KUSPI-Blog

Herbert Grönemeyer: Tumult

Am 9. November erscheint sein neues Album

„Tumult“. So heißt das neue Album von Herbert Grönemeyer, das am 9. November erscheint. Tumult: Das ist Herbert Grönemeyers Wort für den Zustand, in dem sich unsere Gesellschaft befindet. Es ist eine nervöse, eine unruhige Zeit. Viele Gewissheiten schwinden; und vieles von dem, was uns einst sicher und selbstverständlich erschien, wird in Frage gestellt. Wie wollen wir leben? Was können wir tun, damit wieder Hoffnung herrscht und nicht Hass? Wie verteidigen wir unsere Freiheit gegen ihre Verächter? Wie stehen wir zu uns selbst in einer Gegenwart, in der sich so viele verbiegen und ihr Menschsein verleugnen? Wie kommen wir miteinander aus?
„Tumult“ ist Herbert Grönemeyers fünfzehntes Album. Vier Jahre haben wir auf neue Musik von ihm warten müssen. Aber das Warten hat sich gelohnt: „Tumult“ ist ein Höhepunkt in der 40-jährigen Karriere dieses singulären Künstlers. Ein absolut gegenwärtiges, hoch politisches Werk. Ein Werk, das die Lage beschreibt, in der wir leben; ein Werk, das Wort und Klang für die Stimmung findet, die uns alle ergriffen hat und in Sorge versetzt. Und es ist ein Werk, das uns Mut macht. „Tumult“: Das ist Musik zur Zeit.

Zwei Singles gibt es vorab zu hören. Am 28. September erschien „Sekundenglück“: ein zartes, delikates, hoch lyrisches Stück; ein Lied, das auf die leichteste Weise erneut beweist, dass Herbert Grönemeyer nicht nur ein großer Musiker ist, sondern auch ein sehr großer Dichter. „Sekundenglück“ handelt von der Liebe und vom Geliebt-werden; es erzählt von dem, was selbst in Zeiten wie diesen unabänderlich Hoffnung stiftet. Es erzählt von dem Glück, das man in jenen „tausendstel Momenten“ findet, in denen man ganz bei sich ist und eins mit der Welt – oder in denen man ahnt, dass etwas Neues beginnt, eine zarte Liebe, ein kommendes Glück. Denn auch das kann „Tumult“ ja bedeuten: dass man spürt, dass etwas anders wird, heller und schöner, verheißungsvoll.
„Doppelherz / Iki Gönlüm“ heißt die zweite Single, die am 12. Oktober folgte. In diesem Lied singt Herbert Grönemeyer über die Heimat – über diesen Ort, den alle Menschen brauchen und nach dem alle Menschen sich sehnen. Aber wenn Herbert Grönemeyer von Heimat singt, dann singt er nicht davon, dass man sie vor Fremden beschützen muss. Heimat ist für ihn der Ort, an dem wir uns gegenseitig Schutz bieten. Und Heimat gibt es für ihn nur im Plural. „In jedem schlägt ein Doppelherz / einmal hier und dann da zuhause“, singt er auf Deutsch und auf Türkisch: in der Sprache seiner Heimat und in der Sprache derjenigen, die dort, wo er herkommt, ihre eigene Heimat gefunden haben; und der Berliner R’n’B-Sänger BRKN – er heißt eigentlich Andac Berkan Akbiyik – gesellt sich mit einem Gastauftritt dazu.

Im März 2019 geht Herbert Grönemeyer mit seinem neuen Album auf Tournee; der Start ist am 5.3. in Kiel. Danach spielt er in Berlin (7.3.), Bremen (8.3.), Halle/Westf. (10.3.), Leipzig (11.3.), Köln (13. + 14.3.), Stuttgart (16.3.), Zürich (17.3.), München (19. + 20.3.), Wien (22.3.), Hamburg (24. + 25.3.), Dortmund (27.3.), Mannheim (28.3.), Graz (30.3.) und Amsterdam (1.4.)
Ab Ende August 2019 schließt sich die große Open-Air-Tournee an: Erfurt (30.8.), Flensburg (1.9.), Berlin (3.9.), Hannover (6.9.), Gelsenkirchen (7.9.), Frankfurt (9.9.), Dresden (10.9.), Wien (12.9.)

Foto: Antoine Melis


Kennst Du Theodor Fontane?

Texte von Theodor Fontane für junge Leser ausgewählt und vorgestellt von Sebastian Hennig.

Sebastian Hennig, Maler, Grafiker und Publizist,ist wie Theodor Fontane (1819–1898) ein Wanderer sowohl im Geiste als auch in gut eingelaufenen Wanderstiefeln.Dabei hat er vor allem seine sächsische Heimat und die Jahrzehnte um die vorletzte Jahrhundertwende im Blick. Maler wie Otto Altenkirch (1875–1945) und Carl Schuch (1846–1903; vgl. CATO, Heft No. 4/2018) begeistern ihn. Zu den Schriftstellern, die ihn schon zu eigenen Werken inspiriert haben, zählen Wilhelm von Polenz(1861–1903) und Edgar Hahnewald (1884–1961).

Letzterem folgte er mit einer klugen Reportage, welche 2017 unter dem Titel Unterwegs in Dunkeldeutschlandim Verlag C. C. Meinhold & Söhne in Dresden erschien. War er – als Mitglied im Freien Deutschen Autorenverband Thüringen (FDA) – mit Moritz August Thümmel, Otto Ludwig und Jean Paul auch in Thüringen schon unterwegs, so begibt er sich nun also mit Hilfe des Bertuch-Verlags Weimar auf Fontanes literarische Spuren in die Mark Brandenburg und lädt junge Leute dazu ein, ihm zu folgen.

Seine intensive Bekanntschaft mit Fontane geht auf eine seiner Lehrerinnen zurück, die es wohl tatsächlich verstanden hatte, ihren Schüler(inne)n Literatur überzeugend zu vermitteln. Nun ist der Schüler an der Reihe, ein Gleiches zu tun. Sebastian Hennig, der sehr wohl auch „anders kann“, erweist sich hierin, wie in seinen Bildern, als ein Meister der leisen und der Zwischentöne. Behutsam didaktisch erschließt er jungen Lesern den nur scheinbar so zeitenfernen Dichter.

Entstanden ist eine kommentierte Blütenlese(oder Anthologie)mit Bezügen zur Gegenwart, die wohl nicht jedem ohne weiteres eingefallen wären. Das selbstlose Handeln despflichtbewussten Steuermannes „John Maynard“ (1841) setzt er in Beziehung zum unwürdigen Abgang des Kapitäns der „Costa Concordia“ 2012; anhand der 1859 entstandenen Ballade „Das Trauerspiel von Afghanistan“ weist er auf die nun schon über zwei Jahrhunderte währende fatale Kontinuität der Aggressionen gegen die einst so stolzen Stämme der Paschtunen hin. Damit setzt er eine der besten Traditionslinien in der deutschen Literatur fort. In den Briefen eines Verstorbenen hatte der Fürst Pückler um 1830 beispielsweise bereits den Irland-Konflikt in seiner ganzen damaligen wie heutigen Tragweite beschrieben. Über die von ihmhauptsächlich aus Fontanes Romanen Irrungen und Wirrungen und DerStechlinausgewählte Prosa schreibt Sebastian Hennig: „Wer zupackende Spannung erwartet und in kraftvolle Auseinandersetzungen hineingezogen werden will, der wird sich in den ruhigen gleichmäßigen Fortgang des Erzählens bei Fontane erst hineinfinden müssen. Die Geduld wird belohnt werden. Trotz aller Beschaulichkeit geht es letztlich sehr leidenschaftlich zu. Im Mittelpunkt steht der moderne Mensch, das Individuum, welches mit seinen Neigungen ständig in Widerspruch zu anderen Individuen gerät. Daran hat sich bis heute nichts geändert.“Für ihn stellt das Lesen Fontanes wie das „Wandern und Wundern“, das Gehen zu Fuß, ein Innehalten, ein Verweilen in zahlreichen Augenblickendar, welches heute wie zur Zeit des griechischen Bildhauers Phidias auch erlaubt, ex ungue leonemvon Teilen auf das Ganze zu schließen. Man muß sich für die Details nur genügend Zeit nehmen.

Kennst Du Theodor Fontane? Texte von Theodor Fontane für junge Leser ausgewählt und vorgestellt von Sebastian Hennig. Weimar: Bertuch Verlag 2018. (Bertuchs Weltliteratur für junge Leser, Bd. 17.) 158 Seiten 8°, Broschur, 38 SW-Abb. ISBN 978-3-86397-055-0. 14,80 Euro.


Große Opern – große Bilder – große Emotionen

Open-air-Attraktionen der Bregenzer Festspiele als DVD-Box von CMajor / Von Dr. Eberhard Kneipel

Bregenz, die Festspiele, die Seebühne! Das ist ein fantastischer Ort für magische Wasser-Spiele und die einzigartige Verbindung von grandioser Naturkulisse und großer Opernkunst. Das ist ein Ort, der immer wieder und immer neu zum Magnet für unzählige Besucher wird, die das Besondere genießen wollen und die stets außergewöhnlich kreative Inszenierungen erleben können. Und es ist ein Ort, der den Mitwirkenden eine Ehre ist und ihnen immer neue Herausforderungen bietet - für Künstler mit bedeutendem Namen und Ruf: Regisseure wie David Pountney, Graham Vick oder Kasper Holten; für Ausstatter wie Paul Brown, Ed Devlin oder das Multi-Talent Marco Arturo Marelli; für Dirigenten wie Carlo Rizzi, Ulf Schirmer oder Paolo Carignani. Die überwältigende Klangkulisse zur Szene erschaffen die Wiener Symphoniker und beeindruckende Chöre, und die vokale Feinarbeit leisten viele Solistinnen und Solisten, deren Namen sich hier nicht auflisten lassen. Sie kommen aus aller Welt, und sie sind alle Stars ...

Allein das schon reichte für ein grandioses Gesamtkunstwerk aus, doch Bregenz zaubert immer wieder noch ein Ass aus dem Ärmel - nicht nur bei Bizets „Carmen“, in der das Kartenspiel über Liebe und Tod entscheidet und wo das Bühnenbild mit überdimensionalen Spielkarten das Geschehen symbolisiert. Auch andere Aufführungen haben Trümpfe auszuspielen, um See und Bühne fantasievoll zu verbinden und mit spektakulären Bildern für große Opern zu begeistern: In Verdis „Aida“ bringen atemberaubende Effekte das alte Ägypten und das moderne Amerika auf die Bühne; der See wird zum Nil mit den Ruderbooten der Priesterinnen und Priester. Für„Carmen“ sind die unablässig wogenden  Wellen ein Sinnbild von Leidenschaften und Obsessionen, und am Ende wird das Wasser zum Grab. Die Turbulenzen der französischen Revolution in Umberto Giordanos Operndrama „Andrea Chénier“ werden in gigantischen Aufbauten, multiplen Bild-Sequenzen und sensiblen Charakterzeichnungen sichtbar. Mozarts „Zauberflöte“ erscheint als Fantasy-Spektakel, das sich um die ewigen Fragen des Daseins dreht und dem der Bodensee den faszinierenden Rahmen gibt. Und Puccinis „Turandot“ bringt Hollywood nach Bregenz: Melodien für Millionen als eindrucksvolle Monumental-Show inszeniert ...

Die Box mit fünf DVDs/Blu-ray Discs ruft nicht nur die Festspiel-Höhepunkte der Jahre 2010 bis 2017 in Erinnerung und macht den einzigartigen Zauber der Seebühne wieder gegenwärtig - die von Festspiel-Intendantin Elisabeth Sobotka präsentierte Edition realisiert auch jenen Anspruch, den David Pountny, ihr Vorgänger, auf den Punkt gebracht hatte: „Kunst gehört nicht einem kleinen Kreis der Gesellschaft. Kunst ist ein Juwel, ein Reichtum, den man einem großen Publikum zugänglich machen muss.“ Und nun kann ihn sogar jeder in den Händen halten ...

Bregenz Festival – Oper auf der Seebühne: Aida / Andrea Chénier / Die Zauberflöte / Turandot / Carmen // CMajor/ Unitel Classica 745 904 - 5 Blu-ray Disc / 5 DVD

 


Klanglandschaften und Tonskulpturen

Komponisten-Porträt von Jörg Widmann bei Wergo / Von Dr. Eberhard Kneipel

Ab und zu lohnt es schon, einen Blick in die oberen Ränge der Komponistenzunft von Heute zu werfen und zu betrachten, was die Meister der E-Musik antreibt, was sie beschäftigt und was sie kreieren – auf das also, was uns der Konzertalltag in der Regel vorenthält: Zu ungewohnt,  zu kompliziert, zu unzugänglich bleiben ihm die Klänge, die Farben, die Formen. Lässt sich der neugierige Blick jedoch nicht abhalten, wird er gar forschend, dann kann er unerwartet verlockende und lohnende Momente entdecken. Dafür bietet sich die neue CD des Mainzer Moderne-Labels Wergo geradezu an. Bereits die Titel der Werke wecken fantasievolle Vorstellungen: „Polyphone Schatten“ (2001) und „Drittes Labyrinth“ (2013/14) für Solisten und Orchestergruppen. Auch der Komponist darf höchste Aufmerksamkeit für sich beanspruchen: Jörg Widmann (Jahrgang 1973) nimmt – wie zuvor seine Vorbilder und Lehrer Hans Werner Henze und Wolfgang Rihm – eine herausragende Position unter den Musikern seiner Generation und unserer Tage ein. Erst im März 2018 hat er das als „Composer in residence“ mit der Uraufführung seiner „Partita - Fünf Reflexionen für großes Orchester“ in Leipzig bestätigt - zum Amtsantritt von Andris Nelsons, dem 21. Gewandhauskapellmeister. Und als Klarinettist und Dirigent macht Widmann ebenso von sich reden – und diese Personalunion bestimmt und durchdringt sein gesamtes Schaffen und Wirken. Da verwundert es nicht, wenn er auch als Solist auf seiner  Porträt-CD in Erscheinung tritt: In dem Stück „Polyphone Schatten – Lichtstudie II“ für Viola, Klarinette und Orchestergruppen gibt er gemeinsam mit dem Bratschisten Christophe Desjardins als kongenialem Dialog-Partner die Impulse für eine weit ausschwingende Vielstimmigkeit der Klänge und Geräusche. Und in „Drittes Labyrinth“ für Sopran und Orchestergruppen mit der exzellenten Solistin Sarah Wegener vereint Widmann das Spiel der Instrumente mit dem Stammeln, dem Gelächter und dem Gesang der Vokalpartie und deren imaginären Partner zu einer atmosphärisch-verstörenden Szene zwischen einem Mann und einer Frau, der Friedrich Nietzsches „Klage der Ariadne“ und der „Asterion“-Text von Jorge Luis Borges das Wort-Material liefern. Die Stimme wandelt zwischen den Instrumenten, irrt durch den Raum, sucht ihr Gegenüber, einen Widerhall und den Weg ins Freie. Doch ob im „Labyrinth“ oder in „Schatten“– hier wie dort wird am und mit dem Ton gearbeitet, werden die Klangfarben und Verlaufsformen quasi modelliert. Prägnante Themen und nachvollziehbare Entwicklungen aber können wir freilich nicht erwarten - stattdessen zieht uns „gestisches Musizieren“ in seinen Bann: Aktion und Reaktion. Sensibles Tasten und energisches Ausgreifen. Zarte Tonpunkte und gewaltige Klangkaskaden. Feine Linien und ausufernde Flächen. Magisches Dunkel und geheimnisvolles Leuchten. Aus dem Nichts wachsend und nach gewaltigen Kulminationen wieder im Nichts verschwindend. Und ein Gesang, der ständig an Umfang, Ausdruck und Präsenz gewinnt ...        Solches Interagieren zwischen Solisten, Gruppen und wechselnden Klangquellen erschafft eine spannende  Szenerie von Raumklängen. Und nicht zuletzt fasziniert die Musik durch den Reiz und die Suggestion des Unerwarteten, durch fortwährende Überraschung. „Kontrolle – Schweben, Freiheit - Setzung und wieder Freiheit“:  Wie also Jörg Widmann seine Tonskulpturen und Klanglandschaften plant, formt und baut, und wie diese vom WDR Sinfonieorchester unter Heinz Holliger und Emilio Pomàrico eindrucksstark realisiert werden, das lässt dem Hörer viel Raum für eigene Visionen, Erlebnisse und Reflexionen  ... Ein Hörabenteuer! Aber ohne Neugier geht es nicht ...

Jörg Widmann: Drittes Labyrinth, Polyphone Schatten / Sarah Wegener,  Christophe Desjardins, Jörg Widmann / WDR Sinfonieorchester, Emilio Pomàrico, Heinz Holliger // Wergo 1 CD WER73692 (Laufzeit 59:59)

 


Jean Molitor – Das Buch ist da

Der Berliner Fotograf Jean Molitor entdeckte für sich das Thema „Moderne in der Architektur“ 2009 im Osten Afrikas. Mit Unterstützung der Botschaften Frankreichs und Deutschlands fotografierte er in Bujumbura, der Hauptstadt von Burundi, moderne Architektur aus der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Tropisches Klima, Vernachlässigung und Mangel an Geld für Instandsetzung hatten diesen Häusern erheblich zugesetzt. Abriss drohte durch internationale Investoren. „Ich verstehe meine Arbeit als Wettlauf gegen die Zeit“, sagt Jean Molitor. Inzwischen ist Jean Molitor um die Welt gereist, der Moderne hinterher und hat sie gefunden. Nach der erfolgreichen Ausstellung im Haus Schulenburg im Jahr 2016 sind viele Fotos hinzugekommen. Jetzt ist unter dem Titel „bau1haus – die moderne in der welt!“ ein Buch erschienen.

Volker Kielstein hat Jean Molitor vor zwei Jahren ins Haus Schulenburg nach Gera geholt. Es war die erste Ausstellung mit 50 Bildern, es folgten weitere unter anderem in der Thüringer Landesvertretung in Berlin. Demnächst folgt eine Ausstellung im Berliner Willy-Brand-Haus.

Das Buch in deutscher und englischer Sprache aus dem Verlag Hatje Cantz (ISBN: 978-3-7757-4468-3) kann weltweit im Buchhandel erworben werden. Exemplare sind auch im Haus Schulenburg zu bekommen.

Laufende Ausstellungen:

Nachfolger des Bauhauses
Zwei Künstlergenerationen in der DDR

Zu sehen bis 15. Februar 2019

Thilo Schoder
Schüler und Freund Henry van de Veldes
14. Oktober 2018 bis 15. Januar 2019


Open Your Ears - Wege zur Neuen Musik

Arthaus Musik präsentiert die legendäre Sendereihe mit den großen Vertretern der Nachkriegsmoderne / Von Dr. Eberhard Kneipel

Der Dirigent Gerd Albrecht war nicht nur ein Meister des Taktstocks, er war auch ein Pionier der Musikvermittlung. Er hat sich für die neue Musik und deren Schöpfer engagiert und den Reiz und die Möglichkeiten des Mediums Fernsehen für sich entdeckt. Er wollte seinen Beitrag zur musischen Bildung leisten, die er im Argen fand, und er besaß das rare Talent, die Welt der Töne feinsinnig und verständlich zu erklären und erlebbar zu machen. Solcherart motiviert und befähigt, initiierte er im Januar 1986 die Fernsehreihe „Wege zu Neuer Musik“, für die er den Sender Freies Berlin und das Deutsche Symphonie-Orchester als Partner gewinnen konnte. Bis März 1995 stellten sie gemeinsam vierzehn Veranstaltungen auf die Beine. Dann begann die Quote zu herrschen, und die preisgekrönte Reihe  entfiel; sie geriet aber nicht in Vergessenheit und hatte 2010 - 2012 ihr Revival „Ganz Neu – Ganz Nah“ mit dem Rundfunk- Sinfonieorchester Berlin. „Mich hat die Begegnung mit den Komponisten fasziniert, die Diskussion zwischen einem primär schöpfenden und einem  nachschöpfenden Menschen kann unglaublich spannend sein.“ 

Gerd Albrecht hatte den Wunsch, diese Gesprächskonzerte seinen Hörern auf Dauer zugänglich zu machen. Und der hat sich Jetzt erfüllt: Dank der großzügigen Förderung durch die Commerzbank-Stiftung liegen eine DVD-Edition mit sechs Veranstaltungen aus den Jahren 1986 -2011 und ein dickes Begleichbuch vor. Krzysztof Penderecki und Hans Werner Henze, György Ligeti und Maurico Kagel, Isang Yun und Jörg Widmann sind die Komponisten. Sie zählen zu den bedeutendsten der Zeit. Sie besitzen Individualität, ihre Musik sucht Öffentlichkeit und Resonanz; sie bleibt nicht hermetisch abgezirkelt. Auch die Titel ihrer Werke sprechen. Sie erwecken Neugier und verraten Vielfalt. Sie bieten Zugang und liefern Assoziationen. Und sie verweisen auf die Technik und den „Inhalt“ des Komponierten: Partita für Cembalo, Elektrogitarre, Bass-Gitarre, Harfe, Kontrabass und Orchester – Barcarola für großes Orchester  - San Francisco Polyphony für Orchester - Quodlibet für Frauenstimme und Orchester nach Französischen Chansontexten aus dem XV. Jahrhundert – Muak. Tänzerische Fantasie für großes Orchester – Elegie für Klarinette und Orchester.                     Facetten dieser Klangwelten zwischen Ost und West, zwischen Avantgarde und Neoromantik, zwischen Klassik und Exotik fördert dann der Dirigent mit seinen Musikern und Gesprächspartnern zutage: Sie lüften  Werkstatt-Geheimnisse und bieten Innenansichten. Genial: Henzes Welt- und Werkerklärung anhand seiner Barcarola. Und am Ende liegt ein reizvolles Panorama neuer Musik vor dem Betrachter: Zeitdokumente von außerordentlichem Wert; Filmmaterial, das diese großen Nachkriegskomponisten live zeigt. 400 Minuten dauern die Aufzeichnungen, und die 200 Seiten des attraktiven Buches „Annäherung an die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts“ haben namhafte Autoren unserer Tage geschrieben. Das einzigartige „Komplett-Angebot“ ist eine Freude für Musikfreunde, und dem Dirigenten Gerd Albrecht (1935–2014) setzt es ein ein schönes Denkmal.

Open Your Ears – Wege zur Neuen Musik. Gerd Albrecht dirigiert und erläutert Penderecki, Henze, Ligeti, Kagel, Yun und Widmann //  Arthaus Musik / 6 DVDs  / 109 085


Das kleine Buch der Thüringer Trachten

Zwei junge Leute, sie mit Goldhaube in weißen Taft gehüllt, er im schwarzen Bratenrock mit Dreispitz reicht ihr den Myrrtenkranz, zieren den Buchtitel. Sie kommen aus Oberdorla, dort wo der Dorfanger am größten ist. Im RhinoVerlag in Ilmenau ist mit diesem Bild in der Reihe der Westentaschen-Bibliothek das kleine Buch „Thüringer Trachten“ erschienen. Autor ist Thüringens „Trachtenmann Nummer Eins“ Knut Kreuch, der vor genau 20 Jahren sein erstes Buch über die Kleidung des Freistaates „Trachtenland Thüringen“ vorlegte. Nun hat Kreuch eine neue Form gefunden, um Tracht dem Menschen ans Herz zu legen. „Ich wollte gern eine kleine Form, die in jedes Trachtenkörbchen, jede Manteltasche oder sogar ins Strumpfband passt. Wir sind in unseren Trachten jährlich viele Kilometer als Botschafter unserer Heimat unterwegs und da muss man ganz praktisch auch immer etwas dabei haben, was die Leute von uns zu Hause behalten“ so der seit Jahrzehnten für die Heimat- und Trachtenpflege engagierte ehrenamtliche Landesvorsitzende.

Auf 92 Seiten erzählt Autor Knut Kreuch ohne Anzüglichkeiten den Weg von den alten Kleiderordnungen zur Tracht, verfolgt die Geschichte der Thüringer Tracht und der ersten Vereine und er nimmt seinen Leser mit auf Wanderschaft durch die Thüringer Trachtenlandschaft sozusagen von Verein zu Verein. Abschließend klärt er auf, wie man im Jahr 2018 eine Tracht bekommt. Man merkt, das Buch hat ein Trachtenträger geschrieben, es sprüht von der Liebe zum historischen Gewand, von der Geschichte, die sich mit jedem einzelnen Kleidungsteil verbindet. Das Buch bleibt natürlich aktuell, es ist kein Geschichtsbuch für Leute von Gestern, es zeigt Menschen, die im 21. Jahrhundert gern ihre Trachten tragen in allen Regionen Thüringens. Auf 92 Seiten illustrieren 43 farbige Aufnahmen die Pracht und Vielfalt der Thüringer Trachtenlandschaft. „Das kleine Buch ist einmalig für die Trachtenlandschaft in Deutschland“ freut sich Landesgeschäftsführerin Eva Kowalewski „bisher hat kein Landesverband ein so handliches Buch über seine Trachten und Trachtengeschichte.“

Das Buch ist zum Preis von 5,95 € in allen guten Buchhandlungen erhältlich.

 


Neues Album von Monophonist

"Über die Freiheit der praktischen Unvernuft" (Laut Records & Artist Station Records/Soulfood)

MONOPHONIST sind das, was im ersten Titel Hauptstrom des neuen Albums über jemand anders gesagt wird: Ein Hybrid, ein Bastard, der sein Leben lang Hardcore, Punk und Rock 'n' Roll zerkaut und sich dann an Jazz, Surf und Country verschluckt hat. MONOPHONIST schreiben Texte, die dem Ohr schmeicheln, aber in der Magengegend brennen, wenn der Sinn ankommt. MONOPHONIST wollen den Welle-Teilchen-Dualismus für Musik: Sie soll gleichzeitig zu 100% das Gehirn kitzeln und zu 100% im Körper Vollgas geben, sie soll das Herz zum Lachen bringen und trotzdem einen Sprengsatz in uns zünden.
Gestartet sind MONOPHONIST als Kölner Band in 2012, wobei Jonathan Hoffmann schon ab 2009 Musik für diese Band geschrieben und produziert hat. Nach der ersten Produktion fand sich das Personal zusammen, es gab erste Konzerte, eine Tour mit PANZERBALLETT und einen Auftritt auf dem Euroblast Festival. Es folgte das erste Album in voller Länge und ein Projection Mapping Konzert, bei dem dreidimensionale Bühnenelemente und eine Leinwand mit Projektionen bespielt wurden, die mit der Musik eine Ton-Bild-Einheit ergaben. Es folgen weitere Konzerte und Einladungen zur Kölner Musiknacht und zum KLAENG Festival.

Nach drei Jahren Komposition und einem halben Jahr Produktion ist die vierte Veröffentlichung Über die Freiheit der praktischen Unvernunft von MONOPHONIST bereit zum Abfeuern. Die Produktion wurde wieder von Jonathan Hoffmann selbst durchgeführt, der schon für die Produktion der Debut-EP Bilanz 2010 und des Albums Personalunion Auszeichnungen vom Verband deutscher Tonmeister bekam. Eine weitere Auszeichnung bekam dieses Album schon im voraus: Veröffentlichung und Tour werden vom Musikfonds gefördert, dem neugegründeten Zusammenschluss verschiedener großer Musikinitiativen.

Bandmitglieder:

Thomas Sauerborn: Schlagzeug, perkussive Elektronik, Stimme, Studium am CvA Amsterdam und an der HfMT Köln. Masterstudium am RMC Kopenhagen (Schlagzeug), tätig als Musiker und Musiklehrer (Köln)
Kenn Hartwig: E-Bass, Kontrabass, Studium an der HfMT Köln (Kontrabass/E-Bass)
tätig als Musiker und Programmierer (Berlin/Köln)
Daniel Hölscher: E-Gitarre, Jazzgitarre, Studium am MGI Köln (Jazzgitarre), Diplom-Studium (FH) Ton- und Bildtechnik an der RSH+FH Düsseldorf, Hauptfach Jazzgitarre, tätig als Kreativer und Technischer Leiter des PRG Lab (Düsseldorf)
Jonathan Hoffmann: Stimme, Saxophon, elektronische Klangerzeugung, Diplom-Studium (FH) Ton- und Bildtechnik an der RSH+FH Düsseldorf, Hauptfach Saxophon, tätig als Musiker, Komponist und Toningenieur (Köln)
www.monophonist.de


Zweiter Konzert-Marathon mit Stardirigent Valery Gergiev

Sinfonien, Konzerte und Kantaten von Sergej Prokofjew als eindrucksvolle DVD-Edition bei Arthaus Musik / Von Dr. Eberhard Kneipel

Schon einmal hatte Valery Gergiev mit einem Konzert-Marathon für Staunen und Bewunderung gesorgt. Das war 2013/14, als er mit einem Großaufgebot an Top-Interpreten aus St. Petersburg nach Paris gereist war,  um im legendären Salle Pleyl  innerhalb kürzester Zeit alle  Sinfonien und Konzerte von Dmitri Schostakowitsch aufzuführen. Dieses Ereignis ging via Fernsehen um die Welt, und Arthaus-Musik hat die hochkarätigen Aufnahmen, die Werk-Kommentare Gergievs und eine Filmbiografie über Schostakowitsch in einer einzigartigen audiovisuellen Edition veröffentlicht – 2015, zu Ehren des 40. Todestages dieses Komponisten, den Penderecki einmal „den wohl größten des 20. Jahrhunderts“ genannt hat 

Als dann im April 2016 der Stardirigent, das Orchester und der Chor des Mariinsky-Theaters sowie zahlreiche handverlesene russische Solisten zum zweiten Marathon antraten, entfesselte das Energiebündel Gergiev nochmals einem unglaublichen Kraftakt: Zwei Tage reichten aus, um das Publikum in St. Petersburg und in Moskau mit allen Sinfonien, Konzerten und chorsinfonischen Werken von Sergej Prokofjew zu begeistern. Es wurde ein Fest zum 125. Geburtstag dieses anderen Giganten der sowjetischen Musik. Wieder liefen die Konzerte über den Bildschirm, und man wünschte sich Gleiches wie bei Schostakowitsch. Jetzt ist es soweit: Arthaus Musik hat das Warten belohnt und trumpft nun mit der exklusiven Prokofjew-Edition auf. 

Der Komponist, der 1891 als Sohn eines Landwirts in der Ukraine geboren wurde und 1953 in Moskau starb, hat in St. Petersburg Musik studiert und nach 1918 lange Zeit in den USA und in Paris gelebt; 1936 kehrte er in sein Heimatland zurück. Sein Schaffen ist umfangreich und vielfältig und sucht sich den eigenen Weg zwischen Modernismus und Volksverbundenheit. Mit dem Geniestreich der Symphonie classique errang Prokofjew  1917 Weltruhm, den Opern wie „Die Liebe zu den drei Orangen“ und „Krieg und Frieden“, die Ballette „Romeo und Julia“ und „Cinderella“, Konzerte und Sinfonien, Filmmusik und das musikalische Märchen „Peter und der Wolf“ vermehrt haben. In den Sinfonien 2, 3 und 4 näherte er sich 1925-30 dem Expressionismus an, die Fünfte –„Auf die Größe des menschlichen Geistes“ – wurde am 3. Januar 1945 unter seiner Leitung uraufgeführt und gilt als seine bedeutendste Sinfonie, und die melodisch schöne Siebte widmete er 1952 der Jugend seines Landes. Und auch wenn die Kantate „Alexander Newski“ (1939) oder das Oratorium „Iwan der Schreckliche“ (1942-45) historische Themen abhandeln, ist der Gegenwartsbezug dieser Werke unüberhörbar, indes die scheinbar propagandistische Kantate zum 20. Jahrestag der Oktoberrevolution eher ein kühnes Experiment als eine politische Manifestation darstellt.... Ungeachtet seiner Meisterwerke und hochgeehrt, wurde aber auch Prokofjew 1948 ein Opfer von Anfeindungen und Restriktionen der dogmatischen Kulturpolitik Schdanows. 

„Heftig und verzaubernd“ empfindet Valery Gergiev die Eindrücke, die er schon als Klavierschüler vom Leben und Schaffen des Komponisten empfing. Heftig und verzaubernd wirkt auch die Prokofjew-Edition: Heftig, indem sie die sieben Sinfonien, die acht Konzerte für Klavier, für Violine und für Violoncello, die Skytische Suite und die Kantaten und Oratorien großartig präsentiert und zugänglich macht... Verzaubernd, weil die Solisten und Instrumentalisten die Musik wunderbar zum Klingen bringen. Ob Sänger wie Olga Borodina oder Igor Morozov, Pianisten wie Daniel Trifonov oder Denis Matsuev, der Geiger Leonidas Kavakos, der Cellist Alexander Ramm – sie sind alle begnadete Künstler mit legendärem Ruf. Und Gergiev ist ihr Meister -  die treibende Kraft...  

Begleitet wird dieser Aufführungs-Marathon durch ein umfangreiches Booklet und die Filmdokumentation „Prokofjew: Auf dem Weg“ von Anna Matison, die einen innigen Blick auf das Leben, das Werk und in das Tagebuch des Musikers wirft. Und am Ende tun sich die  Prallelen zwischen dem großen Komponisten und Russlands berühmtesten Dirigenten auf – überraschend und faszinierend ... 

Prokofjev, Complete Symphonies & Concertos / Scythian Suite „Ala & Lolly“/ Seven, they are Seven / Cantata for the 20th Annversary of the October Revolution/ Alexander Nevsky / Ivan the Terrible. Arthaus Musik, 109 329 (7 DVDs) / 109 330 (4 Blu-ray) / Laufzeit: 785 min.


Spektakuläre Zeitreise

Daniel Hopes „Journey to Mozart“ bei der Deutschen Grammophon

Von Dr. Eberhard Kneipel   Es sind nicht nur Saitenglanz oder Seelenzauber, mit denen der Violinvirtuose beeindruckt und in Atem hält. Auch seine originellen Programm-Ideen verschaffen ihm Aufmerksamkeit und Aufsehen: Wo und wann Daniel Hope auftritt, welche Einspielung er gerade absolviert hat - stets ist er mit einem Event der Extraklasse zur Stelle. Da macht auch sein Album „Journey to Mozart“, das die Deutsche Grammophon in aller Schönheit präsentiert, keine Ausnahme. Es ist für eine Überraschung gut und hält doch an allem fest, was Hopes Markenzeichen ist: Geigenspiel vom Feinsten und feinste Stückauswahl auch! Eine Schippe freilich vermag er dennoch draufzulegen. Die wahrlich spannende Entdeckungsreise zu Mozart und um Mozart herum unternimmt Hope zusammen mit dem Zürcher Kammerorchester, dessen Musikdirektor er seit 2016 ist. Ein Spitzenteam also, das der Geiger quasi als Reiseleiter hin zu exquisiten Orten und zu herrlichen Panoramablicken führt ...

Es sind viele persönliche Erinnerungen, die ihn mit Wolfgang Amadeus Mozarts Musik verbinden, und er hat zudem das Gespür dafür, wie stark dieser Komponist seine Zeit empfunden und geprägt hat und bis heute nachwirkt. Da wird Hopes Entdeckungsreise gleichsam zu einer Reise durch die Musikgeschichte – und eine Erlebnisreise ist sie allemal!

Ihren Ausgang nimmt sie mit dem „Tanz der Furien“ und dem „Reigen seliger Geister“ bei Christoph Willibald Gluck und dessen bahnbrechender, 1762 in Wien uraufgeführter Oper „Orfeo ed Euridice“. Statt höfischer Zeremonie aufwühlende Dramatik und empfindsame Melodien. Das Violinkonzert G-Dur von Joseph Haydn, Ende der 1760er Jahre für den Ersten Geiger der berühmten Hofkapelle des Fürsten Esterházy entstanden, fasziniert durch Erhabenheit und Eleganz – es besitzt jene klassische Vollkommenheit, die auch der langsame Satz aus dem Violinkonzert D-Dur von Josef Myslivecek zeigt. Dieser böhmische Musiker erscheint hier ebenso als Überraschungsgast wie der deutsche Geiger, Impressario und Komponist Johann Peter Salomon, der sich mit einer bezaubernden Mozartnahen Romanze von 1818 vorstellt. Und Mozart selbst, das Genie ? Alles, was Hope als „etwas Überirdisches, Unberührbares, nahezu Unerreichtes und doch so Menschliches“ bewundert und verehrt, bringt er im Violinkonzert Nr. 3 G-Dur und im Adagio E-Dur herrlich zum Klingen - Werke, die Mozart während der 1770er Jahre in Salzburg komponiert hat und die nun im perfekten Zusammenspiel von Geige und Orchester den schönen Höhepunkt der Reise bilden. Den turbulenten Schlusspunkt setzt dann der „Türkische Marsch“ in Hopes Orchestergewand und mit allerhand Schlagzeugwirbel.

Die vielen musikalischen Verwandtschaften, die das sorgsam gestaltete Programm offenbart, lassen auch das neue, emanzipierte Lebensgefühl bürgerlicher Künstler und deren individuelles Umfeld nicht im Verborgenen. Die Musiker haben einander gekannt und geschätzt, sie waren befreundet und haben sogar miteinander gespeist -  zumindest Mozart und Gluck  ... So kann auch diese neue Einspielung mit erstaunlichen Erlebnissen und Entdeckungen überraschen. Und am Ende weiß man mal wieder:  Mozart ist immer eine Reise wert!

Daniel Hope & Zurich Chamber Orchestra, Journey to Mozart // Deutsche Grammophon/ Universal Music International, 1 CD 479 837 6