Theater

Die ganze Welt ist himmelblau!

Premiere der Operettenkomödie am 29. Oktober in Gera
Theater Altenburg-Gera Die ganze Welt ist himmelblau

In der Komödie „Die ganze Welt ist himmelblau!“ von Kapellmeister Thomas Wicklein, die am Freitag, den 29. Oktober um 19:30 Uhr im Konzertsaal Gera Premiere feiert, kommen Operettenfans voll auf ihre Kosten. Während des heiter beschwingten Abends werden ausgewählte Höhepunkte verschiedener Publikumslieblinge präsentiert.

Eine vergnügliche Tour durch die Operettenmetropolen Europas – Paris, Wien, Budapest, Berlin – so hübsch hatte sich das die kleine Reisegesellschaft vorgestellt. Doch kaum haben sich die vier beschwingten Operettenfans in Bewegung gesetzt, werden sie in voller Fahrt und Vorfreude gebremst: keine Weiterreise möglich, alle Reiseziele Risikogebiete! Die Warnungen der Operetten-Unwetterzentrale sind eindeutig und eindringlich. So kommt es, dass die vier die Nacht als Gäste in einem charmanten Hotel der Sonderklasse verbringen dürfen, dem Grand Hotel Belerevue. In diesem ehr- und fragwürdigen Operettenetablissement ist der findige Portier für die Einhaltung der Anstandsregeln verantwortlich. Die an ihrer Reise Gehinderten träumen sich an ihre Sehnsuchtsorte, wobei sich auch das Hotelzimmer als geeignete Bühne für glühende Leidenschaft und köstliches Amüsement herausstellt. Zu geschätzten Klassikern von Johann Strauss, Carl Zeller, Paul Lincke, Emmerich Kálmán, Franz Lehár und vielen weiteren werden die vier gestrandeten Enthusiasten zu den Helden ihrer ganz eigenen Operette.

Das Philharmonische Orchester Altenburg Gera musiziert unter der Leitung von Kapellmeister Thomas Wicklein. Heike Kley zeichnet für Inszenierung und Choreografie, Elena Köhler für Bühne und Kostüme verantwortlich. Solisten sind Julia Gromball (Sopran), Joanna Jaworowska (Mezzosopran), Gustavo Mordente Eda (Tenor) vom Thüringer Opernstudio, Johannes Beck (Bariton) und Ulrich Burdack sowie Roman Asthakov (Bass).

Weitere Termine Konzertsaal Gera: Sa 30. Oktober, 19:30 Uhr / So 31. Oktober, 14:30 Uhr / Fr 5. November, 19:30 Uhr/ So 7. November, 14:30 Uhr / So 26. Dezember, 14:30 Uhr

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Ronny Ristok

 


Premiere der Mono-Oper „Das Tagebuch der Anne Frank“ in Altenburg

Theater Altenburg Gera Das Tagebuch der Anne Frank

Schon Eleanor Roosevelt nannte Anne Franks Tagebuch eines „der weisesten und bewegendsten Kommentare zum Krieg und seinen Auswirkungen auf den Menschen“. Der russische Komponist, Maler und Schriftsteller Grigori Frid (1915-2012) hat dieses berührende Zeitdokument einfühlsam und den Gefühlsregungen nachspürend vertont. Aufwühlend beschreibt er in seiner Mono-Oper die Ängste, die Anne durchlebt, wie sie trotz lebensbedrohlicher Umstände zur Frau reift und dabei immer ihren Humor bewahrt und gelassener wird. Ihren unerschütterlichen Optimismus schöpft sie aus der Fähigkeit, ihre Situation schreibend zu verarbeiten, aus ihrer Liebe zu ihrem Schicksalsgenossen Peter und aus ihren Naturbeobachtungen aus dem Dachfenster des Hinterhauses. Im Rahmen des Themenjahres „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“ hat jetzt Frids Mono-Oper am Freitag, 29. Oktober, um 19:30 Uhr Premiere im Theaterzelt Altenburg.

Zur Handlung:

Zu ihrem 13. Geburtstag erhielt Anne Frank am 12. Juni 1942 ein kleines, in rotweißen Stoff eingebundenes Tagebuch. Besondere Bedeutung erlangte es ab dem 6. Juli 1942, dem Tag, an dem sich die jüdische Familie Frank vor den Nationalsozialisten im Hinterhaus des Gebäudes Prinsengracht 263 in Amsterdam versteckte. Dem Tagebuch vertraute Anne alles an; sie plante, dieses nach dem 2. Weltkrieg unter dem Titel Das Hinterhaus zu veröffentlichen. Nach dem Verrat ihres Verstecks 1944 wurden Anne und ihre Familie deportiert. Sie starb 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Nach der Verhaftung der Familie Frank nahm deren Helferin Miep Gies das Tagebuch an sich und bewahrte es so vor dem Zugriff der Gestapo. Sie übergab es nach dem Krieg an Annes Vater Otto Frank, der als einziger den Krieg überlebt hatte.

Die Musikalische Leitung hat Chordirektor Alexandros Diamantis. Das Stück inszeniert Chefdramaturg Felix Eckerle. Die Bühne gestaltet Christian van Loock, die Kostüme Hilke Lakonen. In der Rolle der Anne tritt Olivia Walburton vom Thüringer Opernstudio auf.

Weitere Termine im Theaterzelt Altenburg: Sa 30. Oktober, 19:30 / Fr 5. November,  19:30 / So 7. November,  18:00

Eine Vorstellung findet außerdem bereits am Donnerstag, den 21. Oktober 2021 um 11.00 Uhr im Großen Gaus Gera statt.

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Ronny Ristok


The Sound of Music

Premiere: 29. Oktober, 19.30 Uhr, Staatstheater Meiningen

Österreich, 1938: Im Hause des verwitweten Kapitäns Georg von Trapp herrschen Disziplin und Ordnung, sowohl für seine sieben Kinder als auch für das Personal. Als die junge Novizin Maria als Gouvernante zu den Trapps stößt, stellt sie das Leben auf den Kopf und zeigt ihnen, wie die Musik bereichern, verändern und – als die Nazis in Österreich einmarschieren – manchmal auch Leben retten kann.

Als eines der erfolgreichsten und für das Genre repräsentativen Musicals von Rodgers und Hammerstein II, greift „The Sound of Music“ die Geschichte der „Trapp Family Singers” von Maria Augusta Trapp auf und wurde seit seiner Uraufführung 1959 zum unsterblichen Broadway-Erfolg. Der in den USA extrem populäre Film von 1965 in der Regie von Robert Wise mit Julie Andrews hat zudem die idyllischen Kulissen von Salzburg zum weltberühmten Tourismusziel gemacht. „The Sound of Music“ verbindet eine romantische Handlung mit historischem Hintergrund und humorvolle Dialoge mit musikalischen Nummern von großer Ohrwurm-Qualität. - Der deutschlandweit gefeierte Musicalregisseur Bernd Mottl inszeniert diesen Abend voll hinreißender Songs wie „Edelweiss“ und  „Über die Berge“.

Weitere Termine in dieser Spielzeit:
31.10. | 03.11. | 07.11. | 21.11. | 26.11. | 22.12. | 15.01. | 29.01. | 03.02. | 09.03. | 06.05. | 26.05. Großes Haus


Markus Lüpertz inszeniert "La Boheme" am Staatstheater Meiningen

Oper in vier Bildern von Giacomo Puccini / In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Markus Lüpertz Staatstheater Meiningen 2

Im Dachboden eines Pariser Hauses leben die Künstler Rodolfo, Marcello, Schaunard und Colline am Rande der Armut. Als die junge Nachbarin Mimi an ihre Tür klopft, um Licht für ihre Kerze zu erbitten, kommt noch eine Sorge in Rodolfos Leben: die Liebe. Trotz Mimis Krankheit beschließen sie, bis zum Frühling zusammen zu bleiben. Kann diese große, jedoch so zerbrechliche Liebe den bitteren Winter überleben?

„Es ist ein herrliches und ein entsetzliches Leben, das seine Sieger und Märtyrer hat” schrieb Murger in seinem Roman "Scènes de la vie de bohème", und anhand dieser Vorlage schufen die Erfolgslibrettisten Giacosa und Illica einen Text von herzzerreißender Schönheit und exzeptioneller Musikalität.

Puccini erlebte selbst solche mittellosen Studienjahre in Mailand; seine Partitur für „La Bohème“ atmet den so pulsierenden Esprit der Jugend und die Poesie des Leidens. Trotz des Misserfolgs der Premiere 1896, hat sich diese Hymne an die Liebe trotz aller Schwierigkeiten als Standard-Opernrepertoire durchgesetzt und gilt als Puccinis Meisterwerk, das nicht nur seine Opernästhetik definierte, sondern auch als Inbegriff des Verismo eine deutliche Tendenz setzte.

Diese Künstleroper wird von einem der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler, Markus Lüpertz, auf die Bühne gebracht, der – neben Bühne und Kostüm – auch erstmals für die Regie verantwortlich sein wird.

Premiere: Freitag, 10. Dezember, 19.30 Uhr, Staatstheater Meiningen

Foto: Markus Lüpertz (Staatstheater Meiningen; Foto: Marie Liebig)


Gala „Tour de Danse“ mit den Eleven des Thüringer Staatsballetts

Premiere: Samstag, 30. Oktober, 14:30 Uhr, Bühnen der Stadt Gera
Theater Altenburg-Gera Ballett Tour de Dance

Probieren geht über Studieren. Dieses Motto gilt vor allem für die jungen Tänzerinnen und Tänzer aus aller Welt, die innerhalb ihres Stipendiums beim Thüringer Staatsballett bühnenpraktische Berufserfahrung in unterschiedlichsten Stilrichtungen und Körpertechniken sammeln. Die Tanzgala „Tour de Danse“ präsentiert in Form von kurzweiligen Tanzeinlagen eine facettenreiche Weltreise durch das romantische, klassische und moderne Ballettrepertoire. Erklingen wird an diesem Abend Musik unter anderem von Adolphe Adam, John Lennon, Léon Minkus und Peter Tschaikowski. Ob virtuose und energetisch mitreißende Beiträge, wie der Gopak aus dem Ballett „Taras Bulba“ von Rostislav Zakharov oder die „Paquita-Variation“ aus Joseph Maziliers gleichnamigem Ballett, schritt-technisch anspruchsvolle und kraftvolle Darbietungen zum Beispiel „Der Korsar“, „Der blaue Vogel„ aus „Dornröschen“ oder lyrisch-fragile Ausschnitte auf Spitze aus Paradestücken wie „Schwanensee“, „Don Quichotte“ und „Giselle“ – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Auch Liebhaberinnen und Liebhaber des zeitgenössischen Balletts kommen auf ihre Kosten, denn sie dürfen sich auf Sequenzen aus Silvana Schröders Tanzabenden wie „27“, „Der Joker“, „KeimZeit“ und „Waiting Room“ freuen.

Mit Choreografien von Silvana Schröder, August Bournonville, Jean Coralli, Alexander Gorsky, Lew Iwanow, Joseph Mazilier, Marius Petipa, Jules Perrot, Rostislav Zakharov. Die Bühne und das Lichtdesign gestaltet Silvana Schröder, die Kostüme entwerfen Andreas Auerbach und Cornelia Möckel.

Weitere Termine im Großen Haus Gera: So 31. Oktober, 18 Uhr / Sa 6. November, 14:30 Uhr / So 7. November, 18 Uhr / So 26. Dezember, 19:30 Uhr

Weitere Termine im Theaterzelt Altenburg: Sa 13. November, 19:30 Uhr / So 14. November, 18 Uhr / Fr 10. Dezember, 19:30 Uhr / Sa 11. Dezember, 18 Uhr

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Ronny Ristok


Premiere für zwei Kurzopern in Altenburg

Theater Altenburg-Gera Premiere Kurzopern

Gleich zwei Kurzopern haben am Freitag, den 26. November, um 19:30 Uhr Premiere im Theaterzelt Altenburg. In der musikalischen Komödie „Das Telefon oder Die Liebe zu dritt“ von Gian Carlo Menotti, welche 1947 in New York uraufgeführt wurde und ein echter Klassiker ist, möchte Ben seiner Freundin Lucy in deren Apartment einen Heiratsantrag machen. Doch jedes Mal, wenn er zu sprechen anhebt, klingelt das Telefon und Lucy hebt ab. So bleibt ihm nichts anderes übrig, als Lucys Wohnung zu verlassen, in die nächstgelegene Telefonzelle zu gehen und von dort aus sein Anliegen vorzubringen. Die bewegende Mono-Oper „Die menschliche Stimme“ von Francis Poulenc handelt dagegen von einer Frau, die verlassen wurde. Verzweifelt versucht sie am Telefon ihre Beziehung doch noch zu retten. Zunächst spielt sie die Starke, dann verweist sie auf die angeblich glückliche gemeinsame Vergangenheit und schließlich droht sie mit Suizid.

Die Inszenierung liegt in den Händen von Generalintendant Kay Kuntze. Das Philharmonische Orchester Altenburg Gera spielt unter Leitung von Yury Ilinov. Bühne und Kostüme gestaltet Elena Köhler. Es singen Miriam Zubieta als Lucy (Das Telefon) und Alejandro Lárraga Schleske als Ben (Das Telefon). Anne Preuß ist in der Rolle der Frau (Die menschliche Stimme) zu erleben.

Weitere Aufführungen in Altenburg: So. 28.11., 19:30 Uhr / Do 02.12., 18:00 Uhr / Sa. 04.12., 19:30 Uhr / So. 05.12., 18 Uhr

Weitere Termine im Großen Haus Gera: Sa. 04.12., 19:30 Uhr / So. 05.12., 18 Uhr

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Ronny Ristok


Ach, wie gut, dass niemand weiß …

Märchenhafte „Rumpelstilzchen“-Premiere am Theater Rudolstadt
Theater Rudolstadt Rumpelstilzchen

Am Theater Rudolstadt läutet die nächste Premiere die Märchenzeit ein. Denn am 3. November öffnet sich der Vorhang für „Rumpelstilzchen“ nach den Brüdern Grimm. Insgesamt 36 Mal ist die poetische Inszenierung für Kinder ab fünf Jahren bis über die Weihnachtsfesttage in Rudolstadt und Saalfeld zu erleben.

Frisch und frech kommt die Märchenfassung von Irene Budischowsky daher. In dieser kommt der Königin angesichts leerer Schatzkammern ein Mädchen, das Stroh zu Gold spinnen kann, gerade recht. Kurzerhand sperrt sie die Müllerstochter ein – soll sie doch den prahlerischen Worten ihres Vaters Taten folgen lassen! Das arme Käthchen versteht die Welt nicht mehr. Wie kommen die Erwachsenen bloß auf so verrückte Gedanken? Stroh zu Gold spinnen? In ihrer Verzweiflung ruft sie den „lieben Waldgeist“ zu Hilfe. Aber nichts ist umsonst und guter Rat teuer! Rumpelstilzchen fordert erst Ring, dann Kette und schließlich Käthchens erstes Kind – wenn sie den Prinzen heiratet. Den Prinzen? Von wegen! Wenn Käthchen je jemanden heiraten sollte, dann doch wohl Alexander, ihren geliebten Förster. Also, alles kein Problem. Sie lässt sich auf den Deal mit Rumpelstilzchen ein, ohne zu ahnen, wer der wahre Prinz ist …

In poetischen Bildern und mit einigen Liedern zeigt dieses Weihnachtsmärchen, dass es im Leben nicht nur um Reichtum und Profit geht. Um ihrer selbst willen geliebt werden, das wollen alle: vom Rumpelstilzchen bis zum Käthchen.

Nach der Premiere am 3. November, um 9 Uhr steht „Rumpelstilzchen“ für Familien noch am 14. November und am 26. Dezember, jeweils 15 und 17 Uhr, am 28. November, um 17 Uhr und am 19. Dezember, um 15 Uhr im Theater im Stadthaus auf dem Spielplan. Die anderen Aufführungen, darunter auch vierzehn im Theater Nordhausen, sind für Kindergärten und Schulen reserviert. Karten gibt es in der Theaterkasse, an den üblichen Vorverkaufsstellen, auf der Theaterwebseite und telefonisch unter 03672/422766. Es gilt die 3G-Regel. Ausgenommen sind Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr sowie diejenigen Kinder und Jugendlichen, die regelmäßig in der Schule getestet werden. Aktuelle Informationen zu den Corona-Regeln gibt es unter www.theater-rudolstadt.de.

Foto: Anke Neugebauer


Maß für Maß im Vogtlandtheater

Vogtlandtheater Plauen

Ein großer Schauspielabend erwartet das Plauener Publikum bei dMaß für Maß im Vogtlandtheater. Als schwarze Komödie nimmt Maß für Maß eine Sonderstellung unter Shakespeares Werken ein. So wird zwischen tragischen und komischen Elementen die Frage nach Gesetz und Willkür verbunden mit sündhafter Sinnlichkeit. Die Handlung ist angesiedelt in Wien, das von zunehmender Prostitution und Sittenverfall geprägt ist. Da der regierende Herzog nicht selbst hart durchgreifen möchte, setzt er den sittenstrengen Angelo als Regenten ein und täuscht seine Abwesenheit vor. Während Angelo zugleich Bordelle und Kasinos schließen lässt, bleibt der Herzog als Mönch verkleidet in der Stadt um alles zu beobachten. Schließlich verurteilt Angelo den jungen Claudio zum Tode, weil der seine Verlobte vor der Hochzeit geschwängert hat. Die Novizin Isabella, Claudios Schwester, versucht den Regenten daraufhin umzustimmen und während dieser Gefallen an der Bittstellerin findet, schaltet sich der Herzog, noch immer unbemerkt, in die Geschehnisse ein. In der Inszenierung von Generalintendant Roland May und in der Ausstattung von Oliver Kostecka ist ein großes Spektakel zu erwarten, das nicht nur das komplette Schauspielensemble mit zusätzlichen Gästen auf der Bühne vereint, sondern mittels Bühnentechnik eine Vielzahl an Schauorten zaubert. Für alle Neugierigen bietet sich bei der Matinee eine Woche vor der Premiere die Möglichkeit, erste Eindrücke von der Inszenierung zu erhalten. Im Gespräch werden Roland May und sein Team von der Arbeit an diesem Shakespeare-Klassiker berichten und das Schauspielensemble wird erste szenische Kostproben darbieten.

Sonntag, 31. Oktober, 15:00 Uhr / Samstag, 6. November, 19:30 Uhr / Sonntag, 7. November, 18:00 Uhr

Foto Copyright ©André Leischner


31. euro-scene Leipzig

Das erste Programm des neuen Festivalleiters Christian Watty mit drei Uraufführungen und vier Deutschlandpremieren
31. euro-scene Leipzig

Die 31. euro-scene Leipzig findet vom 2. bis 7. November statt und zeigt Gastspiele unter anderem aus Frankreich, Irland, Portugal, Schweiz und Russland auf verschiedenen Bühnen der Stadt. Insgesamt sind es 12 Gastspiele aus 8 Ländern, darunter erstmalig drei internationale Koproduktionen.

Das diesjährige europäische Tanz- und Theaterfestival startet am 2. November 2021 um 19.30 Uhr im Leipziger Schauspielhaus. Nach langem Stillstand und sozialer Distanz im Alltag sowie auf der Bühne eröffnet THE KÖLN CONCERT die Festivalwoche, ein Tanzstück zu der berühmtesten Soloklavier-Einspielung aller Zeiten von Keith Jarrett. Der Choreograf Trajal Harrell hat mitten im Lockdown für die neue Tanzcompagnie am Schauspielhaus Zürich eine Ode an Solidarität, Respekt und Mitmenschlichkeit geschaffen. Begriffe, die im Jahr 2021 so besonders wichtig erscheinen. Festivalleiter Christian Watty dazu: „Wir werden wie im Zeitraffer mit immer mehr sozialen, wirtschaftlichen oder ökologischen Absurditäten in unserer Welt konfrontiert, die so nicht weiter bestehen können. Die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler sind Experten des Wandels und haben ihren Blick hoffnungsvoll in die Zukunft gerichtet. Mit ihren Kreationen geben sie uns einen Impuls, Ansichten und Vorurteile zu überdenken und unseren inneren Kompass neu auszurichten.“

Auf der großen Bühne des Schauspielhauses präsentiert die euro-scene Leipzig drei weitere starke Tanzstücke. Zum ersten Mal überhaupt kommt Sasha Waltz für ein Gastspiel nach Leipzig. In ihrem legendären Meisterwerk ALLEE DER KOSMONAUTEN hat sie bereits vor 25 Jahren die Erfahrung des Eingesperrtseins und Aufeinanderhockens einer Dreigenerationenfamilie in einer kleinen Plattenbauwohnung durchgespielt, was gerade dieses Jahr hochaktuell ist. Der Shootingstar Marco da Silva Ferreira aus Portugal zeigt BISONTE. Zum Festivalabschluss läuft dann das elektrisierende und preisgekrönte Tanzstück SOUL CHAIN, das Sharon Eyal choreografiert hat, die Ikone der jungen Generation von Choreograf:innen in Israel.

Auf weiteren Bühnen zeigt die euro-scene Leipzig mutige, politische und zeitrelevante Künstler:innen: Die russische Theatermacherin Tatiana Frolova zum Beispiel ist bekannt für schonungslose Analysen der Situation in ihrer Heimat und kommt mit ihrem neuen Stück DAS GLÜCK erstmals nach Deutschland. PLEASANT ISLAND aus Belgien ist eine moderne Parabel auf unseren Planeten Erde, der von den Auswirkungen der Kolonialisierung, des Kapitalismus, der Migration und des ökologischen Debakels genauso schwer getroffen ist wie die kleine Pazifikinsel Nauru, deren Geschichte hier erzählt wird.

Dieses Jahr zeigt die euro-scene Leipzig drei Uraufführungen von Stücken, die mit Leipziger und internationalen Partnern koproduziert wurden und anschließend auf Tour durch Europa gehen. Bei AMORES DE LESTE (Liebe im Osten) stehen die Biografien von Gaststudierenden im Mittelpunkt, die vor 1989 mit einem Stipendium im ehemaligen Ostblock studiert haben und mit ihren Liebesbeziehungen zwischen den zwei großen konkurrierenden politischen Systemen hin und her gerissen wurden. DEADLINE verhandelt auf der Bühne die konfliktbeladenen Themen der Kohleenergie in Deutschland und Nuklearindustrie in Frankreich vor dem Hintergrund der Erderwärmung.

Das komplette Programm, inklusive ausgewählter Filme, Diskussionsrunden (u.a. mit Harald Welzer und Andreas Weber) sowie einer Netzwerkplattform mit der Leipziger Tanzszene, finden Sie auf dieser Webseite, das Programmheft zum Download hier.  

Erstmals werden auch Veranstaltungen mit Übersetzung in Gebärdensprache oder Audiodeskription angeboten. Neu: ein solidarisches Ticketsystem. Alle ermäßigungsberechtigten Besucher:innen (z.B. Studierende, Rentner:innen und Arbeitslose) können jede Veranstaltung für 11 Euro und damit zum halben Preis besuchen. Mehrere Veranstaltungen sind zudem kostenlos.

Foto: The Köln Concert (Foto: Reto Schmidt)


Musicalpremiere „Hedwig and the Angry Inch“ in Gera

Musical Hedwig Theater Altenburg Gera

Das grenzüberschreitende Kult-Musical „Hedwig and the Angry Inch“, das bereits während des Sommertheaters in Altenburg zum Publikumsliebling avancierte, ist nun erstmals am Sonntag, den 7. November um 18 Uhr in der Bühne am Park Gera zu erleben. Das Stück thematisiert den tragisch-komischen Lebenslauf eines trans*Frau, der in Ostberlin beginnt. Absurderweise platzen ausgerechnet im Land der unbegrenzten Möglichkeiten alle Träume. „Hedwig and the Angry Inch“ ist weit mehr als ein Glam-Rock-Musical über eine Drag-Queen aus Ostberlin. Zwischen den bizarren Wendungen im Leben der Protagonistin erzählen Stephen Trask und John Cameron Mitchell in ihrem 1998 in New York uraufgeführten Stück von einer Grenzgängerin zwischen Ost und West, zwischen den Geschlechtern, zwischen Glück und Elend auf der Suche nach Liebe, Anerkennung und der eigenen Identität.

Im Ostberlin der 80er Jahre: Die Sängerin Hedwig spielt ihre Rock’n’Roll-Show in den schäbigsten Spelunken des ganzen Landes und erzählt mit ihren Songs ihre Geschichte. Geboren als Hansel Schmidt in Ostberlin, verliebte sie sich einst in den amerikanischen GI Luther. Mutter Hedwig überlässt dem Sohn ihren Ausweis sowie ihren Namen und organisiert eine Geschlechtsumwandlung, damit ihr Kind als Luthers Ehefrau das Land verlassen kann. Diese misslingt jedoch und übrig bleibt ein „angry inch“, ein zorniger Zoll, zwischen Hedwigs Beinen.

Ein Jahr später erlebt Hedwig in einer heruntergekommenen Trailerpark-Siedlung in Kansas den Fall der Mauer am Fernseher. Sie hält sich mit verschiedenen Jobs über Wasser und lernt den schüchternen Teenager Tommy Speck kennen. Sie bringt ihm alles über Musik bei, schreibt Songs für ihn und gibt ihm den Künstlernamen „Tommy Gnosis“. Doch als dessen Karriere richtig durchstartet, bleibt Hedwig wiederum auf der Strecke.

Zum Buch von John Cameron Mitchell schrieb Stephen Trask die Musik und Gesangstexte. In Gera zu sehen, ist die deutsche Übersetzung von Rüdiger Bering und Wolfgang Böhmer (ab 14 Jahren geeignet). Die Musikalische Leitung in der Inszenierung von Louis Villinger hat Olav Kröger. Bühne und Kostüme gestaltet Britta Lammers.

In der Hauptrolle der Hedwig tritt Manuel Struffolino auf. An seiner Seite spielt Marie-Luis Kießling als Yitzhak. In der Band musizieren außerdem Johannes Emmrich, Marco De Haunt, Thomas Müller und Ronald Güldenpfennig.

Weitere Vorstellungen in der Bühne am Park: So 7. November, 19:30 Uhr / Sa 27. November, 19:30 Uhr / Fr 3. Dezember, 19:30 Uhr

Termine im Theaterzelt Altenburg: Do 30. Dezember, 19:30 Uhr / Fr 31. Dezember, 19:30 Uhr

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Ronny Ristok


Tschechow-Doppel in Naumburg

Theater Naumburg Tschechow Premiere

Das Theater Naumburg hat Tschechows Einakter DER BÄR & DER HEIRATSANTRAG in einer Inszenierung des Intendanten Stefan Neugebauer auf dem Programm. Es spielen Selena Bakalios, Claus Becker, Pia Koch und Enrico Riethmüller.

DER HEIRATSANTRAG
Der hypochondrische Junggeselle Lomow versucht der streitsüchtigen Tochter seines Nachbarn Cubukov einen Heiratsantrag zu machen. Sobald der Vater sein Einverständnis signalisiert, geraten die beiden Heiratswilligen in einen heftigen Streit über die Besitzverhältnisse einer an beiden Grundstücken grenzenden Wiese. Ein versöhnliches Ende dieser grotesken "Romanze" ist nicht in Sicht ...

DER BÄR
Die trauernde Witwe Popova gibt sich der Erinnerung an ihren verstorbenen Mann hin, wohl wissend, dass er sie zu Lebzeiten nicht nur betrogen, sondern auch jede Menge Schulden hinterlassen hat. Da erscheint Smirnow, ein hartnäckiger Gläubiger des Verstorbenen, der Geld braucht und sich nicht abwimmeln lässt. Die Auseinandersetzung wird immer dramatischer.

Aufführungen: 28./29./30. Oktober, jeweils 19.30 Uhr,
4./5./6./11./12./13./18./20. November, jeweils 19.30 Uhr, 10. November um 17.00 Uhr
30./31. Dezember, jeweils 19.30 Uhr sowie 31. Dezember um 16.30 Uhr

Foto: Torsten Biel


Bach in Eisenach

Theater Eisenach

Mit Johann Christian Bachs „La clemenza di Scipione“ (Die Milde des Scipio) gibt es am Landestheater Eisenach erstmals seit mehr als zehn Jahren wieder eine eigene Musiktheater-Inszenierung. Die Ausgrabung in der Regie von Dominik Wilgenbus entsteht als Koproduktion mit dem Staatstheater Meiningen.

Kopfschüttelnd beobachtet Gott das Treiben auf der Welt. War die Erschaffung der Menschen tatsächlich eine gute Idee? Oder hätte man nach den Sauriern bei den Schweinen lieber aufhören sollen? Unten auf der Erde tobt gerade der Zweite Punische Krieg. Publius Cornelius Scipio hat Karthago erobert und sich die dort ansässigen Iberer unterworfen. Wer sich freiwillig ergibt, darf am Leben bleiben. Prinzessin Idalba hat damit wenig Probleme, ist sie doch in Scipios General Marzio verliebt. Wesentlich störrischer dagegen zeigt sich Schwester Arsinda, ebenfalls Prinzessin spanischen Geblüts. Dem hartnäckigen Werben Scipios setzt sie ihre unbedingte Vaterlandstreue entgegen.
Gott ahnt bereits, dass sich hinter Arsindas Verweigerung ein Anderer verbirgt. Sie ist mit Luceio verlobt. Inkognito versucht dieser dem römischen Prokonsul die Braut abzukaufen. Keine Chance, die Beute bleibt, wo sie ist, und Luceio muss unverrichteter Dinge wieder abziehen. Im zweiten Anlauf will er mit der Geliebten fliehen, doch statt eiligst das Weite zu suchen, singen beide noch ein langes Duett. Und Scipio schlägt abermals zu.
Diesmal verbannt er Luceio in den Kerker, wo ihn der Tod erwartet. Umsonst rufen Luceio und Arsinda Gott um Hilfe, denn der blickt im Wirrwarr der Geschehnisse auch nicht mehr wirklich durch. Im Tempel der Rachegöttin Nemesis kommt es zu einer herzzerreißenden Abschiedsszene, in der sowohl Arsinda als auch Luceio dem Tod ins Auge sehen. Kurzerhand von Gott wiederbelebt, schenkt Scipio dem Paar seinen Segen, vorausgesetzt, sie dienen von nun an Rom.
Sowohl inhaltlich als auch musikalisch entpuppt sich Johann Christian Bach als großes Vorbild Mozarts. Da winkt die „Entführung“ um die Ecke, greift Bach in einer großen Arie Arsindas bereits „Martern aller Arten“ vor, und auch „Titus“ blinzelt hier und da ins Geschehen. Gott – das sind Er und Sie, die wie ein altes Ehepaar über die teils absurden Umtriebe ihrer missratenen Geschöpfe lästern.
Regisseur Dominik Wilgenbus leiht sich hierfür zwei große Puppenköpfe, die mit witzigen Dialogen den Wahnsinn auf Erden kommentieren. Die Sängerinnen und Sänger dagegen führen in ironischer Kriegsführung die Sinnlosigkeit von Gewalt ins Feld.
Von den vier komponierenden Bachsöhnen gilt Johann Christian unter Kennern als Geheimtipp. Zudem ist er der einzige, der Bühnenwerke schuf. Innerhalb seines vielseitigen Schaffens komponierte er zwölf Opern in Italien und für das King's Theatre London. Hier wurde 1778 auch „Scipione“ aus der Taufe gehoben. Seitdem harrt dieses musikalische Meisterwerk seiner Wiederentdeckung.
Besonders spannend gestaltet sich die Besetzung des Liebhabers Luceio, für den Bach einen Sopranisten vorgesehen hatte. Diesen äußerst anspruchsvollen Part wird Onur Abaci vom Theater Regensburg übernehmen. Auf der Eisenacher Bühne ist das Werk erstmals nach der Uraufführung szenisch zu erleben. Einen besonderen Reiz verspricht die Einbeziehung des Puppentheaters, denn Gott ist kein Mensch aus Fleisch und Blut.

28.10., 26.11., 28.11., 21.12. – Landestheater Eisenach

Foto: Sara-Maria Saalmann als Prinzessin Arsinda, Onur Abaci als Luceio und die Puppenspieler Falk P. Ulke (links) und Kerstin Wiese (rechts). Fotograf: Sebastian Stolz


Julius Caesar / Die Politiker in Meiningen

Wer sind eigentlich die Politiker und wer ist das Volk? Gibt es in einer Demokratie diesen immer wieder heraufbeschworenen riesigen Unterschied? Der große Elisabethaner William Shakespeare und der Gegenwartsdichter Wolfram Lotz behandeln diese Fragen auf unterschiedlichste Weise in ihren Stücken. Shakespeare blickt dabei hinter die Kulissen eines blutigen Machtkampfs, dessen Opfer Caesar wird. Sein Mord durch die Verschwörer, unter denen auch sein Freund Brutus ist, führt zu der wohl bekanntesten Redeschlacht auf dem Theater. Das Volk zeigt sich als gefährlicher Wechselbalg, kaum jubelt es Brutus zu, der den Anschlag auf Caesar mit der Sorge um die Republik rechtfertigt, schon schlägt es sich auf die Seite des Demagogen und Aufhetzers Marc Anton. - Wolfram Lotz hat aus den Verunsicherungen der Gegenwart heraus seinen Text „Die Politiker“ geschrieben. Bleibt das Volk bei Shakespeare eine manipulierbare Masse, erhebt es bei Lotz selber die Stimme. In seiner verspielten, ebenso komischen wie bitteren und hochmusikalischen Wortkaskade verwischen jedoch die Grenzen, und Volk und Politiker finden auf poetischer Ebene zueinander. Es war eine „Julius Caesar“-Inszenierung, die den Weltruhm der Meininger 1874 beim ersten Gastspiel in Berlin begründete. Heute stellen wir den Text in Kombination mit einem Gegenwartstext zur Diskussion.

Termine in dieser Spielzeit: 30.10. | 05.11. | 27.11. | 11.12. | 15.12. | 28.12. | 22.01 | 05.02 | 05.03. - Staatstheater Meiningen, Großes Haus

 


Rigoletto in Bad Elster

Am Freitag, dem 5. November, öffnet sich um 19.30 Uhr der Vorhang im König Albert Theater für die Opernpremiere des Verdi-Klassikers »Rigoletto«. Diese Oper begründete den Weltruhm Verdis und zählt heute zu den erfolgreichsten Bühnenwerken.
Im italienischen Con Brio entfaltet sich mit Melodienreichtum die ganze Schönheit des Bel Canto zu einem Meisterwerk par excellance! Es musizieren die Landesbühnen Sachsen und die Elbland Philharmonie Sachsen unter der Gesamtleitung von GMD Florian Merz.
Als Hofnarr amüsiert sich Rigoletto über das freizügige Leben seines Herzogs, den er bei dessen Eroberungen unterstützt. Sein Lachen bleibt ihm jedoch im Hals stecken, als ihn der Vater einer geschändeten Tochter verflucht. Unwissend beteiligt sich Rigoletto an der Entführung der eigenen Tochter Gilda, die sich aus seiner Obhut in die Zuwendung des Herzogs flüchtet. Doch Rigoletto will den egoistischen Liebschaften des Herzogs ein Ende bereiten …
Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de
Weitere Infos: http://landesbuehnen-sachsen.de


Diseusen-Drama im Theaterzelt

„Ich glaub’, ’ne Dame werd’ ich nie“ in Altenburg
Ich glaub, 'ne Dame werd' ich nie Theater Altenburg Gera Premiere

Ein Diseusen-Abend ist ein Klassiker der Kleinkunst: Eine Frau mit Stil singend am Mikrofon, begleitet von einem Tastenvirtuosen, dazu eine Auswahl von pikanten Chansons, die zum Lachen und Nachdenken anregen. Die Diseusen haben eine lange Tradition und bis heute nichts von ihrem Charme verloren. Mancher tituliert sie als Diven oder, noch schlimmer, als Damen – und wer will das schon sein? Gegen diese Bezeichnung erwehrt sich auch Michaela Dazian mithilfe unterhaltsamer Chansons unter anderem von Hildegard Knef, Trude Herr, Christiane Weber oder Helen Vita. Dass sich das Dilemma um die mangelnde Damenhaftigkeit bereits in der Kindheit abzeichnete, ist zu erahnen. Dass sich das bis zum heutigen Tag fortgesetzt hat, war zu erwarten. Dass es sich auch in Zukunft nicht ändern wird, bleibt zu hoffen. Denn bei dem Witz, der Chuzpe und der Eleganz, welche die Dazian an den Tag legt, wäre es zu schade, wenn sie doch eines Tages zu einer Dame verkommen würde. - Die Musikalische Leitung hat Olav Kröger inne. Für die szenische Einrichtung zeichnet Manuel Kressin verantwortlich. Die Bühne gestaltet Hilke Lakonen, die Kostüme Cornelia Möckel.

Sa 6. November, 19:30 Uhr

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de Einlass und Öffnung Abendkasse ab 30 Min. vor Beginn. Wegen der erforderlichen Erfassung von Kontaktdaten ist derzeit kein Kartenverkauf über externe Vorverkaufsstellen möglich.

Foto: Ronny Ristok


Historische Erzählung mit Vignetten der Gegenwart

November-Premiere im Theaterhaus Jena
Theaterhaus Jena Sladek

Das Theaterhaus Jena präsentiert als November-Premiere »Sladek« *nach »Sladek oder Die Schwarze Armee« von Ödön von Horváth mit neuen Texten von Manja Präkels *

Wir befinden uns in der Weimarer Republik, wir befinden uns in 2021. Der Ort ist ein Wald, ein Bunker, eine Stadt. Die Menschen dort heimgesucht von ihrer Vergangenheit oder geschichtsvergessen. Geschichte wiederholt sich und holt ein. Mit seinem Stück »Sladek« widmete sich Ödön von Horváth einem finsteren Kapitel der Weimarer Republik, der Schwarzen Armee. Diese paramilitärischen Ableger der Reichswehr waren frühe Indikatoren für die Greuel, die im Dritten Reich folgen würden. Am Beispiel des Soldaten Sladek erzählt Horváth vom Verlust der Menschlichkeit und der furchterregenden Macht der Gruppe. - In Lizzy Timmers Inszenierung des Stoffs überlagert sich die historische Erzählung mit Vignetten der Gegenwart, Sladek wandert geisterhaft-grotesk durch die Zeiten, eingebunden in ein großes musiktheatrales Räderwerk der Geschichte und der Bilder. Die Inszenierung ist Teil des dezentralen und interdisziplinären Theaterprojekts »Kein Schlussstrich!«, in dessen Rahmen die Taten und Hintergründe des NSU künstlerisch thematisiert werden. Beteiligt sind neben dem Theaterhaus Jena zahlreiche Partner in fünfzehn Städten.

Mit: Dorothea Arnold, Pina Bergemann, Henrike Commichau, Hanneke van der Paardt, Leon Pfannenmüller, Jonas Steglich, Jonas Steglich / Regie: Lizzy Timmers / Fassung + Dramaturgie: Koen Tachelet / Bühne + Licht: Maarten van Otterdijk / Kostüme: Cornelia Stephan / Dramaturgie: Anne Sonnenfroh

Aufführungen: 3. November, 20 Uhr (Öffentliche Generalprobe), 4. November, 20 Uhr (Premiere) sowie 5., 25., 26. und 27. November, jeweils 20 Uhr

Karten im Vorverkauf gibt es in der Tourist-Information Jena.


Stück mit Kultstatus feiert Premiere

Erik Gedeons Songdrama „Ewig jung“ in der Regie von Steffen Mensching am Theater Rudolstadt
Theater Rudolstadt Ewig jung Erik Gedeon

Rudolstadt/Saalfeld. Der Traum von der ewigen Jugend dürfte so alt sein wie die Menschheit selbst. In Erik Gedeons skurrilem wie anrührendem Songdrama „Ewig jung“ kommen ihm sechs greise Mimen schon ziemlich nahe, zumindest was das gefühlte Alter angeht. Rein äußerlich längst den Zenit des Lebens überschritten, schwelgen sie zumindest innerlich in ewiger Jugend und lassen es in ihrer Theaterseniorenresidenz gehörig krachen.

Erik Gedeon springt mit seiner anarchisch und mit schwarzem Humor bespickten Bühnenreuve ins Jahr 2060. Das Theater Rudolstadt wurde längst geschlossen und zu einem Altenheim für hochbetagte Schauspieler umgebaut. Dort sitzen die Greise auf verstaubten Fundusmöbeln vor dem Eisernen Vorhang und schwelgen – die eigenen Sternstunden mit Shakespeare und Tschechow vor Augen – in glorreichen Zeiten. Man ist gemeinsam alt geworden und bekennt sich untereinander zu seinen Macken und Marotten. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht Oberschwester Angelika, eine Fachkraft für schlechte Laune, die ihre Schützlinge nicht nur mit Kinderliedern zum Mitklatschen malträtiert, sondern ihnen durch Vorträge über Krankheit und Sterben die ganze Stimmung versaut. Kaum aber verlässt die Betreuerin den Raum, erwacht bei den Bühnenhelden a. D. die unterdrückte Lebensgier. Mit einem Sack unsterblicher Hits im Gepäck, von „I Love Rock’n’Roll“ bis „Born to be wild“, lassen sie musikalisch die Sau raus und üben den Aufstand gegen den Fluch der Vergänglichkeit.

„Ewig jung“, 2007 uraufgeführt, wurde an zahlreichen Theatern in Deutschland und darüber hinaus stürmisch gefeiert. Für die Rudolstädter Inszenierung werden Laura Bettinger, Anne Kies, Johannes Geißer, Marcus Ostberg, Markus Seidensticker und Thomas Voigt am Klavier in der Ausstattung von Monika Maria Cleres um etliche Jahre altern. Einzig Katrin Strocka treibt ihr Unwesen als Schwester Rosa einigermaßen unbehelligt von grauen Haaren oder gar Glatze, Falten oder tiefen Furchen im Gesicht. Die musikalische Leitung liegt in der Verantwortung von Schauspielkapellmeister Thomas Voigt.

29. Oktober, 19.30 Uhr, Rudolstadt, Theater im Stadthaus

Karten an den üblichen Vorverkaufsstellen des Theaters und online unter www.theater-rudolstadt.de erhältlich. Auch die Theaterkasse in der KulTourDiele ist für den Verkauf geöffnet, telefonisch erreichbar unter 03672/422766. Es gilt die „3G-Regel“.

Foto: Anke Neugebauer


Lehrstück ohne Lehre

"Biedermann und die Brandstifter" von Max Frisch in den Kammerspielen Meiningen
Staatstheater Meiningen

Gottlieb Biedermann ist ein wohlhabender Haarwasserfabrikant, der jüngst seinen Angestellten Knechtling entlassen hat, obwohl dieser ihm diesen Wohlstand durch seine Erfindung erst eingebracht hatte. Einerseits harter Geschäftsmann, möchte Biedermann jedoch gleichzeitig als „Seele von Mensch“ erscheinen. Als eines Abends ein Unbekannter an seine Haustür klopft, der sich als Schmitz, „Ringer von Beruf“, vorstellt, nimmt Biedermann ihn und seinen Kumpanen Eisenring deshalb in sein Haus auf, als Kompensation für sein begangenes Unrecht gegenüber Knechtling. Auch wenn sie ihm mit der Lagerung von Benzinfässern auf seinem Dachboden überdeutliche Hinweise auf ihre Absichten geben, ist Biedermann unfähig, sich den Brandstiftern verbal entgegenzustellen. Alles, was er sagt, entspricht einer aus Angst und schlechtem Gewissen geheuchelten Unwahrheit und diese Lügen nutzen Eisenring und Schmitz aus, um ihm ihre Anwesenheit aufzudrängen. Biedermann macht sich auf diese Weise zum Mitläufer; am Ende wird er den Brandstiftern sogar die Streichhölzer reichen, die seinen Untergang besiegeln.

Das Stück thematisiert die Konfliktfrage, inwieweit ein Mitläufer, der Abseits steht und sich dem Verbrechen entzieht, es aber nicht aufhält, sich selbst schuldig macht. Biedermann unterliegt den Brandstiftern, weil alles, was er sagt, nicht gemeint ist. Seine Sprache dient nicht der Darstellung, sondern der Verstellung. Mit „Biedermann und die Brandstifter“ (1958) schuf Max Frisch eine absurde Parabel vom opportunistischen Wegschauen und hohlen Beschwören der Menschlichkeit.

Do 11. November, Mi 29. Dezember, jeweils 19.30 Uhr

Kartentelefon: 03693-451 222 sowie 03693-451138 oder -139. Reservierungswünsche per E-Mail richten Sie bitte an kasse@meininger-staatstheater.de.

Spielplan und Infos unter www.meininger-staatstheater.de

Das Inszenierungsfoto zeigt Yannick Fischer (Foto: Marie Liebig)

 

 


Premiere „Das Ding. Unheimlich. Übersinnlich.“ in Gera

Theater Altenburg-Gera Das Ding Premiere

Die Inszenierung „Das Ding. Unheimlich. Übersinnlich.“ begibt sich auf eine spielerische Spurensuche in das Reich des Jenseits. Frank Soehnle erschafft gemeinsam mit dem Figurenbauer Udo Schneeweiß und den Spieler*innen phantastische Welten. Der Gründer und Leiter des figuren theaters thübingen ist als Regisseur und Dozent weltweit gefragt. Tauchen Sie mit uns am Samstag, den 13. November um 19:30 Uhr in der Bühne am Park ein, in eine Welt voller unerklärlicher Phänomene und übernatürlichen Erscheinungen.

Zum Inhalt: Im Wachsfigurenkabinett des Fox-Museums ereignen sich merkwürdige Dinge. Während der Museumsführer den Weg von den Anfängen des modernen Spiritismus bis hin zu einem weltweiten Phänomen erläutert, scheinen die dort ausgestellten Fox-Schwestern doch nicht so regungslos zu sein.

Lichter flackern, der Wind rauscht und eine Séance beginnt, bei der die beiden Schwestern gemeinsam mit ihrer Mutter Mrs. Fox Kontakt mit allerhand Schrecknissen aufnehmen. Diese Geister bemächtigen sich nicht nur ihrer Körper zur Kommunikation, sondern treten auch selbst in phantastischer Erscheinung, um das an ihnen begangene Unrecht zu sühnen und die Lebenden zu warnen. Einer dieser beschworenen Seelen berichtet von der schönen Ligeia, welche sich auf schauerliche Weise nicht der Erde zu entziehen scheint. Von einem übernatürlichen Einfluss auf die Seele zeugt auch die unheilvolle Asenath, die sich durch ihre dunkle Aura des Lebens anderer bemächtigt.

Es spielen Sabine Schramm, Anna Fülle, Marcella von Jan und Tobias Weishaupt. Musikalisch begleitet Claudia Buder am Akkordeon.

Weitere Vorstellungen in Gera: So 14. November, 18:00 Uhr / Do 18. November, 18:00 Uhr / Fr 19. November, 18:00 Uhr / Do 25. Nov, 19:30 Uhr / Fr 26. Dezember 19:30 Uhr

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Ronny Ristok


Juwel aus Händels Londoner Zeit

„Amadigi die Gaula“ am Staatstheater Meiningen

Alles kann sich die Zauberin Melissa mit ihren magischen, übernatürlichen Kräften beschaffen – oder fast alles: Die Liebe von Amadigi kann sie trotzdem nicht gewinnen. Der junge Titelheld und sein Freund Dardano sind beide in die schöne Prinzessin Oriana verliebt. Mit klugen Intrigen, schlauen Strategien und mithilfe Dardanos versucht Melissa, Amadigi und Oriana zu trennen. Doch am Ende siegt die wahre Liebe.
Ein Juwel aus Händels Londoner Zeit, wurde „Amadigi die Gaula“ 1715 uraufgeführt und war sein fünftes Stück in seiner neuen Heimat. Die Vorlage basiert auf dem im 16. Jahrhundert sehr populären Ritterroman „Amadis de Gaula“, der einige Jahre davor auch Jean-Baptiste Lully inspirierte. Händels Fokus auf die Affekte und die Gemütsschwankungen seiner durchaus menschlichen Figuren sowie seine Fähigkeit, die Akteure reich und abgerundet
zu porträtieren, werden in seiner Partitur widergespiegelt. Trotz der kurzen Kompositionszeit und obwohl sie die Popularität von „Rinaldo“ nie erreichte, gewann „Amadigi di Gaula“ schnell an Beliebtheit. Im Sinne eines barocken Gesamtkunstwerks bringt Hinrich Horstkotte in Personalunion von Regie, Bühne und Kostümen diese Zauberoper auf die
Bühne.

19.11. | 04.12. | 21.01. | 11.03. | 03.06.


Krimi-Premiere „Die Mausefalle“ in Gera und Altenburg

Theater Altenburg-Gera Spielzeit Die Mausefalle

Agatha Christies Kriminalromane, Kurzgeschichten und Bühnenstücke machen sie mit einer Gesamtauflage von über zwei Milliarden Bänden zur erfolgreichsten Krimiautorin aller Zeiten. Ihr Theaterstück „Die Mausefalle“ wird seit 1952 im Londoner Westend aufgeführt und hat mit seinen fast 28.000 Vorstellungen zahlreiche Theaterrekorde aufgestellt. Wie kein zweiter Krimi garantiert der Klassiker mit Kultfaktor spannende Unterhaltung. Das Stück ist jetzt auch im Großen Haus Gera am Freitag, den 12. November um 19:30 Uhr und am Freitag, den 19. November um 19:30 Uhr im Theaterzelt Altenburg zu erleben.

Und das ereignet sich: Zur Eröffnung ihrer Pension erwarten Mollie und Giles Ralston trotz eines heraufziehenden Schneesturmes ihre allerersten Gäste. Der wunderliche Architekturstudent Christopher Wren, die schlagfertige Miss Casewell, die ständig nörgelnde Mrs. Boyle und der ehemalige Offizier Major Metcalf beziehen ihre Zimmer. Überraschenderweise stößt auch noch der mysteriöse Fremde Mr. Paravicini hinzu. Sein Wagen ist im Schnee steckengeblieben und die Straßen sind mittlerweile unpassierbar. Als kurz darauf die Telefonleitung zusammenbricht, sind die Pension und ihre Gäste vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Nur Inspektor Trotter schlägt sich auf Skiern zu ihnen durch. Er ist mit der Aufklärung eines Mordes in London betraut und hat sichere Hinweise, dass sich der Täter unter den Anwesenden befinden muss, die alle viel mehr in die Geschehnisse verstrickt sind, als es zunächst den Anschein hat.

Das Schauspielensemble des Theaters Altenburg Gera zeigt die neue Inszenierung von Regisseur Jörg Steinberg. Das Bühnenbild gestaltet Fred Pommerehn und die Kostüme kreiert Susanne Füller. In den Rollen spielen Mechthild Scrobanita als Mrs. Boyle, Marie-Luis Kießling als Mollie Ralston, Mario Radosin als Giles Ralston, Rebecca Halm als Miss Casewell, Robert Herrmanns als Detective Seargent Trotter, Thorsten Dara als Mr. Paravicini, Johannes Emmrich als Christopher Wren und Manuel Struffolino als Major Metcalf.

Weitere Vorstellungen in Gera: Sa 13. November, 19:30 Uhr / 13. November, 19:30 Uhr / So 14. November, 14:30 Uhr / Fr 26. Nov, 19:30 Uhr / Sa 25. Dezember 19:30 Uhr

Weitere Termine in Altenburg: Sa 20. November 19:30 Uhr / So 21. November 18:00 Uhr / Sa 18. Dezember, 19:30 Uhr / So 19. Dezember, 14:30 Uhr

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Ronny Ristok


Premiere des Ballettabends „Corpus“ in Gera

Freitag, 19. November, um 19.30 Uhr
Ballettabend Corpus Theater Gera

Im Großen Haus Gera des Theaters Gera präsentiert das Thüringer Staatsballett am Freitag, dem 19. November, um 19.30 Uhr die Uraufführung des Balletts „Corpus“ von Ballettdirektorin und Chefchoreografin Silvana Schröder. Durch seinen lateinischen Titel verweist die Neukreation auf den rituellen Ursprung des Theaters in der Antike – eine Zeit, in der religiöse und gesellschaftliche Zeremonien noch ein integraler Bestandteil des gesellschaftlichen Alltags waren. „Corpus“ erzählt ein Menschenleben, das ebenso zyklisch angelegt ist, wie der Kreislauf einer Pflanze. Silvana Schröders Tanzbilder schärfen das Bewusstsein für den menschlichen Körper durch die Interaktion mit der materiellen und personellen Umwelt. Dabei lässt der neue Ballettabend zahlreiche Assoziations- und Identifikationsmöglichkeiten zu. Durch ein Wechselspiel zwischen mitreißenden und besinnlichen Rhythmen - unter anderem Werke von Frankie Chan, Les Tambours du Bronx und Max Richter – wird „Corpus“ so zu einem physisch miterlebbaren und multisensorischen Theatererlebnis. Die Bühne und Kostüme gestaltet Verena Hemmerlein.

Infos und Karten in den Theaterkassen, Tel.  0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Weitere Vorstellungen im Großen Haus Gera: Sa 20. November, 19:30 Uhr / So 21. November, 14:30 Uhr / Sa 27. November, 19:30 Uhr / So 28. November, 14: 30 Uhr 

Foto: Ronny Ristok