Theater

Pippi Langstrumpf in Taka-Tuka-Land

Donnerstag, 9. Februar, 16 Uhr, Bad Lobenstein, Neues Schloss
Bilderbuchtheater

In einer eigens erarbeiteten Fassung zeigt das Bilderbuchtheater ein spannendes, aber auch lustiges Abenteuer von Pippi Langstrumpf, frei nach Astrid Lindgren, der weltbekannten und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Kinderbuchautorin.
Eines Tages findet Pippi am Flussufer eine Flaschenpost von ihrem Vater, dem König der Taka-Tuka-Insel. Dieser berichtet, dass er dort von Piraten gefangen gehalten würde, die ihn zwingen wollten, das Versteck seines dort vergrabenen Schatzes zu verraten.
So fliegt Pippi mit ihrem Äffchen, „Herrn Nielson“ in einem selbst gebauten Ballon zur Insel Taka-Tuka, um ihrem Vater zu helfen. Dort treffen sie auf die etwas dümmlichen Piraten Blut-Svente und Messer-Jocke, die immer noch nach dem einst von Pippis Vater dort versteckten Schatz graben.
Zu Hause warten Pippis Freunde Tommy und Annika gespannt, ob es es Pippi gelingen wird, die Piraten zu verjagen und gemeinsam glücklich zur Villa Kunterbunt zurückzukehren.
Das Stück ist bearbeitet für Kinder ab 2 Jahre und dauert ca. 50 Minuten.

Karten nur an der Tageskasse (30 Min. vor Beginn), Eintritt: € 9,-
INFO: Tel. 0178 – 54 51 976

Foto: Christian Sperlich (Veranstalter)


Schillers "Jungfrau von Orléans" ab 11. Februar im Vogtlandtheater Plauen

Theater Plauen

Die berühmte Jungfrau von Orléans wird heute in Frankreich als Nationalheilige verehrt und Schiller nimmt sie als Ausgangspunkt für seine romantische Tragödie, die am 11. Februar um 19.30 Uhr im Plauener Vogtlandtheater Premiere hat.

Jeanne d‘Arc führte im Hundertjährigen Krieg die Franzosen gegen die Engländer und die Burgunder, verhalf den Franzosen zum Sieg und König Karl VII. zur Krönung in Reims. Dann wurde sie verraten, als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt und schließlich von der Kirche zur Heiligen erklärt. In Schillers Drama wird
Johanna zerrissen zwischen ihrer göttlichen Mission und ihren eigenen Gefühlen.Sie darf nicht lieben, schon gar nicht einen feindlichen Ritter. Sie bewegt sich in einer Männerwelt und wird von dieser benutzt. Schließlich lässt Schiller seine Johanna heroisch auf dem Schlachtfeld sterben, begraben unter einer französischen Flagge.

Doch wer könnte Johanna heute sein? Welche Persönlichkeiten politisieren eine ganze Generation oder ein Volk? Welche Parallelen ergeben sich zwischen dem im Stück thematisierten Angriffskrieg der Engländer und den Machtkonstellationen im aktuellen Ukrainekrieg? Mit diesen Fragen wird sich die Inszenierung in einer eigenen Bearbeitung auseinandersetzen und nach 125 Jahren wieder auf der Bühne in Plauen zu sehen sein. Mit "Die Jungfrau von Orléans" öffnete das Plauener Theater 1898 erstmals seine Pforten für das Publikum.

Regie führt Harald Fuhrmann, die Ausstattung macht Monika Frenz. In der Titelrolle ist Johanna Franke zu sehen.

Premiere 11. Februar, 19:30 Uhr, Vogtlandtheater
Weitere Vorstellungen 21. Februar, 19:30 Uhr | 25. Februar, 19:30 Uhr | 5. März, 16:00 Uhr | 7. April, 19:30 Uhr | 25. April, 18:00 Uhr | 6. Mai, 19:30 Uhr
Einführungen jeweils eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellungen


„Die Comedian Harmonists“ in Gera

Comedian Harmonists Gera Theater

Casting von Pop-Formationen ist keine Erfindung der „RTL-Superstars“. Das gab's auch schon 1927 bei den legendären „Comedian Harmonists“. Dort herrscht hinter den Kulissen nicht immer eitel Sonnenschein. 1997 in der Komödie am Kurfürstendamm in Berlin uraufgeführt, handelt das musikalisch-biografische Bühnenstück „Die Comedian Harmonists“ von der Geschichte des bis heute durch Titel wie „Mein kleiner grüner Kaktus“, „Veronika, der Lenz ist da“ oder „Wochenend’ und Sonnenschein“ unvergessenen Sextetts.

Und das ereignet sich: Schwer beeindruckt vom amerikanischen Vokal-Quartett The Revelers, versucht der gerade erst volljährige Schauspielschüler, Arrangeur und Idealist Harry Frommermann im Dezember 1927 sein Glück mit einer Annonce im Berliner Lokalanzeiger: „Tenor, Bass (Berufssänger, nicht über 25), sehr musikalisch, schönklingende Stimmen, für einzig dastehendes Ensemble unter Angabe der täglich verfügbaren Zeit gesucht.“ Zum Vorsingen erscheint unter anderen auch Robert Biberti, ein mindestens ebenso dickköpfiger, aber zu jedem Spaß bereiter Bass. Aus dem Chor des Großen Schauspielhauses bringt er Ari Leschnikoff und Roman Cycowski mit. Erich Collin und der Pianist Erwin Bootz komplettieren das Ensemble in seiner heute berühmtesten Besetzung.

Die Close-Harmony-Arrangements führten die sechs Männer zusammen, eine enge Freundschaft und der Erfolg schweißten sie zusammen. Nach einer intensiven Probenphase begann unter dem Namen „Comedian Harmonists“ der kometenhafte Aufstieg des Sextetts. Doch die rassistisch motivierte Kulturpolitik der Nationalsozialisten beendete die Erfolgsgeschichte: Konzertabsagen, Auftrittsverbote, bürokratische Hürden und antisemitische Schikanen bestimmten ab 1933 nicht nur den künstlerischen Alltag der Comedian Harmonists.

Samstag, 11. Februar · 19:30 / Sonntag, 26. März · 14:30

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Ronny Ristok


Leipzig: »Anatevka« in der Musikalischen Komödie

Premiere am 11. Februar

Dieses Kultmusical vom Broadway kennen alle: Mitreißende Tanzszenen und Shownummern begleiten innige Momente der Träume und Hoffnungen des Milchmanns Tevje aus dem Schtetl Anatevka. »Wenn ich einmal reich wär’ … «

Am 11. Februar feiert eine Neuinszenierung des Regisseurs Cusch Jung Premiere, unter der musikalischen Leitung von Tobias Engeli und mit dem wunderbaren Milko Milev als Tevje. Das Dorf Anatevka und die Vertreibung seiner Bewohner war immer fiktiv, auch in der ursprünglichen Geschichte von Scholem Alejchem, ist aber inzwischen in der Ukraine bittere Wirklichkeit geworden: Flüchtlinge wollten sich mit der Gründung einer neuen Bleibe, die sie utopisch Anatevka nannten, in der Nähe von Kiew in Sicherheit bringen und mussten durch den Krieg ihr neues Dorf wieder verlassen. Also aktueller und berührender denn je tanzt auf der Bühne der Musikalischen Komödie der Fiedler auf dem Dach und versucht, »eine einschmeichelnde Melodie zu spielen, ohne sich dabei das Genick zu brechen.«

Kostprobe "Der Kleine Prinz" und Wiederaufnahme »Salome«

Ins Opernhaus lockt an drei Februartagen die Wiederaufnahme von »Salome«. Richard Strauss' Musikdrama der Leidenschaft, Begierde und Rache widerstand allen prüden Aufführungsverboten seiner Zeit und wurde sein erster weltweiter Sensationserfolg. Neuartige, aufreizenden Klangvisionen fangen die erotisch aufgeladene Atmosphäre von Salomes Schleiertanz genauso eindringlich ein wie das ernste Pathos von Jochanaans Anklagen – die Musik hat bis heute nichts von ihrer gleichermaßen faszinierenden wie verstörenden Kraft verloren. Es singen Annemarie Kremer (Salome), Brenden Gunnell (Herodes) und Tuomas Pursio (Jochanaan), Christoph Gedschold dirigiert das Gewandhausorchester. Außerdem laden die Ensembles von Oper und Leipziger Ballett zu Begegnungen ein: »Quick & Dirty« ist das Opernformat der Überraschungen und unzensierten Kunst-(fertigkeiten), beim Blue Monday präsentieren sich die Tänzerinnen und Tänzer ganz persönlich im Ballettsaal, und am 22. Februar findet bereits eine Kostprobe zur Märzuraufführung "Der Kleine Prinz" statt. Das Leipziger Ballett wird – gemeinsam mit dem puerto-ricanischen Choreographen und Faust-Preisträger Bryan Arias – Saint-Exupérys bekannte Geschichte  von Freundschaft und Menschlichkeit neu interpretieren.

Tickets online unter oper-leipzig.de oder über den Besucherservice der Oper Leipzig Di – Fr 10:00 bis 18:00 Uhr, Sa 12:00 bis 18:00 Uhr, sowohl an der Kasse im Opernhaus als auch telefonisch unter + 49 (0)341-12 61 261.

www.oper-leipzig.de


Theater Chemnitz: Der große Hanussen

Die Geschichte eines Schwindlers von Stefan Heym

Im Berlin der 1930er Jahre ist der Hellseher Erik Jan Hanussen der Star des Varietés, schließlich sagt er die Zukunft seit Jahren zuverlässig voraus. Den Aufstieg Hitlers liest er in den Sternen und stolz stellt er sich in den Dienst der großen Sache. Die Hoffnung auf eine erwiderte Liebe verbindet Hanussen mit Franziska, Schauspielerin und Muse des Magiers, der er eine große Karriere ermöglichte. Doch Franziska ist die Skrupellosigkeit Hanussens zunehmend zuwider. Auf einer privaten Séance trifft sie auf Michael Rackosch, Reporter bei der Berliner Zeitung. Hanussen sagt in Trance ein vernichtendes Feuer vorher und Rackosch soll darüber berichten. Zwei Tage später brennt der Berliner Reichstag und die Dinge geraten außer Kontrolle.

Stefan Heym schrieb das Stück „The Great Hanussen“ 1941 im New Yorker Exil. 2021 in England wiederentdeckt, wird das Stück in Chemnitz zum zweiten Mal überhaupt auf der Bühne zu sehen sein. Im Jubiläumsjahr 2023 ist die Inszenierung ein Gedenken an den großen Chemnitzer Literaten und Ehrenbürger Stefan Heym (*10. April 1913 in Chemnitz). 

Do 9. Februar, 19.30 Uhr / Sa 4. März, 19.30 Uhr / So 5. März, 18.00 Uhr / Sa 25. März, 19.30 Uhr


Grusical über berühmte Monsterfamilie

The Addams Family im Vogtlandtheater Plauen
Addams Family Vogtlandtheater

Monster sind auch nur ganz normale Menschen. Den Beweis liefert die neue Musical Comedy von Andrew Lippa, Marshall Brickman und Rick Rive "The Addams Family" im Vogtlandtheater in Plauen. - Auf komische und unterhaltsame Weise erhält man Einblick in das Familienleben der Addams. Vater Gomez versucht mit einem schnell gebuchten Liebesurlaub in einem wahrhaft gruseligen Hotel, das Feuer in seiner Ehe mit Morticia am Lodern zu halten. Als Tochter Wednesday, die selbsternannte „Fürstin der Finsternis“, ihrem Vater verkündet, sie habe sich in Lucas Beineke verliebt, einen ganz „normalen“ jungen Mann, beginnen die Probleme für Gomez. Wie soll er das seiner strengen Gattin beibringen? Die Situation droht vollends zu eskalieren, als sich auch noch Lucas’ Eltern zu einem Dinner bei den Addams ankündigen. Nach allerlei Turbulenzen stellt sich heraus, dass Monster und Menschen zwar grundverschieden, aber doch sehr ähnlich sind. So steht einem Happy End für Wednesday und ihren Lucas nichts mehr im Weg.

Andrew Lippas Musical mit den liebenswert exzentrischen Charakteren aus der Kultserie erlebte ab 2010 mehr als 700 Aufführungen am New Yorker Broadway. „The Addams Family“ ist ein Grusical über eine „schrecklich nette Familie“, über Liebe und Ehrlichkeit. Unter der Musikalischen Leitung von Michael Nündel führt Manfred Ohnoutka Regie. Für die Choreografien zeichnet Sergei Vanaev, für Bühne Eva Humburg und die Kostüme Ella Späte verantwortlich. Es singen, spielen und tanzen das Musiktheater- und das Ballettensemble sowie Gäste.

12. Februar, 18:00 Uhr | 25. März, 19:30 Uhr | 7. Mai, 16:00 Uhr | 9. Mai, 19:30 Uhr, Vogtlandtheater - Einführungen jeweils eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellungen
www.theater-plauen-zwickau.de

Werbemotiv: André Leischner


Herscht 07769

Uraufführung nach dem Roman von László Krasznahorkai in Rudolstadt

Wenn Florian Herscht zum Himmel blickt, empfindet er das Universum als komplett schutzlos, und mehr noch: Für ihn ist die Welt in existentieller Gefahr. Sein Problem ist, dass niemand ihm glaubt, weder Herr Köhler, der ihn erst auf die Quantenphysik aufmerksam machte, noch Frau Ringer, die Bibliothekarin, auch Dr. Angela Merkel im Kanzleramt nicht, die sofort die UNO benachrichtigen müsste, aber seine Warnungen ignoriert, ganz zu schweigen vom Boss. Der hat nur Johann Sebastian Bach im Kopf, die Nationalhymne und das Vierte Reich. Der Boss hat Florian aus dem Heim geholt und als Gebäudereiniger angestellt. Gemeinsam fahren sie durch Thüringen, um Graffitis zu entfernen, die neuerdings an Bach-Gedenkstätten gesprüht werden. Herscht ist ein Eigenbrötler, ein riesiges Muskelpaket mit kindlicher Seele, er hilft allen, so gut er kann. Am liebsten jedoch sitzt er auf der Bank an der Saale, nur sonnabends muss er in die Turnhalle, zu den Proben der Kanaer Symphoniker, um sein Gehör zu trainieren. Ansonsten verläuft der Alltag im schönen Thüringen in gewohnten Bahnen, aber plötzlich mehren sich die Zeichen von Chaos und Angst: Erst tauchen die Wölfe unweit der Leuchtenburg auf, dann geschieht nahe der Bundesstraße 88 ein Unglück. Und Florian geht auf einmal ganz eigene Wege.

Mit „Herscht 07769“ schrieb der preisgekrönte ungarische Autor László Krasznahorkai (*1954) einen Deutschland-Roman, der zeitgenössischer nicht sein kann. Mit Witz, Sarkasmus und Kenntnisreichtum beschreibt er das Leben in einer thüringischen Kleinstadt namens Kana, die irgendwo zwischen Rudolstadt und Jena liegt und zum Brennspiegel der Welt wird.

11. Februar, 19.30 Uhr / 12. Februar, 15 Uhr


Liebe hin, Liebe her

Eine Salonorchester-Revue mit den Thüringer Symphonikern

Die Liebe ist das wundersamste Phänomen, was das Leben auf der Erde hervorgebracht hat: eine echte Schicksalsmacht, ein privates Weltereignis, eine ewige Anarchistin mit Launen und Fallstricken. Viele Mythen, Geschichten, Musiken und Lieder handeln davon – von der Liebe auf den ersten Blick bis hin zum Liebestod. Aus dem großen Fundus an Melodien, Texten und Versen über entflammte und gebrochene Herzen haben wir für Sie einen unterhaltsamen Liebescocktail gemixt. Traurige Lovestorys treffen auf komische Liebesbeweise, Polyamorie auf Eifersucht, unsterbliche Pop-Songs konkurrieren mit zärtlichen Liebesliedern. Und zwischendrin gibt’s allerhand Wissenswertes über das Thema Nummer eins.
Ein Salonrevue für Frischverliebte, heimlich Liebende und natürlich für alle Lebenskünstler, die ihre große Liebe längst gefunden haben. Und wer noch drauf wartet, ist hier auch richtig, denn vielleicht ist Ihr Theaterbesuch ja der Beginn einer neuen Zweisamkeit. Wie viele glückliche Paare sind gar nicht erst zusammengekommen, weil sich niemand getraut hat? Also, nur Mut. Von der Liebe kriegt man nie genug!

Premiere: Freitag, 17. Februar, 19.30 Uhr, Rudolstadt, Theater im Stadthaus

Weitere Termine: So 19. Februar, 18:00 Uhr / Mi 8. März, 15:00 Uhr / So, 19. März, 18:00 Uhr / Sa, 29. April, 19:30 Uhr / Mo, 29. Mai, 18:00 Uhr


Hitlers Ziege und die Hämorrhoiden des Königs

Schauspiel von Rosa von Praunheim in Gera zu sehen
Hitlers Ziege und die Hämorrhoiden des Königs

Laut einem Spielgefährten soll Adolf Hitler in seiner Kindheit von einer bissigen Ziege entmannt worden sein – eine Verstümmelung mit massiven psychohistorischen Auswirkungen für den Knaben sowie die gesamte Weltgeschichte. Bereits Voltaire schrieb, der Kammerdiener von Friedrich dem Großen habe seinem Herrn „in mehr als einer Weise zur Aufmunterung“ gedient – was die Forschung jahrzehntelang unter den Tisch fallen ließ, als täte diese Information der historischen Persönlichkeit irgendeinen Abbruch. Aus Briefwechseln ist zudem bekannt, dass der Preußenkönig wegen des vielen Reitens unter gesundheitlichen Problemen am Gesäß litt. 

Diese und andere Gerüchte um die sexuelle Orientierung, Vorlieben, Erkrankungen und etwaige Perversionen der beiden Männer, die, jeder auf seine Weise, die deutsche Geschichte nachhaltig geprägt haben, verarbeitet Autor und Filmemacher Rosa von Praunheim (*1942) in seiner zwischen Farce und Trash oszillierenden musikalischen Revue. Das Urgestein der deutschen LGBTQ+-Bewegung exerziert die Themen darin genüsslich wie derb bis tief unter die Gürtellinie durch und entzaubert quasi nebenbei Mythen und Legende neurechter Populisten. 

Das Theaterstück „Hitlers Ziege und die Hämorrhoiden des Königs“ in einer Inszenierung von Damian Popp mit den beiden Schauspielerinnen Michaela Dazian und Antonia Marie Waßmund und mit Musik von Schauspielkapellmeister Olav Kröger verspricht schrägen Humor und skurrile Szenerien pur. Bühne und Kostüme gestaltet Hanne Konrad.

SO 26. Februar · 19:30  / FR 19. Mai · 19:30 / SA 27. Mai · 19:30 - Bühne am Park Gera

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Ronny Ristok

 


Tatortreiniger „Schotty“ putzt in Rudolstadt

Theaterabend nach der Kult-Serie von Mizzi Meyer
Theater Rudolstadt Der Tatortreiniger

Rudolstadt/Saalfeld. Die Fernsehserie „Der Tatortreiniger“ ist Kult und ihr gefeierter Held niemand anderes als Schotty. Seelenruhig reinigt er die Tatorte schwerer Verbrechen und gerät dabei nur allzu oft in ziemlich schräge Situationen. Die unzähligen Tatortreiniger-Fans können sich nun auf eine neue Bühnenadaption der Comedy-Serie freuen.

Heiko Schotte, genannt Schotty, hat einen echt harten Job und Nerven wie Drahtseile, aber vor allem: Er trägt sein Herz am rechten Fleck. „Meine Arbeit fängt da an, wo sich andere vor Entsetzen übergeben“, flappst er gern über seinen Beruf. Als Gebäudereiniger – im Gepäck Schrubber, Schwämme, Seife und Chemiekeulen – betritt Schotty die Tatorte schwerer Verbrechen, wenn der Täter, die Kriminalbeamten, die Spurensicherung und das Opfer weg sind. Wer zurückbleibt, das sind die unterschiedlichsten Menschen, Hinterbliebene und Bekannte der Toten, oder Leute, die ganz zufällig vorbeikommen. Die meisten von ihnen sind durch die schockierenden Umstände aus der Bahn geworfen und wollen unbedingt ihr Herz ausschütten. Aber nicht nur über sich, sondern über alle Zumutungen des Lebens. Durch seine Aufgeschlossenheit und Neugier gerät Schotty in die Rolle eines Alltagspsychologen, Sozialarbeiters, mitunter sogar eines Freundes. Er kann, was nur noch wenige können: zuhören, trösten und aberwitzige Situationen mit Humor und Direktheit wieder einrenken. Doch manchmal platzt auch ihm der Kragen …

Der „Tatortreiniger“, 2011 erstmals im NDR ausgestrahlt, erhielt mit seinen kammerspielartigen Szenen voller Lakonie und raffiniert gebauten Dialogen mehrere Auszeichnungen. Insgesamt 31 Folgen wurden bis ins Jahr 2018 produziert. Welche das Theater Rudolstadt auswählt hat, soll bis zur Premiere ein Geheimnis bleiben.

Regie führt Markus Fennert – in Rudolstadt etwa durch seine Inszenierungen von „Danke für das Geräusch!“, „Der Vorname“ oder „Der zerbrochne Krug“ längst kein Unbekannter mehr. Als Schotty steht Michael Goralczyk auf der Bühne, der mit Beginn der Spielzeit neu ins Schauspielensemble kam. Ihm zur Seite stehen in weiteren Rollen Kathrin Horodynski, Ulrike Gronow und Rayk Gaida. Das wandelbare Bühnenbild und die Kostüme stammen von Freya Partscht.

26. Februar,  18 Uhr - Theater im Stadthaus

www.theater-rudolstadt.de

Foto: Anke Neugebauer


Wellen. Flimmern

Opernhaus Chemnitz: Dreiteiliger Ballettabend von Martin Harriague, Andonis Foniadakis und Erion Kruja

In „Wellen. Flimmern“ treffen die Tänzerinnen und Tänzer des Balletts Chemnitz auf die drei international agierenden Choreografen Martin Harriague, Andonis Foniadakis und Erion Kruja. Als vielbeachtete Protagonisten des zeitgenössischen Tanzgeschehens prägen sie mit ihren eigenwilligen und überraschenden Arbeiten dessen Entwicklung und Neuausrichtung.

Der Titel des neuen Ballettabends „Wellen. Flimmern“ assoziiert Bilder vom Meer, von mediterraner Küste, Sonne und Licht, beschreibt damit aber nicht den Inhalt der Choreografien, sondern versucht die Atmosphäre der Werke zu fassen. Bewegungen, die wie Wellen anschwellen und wieder abebben, flirrende, sirrende, energetisch geladene Abläufe, die die Tänzer:innen in immer neue Konstellationen, Begegnungen, Verstrickungen treiben: unberechenbar, wild und faszinierend wie das Meer. Bei aller Verschiedenheit ihrer choreografischen und inhaltlichen Ansätze eint die drei Choreografen in ihren Arbeiten die Auseinandersetzung mit dem Individuum in einer unruhigen Zeit, die von Veränderungen und dem Verlust von Sicherheit und Nähe geprägt ist. Während Martin Harriague sich auf die Spuren des Vergangenen, des Verdrängten und Verschütteten in unsere Innenwelten begibt, interessiert Andonis Foniadakis das Hier und Jetzt. Erion Kruja wiederum wendet sich dem Unbekannten und Zukünftigen zu.

Fr 17. Februar / Do 6. April - jeweils19 Uhr // So 16. April, 15 Uhr

 


Politthriller in Altenburg: „Stützen der Gesellschaft“

Theater Altenburg Stützen der Gesellschaft

Die reichsten Menschen einer Gesellschaft sind auch die Moralischsten. Davon zumindest ist Karsten Bernick überzeugt – wohlwissend, dass er gehörig Dreck am Stecken hat: Diebstahl, Verleumdung, eine Zweckehe, persönliche Profitmaximierung auf Kosten der Gemeinde. Mit Auftauchen der Gespenster seiner Vergangenheit – die Halbschwester seiner Gattin und der Schwager, dem er einen Teil seiner dunklen Taten angehängt hat – kommt die selbst ernannte Stütze der Gesellschaft gehörig ins Wanken; bis Bernick sogar bereit ist, über Leichen zu gehen.

Mit seinem Polit- und Beziehungsthriller „Stützen der Gesellschaft“ aus dem Jahr 1887 widmet sich Henrik Ibsen seiner Zeit voraus Themen wie Machtmissbrauch, Heuchelei und Kapitalismuskritik. In der dichten Atmosphäre eines Krimis schickt Ibsen seine Protagonisten in einen unerbittlichen Kampf um Wahrheit, Verantwortung und offene Rechnungen. Inszenierung: Alexander Flache.

SA 15. April · 19:30 · Theaterzelt Altenburg

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Ronny Ristok


„Synergien – Zehn tänzerische Reflexionen“ in Altenburg

Theater Altenburg Gera Ballett Synergien

Im Theaterzelt Altenburg präsentieren sich Mitglieder der international besetzten Compagnie des Thüringer Staatsballetts und Eleven nicht nur als Bühnenakteure, sondern auch als Nachwuchschoreografinnen und -choreografen. Das Programm, das die vielfältigen kulturellen Wurzeln und Prägungen der Tänzerinnen und Tänzer genauso thematisiert wie die einschneidenden Erfahrungen der vergangenen zweieinhalb Jahre, in der körperliche Nähe zum Risiko wurde, wird zur neuen Spielzeit um acht neue Choreografien erweitert, die nun erstmalig zu erleben sind. Für Choreografie, Bühne und Kostüme zeichnen Geovanna Peres da Costa, Yuri Hamano, Stefania Mancini, Jéssyca Rett, Fabio Boccalatte, Rina Hayashi, Danila Kapustin, Vinícius Leme, Milton César Fernandes Oliveira Jr. und Hudson Oliveira verantwortlich.

Freitag, 28. April · 19:30 / Montag, 1. Mai · 18:00 / Sonntag, 14. Mai · 18:00  - Bühne am Park Gera

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: Ronny Ristok


Berührende Musik aus der Feder von Sting

Musical „Das letzte Schiff“ im Vogtlandtheater Plauen
Musical Das letzte Schiff

Inspiriert von Stings Biografie erzählt das Musical vom Leben der Werftarbeiter im englischen Wallsend, das er selbst mit 18 Jahren verließ. Gideon Fletcher verlässt als junger Mann die englische Industriestadt. Das Bild riesiger Schiffsrümpfe und der gewalttätige Vater, der als Werftarbeiter sein Geld verdiente, prägten seine Kindheit. Gideon weiß nicht, dass er bei seiner Jugendliebe Meg Dawson ein Kind hinterlassen hat. 17 Jahre später kehrt er zurück und trifft auf seine Tochter Ellen (Stings Alter Ego), die die Stadt verlassen will, um als Musikerin in London Karriere zu machen. Gideon versucht, sich seiner Familie wieder anzunähern. Gleichzeitig will er gemeinsam gegen die drohende Schließung der Werft mit dem Gewerkschafter Billy Thompson und dem Vormann Jackie White an der Spitze kämpfen. Die Werftarbeiter beschließen, aus Protest einfach weiterzubauen. So wird Gideon der Steuermann auf dem Schiff „Utopia“ und er versöhnt sich mit Meg und Ellen. Generalintendant Dirk Löschner bringt das Musical im Schauspiel auf die Bühne und nicht im Musiktheater: „Dieses Stück braucht vor allem Charaktere und die müssen von Schauspielern dargestellt werden“, sagt er.

Zum ersten Mal wird das Stück (bis auf einen Song) komplett auf Deutsch aufgeführt. Es singen und spielen unter der Musikalischen Leitung von Sebastian Undisz und in der Ausstattung von Christopher Melching fast das gesamte Schauspielensemble, Gäste, Auszubildende der Theaterakademie Sachsen sowie Kleindarsteller. Die musikalische Begleitung übernimmt eine siebenköpfige Rockband. Die Choreografie stammt von Sven Niemeyer.

Nächste Vorstellungen: 3. März, 19:30 Uhr, 15. April, 19:30 Uhr und 29. Mai, 18:00 Uhr - Vogtlandtheater


Angelika Milster präsentiert Musical-Highlights

Die Grande Dame des Musicals mit exklusivem Konzertprogramm am 25. März in Altenburg
Angelika Milster

Seit sie in der deutschsprachigen Erstaufführung Sir Andrew Lloyd Webbers Welthit „Cats“ die Grizabella verkörperte, gilt Angelika Milster als Ikone des Musicals. Mit dem Ohrwurm „Erinnerung“ wurde sie schlagartig international bekannt. Seither ist sie in unzähligen Fernsehshows, bei Konzerten, in Talkshows, in Filmen und auf der Theaterbühne zu sehen. Ihre künstlerische Wandlungsfähigkeit beeindruckt und begeistert dabei seit über drei Jahrzehnten Publikum und Kritiker gleichermaßen.

Jetzt geht die Künstlerin am Samstag, den 25. März um 19:00 Uhr im Theaterzelt Altenburg mit ihrem neuem Konzertprogramm „Milster singt Musical“ auf eine Reise durch das von ihrem großen Publikum bevorzugte Genre und präsentiert mit ihrer unverwechselbaren Stimme und ihrem einzigartigen Esprit die größten Musical-Melodien live. Begleitet wird die Sängerin live an Piano und Keyboard von Prof. Harald Lierhammer und Thomas Rother.

Unter anderem zu hören: Hits aus „Cats“, „Mamma Mia“, „Der Kuss der Spinnenfrau“, „Tarzan“, „Ich war noch niemals in New York“, „Der König der Löwen“, „Die Schöne und das Biest“, „Sunset Boulevard“, „Evita“ u.v.m.

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de

Foto: A. Huneck


Attacke auf die Lachmuskeln

Theater Altenburg Gera zeigt „Dinner for One – Wie alles begann“
Theater Altenburg Gera Dinner for one

Lauri Wylies Sketch „Dinner for One“ oder „Der 90. Geburtstag“ wurde 1961 vom NDR für das Fernsehen aufgezeichnet. May Warden als Miss Sophie und Freddie Frinton als Butler James erfreuen das TV-Publikum seither bei den alljährlichen Ausstrahlungen zu Silvester. Volker Heymanns Komödie „Dinner for One – Wie alles begann“ wurde 2002 in Mannheim uraufgeführt und spielt virtuos mit der bekannten Vorlage: Der erste Teil zeigt den Prozess des Vorsprechens und Probens, der zweite die Aufführung der wohl bekanntesten Geburtstagsfeier. Das Schauspiel inszneniert Jörg Neumann, der sich mit seiner 47. Regiearbeit verabschiedet.

Und das ereignet sich: Ein Regisseur ist auf der Suche nach der passenden Besetzung für den Sketch „Dinner for One“, den er neu inszenieren soll. Beim kurzfristig anberaumten Vorsprechen tritt das Komiker-Duo Elvira und Klaus auf. Mangels Alternativen wird das Paar engagiert. Die Premiere scheint gefährdet. Dies liegt weniger an der Herausforderung, in die Rollen der Miss Sophie und des Butlers James zu schlüpfen, als an der mangelhaften Disziplin der beiden. Doch am Ende hebt sich tatsächlich der Vorhang …

Die Bühne gestaltet Elena Köhler nach dem Konzept und Entwurf von Udo Schneeweiß. Für die Kostüme zeichnet Luise Zarniko verantwortlich. Das Stück ist eine Zusammenarbeit der Sparten Schauspiel und Musiktheater. Es treten auf: Sabine Schramm als Elvira/ Miss Sophie, Manuel Kressin als Klaus/ Butler James und Markus Lingstedt als Regisseur Schlenk.

Termine: SO 19. MRZ · 14:30 / FR 24. Mrz · 19:30 / FR 5. MAI  · 19:30

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de.

Foto: Ronny Ristok


Meiningen: Der Graf von Monte Christo

Staatstheater Meiningen

Neben Erfolgsmusicals wie „Jekyll & Hyde“ und „Bonnie & Clyde“ adaptierte der US-amerikanische Komponist Frank Wildhorn 2009 eine weitere populäre literarische Vorlage. Alexandre Dumas’ „Der Graf von Monte Christo“ gilt als der Abenteuerroman schlechthin und vereint ein realistisches Geschichtsbild der postnapoleonischen Zeit Frankreichs mit dem schaurigen Leidensweg seines Protagonisten.

Der junge Edmond Dantès, gerade zum Kapitän befördert, wird während seiner Verlobungsfeier mit der schönen Mercédès Opfer eines perfiden Komplotts. Unschuldig eingekerkert, treiben ihn 14 Jahre Arrest an den Rand des Wahnsinns. Der ebenfalls inhaftierte Abbé Faria verrät ihm die Lage eines Schatzes auf der kleinen Mittelmeerinsel Monte Christo. Nur Dantès gelingt die Flucht, er findet die Beute und verschafft sich mit diesem Reichtum als Graf von Monte Christo Eintritt in die höchsten Pariser Kreise. Seine einstigen Widersacher sind dank ihrer Skrupellosigkeit weit aufgestiegen. Umso tiefer ihr Fall, als Dantès Rache nimmt …

Nach der Uraufführung 2009 in St. Gallen gelang es Cusch Jung, Chefregisseur der Musikalischen Komödie Leipzig, das umjubelte Musical 2015 erstmals auf einer deutschen Bühne zu präsentieren. Nun bringt er das Musical auf die Meininger Bühne.

Als Edmond Dantès wird Marc Clear zu erleben sein, der die Partie bereits in Leipzig verkörperte sowie Anna Preckeler, die als weiterer Gast das hauseigene Ensemble ergänzt. Und anders als in der literarischen Vorlage, dürfen die Liebenden am Ende zueinander finden.

Der Graf von Monte Christo - Musical in zwei Akten von Frank Wildhorn, Buch und Songtexte von Jack Murphy, Orchestrierung und Arrangements von Kim Scharnberg und Koen Schoots, Deutsch von Kevin Schroeder / Musikalische Leitung: Harish Shankar / Regie, Choreografie: Cusch Jung

8. und 15. April, 21. Mai, 4. Juni

Foto: Andreas H. Birkigt