Ausstellungen

Geschlossen, aber nicht zu: Museum Burg Posterstein

"Geistige Nahrung" für zuhause
Museum Burg Posterstein

In einer Zeit, wo Kultureinrichtungen wegen der Pandemie geschlossen bleiben müssen, bringt das Museum Burg Posterstein „geistige Nahrung“ in Form der am Sonntag eröffneten digitalen Weihnachtskrippen-Ausstellung und auch als Zeitreise-Paket in Kooperation mit der Ökomarktgemeinschaft Thüringen/Sachsen direkt nach Hause. Das Museum Burg Posterstein ist derzeit zur Eindämmung der Corona-Pandemie geschlossen. Der Museumsverein Burg Posterstein freut sich über Spenden und finanzielle Unterstützung in dieser schwierigen Zeit.

Zeitreise in den Salon der Herzogin von Kurland
Im Zeitreise-Paket wird das Buch „Salongeschichten“ ergänzt durch thematisch passende Leckereien wie Tee, französischen Rotwein, Marzipankartoffeln und kleine Geschenke des Museums. Bestellt werden kann die „geistige Nahrung“ bequem im Online-Shop der Ökomarktgemeinschaft, die Haushalte im Gebiet von Jena bis Zwickau, von Gera bis Plauen und von Altenburg bis Saalfeld einmal wöchentlich mit regionalen Bio-Produkten beliefert. Das Museum lädt mit diesem Angebot dazu ein, sich in der kalten Jahreszeit auf eine mentalen Zeitreise ins sommerliche Schloss Löbichau zu begeben. Dort trifft man auf bekannte historische Persönlichkeiten wie die Herzogin von Kurland und ihre schönen Töchter, auf den exzentrischen Gothaer Herzog und auf Schriftsteller, Staatsräte, Hofdamen und Adlige – amüsant charakterisiert von Emilie von Binzer und als Fabelwesen gezeichnet vom Maler Ernst Welker.

Zur „Theestunde“ kamen alle zusammen: Eine Zeitreise in den Salon der Herzogin von Kurland
Aus den Pariser Salons des 18. Jahrhunderts entstand in der Zeit der Aufklärung eine Kultur, die sich über ganz Europa ausbreitete. Sowohl adlige als auch gebildete bürgerliche Damen versammelten gewichtige Gäste um sich. Den Mittelpunkt dieser Musenhöfe und Salons bildete stets die Gastgeberin. Die charismatische und reiche Herzogin Anna Dorothea von Kurland ließ Schloss Löbichau und das benachbarte Schloss Tannenfeld zu einer Sommerresidenz nach ihrem Geschmack umgestalten. Ihre Sommergäste wohnten manchmal wochenlang bei ihr, man musizierte, dichtete und spazierte in Richtung Ronneburg, Posterstein und Nöbdenitz. Abends versammelten sich alle zur gemeinsamen „Theestunde“.
Die spätere Schriftstellerin Emilie von Binzer, eine Enkelin der Herzogin, verbrachte drei Sommer in dieser Idylle. In ihren Erinnerungen blickt sie humorvoll, aber auch liebevoll, auf diese Zeit zurück. Im Buch „Salongeschichten“ lernen Sie eine Reihe interessanter und von Ernst Welker in humorvollen Zeichnungen portraitierte Löbichauer Gäste kennen – vom schillernden Herzog von Gotha über den Leibarzt der Herzogin bis hin zur Hofdame. Genießen Sie dazu thematisch passende, regionale Spezialitäten.

Über das Buch: Salongeschichten: Paris – Löbichau – Wien. Gäste im Salon der Herzogin von Kurland im Porträt des Malers Ernst Welker, Museum Burg Posterstein, 2015 (120 Seiten, farbig, ISBN 978-3-86104-094-1, 15,00 Euro)
Gratis dazu: Stoffbeutel Museum Burg Posterstein und Postkarte „Schloss Löbichau & Schloss Tannenfeld.
Im Online-Shop der Ökomarktgemeinschaft kann man sich ein Stück regionale Kultur mit passenden Leckereien nach Hause bestellen:

https://oekoboxonline.de/v3/shop/nregional/std/index.jsp?np=Themenwelten/Neu%20im%20Sortiment/Kulturelle%20Nahrung%20f%C3%BCr%20zu%20Hause


Ein Recht auf Träume

Das Kunsthaus Apolda präsentiert ab 16. Januar Hundertwassers Werk / Von Wolfgang Leißling
Friedensreich Hundertwasser Ausstellung Kunsthaus Apolda Avantgarde

Rund 580 000 Besucher wurden bislang im 1994 gegründeten Kunsthaus Apolda Avantgarde in der Bahnhofstraße 42 begrüßt. Das neue Ausstellungsjahr 2021 beginnt am 16. Januar mit Friedensreich Hundertwasser (1928-2000). Motto: „Schönheit ist ein Allheilmittel“. Von dem international gefeierten gebürtigen Wiener Maler, Grafiker und „Architekturdoktor“ sind ausgewählte Werke zu sehen.

In der Ausstellung erwartet den Besucher ein repräsentativer Querschnitt durch das umfängliche Lebenswerk dieses in seiner Popularität einmaligen Künstlers.  Gezeigt werden Originalgrafiken und Originalposter.Mit ihnen zeigt sich deren Schöpfersolidarisch besonders mit internationalen Umweltorganisationen. Dabei lautet sein Credo: „Mit der Grafik betrete ich ein Paradies, das der Maler nicht mehr erreicht“. Nicht von ungefähr tragen seine Arbeiten in der Ausstellung poetische Titel wie „Das Recht auf Träume“ oder „Zerstückelter Sonnenuntergang“. Fotografienerinnern zugleich daran, dass sich der Künstler schon seit den 50er Jahren für eine natur- und menschengerechte Architektur engagiert. Dies von Wien bis Magdeburg, von Osaka bis Nawakawa.

Wenn es etwas gibt, dass die Freunde seiner Kunst vereint, dann sind es die satten leuchtenden Farben, dessen ungerade Linien oder die schwingenden Wände seiner Bauwerke. Heftig kritisierte Hundertwasser die ungehemmten Wachstumsdoktrinen sowie den gesellschaftlichen Konformismus. In seinem Oeuvre plädierte er gerade auch mit dem grafischen Werk in unterschiedlichen Techniken für die menschliche Sehnsucht nach Vielfalt und Schönheit in Harmonie zur Natur. 

Kunst trotz Corona. Hans Jürgen Giese, Geschäftsführer des Kunstvereins, der für diese Ausstellung zusammen mit dem Kreis Weimarer Landwirbt, ist zuversichtlich: „Ich hätte nicht gedacht, dass angesichts Corona im Jahre 2020 mehr als 20 000 Gäste kamen und Tausende bei Marc Chagall höchst diszipliniert Schlange standen angesichts des begrenzten Eintritts.“Jetzt hofft er, dass auch Friedensreich Hundertwasserwieder  viele Besucher anzieht. War es doch dieser beeindruckendeweißbärtige  Mann, der einmal betonte,  nur mit Kunst die Welt verändern zu können.Dies meint ebenso eine natur- und menschengerechte Architektur wie auch aktiven Umweltschutz und ökologisches Handeln von der Begrünungbis zum Schutz des Wassers.

Mehr über Hundertwassers Leben und Wirkenerzählt der international preisgekrönte Film „Hundertwassers Regentag“ von Peter Schamoni von 1972. Die Exposition wird dann bis zum 13. Juni Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet sein.

www.kunsthausapolda.de

Abbildung: Hundertwasser 696A TESTAMENT IN GELB, 1971 © 2020 NAMIDA AG, Glarus/CH


Post aus der Kunstsammlung Jena

Von Erik Stephan  Noch vor wenigen Wochen haben wir uns auf die Wiedereröffnung der Städtischen Museen zu Anfang Dezember gefreut und einen Teil der Dauerausstellungen und die im Jahresprogramm angekündigten Sonderausstellungen vorbereitet. Die aktuellen Ereignisse zeigen: Wir waren zu optimistisch. Leider erlauben weder die aktuelle Entwicklung der Pandemie noch die Allgemeinverfügung des Freistaates Thüringen eine Öffnung von „Freizeiteinrichtungen“, womit auch die Museen gemeint sind. Aus diesem Grund bleiben die Städtischen Museen Jena bis auf weiteres geschlossen.
Neben Restarbeiten auf der Baustelle, der Wiedereinrichtung der Depots und der Anpassung der Dauerausstellungen, bauen wir aktuell die Ausstellungen von Julian Röder und Nguyen Xuan Huy fristgerecht auf und hoffen sehr, dass wir diese und alle anderen Ausstellungen bald öffnen dürfen. Neben den erwähnten Kunstausstellungen gilt das in gleicher Weise für die Ausstellungen Burgauer Porzellan in der Stadtgeschichte und für die Russischen Märchen im Romantikerhaus.

Ausstellungsempfehlungen in Jena:
 
Bis 30.12.2020 wird zu den täglichen Öffnungszeiten der Stadtkirche die Ausstellung DEPOTKUNST ans LICHT 2020 / DenkAbstand / Kunst in Krisenzeiten mit Werken aus der Kunstsammlung Jena und freien Beiträgen Jenaer KünstlerInnen gezeigt. Die Ausstellung basiert auf dem engagierten Einsatz der MitstreiterInnen des Vereins Ein Kunsthaus für Jena e. V.  Entstanden ist eine schöne sehenswerte Schau mit Werken folgender KünstlerInnen: Peter Ackermann, Felix Droese, Klaus Elle, Erika John, Erich Kuithan, Horst Peter Meyer, Christoph Natter, Robert und Shana ParkeHarrison, Lothar Zitzmann und von Grit Leinen, Katrin Knape, Lisa Kottkamp, Eve Trzewick, Kerstin Undeutsch.
 
Galerie Huber & Treff: Sibylle Prange. Neue Orte. Malerei, noch bis 19.12.2020.


Grassi Museum Leipzig hofft auf 2021

Sollten die Museen wieder geöffnet sein, sind folgende Sonderausstellungen zu sehen:

MURANO. Farbe Licht Feuer

Murano gilt als Inbegriff der italienischen Glasgestaltung par excellence. Ihre Tradition reicht zurück bis ins 14. Jahrhundert, als Venedig seine schon damals berühmte Glasherstellung auf die benachbarte Insel verlagert hatte. Nach einer wechselvollen Geschichte erlebte sie im 20. Jahrhundert eine erneute Blüte, die Ende der 1920er Jahre begann und bis heute reicht. In zahlreichen Werkstätten der Lagunenstadt entstanden und entstehen Werke mithöchstem künstlerischen Anspruch. Kostbares Glas in allen Facetten, vom filigranen Netzmuster bis hin zu massiven Gefäßobjekten mit geschliffenen Oberflächen, begeistert Sammler wie Liebhaber gleichermaßen. Rund 300 hochkarätige Werke aus einer der größten privaten Sammlungen von Murano-Glas, der Sammlung Lutz Holz, werden an zwei Ausstellungsorten gezeigt: In der Art déco-Pfeilerhalle des GRASSI Museums für Angewandte Kunst und im Ausstellungsraum der TECHNE SPHERE in Leipzig-Plagwitz. (Ausstellung bis 15.08.2021)

REKLAME! Verführung in Blech - zu sehen bis 9.05.2021

Öffentliche Veranstaltungen finden bis zum 31.12.2020 nicht statt.