Theater

Theater Plauen-Zwickau: Theaterkasse geschlossen - Kartenrückgabe geht weiter

Theater Plauen Zwickau

Nach der Absage aller geplanten Vorstellungen am Theater Plauen-Zwickau bis 19.04. schließen auch die Theaterkassen für den Publikumsbetrieb. Die Kartenrücknahme findet weiterhin telefonisch, per Mail oder per Post unter Angabe der Kunden-/Auftragsnummer bis 30. April 2020 statt.

Für die Rückgabe bestehen verschiedene Optionen. Erhältlich sind Gutscheine im Wert der Karte, die drei Jahre gültig sind. Abonnenten erhalten einen Umtauschschein ohne Gebühr. Ebenfalls möglich ist eine Rückerstattung des Kartenpreises. Wer das Theater in dieser schweren Krise unterstützen möchte, hat darüber hinaus die Möglichkeit, auf eine Rückerstattung zu verzichten und den Betrag an die Fördervereine zu spenden. Diese Unterstützung wird dann wieder dem Theater zugute kommen. Die Bankverbindungen der Fördervereine Plauen und Zwickau finden Sie auf deren Webseiten unter Uwww.foerderverein-theater-zwickau.deU und Uwww.theaterfoerderverein.deU.
Die Theaterkassen sind telefonisch in Plauen unter 03741/28134847, in Zwickau unter 0375/27411 4647 oder per Mail an Uservice-plauen@theater-plauen-zwickau.deU und Uservice-zwickau@theater-plauen-zwickau.deU zu den regulären Öffnungszeiten zu erreichen. Karten, die im Internet (z. B. bei eventim.de) oder bei externen Vorverkaufsstellen erworben wurden, können leider auch nur dort storniert werden. Das Theater bittet um Verständnis, dass es aufgrund der Vielzahl von Rückgaben zu zeitlichen Verzögerungen bei der Bearbeitung kommen kann. Da sich zur Zeit viele Änderungen ergeben, rät das Theater seinen Besucher*innen, sich regelmäßig auf der Website des Hauses über die aktuelle Situation zu informieren.


Ballettabend „Impulse“ in Gera

Freitag, 26. Juni 2020, 19.30 Uhr, Theater Gera, Großes Haus
Ballettpremiere Impulse in Gera

Das Thüringer Staatsballett präsentiert „Impulse“ im Großen Haus des Theaters Gera. Das dreiteilige Programm vereint Tanzvisionen aus den Niederlanden und Großbritannien: „ZERO“ von Nanine Linning (UA: Theater und Orchester Heidelberg),  „Bolero“ von Ihsan Rustem (UA: NW Dance Company, deutsche Erstaufführung) und „SYNC“ von Nils Christe (UA: Washington Ballet).

Inspiriert von einem wissenschaftlichen Artikel über die graduale Abnahme der Schwerkraft in den nächsten Jahrhunderten thematisiert Nanine Linning in „ZERO“ die physisch nicht greifbare Mächtigkeit dieser einen Ziffer, indem sie ihre Vorstellung einer evolutionären Endzeitvision auf die Bühne bringt. Mit den Dimensionen aus Raum, Zeit und Bewegung arbeitet Nanine Linning, indem sie in ihrer Choreografie die Komponenten Untergang und Neuanfang mit der Zahl Null verbindet. Der Engländer Ihsan Rustem entwickelte auf experimentelle Art einen choreografischen Stil, den er in Bezug auf „Bolero“ als improvisatorisch und random (unkonventionell) charakterisiert: „Bolero – that’s me!“ Liebe, Verlangen und Beziehungen spielen eine zentrale Rolle in seiner etwas skurrilen und humorvollen Neuinterpretation, welche mit ungewöhnlichen Bewegungsformen spielt und das Publikum mit einem Augenzwinkern mit seiner eigenen Erwartungshaltung konfrontiert. „SYNC“ steht für syncronisation, syncopation und to be in sync. Dabei verleiht der Begriff der Synchronisierung auch der Nutzung des Bühnenraums neue Dimensionen. Der Niederländer Nils Christe erweitert das Bild eines menschlichen Körpers durch die Nutzung einer Traverse als integraler Bestandteil der Choreografie. Zur

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg), online unter www.theater-altenburg-gera.de sowie an allen eventim-Vorverkaufsstellen.

Gastspiele im Deutschen Nationaltheater Weimar: Do. 26. März, und Fr. 17. April, jeweils 19.30 Uhr

Foto: Ronny Ristok


Liebe im Schatten der Vendetta

Shakespeares „Romeo und Julia“ im Deutschen Nationaltheater Weimar
Romeo und Julia DNT Weimar Nahuel Häfliger

William Shakespeares Tragödie "Romeo und Julia" gehört zu den großen Werken der Weltliteratur, die man auf scheinbar unerschöpfliche Weise neu erzählen und entdecken kann. Am Deutschen Nationaltheater Weimar widmet sich nun Hausregisseur Jan Neumann dem weltberühmten Stoff und befragt in seiner Inszenierung die Möglichkeiten einer Liebe, die von Anfang an unter einem schlechten Stern steht. Denn die Familien des jungen Paares, die Capulets und die Montagues, sind seit jeher aufs Bitterste verfeindet und liefern sich in den Straßen Veronas blutige Kämpfe. Ein Hass, über dessen Hintergründe man nichts erfährt, der aber tief in die Stadt und die Gesellschaft hineinwirkt und die nachfolgenden Generationen qualvoll einholt. Keine gemeinsame Anstrengung, keine heimliche Trauung, kein Bitten und Flehen vermag den über Jahre entstandenen Graben und den unversöhnlichen Starrsinn zu überwinden. Und so frisst die verhängnisvolle Fehde zwischen den beiden Bürgerhäusern ihre einzigen Kinder. Binnen kürzester Zeit verliert Verona durch die Verkettung unglücklicher Umstände eine ganze Generation: Mercutio, Tybalt, Paris, Romeo und Julia. Die Hoffnung auf Frieden in dieser hasserfüllten Welt, der durch die bedingungslose Liebe zweier junger Menschen für kurze Zeit möglich schien, ist im Keim erstickt. Zurück bleiben die Väter und ein aus dem schmerzlichen Erlebnis geborenes, hilfloses Versprechen, die langgehegte Feindschaft endlich zu begraben.

Romeo und Julia sind keine Erfindung Shakespeares, sondern ihre tragische Geschichte taucht seit der Renaissance in verschiedenen literarischen Bearbeitungen auf. Doch erst die Dramatisierung des englischen Barden hat sie zu dem unsterblichen Liebespaar gemacht, das bis heute als Sinnbild für die romantische, scheinbar alles überwindende Liebe steht. In der Weimarer Neuinszenierung sind Nahuel Häfliger und Rosa Falkenhagen in den Titelrollen zu erleben. Gemeinsam mit ihren Mitspieler*innen werfen sie sich in ein schicksalhaftes Spiel voller Sinnlichkeit, Übermut und überhitzter Natur, voller großer und kleiner Kämpfe, voller Vorurteile und Hass, das mit jeder Aktion nur umso schneller auf die Katastrophe zuläuft.

In der Rolle des Romeo ist Nahuel Häfliger zu erleben. (Foto: Candy Welz)

So 31. Mai, 18 Uhr / Sa 6. Juni, 19.30 Uhr

www.nationaltheater-weimar.de


Kammeroper „In der Strafkolonie“ in der Bühne am Park in Gera

Samstag, 23. Mai, 19.30 Uhr
In der Strafkolonie, Bühne am Park, Gera

Komponist Philip Glass hat Franz Kafkas Erzählung kongenial vertont. Die Kammeroper für zwei Sänger und ein Instrumentalensemble von fünf Streichern schafft mit den für ihn charakteristischen Repetitionen und minimalistischen Klängen eine ganz eigene musikalische Atmosphäre. Das Theater Altenburg Gera bringt das Werk in einer Inszenierung von Angelika Zacek am Sonntag, dem 8. März, um 18 Uhr in der Bühne am Park Gera zur Premiere. Die Musikalische Leitung hat Kapellmeister Yury Ilinov. Bühne und Kostüme gestaltet Peter Lehmann. Die Rolle des Offiziers singt Kai Wefer und als Reisender tritt Florian Neubauer auf.

Zur Handlung: Ein Verurteilter soll getötet werden. Ausführendes Organ ist ein Offizier, der die traditionelle Hinrichtungspraxis nicht infrage stellt. Der neue Kommandeur der Strafkolonie hat angeordnet, dass ein Besucher der Exekution als Zeuge beiwohnt. Der Offizier beschreibt dem Besucher die Funktionsweise des Hinrichtungsapparats minutiös – Idee, Konstruktion und schließlich die Methode. Diese Methode ist die grausamste und inhumanste, die man sich vorstellen kann. Gleichermaßen leidenschaftlich wie sachlich erläutert der Offizier sämtliche Details. Er ist überzeugt davon, dass die Maschine den Verurteilten verwandelt; wenn er die Verwerflichkeit seines Vergehens einsieht, bereut er dieses. Während er seine Hinrichtung erwartet, kennt der Delinquent jedoch weder sein Urteil, noch die Art der Bestrafung. Der Besucher ist zunehmend entsetzt über das, was er sieht, jedoch nicht imstande, einzugreifen.

1914 geschrieben, fasziniert Franz Kafkas (1883-1924) Erzählung bis heute durch ihre enorme Deutungsvielfalt – historisch, biografisch, literarisch, juristisch, philosophisch, religiös.

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg), online unter www.theater-altenburg-gera.de sowie an allen eventim-Vorverkaufsstellen.

Foto: Ronny Ristok


Und der Haifisch, der hat Zähne

Theater Rudolstadt zeigt Kultstück „Die Dreigroschenoper“
Dreigroschenoper Theater Rudolstadt

Unsterbliche Songs, ja Welthits, und eine bewusst banale Story aus dem Milieu der Gangster und Kriminellen – so kennt man „Die Dreigroschenoper“. Am 28. März feiert der Publikumsmagnet von Bertolt Brecht und Kurt Weill in der Regie von Mario Holetzeck am Theater Rudolstadt Premiere. Brechts Stück, garniert mit Weills schmissig-schräger Musik, erzählt die Geschichte zweier sich im Londoner Stadtteil Soho gegenüberstehender Gangster: dem Verbrecher Macheath, genannt Mackie Messer, der gute Beziehungen zum Polizeichef „Tiger“ Brown unterhält, und dem Chef der Bettelmafia, Großunternehmer Jonathan Peachum. Dessen Geschäfte mit dem Elend der „Ärmsten der Armen“ laufen wie geschmiert. Als Peachum jedoch erfährt, dass seine Tochter Polly heimlich Mackie Messer geheiratet hat, trachtet er seinem Schwiegersohn nach dem Leben. Die Hinrichtung scheint beschlossene Sache, als Brown plötzlich als reitender Bote des Königs erscheint und nicht nur Mackies Begnadigung, sondern auch dessen Erhebung in den Adelsstand verkündet.

Brechts Figuren  deren Profession es ist, andere anzulügen und aus Eigennutz dem Weg zu räumen, Figuren, die Spaß am Täuschen und Betrügen haben. Und das Publikum? Es schaut und hört ihnen gerne dabei zu. Regisseur Mario Holetzeck verlegt die Handlung, in der mit Spaß gelogen, betrogen und aus der Welt geschafft wird, in eine Art Zirkus. In seiner Manege treten Figuren vors Publikum, deren dreiste Skrupellosigkeit abstößt und zugleich fasziniert. Stets changierend zwischen Künstlerklamauk und Sozialkritik, öffnet sich so die doppelbödige Welt der „Dreigroschenoper“. Holetzeck arbeitet, wie schon bei seiner eindrucksvollen Inszenierung von Kafkas „Prozess“, wieder im Team mit Gundula Martin (Bühne und Kostüm), Gundula Peuthert (Choreografie) und Anke Tornow (Video). Auf der Bühne sind in den Hauptrollen zu erleben Markus Seidensticker, Serena Gruß (als Gast), Laura Bettinger und Marcus Ostberg sowie mit Benjamin Petschke, Johannes Arpe, Annika Rioux, Marie Luise Stahl, Manuela Stüßer, Rayk Gaida, Jakob Köhn, Philipp Haase und Jochen Ganser noch weitere Schauspielerinnen und Schauspieler des Rudolstädter Ensembles.

Bevor die „Dreigroschenoper“ 1928 im Theater am Schiffbauerdamm in Berlin uraufgeführt werden konnte, rankten sich Skandale um die Produktion. Künstlerattitüden, Krankheitsfälle und Pannen brachten den Termin mehrfach ins Wanken. Noch am Premierentag wurde das Stück von Brecht und Weill um eine dreiviertel Stunde gekürzt. Selbst das Publikum reagierte zunächst verhalten, verfiel aber schließlich beim Kanonensong in regelrechte Euphorie und verhalf der „Dreigroschenoper“ zum großen Durchbruch.

17. und 26. Mai, jeweils um 15 Uhr an den üblichen Vorverkaufsstellen sowie telefonisch unter 03672/422766 erhältlich.

Foto: Anke Neugebauer


„Der Vetter aus Dingsda“ im Theater Gera

Freitag, 22. Mai, 19.30 Uhr
Der Vetter aus Dingsda Theater Gera

Sie ist Eduard Künnekes erfolgreichster musikalischer Schwank: die Operette „Der Vetter aus Dingsda“. 1921 in Berlin uraufgeführt, begeistert die Operette bis heute mit einer brisanten Handlung voller Verwicklungen, drastischer Situationskomik, flotten Tanzrhythmen sowie eingängigen Musiknummern wie „Ich bin nur ein armer Wandergesell“, „Ganz unverhofft, kommt oft das Glück“ oder „Sieben Jahre lebt ich in Batavia“.

Inszenierung: Kay Kuntze. Musikalische Leitung: Thomas Wicklein. Bühne und Kostüme entwirft Mathias Rümmler und für die Choreografie zeichnet Dr. AnnaLisa Canton verantwortlich. In den Rollen spielen und singen Anne Preuß als Julia de Weert, Maia Andrews als Hannchen, Johannes Beck als Josef Kuhbrot, Eva-Maria Wurlitzer als Wilhelmine, Florian Neubauer als Egon von Wildenhagen, Timo Rößner und Gustavo Mordente Eda als die beiden Fremden, Kai Wefer als Hans sowie Ulrich Burdack als Karl.

Die Geschichte hält Amüsantes wie auch Anrührendes bereit: Julia, die junge Erbin eines Vermögens, kann die Vormundschaft ihres Onkels und ihrer Tante nicht mehr ertragen. Jahre zuvor schwor sie ihrem Vetter Roderich ewige Treue und hegt bis heute die Hoffnung, ihn bald heiraten zu können. Doch seit sieben Jahren weilt er irgendwo in Asien, in Dingsda eben. Der geldgierige Onkel hingegen will, dass Julia seinen Neffen August heiratet. Am Tag ihrer Mündigkeit, taucht ein Fremder auf. Ist es etwa Roderich? Ein wildes Verwechslungsspiel nimmt seinen Lauf.

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg), online unter www.theater-altenburg-gera.de sowie an allen eventim-Vorverkaufsstellen.

Foto: Ronny Ristok


Die Theater Chemnitz richten 11. Sächsisches Theatertreffen aus

13. bis 17. Mai, Schauspielhaus und Opernhaus Chemnitz

Als Wolfgang Engel, damaliger Intendant des Schauspiels Leipzig, im Jahre 2000 das Sächsische Theatertreffen initiierte, war die Idee leitend, die elf ansässigen Theater zu einer Leistungsschau und kollegialem Austausch zusammenzubringen, um nicht zuletzt den künstlerischen Reichtum der sächsischen Theaterlandschaft widerzuspiegeln. Diesem Gedanken folgend blickt das Theatertreffen auf eine lange und wichtige Tradition zurück, die das Selbstverständnis der Theater, die Qualität sowie die künstlerische und ästhetische Vielfalt der Häuser entscheidend mitgeprägt hat. Mit dem diesjährigen Theatertreffen soll diese Tradition fortgesetzt werden.
Das 11. Sächsische Theatertreffen findet vom 13. bis 17. Mai 2020 in Chemnitz statt. Es wird vom Sächsischen Landesverband des Deutschen Bühnenvereins veranstaltet und von den Städtischen Theatern Chemnitz ausgerichtet. Zuvor war das Theatertreffen 2018 in Dresden und 2016 in Bautzen zu Gast.
Elf teilnehmende Theater werden sich mit ausgewählten Inszenierungen präsentieren: Schauspiel Leipzig, Landesbühnen Sachsen, Theater der Jungen Welt, Die Theater Chemnitz, Theater Plauen-Zwickau, tjg. theater junge generation, Staatsschauspiel Dresden, Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau, Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen, Mittelsächsisches Theater Freiberg/Döbeln und Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg-Buchholz.
Wie viele der teilnehmenden sächsischen Theater, so verfügen auch die Stadt Chemnitz und ihre Städtischen Theater über eine lange und gewachsene Theatertradition, die nicht nur eine theaterbegeisterte Bürgerschaft an sich bindet, sondern auch für diskursive Inszenierungen, ästhetische und gesellschaftliche Vielfalt steht. Dieser Tradition folgend verstehen sich die Theater Chemnitz als weltoffener, inspirierter und inspirierender Gastgeber. Sowohl für das Publikum als auch für die Theaterschaffenden sollen die fünf Tage Impulse bieten, Blickwinkel erweitern, Rückschlüsse auf gegenwärtige, gesellschaftlich relevante Themen zulassen und die Diversität der sächsischen Theaterlandschaft erfahr- und erlebbar machen.
Als rahmengebendes und assoziatives Thema steht beim 11. Sächsischen Theatertreffen die menschliche Stimme unter dem Motto „Stimme – Stimmen – Stimmungen“ im Blickpunkt und damit zahlreiche Möglichkeiten, mit ihr zu spielen. Nicht nur, weil sie grundlegendes Instrument und Werkzeug der täglichen Theaterarbeit ist, sondern weil Stimme alle angeht – als ein soziales, kulturelles und natürliches Phänomen.

In einem komprimierten Zeitraum treffen verschiedene Theaterkonzepte, künstlerische Ausdrucksformen und Arbeitsweisen aufeinander und liefern die Grundlage für spannende und außergewöhnliche Theatererlebnisse sowie fruchtbare Auseinandersetzungen. Bemerkenswerte Inszenierungen oder besondere Leistungen sollen durch eine dreiköpfige Jury eruiert und durch die Vergabe des Sächsischen Theaterpreises am 17. Mai 2020 gewürdigt werden.
Tickets für alle Vorstellungen des 11. Sächsischen Theatertreffens sind ab sofort erhältlich. Informationen zum Programm, den Inszenierungen und beteiligten Theatern sind unter www.saechsisches-theatertreffen.de und www.theater-chemnitz.de zu finden.


Tschaikowskis Oper „Eugen Onegin“ in Gera

Eugen Onegin Theater Gera

Die psychologisch glaubhafte musikalische Zeichnung der Figuren sowie ihre realitätsnahe Handlung kennzeichnen die Oper „Eugen Onegin“ von Peter Tschaikowski, welche 1879 in Moskau uraufgeführt wurde. Sie ist heutzutage die meistgespielte russische Oper und steht nun in deutscher Sprache auf den Spielplan am Theater Altenburg Gera. Inszenierung: Generalintendant Kay Kuntze, musikalische Leitung: GMD Laurent Wagner, Bühnenbild und Kostüme: Martin Fischer. In den Rollen spielen Carolin Masur als Larina, Anne Preuß als Tatjana, Heain Youn als Olga, Eva-Maria Wurlitzer als Filipjewna, Alejandro Lárraga Schleske als Eugen Onegin, Isaac Lee als Wladimir Lenski, Ulrich Burdack als Fürst Gremin, Kai Wefer als Hauptmann/ Saretzki sowie Florian Neubauer/ Timo Rößner als Triquet. 

Tschaikowski (1840-1893) selbst schrieb einst: „Ich suche ein intimes, aber starkes Drama, das auf Konflikten beruht, die ich selber erfahren oder gesehen habe, die mich im Innersten berühren können.“ So nahm er den gleichnamigen Versroman von Alexander Puschkin als Grundlage für die Handlung der Oper. - Die verwitwete Gutsbesitzerin Larina hat zwei Töchter von ganz unterschiedlichem Charakter: die sensible, verschlossene Tatjana und die stets heitere Olga. Letztere wird von dem schwärmerischen Gutsnachbarn Lenski heiß und innig geliebt. Eines Tages bringt Lenski Besuch mit aufs Gut – Eugen Onegin. Mit seinem lässigen Auftreten fasziniert er augenblicklich Tatjana. Noch in derselben Nacht gesteht sie ihm in einem Brief ihre Liebe. Doch Eugen Onegin möchte von Tatjana nichts wissen. Monate später treffen sich alle wieder …

Vorstellungen im Theater Gera: So. 17. Mai, 18:00 Uhr

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg), online unter www.theater-altenburg-gera.de sowie an allen eventim-Vorverkaufsstellen.

Foto: Ronny Ristok 


"Der Wildschütz“ in Altenburg

Der Wildschütz Landestheater Altenburg

Die mit Tempo, Witz und großem Melodienreichtum aufwartende Spieloper von Albert Lortzing wurde 1842 in Leipzig uraufgeführt und ist erstmals seit 1985 wieder in Altenburg zu erleben. Premiere hat die neue Inszenierung von Michael Dissmeier am Sonntag, 5. April, um 18.00 Uhr im Theaterzelt Altenburg. Die musikalische Leitung hat Kapellmeister Thomas Wicklein und Bühnenbild sowie Kostüme entwirft Henriette Hübschmann. In den Rollen sind zu erleben: Johannes Beck als Graf von Eberbach, Eva-Maria Wurlitzer als Gräfin, Isaac Lee als Baron Kronthal, Miriam Zubieta als Baronin Freimann, Juliane Bookhagen als Kammermädchen Nanette, Ulrich Burdack als Schulmeister Baculus, Maia Andrews als Gretchen und Günter Markwarth als Haushofmeister Pancratius.

Der Komponist Albert Lortzing sagte einst: „Einige meiner Opern bereiten vielen ehrlichen Seelen angenehme Stunden, damit bin ich zufrieden.“

Zur Handlung: Schulmeister Baculus und seine Braut Gretchen haben zum Verlobungsfest geladen. Da trübt plötzlich die Nachricht die Stimmung, dass der Lehrer wegen Wilderns in den Wäldern des Grafen von Eberbach mit sofortiger Wirkung entlassen wird. Baculus war in der Tat dem Rat Gretchens gefolgt und unerlaubt jagen gegangen, um das Festmahl zu bereichern. Und dabei ist er auf frischer Tat ertappt worden. Gretchen will nun selbst beim Grafen um Gnade bitten, aber der eifersüchtige Bräutigam mochte sie nicht ziehen lassen, gilt der Herr des Dorfes doch als Schürzenjäger. Als Retter in der Not erscheinen zwei Studenten, von denen sich der eine bereit erklärt, in Mädchenkleidern aufs Schloss zu gehen und dort die Rolle der Braut zu spielen. Baculus und Gretchen sind froh und belustigt zugleich über diese Lösung.

Beim Theaterfrühstück am Sonntag, 29. März, um 11.00 Uhr im Theaterzelt Altenburg gibt das Inszenierungsteam erste Einblicke in die szenische und musikalische Umsetzung. Sängerinnen und Sänger geben kleine Kostproben aus der Oper. Der Eintritt ist frei.

Im Theaterzelt Altenburg: Do. 11. Juni, 14:30 Uhr / Sa. 27. Juni, 19:30 Uhr

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg), online unter www.theater-altenburg-gera.de sowie an allen eventim-Vorverkaufsstellen.

Foto: Ronny Ristok


Liebesleid und Lebenslust

Neuinszenierung der Strauss-Oper „Ariadne auf Naxos“ im Deutschen Nationaltheater Weimar, Großes Haus
Ariadne auf Naxos Deutsches Nationaltheater Weimar

Wie wollen wir uns ausdrücken, wie leben und lieben? Diese Frage verhandelt die Oper »Ariadne auf Naxos«, die als drittes Werk aus der kongenialen Zusammenarbeit von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal hervorgegangen ist. In einem brillanten Spiel im Spiel verschiedener Künstlercharaktere lassen der Komponist und sein Librettist gekonnt Komik und Ernst, Lebenslust und Liebesfrust, Konventionen und Genres aufeinanderprallen. Ort des turbulenten Geschehens ist eine gesellige Abendveranstaltung, bei der die tragische Oper »Ariadne auf Naxos« und zur anschließenden Erheiterung die derbe Tanzposse »Die ungetreue Zerbinetta und ihre vier Liebhaber« gespielt werden sollen. So der Wunsch des neureichen Gastgebers, der kurz vor Beginn überraschend auch noch die gleichzeitige Aufführung beider Stücke bestimmt. Spontan müssen sich das Opernensemble und die Komödiantentruppe arrangieren, die tragische Handlung mit komischen Elementen verbinden, Todessehnsucht mit Lebensfreu-de kreuzen. Dabei offenbaren sich nicht nur Gegensätze, denn je näher sich die Künstler*innen kommen, desto deutlicher wird, dass sie auch Gemeinsamkeiten haben. Regisseur Martin G. Berger, der am DNT Weimar bereits mit großem Erfolg Bernsteins »Candide« auf die Bühne gebracht hat, setzt das geforderte ›Gleichzeitig Spielen‹ in die Tat um und entfaltet die Geschichte auf mehreren Ebenen. Mit Überraschungen im ganzen Haus lädt seine Inszenierung zu einer opulenten Zeitreise ins Uraufführungsjahr der Oper 1916 ein. Dabei lässt er das Publikum ebenso humorvoll wie tiefgründig in das Innenleben von Zerbinetta, Ariadne, Harlekin und Co. blicken. In Verbindung mit dem satten Strauss-Klang der Staatskapelle Weimar unter der Leitung von Dominik Beykirch präsentiert das Ensemble eine mitreißende, lebendige »Ariadne«, die ganz neue Perspektiven auf das Werk und seine Protagonisten eröffnet.

2. und 24. Mai, 7. und 18. Juni

Foto: Henry Sowinski

Karten: www.nationaltheater-weimar.de