Theater

Samstag Ballett-Premiere in Gera

„Shadow of Blaubart“ in den Bühnen der Stadt Gera am 1. März
Theater Gera Shadow of Blaubart

Ein finstere Burg, eine junge Frischvermählte, ein goldener Schlüssel und eine geheimnisvolle Kammer, die nicht betreten werden darf – das sind die Zutaten der Geschichte des Herzogs Blaubart, welche auf der Märchensammlung von Charles Perrault mit dem Titel „Histoires ou Contes du temps passe, avec des moralités conte de ma Mère l’Oye“ basiert. Die Choreografen Arshak Ghalumyan und Alexander Abdukarimov durchleuchten in der speziell für das Thüringer Staatsballett erarbeiten Version „Shadow of Blaubart“ den Charakter des Herzogs, der ein düsteres Geheimnis mit sich trägt. Unter Verwendung der Musiken u. a. von Rachmaninov, Debussy und Elgar entsteht so ein spannender Ballett-Thriller. Bühne und Kostüme gestaltet Verena Hemmerlein. Die Uraufführung feiert am Freitag, dem 1. März, um 19:30 Uhr im Großen Haus Gera Premiere.

Das Theater Altenburg Gera weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die ursprünglich geplante Produktion „Blaubart“ aufgrund längerer Abwesenheit von Ballettdirektorin Silvana Schröder während des Probenprozesses, an das Choreografenduo Ghalumyan und Abdukarimov übergeben wurde.

Weitere Termine im Großen Haus Gera: SO 3. März, 14:30 Uhr / FR 8. März, 19:30 Uhr / SO 10. März, 14:30 Uhr / SA 23. März, 19:30 Uhr / SO 24. März, 14:30 Uhr

Weitere Informationen unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Ronny Ristok


Plauen: Liebe, Mord und Adelspflichten

Musical-Premiere am 3. März im Vogtlandtheater
Vogtlandtheater Plauen Liebe, Moder und Adelspflichten

Der junge, verarmte Monty Navarro erfährt nach dem Tod seiner Mutter, dass er eigentlich der Spross einer vornehmen englischen Adelsfamilie mit dem unaussprechlichen Namen D’Ysquith ist und er deshalb nicht nur Lord, sondern auch schwerreich werden könnte. Leider gibt es ein winziges Problem: Innerhalb der Erbfolge stehen acht Kandidaten vor ihm. Nicht nur um reich zu werden, sondern auch um seine angebetete Sibella heiraten zu können, wird der sympathische Monty zum phantasievollen Gelegenheitsmörder. Alles läuft überraschend gut, bis seine tödliche Strategie plötzlich eine dramatische Wendung nimmt …

Vier Tonys, darunter als Bestes Musical, gewann „A Gentleman’s Guide To Love And Murder“. Das makabre Musical wurde 2012 uraufgeführt und besticht durch seinen schwarzen Humor, seine liebenswert-schrulligen Figuren und seinen mitreißenden Broadway-Sound. Die turbulente Handlung rund um Monty Navarro basiert auf dem Roman „Israel Rank“ von Roy Horniman aus dem Jahre 1907 und wurde hierzulande vor allem durch die britische Kriminalfilm-Komödie „Adel verpflichtet“ (1949) mit Alec Guinness bekannt.

Musikalische Leitung und Chorensemble-Einstudierung Michael Konstantin
Regie Cusch Jung
Bühne und Kostüme Karin Fritz
Dramaturgie Susanne Germer

Premiere: Sonntag, 3. März, 16 Uhr, Plauen, Vogtlandtheater

Nächste Vorstellung: Sonntag, 24. März, 18 Uhr

Premiere in Zwickau: Samstag, 6. April, 19:30 Uhr, Gewandhaus
Weitere Vorstellungen in Zwickau: Sonntag, 21. April, 16:00 Uhr / Montag, 20. Mai, 19:30 Uhr / Mittwoch, 22. Mai, 19:30 Uhr

Kartentelefon [03741] 2813-4847/-4848
E-Mail service-plauen@theater-plauen-zwickau.de

Foto: André Leischner


Meiningen: Nun auch auf der Bühne - "Good Bye, Lenin"

Thomas Dannemann

Das Schauspiel des Staatstheaters Meiningen präsentiert als zweite Neuinszenierung der Spielzeit 2023/2024 im Großen Haus „Good Bye, Lenin!“ Für die Regie der Tragikomödie nach dem gleichnamigen Kino-Erfolg von 2003 konnte Thomas Dannemann gewonnen werden.

„Good Bye, Lenin!“ pendelt zwischen augenzwinkernder Ostalgie und glasklarer Analyse deutsch-deutscher Befindlichkeiten. Meiningen als Brückenkopf zwischen Ost und West ist wie geschaffen für eine Begegnung mit diesem berührenden, humorvollen Plot.

Vorstellungen: 09.03. | 24.03. | 31.03. | 13.04. | 03.05. | 18.05. | 11.06. | 28.06.

Regie: Thomas Dannemann I Bühnenbild: Justus Saretz I Kostüm: Cornelia Kraske | Musik: Matthias Flake | Video: Andreas Klein | Dramaturgie: Katja Stoppa

Mit: Pauline Gloger, Evelyn Fuchs, Emma Suthe, Christine Zart; Gunnar Blume, Yannick Fischer, Matthis Heinrich, Matthias Herold, Michael Jeske, Michael Schrodt, Jan Wenglarz; Kinderchor des Evangelischen Gymnasiums Meiningen

Foto: Regisseur Thomas Dannemann / Fotograf Andreas Schlager


Altenburg: Die Füchse gehen um und verbreiten Angst ...

Einfache Menschen geraten in die Mühlen eines Überwachungsstaats: „Foxfinder“
Heizhaus Altenburg Theater Foxfinder

Mit dem Theaterstück „Foxfinder“ schrieb die britische Autorin Dawn King einen im In- und Ausland vielgespielten zeitgenössischen Hit. Darin zeichnet sie das Bild eines Überwachungsstaates, verpackt in grotesk-komische Situationen im alltäglichen Landleben mit einem Schuss düsterer Unheimlichkeit. Und damit trifft das Stück mitten ins Schwarze bei den Fragen nach unserer Zukunft in Zeiten von erstarkendem Nationalismus, Klimawandel und Erosion der Demokratie. Das Drama der mehrfach preisgekrönten Autorin ist in einer Inszenierung von Louis Villinger zu erleben.

Und das geschieht:

Die Füchse gehen um und verbreiten Angst und Schrecken. Das ganze Land haben diese tückischen Todfeinde der Menschen ins Elend gestürzt. Sie ruinieren die Ernten, manipulieren das Wetter und treiben die Bevölkerung in den Wahnsinn. Nachts schleichen sie sich herum und rauben kleine Kinder aus ihren Betten. Und an der Wirtschaftskrise sind sie selbstverständlich auch Schuld. Dass seit Jahren niemand mehr einen einzigen Fuchs gesehen hat, tut dabei nichts zur Sache. Speziell ausgebildete Ermittler, sogenannte Foxfinder, untersuchen rigoros jegliche Unregelmäßigkeiten, die auf die Anwesenheit der Tiere schließen lassen könnten. Als auf der Farm von Samuel und Judith Covey die Ernte ausbleibt, quartiert sich der junge Foxfinder William Bloor bei den beiden ein, um der Sache auf den Grund zu gehen. Peinlich genau verhört William alle Beteiligten und säht dabei Misstrauen und Zwietracht im gesamten Dorf.

Vorstellungen im Heizhaus Altenburg:  SA 2. März· 19:30 Uhr / SA 9. März · 19:30 Uhr

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg), online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Jens Schmidt


Chemnitz: "Der Besucher" - amüsantes Kammerspiel von Éric-Emmanuel Schmitt

1. und 23. März, 20 Uhr, Spinnbau / Ostflügel
Schauspiel Chemnitz

Éric-Emmanuel Schmitt zählt zu den erfolgreichsten französischen Dramatikern der Gegenwart. In Chemnitz steht sein philosophisch amüsantes Kammerspiel „Der Besucher“ in einer Inszenierung von Bogdan Koca im Ostflügel des Spinnbaus auf dem Spielplan.

Sigmund Freud ist ein alter Mann, gezeichnet vom Krebs und verzweifelt über die erstarkenden Nationalsozialisten. Seine jüngste Tochter Anna drängt ihn zur Flucht, doch er will bleiben. Aber Freud will die vertraute Umgebung nicht verlassen. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Ein Nazi-Offizier durchwühlt seine Wohnung und nimmt Anna zur Befragung mit – und Freud steht eine Nacht voller Hoffen und Bangen bevor. Im Moment tiefster Verzweiflung bekommt er Besuch von einem Unbekannten. Dieser Unbekannte, behauptet allen Ernstes, Gott zu sein. Ausgerechnet im Behandlungszimmer des überzeugten Atheisten Freud! Um sich abzulenken, beginnt er den offensichtlich kranken Mann zu behandeln. Doch aus Therapie wird schnell ein philosophisches Gespräch über die Existenz Gottes und darüber, wie ein Gott so viel Leid auf der Welt zulassen kann.

Bogdan Koca lässt die Figuren in einem Freud-Museum auftreten. Zusammen mit Domenica Conte hat er einen Museumsraum entworfen mit Ausstellungsstücken: Modelle und Miniaturen, Repliken und Fragmenten. Und dazwischen, wie Geister aus der Vergangenheit, erscheinen Freud, Anna, der Gestapo-Offizier und der Unbekannte dessen Identität nicht greifbar wird.

Foto: Eva Kristina Stempel (Anna Freud), Dirk Glodde (Sigmund Freud) © Nasser Hashemi


Meiningen: Opern-Adaption frei nach Henrik Ibsens „Gespenster“

Staatstheater Meiningen Opern Adaption Gespenster

Mit der Uraufführung einer Opern-Adaption frei nach Henrik Ibsens „Gespenster“ setzt das Musiktheater des Staatstheaters Meiningen sein Programm der Spielzeit 2023/2024 fort. Das Auftragswerk unseres Hauses an den norwegischen Komponisten Torstein Aagaard-Nilsen sollte seine Premiere bereits im Mai 2020 erleben, was Pandemie-bedingt nicht möglich war, nun aber vier Spielzeiten später glückt.

Mit dieser Auftragsarbeit setzt das Staatstheater Meiningen eine bereits 140-jährige intensive Ibsen-Pflege fort. Das seinerzeit hochumstrittene Drama „Gespenster“ erlebte 1886 an unserem Haus im Beisein von Ibsen seine Deutsche Erstaufführung. In der Opernfassung verschiebt Librettistin Malin Kjelsrud das inhaltliche Gewicht auf die Figur der Helene Alving, die als junge und alte Frau auf die Bühne tritt. Das beigefügte Foto zeigt die beiden Helenen – Sara-Maria Saalmann (Sopran, links im Bild) und Marianne Schechtel (Mezzosopran). Die Regie übernimmt der frühere Intendant unseres Hauses, Ansgar Haag, sowie der vormalige GMD der Meininger Hofkapelle, Philippe Bach.

Vorstellungen: 01.03. | 23.03. | 07.04. | 27.04. | 15.05. | 13.06. – Staatstheater Meiningen, Großes Haus

Foto: Sara Maria Saalmann (links) und Marianne Schechtel als die junge und die alte Helene in „Gespenster“. (Foto Christina Iberl)


Meiningen: Mozarts "Die Hochzeit des Figaro"

Im Schloss des Grafen Almaviva freut sich der Diener Figaro auf seine Hochzeit mit der Kammerzofe Susanna. Marcellina, die in Figaro verliebt ist, möchte dies jedoch durch einen Schuldschein vereiteln. Zudem besteht der Graf auch noch auf dem Recht der ersten Nacht mit Susanna. Figaro schwört, sich an ihm zu rächen. Die vernachlässigte Gräfin schmiedet mit Susanna und Figaro ein Komplott gegen ihren Ehemann, um ihn wiederzugewinnen. Dabei spielt der pubertierende Page des Grafen, Cherubino, der sowohl Susanna als auch die Gräfin und die Gärtnerstochter Barbarina verehrt, unfreiwillig eine wichtige Rolle. Im nächtlichen Park findet das große Verwirrspiel, in dem die Herrin zur Dienerin wird und umgekehrt, die Standesschranken zu fallen scheinen und schließlich doch die richtigen Paare zueinander finden, ein Ende.

Aus dem skandalumwitterten Lustspiel von Beaumarchais schuf Lorenzo Da Ponte, ähnlich wie in "Don Giovanni" und "Così fan tutte", ein die Konventionen der Zeit weit überragendes Opernlibretto, dem eine detaillierte Charakterzeichnung der handelnden Personen gelingt. Durch die Auflagen der Wiener Zensur war Da Ponte 1784 gezwungen, den revolutionären Geist des Werkes abzuschwächen. Aber was der unerschrockene Figaro nicht mehr mit Worten sagen darf, das sagt für ihn Mozarts Musik.

DIE HOCHZEIT DES FIGARO - Opera buffa in vier Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
Dichtung von Lorenzo Da Ponte / In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung: GMD Killian Farrell / Regie: Philipp M. Krenn / Bühne, Kostüme: Walter Schütze / Chor: Roman David Rothenaicher / Dramaturgie: Claudia Forner

Sonntag, 3. März, 15 Uhr | Donnerstag, 21. März, 19:30 Uhr | Freitag, 19. April, 19:30 Uhr, Staatstheater Meiningen, Großes Haus


Leipzig: Rosenkavalier im Frühling

Vorschau auf den März

Das Ostergeschenk der Oper Leipzig ist in diesem Jahr die Premiere einer Neuproduktion von Richard Strauss‘ Opernkomödie »Der Rosenkavalier« am 30. März. Regie bei diesem Meisterwerk aus Hugo von Hofmannsthals Poetik und der Klangwelt des Komponisten führt Michael Schulz, der bereits an der Semperoper Dresden, in Salzburg, Budapest oder Peking inszeniert hat. Die musikalische Leitung seiner erklärten Lieblingsoper übernimmt Christoph Gedschold und dirigiert das Gewandhausorchester. Bei den über 20 Solopartien ist in der Rolle der Feldmarschallin das neue Ensemblemitglied der Oper Leipzig, Solen Mainguené zu erleben. Am Vorabend, dem Karfreitag, spielt das Orchester der Musikalischen Komödie unter der Leitung von Tobias Engeli ebenso walzerselig, doch abseits bekannter Operettenwerke, Kompositionen von Johann Strauß, Franz Lehár, Franz von Suppé und Eduard Künneke »In Concert!«.

Die Wiederaufnahmen im März spiegeln erneut die beeindruckende Bandbreite des Leipziger Repertoires: Anthony Pilavachis erfolgreiche Inszenierung »Rigoletto« kehrt am 15.3. auf die Bühne der Oper Leipzig zurück – in der Titelpartie der in schon in Prag und Wien gefeierte Daniel de Vicente. Sarah Traubel singt und spielt die geliebte Tochter Gilda, Piotr Buszewski den Herzog. In der Musikalischen Komödie steht ab 9.3. der Musical-Klassiker »My fair Lady« auf dem Spielplan. Der Frühlingsanfang bringt dazu drei vielversprechende Sonderformate: Am 1.3. eröffnet im Opernhaus eine Kunstausstellung der Theaterwerkstätten, am 24.3. singen Samantha Gaul und Franz Xaver Schlecht am letzten Tag der Buchmesse Werke von Udo Zimmermann bei der Vorstellung einer Monographie über dessen Leben. Ein neuer Zukunftstalk der Oper Leipzig am 27.3. fragt dieses Mal im Orchestergraben nach Motivation und Höchstleistung in Sport und Musik.


Chemnitz: Rhapsody in C

Ballett von Sabrina Sadowska zu Leben und Werk von George Gershwin (UA)

Die Tänzerinnen und Tänzer des Balletts Chemnitz laden in die wohl aufregendste Stadt zum Beginn des letzten Jahrhunderts ein: New York! Trubel in den Straßen, Hektik im Alltag, Emigranten aus aller Welt treffen aufeinander – mit ihren kulturellen Wurzeln und ihren Träumen. Die Wirtschaft floriert und die Vergnügungsindustrie wächst. Mittendrin: George Gershwin, der sich als Sohn jüdischer Einwanderer aus Russland das Leben schlug – und seine Liebe zur Musik entdeckte. Seine Kompositionen bahnten ihm den Weg nach oben – aus den einfachen New Yorker Verhältnissen zuerst an den Broadway und dann in die Glitzerwelt Hollywoods.

Den Stationen einer großen Karriere folgend, erweckt die Uraufführung des Balletts „Rhaposody in C“ von Sabrina Sadowska im Opernhaus Chemnitz die unvergessenen Gershwin-Melodien zum Leben und reflektiert die Stationen einer großen Karriere. Sabrina Sadowska erzählt eine Geschichte des „American way of life“ und würdigt auch die Wegbegleiter des Erfolgs. Bis zu seinem frühen Tod schuf George Gershwin unsterbliche Kompositionen, von denen „Rhapsody in Blue“, „Ein Amerikaner in Paris“ oder „Porgy and Bess“ nur die allerbekanntesten sind. Kraftvoll, mitreißend, elegisch und heiter, voller Energie und Lebensfreude – ist seine Musik ein Statement zwischen Jazz und Klassik, ein Meilenstein in der amerikanischen Kultur.

Samstag, 2. März, 19.30 Uhr / Freitag, 17. Mai, 19.30 Uhr


Altenburg: Unterhaltung im Walzertakt

Die wahre Fledermaus von Johann Strauß
Theater Altenburg Fledermaus

Sie ist vermutlich die beliebteste, sicherlich aber die wienerischste aller Operetten: Johann Strauß‘ unsterbliche Fledermaus. Ausufernde Partys, erotische Verwechslungen, Verschwörungen, Intrigen und eine große Portion Schadenfreude: der Höhepunkt der Klassischen Wiener Operettenära bietet doppelbödige Unterhaltung. Hier wird gewalzt, bis die Sohlen glühen und wenn die gesellschaftliche Fassade zu sehr bröckelt, kann man alles noch der Wirkung des Champagners in die Schuhe schieben.

Termine im Theaterzelt Altenburg: Sonntag, 3. März · 18:00 Uhr / Freitag, 19. April· 19:30 Uhr / Donnerstag, 9. Mai · 16:00 Uhr

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de


„Die Fledermaus“ in Meiningen

Der bekannte Schauspieler Thorsten Merten ist als "Frosch" zu erleben
Die Fledermaus Theater Meiningen

Das Musiktheater des Staatstheaters Meiningen präsentiert als dritte Neuinszenierung der Spielzeit 2023/2024 „Die Fledermaus“. Für die Regie der Operette konnten Georg Schmiedleitner gewonnen werden, die musikalische Leitung liegt bei GMD Killian Farrell.
Es erwartet Sie eine einzigartige Melange aus klingendem Walzer, feurigem Csárdás, rauschenden Bällen und prickelndem Champagner, bei welcher der bekannte Schauspieler Thorsten Merten als Slivovitz-getränkter Zellenschließer Frosch sein Meininger Rollendebüt geben wird!

Vorstellungen: 10.03. | 09.05. | 09.06. | 30.06. - Staatstheater Meiningen, Großes Haus

Das Foto zeigt Thorsten Merten / Foto: Michael Reichel


Gera: Ungleiches Paar erobert die Bühne

Ballett „Don Quijote und die schwebende Wirklichkeit“: Samstag, 2. März, 19:30 Uhr, Bühne am Park
Theater Altenburg Gera Don Quijote

Wer kennt ihn nicht, Don Quijote, den Ritter von der traurigen Gestalt, und seinen treuen Knappen Sancho Panza? Als ungleiches, sich ideal ergänzendes Paar ziehen sie durch die spanischen Lande und erleben ein kurioses Abenteuer nach dem anderen. Voller Ideale, eingesponnen in seine phantastischen Vorstellungen und für das Gute kämpfend der eine, instinktsicher, von praktischem Lebenssinn und sich an greifbare Realitäten haltend der andere. Etliche, brenzlige Situationen, die meist mit Prügel für den unrühmlichen Helden enden, schweißen sie zusammen: Don Quijotes unbeirrbarer, aussichtloser Kampf gegen die Windmühlen, in denen er feindliche Riesen sieht, die Episode in der Dorfschenke, die er in seiner Phantasie zur stolzen Burg erklärt oder die zur imaginären Dame seines Herzens auserwählte Dulcinea, der er in Wirklichkeit nie begegnet. Je länger sie ihren Weg gemeinsam gehen, desto mehr wird aus dem Diener-Herr-Verhältnis eine Freundschaft, die von Ebenbürtigkeit und Toleranz geprägt ist und an der beide wachsen und zu sich selber finden.

Mit seinem Roman Don Qujote von der Mancha hat der spanische Schriftsteller Miguel de Cervantes Saavedra vor über 400 Jahren einen Mythos begründet und erstmals in die imaginären Innenwelten eines Menschen hineingeleuchtet. Immer wieder ist dieser Stoff für das Ballett adaptiert worden. Mauro de Candia erzählt in seiner Fassung, zu ausgewählter Musik u. a. von Ludwig Minkus, wie bei Don Quijotes Suche nach Erfüllung seiner selbst Traum, Fiktion und Wirklichkeit ineinandergreifen.

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Ronny Ristok


Showdown der Königinnen

„Maria Stuart“ feiert Premiere am Theater Altenburg Gera
Theater Altenburg Gera Maria Stuart

Über 200 Jahre nach der Uraufführung von Friedrich Schillers Trauerspiel „Maria Stuart“ am Weimarer Hoftheater ist das historische Duell der Königinnen Maria Stuart und Elisabeth I. nun am Freitag, den 22. März um 19:30 Uhr im Großen Haus Gera zu erleben. Schillers Drama lässt die beiden einflussreichsten Frauengestalten des 16. Jahrhunderts nicht nur um den englischen Thron, sondern auch um die Liebe von Männern, die Zuneigung des Volkes und die moralische Oberhand kämpfen – während um sie herum ein perfides Ränkespiel am Hofe tobt.

Matinee: Sonntag, 17. März, 11:00 Uhr, Bühne am Park Gera - Eintritt frei

Premiere: Freitag, 22. März, 19:30 Uhr, Großes Haus Gera

Weitere Vorstellungen in Gera: FR 5. April, SA 20. April, jeweils 19:30 Uhr / SO 5. Mai, 14:30 Uhr / FR 17. Mai, 10:00 Uhr · Großes Haus Gera

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Ronny Ristok


Weimar: Goethes unsterblich gewordene Jugenddichtung

DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHERS auf dem Spielplan des DNT

Die Suche nach dem Ich, die Rebellion gegen gesellschaftliche Schranken und eine unerfüllte Liebe - all das bietet Goethes unsterblich gewordene Jugenddichtung, die zum Kanon deutscher Literaturgeschichte gehört.

250 Jahre ist es her, dass der Briefroman des jungen Goethe auf der Leipziger Buchmesse erschien und über Nacht zum Bestseller wurde.

Werther, ein Rechtspraktikant, landet in einer Erbschaftsangelegenheit seiner Mutter im idyllischen Dörfchen Wahlheim. Dort lernt er Lotte, die älteste Tochter des verwitweten Amtmann S. kennen, die sich um ihre acht Geschwister kümmern muss. Ihre Zugewandtheit und Fürsorglichkeit berühren ihn tief. Er, der auf der Suche nach einem Lebenssinn ist, schwankend zwischen übergroßem Lebensverdruss und überbordender Lebensfreude, entdeckt in der jungen Frau all das, was ihm zum Glücklichsein fehlt. Aber Lotte ist Albert versprochen, einem gut situierten, redlichen Geschäftsmann. Der Versuch einer schwärmerischen Menage á trois misslingt. Werther flieht, verdingt sich als Angestellter an einem Fürstenhof und verzweifelt an der Enge des bürgerlichen Daseins und der Unerfüllbarkeit seiner Liebe.

Das Aufbegehren des Ichs gegen die Schranken von Herkunft und Tradition und die unbändige Kraft der im Roman geschilderten Gefühle lösten nach der Veröffentlichung v.a. beim jungen Publikum eine wahre Lesesucht aus. Shitstorm und Heiligsprechung folgten prompt. Doch das Interesse an dieser großartigen Jugenddichtung ging zu keiner Zeit verloren. Nun wird Hausregisseurin Swaantje Kleff eine Theaterfassung des Goetheschen »Werther« auf die Bühne des DNT bringen.

Schauspiel nach dem Briefroman von Johann Wolfgang Goethe / Theaterfassung von Swaantje Lena Kleff

Vorstellungen im Deutschen Nationaltheater Weimar, Großes Haus: Sonntag, 3. März, 18.00 Uhr / Samstag, 30. März, 19.30 Uhr / Samstag, 4. Mai, 19.30 Uhr / Mittwoch, 22. Mai, 10.00 Uhr / Donnerstag, 23. Mai, 18.00 Uhr / Sonntag, 2. Juni, 18.00 Uhr

 


Plauen: Neuer Monodramenabend

Premiere: 17. März, 18 Uhr
Monodramenabend Vogtlandtheater Plauen

Im ersten Teil wird das Fragment „Traurigkeit & Melancholie oder Der aller aller einsamste George aller aller Zeiten“ von Bonn Park zu erleben sein. Im Zentrum steht George, eine einsame melancholische Riesenschildkröte, die hunderttausendmillionen Jahre alt ist. Er ist der letzte seiner Art und möchte einfach nur sterben in der Sandmulde mit Meerblick, wo er geboren wurde. Aber irgendwie geht das nicht. Alle seine Freunde um ihn herum sterben oder sind bereits tot. Außerdem hat George alles erlebt, was man so erleben kann über die Jahrhunderte. Die Kriege in Troja, in Persien, die Weltkriege und seine Erinnerungen machen keine großen Unterschiede. Seine Geliebten glichen sich an im Laufe der immer gleichen Liebeskurven. Sein Nachwuchs kam ihm abhanden. Um seiner Einsamkeit zu entkommen, erfindet George Kochrezepte angereichert mit sich selbst. So wird er zum Helden seiner Albträume und findet einen Antrieb für seine Arztbesuche. George trägt seinen kosmisch angewachsenen Sack voll fideler Depressionen weiter und weiter. Ein großes, weises, urkomisches Fragment, das um das immergleiche Dilemma der Existenz kreist. Es spielt Sophie Hess in der Regie von Friedrich Steinlein.

Im zweiten Teil wird das preisgekrönte Stück „Weißes Kaninchen, rotes Kaninchen“ des iranischen Autors Nassim Soleimanpour als sogenannte Prima-Vista-Lesung ins Programm genommen. Ein aufregendes Theaterexperiment: Keine Proben, kein Bühnenbild, keine Regie. Nur ein versiegeltes Skript auf der Bühne und bei jeder Vorstellung ein anderer Darsteller oder eine andere Darstellerin. Der Text wird auf der Bühne zum ersten Mal gelesen und die Zuschauer:innen werden auf eine Reise ins Ungewisse mitgenommen. Der Iraner Nassim Soleimanpour entwickelte eine ebenso spannende wie unterhaltsame Auseinandersetzung mit Macht, Manipulation und Gesellschaft. 2010 entstanden als Versuch, trotz Reiseverbots außer Landes zu kommen (er hatte den Militärdienst verweigert und bekam keinen Pass ausgehändigt), wurde das Stück weltweit ein Erfolg. Ausgesetzt haben sich dem Experiment bisher unter anderem Prominente wie John Hurt, Ken Loach, Whoopi Goldberg, Corinna Harfouch, Christoph Maria Herbst oder Peter Simonischek. Zur Plauener www.theater-plauen-zwickau.de Premiere liest Friedrich Steinlein, in den darauffolgenden Vorstellungen jeweils ein anderes Mitglied des Schauspielensembles. 

Premiere: 17. März, 18 Uhr, Kleine Bühne Plauen

Weitere Vorstellungen in Plauen: 14. April, 18.00 Uhr / 1. Mai, 19.30 Uhr Kleine Bühne


Gera: Über Mobbing, Freundschaft und Mut

Puppentheater Gera

In ihrem ersten Kinder- und Jugendstück „Mein ziemlich seltsamer Freund Walter“ nähert sich die deutsche Autorin Sibylle Berg auf humorvolle Weise und mit großer Leichtigkeit wichtigen Themen wie Mobbing und Freundschaft und macht Mut, selbst in schwieriger Lage kleine Schritte zu wagen. Im Zentrum steht die knapp neunjährige Lisa, deren Alltag zwischen Elternhaus und Schule alles andere als leicht ist. Doch dann trifft Lisa auf einen Außerirdischen, der zu einem Kurzurlaub auf die Erde unterwegs ist und plötzlich mit seinem Raumschiff hinter ihrem Wohnblock landet. Walter, wie Lisa den Außerirdischen nennt, wird zum Freund, der ihr hilft, die irdischen Probleme zu meistern.

Das Theaterstück für Zuschauer:innen ab neun Jahren feiert am 24. Februar um 15:00 Uhr in der Bühne am Park Gera Premiere. Es inszeniert Matthias Thieme. Die Puppen und Kostüme gestaltet Coco Ruch.

Familien-Vorstellungen: Samstag, 9. März · 15:00 Uhr / Freitag, 24. Mai · 18:00 Uhr - Gera, Bühne am Park 

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Ronny Ristok


Plauen: Meister des Skurrilen

„Jelisaweta Bam“ von Daniil Charms auf dem Spielplan
Jelisaweta Bam Kleine Bühne Plauen

Daniil Charms, ein Meister des Skurrilen, durfte aufgrund der staatlichen Restriktionen unter dem Stalinismus kaum veröffentlichen. Erst posthum konnte sein umfangreiches dramatisches Werk erschlossen werden und gerade jetzt erscheint er aktueller denn je. Sein Theaterstück „Jelisaweta Bam“ erlebt man nun auf der Kleinen Bühne in Plauen.

Es nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise in die Tiefen der menschlichen Abgründe, in der das Absurde zum Alltag und die Realität zu einer bizarren Komödie wird. Jelisaweta Bam soll verhaftet werden! Zwei Herren stehen vor ihrer Tür und drohen, diese selbst zu öffnen, wenn sie es nicht tut. Sie soll für ein Verbrechen büßen, das erst noch stattfinden wird. Die beiden Herren verschaffen sich schnell Einlass, plaudern mit Mama und Papa und lassen sich zu artistischen Kunststücken hinreißen. Man spricht in Silben oder spielt ein Instrument. Jelisaweta Bam droht der Tod, Papa fordert einen der beiden Mächtigen zum Zweikampf heraus. Eine Szenerie, die Themen wie politische Willkür und brutale Machtausübung aufgreift, verpackt in virtuoser Sprachakrobatik und mit viel Humor.

Für das Theater Plauen-Zwickau inszeniert Carlos Manuel in der Ausstattung von Annabel von Berlichingen. Die Musikalische Leitung hat Sebastian Undisz, der auch als Spieler agiert und live am Abend musiziert. Es spielen weiterhin Elisa Ender, Mariia Chechel, Friedrich Steinlein und Hanif Idris.

Nächste Vorstellungen: Fr 8. März, 19:30 Uhr / Sa 23. März, 19:30 Uhr

Foto: André Leischner


Chemnitz: Die Goldberg-Variationen

Schauspiel von George Tabori / Premiere 9. März, 19.30 Uhr im Spinnbau / Große Bühne

George Tabori wurde 1914 in Budapest geboren und floh 1935 - da jüdischer Herkunft - vor den deutschen Nationalsozialist:innen nach London, bis er schließlich 1947 in die USA übersiedelte. Seit seiner Rückkehr nach Europa Ende der 1960er Jahre schrieb George Tabori als Theaterautor und Regisseur Theatergeschichte. Ab dem 8. März ist sein Werk „Die Goldberg-Variationen“ in der Regie von Malte Kreutzfeldt im Spinnbau zu erleben.

Es ist nicht leicht, eine Welt zu erschaffen. Das muss auch der Theaterregisseur Mr. Jay feststellen, als er Szenen der Bibel inszeniert. „Es werde Licht!“ heißt „Scheinwerfer an!“ und die sieben knappen Tage bis zur Premiere geraten zu einem langen Theaterkreuzweg. Denn es geht schief, was nur schiefgehen kann: falsche Toneinsätze, unfähige Schauspieler:innen und vieles mehr. Nichts läuft im Sinne des (Theater-)Gottes Mr. Jay. Unterstützt wird er von seinem jüdischen Assistenten Goldberg, den er nicht ausstehen kann. Denn Goldbergs kluger Humor reicht aus den Tiefen der Geschichte ins Heute und trifft immer wieder ins Schwarze des Gebarens von Jay.

Der Theaterzauberer Tabori bewegt sich auf schmalem Grat zwischen Komödie und Tragödie, wenn es um Sünde oder Gnade, um Macht oder Ohnmacht geht. Malte Kreutzfeldt erarbeitet die Inszenierung vor dem Hintergrund des Israel-Hamas-Konfliktes. Wenn also berührend auf das Leiden des jüdischen Volkes in historischer Zeit und Gegenwart verwiesen wird, klingt dessen Gefährdung genauso an wie das Leiden einer Vielzahl von Palästinenser:innen.

Nächte Termine: Sonntag, 24. März, 15.00 Uhr / Samstag, 30. März, 19.30 Uhr / Freitag, 5. April, 19.30 Uhr / Freitag, 26. April, 19.30 Uhr


Wie die Schöne und der Prinz erwachsen werden

Rudolstadt: Das Ballett „Dornröschen“ für Zuschauer ab zehn Jahre
Dornröschen Theater Rudolstadt

Es bleibt auch im neuen Jahr zunächst märchenhaft am Theater Rudolstadt mit dem Ballett-Klassiker „Dornröschen“ mit der Musik von Pjotr Tschaikowski in Kooperation mit dem Theater Nordhausen.

Schon zu Lebzeiten des russischen Komponisten gehörte „Dornröschen“ zu seinen erfolgreichsten Balletten. Das ist nicht zuletzt einer sehr melodiösen und farbenreichen Musik zu verdanken, in der der Komponist sinfonische Ansprüche mit den Anforderungen des Tanzes verband. Für den Nordhäuser Ballettdirektor und Choreografen Ivan Alboresi handelt das Werk über die schlafende Schöne und den küssenden Prinzen vom Erwachsenwerden und all den Prüfungen, die jeder Mensch auf dem Weg zu einem erfüllten Leben zu bewältigen hat. Mit seiner ausdrucksstarken und modernen Choreografie schafft er starke Erzählbilder, die die Handlung des Balletts gut nachvollziehbar machen.

Ein unglücklicher Zufall bringt die Geschichte ins Rollen: Wäre die Fee Carabosse zur Taufe der kleinen Prinzessin Aurora eingeladen worden, hätte das Märchen ein schnelles Ende gefunden. Stattdessen legt die beleidigte Fee einen Fluch über das Kind: Die Prinzessin soll sich an ihrem 16. Geburtstag an einer Spindel stechen und sterben. Nur die Fliederfee kann dieses Unglück verhindern. Aurora stirbt nicht, fällt aber mitsamt dem Hofstaat in einen tiefen Schlaf, aus dem sie erst nach 100 Jahren durch den Kuss des Prinzen Désiré wieder erwacht und mit ihm Hochzeit feiert – ein Ballett mit Happy End für Zuschauerinnen und Zuschauer ab zehn Jahren.

Es tanzt das Ballett TNLOS! des Theaters Nordhausen. Das Bühnenbild schuf Wolfgang Kurima Rauschning und die Kostüme entwarf Anja Schulz-Hentrich.

Dienstag, 12. März, 15 Uhr / Freitag, 15. März, 19.30 Uhr, Theater im Stadthaus

Karten sind an den üblichen Vorverkaufsstellen des Theaters, telefonisch unter 03672/4501000 und auf der Website auf www.theater-rudolstadt.de erhältlich.

Foto: Ida Zenna


"Coppélia" neu interpretiert

Ballett von Silvana Schröder im März im Altenburger Theaterzelt
Theater Gera Ballett Coppelia

Coppélia zieht mit ihrem makellosen Äußeren die jungen Männer einer Kleinstadt in ihren Bann. Als Franz die Schöne eines Tages am Fenster des Hauses des bizarren Spielzeugmachers Coppélius erblickt, verliebt er sich auf den ersten Blick in sie. Seine Verlobte Swanilda ist von dieser Schwärmerei nicht sonderlich angetan und spioniert Franz nach. Dabei kommt sie Coppélias Geheimnis auf die Spur.

Das Faszinosum der Erschaffung künstlichen Lebens gewinnt gerade im Zeitalter der Technik immer mehr an Bedeutsamkeit: Was geschieht, wenn sich ein Mensch zu einem Schöpfer über Andere erhebt? Welche Vor- und Nachteile bringt Künstliche Intelligenz mit sich? In ihrer choreografischen Neuinterpretation von Coppélia erforscht Silvana Schröder wissenschaftliche Fantasien und menschliche Abgründe und erzählt diesen berühmten Stoff auf ihre ganz eigene Weise.

Do 14. März · 14:30 / Fr 15. März · 19:30  / So 31. März · 18:00 · Theaterzelt Altenburg

www.theater-altenburg-gera.de


Farbenreiche Operninszenierung "Don Giovanni"

Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus: Sonntag, 17. März, 14:30 Uhr
Theater Gera Don Giovanni

Don Giovanni kann es nicht lassen. Er stürzt sich von einem Liebesabenteuer ins nächste und geht sogar über Leichen, wenn es darum geht, das Objekt seiner Begierde für sich zu erlangen. Er manipuliert seine Mitmenschen und agiert getreu seinem Motto: Es lebe die Freiheit! Viel wurde geschrieben über die Titelfigur aus Mozarts zweiter Oper nach der Da-Ponte-Trilogie: Ein gefühlloser Verführer sei er, von Obsessionen getrieben. Doch steckt mehr hinter Giovanni? Regisseur Bernd Mottl geht diesen Fragen in einer rasanten und farbenreichen Operninszenierung voller Komik und Brisanz auf den Grund.

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Ronny Ristok


Altenburg: Die Gewalt der Schlagzeilen

Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann
Theater Altenburg Katharina Blum

Warum wird eine junge Frau zur Mörderin an einem Journalisten? Der deutsche Schriftsteller Heinrich Böll hat das in seiner 1974 erschienenen Erzählung „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ durchgespielt: Eine junge Frau lernt auf einer Party einen Mann kennen. Sie verbringen die Nacht miteinander. Am nächsten Morgen ist er verschwunden, dafür steht die Polizei vor ihrer Tür. Der Vorwurf: Sie habe einem gesuchten Terroristen Beihilfe geleistet. Die demütigenden Verhöre sind nur der Auftakt einer sich überschlagenden Dynamik an Vorverurteilungen, welchen sich Katharina Blum ausgesetzt sieht. Spätestens als die Boulevardpresse („Die Zeitung“) ihren Fall ausschlachtet, wird sie als eigentliche Verbrecherin inszeniert und ihr Leben ohne mediale Rücksicht auf Unschuldsvermutung oder Privatsphäre nachhaltig zerstört.

Gut 50 Jahre nachdem Heinrich Böll mit seiner Erzählung die massive Macht der Medien anprangerte, ist „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ durch Themen wie Shitstorms und Drohungen im Netz aktueller denn je. Regisseurin Johanna Hasse setzt in ihrer Inszenierung, die am 4. Februar um 18:00 Uhr im Theaterzelt Altenburg erstmals zu sehen ist, den Fokus auf den Druck, unter dem Katharina Blum steht und die psychische Gewalt, der sie als junge Frau in einem Umfeld aus rein männlichen Ermittlern, Journalisten und Verehrern ausgesetzt ist. Dabei betont sie das Recht auf Menschenwürde und unterstreicht, wie wichtig differenzierte mediale Berichterstattung fernab von plumpen Diffamierungen für den einzelnen Menschen ist.

 Sonntag, 24. März · 18:00 Uhr, Theaterzelt Altenburg

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Katharina Blum (Antonia Marie Waßmund), Beizmenne (Heiko Senst), Moeding (Thorsten Dara), Scheich (Thomas C. Zinke)


Meiningen: Kriegenburg inszeniert „Hamlet“

Andreas Kriegenburg

„Sein oder Nicht-Sein“ – es gibt wohl kaum bekanntere Worte aus dem Kosmos der Theaterliteratur als die des jungen, dänischen Prinzen Hamlet. Seit über 400 Jahren begeistert William Shakespeares Tragödie das Publikum, stellt dabei Schauspieler:innen und Regisseur:innen durch seine Fülle an Themen und Fragen auch vor so manche Hindernisse. In Meiningen nimmt sich nun Andreas Kriegenburg, einer der wichtigsten Theaterregisseure unserer Gegenwart, mit einem zehnköpfigen Ensemble der „Aufgabe“ Hamlet an.

Zum ersten Mal inszeniert der international gefeierte Regisseur Andreas Kriegenburg in Meiningen und hat sich dafür gleich das längste und zudem auch meistdiskutierte Stück des großen englischen Dichters ausgesucht: „Hamlet“. Die Geschichte um den Dänenprinzen, der vom Geist seines Vaters aufgefordert wird, den Mord an ihm zu rächen und der sich dann, um Zeit zu gewinnen, hinter einer Maske des Wahnsinns versteckt, ist zuletzt 2013 auf der Meininger Bühne zu sehen gewesen.

Für seine Neu-Inszenierung hat sich Regisseur Kriegenburg einen ganz besonderen Kniff überlegt, um dem Stück zu begegnen: Er macht die Proben einer fiktiven Theatergruppe zum Ausgangspunkt für eine konzentrierte und doch spielerisch-fantasievolle Auseinandersetzung mit dem Werk Shakespeares. Die Schauspieler:innen der Truppe befinden sich mitten in den Proben zu einer „Hamlet“-Aufführung und nähern sich durch ihr Spiel auf fast schon intime Weise den mannigfaltigen Themen des Stücks und der Figuren an – bis sie selbst vollkommen von diesen übernommen werden. Es entsteht ein Spiel im Spiel, das die Zuschauer:innen einlädt, „Hamlet“ neu zu entdecken und gemeinsam mit den Spielenden zu ergründen.

Für Kriegenburg, dem es in seinen Inszenierungen immer wieder auf wunderbar poetische Weise gelingt, eine große sprachliche Genauigkeit mit emotionsgeladenen Theaterbildern zu verbinden, ist der Text und dessen genaue Behandlung der Schlüssel zu Shakespeares‘ opus magnum. So steht auch im Zentrum seiner Probenarbeit die genaue Untersuchung des Textes. Gemeinsam mit dem Meininger Ensemble werden Sätze und Wörter nach ihrer Bedeutung, Komik, Tiefe abgeklopft und das Versmaß und der sich daraus ergebende Rhythmus herausgearbeitet. Auf der Bühne des Großen Hauses wird der Text dann in all seiner Vielschichtigkeit zum Klingen gebracht. Ein großer Theaterabend erwartet Sie!

Vorstellungen: 22.03. | 26.04., Staatstheater Meiningen, Großes Haus

Probenfoto mit Andreas Kriegenburg (Foto: Christina Iberl) 


Leipzig: Musical »Hello? Again!« startet im November

Neues Musical von Thomas Hermanns mit der Musik von Howard Carpendale / Kartenvorverkauf hat begonnen

Howard Carpendale hat es bereits angekündigt: In der Spielzeit 2024/25 kommt ein Musical mit seinen größten Hits auf die Bühne der Musikalischen Komödie Leipzig. Der klingende Titel dieses Jukebox-Musicals wird »Hello? Again!« lauten. Musical-Macher und Comedy-Star Thomas Hermanns wagt sich mit dieser Idee an einen ganz Großen im Schlager-Showbiz. Dass Howard Carpendales Songs auch mit klassischer Orchesterbegleitung harmonieren, wissen seine Fans spätestens seit den zwei Alben »Symphonie meines Lebens«, eingespielt zusammen mit dem Royal Philharmonic Orchestra. Wie gut sich seine Hits für ein Musical eignen, ist in der nächsten Spielzeit ab November 2024 in Leipzig zu erleben. Feststeht: Es wird eine temporeich-witzige Handlung durch vier Jahrzehnte. Die musikalische Leitung wird Michael Nündel übernehmen, ab 2024/25 der neue Musikdirektor der Musikalischen Komödie, der Spezialstätte der Oper Leipzig für Musicals und Operette mit eigenem Orchester, Ensemble, Chor und Ballett. Thomas Hermanns ist umfassend für Konzept und Regie verantwortlich.

Ab sofort sind Tickets für ausgewählte Termine im Vorverkauf erhältlich – ohne die Premiere (2.11.24) und besondere Abonnementvorstellungen, die erst ab dem 1. Juni in den freien Verkauf gehen werden.

oper-leipzig.de


Die Masse macht’s – Teeniekomödie in Gera

Wie entscheidend das „ Gewicht der Ameisen“ sein kann, zeigt eine rasante und humorvolle  Jugendkomödie des Theaters Altenburg Gera in der Bühne am Park Gera. Das Schauspiel für alle ab zwölf Jahren aus der Feder des kanadischen Autors David Paquet dreht sich um die lautstarke Jeanne und den schüchternen Olivier, die von ihrem Schuldirektor dazu gezwungen werden bei der bevorstehenden Schulsprecherwahl zu kandidieren. Die beiden Außenseiter stürzen sich kurzerhand gemeinsam in eine chaotische Erwachsenenwelt, in der Jugendliche laut und wütend für ihre Mitsprache kämpfen müssen.

Die Produktion verspricht eine Auseinandersetzung mit Zukunftsängsten, Ohnmachtsgefühlen und den Umgangsmöglichkeiten Jugendlicher damit – topaktuell in einer Gesellschaft wie unserer, in der seit Jahren über politische Mitsprache und Wahlrecht ab 16 diskutiert und doch keine einheitliche Regelung gefunden werden kann. Für seine Arbeiten wurde Autor Paquet in seiner Heimat Canada mehrfach mit dem höchstdotierten Literaturpreis des Landes ausgezeichnet.

Termine für Familien: SO 31. März, 18:00 Uhr / Do 18. April, 18:00 Uhr · Bühne am Park Gera

Weitere Termine für Schulen unter www.theater-altenburg-gera.de

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de


Gera: Operette „Redoute in Reuß“

Wie der Wiener Walzer nach Ostthüringen kam
Theater Gera Wiener Walzer

Das Operettenfürstentum mit dem zungenbrecherischen Namen Reuß-Greiz-Schleiz nimmt bereits in der Operette „Wiener Blut“ (1899) die deutsche Kleinstaaterei aufs Korn. Mit der eigens für Gera (ehemals Fürstentum Reuß) geschaffenen Operette „Redoute in Reuß“ widmen sich die Librettistin Sophie Jira und der Komponist Olav Kröger einer Fortsetzung der Pasticcio-Operette: Für „Redoute in Reuß“ wählten sie Motive aus den über 500 Tanz- und Marschkompositionen von Johann Strauß Sohn aus, bearbeiteten und textierten sie, um eine brandneue Operette „nach altem Rezept“ zu erschaffen – und das am Originalschauplatz Reuß-Greiz-Schleiz.

Der besondere regionale Bezug der Operetten-Uraufführung verbindet mitreißende Wiener Tanzmusik mit lokalhistorischen Kuriositäten, verwickelten Liebeleien und sehr viel Wiener Schmäh. Und das geschieht:

Mai 1814: Nach dem Ende der Napoleonischen Kriege soll Europa neugeordnet werden. Dem schrulligen Zwergfürstentum Reuß-Greiz-Schleiz droht nun das Verschwinden von der Landkarte. Man wäre auf die Protektion einer der beiden deutschen Großmächte angewiesen, doch bei wem soll man sich nun anbiedern: bei Preußen oder Österreich? Prinz Heinrich XIX. spekuliert auf einen Kongress in Wien. Da trifft es sich gut, dass er einen Vetter Metternichs zum Freund hat, den vergnügungssüchtigen Wiener Grafen Herzmansthal. Um sich bei ihm und seiner Nichte Gabriele einzuschmeicheln, veranstaltet der Prinz eigens eine festliche Redoute in der Orangerie von Schloss Osterstein. Im Trubel dieser wienerischen Ballveranstaltung, bei der traditionell auch Maskierungen erlaubt sind, gelangt der Wiener Walzer zum ersten Mal nach Ostthüringen und leistet sogar den entscheidenden Beitrag zur Rettung des Fürstentums …

Vorstellungen im Großen Haus Gera:  Montag, 1. April · 14:30 Uhr / Montag, 20. Mai · 18:00 Uhr

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Ronny Ristok


Theaterhaus Jena: Verabschiedungsparty

Ab 21. März »So long, Jena« von und mit Lizzy Timmers und Paul Wellenhof
So long Jena Theaterhaus

Der letzte Teil der Deutschkurs-Trilogie von Lizzy Timmers ist eine Verabschiedungsparty. A last part. So long, Jena. Wie lernt man sich zu verabschieden – und wie trifft man überhaupt wichtige Lebensentscheidungen, wie von einem Ort wegzugehen, der zum Zuhause geworden ist? Welche Leute bleiben in Jena und warum? Lizzy Timmers und Schauspieler Paul Wellenhof, der Jena nach langem Überlegen bereits mit einem Bein verlassen hat, beginnen eine Festrede, ein Trennungsgespräch, aus dem eine Unterhaltung über das Thema Abschied entsteht. Sie begeben sich auf Spurensuche in ihrer eigenen Biographie. Wovon haben sie sich in ihrer Vergangenheit verabschiedet? Was hat das mit ihnen gemacht? Und ist es eigentlich möglich Abschied zu üben?

Zusammen probieren sie verschiedenste Arten des Abschiednehmens aus, verabschieden sich von mehr oder weniger lieb gewonnenen Sachen und beschließen, Dinge zum ersten Mal zu tun.

Sie singen, tanzen und sterben, doch hilft das am Ende wirklich dabei Abschied zu nehmen?

Vorstellungen: 21. März (Premiere), 22., 23. März sowie 10. / 11. April, 20 Uhr
Kartenvorverkauf: Tourist-Information Jena

Foto: Joachim Dette


Plauen: Die Blues Brothers auf der Theaterbühne

Musical im Vogtlandtheater
Blues Brothers Plauen

Ein Musical voller Action und mitreißender Showeinlagen nach dem legendären Kult-Film "Blues Brothers" aus den 80ern. Sie werden niemals geschnappt...

Sie sind auf einer göttlichen Mission: Jake Blues wird aus dem Gefängnis entlassen und sein Bruder Elwood wartet schon vor dem Gefängnistor, um ihn mit einer ausgemusterten Polizeikarre, dem Bluesmobil, abzuholen. Gemeinsam fahren sie zum Waisenhaus, in dem sie von Nonnen großgezogen wurden, denn das ist in Gefahr. Die Kirche hat ihre finanzielle Unterstützung zurückgenommen und will es an das Kultusministerium verhökern. Jetzt drohen Steuerschulden, 5000 Dollar könnten die drohende Schließung abwenden. Für Jake und Elwood ganz klar: eine Sache der Ehre! Leider besteht Mutter Oberin auf dem Grundsatz: Kein schmutziges Geld! Doch wie soll man Geld ehrlich verdienen? Jake erlangt während einer emotionsgeladenen Predigt die „göttliche Erleuchtung“: Die alte Blues-Band muss wieder zusammenkommen und ein Konzert geben! Nur die Musik kann das Waisenhaus retten. Im Auftrag des Herrn machen sich Jake und Elwood auf den Weg, die Crew wieder zusammenzubringen: Ein fulminanter Road-Trip beginnt, auf dessen Weg nicht nur Freunde lauern …

Mit unvergesslichen Songs wie „Jailhouse Rock“, „Gimme Some Lovin‘“, „Stand by your man“ und „Everybody Needs Somebody to Love“ bringt die heißeste BluesBand der Welt den Saal zum Kochen. Unter der musikalischen Leitung von Sebastian Undisz und in der Regie von Dirk Löschner spielen Philipp Andriotis und Friedrich Steinlein die Titelrollen. Bühne, Kostüme und Video sind von Christopher Melching; für die Choreografie ist Marita Erxleben verantwortlich.

Vorstellungen: Sa 30. März, 19:30 Uhr / So 31. März, 19:30 Uhr / Sa 27. April, 19:30 Uhr / So 12. Mai, 18:00 Uhr / So 9. Juni, 18:00 Uhr

Kartentelefon [03741] 2813-4847/-4848

E-Mail service-plauen@theater-plauen-zwickau.de


Plauen: Berühmtestes Liebespaar tanzt

Sergej Prokofjews Ballett „Romeo und Julia“ in der Choreografie von Sergei Vanaev mit Live-Orchester im Vogtlandtheater
Romeo und Julia Vogtlandtheater Plauen

Die erbitterte Fehde zwischen den beiden einflussreichen Familien Montague und Capulet tobt seit Generationen. Und jedes Familienmitglied der beiden rivalisierenden Veroneser Dynastien teilt die Überzeugung: Todfeind bleibt Todfeind. Als sich aber bei einem Ball der Sohn des Grafen Montague und die Tochter des Hauses Capulet erstmals begegnen, scheinen die tradierten Feindbilder plötzlich ins Wanken zu geraten, denn Romeo und Julia verlieben sich unsterblich ineinander. Und beide spüren sofort: sie gehören auf ewig zusammen. Entschlossen verteidigen sie ihre leidenschaftliche Liebe gegen alle Anfeindungen und Widerstände. In Bruder Lorenzo – der sie in der Hoffnung, dass der Streit der verfeindeten Familien durch eine Hochzeit endlich beigelegt werden kann, heimlich traut – finden sie einen wohlwollenden Verbündeten. Doch der Traum, den Kampf gegen den alten Hass, gegen Gewalt und Vorurteile zu gewinnen, erweist sich als fatale Illusion. Die Geschichte des wohl berühmtesten Liebespaares der Theaterwelt inspirierte Sergej Prokofjew zu seinem 1938 entstandenen Ballett, das – geprägt von starken Emotionen und dramatischer Wucht – dem Wesen von Shakespeares Tragödie in einem Kaleidoskop heiterer und tragischer Bilder eindrucksvoll nahekommt. Nach dem großen Erfolg von „Schwanensee“ hat „Romeo und Julia“ als Sergei Vanaevs zweites großes Ballett mit Live-Orchester im Vogtlandtheater Premiere.

Es spielen die Clara-Schumann-Philharmoniker unter GMD Leo Siberski. In den Titelrollen tanzen Rita Di Bin die Julia und Davide Gentilini ihren Romeo. Bühne und Kostüme entwarf Darko Petrovic.

Fr 22. März, 19:30 Uhr / So 7. April, 16:00 Uhr / Mi 1. Mai, 18:00 Uhr

Kartentelefon [03741] 2813-4847/-4848 / E-Mail: service-plauen@theater-plauen-zwickau.de


Meiningen: Asyl im Paradies

Theater-Konzertabend über Tamara Danz in den Kammerspielen

„Hallo. Ich heiße Tamara Danz und ich bin das Frontschwein von Silly“, sagt sie im Fernsehen. – Ihre lose und ehrliche „Berliner-Schnauze“ begleitet sie durch ihr zu kurzes und erfolgreiches Leben. Nur drei Jahre nach der Gründung ihrer Band „Familie Silly“ wird sie schon „Rocklady Nr. 1 der DDR“.
Tamara Danz ließ sich von der Ablehnung der renommierten „Hannes Eisler“-Musikhochschule in Berlin wegen „mangelnden musikalischen Talentes“ und der „sozialistischen Persönlichkeit“ nicht beirren, sie machte trotzdem Karriere! Ihren damals dafür notwendigen Berufsausweis holte sie sich von der „Friedrichshainer Musikfachschule“ und von da an konnte sie nichts mehr aufhalten, die Rockbühnen der DDR zu stürmen.
Das Land wählte sie mehrmals zur „Sängerin des Jahres“, ihre Band „Silly“ zur „Band des Jahres“ und deren Langspielplatten zu „LPs des Jahres“. Schließlich ist die Band die einzige, die die „Goldene Amiga“ bekommen hat. Denn diese wurde nur einmal verliehen, und zwar im Jahr 1988. Silly waren eine der angesagtesten Musikbands der DDR und das mit einer Frau am Mikrofon!
Als der Gitarrist Thomas Fritzsching und der Bassist Mathias Schramm 1978 Tamara Danz bei einem Wodka-Cola als Sängerin akquirierten und sich eine Arbeits- und Freundschaftsbeziehung mit dem Texter Werner Karma anbahnte, war noch nicht abzusehen, was das für Auswirkungen auf die Musikszene der DDR haben würde.
Aufmüpfig, schrill, bunt, anders! Anecken und Kritik üben, um auf Missstände aufmerksam zu machen und Verbesserungen hervorzurufen. Tamara Danz schreibt sich auf die Fahne, sich nicht verbiegen zu lassen, ihrem Publikum verpflichtet zu sein und alle Themen, die „brennen“, zu benennen. „Silly“ war stolz darauf, nicht mit dem Mainstream zu schwimmen und poetisch wie inhaltlich zu überzeugen. Sie waren beliebt wegen ihrer Liedtexte und auch, weil sie sich immer wieder musikalisch neu entdeckten.
Schlussendlich holte Tamara Danz auch Ritchie Barton an die Keyboards und Uwe Hassbecker an eine zweite Gitarre. Danach war die übermächtige Welle des Erfolges nicht mehr aufzuhalten. Danz veränderte nicht nur die musikalische Einstellung der Band, sondern auch ihr Leben.
Im Arrangement des Leipziger Musikers Michael Hinze erklingen in den Kammerspielen die altbekannten Songs neu, ob mit „Verlorene Kinder“, „Paradiesvögel“, „Hurensöhnen“ „Bataillion d‘amour“, „Mont Klamott“ oder der „wilden Mathilde“. Im Satzgesang, als Western oder Rock ’n‘ Roll – die drei Schauspielerinnen und vier Musiker werden Tamara Danz‘ Leben und Wirken in Erinnerung bringen und das Publikum mächtig überraschen!

Regie: Ronny Jakubaschk; Bühne, Kostüme: Christian Rinke; Musikalische Leitung: Michael Hinze; Dramaturgie: Katja Stoppa
Mit: Miriam Haltmeier, Ulrike Knobloch, Emma Suthe
Band: Johannes Knorr, Johannes Köhler, Josef Mücksch, Florian Winkel

Vorstellungen: 7. April / 9. Mai


"Der Wildschütz" im Theater Gera

Sonntag, 14. April, 14:30 Uhr, Bühnen der Stadt, Großes Haus
Theater Gera Der Wildschütz

Dorfschulmeister Baculus wird auf frischer Tat der Wilderei in den gräflichen Gefilden überführt. Damit ist der Anfang gemacht für ein schlüpfriges Verwirrspiel der Identitäten und Geschlechterrollen. Hier scheint jeder hinter jedem her zu sein. Dabei folgt doch alles nur der Stimme der Natur...

Albert Lortzings Spieloper „Der Wildschütz oder Die Stimme der Natur“ wurde 1842 in Leipzig uraufgeführt und wartet mit großem Melodienreichtum, Witz und Tempo auf. Verwirrungen, Verführungen und eine Billardpartie im Dunkeln bringen die Menschen in Dorf wie Schloss so gehörig durcheinander. Im Theater Gera ist die Komische Oper jetzt in einer Neuinszenierung zu erleben.

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Ronny Ristok


Internationales Ballettfestival »Leipzig tanzt!«

21. bis 29. Juni 2024 / Mit Gästen aus England, Slowenien, Italien und Frankreich

Unter dem Motto und Titel »Leipzig tanzt!« lädt das Leipziger Ballett im Sommer 2024 ein, die Kunstform Ballett und Tanz in all ihren Facetten zu erleben. Als zentrales Festival der Musikstadt Leipzig findet dieses internationale Ballettfestival vom 21. bis 29. Juni 2024 statt und bestätigt, dass Leipzig auch eine Tanzstadt ist. Namen wie Mary Wigman oder Uwe Scholz begründeten den internationalen Ruf des Leipziger Balletts, dessen Ursprünge bis ins 17. Jahrhundert zurückgehen und das mit seinen Choreographien das Festivalprogramm rahmt. Das renommierte Gewandhausorchester verleiht fünf großen Ballettabenden im Opernhaus einen unverwechselbaren Leipziger Klang. Festivalkurator Rémy Fichet präsentiert in »Leipzig tanzt!« 24 eine Auswahl weltweit erfolgreicher Gäste, kombiniert mit einem interaktiven Begleitprogramm und Diskussionspanels über die Zukunft des Balletts. Am 16. Januar stellte er die Höhepunkte und Einzelheiten von »Leipzig tanzt!« in einer Pressekonferenz der Oper Leipzig vor.

Das Programm und die Festivalgäste 

Akram Khan ist mit seiner Company aus London zu Gast. Ein Markenzeichen seiner choreografischen Handschrift ist das Verschmelzen des klassischen indischen Tanzes Kathak mit zeitgenössischen Bewegungen. In Leipzig wird die Company am 26. Juni 2024 mit ihrer poetisch-politischen Kreation »Jungle Book Reimagined« zu Gast sein. Mit dem dramatischen Handlungsballett »Peer Gynt« stellt sich das Slowenische Nationalballett Maribor am 21. und 22. Juni 2024 in Leipzig vor – und hebt damit auch die Verbindung von Edvard Grieg zur Musikstadt Leipzig hervor. Choreograph Edward Clugs Biographie zieren Stationen wie das Stuttgarter Ballett, das Nederlands Dance Theatre, das Bolshoi Ballet Moscow oder das Wiener Staatsballett. In Leipzig und Zürich wurde er bereits für seine Interpretation des »Faust« gefeiert. Das Nationalballett Maribor hat er durch seine programmatische Ausrichtung sowie seine eigenen, ausdrucksstarken Inszenierungen fest in der internationalen Ballettszene verankert. Die projektbasierte Company IVONA wurde 2019 von dem italienisch-schweizerischen Tänzer Pablo Girolami gegründet. Als Zusammenschluss verschiedener Künstlerinnen und Künstler, die sich in diversen künstlerischen Sprachen, auch jenseits des Tanzes, engagieren, versteht sie sich als zeitgenössisches Zeugnis professioneller künstlerischer Forschung. In Leipzig wird die innovative Company am 22. und 23. Juni 2024 mit einem neuen Werk gastieren: »Selective Breeding«, einer leidenschaftlichen Anklage gegen egoistische genetische Manipulationstechniken.  

Der von Ballettdirektor Mario Schröder neu gestaltete Klassiker »Giselle« soll eine sphärische Verbindung von Tanz, Stimme und Körpern werden und ist die erste Zusammenarbeit des Vokalensembles »Sjaella« mit dem Leipziger Ballett und dem Gewandhausorchester. »Giselle« ist die Abschlussvorstellung des Festivals am 29. Juni 24. Bereits vorher, am 23.6.24, präsentiert sich das Leipziger Ballett mit »Peter I. Tschaikowski«. Tschaikowski prägte und gestaltete durch seine Kompositionen das klassische Ballett wie nur wenige andere Komponisten – der Mythos seiner Musik ist bis heute ungebrochen. Der katalanische Choreograph Cayetano Soto zeichnet in dieser neuen Leipziger Fassung das einnehmende Portrait eines Künstlers, der sein Leben nicht so leben konnte, wie er es wollte.

Zum Programm von »Leipzig tanzt!« trägt auch das Ballett der Musikalischen Komödie, der zweiten Spielstätte der Oper Leipzig, mit seiner phantasievoll-synästhetischen Collage »Klang.Körper.Visionen« bei. Das Ballettfestival  präsentiert außerdem eine wichtige Initiative der Freien Szene, die mixed-abled FORWARD DANCE COMPANY: In dieser ersten dauerhaft in Sachsen im »LOFFT –Das Theater« arbeitenden professionellen Tanzcompany arbeiten Tänzer:innen mit normativen und nicht-normativen Körperlichkeiten unter professionellen Bedingungen zusammen. Gleich mehrere tänzerische Höhepunkte bietet die Gala des Internationalen Ballettfestivals »Leipzig tanzt!« am 28. Juni 24: Die weltberühmten Solisten der Opéra National de Paris Mathieu Ganio und Ludmila Pagliero sind zu Gast.  Neben Highlights des Leipziger Balletts aus dem Repertoire von Uwe Scholz und Mario Schröder, ist ein Streifzug durch die Geschichte des Tanzes zu erleben, so z. B. auch Maurice Béjarts choreographisches Meisterwerk »Lieder eines fahrenden Gesellen«.  Dazu stellt sich das neue Hamburger Kammerballett vor, das aus Tänzerinnen und Tänzern aus der Ukraine besteht.

Tobias Wolff, Intendant der Oper Leipzig und damit Gastgeber des Internationalen Ballettfestivals »Leipzig tanzt!« 24: »Mit diesem Beitrag im Festivalreigen Leipzigs feiern wir Tanz und Ballett als festen und einzigartigen Teil der Musikszene der Stadt. Dafür hat das Leipziger Ballett eine mitreißende Kombination aus internationalen Gästen und Tanzstilen eingeladen. Wir freuen uns auf einen sommerlichen Tanzrausch, den wir mit den vielen Ballettfans und Tanzbegeisterten aus aller Welt feiern möchten.«

Ein Festival des Diskurses

Im umfangreichen Rahmenprogramm des einmalig stattfindenden Leipziger Ballettfestivals gibt es neben Angeboten zum Mittanzen, Einblicke hinter die Kulissen, Austauschmöglichkeiten zu jeder Vorstellung auch ein Kooperationsprojekt mit der Clubkultur und streitlustige Panels über die zukünftige Entwicklung der Tanzszene. An den Panels teilnehmen werden namhafte Gäste wie z. B. die bekannte Tanz- und Theaterwissenschaftlerin Dr. Gabriele Brandstetter. Beim Tanz in die Nacht in der Clubszene Leipzigs wird sich die internationale Tanzformation »House of  Brownies« präsentieren.

Kuratiert wird das Ballettfestival von Rémy Fichet, dem langjährigen Produktionsleiter des Leipziger Balletts und designierten Ballettdirektor, der als Tänzer an der Opéra National de Paris begann und seine Solokarriere im Leipziger Ballett bei Uwe Scholz fortsetzte. Das Rahmenprogramm wird geleitet von Anna Elisabeth Diepold, Dramaturgin der Oper Leipzig. Für die »Musikstadt:Leipzig« ist »Leipzig tanzt!« eine Kostbarkeit im jährlichen Reigen der Festtage, die an die große Musiktradition der Stadt anknüpfen. Das internationale Ballettfestival 2024 ist das zweite Festival, das von der Oper Leipzig ausgerichtet wird, und betont Tanz als festen Teil der Musik- und Theatergeschichte der Stadt. Für 2026 ist bereits ein Festival rund um den Komponisten Albert Lortzing in Planung.

Informationen zu Programm und Spielplan komplett online unter

www.oper-leipzig.de/leipzig-tanzt

Tickets sind online unter oper-leipzig.de erhältlich oder über den Besucherservice der Oper Leipzig Di – Fr 10:00 bis 18:00 Uhr, Sa 12:00 bis 18:00 Uhr, sowohl an der Kasse im Opernhaus als auch telefonisch unter +49 (0)341-12 61 261.