals für die Regie verantwortlich sein wird.

23.01. | 12.02. (jeweils nur noch Restkarten!)

Außerdem: 03.03. | 26.03. | 03.04. | 17.04.

Bitte beachten Sie: Es gilt 2G und Maskenpflicht (auch während der Vorstellung). Gespielt wird mit einer Auslastung von 50 Prozent der Plätze.

Foto: Markus Lüpertz (Staatstheater Meiningen; Foto: Marie Liebig)


Eine abgründige Begegnung

Theater Rudolstadt zeigt Thriller über legendäre Patricia Highsmith
Theater Rudolstadt Die Katze im Käfig Patricia Highsmith

Rudolstadt/Saalfeld. Patricia Highsmith erlangte einst mit ihren psychologischen Kriminalgeschichten Weltruhm. Am Theater Rudolstadt wird die legendäre wie skandalträchtige Autorin nun selbst Gegenstand eines abgründigen Thrillers. In der Regie von Peter Bernhardt feiert das Zwei-Personen-Stück „Die Katze im Käfig“ am 28. Januar im Schminkkasten Premiere.

Seit Jahren lebt Patricia Highsmith zurückgezogen in den Schweizer Alpen. Sie liebt Katzen und Schnecken, und wenn sie nicht schreiben kann, wird ihr hundsmiserabel. An Inspiration fehlt es ihr nie, Ideen hat sie „so oft wie Ratten Orgasmen“. Ihre berühmteste Romanfigur ist und bleibt der talentierte Mr. Tom Ripley – ein charmanter und mordsmäßig guter Killer. Ihr amerikanischer Verlag pocht auf eine Fortsetzung des Welterfolgs und schickt Edward Ridgeway in die Höhle der Löwin. Kann der Agent die widerborstige Autorin zu einem neuen Ripley-Meisterwerk anstacheln oder hat er ganz anderes im Sinn? Nach vorsichtigem Abtasten entwickelt sich ein abgründiges Katz- und Mausspiel, bei dem die Grenze zwischen ihrer düsteren Fantasie und der Wirklichkeit verschwimmt.

Der 1962 geborenen Australierin Joanna Murray-Smith gelang mit ihrem Psycho-Thriller ein beklemmendes Porträt über die amerikanische Dichterin und zugleich ein aufwühlendes Drama über die Lust am Bösen. Patricia Highsmith war überzeugt: „Nicht jeder wird ein Mörder, aber gänzlich ausgeschlossen ist es nie.“ Das Stück wurde 2014 in Sydney uraufgeführt. In der Regie von Peter Bernhardt, der u. a . über viele Jahre am Staatstheater Meiningen spielte und inszenierte, sind als Highsmith Ute Schmidt und als Edward Jochen Ganser zu erleben. Die Ausstattung stammt von Monika Maria Cleres.

Karten für die Aufführungen am 28. Januar, 20 Uhr, sowie am 30. Januar und 6. Februar, jeweils 18 Uhr im Schminkkasten sind an den üblichen Vorverkaufsstellen, in der Theaterkasse telefonisch unter 03672/422766 und online auf der Website des Theaters erhältlich. Es gilt aktuell die 2G-Regel sowie FFP-2 Maske auch am Platz. Nähere Informationen sind unter www.theater-rudolstadt.de zu finden.

Foto: Anke Neugebauer


Premiere für das Stück "Die Comedian Harmonists“ in Altenburg

Die Comedian Harmonists Theater Altenburg Gera

Casting von Pop-Formationen ist keine Erfindung der „RTL-Superstars“. Das gab's auch schon 1927 bei den legendären „Comedian Harmonists“. Dort herrscht hinter den Kulissen nicht immer eitel Sonnenschein. 1997 in der Komödie am Kurfürstendamm in Berlin uraufgeführt, handelt das musikalisch-biografische Bühnenstück „Die Comedian Harmonists“, das am 6. Februar um 18 Uhr im Theaterzelt Altenburg Premiere feiert, von der Geschichte des bis heute durch Titel wie „Mein kleiner grüner Kaktus“, „Veronika, der Lenz ist da“ oder „Wochenend’ und Sonnenschein“ unvergessenen Sextetts.

Und das ereignet sich: Am 29. Dezember 1927 veröffentlichte Harry Frommermann eine Annonce im Berliner Lokalanzeiger: „Tenor, Bass (Berufssänger, nicht über 25), sehr musikalisch, schönklingende Stimmen, für einzig dastehendes Ensemble unter Angabe der täglich verfügbaren Zeit gesucht.“ Daraufhin meldete sich, neben 70 anderen arbeitslosen Männern, auch Robert Biberti, der eine ausdrucksstarke Bassstimme besaß. Wenige Tage später brachte er Ari Leschnikoff und Roman Cycowski mit und einer der beiden wiederum den Pianisten Erwin Bootz. Dazu gesellte sich als zweiter Tenor zunächst Walter Nußbaum, der jedoch bald durch Erich Collin ersetzt wurde. Nach einer intensiven Probenphase begann unter dem Namen Comedian Harmonists der kometenhafte Aufstieg des Sextetts: umjubelte Konzerte im In- und Ausland, vielbeachtete Rundfunkauftritte und lukrative Plattenverträge. Doch die rassistisch motivierte Kulturpolitik der Nationalsozialisten beendete die Erfolgsgeschichte. Ende November 1933 wurde erstmals ein Konzert mit dem Hinweis abgesagt, drei Ensemblemitglieder seien „nichtarischer Abstammung“ – in Gera. 1935 folgte das endgültige Berufsverbot für die drei jüdischen Mitglieder, die kurz darauf ins Ausland fliehen mussten.

Für die Inszenierung zeichnet Alexander Flache, für die musikalische Leitung Yury Ilinov verantwortlich. Die Ausstattung besorgt Petra Linsel-Mahrer. In dem Stück treten Gustavo Mordente Eda vom Thüringer Opernstudio als Ari, Johannes Pietzonka als Erich, Kai Wefer als Harry, Alejandro Lárraga Schleske als Roman, Roman Astakhov als Robert, Yury Ilinov als Erwin und Martin Andreas Greif als Hans auf.

Weitere Vorstellungen im Theaterzelt Altenburg: Sa. 12. Februar · 19:30 Uhr / So. 13. Februar · 18:00 Uhr / Do. 17. Februar · 14:30 Uhr / So. 20. Februar 2022 · 18:00 Uhr / Sa. 12. März · 19:30 Uhr / So. 13. März · 18:00 Uhr / Sa. 2. Apr 2022 · 19:30 Uhr

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de.

Foto: Ronny Ristok


Juwel aus Händels Londoner Zeit

„Amadigi die Gaula“ am Staatstheater Meiningen

Alles kann sich die Zauberin Melissa mit ihren magischen, übernatürlichen Kräften beschaffen – oder fast alles: Die Liebe von Amadigi kann sie trotzdem nicht gewinnen. Der junge Titelheld und sein Freund Dardano sind beide in die schöne Prinzessin Oriana verliebt. Mit klugen Intrigen, schlauen Strategien und mithilfe Dardanos versucht Melissa, Amadigi und Oriana zu trennen. Doch am Ende siegt die wahre Liebe.
Ein Juwel aus Händels Londoner Zeit, wurde „Amadigi die Gaula“ 1715 uraufgeführt und war sein fünftes Stück in seiner neuen Heimat. Die Vorlage basiert auf dem im 16. Jahrhundert sehr populären Ritterroman „Amadis de Gaula“, der einige Jahre davor auch Jean-Baptiste Lully inspirierte. Händels Fokus auf die Affekte und die Gemütsschwankungen seiner durchaus menschlichen Figuren sowie seine Fähigkeit, die Akteure reich und abgerundet
zu porträtieren, werden in seiner Partitur widergespiegelt. Trotz der kurzen Kompositionszeit und obwohl sie die Popularität von „Rinaldo“ nie erreichte, gewann „Amadigi di Gaula“ schnell an Beliebtheit. Im Sinne eines barocken Gesamtkunstwerks bringt Hinrich Horstkotte in Personalunion von Regie, Bühne und Kostümen diese Zauberoper auf die
Bühne.

21.01. | 11.03. | 03.06.


Die Theater Chemnitz freuen sich auf Ihren Besuch!

Nach acht Wochen coronabedingter Schließung freuen sich die Theater Chemnitz, das Opernhaus wieder für das Publikum öffnen zu können. Aufgrund der langen Pause ist der Spielplan für Januar komplett überarbeitet und mit Ballett- und Märchenopernvorstellungen sowie drei Konzerten den derzeitigen Aufführungsmöglichkeiten angepasst worden.

Auf dem Spielplan bis 31. Januar:

In Tschaikowskys Ballettklassiker Der Nussknacker spielt in der Choreografie von Ballettdirektorin Sabrina Sadowska die reiche Kultur- und Industriegeschichte der Stadt Chemnitz zu Beginn des 20. Jahrhundert eine besondere Rolle.
Vorstellungen: 20. und 21. und 28. Januar, jeweils 19.00 Uhr / 22. Januar, 17.00 Uhr / 23. Januar, 14.00 Uhr sowie am 28. Januar, 18.00 Uhr.

Zwei kammermusikalische Abende vervollständigen das Konzertangebot der Robert-Schumann-Philharmonie im Januar. Der 3. Kammermusikabend lädt am 23. Januar, 19.00 Uhr in das Rangfoyer des Opernhauses ein und präsentiert Werke von Jean-Michel Damase, Marc Berthomieu, Reinhold Glière und Johannes Brahms. Zwei Tage später, am 25. Januar, 19.00 Uhr kommen die Konzertliebhaber:innen bei „Klasse Klassik!“ im Carlowitz-Saal im Carlowitz Congresscenter Chemnitz auf ihre Kosten. Es erklingen Wolfgang Amadeus Mozarts Sinfonie Nr. 31 D-Dur KV 297, die sogenannte „Pariser Sinfonie“, sowie Richard Strauss‘ Orchestersuite op. 60 „Der Bürger als Edelmann“.

Zum Abschluss des Januar-Spielplans wird es noch einmal märchenhaft. Die legendäre Inszenierung der Humperdinck-Oper Hänsel und Gretel von Regisseur Steffen Piontek feierte in der Vorweihnachtszeit 2021 ihren 30. Geburtstag – entsprechend groß war die Enttäuschung, dass zum Jubiläum keine Live-Vorstellungen im Opernhaus stattfinden konnten. Als Versöhnung erobern nun am 29. Januar, 16.00 Uhr und am 30. Januar, 15.00 Uhr die Geschwister Hänsel und Gretel noch einmal die Bühne und machen der bösen Knusperhexe den Garaus.

Verschiebung der Premieren „Die lustige Witwe“ / „Carmen“ / „Brundibár“
Aufgrund der zurückliegenden achtwöchigen Schließzeit des Opernhauses mit teils eingeschränktem Probenbetrieb müssen leider im Musiktheater die für Januar und Februar geplanten Premieren von Lehárs Operette „Die lustige Witwe“, Bizets „Carmen“ sowie der Kinderoper von Hans Krása „Brundibár“ auf vorerst unbestimmte Zeit verschoben werden.
Auch die Wiederaufnahme der Kinderoper „Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt“ ist aus
dispositorischen Gründen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich und muss ebenfalls
verschoben werden.

Hygieneregeln
Für den Besuch der Vorstellungen und Konzerte gilt die 2Gplus-Regel. Doppelt-geimpfte und genesene Personen benötigen neben dem entsprechenden 2G-Nachweis zusätzlich einen tagesaktuellen negativen Antigenschnelltest eines zertifizierten Testzentrums. Der Nachweis dieses zusätzlichen Tests entfällt für Besucher:innen, die eine Booster-Impfung erhalten haben oder deren Genesenen-Nachweis oder Doppel-Impfung nicht länger als drei Monate zurückliegt.

Karten für die Vorstellungen und Konzerte sind ab sofort unter www.theater-chemnitz.de sowie telefonisch von Montag bis Freitag 10.00 bis 17.00 Uhr unter 0371 4000 430 erhältlich.


The Sound of Music im Staatstheater Meiningen

Österreich, 1938: Im Hause des verwitweten Kapitäns Georg von Trapp herrschen Disziplin und Ordnung, sowohl für seine sieben Kinder als auch für das Personal. Als die junge Novizin Maria als Gouvernante zu den Trapps stößt, stellt sie das Leben auf den Kopf und zeigt ihnen, wie die Musik bereichern, verändern und – als die Nazis in Österreich einmarschieren – manchmal auch Leben retten kann.

Als eines der erfolgreichsten und für das Genre repräsentativen Musicals von Rodgers und Hammerstein II, greift „The Sound of Music“ die Geschichte der „Trapp Family Singers” von Maria Augusta Trapp auf und wurde seit seiner Uraufführung 1959 zum unsterblichen Broadway-Erfolg. Der in den USA extrem populäre Film von 1965 in der Regie von Robert Wise mit Julie Andrews hat zudem die idyllischen Kulissen von Salzburg zum weltberühmten Tourismusziel gemacht. „The Sound of Music“ verbindet eine romantische Handlung mit historischem Hintergrund und humorvolle Dialoge mit musikalischen Nummern von großer Ohrwurm-Qualität. - Der deutschlandweit gefeierte Musicalregisseur Bernd Mottl inszeniert diesen Abend voll hinreißender Songs wie „Edelweiss“ und  „Über die Berge“.

29.01. | 03.02. | 09.03. | 06.05. | 26.05. Großes Haus


„Monty Python’s Spamalot“ in Altenburg und Gera

Monty Python's Spamalot Theater Altenburg Gera

Monty Pythons anarchistischer Humor ist legendär. Die britische Komikergruppe sorgte in den 70er-Jahren mit ihrer TV-Sendung „Monty Python’s Flying Circus“ für ohrenbetäubendes Gelächter in ganz Europa. Das preisgekrönte Musical „Spamalot“ nach dem britischen Kult-Film „Die Ritter der Kokosnuss“ (1975) setzt die Tradition des schrillen Humors made in the UK fort. Produktionen in New York, Las Vegas und London machten das Musical zum Welterfolg. Nicht zu vergessen sind die vierzehn Tony-Award-Nominierungen, die das Stück unter anderem in der Kategorie Bestes Musical auszeichneten. Das Spektakel aus Eric Idles Feder ist nun am Sonntag, den 27. Februar 2022 um 18 Uhr im Theaterzelt Altenburg zu erleben.  Dabei wird das Publikum auf eine sagenhafte wie aberwitzige Heldenreise entführt, die Politik, Religion und Zeitverschiebungen gnadenlos auf die Schippe nimmt.

Die Handlung ist, wie soll man es von einem Monty Python Musical anders erwarten, etwas absurd. Ort und Zeit sind das mittelalterliche England von 932 nach Christus. Franzosen und Angelsachsen streiten um die Herrschaft und Artus wird von einer mysteriösen Fee zur Einigung des Landes als König gekürt. Zunächst gilt es, die berühmte Tafelrunde zu rekrutieren, was sich als wesentlich komplizierter gestaltet als gedacht. Als Artus’ bunt zusammengewürfelte Gurkentruppe endlich in Camelot eintrifft, erhält sie von Gott höchst persönlich den Auftrag, den heiligen Gral zu finden. Und so stolpern die nicht ganz so edlen Ritter planlos in eine Kette skurriler Abenteuer auf der Suche nach Gottes verbummeltem Becher und begegnen dabei fliegenden Kühen, schwarzen Rittern, Jungfern in Nöten, hölzernen Hasen und streitlustigen Franzosen.

Unter der Regie von Schauspieldirektor Manuel Kressin und der musikalischen Leitung von Olav Kröger werfen sich das Schauspielensemble, der Opernchor, das Philharmonische Orchester Altenburg Gera und die Eleven des Thüringer Staatsballetts ins Abenteuer. Kostüm- und Bühnenbild gestalten Emilia Schmucker und Kristopher Kempf, die Choreografien Paul Julius und Videos Mike Langer. Als Solisten spielen Markus Lingstädt als König Artus, Michaela Dazian als Fee aus dem See sowie Mario Radosin, Robert Herrmanns, Sebastian Schlicht, Thorsten Dara, Bruno Beeke und Manuel Struffolino in zahlreichen Rollen.

Weitere Termine im Theaterzelt Altenburg: Theaterfrühstück zum Musical „Monty Python's Spamalot“ – So. 20. Februar 2022 · 11:00 · Eintritt frei / Fr. 4. März 2022 · 19:30 / Sa. 5. März 2022 · 19:30 / So. 17. April 2022 · 18:00 / So. 29. Mai 2022 · 16:00

Termine im Großen Haus Gera: Samstag, 12. März 2022 19:30 Uhr / So. 13. März 2022 · 14:30 / So. 10. Juli 2022 · 14:30 / So. 17. Juli 2022 · 18:00 

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg), online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Ronny Ristok


Manuel Kressin inszeniert Komödie mit schrulligem Personal

Premiere des Schauspiels „Der Krüppel von Inishmaan (The Cripple of Inishmaan)“ in Gera
Inishmaan Theater Altenburg Gera

Von der Kritik 1996 als sprachlich brillante Komödie gefeiert, wurde „Der Krüppel von Inishmaan (The Cripple of Inishmaan)“ von Martin McDonagh schnell zum Bestseller. Nach seiner Uraufführung am Londoner Royal National Theatre brachten weitere Bühnen das Stück heraus. 2013 spielte beispielsweise der Harry-Potter-Star Daniel Radcliffe den Waisenjungen Billy in einer Inszenierung von Michael Grandage im Londoner Westend. Am 4. Februar 2022 um 19:30 Uhr ist das Schauspiel nun erstmals auch im Großen Haus Gera zu sehen.

Und das ereignet sich: Im äußersten Westen Europas liegen die irischen Aran-Inseln; eine davon ist Inishmaan, ein entvölkerter Flecken Erde. Die wenigen Bewohnerinnen und Bewohner sind in diesem grün-grauen Biotop verwurzelt, sind mehr oder weniger freiwillig Gefangene auf ihrem Felsen im Meer. Sie fristen ein karges Dasein mit wenigen Freuden: dem Verbreiten unerheblicher Neuigkeiten, dem übermäßigen Genuss von Süßigkeiten und (vor allem) Alkohol. Oder eben auch mit dem stundenlangen Starren auf weidende Kühe. Letzteres betreibt Billy bis zum Exzess. Er, von allen nur Krüppel-Billy genannt, lebt bei seinen beiden ältlichen Tanten. Das winzige Eiland ist ihm schon lange zu eng. Seine Eltern kamen um, als er noch klein war. Sie sind im Meer ertrunken.

Typisch für ein irisches Theaterstück ist das absolut schrullige Personal: Von den altjüngferlichen Tanten bis zur Eier auf alles werfenden Helen, der recht spröde und ordinäre „Hingucker“ auf der trostlosen Insel, vom Fake (und andere) News verbreitenden Johnnypateenmike bis zu Helens naschsüchtigem Bruder oder der trinkfesten Alten.

In diese Inselgesellschaft platzt die Nachricht, dass auf der Nachbarinsel ein Film gedreht werden soll. Die Jugend ist sofort Feuer und Flamme und überredet den Witwer Babbybobby dazu, sie mit dem Boot überzusetzen. Erstaunlicherweise wird Billy als einziger für Probeaufnahmen mit nach Hollywood genommen.

Für die Inszenierung zeichnet Manuel Kressin. Die Kostüme und die Bühne gestaltet Emilia Schmucker. In dem Schauspielstück tritt Sebastian Schlicht als Billy auf. An seiner Seite spielen Mechthild Scrobanita als Eileen, Marie-Luis Kießling als Kate, Thorsten Dara als Johnnypateenmike, Rebecca Halm als Helen, Markus Lingstädt als Babbybobby, Johannes Emmrich als Bartley, Bruno Beeke als Doktor und Manuel Struffolino als Mammy.

Weitere Vorstellungen im Großen Haus Gera: Sa 5. Feb · 19:30 Uhr / Sa 12. Feb · 19:30 Uhr / Sa 19. Feb · 19:30 Uhr

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de.


Musical-Publikumsliebling

Im Frühjahr in Gera und Altenburg im Spielplan
Musical Hedwig Theater Altenburg Gera

Das grenzüberschreitende Kult-Musical „Hedwig and the Angry Inch“ avancierte während des Sommertheaters in Altenburg zum Publikumsliebling. Das Stück thematisiert den tragisch-komischen Lebenslauf eines trans*Frau, der in Ostberlin beginnt. Absurderweise platzen ausgerechnet im Land der unbegrenzten Möglichkeiten alle Träume. „Hedwig and the Angry Inch“ ist weit mehr als ein Glam-Rock-Musical über eine Drag-Queen aus Ostberlin. Zwischen den bizarren Wendungen im Leben der Protagonistin erzählen Stephen Trask und John Cameron Mitchell in ihrem 1998 in New York uraufgeführten Stück von einer Grenzgängerin zwischen Ost und West, zwischen den Geschlechtern, zwischen Glück und Elend auf der Suche nach Liebe, Anerkennung und der eigenen Identität.

Im Ostberlin der 80er Jahre: Die Sängerin Hedwig spielt ihre Rock’n’Roll-Show in den schäbigsten Spelunken des ganzen Landes und erzählt mit ihren Songs ihre Geschichte. Geboren als Hansel Schmidt in Ostberlin, verliebte sie sich einst in den amerikanischen GI Luther. Mutter Hedwig überlässt dem Sohn ihren Ausweis sowie ihren Namen und organisiert eine Geschlechtsumwandlung, damit ihr Kind als Luthers Ehefrau das Land verlassen kann. Diese misslingt jedoch und übrig bleibt ein „angry inch“, ein zorniger Zoll, zwischen Hedwigs Beinen. Ein Jahr später erlebt Hedwig in einer heruntergekommenen Trailerpark-Siedlung in Kansas den Fall der Mauer am Fernseher. Sie hält sich mit verschiedenen Jobs über Wasser und lernt den schüchternen Teenager Tommy Speck kennen. Sie bringt ihm alles über Musik bei, schreibt Songs für ihn und gibt ihm den Künstlernamen „Tommy Gnosis“. Doch als dessen Karriere richtig durchstartet, bleibt Hedwig wiederum auf der Strecke.

Zum Buch von John Cameron Mitchell schrieb Stephen Trask die Musik und Gesangstexte. In Gera zu sehen, ist die deutsche Übersetzung von Rüdiger Bering und Wolfgang Böhmer (ab 14 Jahren geeignet). Die Musikalische Leitung in der Inszenierung von Louis Villinger hat Olav Kröger. Bühne und Kostüme gestaltet Britta Lammers. In der Hauptrolle der Hedwig tritt Manuel Struffolino auf. An seiner Seite spielt Marie-Luis Kießling als Yitzhak. In der Band musizieren außerdem Johannes Emmrich, Marco De Haunt, Thomas Müller und Ronald Güldenpfennig.

Do 24. Mrz 2022 · 19:30 · Bühne am Park Gera
So 27. Mrz 2022 · 19:30 · Bühne am Park Gera
Do 26. Mai 2022 · 18:00 · Theaterzelt Altenburg
So 5. Jun 2022 · 18:00 · Theaterzelt Altenburg
Di 5. Jul 2022 · 19:30 · Bühne am Park Gera
Fr 8. Jul 2022 · 19:30 · Bühne am Park Gera

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Ronny Ristok


Theater Altenburg Gera - Premieren bis Juli 2022

Der Wunderkasten
Nach dem Kinderbuch von Rafik Schami / Für das Puppentheater bearbeitet von Friederike Förster
MI 2. FEB 2022 ∙ 10:00
Altenburg ∙ Theaterzelt

Der Krüppel von Inishmaan (Neuproduktion)
Stück in neun Szenen von Martin McDonagh
FR 4. FEB 2022 ∙ 19:30
Gera ∙ Großes Haus
FR 29. APR 2022 ∙ 19:30
Altenburg ∙ Theaterzelt

Die Comedian Harmonists (Neuproduktion)
Musikalisch-biografisches Bühnenstück
SO 6. FEB 2022 · 18:00
Altenburg ∙ Theaterzelt

Der Vetter aus Dingsda
Operette in drei Akten
FR 25. FEB 2022 · 19:30
Gera · Großes Haus

Monty Python‘s Spamelot
Ein Musical, entstanden durch liebevolles Fleddern des Monty Python Films Die Ritter der Kokosnuss
SO 27. FEB 2022 ∙ 18:00 - Altenburg ∙ Theaterzelt

Synergien – Tänzerisches Menü in neun Gängen (Neuproduktion)
Ensemblemitglieder und Eleven des Thüringer Staatsballetts, Moderation: Silvana Schröder, Regina Genée
FR 4. MRZ 2022 · 19:30 - Gera · Bühne am Park

Biografie: Ein Spiel (Neuproduktion)
Stück von Max Frisch
SA 5. MRZ 2022 · 19:30 - Gera · Puppentheater

Die Ratten
Berliner Tragikomödie von Gerhart Hauptmann
FR 18. MRZ 2022 · 19:30 - Gera · Großes Haus

Der Wildschütz oder Die Stimme der Natur (Neuproduktion)
Komische Oper in drei Akten
SO 20. MRZ 2022 · 18:00 - Altenburg · Theaterzelt
FR 8. APR 2022 · 19:30 - Gera · Großes Haus

Foxfinder (Neuproduktion)
Schauspiel von Dawn King
SA 2. APR 2022 · 19:30 - Gera · Bühne am Park

Vom Fischer und seiner Frau (Neuproduktion)
Nach den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm
Für Kinder
SA 9. APR 2022 · 16:00 - Gera · Puppentheater
MI 4. MAI 2022 · 10:00 - Altenburg · Theaterzelt
Für Erwachsene
SA 30. APR 2021 · 19:30 - Gera · Puppentheater
SA 7. MAI 2022 · 19:30 - Altenburg · Theaterzelt

Impulse
ZERO / Bolero / SYNC - Ballettabend in drei Teilen
Thüringer Staatsballett
SO 10. APR 2022 · 18:00 - Altenburg · Theaterzelt

Alles muss glänzen (Neuproduktion)
Schauspiel von Noah Haidle
SA 23. APR 2022 · 19:30 - Gera · Bühne am Park

In der Strafkolonie - Kammeroper
FR 20. MAI 2022 · 19:30 - Altenburg · Theaterzelt

HONK! (Neuporduktion)
Musical Comedy in zwei Akten
SA 28. MAI 2022 · 18:00 - Gera · Bühne am Park

Liebe macht frei (Neuproduktion)
Schauspiel nach Manuel Kressin
FR 3. JUN 2022 · 19:30 - Gera · Großes Haus

Erzählte Erinnerungen
Shoen – Das Leben einer Frau / Tausend Worte (Neuproduktion) - Ballett in zwei Teilen
Eleven des Thüringer Staatsballetts
FR 10. JUN 2021 · 19:30 - Gera · Bühne am Park


Flotter musikalischer Schwank

Operettenpremiere „Der Vetter aus Dingsda“ im Theater Gera
Der Vetter aus Dingsda Theater Altenburg Gera

Der Vetter aus Dingsda wurde 1921 am Berliner Theater am Nollendorfplatz uraufgeführt und gilt seitdem als Eduard Künnekes (1885- 1953) erfolgreichster musikalischer Schwank. Dies verdankt er seiner mit drastischer Situationskomik aufwartenden, frivolen Handlung, den flotten, lateinamerikanischen Tänzen sowie eingängigen Musiknummern wie „Ich bin nur ein armer Wandergesell“, „Ganz unverhofft, kommt oft das Glück“ oder „Sieben Jahre lebt ich in Batavia“. In der Inszenierung von Kay Kuntze feiert das Stück am Freitag, den 25. Februar 2022 um 19:30 Uhr Premiere im Großen Haus Gera.

Die Geschichte hält Amüsantes wie auch Anrührendes bereit: Julia, die junge Erbin eines Vermögens, kann die Vormundschaft ihres Onkels und ihrer Tante nicht mehr ertragen. Sie lässt sich vom Gericht für mündig erklären, um ihren vom Onkel nach Batavia verbannten Vetter Roderich heiraten zu können. Der geldgierige Onkel hat jedoch ganz andere Pläne für seine Nichte: Er will, dass Julia seinen Neffen August heiratet. Am Abend, als sie die Bestätigung ihrer Mündigkeit erhält, taucht ein Fremder auf, der behauptet, er sei Roderich.

Für die musikalische Leitung zeichnet Thomas Wicklein, für die Choreografie AnnaLisa Canton verantwortlich. Kostüme und die Bühne gestaltet Mathias Rümmler. Es spielt das Philharmonische Orchester Altenburg Gera. Das Kinder- und Jugendballett des Theaters Altenburg Gera umrahmt die Operette tänzerisch. Es singt Anne Preuß als Julia de Weert, Julia Gromball vom Thüringer Opernstudio als Hannchen, Johannes Beck als Josef Kuhbrot, Eva-Maria Wurlitzer als Wilhelmine, Johannes Pietzonka als Egon von Wildenhagen, Gustavo Mordente Eda vom Thüringer Opernstudio als Fremder, Kai Wefer als Hans und Alejandro Lárraga Schleske als Karl.

Weitere Termine im Großen Haus Gera: Sa. 5. März 2022 · 19:30 / So. 6. März 2022 · 14:30 / So. 17. April 2022 · 14:30 / Fr. 10. Juni 2022 · 19:30 / Sa. 11. Juni 2022 · 14:30

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg), online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Ronny Ristok