Theater

Gera: Musicalspaß mit „My Fair Lady“

Premiere am 21. Juni
Theater Gera My fair Lady

Das Musical „My Fair Lady“ war bereits zu seiner Uraufführung am Broadway 1956 ein grandioser Erfolg. Damals von Julie Andrews verkörpert, übernahm in der Verfilmung (1964) Audrey Hepburn die Rolle der erst derben, dann anmutigen Eliza. Für die deutsche Erstaufführung 1961 schuf der Librettist Robert Gilbert eine Übertragung ins Berlinerische. So zählen „Es grünt so grün“ und „Ich hätt’ getanzt heut’ Nacht“ bis heute zu den beliebtesten Musical-Ohrwürmern überhaupt. In einer Inszenierung von Generalintendant Kay Kuntze ist der Musicalklassiker nun auch ab Freitag, den 21. Juni um 19:30 Uhr im Großen Haus Gera zu erleben.

Weitere Vorstellungen im Großen Haus Gera: SA 22. Juni, 19:30 Uhr / SO 23. Juni, 14:30 Uhr

SA 7. September, 14:30 / SO 8. September, 14:30 / SA 14. September, 19:30 / DO 3. Oktober, 18:00 / FR 4. Oktober, 19:30 / SA 28. Dezember, 19:30 / SO 29. Dezember, 14:30 Uhr

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Ronny Ristok


Jena: ArenaOuvertüre mit James-Bond-Filmmusik

Freitag, 21. Juni, 20 Uhr | Samstag, 22. Juni, 19 Uhr, Festplatz Lobeda West
Jena Arena Ouvertüre 2024

Ob starbesetztes Konzert-Hörspiel, traumhaftes sinfonisches Märchen oder Meilensteine der Rock- und Popgeschichte zum Mitsingen – die ArenaOuvertüre auf dem Festplatz in Jena Lobeda West gibt der Jenaer Philharmonie alljährlich die Gelegenheit, sich von ihrer besten populären Seite zu zeigen. Zur Eröffnung der Kulturarena-Saison 2024 widmet Thüringens größtes rein philharmonisches Orchester, unter der Leitung seines ehemaligen Generalmusikdirektors Nicholas Milton, ein ganzes Konzert der faszinierenden Musik der James-Bond-Filmreihe, die generationenübergreifend zu begeistern vermag.

Der Abend verspricht ein breites Spektrum an ikonischen Soundtracks aus sechs Jahrzehnten, die sofort Assoziationen mit den fesselnden Filmen wecken, mit denen sie unsterblich verbunden sind. Mit der britischen Sängerin Mary Carewe konnte für dieses außergewöhnliche Open-Air-Konzertereignis eine international gefeierte Gastkünstlerin gewonnen werden, die mit ihrer wandlungsfähigen Stimme ihr Publikum in der ganzen Welt begeistert. Wenn man sie Hits wie „Goldfinger“, „Diamonds Are Forever“, „Nobody Does It Better“, „Licence To Kill“, „Goldeneye“, „No Time To Die“ oder „Skyfall“ singen hört, glaubt man, die Originalkünstlerinnen zu vernehmen, sei es Shirley Bassey, Adele, Tina Turner oder Billie Eilish. Gemeinsam mit dem weltberühmten Royal Philharmonic Orchestra hat sie die Bond-Songs in London eingespielt. Nun darf sich das Jenaer Publikum auf das Zusammentreffen der Sängerin von Weltrang mit dem exzellenten Thüringer Orchester am 21. und 22. Juni in Jena freuen.

Im Rahmen der Partnerschaft der Jenaer Philharmonie und der Musik- und Kunstschule Jena eröffnen am Samstag, 22. Juni die Blue Beans Big Band und Schüler der Musik- und Kunstschule Jena unter der Leitung von Yuniet Lombida Prieto um 19:00 Uhr mit einem Vorprogramm den Konzertabend (im Ticket inbegriffen).

Tickets für die ArenaOuvertüre sind über die Jena Tourist-Information oder online über die Website der Kulturarena und der Jenaer Philharmonie erhältlich.

Foto: Christoph Worsch


Bizets "Carmen" im NaturTheater Bad Elster

Freitag, 21. Juni, 19:30 Uhr
Bad Elster Oper Carmen

Der Geniestreich und Welterfolg des französischen Komponisten Georges Bizet flirrt und flimmert von spanischem Temperament, grenzenloser Eifersucht und leidenschaftlichem Begehren – Ein echtes »Grand opéra«-Spektakel in unserer »spanischen« Open-Air-Arena!

Die ebenso verführerische wie eigenwillige Carmen verdreht diversen Herren reihenweise die Köpfe. Stets gelingt es ihr, dank ihrer Reize aus momentanen Situationen das Beste zu machen, doch dabei auch das Verderben ihrer Verehrer in Kauf zu nehmen. Es ist die Geschichte einer stolzen und selbstbewussten Femme Fatale, die ihre Weiblichkeit und Sinnlichkeit subtil zur Schau stellt und mit Verführungskunst die Männer in die Schranken weist.

Ausführende:
Nordböhmisches Theater Ústí nad Labem (Tschechien)
Andrea Hlinková, Regie
GMD Florian Merz, Dirigent

* In Originalsprache

Carmen (naturtheater-badelster.de)


Staatstheater Meiningen zeigt Peter Shaffers „Amadeus“

Shaffers Amadeus Meiningen

Als letzte Premiere dieser Spielzeit präsentierte das Schauspiel des Staatstheaters Meiningen Peter Shaffers „Amadeus“.. Für die Regie zeichnet Henriette Hörnigk verantwortlich. Der Clou der Inszenierung: Das Publikum nimmt direkt auf der Bühne im Großen Haus Platz.

Liebling der Götter und Darling des Wiener Hofes, Bürgerschreck und Komponisten-Genie: In seinem weltweit erfolgreichen Stück „Amadeus“ hat der britische Autor Peter Shaffer dem musikalischen Tausendsassa Wolfgang Amadé Mozart ein Denkmal gesetzt. Er wendet dabei den Kunstgriff an, Mozarts letzte Lebensjahre in Wien aus der Perspektive seines Gegenspielers Salieri zu erzählen.

Shaffers „Amadeus“, unsterblich geworden durch Miloš Formans Filmversion, ist ein Künstler-Krimi mit Tiefgang, eingebettet in die flirrende Leichtigkeit des Rokoko. Wichtiger als historische Genauigkeit ist dem Autor die Darstellung lebensechter psychologischer Charaktere.

Vorstellungen: 19.06. | 21.06. | 22.06. (Doppelvorstellung) | 27.06. | 29.06. | 03.07. | 04.07. – Großes Haus

Foto: Leo Goldberg als Amadeus (Foto: Christina Iberl)


Jena: 25 Jahre Hofoper

Aufführungen im Innenhof der Universität bis 22. Juni
Hofoper Salomé

Für das Jubiläumsjahr 2024 ist eine besondere Oper auf das Programm genommen worden. Zeitgleich mit der berühmteren Schwester, Richard Strauss‘ Salome, entstanden, ist die Oper „Salomé“ von Antoine Mariotte (1875-1944), einem weitgehend unbekannten französischen Komponisten, nur sehr selten auf den Spielplänen der Opernhäuser zu finden. Sie entstand in den Jahren 1902 bis 1906, wurde aber aufgrund von Rechtsstreitigkeiten mit Richard Strauss erst am 30. Oktober 1908 in Grand Théatre de Lyon uraufgeführt.

Mariotte hat Oscar Wildes Einakter in der originalen Sprache (französisch) vertont und schuf eine faszinierende Partitur in vielfältig leuchtenden, dunklen Farben. Die abgründig-fesselnde Geschichte zwischen der Prinzessin Salomé und dem Propheten Iokanaan wird als mystisches Psychogramm im Stile des Fin de Siècle erzählt. - Für die Inszenierung konnte mit Matthias Oldag erneut ein international renommierter Regisseur gewonnen werden. Das internationale Ensemble vereinigt Sängerinnen und Sänger aus Frankreich, Israel, Tschechien, Polen und Deutschland. Es musizieren die Akademische Orchestervereinigung und der Universitätschor der Friedrich-Schiller-Universität Jena unter der Leitung ihres Dirigenten Sebastian Krahnert.

Aufführungen: Do 20. und Sa 22. Juni - jeweils 21 Uhr

Hofopernspecial „Sommer“ mit dem Vokalensemble amarcord

SOMMER „Durch Feld und Au’ – eine sommerliche Reise um die Welt“

„Durch Feld und Au’ – eine sommerliche Reise um die Welt“ zeigt auf mannigfaltige Art und Weise, dass die Jahreszeit der langen und meist warmen Tage am besten geeignet ist, beschaulichen Orten einen Besuch abzustatten. Musikalisch wird im ersten Teil in freier Natur viel getanzt, aber auch gewandert, geschwelgt und natürlich geliebt. Komponisten wie Mendelssohn, Schubert, Elgar und Jean Cras (mit dem fantastischen Zyklus „Dans la montagne“ – Im Gebirge) liefern die passenden Klänge dazu.

Noch internationaler wird es nach der Pause mit Folksongs von fast allen Kontinenten, die einmal mehr zeigen, dass Singen tief im Menschen verwurzelt ist und von Anbeginn etwas war, das ihm ein großes Bedürfnis ist und er bis heute gern miteinander teilt.

Freitag, 21. Juni, 21 Uhr

Tickets für Hofoper und Hofopernspecial erhalten Sie in 4 Platzkategorien zwischen 31,30 € (erm. 17,00 €) und 15,90 € (erm. 8,20 €) in der Tourist-Information Jena oder online. Ermäßigung gilt für Schüler, Studierende und Schwerbeschädigte.


Internationales Ballettfestival »Leipzig tanzt!«

21. bis 29. Juni / Mit Gästen aus England, Slowenien, Italien und Frankreich

Unter dem Motto und Titel »Leipzig tanzt!« lädt das Leipziger Ballett im Sommer 2024 ein, die Kunstform Ballett und Tanz in all ihren Facetten zu erleben. Als zentrales Festival der Musikstadt Leipzig findet dieses internationale Ballettfestival vom 21. bis 29. Juni tatt und bestätigt, dass Leipzig auch eine Tanzstadt ist. Namen wie Mary Wigman oder Uwe Scholz begründeten den internationalen Ruf des Leipziger Balletts, dessen Ursprünge bis ins 17. Jahrhundert zurückgehen und das mit seinen Choreographien das Festivalprogramm rahmt. Das renommierte Gewandhausorchester verleiht fünf großen Ballettabenden im Opernhaus einen unverwechselbaren Leipziger Klang. Festivalkurator Rémy Fichet präsentiert in »Leipzig tanzt!« 24 eine Auswahl weltweit erfolgreicher Gäste, kombiniert mit einem interaktiven Begleitprogramm und Diskussionspanels über die Zukunft des Balletts. 

Das Programm und die Festivalgäste 

Akram Khan ist mit seiner Company aus London zu Gast. Ein Markenzeichen seiner choreografischen Handschrift ist das Verschmelzen des klassischen indischen Tanzes Kathak mit zeitgenössischen Bewegungen. In Leipzig wird die Company am 26. Juni 2024 mit ihrer poetisch-politischen Kreation »Jungle Book Reimagined« zu Gast sein. Mit dem dramatischen Handlungsballett »Peer Gynt« stellt sich das Slowenische Nationalballett Maribor am 21. und 22. Juni 2024 in Leipzig vor – und hebt damit auch die Verbindung von Edvard Grieg zur Musikstadt Leipzig hervor. Choreograph Edward Clugs Biographie zieren Stationen wie das Stuttgarter Ballett, das Nederlands Dance Theatre, das Bolshoi Ballet Moscow oder das Wiener Staatsballett. In Leipzig und Zürich wurde er bereits für seine Interpretation des »Faust« gefeiert. Das Nationalballett Maribor hat er durch seine programmatische Ausrichtung sowie seine eigenen, ausdrucksstarken Inszenierungen fest in der internationalen Ballettszene verankert. Die projektbasierte Company IVONA wurde 2019 von dem italienisch-schweizerischen Tänzer Pablo Girolami gegründet. Als Zusammenschluss verschiedener Künstlerinnen und Künstler, die sich in diversen künstlerischen Sprachen, auch jenseits des Tanzes, engagieren, versteht sie sich als zeitgenössisches Zeugnis professioneller künstlerischer Forschung. In Leipzig wird die innovative Company am 22. und 23. Juni 2024 mit einem neuen Werk gastieren: »Selective Breeding«, einer leidenschaftlichen Anklage gegen egoistische genetische Manipulationstechniken.  

Der von Ballettdirektor Mario Schröder neu gestaltete Klassiker »Giselle« soll eine sphärische Verbindung von Tanz, Stimme und Körpern werden und ist die erste Zusammenarbeit des Vokalensembles »Sjaella« mit dem Leipziger Ballett und dem Gewandhausorchester. »Giselle« ist die Abschlussvorstellung des Festivals am 29. Juni 24. Bereits vorher, am 23.6.24, präsentiert sich das Leipziger Ballett mit »Peter I. Tschaikowski«. Tschaikowski prägte und gestaltete durch seine Kompositionen das klassische Ballett wie nur wenige andere Komponisten – der Mythos seiner Musik ist bis heute ungebrochen. Der katalanische Choreograph Cayetano Soto zeichnet in dieser neuen Leipziger Fassung das einnehmende Portrait eines Künstlers, der sein Leben nicht so leben konnte, wie er es wollte.

Zum Programm von »Leipzig tanzt!« trägt auch das Ballett der Musikalischen Komödie, der zweiten Spielstätte der Oper Leipzig, mit seiner phantasievoll-synästhetischen Collage »Klang.Körper.Visionen« bei. Das Ballettfestival  präsentiert außerdem eine wichtige Initiative der Freien Szene, die mixed-abled FORWARD DANCE COMPANY: In dieser ersten dauerhaft in Sachsen im »LOFFT –Das Theater« arbeitenden professionellen Tanzcompany arbeiten Tänzer:innen mit normativen und nicht-normativen Körperlichkeiten unter professionellen Bedingungen zusammen. Gleich mehrere tänzerische Höhepunkte bietet die Gala des Internationalen Ballettfestivals »Leipzig tanzt!« am 28. Juni 24: Die weltberühmten Solisten der Opéra National de Paris Mathieu Ganio und Ludmila Pagliero sind zu Gast.  Neben Highlights des Leipziger Balletts aus dem Repertoire von Uwe Scholz und Mario Schröder, ist ein Streifzug durch die Geschichte des Tanzes zu erleben, so z. B. auch Maurice Béjarts choreographisches Meisterwerk »Lieder eines fahrenden Gesellen«.  Dazu stellt sich das neue Hamburger Kammerballett vor, das aus Tänzerinnen und Tänzern aus der Ukraine besteht.

Ein Festival des Diskurses

Im umfangreichen Rahmenprogramm des einmalig stattfindenden Leipziger Ballettfestivals gibt es neben Angeboten zum Mittanzen, Einblicke hinter die Kulissen, Austauschmöglichkeiten zu jeder Vorstellung auch ein Kooperationsprojekt mit der Clubkultur und streitlustige Panels über die zukünftige Entwicklung der Tanzszene. An den Panels teilnehmen werden namhafte Gäste wie z. B. die bekannte Tanz- und Theaterwissenschaftlerin Dr. Gabriele Brandstetter. Beim Tanz in die Nacht in der Clubszene Leipzigs wird sich die internationale Tanzformation »House of  Brownies« präsentieren.

Kuratiert wird das Ballettfestival von Rémy Fichet, dem langjährigen Produktionsleiter des Leipziger Balletts und designierten Ballettdirektor, der als Tänzer an der Opéra National de Paris begann und seine Solokarriere im Leipziger Ballett bei Uwe Scholz fortsetzte. Das Rahmenprogramm wird geleitet von Anna Elisabeth Diepold, Dramaturgin der Oper Leipzig. Für die »Musikstadt:Leipzig« ist »Leipzig tanzt!« eine Kostbarkeit im jährlichen Reigen der Festtage, die an die große Musiktradition der Stadt anknüpfen. Das internationale Ballettfestival 2024 ist das zweite Festival, das von der Oper Leipzig ausgerichtet wird, und betont Tanz als festen Teil der Musik- und Theatergeschichte der Stadt. Für 2026 ist bereits ein Festival rund um den Komponisten Albert Lortzing in Planung.

Informationen zu Programm und Spielplan komplett online unter

www.oper-leipzig.de/leipzig-tanzt

Tickets sind online unter oper-leipzig.de erhältlich oder über den Besucherservice der Oper Leipzig Di – Fr 10:00 bis 18:00 Uhr, Sa 12:00 bis 18:00 Uhr, sowohl an der Kasse im Opernhaus als auch telefonisch unter +49 (0)341-12 61 261.


Carol. Shakespeare in Jena

Sommertheater zur Eröffnung der Kulturarena Jena / Premiere: 3. Juli, 21.30 Uhr
Jena Theaterhaus Sommertheater zur Kulturarena

Carol. So stand ihr Name, mit Bleistift geschrieben, in den Manuskripten ihres Mannes August Wilhelm Schlegel, wenn die Texte von ihrer Hand waren. Carol.: Caroline Schlegel-Schelling.
Das Sommertheater 2024 gibt Carol. die Bühne, die sie verdient hat. Eine Frau, die wie so viele andere Frauen mit Einfluss, unter den Teppich der Geschichte gekehrt wurde, weil ihre Ideen entweder unter den Namen der Männer verschwanden, oder sie mit Care-Arbeit beschäftigt waren und keine eigenen Werke verfassten. Es gibt in Jena kein 'Carolinen-Haus' und keinen 'Caroline-Schlegel-Schelling-Stein'. Was war der Beitrag Caroline Schlegel-Schellings zu den Ideen der Früh-Romantiker*innen?

All die Übersetzungen und Artikel, die Caroline Schlegel-Schelling verfasste, wurden anonym oder unter August Wilhelm Schlegels Namen veröffentlicht. Sie schufen Shakespeare-Übersetzungen, die heute noch Maßstäbe setzen und es ermöglichten, dass Shakespeare in Deutschland so bekannt wurde.

Caroline Schlegel-Schelling bewohnte zusammen mit ihrem Mann ein Haus in der Leutragasse, wo sich um 1799 ein Kreis von Freigeistern, Dichter*innen und Denker*innen versammelte. Mit ihrem revolutionären, 'romantischen' Werk und ihrer Lebensweise waren sie prägend für unser heutiges Verständnis von Freundschaft, Natur und Menschsein. Wie niemand sonst verkörpert Caroline dabei genau diese Ideen.Während Goethe, Schiller, Novalis und die anderen Männer der Romantik eine Nebenrolle spielen, stellen wir zur Abwechslung ihre Perspektive ins Zentrum. Romantik meets modern Pop: Im Sommertheater 2024 besingen und befragen wir mit Live-Musik dieses progressive Vermächtnis Carolines und der Früh-Romantiker*innen. Wir entdecken diese enorm aktuelle und revolutionäre Seite in der DNA der Stadt auf dem Theatervorplatz, zusammen mit Ihnen in einem mitreißenden open air Theater.
Eine Koproduktion mit JenaKultur. Mit freundlicher Unterstützung durch die Jenoptik AG.
Die Produktion wird aus Mitteln des THEATERPREIS DES BUNDES realisiert.

Premiere: 3. Juli, 21.30 Uhr
Weitere Aufführungen:
4. / 5. / 6. / 7. Juli, jeweils, 21:30 Uhr

Von und mit: Pina Bergemann, Nikita Buldyrski, Henrike Commichau, Linde Dercon, Mona Vojacek Koper, Leon Pfannenmüller, Anna K. Seidel
Musikalische Leitung: Moritz Bossmann
Live-Musik: Kristina Koropecki, Liv Solveig, Wilhelm Hinkel
Regie: Lizzy Timmers
Bühne: Maarten van Otterdijk
Kostüme: Bettina Kirmair
Dramaturgie: Hannah Baumann
Dramaturgie-Assistenz: Anton Conrad
Regie-Assistenz: Kathrin Gütlin
Ausstattungsassistenz: Carolin Pflüger

Tickets: Preise - Theaterhaus Jena (theaterhaus-jena.de)


Weimarer Sommer: Open-Air-Theater JEDERMANN

11. | 12. | 13. | 18. | 19. | 20. Juli - Weimarhallenpark

I like Stories GmbH präsentiert die Neuinszenierung des zeitlosen Klassikers "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal. Unter der kreativen Regie von Nicolai Tegeler erwartet das Publikum ein unvergessliches Open-Air-Theaterevent. Das hochkarätige Ensemble wird angeführt von Julian Weigend als Jedermann. Unterstützt wird er unter anderem von Michaela Schaffrath, Ralph Morgenstern sowie Thomas Thieme.
Der Weimarhallenpark ist ein exklusiver Ort und bietet eine sommerliche Kulisse für Open-Air-Aufführungen. Das Publikum nimmt auf den Terrassen der Weimarhalle Platz und kann Ausblick, Stück und Atmosphäre genießen. 

Keine Sorge bei schlechtem Wetter – es gibt eine Alternative, damit alle trocken bleiben!

Der Jedermann in Weimar: Juli '24 Weimarhallenpark, Festspielgelände (jedermann-theater.de)


Plauen: Luftiger Sommerspaß im Theaterhof

Carlo Goldonis „Der Diener zweier Herren“
Vogtlandtheater open air Diener zweier Herren

Nach den erfolgreichen Aufführungen der vergangenen Jahre im Plauener Theaterhof wird diese Tradition auch in diesem Jahr fortgesetzt. Auf dem Programm steht diesmal Carlo Goldonis komödiantischer Sommerspaß „Der Diener zweier Herren“ in der Neufassung von Martin Heckmanns.

Zwei Herren zahlen besser als einer, denkt sich der Diener Truffaldino, dem sein knurrender Magen und sein leerer Geldbeutel ziemlich zu schaffen machen. Der eine Herr ist Florindo, der aus der Stadt fliehen musste, weil er beschuldigt wird, den Bruder seiner Geliebten Beatrice im Duell getötet zu haben. Der andere Herr ist Beatrice selbst, die als Mann verkleidet ihren Geliebten Florindo sucht. Beide landen in derselben Unterkunft in Venedig und ahnen nichts von ihrer gegenseitigen Anwesenheit. Truffaldino versucht seine doppelte Dienerschaft geheim zu halten und zu verhindern, dass die Liebenden sich finden. Doch schon bald bekommt er zu spüren, dass auf zwei Hochzeiten zu tanzen, einige Schwierigkeiten mit sich bringt. So verstrickt er sich in dreiste Lügen und landet in brenzligen Situationen. Alle Schwindeleien müssen schließlich auffliegen, doch mit etwas Glück finden sich die Liebenden und Truffaldino erhält seinen gerechten Lohn. Carlo Goldonis turbulente Verwechslungskomödie aus dem Jahre 1746 zitiert beliebte Figuren und Situationen der Commedia dell‘ arte und hat längst Theatergeschichte geschrieben. Das gewagte Doppelspiel und die Überforderung des Dieners Truffaldino versprechen einen leichten und heiteren Theaterabend in luftiger Atmosphäre. Es inszeniert Sebastian Wirnitzer in der Ausstattung von Annabel von Berlichingen. Die Titelrolle spielt Fabian Raabe.

26. und 27. Juli, jeweils 20.00 Uhr

2. / 3. / 9. und 10. August, jeweils 20.00 Uhr

www.theater-plauen-zwickau.de


Rudolstadt: Die Olsenbande greift im Schlosshof nach den Sternen

Open Air Sommertheater auf der Heidecksburg
Rudolstadt Theater Die Olsenbande

Im Juni macht eines der berühmtesten Gaunertrios der Welt die Rudolstädter Heidecksburg unsicher: Die Olsenbande greift im Schlosshof nach den Sternen. Theaterintendant Steffen Mensching hat unter Verwendung der Filme von Erik Balling und Henning Bahs eine Komödie als Open Air Sommertheater geschrieben. Sie vereint das Beste aus bekannten Dialogen und Slapstick-Szenen der insgesamt 14 Olsenbande-Filme mit Anleihen an die Gegenwart und den Spielort.

Das Trio hat Zuwachs bekommen und sich verjüngt. Ansonsten ist alles wie immer: Die Bande schluckt Unmengen Tuborg-Bier, Yvonnes Redefluss ist kaum zu bremsen, Benny macht den Wechselschritt und Kjeld leidet an Hunger und Todesangst. Und wieder hat Egon einen Plan und will den ganz großen Coup landen. Im Tresor der Firma Franz Jäger Berlin liegen die Milliönchen, die die große Freiheit verheißen. Es geht aber nicht nur um Geldbeträge mit vielen Nullen, diesmal steht die Existenz Dänemarks auf dem Spiel. Egon und sein Team kämpfen gegen Schurken aus der Unterwelt und Lumpen aus der Oberschicht, müssen aber, wie gewohnt, die nervige Polizei abschütteln. Ob die Olsenbande diesmal erfolgreich sein wird oder wieder fliehen muss und ihren Chef im Kopenhagener Gefängnis zurücklässt, ist noch ein gut gehütetes Geheimnis. So viel sei verraten: Das Finale der Sommertheater-Komödie wird eine echte Überraschung und ein Riesengaudi!

Der Däne Egon Olsen ist wahrscheinlich der beliebteste Kleinkriminelle Ostdeutschlands. Ein Millionenpublikum bewundert noch heute die kühnen Pläne der Chaos-Truppe, die in dieser Aufführung von Benjamin Petschke (Egon), Michael Goralczyk (Benny) und Markus Seidensticker (Kjeld) verkörpert wird. In der Rolle von Yvonne ist Ulrike Gronow zu erleben. Weiterhin spielen Franz Gnauck, Rayk Gaida, Marcus Ostberg, Jochen Ganser, Johannes Arpe, der Musiker Uwe Steger sowie Statisten als Polizeichor. Markus Fennert hat in Rudolstadt bereits u. a. beim Kult-Theaterabend „Der Tatortreiniger“ Regie geführt und freut sich „mächtig gewaltig“ auf das Sommertheater. Von Ausstattungsleiter Ronald Winter kommen das Bühnenbild und gemeinsam mit Obergewandmeisterin Josefine Schorcht auch die Kostüme. Die Dramaturgie liegt in den Händen von Josephine Tietze.

Termine und Tickets: www.theater-rudolstadt.de

Zu den Aufführungen fährt Shuttlebus, jeweils 95 und 45 Minuten vor Beginn ab Busbahnhof Rudolstadt und ca. 15 Minuten nach Ende der Vorstellung wieder zurück. Dieser ist im Kartenpreis inbegriffen.

Foto: Anke Neugebauer

 


Open Air in Bad Elster: Das Wirtshaus im Spessart

Samstag, 27. Juli, 20 Uhr, NaturTheater - Der Musicalklassiker als heitere Räuberpistole
Bad Elster Das Wirtshaus im Spessart

Frei nach Motiven des Dichters Wilhelm Hauff entstand 1958 die hocherfolgreiche Kino-Komödie »Das Wirtshaus im Spessart« mit Lilo Pulver in der frechen Hosenrolle der Comtesse Franzi. Frei nach diesem Drehbuch entstand 1976 das Musical zum Film mit den Melodien von Franz Grothe und den Texten von Willy Dehmel, welches nun zum ersten Mal in der perfekt-authentischen Kulisse des NaturTheaters aufgeführt wird! Eingängige Ohrwürmer wie »Ach, das könnte schön sein« oder »Man kann die Liebe nicht erklären« und heitere Unterhaltung prägen dabei bis heute dieses wundervolle Nostalgie-Musical!

Franziska Comtesse von und zu Sandau ist mit ihrem Verlobten unterwegs zum Schloss ihres Vaters, als ihrer Kutsche im nächtlichen Spessart ein Rad bricht. Nicht ahnend, dass es sich um eine Falle handelt, weist man ihr den Weg zum nahegelegenen Wirtshaus im Spessart. In selbigem Wirtshaus sind zwischenzeitlich auch die Handwerksgesellen Felix und Peter untergekommen. Schnell wird den neuen Gästen klar, dass sie in das Nest einer berüchtigten Räuberbande geraten sind, die planen, die Comtesse als Geisel zu nehmen und von ihrem Vater ein Lösegeld zu erpressen. Um den Banditen zu entkommen, tauscht Franziska mit dem Handwerksburschen Felix die Kleider. So getarnt gelingt ihr die Flucht, während die Räuber noch immer glauben, die Comtesse in ihrer Gewalt zu haben …

Ausführende:
Ensemble & Chor des Freien Landestheaters Bayern
Freies Landesorchester Bayern
Rudolf Maier-Kleeblatt, musikalische Leitung
Julia Dippel, Regie

Das Wirtshaus im Spessart (naturtheater-badelster.de)

Foto: Freies Landestheater Bayern


Open Air in Gera: O Sole Mio – Eine neapolitanische Nacht

Classic-Open-Air der Extraklasse: Sonntag, 4. August, 18 Uhr · Hofgut
Open Air Markt Altenburg

Die Stadt Altenburg und das Theater Altenburg Gera laden auch in diesem Jahr wieder zu einem stimmungsvollen Classic-Open-Air der Extraklasse ein. Unter dem Titel „O Sole Mio – Eine neapolitanische Nacht“ wird das Publikum in das Sehnsuchtsland Italien entführt. Das Philharmonische Orchester und Sänger:innen des Musiktheaterensembles unter der musikalischen Leitung von Kapellmeister Thomas Wicklein, der auch moderierend durch den Abend führen wird, verwandeln den Altenburger Marktplatz in eine mediterrane Piazza Grande. Das Publikum kann sich auf weltberühmte Schlager wie „O sole Mio“ – die hymnische Hommage an Italien – das mitreißende neapolitanisches Volkslied „Funiculì, funiculà!“, Opern-Highlights von Rossini und Verdi, romantische Balladen wie „Torna a Surriento“ und feurige südeuropäische Klänge freuen. Übrigens feiert das beliebte Veranstaltungsformat zehnjähriges Jubiläum und es wird die eine oder andere Überraschung dazu geben - Feiern Sie mit uns!

Theater Altenburg Gera: Veranstaltung (theater-altenburg-gera.de)

Foto: Ronny Ristok


Gera im Walzertakt

Theater Gera lädt Samstag, 17. August, zu einem Theaterball nach wienerischer Art ein
Gera Altenburg Theaterball

Über vier Jahre liegt er zurück, der letzte Theaterball in Gera. Nun lädt Ostthüringens einziges 5-Spartenhaus am Samstag, dem 17. August, zu einer rauschenden Ballnacht im festlichen Ambiente ein, die den Zauber Wiens lebendig werden lässt und ein unvergessliches Erlebnis für alle Freunde der Wiener Balltradition verspricht.

Der Abend beginnt mit einem hochkarätigen Galaprogramm aller Sparten — getreu dem Motto „Wien bei Nacht“. Nach dem Hauptprogramm locken reichhaltige Buffets zu kulinarischen Genüssen. Im Konzertsaal eröffnet das Philharmonische Orchester Altenburg Gera den Tanz, der Tanzkreis Brillant bezaubert mit einer großen Walzerformation. Zu späterer Stunde spielt das Wiener Orchester Divertimento Viennese elegante Tanzschlager der 20er- und 30er-Jahre auf. Wer eine Pause vom Tanzen braucht, kann in den Sälen des Theaters unterhaltsame Nebenprogramme erleben. Nach dem offiziellen Teil des Abends sorgt ein DJ für ausgelassene Stimmung und lädt die Gäste ein, das Tanzbein zu schwingen und die Nacht in fröhlicher Atmosphäre ausklingen zu lassen.

Zum Einlass und Vorprogramm öffnen sich die Türen um 18:30 Uhr. Das bunte Galaprogramm beginnt um 19:30 Uhr.

Tickets sind zum Preis von 180 € / 195 € erhältlich. Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Ronny Ristok


Die Krabat-Legende geht weiter

Bockwindmühle Lumpzig verwandelt sich ab 15. August wieder in einen mystischen Ort
Krabat Theater Altenburg Gera

Ab 15. August wabern an der Bockwindmühle in Lumpzig wieder Nebelschwaden über das Gelände, hält der Gevatter Tod wieder Einzug und der Müllerbursche Krabat lässt mit seiner Zauberkraft wundersame Dinge geschehen. Mit anderen Worten: Es ist wieder Musical-Zeit an der ältesten Mühle Thüringens. Nach dem Erfolg mit restlos ausverkauften Vorstellungen bringt das Theater Altenburg Geraer Theater sein Mystery-Musical „Krabat“ erneut auf die Freilichtbühne. Diesmal unter dem Titel „Krabat und der König – Die Legende geht weiter“ als spannende Fortsetzung zum ersten Teil. In diesem Jahr stehen, laut dem Technischen Direktor des Theater René Prautsch, 320 Sitzplätze zur Verfügung. Für all diejenigen, die kein Ticket mehr ergattern konnten, gibt es jedoch gute Nachrichten – auch im nächsten Jahr wird es Vorstellungen des Kult-Musicals geben.

Wer Karten hat, den erwarten nicht nur ein ganz besonderes Sommerspektakel, sondern zugleich gemütliche zwei Stunden vorab. Denn erneut ist der Verein Altenburger Bauernhöfe mit von der Partie und lädt jeweils ab 19 Uhr zu Speis und Trank.

Eingefleischte Krabat-Fans aufgepasst: Dieses Jahr ist erstmals eine limitierte Auflage an eigens designten Krabat-Hoodies  in den Größen M, L und XL (je 30 Euro) und Zollstöcken (je 5 Euro) an der Abendkasse oder an den Theaterkassen in Gera und Altenburg erhältlich. 

Das Theater weist an dieser Stelle auf eine Umleitung hin, die Gäste kommend aus Gera betreffen. Diese verläuft über Ronneburg, in Richtung Schmölln. In Untschen links in Richtung Zagwitz/Wildenbörten abbiegen und weiter nach Lumpzig. Bitte richtungsweisende Banner in Untschen und Wildenbörten beachten. 

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Ronny Ristok


Gotha: Ekhof-Festival bis 28. September

Die barocke Bühne von Schloss Friedenstein erwacht wieder zum Leben. Pünktlich zum Festival-Start hat die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten die Sicherungsarbeiten im Westturm abgeschlossen, das Theater ist wieder für die Besucher*innen zugänglich. 

Auch in diesem Jahr setzen die Friedenstein Stiftung Gotha und die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach ihre erfolgreiche Kooperation fort. Bis zum 28. September können Theaterliebhaber und Musikbegeisterte ein vielseitiges Programm aus Schauspiel, Oper, Puppentheater und vielen Konzerten im Westturm von Schloss Friedenstein erleben. Einige Vorstellungen sind bereits ausverkauft, Restkarten sind noch erhältlich. Insgesamt werden im Rahmen des Festivals 24 Aufführungen zu sehen und zu hören sein.

Die barocke Bühnenmaschinerie kommt ab Juli wieder zum Einsatz. Dann heißt es: Bühne frei für Quasimodo und Esmeralda. Im diesjährigen Schauspiel geht es um Liebe und um Menschlichkeit, um die Erneuerung von Strukturen und um Kunst in der Kirche: Der „Glöckner von Notre Dame“, dem der historische Roman „Notre-Dame de Paris“ von Victor Hugo zugrunde liegt, wird in einer Produktion des Sonnentor Theaterfestivals zu sehen sein.

Der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach ist es gelungen, hochkarätige Solisten für das Ekhof-Festival 2024 zu gewinnen: So musizieren während des Gothaer Theater- und Musiksommers Künstler wie die Sopranisten Bruno de Sá (5./6. Juli) und Samuel Marino (6. September), der Tenor/Haute-Contre Aco Bišćević (am 8. Juni) oder Reinhold Friedrich (am 21. Juni) an der Solo-Trompete. Begleitet werden sie vom Barock-Orchester der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach.  

Am 5. Juli feiert die konzertante Aufführung der Oper „La Clemenza die Tito“ von Christoph Willibald Gluck Premiere. Auch das Puppenspiel, die turbulente Verwirrkomödie „Der Diener zweier Herren“ steht wieder auf dem Spielplan – nachdem die Koproduktion mit dem Erfurter Theater Waidspeicher im vergangenen Jahr großen Anklang gefunden hatte (ab 17. August). Junge Ekhof-Besucher*innen kommen im September bei der Kinderoper „Brundibár“ auf ihre Kosten, bei der Schüler*innen der Eisenacher Musikschule „Johann Sebastian Bach“ gemeinsam mit den Profis der Philharmonie musizieren (ab 13. September).

Den Abschluss findet das Ekhof-Festival 2024 am 28. September mit der Mannheimer Fassung des Melodrams „Medea“ mit dem Weltstar Anja Silja.

Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen Thüringens: den Thüringer Tourist-Informationen und Geschäftsstellen der TA, TLZ und OTZ sowie unter www.ticketshop-thueringen.de. Die Veranstaltungen der Thüringen Philharmonie sind unter Tel.: 03621/ 751776 sowie per E-Mail: tickets@thphil.de und www.thphil.de erhältlich.

An den Veranstaltungssamstagen finden jeweils um 16 Uhr Führungen im Ekhof-Theater statt. Eine Anmeldung unter 03621 8234-0 ist erforderlich. In der interaktiven Ausstellung „Hinter den Kulissen -Das Ekhof-Theater neu erleben“ können die Besucher*innen mittels VR-Brille in den Probenalltag des 18. Jahrhunderts eintauchen und die Geschichte des Theaters näher kennenlernen.

Weitere Informationen gibt es auf: www.ekhof-festival.de


Theatersommer im Liebhabertheater Schloss Kochberg

28 Veranstaltungen bis September
Theatersommer 2024 Schloss Kochberg

„Aufbruch“ lautet das Thema des 20. Theatersommers im Liebhabertheater Schloss Kochberg – Theater an der Klassik Stiftung Weimar. Zum 20. Jubiläum und in Goethes 275. Geburtstagsjahr stellt er den Aufbruch in den Mittelpunkt, der Ende des 18. Jahrhunderts die Gesellschaft, aber auch Kunst und Musik bewegte.

Bis September lädt das südlich von Weimar gelegene Liebhabertheater zu insgesamt 28 Veranstaltungen ein. Auf dem Programm stehen Opern, Schauspiele und Konzerte, die im authentischen Theater der Goethezeit in historischer Aufführungspraxis präsentiert werden. Ort, Werk und Aufführung bilden ein Gesamtkunstwerk. Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine Neuproduktion.

Das Melodram Ariadne auf Naxos - Musik von Georg Anton Benda, Text von Johann Christian Brandes - mit dem Ensemble I Poporini unter der Leitung von Gerd Amelung wird am 22. Juni, 31. August und 7. September aufgeführt. Natalia Voskoboynikova wird in der Rolle der Ariadne und Christian Pohlers als Theseus zu erleben sein. Die Regie liegt in den Händen von Nils Niemann. Das Melodram erzählt die tragische Liebesgeschichte zweier Königskinder aus verfeindeten Ländern, deren Liebe keine Chance hat. 

Der Pianist Frank-Immo Zichner gibt am 20. Juli im Konzert „Aufbrüche bei Mozart“ einen Einblick in das innovative Schaffen des Komponisten. Am 27. Juli ist die lautten compagney BERLIN mit dem Konzert „Verfließet, vielgeliebte Lieder, zum Meere der Vergessenheit!“ zu Gast. Passend zum Festivalthema erklingen Lieder und Kammermusik aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts, den Aufbruch ins Bürgerliche spiegelnd, von den Höfen in Berlin und Weimar. Am 10. August spielt das Thüringer Bach Collegium im Konzert „Vorbilder“ mit Werken von J. S. Bach, seinen Söhnen, Haydn, C. P. und Mozart auf. Und natürlich präsentiert der Theatersommer 2024 Publikumslieblinge der vergangenen Spielzeiten.

Liebhabertheater Schloss Kochberg › Spielplan

Foto: Szene aus "Die Theatralischen Abentheuer oder Der Theaterdirektor in Nöthen (L´impresario in angustie)" - Johanna Kaldewei, Christoph Kurzweil. Alessia Schumacher // Goethes Lieblings-opera-buffa – eine Opernsatire von Domenico Cimarosa


Jetzt Tickets sichern für Sommerspektakel im Parktheater Plauen!

Premiere: Samstag, 24. August, 18 Uhr: Musical rund um die Märchenwelt für die ganze Familie
Parktheater Plauen Sommerspektakel 2024

Auf Schneewittchen, Rapunzel, Rumpelstilzchen und natürlich auch den wunderschönen Märchenprinzen können Besucher beim Sommerspektakel des Theaters Plauen-Zwickau im Parktheater treffen. „Snow White and Me“ ist ein Musical für die ganze Familie und eine deutschsprachige Erstaufführung. Die Premiere findet am Samstag, dem 24. August um 18 Uhr im Parktheater Plauen statt, weitere Vorstellungen gibt es bis zum 1. September.

Kennen Sie Florian? Nein? Sollten Sie aber. Florian ist Schneewittchens bester Freund und zu Unrecht aus den Märchenbüchern gestrichen. Er ist es nämlich, der auf den Plan tritt, als weit und breit kein Prinz zu sehen ist, der Schneewittchen retten könnte. Endora, die böse Stiefmutter von Schneewittchen, hat es sich zum Ziel gesetzt, alle Märchen zu verändern und deren guten Ausgang zu verhindern. Um aber das Happy End zu retten und seiner Freundin zu helfen, geht Florian aus der Märchenwelt in die reale und trifft dort auf Doro und Alex, die er für den prophezeiten Ritter hält. Aber Alex ist eigentlich Alexandra und kein Ritter. Dennoch nimmt sie entschlossen die Herausforderung an und kämpft im Märchenland gemeinsam mit Doro und Florian gegen den bösen Wolf, Rumpelstilzchen und andere Bösewichter. Alle drei wachsen dabei über sich hinaus und auch eng zusammen. Doch wird es ihnen gelingen, Endoras Schloss zu stürmen und an Schneewittchens gläsernen Sarg zu gelangen? „Snow White and Me“ ist eine unterhaltsame und witzige Geschichte über Mut und Freundschaft, die alles, was wir über Märchen wussten, reichlich durcheinanderwirbelt. Ein märchenhafter Spaß für die ganze Familie mit zauberhafter Musik.

Nach dem großen Erfolg von „Artus – Excalibur“ im vergangenen Jahr ist es dem Theater Plauen-Zwickau gelungen, Musicalstar Chris Murray für die Regie zu gewinnen, der im vergangenen Jahr Co-Regie führte und den Merlin gesungen hatte. Auch die erfolgreiche Musical-Sängerin Melanie Gebhard wird wieder dabei sein und die Rolle der Endora übernehmen. Zu erleben sind außerdem Elisabeth Birgmeier, Małgorzata Pawłowska, Julia Hell, Philipp Andriotis und viele mehr. GMD Leo Siberski dirigiert die ClaraSchumann-Philharmoniker und auch das Ballett des Theaters wird wieder zu sehen sein. Vor jeder Vorstellung wird es wie gewohnt ein umfangreiches und attraktives Vorprogramm mit Spielen und Aktionen rund um das Thema „Märchen“ geben. Für das leibliche Wohl ist natürlich ebenfalls gesorgt.

Premiere: Samstag, 24. August, 18 Uhr, Parktheater Plauen

Weitere Vorstellungen: Sonntag, 25. August, 16:00 Uhr / Montag, 26. August, 10:00 Uhr / Samstag, 31. August, 18:00 Uhr / Sonntag, 1. September, 16:00 Uhr

Kartentelefon [03741] 2813-4847/-4848 E-Mail service-plauen@theater-plauen-zwickau.de


Zurück in die Spielzeit

Das Theater Altenburg Gera entführt das Publikum auf eine Zeitreise
Theater Altenburg Gera Eröffnungsgala 2024

Zum Beginn der Spielzeit präsentieren alle fünf Sparten des Theaters Altenburg Gera Highlights aus den bevorstehenden Premieren. Das Moderatoren-Duo aus Intendant Kay Kuntze und Schauspieldirektor Manuel Kressin begibt sich dafür auf eine spektakuläre Zeitreise, die sie in die Antike,  unter anderem ins finstere Mittelalter, an die Fürstenhöfe der Renaissance, in die Schuhgeschäfte der wilden Zwanziger, die Technodancefloors der Neunziger Jahre und schließlich bis ins heute führt. Dabei treffen sie auf mythische Gestalten, Märchenfiguren, historische Persönlichkeiten und sogar auf Außerirdische.

Freitag, 30. August, 19:30 Uhr · Großes Haus Gera
Sonntag, 1. September, 19:00 Uhr · Theaterzelt Altenburg

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Ronny Ristok


Bad Elster: Das kalte Herz

Der Märchenklassiker von Wilhelm Hauff u.a. mit Tom Pauls / Samstag, 31. August, 19 Uhr, NaturTheater
Das kalte Herz mit Tom Pauls Bad Elster

In dieser eindrucksvollen und unterhaltsamen Inszenierung verkörpert kein geringere als Bad Elsters Ehrenkünstler Tom Pauls die Rolle des Holländer-Michels. Erleben Sie ein Märchen, das nach nichts geringerem als dem Sinn im Leben fragt und vor Augen führt, dass Geld und Habgier niemals ganz erfüllen können. Unser NaturTheater bietet dafür eine authentische Kulisse für diesen schaurigen Märchenklassiker!

Peter Munk verdient sein Geld mit der schweren Arbeit des Köhlers. Aber das Kohlefahren und Schleppen ist nicht nur eine schwere, schmutzige Arbeit, sondern reicht auch nur mehr schlecht als recht zum Leben. Alle anderen im Schwarzwald-Dorf scheinen dagegen nur so mit Geld um sich zu werfen. Um dem Reichtum endlich näher zu kommen, geht Peter schließlich einen gefährlichen Handel mit dem Holländer-Michel ein: sein warmes Herz gegen ein Herz aus Stein und der Reichtum käme dann von selbst. Und tatsächlich: ohne Skrupel und Herz, füllt sich Peters Geldbeutel zusehends. Aber genießen kann er es nicht. Und auch seine geliebte Lisbeth möchte sich lieber an seinem warmen Herzen, als an kaltem Gold wärmen.

Ausführende:
Ensemble der Landesbühnen Sachsen / Felsenbühne Rathen
Peter Kube, Inszenierung
Hans-Peter Preu, Musik

Für Kinder ab 8 Jahren · Eintritt Kinder: € 7

Das kalte Herz (naturtheater-badelster.de)


Theaterwoche der Toleranz am Theater Plauen-Zwickau

Theaterwoche der Toleranz am Theater Plauen-Zwickau

Vom 26. August bis 1. September veranstaltet das Theater Plauen-Zwickau in Zwickau die »Theaterwoche der Toleranz« (TdT). Die Woche, für die die Zwickauer Oberbürgermeisterin Constance Arndt die Schirmherrschaft übernommen hat, setzt sich künstlerisch mit den Themen Diversität, Queerness und Weltoffenheit auseinander. Alle Generationen sind einladen, sich mit gesellschaftlichen Themen und einem fairen Miteinander zu beschäftigen.

„Durch eigene Erfahrung mit rechter Hassrede gegen eine Inszenierung eines queerfeministischen Performancekollektivs im Vorfeld und Nachgang des sächsischen Kinder- und Jugendtheaterfestivals „Wildwechsel“ sehen wir uns in der Pflicht, als Theater für Weltoffenheit und Toleranz einzustehen. Oft beobachten wir, dass über queere Menschen geredet wird, Vorurteile unterstützt werden und Hass geschürt wird, anstatt in einen Dialog zu treten und Menschen und deren Lebensentwurf kennen zu lernen. Wir nehmen wahr, dass populistische und radikale Positionen zu diesem Thema immer mehr salonfähig werden. Infolgedessen halten wir es für unverzichtbar, die Sensibilisierung für sexuelle Vielfalt, Identitäten und alternative Lebenskonzepte im öffentlichen Raum zu stärken, um Offenheit und Toleranz sowie Verständnis in der Gesellschaft zu fördern. Es geht um eine lebenswerte Stadt für alle“, sagt Generalintendant Dirk Löschner. Fünf Formate sollen im Festival Raum für Austausch schaffen. Als erstes Format sollen Tanz, Schauspiel, ein Poetry-Slam-Format und ein Philharmonisches Konzert künstlerische Impulse schaffen. Workshop-Teams aus regionalen und überregionalen Kompetenzen ermöglichen an Schulen über theaterpädagogische Vermittlung einen Zugang zu ausgewählten Themen. Außerdem gibt es thematische Gastspiele der Landesbühnen Sachsen und des Theaters der Jungen Welt Leipzig direkt an Schulen. Darüber hinaus werden innerhalb moderierter Talkrunden Menschen aus der Gesellschaft ihre Perspektiven zum sozialen Miteinander in der Stadt Zwickau beleuchten. Das Theater kooperiert mit dem Christopher Street Day Zwickau und stellt sich am 31. August auf die Seite der Menschen, die für Toleranz und Vielfalt demonstrieren. Im Anschluss öffnet das Gewandhaus seine Türen für „Toleranza – die Party für alle“.

Während der Projektwoche wird das Theater auch zu einem Ort für queere Kunst und Installationen sowie für umfangreiche und niedrigschwellige Informationsmöglichkeiten zu Beratungsstellen, Vereinen und Organisationen. Es wird ein Festivalcafé geben, in dem man immer einen Ansprechpartner findet.

Die genauen Termine und weitere Infos findet man auf der Website des Theaters Plauen-Zwickau.


Theater Rudolstadt eröffnet unter neuem Namen

Höhepunkt der kommenden Spielzeit: Schillers „Don Karlos“ als Auftakt im Großen Haus

Rudolstadt/Saalfeld. Zwei große Nachrichten zuerst: Das Theater Rudolstadt wird im Januar 2025 das Große Haus mit dem neu erbauten Zuschauerhaus wiedereröffnen. Und es heißt ab dann nicht mehr Theater Rudolstadt, sondern Schiller-Theater Rudolstadt. Das gab Intendant Steffen Mensching bekannt. Außerdem kann sich das Publikum in der kommenden Spielzeit 2024/25 unter dem Friedrich-Schiller-Motto „Mein Haus ist offen“ auf 19 Premieren und Wiederaufnahmen freuen, von Schauspiel über Musiktheater bis hin zu Kinder- und Jugendtheater, sowie auf zahlreiche Konzerte.

Die Wiedereröffnung des Großen Hauses wird mit einer Festveranstaltung am 24. Januar und der Premiere von Friedrich Schillers „Don Karlos“ am Tag darauf vonstattengehen. „Die Umbenennung ist mehr als eine höfliche Referenz an den Dramatiker, der durch die Heirat mit Charlotte von Lengefeld zu einem Schwiegersohn dieser Stadt wurde. Es ist das Bekenntnis zu seiner Kunstauffassung, die Theater als moralische Anstalt ernst nimmt und sich an Humanität und Aufklärung orientiert. Wir wissen, dass eine solche Namensleihe Maßstäbe setzt, die nicht einfach zu erfüllen sein werden“, so der Intendant.

Den Auftakt der Spielzeit 2024/25 feiert das Theater Rudolstadt außer der Reihe Open Air mit einer ersten großen Premiere in den Thüringer Bauernhäusern. Der Volksliederabend „Kein schöner Land“ (Premiere: 30.08.2024) von Steffen Mensching und Michael Kliefert beschert dem Publikum das Schönste und Traurigste, was der deutsche Liedschatz zu bieten hat. Vor dem Umzug folgen noch zwei Schauspiel-Premieren im Theater im Stadthaus, zuerst die deutsche Erstaufführung von „Erinnerungen von morgen“ (Premiere 19.10.2024) von François Archambault. Diese Komödie über einen Geschichtsprofessor, der langsam sein Gedächtnis verliert, thematisiert u. a. die Auswirkungen der permanenten Informationsflut auf unsere Gehirne und damit unsere Identität. Danach steht erstmalig in Rudolstadt ein Meilenstein des absurden Theaters auf dem Programm: „Warten auf Godot“ (Premiere 23.11.2024) von Samuel Beckett. Mehr als 70 Jahre nach der Pariser Uraufführung steht immer noch die Frage im Raum: Auf was warten wir, und was hoffen wir? Und wer ist Godot? Ist er Gott, der Tod, oder gar der Friede?

Im Anschluss an Schillers erstes Versdrama „Don Karlos“, mit seiner zentralen Frage nach dem Verhältnis von Staatsraison und Freiheitsrecht des Individuums, gibt es im neueröffneten Großen Haus eine Uraufführung aus der Feder von Steffen Mensching „Engel auf Weltreise“ (Premiere 08.02.2025). Die Revue für drei Schauspielerinnen und Sinfonieorchester beleuchtet die faszinierende Persönlichkeit von Marlene Dietrich, die nach Amerika emigrierte, weil sie die Nazis hasste und mit ihren Liedern und ihrer lasziven Stimme zu einem Weltstar wurde. Eine Koproduktion von Orchester und Schauspiel. „Molière – Der eingebildete Tote“ (Premiere 29.03.2025), eine deutsche Erstaufführung der chilenischen Gegenwartsautorin Nona Fernández, ist ein verrücktes Lustspiel und eine Hommage an die unsterbliche Welt des Theaters. Als Kontrast dazu kommt im Anschluss eine Adaption des Hans-Fallada-Romans „Kleiner Mann, was nun?“ (Premiere 03.05.2025) in einer Fassung von Jan Jochymski auf die Bühne. Der poetische Kern der Geschichte aus dem Berlin in Zeiten der Weltwirtschaftskrise – zwei junge Menschen versuchen, sich von der Niedertracht der Verhältnisse, von Intrigen, Hass und Hetze nicht kleinkriegen zu lassen, berührt bis heute.  

Auch das Musiktheater wechselt nach der Opern-Premiere im Meininger Hof Saalfeld von „Roméo et Juliette“ (Premiere 02.11.2024) von Charles Gounod in einer halbszenischen Variante in Kooperation mit dem Theater Nordhausen zu Beginn des neuen Jahres komplett ins Große Haus. Der Doppelabend „Friedrich/Le Sacre du Printemps“ (Premiere 12.04.2025) des Nordhäuser Ballettdirektors Ivan Alboresi zu Musik von Beethoven und Strawinsky kommt in Begleitung der Thüringer Symphoniker auf die Große Bühne. Er spannt den Bogen über Themen wie Mensch und Natur, Vergehen und Neubeginn, Romantik und Moderne.

Beim Sommertheater auf der Heidecksburg wird „Don Gil von den grünen Hosen“ (Premiere 07.06.2025) des berühmten Mönchschreibers Tirso de Molina aus dem 17. Jahrhundert ist eine furiose Geschlechterkomödie. In der eigens für Rudolstadt erstellten Fassung von Peter Dehler, mit Songs und Musik versehen, ist sie wunderbarster Sommertheater-Stoff. Die Heldin des Stückes, Doña Juana, führt als „Don Gil“ verkleidet so einige Damen und Herren und nicht zuletzt sich selbst aufs Glatteis.

Im Schminkkasten gibt es anlässlich des Erich-Kästner-Jubiläums ein Wiedersehen mit den Sirenengesängen in „Leben ist immer lebensgefährlich“ (Wiederaufnahme 14.09.2024) in teilweise neuer Besetzung. Schwarzer Humor begegnet dem Publikum in der Komödie „Einszweiundzwanzig vor dem Ende“ (Premiere 11.10.2024) von Matthieu Delaporte. Dort klopft der Tod an die Tür und verwickelt einen depressiven Mann in einen aberwitzigen Dialog über Daseinsgründe und die immerwährende Anwesenheit des großen Unbekannten mitten im Leben. Den Abschluss gibt im Schminkkasten mit der deutschen Erstaufführung von Sébastien Castros „Eine geniale Idee“ (Premiere 15.03.2025) eine turbulente Doppelgänger-Komödie, in der ein Mann alles tut, um seine Beziehung zu retten. Das Stück gewann 2023 zu Recht den „Prix Molière“.

Im Bereich des Kinder- und Jugendtheaters kooperiert das Theater Rudolstadt weiterhin mit dem Landestheater Eisenach. Mit „Junge Choreografen“ (Premiere 11.09.2024) – Ballette von Tänzerinnen und Tänzern des Ensembles – steht für alle ab elf Jahren erstmals Tanztheater im Programm. Bekannte Titel folgen u. a. mit „Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt“ (Premiere 20.09.2024, ab 4 Jahren) und „Die kleine Hexe“ (Premiere 8.06.2025, ab 6 Jahren). Eigenproduktionen des Theaters Rudolstadt sind das große Weihnachtsmärchen „Hase und Igel“ (Premiere 03.11.2024, ab 5 Jahren), die Wiederaufnahme des Theaterkonzerts „Peter und der Wolf“ (Wiederaufnahme 01.05.2025, ab 5 Jahren) und nicht zuletzt das beliebte Kinderliederkonzert „Stürmische Gesellen“ (Premiere 16.10.2024) ab drei Jahren. Der TheaterJugendClub widmet sich mit der neuen Eigenproduktion „Blackout“ (Premiere 03.04.2025, ab 12 Jahren) aus der Feder von Theaterpädagogin Friederike Dumke dem selbstgewählten Thema „Ängste“.

Eine Konzertsaison, die sich zwischen Hergebrachtem und Liebgewonnenem und musikalischem Neuland bewegt, kündigen die Thüringer Symphoniker 2024/25 an. Sie bleiben mit ihren Sinfoniekonzerten im Meininger Hof Saalfeld und lassen spektakuläre Werke wie Samy Moussas „Elysium“ oder den „Earth’s Song“ von Rolf Gupta oder in der Überraschungs-Reihe „Carte Blanche“ erklingen. Das Publikum erwartet einen Abend mit Werken komponierender Frauen, einen anderen mit Gustav Mahlers 1. Sinfonie, einem sinfonischen Schwergewicht. In den Schlosskonzerten geht es in die Welt jemenitischer, sephardischer und jiddischer Lieder oder trifft Johann Sebastian Bach auf Bandoneon. Das traditionelle Silvesterkonzert huldigt unter dem Motto „Ungeküsst sollst du nicht schlafen gehen!“ schönsten Melodien aus Tonfilm und Operette. Mit einer neuen Reihe Familienkonzerten zu Fasching und Ostern wollen die Thüringer Symphoniker verstärkt junges Publikum für Klassik begeistern.


Leipzig: Musical »Hello? Again!« startet im November

Neues Musical von Thomas Hermanns mit der Musik von Howard Carpendale / Kartenvorverkauf hat begonnen

Howard Carpendale hat es bereits angekündigt: In der Spielzeit 2024/25 kommt ein Musical mit seinen größten Hits auf die Bühne der Musikalischen Komödie Leipzig. Der klingende Titel dieses Jukebox-Musicals wird »Hello? Again!« lauten. Musical-Macher und Comedy-Star Thomas Hermanns wagt sich mit dieser Idee an einen ganz Großen im Schlager-Showbiz. Dass Howard Carpendales Songs auch mit klassischer Orchesterbegleitung harmonieren, wissen seine Fans spätestens seit den zwei Alben »Symphonie meines Lebens«, eingespielt zusammen mit dem Royal Philharmonic Orchestra. Wie gut sich seine Hits für ein Musical eignen, ist in der nächsten Spielzeit ab November 2024 in Leipzig zu erleben. Feststeht: Es wird eine temporeich-witzige Handlung durch vier Jahrzehnte. Die musikalische Leitung wird Michael Nündel übernehmen, ab 2024/25 der neue Musikdirektor der Musikalischen Komödie, der Spezialstätte der Oper Leipzig für Musicals und Operette mit eigenem Orchester, Ensemble, Chor und Ballett. Thomas Hermanns ist umfassend für Konzept und Regie verantwortlich.

oper-leipzig.de


Spielzeit 2024/2025 der Theater Chemnitz vorgestellt

Musiktheater

Die Oper Chemnitz setzt in der kommenden Spielzeit auf die großen Klassiker des Musiktheaterrepertoires und erobert neue Spielorte in der Stadt. Mit Grigori Frids Monooper „Das Tagebuch der Anne Frank“ startet die Oper ab dem 25. August 2024 in die neue Spielzeit und zeigt, dass uns Geschichte immer noch und immer wieder angeht. Zu erleben ist die erste Neuproduktion an einem besonderen Ort, in der Städtischen Musikschule Chemnitz. An einen ungewöhnlichen Schauplatz entführt im März 2025 auch die Produktion „Wunderland“. Das Stück nach Lewis Carrolls bekanntem Kinderbuch lässt den Club Transit Chemnitz zur Bühne werden. Im Mittelpunkt des Musiktheaterspielplans stehen außerdem zahlreiche Klassiker. Neben Jacques Offenbachs fantastischer Oper „Hoffmanns Erzählungen“ ab 21. September 2024, lädt im November Giacomo Puccinis „La Bohème“ in einer zeitlosen Inszenierung von Magdalena Fuchsberger ins Opernhaus ein. Zum anderen kommt im Februar 2025 das Roman musical „Louise“ auf die Bühne, dass mit Charpentiers hochemotionaler Musik zu einem Sensationserfolg der französischen Oper wurde. Den ein oder anderen musikalischen Ohrwurm wiederum garantiert ab dem 5. April 2025 Paul Abrahams Operette „Viktoria und ihr Husar“, zu erleben in einer Inszenierung der Götz-Friedrich-Preisträgerin Julia Huebner. Mit „La Traviata“, einer der erfolgreichsten Opern Giuseppe Verdis, endet die Saison im Juni 2025. Wiederaufnahmen weiterer Klassiker wie „Orpheus in der Unterwelt“, „Rigoletto“ oder auch das Erfolgsmusical „Cabaret“ sind ebenso im Spielplan zu finden.

Ballett

Das Ballett Chemnitz überrascht auch in dieser Spielzeit mit einem abwechslungsreichen Angebot sowohl für Liebhaber:innen des klassischen Balletts als auch für Fans des zeitgenössischen Tanzes. Dabei begegnen sich die Tänzerinnen und Tänzer an außergewöhnlichen Orten dieser Stadt und laden die europäische Tanzwelt nach Chemnitz ein. So eröffnet „Kaleidoskop“, ein choreografisches Quartett mit Arbeiten von Choreografen aus Europa und Asien, am 19. Oktober 2024 die neue Ballett-Saison im Opernhaus. Am 10. April 2025 gestaltet das Ballett Chemnitz unter dem Titel „Ballett Chemnitz & Friends“ erstmals gemeinsam mit renommierten Compagnien aus Europa einen hochkarätigen Tanzabend. Mehr als je zuvor bringt Ballettdirektorin Sabrina Sadowska den Tanz in die Straßen und Orte der Stadt.  In „Die Moderne geht baden IV – Von Nixen, Nymphen und Najaden“ erobern die Tänzerinnen und Tänzer im Februar 2025 endlich wieder das Stadtbad Chemnitz und lassen mit großer Experimentierfreude in außergewöhnlichem Ambiente einzigartige Choreografien entstehen. Mit der bereits 11. Ausgabe von TANZ|MODERNE|TANZ bringt das Ballett Chemnitz Europa in die Stadt. Ein ganz besonderes Highlight ist dabei das Tanzprojekt „Odysee in C“. Inspiriert durch James Joyce Roman „Ulysses“ ist das Publikum am am 28. Juni 2025 zu einer Entdeckungsreise quer durch Chemnitz eingeladen. Auch die mittlerweile etablierten Formate für zeitgenössischen Tanz – „Showcase“ im Ballettsaal des Opernhauses sowie „Made in Chemnitz – erfahren in der Spielzeit 2024/2025 ihre spannenden Fortsetzungen. 

Robert-Schumann-Philharmonie

Ein vielfältiges Angebot von Konzerten an verschiedensten Orten der Stadt, von großer Sinfonik über Familienkonzerte und Kammermusik bis hin zu spannenden Sonderkonzerten, hat die Robert-Schumann-Philharmonie auch in dieser Spielzeit wieder zu bieten. Seit nun bereits 50 Jahren lässt die Philharmonie mit ihren Sinfoniekonzerten in der Stadthalle musikalische Welten entstehen, kommende Spielzeit unter spannenden Titeln wie „Fantastische Klänge“, „Zwischentöne“ oder „Leidenschaft und Sinnlichkeit“. Zu einem besonderen Erlebnis lädt das 3. Sinfoniekonzert ein. Unter dem Titel „Sinfonie in Bildern“ entführen live projizierte Bilder des Fotografen Tobias Melle in die überwältigende Welt der Natur, während Ludwig van Beethovens sechste Sinfonie „Pastorale“ erklingt. Außerdem wird das 9. Sinfoniekonzert „An die Hoffnung“ erstmals Open-Air auf dem Theaterplatz stattfinden und mit der Aufführung von Beethovens neunter Sinfonie sowie weiteren Werken ein Zeichen im Sinne europäischer Werte setzten. Neue Konzerterlebnisse erfordern besondere Spielorte – so entführt die Philharmonie in ihrer Konzertreihe „Klasse Klassik“ wieder an die unterschiedlichsten Aufführungsorte in der Stadt. Mit ihrem ersten Konzert der neuen Saison „Take the brass Train“ erobern die Musiker:innen am 18. August mit Blechbläsermusik verschiedenster Stilrichtungen den Schauplatz Eisenbahn. Im Oktober wird die junge Schlagzeugerin Vivi Vassileva in ihrem „Recycling Concerto“ zeigen, welche besonderen Klänge recycelte Materialien unterschiedlichster Art kreieren können und im Dezember führen drei der bekanntesten Vertreter:innen der deutschsprachigen Poetry-Slam-Szene gemeinsam mit der Philharmonie eine „Slam Symphony“ in besonderer Atmosphäre des Industriemuseums auf.

Außerdem im Programm stehen Sonderkonzerte wie das 10. Chemnitzer Picknick-Konzert am 25. August 2024, erstmals auf dem Außengelände des Industriemuseums, „In 90 Tagen durch Europa“, ein Neujahrsgruß zum Kulturhauptstadtjahr 2025 und eine Sommerkonzert-Reihe vom 12. bis 28 Juni 2025 auf dem Theaterplatz mit spannenden Programmhighlights wie einer italienischen Opernnacht, einem „Symphonic Swing“ mit Tom Gaebel, einer erstmaligen Kooperation mit dem KOSMOS 2025 und vielem mehr.

Schauspiel

Mit insgesamt 12 Premieren, davon fünf auf der Großen Bühne, fünf im Ostflügel und zwei sommerlichen Open-Air-Produktion auf der Küchwaldbühne, hält das Schauspiel Chemnitz ein vielfältiges Programm mit klassischen Stücken bis hin zu zeitgenössischen Werken und Uraufführungen für alle Altersklassen bereit. Mit Ulrich Plenzdorfs „Die Leiden des jungen W.“ erlebt die erste Produktion der neuen Spielzeit am 14. September 2024 im Schauspiel Premiere auf der Großen Bühne. Angelehnt an Goethes Briefroman erzählt Plenzdorf eine Geschichte über Liebe und Sehnsucht – positioniert in der DDR der 1970er Jahre. Es folgt am 28. Oktober 2024 „Funny Money“, eine fantastische Komödie von Ray Cooney und im November das diesjährige Weihnachtsmärchen „Pinocchio“, eine zauberhafte Geschichte Carlo Collodis über das besondere Kind aus Zauberholz. Mit „Die Verschwörung des Fiesco zu Genua“ erobert am 1. Februar 2025 ein Klassiker Friedrich Schillers die Bühne. Schiller hat für das Werk drei unterschiedliche Enden konzipiert, welches in Chemnitz zu sehen sein wird, bleibt abzuwarten. Im März 2025 widmet sich Carsten Knödler in „Rolling Thunder“ dem Weltstar Bob Dylan und spürt dabei einem Blues nach, der Generationen verbindet.  Auf die Open-Air Bühne im Küchwald laden in dieser Spielzeit gleich zwei Produktionen ein. Bevor ab 14. Juni 2025 „Die Abenteuer des Tom Sawyer“ ein besonderes Theatererlebnis für die ganze Familie garantiert, ist bereits ab dem 6. Juni 2025 „Das Bildnis des Dorian Gray“ für alle Besucher:innen ab 14 Jahren Open-Air zu erleben. In den Zeiten der Selbstoptimierung scheint Oscar Wildes 1891 veröffentlichter Roman nahezu visionär für den Größenwahn des Menschen.  

Der Ostflügel eröffnet die neue Schauspiel-Saison am 13. Oktober 2024 mit „Europa flieht nach Europa“. Das Stück, welches im Rahmen der Autor:innentage am Deutschen Theater Berlin 2018 Uraufführung feierte, legt den Finger in so manche blutige Wunder europäischer Geschichte. In „Zwischen den Dingen sind wir sicher“, einem Drama von Laura Naumann, stellt sich im Oktober 2024 traditionell das neue Schauspielstudio vor. Außerdem in der kommenden Spielzeit im Ostflügel zu erleben: „Herr Lem“, eine futurologische Begegnung von Bogdan Koca, „Was war was wird“, ein Kammerspiel von Lutz Hübner und Sarah Nemitz, sowie „Banane Jane“, eine Geschichte um Freiheit und andere Kleinigkeiten von Karin Eppler. 

Figurentheater

Das Figurentheater startet am 28. September 2024 mit „ka:putt?“, einer Inszenierung für die Allerkleinsten, in die neue Spielzeit. In der Regie von Julika Mayer entsteht eine Produktion, die statt mit gesprochener Sprache vorwiegend mit Formen, Materialien, Körpern und Licht erzählt. Auch „Punkt Punkt Komma Strich“ lädt ab dem 19. Oktober 2024 vor allem die ganz kleinen Besucher:innen ins Figurentheater ein. In Kooperation mit dem Museum Gunzenhauser nähert sich das Team Bildern, Materialien und Objekten um Schnittstellen von Theater und Bildender Kunst zu finden. Auch ein Märchen darf in diesem Jahr nicht fehlen. Ab dem 19. November sogt „Das Geheimnis der Raunächte“ schon vor der Weihnachtszeit mit dem wilden Wichtel-Zauber-Märchen für eine verzauberte Stimmung. „An der Arche um acht“ erobert ab dem 8. Februar als letzte Neuproduktion der Spielzeit die Bühne im Figurentheater und leitet als rasantes Verwechslungsspiel in der Regie von Figurentheaterdirektorin Gundula Hoffmann das Kulturhauptstadtjahr 2025 ein. Zurück auf den Spielplan kehren außerdem fantastische Inszenierungen wie „Die zweite Prinzessin“, „Bilder deiner großen Liebe“ und „Frederick“ – erstmals auch in englischer Sprache zu erleben. Zur Open-Air Saison kehrt im Sommer 2025 „Cyrano“, eine der bekanntesten Theaterfiguren, auf die Freilichtbühne im Kulturhaus Arthur zurück.    

Projekte im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025

Durch insgesamt fünf Projekte, welche verteilt über die Spielzeiten 2024/2025 und 2025/2026 zu sehen sein werden, ergänzen die Theater Chemnitz zusätzlich das Kulturprogramm der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025. In Form von vielfältigen Projekten und Festivals werden vor allem aktuelle Fragen der Zeit thematisiert und Bezüge zu Stadt und Region sowie deren Bewohner:innen geschaffen.

Eine Bühne stellvertretend für einen geografischen Raum: Europa. Unter diesem Ansatz untersucht das Rechercheprojekt INSIDE OUTSIDE EUROPE in Form einer Tetralogie der Theater Chemnitz, Plauen-Zwickau, des Mittelsächsischen Theater Freiberg und des Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg-Buchholz den Bühnenraum. Dabei nähern sich die vier Theater auf ganz eigene Weise diesem gemeinsamen Raum, indem sie eine Bühne je verschieden bespielen. Die vier Inszenierungen werden in den vier Städten einzeln sowie erstmalig gemeinsam am 12. April 2025 im Figurentheater im Spinnbau gezeigt.

Was könnte besser in das Programm einer Kulturhauptstadt passen, als Nachbarschaft mit einem internationalen Theaterfestival zu feiern. NONSTOP Europa! 2025, vom 30. April bis 3. Mai im Spinnbau, bietet besten Anlass für europäische, grenz- und generationsübergreifende Begegnungen und anregenden Austausch. Mit klassischen sowie performativen Projekten widmen sich spannende und außergewöhnliche Gastspiele den aktuellen Fragen unserer Zeit und loten künstlerisch aus, wie ein Europa der Zukunft aussehen könnte. Ergänzt wird das Festival durch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm sowie das länderübergreifende Schauspielschultreffen.

Für internationalen Austausch sorgt auch das internationale Festival für zeitgenössischen Tanz TANZ | MODERNE | TANZ 2025. Vom 18. bis 29. Juni 2025 werden renommierte Companys aus der ganzen Welt in Chemnitz zu Gast sein. Dabei soll auch in diesem besonderen Jahr das Festival die Stadt in Bewegung versetzen und neue Perspektiven im gesellschaftlichen Miteinander eröffnen. Ganz im Sinne des Chemnitzer Kulturhauptstadt-Gedankens „C the Unseen“  schafft das Festival ungewöhnliche Begegnungen an übersehenen Orten der Stadt.

Im Rahmen des Festivals lädt das Ballett Chemnitz gemeinsam mit Tänzer:innen aus aller Welt auf eine bewegende Entdeckungsreise quer durch Chemnitz ein. Unter dem Titel „Odysee in C“ erlebt das Publikum, inspiriert durch James Joyce Roman „Ulysses“, an 18 Stationen in der Stadt verschiedenste Chroeografien, welche speziell für die jeweiligen Orte entstehen.

Die Oper Chemnitz erarbeitet anlässlich des Kulturhauptstadtjahres das mehrteilige Projekt „Rummelplatz“. Ausgangspunkt ist Werner Bräunigs gleichnamiger Roman, welcher von Ludger Vollmer (Komposition) und Jenny Erpenbeck (Libretto) als Musiktheaterwerk für die Bühne adaptiert wird. Die Uraufführung des Werkes ist für Herbst 2025, in der Spielzeit 2025/2026, geplant. Begleitend dazu findet bereits seit April 2024 ein partizipatives, internationales Schreibwerkstattprogramm statt. Eine Konferenz, die sich an ein breites Nicht-Fachpublikum richtet, ist ebenfalls Bestandteil und wird am Wochenende der Premiere im Herbst 2025 querschnittartig die Themen des Projekts in Vortrags- und Diskussions-Formaten verarbeiten.

In Chemnitz gibt es rund 30.000 Garagen, von denen die meisten zu DDR Zeiten oder früher kollektiv erbaut wurden. Noch heute zeugen sie von persönlichen Erinnerungen und Lebenswegen vieler Chemnitzer:innen. Mit „Archäologie der Dinge“ begibt sich das Figurentheater in Kooperation mit dem Flagshipprojekt „#3000Garagen“ der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 in den Lebensraum „Garage“. Gemeinsam mit dem Publikum wird spielerisch und performativ erforscht, welche Geschichten sich dort verbergen. Das Projekt wird vom 28. August bis 14. September in der Spielzeit 2025/2026 zu erleben sein. Zusätzlich sind begleitende Formate geplant, die zum Austausch einladen.  Im Rahmen des Flagshipprojektes „#3000Garagen“ ist u.a. im Juni 2025 ein Garagenfestival geplant.