Theater

Theateradaption eines Bestsellers

Uraufführung von „Unterleuten“ nach dem Roman von Juli Zeh am 18. November im DNT Weimar

Unterleuten – ein kleines, idyllisch gelegenes Dorf in der ostdeutschen Provinz, in dem Alteingesessene und Zugezogene friedlich nebeneinander koexistieren. Ihr Alltag funktioniert nach dem Prinzip „Leben und leben lassen!“ Als aber eine Investmentfirma einen Windpark am Ortsrand errichten will, beginnt es zu brodeln. Denn plötzlich brechen begrabene Fehden und Konflikte wieder auf, die bis in die Jahre der Zwangskollektivierung zurückreichen. Vor allem die ewig schwelende Feindschaft zwischen dem Wendegewinner Gombrowski, Vorsitzender der landwirtschaftliche GmbH Ökologica, und dem Wendeverlierer und Altkommunisten Kron, entzündet sich neu. Richten die Windräder das Dorf zugrunde, oder gelingt mit ihnen endlich der Anschluss an eine neue Zeitrechnung? Alle, auch die Großstadtflüchtlinge, die sich hier eingerichtet haben, ziehen auf das nun eröffnete Schlachtfeld. Und Unterleuten lässt seine Maske fallen. Das Naturparadies wird zur Vorhölle.

Juli Zeh gehört zu den wichtigsten AutorInnen der deutschen Gegenwartsliteratur. Ihr aktueller Bestseller-Roman „Unterleuten“ ist ein spannender Krimi und zugleich eine scharfe Analyse der fragilen sozialen Situation unserer Gegenwart. Die Autorin beschreibt darin aber nicht nur den aktuellen „Zeitgeist“, sondern schlägt den historischen Bogen, von den Anfängen der DDR über die Wende bis ins neue Jahrtausend. Dabei forscht sie nach Ursachen für die immer noch existierende geistige und materielle Spaltung des Landes in Ost und West sowie die daraus resultierende Frustration. Nach Zehs Politkomödie „Mutti“ und ihrem Psychothriller „Nullzeit“ präsentiert das DNT Weimar in der Regie von Jenke Nordalm als erstes Theater eine Bühnenadaption dieses groß angelegten Gesellschaftspanoramas.

Foto: Sebastian Kowski


Fatale Liebesgeschichte

Premiere für Purcells Barockoper „Dido und Aeneas“ am 16. November im Weimarer E-Werk

Mit Henry Purcells „Dido und Aeneas“ bringt das Deutsche Nationaltheater Weimar erneut im E-Werk ein musikdramatisches Meisterwerk des Barock auf die Bühne. Eine Premiere in doppelter Hinsicht, denn unter Leitung des 2. Kapellmeisters Dominik Beykirch wird erstmals am Haus eine Oper dieser Zeit von Musiker der Staatskapelle Weimar mit historischem Instrumentarium aufgeführt. Die Regie liegt bei Corinna von Rad, die am DNT neben mehreren Arbeiten im Schauspiel bereits auch Händels „Alcina“ inszeniert hat.

Den Stoff für die Oper lieferte die in Vergils Aeneas-Epos verewigte, fatal verlaufende Liebesgeschichte zwischen der stolzen Karthager-Königin und dem trojanischen Prinzen. Anders als in der Sage haben hier allerdings nicht antike Götter ihre Hand im Spiel, sondern finstere, heidnische Mächte personifiziert in einer bösen Zauberin samt Hexen und Geister sind am Werk, um das Glück der beiden zu zerstören. Obwohl Dido seit der ersten Begegnung in Liebe zu Aeneas entbrannt ist, gibt sie ihren Gefühlen und seinem Werben nur zögerlich nach. Umso größer ist ihr Zorn und ihre Verzweiflung, als er seine Leidenschaft der Pflicht unterordnet. Von einem Geist an seinen göttlichen Auftrag erinnert, ein neues Troja zu errichten, folgt er dessen Befehl zum sofortigen Aufbruch. Dieser Verrat an ihrer unbedingten Hingabe treibt Dido zum Äußersten. Von tiefempfundenen Arien über groteske Hexengesänge bis hin zu virtuosen Tanzmusiken reicht die atmosphärische Bandbreite, in der Purcell die Beziehung der beiden Protagonisten als innerseelisches Drama entfaltet. Am Ende steht mit Didos kühnem, leuchtendem Lamento eine der eindringlichsten musikalischen Klagen der Opernliteratur: „Remember me – but ah! forget my fate.“

www.nationaltheater-weimar.de


Statue erwacht zum Leben

Premiere für „Die schöne Galathée“ auf der Kleinen Bühne in Plauen

Die Operette am Klavier von Franz von Suppé „Die schöne Galathée“ feiert am 25. November um 19.30 Uhr auf der Kleinen Bühne des Vogtlandtheaters Premiere. In der Regie von Wolfgang Dosch und der Musikalischen Leitung von Matthias Spindler singen Johanna Brault, Nataliia Ulasevych, John Pumphrey und Marcus Sandmann. Sie werden begleitet von Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters Plauen-Zwickau. Bühnenbild und Kostüme stammen von Odilia Baldszun.

Der begnadete Bildhauer Pygmalion liebt seine Statue der Nymphe Galathée. Sie ist unverkäuflich und niemand darf sie zu Gesicht bekommen. Der Kunstmäzen Mydas hat von der Schönheit der Statue gehört und besticht Pygmalions Diener Ganymed, um sich selbst davon zu überzeugen, bevor er sie kauft. Doch Pygmalion jagt den Kunstsammler zur Tür hinaus. Daraufhin fleht er die Göttin Venus an, sie möge seiner Statue Leben einhauchen. Da wird der Wunsch auch schon erfüllt. Gleich erklärt ihr Pygmalion seine Liebe. Aber Galathée betört nicht nur Pygmalion, sondern auch Ganymed und Mydas. Pygmalion bittet wütend Venus nochmals um Hilfe, sie solle die Metamorphose rückgängig machen. Franz von Suppé schuf mit diesem Operetten-Einakter ein Kleinod des unterhaltsamen Musiktheaters. Berührende Melodien, spritzige Ensembles und eine gewitzte Handlung sind ein Garant für einen amüsanten Abend.

Foto: Theaterfotograf Peter Awtukowitsch


Theaterhaus Jena präsentiert „Wird schon werden“ von Dmitrij Gawrisch

Uraufführung: 23. November

Wir leben in einer möglichen Zukunft. Vor 91 Jahren hat DER GRÜNDER die Welt grundlegend überarbeitet und ideale Leitlinien für ein funktionierendes, harmonisches Zusammenleben aller geschaffen. Es ist der Weg zur Perfektion, der ultimativen Wahrheit. Für dieses Ziel arbeiten alle leistungsorientiert und hart und pflegen ein höfliches Miteinander. Alle achten penibel aufeinander und auf die Einhaltung des Regelwerks – denn man will – für die kommenden Generationen – das Paradies auf Erden erschaffen. Und es uns ist eine wahrhafte Freude, für DEN GRÜNDER und seine Vision eines strahlenden Morgen alles zu opfern – auch uns selbst.

Dmitrij Gawrisch schreibt von einer möglichen zukünftigen Welt, wo der Terror des Guten die Menschen fest im Griff hat und die Vorstellung von einer friedlichen, perfekten Welt plötzlich gar nicht mehr so ideal erscheint. Denn unter der neuen, glatten Oberfläche brodelt der Widerstand. Aber wie könnte unsere ideale Zukunft alternativ aussehen? Und wie weit würden wir dafür gehen? - Der Dramatiker Dmitrij Gawrisch, 1982 in Kiew geboren, ist ehemaliger Jenaer Stadtschreiber. Sein Stück „Brachland“ wurde zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens eingeladen und in der Spielzeit 2014/15 am Theaterhaus Jena uraufgeführt. Mit „Wird schon werden“ widmet sich das Theaterhaus der zweiten Uraufführung des preisgekrönten Autors.

Mit: Ella Gaiser, Sophie Hutter, Tina Keserovic, Jonas Laux, Benjamin Mährlein, Klara Pfeiffer, Regie: Moritz Schönecker, Bühne und Kostüme: Benjamin Schönecker & Veronika Bleffert, Dramaturgie: Diana Insel

Alle Spieltermine und weiteren Informationen finden Sie unter www.theaterhaus-jena.de

Foto: Michel Canonica


Altenburg: Schauspiel startet im Heizhaus mit ELLING

Im Heizhaus Altenburg ist das Schauspielensemble mit einem Stück über zwei eigenartige Menschen in die Spielzeit gestartet: Johannes Emmrich und Ioachim Zarculea spielen Elling und Kjell Bjarne, zwei junge Männer, die nachdem sie  eigentlich ihr gesamtes bisheriges Leben in der Psychiatrie verbrachten, ins „normale“ Leben integriert werden sollen und eine eigene Wohnung bekommen. Das ist nicht einfach; denn beide  haben mit allerlei Problemen und ihren persönlichen Ticks zu kämpfen. Die Hürden des Alltags beginnen bereits beim Telefonieren. Die Vorstellung, mit jemandem zu sprechen, den man nicht sieht, erscheint Elling als vollkommen unnatürlich. Kjell Bjarne hingegen ist vollends begeistert von den Möglichkeiten, die das neue Medium bietet: Nächtelang hängt er am Telefon und lauscht neugierig Sexhotlines, was eine horrende Telefonrechnung zur Folge hat. Doch nach und nach gelingt es dem ungleichen Duo immer besser, sein neues Leben selbständig zu meistern: Während Kjell Bjarne mit der hochschwangeren Nachbarin anbändelt, verfasst Elling Gedichte, die er auf Sauerkrautpackungen im Supermarkt klebt. So finden beide ihren ganz speziellen Umgang mit dem Leben „da draußen“.
Die Komödie von Axel Hellstenius basiert auf dem Roman Blutsbrüder des norwegischen Autors Ingvar Ambjørnsen (*1956). Mit Witz und voller Hoffnung erzählt Elling vom Festhalten und Loslassen und von der Suche nach einem Platz in der Gesellschaft.
Caro Thum inszeniert das Stück für Menschen ab 14 Jahren in der Ausstattung von  Anike Sedello.
In weiteren Rollen Michaela Dazian und Manuel Struffolino. Für die musikalische Einrichtung ist Olav Krögerverantwortlich. Dramaturgin ist Svea Haugwitz, Ansprechpartner für Schulen Theaterpädagoge David Schönherr.
Vorstellungen:
Landestheater Altenburg • Heizhaus:
27. Okt. 19.30 Uhr, 29. Okt. 18 Uhr, 10. Nov. 19.30 Uhr, 13. Dez. 18 Uhr
Bühne am Park Gera:
Premiere So. 14. Januar 2018 18:00 Uhr
Karten sind an der Theaterkasse erhältlich, Telefon 03447-585177, online buchen unter www.tpthueringen.de


Liebe bis in den Wahnsinn

Romantische Schaueroper „Lucia di Lammermoor“ in Meiningen

Gaetano Donizettis schaurig-schöne Belcanto-Oper „Lucia di Lammermoor“ kehrt zurück auf dem Spielplan des Meininger Staatstheaters. Mit der Wiederaufnahme präsentiert sich erstmals Sopranistin Monika Reinhard in der Titelpartie der Lucia Ashton; in der berühmten Wahnsinnsszene ist die Sängerin – wie einst vom Komponisten vorgesehen – im Duett mit dem selten zu hörenden und faszinierend-surreal klingenden Glasinstrument zu erleben, gespielt von Sascha Reckert. Die Rolle der Alisa übernimmt Mezzosopranistin Marianne Schechtel, die seit dieser Spielzeit das Ensemble verstärkt. Die musikalische Leitung obliegt dem 2. Kapellmeister Mario Hartmuth. Die Regiearbeit des Intendanten Ansgar Haag wurde vom Förderverein Meininger TheaterFreunde mit dem Preis „Beste Inszenierung des Jahres 2016“ gewürdigt.
Eine alte Fehde führte einst zum Untergang des schottischen Adelsgeschlechts Ravenswood und dem Aufstieg des Clans der Ashtons. Doch die Zeiten haben sich geändert, und nun muss Lord Enrico Ashton seine Familie durch die Verheiratung seiner Schwester Lucia mit dem einflussreichen Lord Bucklaw rehabilitieren. Lucia ist jedoch unsterblich verliebt in Edgardo, den letzten Sohn der Ravenswoods. Dennoch gelingt es Enrico, seine Schwester von der Untreue des Geliebten zu überzeugen und in die Vernunftheirat zu drängen. Doch kaum ist der Ehevertrag unterzeichnet, erscheint Edgardo, der sich verraten fühlt und Lucia beschimpft. Verzweifelt und gedemütigt geht Lucia in ihre Hochzeitsnacht …
Basierend auf einem Roman des epochemachenden Modedichters Walter Scott schuf Salvadore Cammarano einen Operntext, in dem Gaetano Donizetti das wiederfand, was ihn an dramatischen Stoffen besonders faszinierte: jene „zerstörerisch-heftige Liebe, ohne die jede Oper kalt bleiben muss“. Regisseur Ansgar Haag lässt die tragische Geschichte nach dem 1. Weltkrieg spielen, wobei die stilvolle Eleganz des einstmals reichen Ashton-Clans als Inspiration für Kostümbildnerin Renate Schmitzer dient. Der verblassende Prunk des Familienanwesens, den Christian Rinkes Bühnenbild einfängt, ist mit seiner Atmosphäre der stimmige Hintergrund – insbesondere für Lucias große Wahnsinnsszene. Bekannt ist diese als Dialog der Sängerin mit einer solistischen Querflöte. Doch ursprünglich hatte Komponist Gaetano Donizetti ein Instrument im Sinn, das auch in der Meininger Inszenierung erklingen wird: die Glasharmonika mit ihrem ätherischen, körperlos schwebenden Klang.
Samstag, 21. Oktober, 19.30 Uhr, Theater Meiningen, Großen Haus
Karten Tel. 03693/451-222 und -137 sowie www.meininger-staatstheater.de


Ein Royal undercover

Lortzings komische Oper „Zar und Zimmermann“ im Meininger Hof Saalfeld

Ein blaublütiges Staatsoberhaupt, das unter falschem Namen als einfacher Handwerker anheuert, ist unwahrscheinlich, gab es aber tatsächlich. Zar Peter I. von Russland verdingte sich einst in einer holländischen Werft, um den Schiffsbau zu erlernen. Beeindruckt von dieser Begebenheit, verfasste Albert Lortzing seine komische Oper „Zar und Zimmermann“. Am 14. Oktober feiert sie als halbszenische Aufführung im Meininger Hof Saalfeld Premiere. Zu erleben sind die Sänger des Theaters Nordhausen, begleitet von den Thüringer Symphonikern Saalfeld-Rudolstadt unter der musikalischen Leitung von Chefdirigent Oliver Weder. Auf der Vorlage basierend, entspinnt sich in der Oper eine amüsante Verwechslungs- und Liebesgeschichte: Peter, alias Zar Peter I. von Russland, arbeitet als Zimmermannsgeselle hin Holland, als Unruhen seine Heimat erschüttern. Er soll schnellstens zurückkommen. Der emsige Bürgermeister van Bett hat die Order, den Zaren aufzuspüren. Dumm nur, dass er unter zwei Männern mit Namen Peter den richtigen herausfinden muss. Er entscheidet sich für den falschen. Auch Peter Iwanow, ein Deserteur der russischen Armee, hat alle Gründe, seine wahre Identität zu verschweigen, und er liebt die Tochter des Bürgermeisters. Ohne recht zu wissen, wie ihm geschieht, spielt Iwanow die grandiose Verwechslung mit, bis der französische Gesandte den echten Zaren endlich erkennt und alles zu einem Happy End kommt. Dank ihrer schmissigen Ensemble- und Chorszenen sowie eingängiger Arien spielte sich Lortzings komische Oper seit ihrer Leipziger Uraufführung 1837 schnell in die Herzen ihrer Zuschauer. Bei dieser Aufführung obliegt die szenische Einrichtung der Operndirektorin aus Nordhausen, Anette Leistenschneider, die Kostüme stammen von Ulli Kremer. In den Hauptpartien sind zu erleben: Manos Kia (Zar Peter I.), Marian Kalus (Peter Iwanov), Thomas Kohl (Bürgermeister van Bett) und Leonor Amaral (Marie).

22. Oktober, 15 Uhr, 17. und 18. November, 19.30 Uhr

Karten an den üblichen Vorverkaufsstellen sowie telefonisch unter 03672/422766

Szenenfoto: v. li. Manos Kia (Peter der Erste), Marian Kalus (Peter Iwanov)
Foto: Tilmann Graner


Donizettis „Don Pasquale“ in Gera

Mit der Premiere von Donizettis Komischer Oper „Don Pasquale“ startet das Musiktheater am 20. Oktober 19.30 Uhr auch in Gera heiter in die Saison.
Nach der Uraufführung im Jahr 1843 am Théâtre-Italien in Paris trat Gaetano Donizettis (1797-1848) komische Oper einen Siegeszug durch die Theater der Welt an. Vor allem wegen der subtilen Charakterisierung der Figuren und der lebendig-frischen, melodienreichen Belcanto-Musik begeistert „Don Pasquale“ bis heute das Publikum. Nach den erfolgreichen Aufführungen in der vergangenen Spielzeit in Altenburg hat nun das Geraer Publikum das Vergnügen.
Mit Axel Köhler, bis Ende der Spielzeit 2015/16 Intendant der Oper Halle, konnte ein renommierter Regisseur für die Neuproduktion gewonnen werden. Seine Inszenierungen in Innsbruck, Graz, München, Halle und an der Semperoper Dresden fanden große Anerkennung. Zuvor hatte Köhler seine internationale Karriere als Altus beendet. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Laurent Wagner. Die Aufführung erfolgt in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln. Bühnenbild und Kostüme entwarf Arne Walther. Der Chor singt in der Einstudierung von Holger Krause.
In der Titelpartie ist Ulrich Burdack (Bass) zu erleben, der nach Engagements am Tiroler Landestheater Innsbruck, den Opern Kiel und Halle seit voriger Spielzeit in Ostthüringen engagiert ist. In den Partien des Doktor Malatesta und Ernesto stellen sich zwei neuengagierte Sänger vor: der junge Bariton Alejandro Lárraga Schleske aus Mexiko, der über Stationen im Zürcher Opernstudio, die Schlossfestspiele Rheinsberg und das Theater Freiburg nach Gera kam und der Tenor János Ocsovai aus Ungarn, der die Staatsoper Budapest, das Staatstheater Kassel sowie das Staatstheater Saarbrücken zu seinen Stationen zählt.
Miriam Zubieta hat in dieser Spielzeit ein Festengagement bei Theater&Philharmonie Thüringen erhalten und stellt sich in der Partie der Norina vor. Den Notar gibt Andrii Chakov aus dem Thüringer Opernstudio. Der Bariton, geboren 1986 in Kiew, studierte an der Peter Tschaikowski Akademie der Ukraine Gesang und Chordirigieren. 2013 bis 2015 war er Solist am Opernhaus in Dnepropetrovsk.
Durch eine Heirat will der unersättliche Don Pasquale die Bedingung zu einer bedeutenden Erbschaft erfüllen. Sein Neffe Ernesto soll stattdessen leer ausgehen. Als Brautwerber hat der betagte Junggeselle Dottore Malatesta auserwählt, nicht wissend, dass dieser ein guter Freund Ernestos ist. Darum heckt Malatesta eine List aus und empfiehlt ihm eine soeben erfundene Schwester namens Sofronia als Ehefrau. Hinter diesem falschen Namen verbirgt sich in Wahrheit die junge Witwe Norina, welche eigentlich Ernesto ehelichen will. Begeistert von der Intrige und in der Absicht, dem Alten einen Denkzettel zu verpassen, stimmt sie dem Schwindel zu und geht scheinbar auf die Heiratspläne ein. Als der ahnungslose Ernesto von der geplanten Vermählung des Onkels erfährt, steigert sich sein Kummer über das verlorene Erbe zum Entsetzen.
Weitere Vorstellungen: 22. Oktober, 14.30 Uhr, 11. u. 17. November, 19.30 Uhr, 27. Dezember, 19.30 Uhr und 28. Januar, 14.30 Uhr.

Foto: Sabina Sabovic


Eine Nacht zu 500 Jahren Reformation

Montag, 30. Oktober ab 17 Uhr im Deutschen Nationaltheater Weimar

Es war der 31. Oktober 1517, der sich in die Geschichtsbücher eingeschrieben hat als Beginn der Reformation: ein Veränderungsprozess, der ganz Europa erfasste und in dessen Ergebnis neue politische, soziale und ökonomische Strukturen entstanden sind, die unser Leben bis heute prägen. 500 Jahre später scheinen wir, die BürgerInnen unseres Landes, scheint Europa, die Welt wieder einmal an einem Kreuzweg zu stehen. Und die Richtungsentscheidung, die wir fällen müssen, wird Konsequenzen für die Zukunft haben.
Am Spätnachmittag des 30. Oktober öffnet das DNT Weimar in Kooperation mit dem Kirchenkreis Weimar, der Stadt Weimar und der Thüringer Staatskanzlei seine Türen für eine Nacht zu 500 Jahren Reformation. Im Zentrum der Veranstaltung mit Gesprächen, Theater, viel Musik und Tanz bis in den Jubiläumsfeiertag hinein steht die Beschäftigung mit der Frage, ob und wie wir gesellschaftliche Veränderung gestalten können und wollen.
 
16.45 Uhr: Musikalische Eröffnung auf dem Theaterplatz mit dem Posaunenchor der Kreuzkirche Weimar und der Sambagruppe der Escola Popular
17.00 Uhr: Begrüßung im Foyer mit Ministerpräsident Bodo Ramelow
ab 17.15 Uhr: »Nun sag, wie hast Du‘s mit der Religion?«
Präsentation der Ergebnisse des Denkraums Weimar
ab 17.30 Uhr: »Du musst dein Leben ändern«
Tischgespräche mit Menschen, die über ihre biografischen Wendepunkte und ungewöhnliche Lebensentscheidungen berichten
19.00 Uhr: »Reformiert euch!« Ein Gespräch über Reformation, Demokratie und Digitalisierung
mit Michael Haspel, Thomas Kramer und Isabel Tetzner
19.15 Uhr: »The Captain of the Bible Quiz«
Monolog von Tom Jacobson (Deutsche Erstaufführung des Stücks aus den USA) mit Nahuel Häfliger
20.30 Uhr: »Glaube und Macht« Talk auf der Bühne / Moderation: Liane von Billerbeck, zu Gast: Pfarrerin Sigrid Lampe-Densky, Autor Christian Schüle, Philosoph Wilhelm Schmidt-Biggemann und Reinhard Schramm, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Erfurt
21.00 Uhr: »Opfer des Krieges« Bewegungstheater mit Puppen, Masken und Live-Musik
der afghanischen Theatergruppe AZDAR
Und viel Musik:
17.15 & 19.00 Uhr: Luther am Klavier
19.30 Uhr: Luther Elektronika (Konzept: Wiland Jubelt) / Lieder zur Laute mit Anna Kellnhofer
22.30 Uhr: Konzert mit KOLSIMCHA, Contemporary Klezmer
ab 0.00 Uhr: DJ-Lounge im Foyer


Provokanter Vorname sprengt Dinnerparty

Gesellschaftskomödie „Der Vorname“ im Theater Rudolstadt

Streit bei der Namenswahl: Wer kennt das nicht? In dem französischen Erfolgsstück „Der Vorname“ eskaliert die Diskussion während einer Dinnerparty und bringt Überraschendes wie Abgründiges zutage. - Es sollte ein gepflegtes Abendessen mit Familie und engsten Freunden sein. Die Atmosphäre ist harmonisch, wird aber zunehmend angespannter, als sich der werdende Vater mit einer provokanten Behauptung in den Mittelpunkt drängt: Vincent will seinen ungeborenen Sohn Adolphe nennen, mit „phe“ und nicht mit „f“. Doch dieser kleine, feine Unterschied interessiert an diesem Abend niemanden. Der Vorname löst Entrüstung aus. Die bemüht kultivierte Dinnerparty beginnt zu eskalieren. Die Diskussion darum, ob man sein Kind nach Hitler benennen darf oder nicht, gerät zum verbalen Schlagabtausch. Grenzen des Sagbaren werden überschritten und verschoben, und so wird vieles gesagt, was jahrelang unter den Teppich gekehrt wurde.
„Der Vorname“ von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière wurde 2010 in Paris uraufgeführt und 2012 verfilmt. Am Theater Rudolstadt liegt die Inszenierung in den Händen von Markus Fennert, der selbst jahrelang als Schauspieler tätig war, bevor er sich zunehmend der Arbeit als Regisseur widmete. Die Ausstattung entwirft Sandra Hauser. Beide zeigten bereits bei „Danke für das Geräusch!“ im Schminkkasten ihr Gespür für feine Komik. Als Schauspieler sind zu erleben: Beate Furcht, Felix Voigt, Christian Dräger und Susan Ihlenfeld sowie Benjamin Griebel, der am Theater Rudolstadt von 2008 bis 2014 festes Ensemblemitglied war und für dieses Stück nun als Schauspieler zurückkehrt.
20. Oktober, 19.30 Uhr und 24. Oktober, 15 Uhr, Rudolstadt, Theater im Stadthaus

Karten an den üblichen Vorverkaufsstellen sowie telefonisch unter 03672/422766

Foto: Lisa Stern


Theater in Bewegung 2017

2. bis 11. November in Jena

Höhenflug und freier Fall. Das sind die zwei Pole, die einem im Zirkus immer wieder begegnen. Und die letztendlich auch die große Faszination auslösen: der Artist, der – berauscht von der Schwerelosigkeit im Scheinwerferlicht – die Unversehrtheit seines Körpers riskiert. Und wir? Wir schauen zu.
Der „neue“ Zirkus, in Frankreich und anderswo längst als Nouveau Cirque hochangesehene Kunstform, ersetzt die Manege durch die Theaterbühne, das spektakuläre Amüsement durch Ernsthaftigkeit, die Nummernrevue durch ein dramaturgisches Konzept. In derartigen Stücken verschmelzen Artistik, Clownerie, Tanz, Pantomime und Musik. Sie leben von den schier unendlichen Möglichkeiten des multibiegsamen Körpers und eröffnen damit auch eine neue Welt der darstellenden Kunst. Und werden so das zentrale Thema in der 10. Ausgabe des Jenaer Tanzfestivals Theater in Bewegung (2. bis 11. November 2017).
Die Choreographin Helena Waldmann lotet dieses Spannungsfeld für eine erneut durch und durch politische Arbeit aus. In Gute Pässe Schlechte Pässe spürt sie den sichtbaren und unsichtbaren Grenzen heutiger Gesellschaften nach. Freiheit versus Halt und Abgrenzung. Auf der Bühne eine Mauer aus menschlichen Passinhabern, die zeitgenössische Tänzer von Artisten trennt. Das Ergebnis: neuer Zirkus in seiner wohl eindrucksvollsten Form. Neben weiteren internationalen Gastspielen aus Belgien und den Niederlanden gibt sich das renommierte Choreographen-Duo Overhead Project mit seiner aktuellsten Produktion x[iks] erneut die Ehre auf der Theaterhausbühne. Und nicht genug: Unter der künstlerischen Handschrift des Duos eröffnen wir das Festival mit einer Eigenproduktion in Kooperation mit dem MoMoLo e.V. – diesmal natürlich im Zirkuszelt an der Saale. Ein RAUSCH soll entstehen, eine intensive Begegnung von zehn Künstlern unter der Zirkuskuppel, die sich so noch nie begegnet sind.
Das Tanzfestival ist eine Produktion von JenaKultur in Kooperation mit dem MoMoLo e.V.
und dem Theaterhaus Jena.
Tickets: Jena Tourist-Information | Ticket-Hotline: 03641 49-8060 | Online-Tickets:
www.jena.de/tickets oder unter www.theater-in-bewegung.de


Uraufführung: Showcase – Of Mavericks And Sheep

Tanzstück von Anthony Missen / Premiere: 21. Oktober, 19 Uhr im Ballettsaal des Opernhauses Chemnitz

Das Ballett Chemnitz öffnet mit der neuen Reihe „Showcase“ die Türen zum Ballettsaal. In der unmittelbaren Atmosphäre des Probenraumes präsentiert das Ensemble Neukreationen internationaler Gastchoreografen. Nicht mehr durch den Orchestergraben oder die Distanz zum Bühnenraum getrennt, erleben die Zuschauer zeitgenössischen Tanz pur und hautnah. So ermöglicht sich eine neue, ganz andere Wahrnehmung von Körpersprache und Bewegung.
Durch die Zusammenarbeit mit internationalen Gastchoreografen erweitert das Ballett Chemnitz den kulturellen Austausch mit verschiedenen Städten auf der ganzen Welt. Der zeitgenössische Tanz ist mit seinen vielen Facetten zu einem wesentlichen Bestandteil des kulturellen Lebens geworden und bietet Künstlern den Raum, sich den gesellschaftlichen wie politischen Veränderungen zu stellen. Über Ländergrenzen hinweg folgen Choreografen und Tänzer der Poesie der Bewegung. Ganz ohne Worte erzählen sie über ihre Wünsche, Träume, ihr Scheitern und Zerbrechen – Geschichten, die das Publikum berühren.
In seinem Tanzstück geht Anthony Missen der Frage nach Konformität und Nichtkonformität in der Gesellschaft sowie der Spannung zwischen diesen beiden Gegensätzen nach. Man denkt, man kann alles tun, was man will – doch jedes Individuum ist gebunden und regiert von sozialen wie politischen Konstrukten und Idealen. Ob wir uns dieser annehmen oder nicht, liegt dabei in unseren Händen … Die einen folgen der Menge in einem Zustand des ewigen Schlafes und der Blindheit, die anderen bewegen sich gegen die eigene Natur. Aber was geschieht, wenn auch nur einer aus der Reihe tanzt, nur einer sich der Rebellion hingibt? Das gesamte Denken und
Handeln eines jeden Menschen führt unweigerlich zu Konsequenzen. Jede Aktion wirkt sich auf unsere Beziehungen und das Umfeld aus.
Anthony Missen beschreibt in verschiedenen Geschichten, bestehend aus Soli, Pas de deux und Ensembleszenen, den inneren und äußeren Kampf gegen sowie für das „Normale“. Folgen – ausbrechen – kämpfen – aufgegeben – zusehen …
Anthony Missens Choreografien zeichnet ein ganz eigener kraftvoller und ausdrucksstarker Bewegungsstil aus, mit dem er Archetypen, Geschichte und Geschichten lebendig werden lässt. Bereits 2016 war er mit seiner Choreografie „Beauty Oft The Beast“ beim Internationalen Festival für zeitgenössischen Tanz in Chemnitz zu Gast und beeindruckte die Zuschauer zutiefst.
Anthony Missen ist Künstlerischer Direktor und Mitbegründer der 2007 entstandenen Company Chameleon aus der Chemnitzer Partnerstadt Manchester. Er erhielt seine Ausbildung an der Northern School of Contemporary Dance, war Mitglied mehrerer Tanzkompanien und in vielen Ländern, darunter Südafrika, Trinidad, Marokko, Schweden, Spanien, Frankreich, Italien, Deutschland und Österreich, tätig. In dieser Zeit arbeitete er mit Choreografen wie Rui Horta, Didi Veldman und Liv Lorent zusammen. Er choreografiert für die Bühne ebenso wie für Open-Air-Aufführungen. Mit großem Engagement unterstützt und entwickelt er erfolgreiche Bildungsprogramme –mit besonderem Augenmerk auf gefährdete und benachteiligte Kinder. Gemeinsam mit seiner Company wird er von der internationalen Organisation British Council gefördert.


Premiere / Uraufführung am Theater Hof: Rasputin

Musical mit Musik, Buch und Liedtexten von Paul Graham Brown / Deutsch von Moritz Staemmler / Samstag, 28. Oktober, 19.30 Uhr, Großes Haus

Es herrscht Sorge am Hof des Zaren in St. Petersburg: Der kleine Zarensohn Alexei ist Bluter und schwebt in Lebensgefahr. Da hört Zarin Alexandra von einem geheimnisvollen Wanderprediger aus Sibirien namens Rasputin, dem übernatürliche Kräfte nachgesagt werden. Und tatsächlich bringt der eilig an den Hof gerufene Wunderheiler die Blutungen des Kindes durch Gebete zum Stillstand. Damit beginnt Rasputins steiler Aufstieg als Günstling der Zarin, was allerdings auch viele Neider auf den Plan ruft. Zumal sich der Mönch keinesfalls gottgefällig benimmt. Er ist dem Alkohol und den Frauen zugetan und rasch steigert sich sein Ruf in der Bevölkerung ins Übernatürliche. Das ist am Vorabend der russischen Oktoberrevolution ein gefährliches Spiel...
Um kaum eine Persönlichkeit ranken sich so viele widersprüchliche und spektakuläre Legenden wie um Grigori Rasputin. 2017 jährt sich zum hundertsten Mal die Oktoberrevolution, die der Ermordung Rasputins folgte. Paul Graham Brown, dem in der Spielzeit 2014/15 mit dem „Großen Houdini“ ein weltweit beachteter Erfolg am Theater Hof gelungen ist, macht sich daher mit einer neuen Uraufführung auf die Spuren des mysteriösen Mönchs.


Angelika Milster als "Norma Desmond"

"Sunset Boulevard" am Landestheater Altenburg

Musicalstar Angelika Milster gibt bei Theater&Philharmonie Thüringen ihr Rollendebüt als Norma Desmond in Andrew Lloyd Webbers Musical „Sunset Boulevard“. Als Joe Gillis ist Kai Wefer aus dem Musiktheaterensemble des Hauses an ihrer Seite zu erleben. Regie führt Michael Wallner. Die musikalische Leitung hat Thomas Wicklein. Für das Bühnenbild zeichnet Till Kuhnert, für die Kostüme Hilke Förster. Das Thüringer Staatsballett tanzt in der Choreografie von Lillian Stillwell, der Opernchor singt in der Einstudierung von Chordirektor Holger Krause. In weiteren Rollen: Claudia Müller (Betty Schaefer), Johannes Beck (Max von Mayerding), Ulrich Burdack (Cecil B. de Mille), Andreas Veit (Sheldrake), Florian Neubauer (Artie Green) und János Ocsovai (Myron/ Schauspieler/ Manfred/ Richard/ Kameramann von de Mille) u.a.
Basierend auf dem gleichnamigen Film von Billy Wilder (1950), der die glitzernde Filmwelt der Traumfabrik Hollywood ironisch hinterfragt, schuf Andrew Lloyd Webber 1993 eines der erfolgreichsten und zugleich emotional packendsten Musicals. Das Schicksal Norma Desmonds steht exemplarisch für alle Menschen, die gefangen in ihrer Vergangenheit, den Bezug zur Realität im Hier und Heute verloren haben.
Zum Inhalt: Joe Gillis hält zufällig in der Einfahrt eines stattlichen Anwesens am berühmten Sunset Boulevard. Dort residiert die Stummfilmdiva Norma Desmond. Einst zu großem Ruhm und Reichtum gelangt, lebt sie jetzt einsam und zurückgezogen, schwelgt in Erinnerungen an vergangene Zeiten und gibt sich der Illusion hin, ihre einzigartige Filmkarriere fortzusetzen. Ihr Butler unterstützt sie in ihrem Wahn. Als Norma hört, dass Joe Drehbuchautor ist, sieht sie in ihm die Chance, den Weg zurück in die Studios zu finden. Doch mittlerweile verwirklichen andere Akteure im Hollywood der 50er Jahre ihren Traum vom großen Erfolg.
Mit der Rolle der Grizabella in der deutschsprachigen Erstaufführung des Musical-Welterfolgs Cats in Wien wurde Angelika Milster zum Star. Auch in Berlin, Paris und Washington, als Sängerin in den Genres Musical, Schlager und Klassik sowie als Schauspielerin im Film und auf der Bühne feierte sie große Erfolge und wurde vielfach ausgezeichnet (Ernst-Lubitsch-Preis, Goldene Schallplatte, ECHO).
Angelika Milster wuchs in Hamburg auf. Bereits mit zwölf begann sie, Gesangsunterricht zu nehmen und besuchte von 1968 bis 1971 die renommierte Schauspielschule von Margot Höpfner. Schon für ihre erste Filmrolle in Meine Sorgen möcht` ich haben erhielt sie 1975 den Ernst-Lubitsch-Preis.
Nach einem Ausflug in die Welt des Kabaretts am Düsseldorfer Kom(m)ödchen spielte sie dann 1983 die Rolle, die ihr Leben nachhaltig veränderte: In der deutschsprachigen Erstaufführung des Musicalwelterfolgs Cats in Wien übernahm sie den Part der Grizabella. „Erinnerung“ wurde zu ihrem Erkennungslied und machte Angelika Milster zum Musicalstar Nummer Eins im deutschsprachigen Raum. Sie bekam ihre erste eigene Fernsehshow (Mein Musicalhaus, 1985) und wurde mit der Goldenen Europa und einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet.
Auch im Ausland wurde man hellhörig. Für die Europatournee seines Liederzyklus Song & Dance im Jahr 1988 wurde sie von Andrew Lloyd Webber für die Rolle der Emma ausgewählt, und mit der Kurt-Weill-Revue aus dem Theater des Westens Berlin gastierte sie 1991 in Paris und Washington. Dem Theater des Westens blieb sie auch in den folgenden Jahren treu und spielte dort u. a. Hauptrollen in UFA-Revue (1992), Blue Jeans (1994), Hello Dolly (1995) und Gypsy (1996).
Eine völlig andere musikalische Richtung folgte Anfang 2002: Für eine Reihe von Kirchenkonzerten erarbeitete sich Angelika Milster ein völlig neues Repertoire von klassischen und geistlichen Liedern. Publikum und Presse reagierten gleichermaßen begeistert, so dass dieses Programm seither fester Bestandteil ihrer alljährlichen Konzertauftritte ist.
Michael Wallner wurde 1958 in Graz geboren. Er studierte Regie und Schauspiel am Max-Reinhardt-Seminar in Wien, war als Schauspieler u.a. am Burgtheater Wien und am Schillertheater Berlin engagiert und ist seit 1986 auch als freischaffender Opern- und Schauspielregisseur tätig. Dabei hat er in Österreich, Deutschland und in der Schweiz in vielen renommierten Häusern inszeniert.
Wallner ist auch als Schriftsteller tätig und hat neben Kinder- und Jugendromanen auch Romane für Erwachsene geschrieben. Ab 2003 hat er auch Drehbücher verfasst, die verfilmt wurden.
Für seine Arbeiten hat er u.a. im Jahr 1994 die Kainz-Medaille der Stadt Wien für die Regie des Stückes Krieg von Rainald Goetz erhalten. 2001 bekam er den Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar für seinen ersten Roman Manhattan fliegt.
Do 26.10.2017 / 14:30 Uhr
Sa 28.10.2017 / 19:30 Uhr
Sa 16.12.2017 / 19:30 Uhr
Do 28.12.2017 / 19:30 Uhr