Theater

Shakespeare open air am e-werk Weimar

Deutsches Nationaltheater Weimar Wie es euch gefällt Sommer 2021

Das Deutsche Nationaltheater und die Staatskapelle Weimar spielen noch bis 22. August Open Air auf dem Gelände des einstigen Elektrizitätswerks am Kirschberg, wo sich Industriearchitektur des frühen 20. Jahrhunderts und Naturlandschaft auf einzigartige Weise verbinden. Vor dieser reizvollen Kulisse ist eine der herrlichsten Liebes- und Verwechslungskomödien Shakespeares zu erleben: „Wie es euch gefällt“. In einem fulminanten Abend mit viel Musik entfalten Regisseur Christian Weise und sein Team die Geschichte um Herzensleid und Herzensglück mit all ihren Irrungen und Wirrungen, Rollenspielen und jähen Wendungen. Dabei dreht seine Inszenierung die Spirale der Verwandlungen noch eine Kurve weiter und tauscht komplett die Geschlechter der Figuren. Aus der herrschaftlichen Männerwelt wird eine von Männern gespielte Frauenhierarchie. Die Frauen, die in der Vorlage listig darum bemüht sein müssen, ihre Ziele durchzusetzen, sind diesmal Männer, gespielt von Frauen. Eine doppelte Spiegelung also, die in Verbindung mit Shakespeares brillantem Wortwitz und anspielungsreichen Dialogen sowie einer opulenten Ausstattung auch doppelt Vergnügen verspricht.

Wie es euch gefällt von William Shakespeare

12., 13., 14., 15., 18., 19., 20., 21. und 22. August

Karten unter www.nationaltheater-weimar.de sowie telefonisch unter 03643 - 755 334 oder per E-Mail an service@nationaltheater-weimar.de

Foto: "Wie es euch gefällt" (Foto: Candy Welz)


Erfurter Theatersommer

NIBELUNGEN - Sex and Crime
Erfurter Theatersommer Nibelungen

Der Schatz der Nibelungen ist bis heute verschollen, elf Wagenladungen voll Gold und Geschmeide. Zwei passionierte Schatzsucher stürzen sich noch einmal in die Geschichte, sie erwecken Siegfried und Hagen zum Leben und die Verwicklungen um Liebe und Betrug nehmen ihren eigenen Lauf ... Das Dreamteam Klaus Tkacz und Stefan Wey ist in dieser fulminanten Inszenierung Nibelungen - Sex & Crime mit gigantischen Verwandlungen und spannend-witzigen Szenen zu erleben. Dauer: 90 min + Pause (Foto: Anton Peschel)

Bis 28. August Mi + Fr + Sa, jeweils 20.30 Uhr (im August 20 Uhr), Erfurt, Innenhof des Angermuseums

Erfurt in Licht und Schatten - Bewegendes Schattentheater zur Stadtgeschichte: Vom "Blauen Gold" über "Luther" bis zum "0815" - Eine unterhaltsame Zeitreise, die mit beeindruckenden Schattentheaterszenen 1200 Jahre Erfurt humorvoll beleuchtet. Dabei werden nicht nur Licht- und Schattenseiten Erfurts enthüllt, sondern auch die kuriosesten Begebenheiten witzig dargebracht. Ein Abriss der Stadtgeschichte in Bildern und Geschichten, die bewegen. (Dauer: 70 min, Spielerin: Susanne Peschel)    

6. + 11. / 12. / 13. August, jeweils 19.30 Uhr, Annenkapelle in der Barfüßerruine 

Online-Karten, Informationen & alle Spieltermine unter

www.erfurter-theatersommer.de/spielplan.html

Karten gibt es zudem bei der Tourist-Info am Benediktsplatz (Tel. 0361/66 40 100), über Info-Telefon 0177/5 98 62 60 (auch für Reservierungen) sowie an der Kasse zu Veranstaltungsbeginn.


Premiere für das Tanzmusical "Footloose" in Chemnitz

16. September, 19 Uhr, Opernhaus Chemnitz
Opernhaus Chemnitz Footloose

Die Oper Chemnitz startet nach der Sommerpause mit voller Kraft den Spielbetrieb auf der großen Bühne. Der Neubeginn wird am 16. September mit der Premiere des Tanzmusicals „Footloose“ voller packender Tanzszenen und bekannter Chart-Hits gefeiert. Das Musical von Dean Pitchford, Walter Bobbie und Tom Snow ist erstmals in Chemnitz überhaupt zu erleben und wird nach der Premiere en suite gespielt – innerhalb von gut zwei Wochen sind elf weitere Vorstellungen angesetzt.

Darüber hinaus können sich die Musicalfans auf ein Wiedersehen mit einem bestens bekannten Gesicht freuen: Dirigent Tom Bitterlich wird für diese Produktion an seine frühere Wirkungsstätte zurückkehren. Der gebürtige Chemnitzer, der seit 2017 als musikalischer Leiter der Musicalsparte am Landestheater Linz engagiert ist, war davor mehr als 12 Jahre lang der Oper Chemnitz verbunden und dirigierte hier zahlreiche Musicals wie „FMA – Falco Meets Amadeus“, „Der kleine Horrorladen“, „Evita“, Elton Johns „Aida“, „Flashdance“ und viele andere.

1977 wurde mit „Saturday Night Fever” die Ära der Tanzfilme eingeläutet, die vor allem im Verlauf der 1980er Jahre eine Vielzahl an Kinokassen-Schlagern hervorbringen sollte, die inzwischen zu Klassikern geworden sind. Einer davon ist „Footloose“ aus dem Jahr 1984, in dem sich Kevin Bacon in der Hauptrolle an die Spitze der Kino-Charts spielte und tanzte. Doch auch der Soundtrack des Films mit den Titeln „Footloose“, „Holding Out For A Hero“ oder „Let’s Hear It For The Boy“ erreichten eine immense Popularität. Die Bühnenfassung aus der Feder der Filmautoren feierte am 22. Oktober 1998 im Richard Rodgers Theatre am New Yorker Broadway Premiere und ist seither ununterbrochen in Großbritannien und den USA präsent.

Die Tickets für die Premiere am 16. September und für die Folgevorstellungen (17.-19./22.-23./25.-26./30.09. und 01.-03.10.) sind ab sofort unter Tel. 0371 4000-430, online unter www.theater-chemnitz.de und an den Vorverkaufsstellen erhältlich.


Biedermann und die Brandstifter

Staatstheater Meiningen zeigt das "Lehrstück ohne Lehre" von Max Frisch ab 14. Oktober in den Kammerspielen
Staatstheater Meiningen

Gottlieb Biedermann ist ein wohlhabender Haarwasserfabrikant, der jüngst seinen Angestellten Knechtling entlassen hat, obwohl dieser ihm diesen Wohlstand durch seine Erfindung erst eingebracht hatte. Einerseits harter Geschäftsmann, möchte Biedermann jedoch gleichzeitig als „Seele von Mensch“ erscheinen. Als eines Abends ein Unbekannter an seine Haustür klopft, der sich als Schmitz, „Ringer von Beruf“, vorstellt, nimmt Biedermann ihn und seinen Kumpanen Eisenring deshalb in sein Haus auf, als Kompensation für sein begangenes Unrecht gegenüber Knechtling.

Auch wenn sie ihm mit der Lagerung von Benzinfässern auf seinem Dachboden überdeutliche Hinweise auf ihre Absichten geben, ist Biedermann unfähig, sich den Brandstiftern verbal entgegenzustellen. Alles, was er sagt, entspricht einer aus Angst und schlechtem Gewissen geheuchelten Unwahrheit und diese Lügen nutzen Eisenring und Schmitz aus, um ihm ihre Anwesenheit aufzudrängen. Biedermann macht sich auf diese Weise zum Mitläufer; am Ende wird er den Brandstiftern sogar die Streichhölzer reichen, die seinen Untergang besiegeln.

Das Stück thematisiert die Konfliktfrage, inwieweit ein Mitläufer, der Abseits steht und sich dem Verbrechen entzieht, es aber nicht aufhält, sich selbst schuldig macht. Biedermann unterliegt den Brandstiftern, weil alles, was er sagt, nicht gemeint ist. Seine Sprache dient nicht der Darstellung, sondern der Verstellung. Mit „Biedermann und die Brandstifter“ (1958) schuf Max Frisch eine absurde Parabel vom opportunistischen Wegschauen und hohlen Beschwören der Menschlichkeit.

Mit: Yannick Fischer, Carla Witte, Nora Hickler, Michael Jeske, Emil Schwarz, Matthias Herold, Franz Tröger, Renatus Scheibe, Regie: Peter Bernhardt

Das Stück, das am 2. Juli in den Kammerspielen Premiere hatte, steht ab 14. Oktober auf dem Spielplan. Kartentelefon: 03693-451 222 sowie 03693-451138 oder -139. Reservierungswünsche per E-Mail richten Sie bitte an kasse@meininger-staatstheater.de.

Spielplan und Infos unter www.meininger-staatstheater.de

Das Inszenierungsfoto zeigt Yannick Fischer (Foto: Marie Liebig)

 

 


„Wunderkasten“ in Gera und Altenburg

Theater Altenburg-Gera

Auch für das jüngere Publikum hat der September-Spielplan des Theaters Altenburg Gera etwas zu bieten: Am Samstag, 18. September um 16 Uhr findet im Puppentheater Gera die Premiere des Erzähltheaters „Wunderkasten“ statt. Eine weitere Premiere wird es am Dienstag, dem 5.Oktober, um 10 Uhr im Theaterzelt Altenburg geben.

In dem Stück ziehen zwei Geschichtenerzähler durch die Gassen und lassen die Kinder in ihren Wunderkasten blicken, der nicht nur von Schafen, Räubern und Pferden belebt ist, sondern auch von Flugzeugen und Händlern. Dort hören und sehen sie die spannenden Abenteuer des Hirtenjungen Sami, der viele Herausforderungen bestehen muss, um seine große Liebe, die schöne Leila heiraten zu dürfen. Doch im Laufe der Zeit wandelt sich diese Geschichte. Frei nach dem Kinderbuch des deutsch-syrischen Schriftstellers Rafik Schami ist der „Wunderkasten“ eine Liebeserklärung an das traditionelle Erzählen. Am Ende ist es die kindliche Fantasie, die die größten Abenteuer schafft.

Der syrisch-deutsche Schriftsteller Rafik Schami (*1946) gilt als Meister der Erzählkunst. Kennzeichnend für sein Werk sind orientalische Motive und Erzähltraditionen. In weiteren Veröffentlichungen thematisiert er auch das Leben als Migrant in Deutschland sowie seinen Einsatz für Demokratie und Menschenrechte.

Regisseurin Friederike Förster inszenierte das Stück für Kinder ab 6 Jahren. Kostüme gestaltete Maria Preschel, die Bühne und die Puppen Paul Hentze gemeinsam mit der Regisseurin. Alle drei sind Stipendiat*innen der Theater Stiftung Gera. Marcella von Jan und Tobias Weishaupt spielen und erzählen gemeinsam die abenteuerlichen Geschichten.

Weitere Termine in Gera im Puppentheater: Mo 20. September, 16:00 / Mi 22. September, 10:00 / Do 23. September, 10:00 / Sa 25. September, 16:00 / So 26. September, 11:00

Weitere Termine in Altenburg im Theaterzelt: Do 7. Oktober, 10:00 / Fr 8. Oktober, 10:00 / Sa 9. Oktober, 15:00

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Einlass und Öffnung Abendkasse ab 30 Min. vor Beginn.

Wegen der erforderlichen Erfassung von Kontaktdaten ist derzeit kein Kartenverkauf über externe Vorverkaufsstellen möglich.

Foto: Ronny Ristok