Ausstellungen

Abstrakt und expressiv: Kunstschule Gera stellt aus!

Kunstschule Gera Ausstellung Häselburg

Vom 21. Mai bis zum 27. Juni 2021 zeigt die Neue Galerie für Zeitgenössische Kunst in der Geraer Häselburg ausgewählte Arbeiten aus der Klasse für Freie Malerei und Action Painting des studierten Künstlers und Kunsttherapeuten Peer Salden an der Kunstschule Gera e. V. – Freie Akademie. Die Eröffnung findet am 21. Mai ab 18 Uhr statt.

Seit 2017 zeigt die NGfZK Werke von überregionaler Bedeutung in Gera. Angefangen mit einer Ausstellung mit Barbara Toch und einer künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Orientalismus, über vier Ausstellungen mit international bedeutenden Vertretern der Bauhaus-Nachfolge seit 1950, bis zu künstlerischen Positionen zu gesellschaftlicher Diversität. Zum ersten Mal zeigt nun die Neue Galerie für Zeitgenössische Kunst eine ganze Ausstellung mit Arbeiten, die an der Kunstschule Gera e. V. – Freie Akademie entstanden sind.

Während der Pandemie konnten die Kursteilnehmer und Kursteilnehmerinnen die Kursräume kostenfrei als Ateliers nutzen. Spontan und doch unter strenger Einhaltung der Hygiene-Regeln konnte so die Kunst einen wichtigen Beitrag zur Erleichterung des Lebens in der Pandemie leisten.

Die expressiven Arbeiten in Öl und Acryl auf Papier, Holz und Keilrahmen zeigen das künstlerische Potential, das sich in der Kunstschule Gera e. V. – Freie Akademie entwickelt. Und es wird deutlich, welche künstlerische Kraft die intuitiven Methoden des in den USA entstandenen Abstrakten Expressionismus noch heute entfalten können.

Eine der Künstlerinnen beschreibt den Kurs so: „Im Zentrum des Kurses stand der freie Ausdruck. Was passiert, wenn man dem Pinsel in seiner Hand freien Lauf lässt und sich ganz dem Prozess der Bildentstehung hingibt?“ Die Ausstellung bestätigt: In dieser konzentrierten experimentellen Arbeitsphase kommt Unerwartetes zum Vorschein. Kunst entsteht, die von der Begeisterung lebt.

Peer Salden, der selbst in El Paso / Texas und an der HdK Berlin Freie Kunst studiert hat, arbeitete nach seinem Studium als freischaffender Künstler. Seit vielen Jahren führt er gemeinsam mit seiner Frau den Bio-Käsehof Clodramühle in der Nähe von Gera. Seit 2020 leitet er die Klasse Freie Malerei und Action Painting an der Kunstschule Gera e. V. – Freie Akademie.

Die Arbeiten sind von Freitag bis Sonntag, 12 bis 17 Uhr, in der NGfZK zu sehen. Informationen zu Pandemie-bedingten Änderungen finden Sie unter www.haeselburg.org.
Bei Interesse können Arbeiten erworben werden – ein Teil des Erlöses kommt dem gemeinnützigen Verein Kunstschule Gera zugute.

Der Kurs „Freie Malerei / Action-Painting“ findet immer Dienstag, 17 Uhr, in der Kunstschule Gera e. V. – Freie Akademie, Burgstraße 12, statt. Interessierte Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer sind herzlich eingeladen. Die Ausstellung wird aus Mitteln der Thüringer Staatskanzlei gefördert.

NGfZK | Kulturhaus Häselburg Gera | Burgstraße 12 | 07545 Gera

contact@haeselburg.org | www.haeselburg.org | www.ngfzk-gera.de

Vorankündigung:
Ab September wird in der Neuen Galerie für Zeitgenössische Kunst Gera außerdem eine Ausstellung mit Werken der Leipziger Künstlerin Franziska Reinbothe zu sehen sein. Nach der Corona-Pause meldet sich die NGfZK also mit einem anspruchsvollen Programm für 2021 zurück.

Foto: David Hummel


CULTURAL AFFAIRS. Kunst ohne Grenzen

Sonderausstellung im Grassi Museum Leipzig vom 10. Juni bis 3. Oktober 2021
CULTURAL AFFAIRS. Kunst ohne Grenzen Grassi Museum Leipzig

Seit jeher hat sich der Austausch der Kulturen auf ihre Kunst, auf ihr Kunsthandwerk und ihr Design ausgewirkt. In CULTURAL AFFAIRS stehen verschiedene Formen der kulturellen Begegnung im Fokus. Kulturen werden hier nicht als etwas Homogenes verstanden und von anderen Kulturen getrennt, sondern werden charakterisiert durch ihren Pluralismus.

Das GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig zeigt in seiner aktuellen Ausstellung Schmuck, Mode, Keramik und Textil sowie Grafik- und Industriedesign zeitgenössischer Designer*innen und Künstler*innen, die selbst durch Reisen oder durch eine globale und transkulturelle Biografie geprägt sind.
Der gesetzte Fokus auf das Jetzt sowie die Zukunft verdeutlicht, dass in dieser Zeit des kulturellen Pluralismus und der Heterogenität kollaborative, internationale und interkulturelle Projekte immer stärker an Bedeutung gewinnen. Die rund 60 Arbeiten der über 50 Ausstellenden aus mehr als 40 Ländern zusammen mit zwei Projekten von vier Hochschulen weltweit zeigen, dass in den letzten Jahrhunderten genauso wie in unserer heutigen, immer vernetzteren Welt Kunst und Design ohne transkulturelle Begegnungen nicht denkbar sind.
Die Ausstellung umfasst die drei inhaltlichen Schwerpunkte „Globale Verflechtungen“, „Transkulturelle Begegnungen“ und „Die Welt in Bewegung“. Globale Verflechtungen.

Die Positionen in diesem Teil der Ausstellung verdeutlichen, wie Verflechtungen anhand von Material, Form oder Design die kulturelle Identität prägen. Die Beispiele reichen von Übersetzungen und Neuinterpretationen afrikanischer Wachsprints über Kollaborationsprojekte bis hin zur Aneignung von Objekten oder Mustern aus anderen Kulturkreisen. „Globale Verflechtungen“ sind auch Formen der Übersetzungen, Vermischungen sowie unvorhersehbare Resultate vom Aufeinandertreffen von Kulturen bzw. Objekten.

Transkulturelle Begegnungen
Neue Perspektiven und mögliche alternative Geschichten oder Übersetzungen stehen im Zentrum dieses Kapitels. Jedes Objekt weist Spuren transkultureller Begegnungen auf – sei es durch die Wahl einer bestimmten Technik, eines spezifischen Materials oder die Transformation und Neuinterpretation in einen völlig neuen Gegenstand. Die vorgestellten Künstler*innen und Designer*innen leben selbst teilweise in zwei oder mehreren Ländern und sehen sich als Vermittler*innen zwischen ihnen. Doch man muss nicht einmal weit reisen, um diese Zeichen zu finden: Wir leben in einer globalen und vernetzten Gesellschaft, in der sich die Herkunft von Objekten oftmals nicht eindeutig feststellen lässt und die Definition von kultureller Identität immer flexibler und fließender wird.

Die Welt in Bewegung

Migration und Mobilität in einer postmigrantischen Gesellschaft stehen hier im Zentrum. Die gezeigten Positionen lassen sich an der Grenze zwischen Design und politischem Aktivismus verorten und widmen sich Themen wie Rassismus, Intersektionalität, Globalisierung oder Teilhabe in der Gesellschaft. Künstler*innen und Designer*innen, die sich selbst durch die Welt bewegt haben oder mobil leben, lassen diese Erfahrung in die eigene Arbeit einfließen. Kollaborative Projekte mit teilweise experimentellem und transkulturellem Ansatz spielen eine wichtige Rolle und stehen hier exemplarisch für den nie endenden Wandlungsprozess von Kultur und Gesellschaft. In diesem Kapitel stehen die Themen der globalen Mobilität, der kulturellen Identität und des gesellschaftlichen Wandels im Zentrum.

Zur Ausstellung liegt ein Katalog vor. Deutscher Kunstverlag, 176 Seiten, Deutsch/
Englisch, Preis 29 Euro

Eröffnung der Ausstellung:
Mi, 9. Juni 2021, 17 - 22 Uhr mit umfangreichem Programm (Gespräche, Konzerte, Live-DJ) Die Eröffnung findet hybrid statt: Direkt im Museum und als Live-Übertragung mit
Sphere Radio aus dem Innenhof des Grassimuseums

Abbildung oben: “The Inextinguishable Joy”(die unauslöschliche Freude) . Design von Walé Oyéjidé & NFN Kalyan, Schal, Seide, 2021 - Foto: Ikiré Jones

Abbildung auf der Startseite links: “Old is New”. Hanao Schuhe, Canvas-Sneakers, Seiden-Hanao, 2020 - Foto: Whole Love Kyoto


Museum Burg Posterstein: Mitmach-Aktion #GartenEinsichten

Museum Burg Posterstein: Mitmach-Aktion #GartenEinsichten

Unter Leitung des Museums Burg Posterstein laden vier Museen dazu ein, ihre Gedanken über Gärten zu teilen. Dabei kann es sich um Fotos vom Lieblingsgarten oder von einem öffentlichen Park handeln, die man unter dem Hashtag #GartenEinsichten in den sozialen Netzwerken teilt. Oder man schickt den Museen per Online-Formular seine Antwort auf die Fragen: Was bedeutet Ihnen ein Spaziergang im Park? Was bedeutet Gärtnern für Ihren Alltag? Wie sieht für Sie der Garten der Zukunft aus? Alle Meinungen, die über das Formular und den Hashtag #GartenEinsichten eingehen, sammelt das Museum Burg Posterstein und wertet sie auf seiner Website regelmäßig aus. 

Die Mitmach-Aktion #GartenEinsichten läuft über die gesamte Dauer der Ausstellungszeit und alle sind herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen und durch ihre Sicht auf Gärten und das Gärtnern die Ausstellungen zu bereichern. Alle Infos zur Teilnahme finden Sie auf der Website des Museums Burg Posterstein: https://www.burg-posterstein.de/garteneinsichten/

Die Sonderschau schlägt einen thematischen Bogen von den verschiedenen Gartentypen vom Mittelalter bis ins Heute. Ein besonderes Augenmerk liegt aber auf zwei Gartenformen, die das Altenburger Land besonders geprägt haben: Die Gärten der historischen Rittergüter und die für die Region typischen Bauerngärten. Anhand von historischen Vermessungskarten, die um 1800 entstanden, kann der Besucher einiges über die Geschichte und die längst vergangene Pracht der Gärten und Parks ehemaliger Rittergüter erfahren. Heute ist kaum zu glauben, dass dort Gartengestaltungen mit Grotten, Wasserkünsten oder Gebäude- und Figurenensembles, die einen Hauch von Antike verbreiteten, existierten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf historischen, noch erhaltenen Bauerngärten. Sie prägen bis heute das Altenburger Land. Instagramer aus der Region zeigen in Fotos ihren Blickwinkel auf die historischen Gärten. Manche dieser Gärten sind noch heute prachtvoll, andere kaum noch als solche erkennbar. Die in der Ausstellung vorgestellten Rittergutsgärten sind auf der Webseite des Museums auf einer Karte markiert und somit für jedermann zu finden. Dadurch können sie eigenständig, zumindest von außen erkundet werden. Die Ausstellung will zum Nachdenken und zur Diskussion anregen über den Garten als Element unserer Landschaft und über die Frage, wie wir unsere Orte nachhaltig gestalten.

Die vier Ausstellungen im Überblick:

Museum Burg Posterstein: GartenEinsichten: „Wie der Gärtner, so der Garten“ – Gartenkultur als Spiegel der Gesellschaft / 2. Mai bis 14. November 2021

Residenzschloss Altenburg: Gartenlust und Parklandschaft – Die Geschichte des Altenburger Schlossparks 21. Mai bis 3. Oktober 2021

Lindenau-Museum im Residenzschloss Altenburg: Gärten vor der Linse – Die Gartenstadt Altenburg / 21. Mai bis 3. Oktober 2021

Naturkundemuseum Mauritianum: Der Grund des Gartens: Porphyr / 2. Juli bis 31. Dezember 2021

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Zum Foto: Die Garten-Ausstellung des Museums Burg Posterstein wurde per Video eröffnet. Auf dem Foto sieht man Museumsdirektor Klaus Hofmann und Gartenarchitektin Christiane Nienhold beim Videodreh im Schlosspark Meuselwitz.


Italiensehnsucht

Ausstellung in den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU wird digital begleitet
Neue Ausstellung in den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU wird ab Samstag digital begleitet

Groß ist das Fernweh und die Sehnsucht - nach Sommer, Sonne, Italien oder dem Dolce Vita. Die Ausstellung „Italiensehnsucht! Auf den Spuren deutschsprachiger Künstlerinnen und Künstler 1905-1933“ (geplante Ausstellungsdauer bis 30. Mai) in den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum nimmt mit auf die Reise in „das Land, wo die Zitronen blüh’n“. Man entdeckt nicht nur die Orte Italiens – die Fischerorte an der ligurischen Küste oder am Golf von Salerno, die großen Städte wie Florenz, Venedig und Rom – sondern auch ganz viele verschiedene künstlerische Temperamente und die Art, wie sie Italien für sich wahrgenommen haben. Die Ausstellung vereint ca. 80 Gemälde, Fotografien, Papierarbeiten und Skulpturen von Künstlerinnen und Künstlern zwischen 1905 und 1933 – u. a. von Ernst Barlach, Adolf Erbslöh, Erich Heckel, Carlo Mense, Gabriele Münter, Walter Ophey, Max Pechstein, Hans Purrmann, Anita Rée und Karl Schmidt-Rottluff.

Derzeit müssen die KUNSTSAMMLUNGEN leider geschlossen bleiben. Das Haus hat daher digitale Angebote entwickelt, die ab Samstag, dem 27. März unter www.kunstsammlungen-zwickau.de genutzt werden können. Dazu zählen ein 360-Grad-Rundgang, Videos der Kuratorinnen und Mitarbeiterinnen des Museums zu ihren „Lieblingsbildern“, eine App mit Quiz und ausgewählten Werke, versehen mit Hörtexten. Mit Ausstellungsbeginn fließen jede Woche neue Bilder und Kreativangebote ein. Der 360-Grad-Rundgang durch die Ausstellung ersetzt zwar nicht die persönliche Begegnung mit den Kunstwerken, bietet aber einen anschaulichen Einblick in die Ausstellungsräume. Ergänzt wird der virtuelle Rundgang durch Zoom-Effekte, Videos, Hör- und Textstationen. Verschiedene Malvorlagen, Suchbilder sowie weitere spielerische Angebote laden zum kreativen Entdecken der Italien-Bilder ein.

Die neue Challenge in der App MuseumStars „ITALIENSEHNSUCHT?“ bietet eine abwechslungsreiche Entdeckungsreise nach Bella Italia, mit spannenden Infos zu Künstlern und Werken sowie kniffligen Quiz- und Schätzfragen! Die App MuseumStars steht zum Download in allen App-Stores zur Verfügung.

Mit Italien verbinden sich seit Goethes berühmter Reise südliche Sehnsuchtsbilder, die viele Künstlergenerationen magisch anzogen. Es galt, antike Schätze, geschichtsträchtige Städte und eine sonnendurchflutete Mittelmeerlandschaft zu erkunden. Vielfältig waren die kulturellen Anregungen, überwältigend das südliche Lebensgefühl. Unzählige Kunstwerke in den Kirchen, Palazzi und Museen lockten in das Land jenseits der Alpen: In Florenz ließ sich die Kunst der Renaissance studieren, die Zauberstadt Venedig faszinierte durch seine Lage in der Lagune und Rom beeindruckte als macht- und prachtvolles Zentrum der katholischen Weltkirche. Die Mittelmeerlandschaft, das glitzernde Wasser, das gleißende Licht, die exotische Vegetation faszinierten gleichermaßen. Neben Paris, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur maßgeblichen Inspirationsquelle für die junge Künstlergeneration avancierte, blieb Italien begehrtes Reiseziel, etwa für August Macke und Max Pechstein. Künstler wie Ernst Barlach oder Karl Schmidt-Rottluff kamen als Stipendiaten an die deutschen Künstlerhäuser, die Villa Romana in Florenz und die Villa Massimo in Rom, und konnten das Land auf diese Weise für sich und ihr Schaffen entdecken.

Italiensehnsucht: Künstlerpaare

„Bella Italia“ war auch für Paare und Freunde touristisches Ziel und ermöglichte gleichzeitig die gemeinsame künstlerische Auseinandersetzung mit Städten und Orten, Landschaften und Einheimischen. So genossen Gabriele Münter und Wassily Kandinsky 1905/06 „la dolce vita“ und verbrachten arbeitsreiche Monate in Rapallo an der ligurischen Küste. Das Künstlerpaar Maria Caspar-Filser und Karl Caspar reisten 1911 zum ersten Mal nach Italien, wo beide ihre Eindrücke der Landschaft in und um Florenz in Großformaten auf die Leinwand bannten. Dagegen wählte das Künstlerpaar Gertrud Eberz-Alber und Josef Eberz für ihre Ansichten von Amalfi, wohin es sie Anfang der 1920er-Jahre zog, bevorzugt das Aquarell und die Radierung. Hans Purrmann ließ sich 1922 für mehrere Jahre in Rom nieder, seine Frau Mathilde Vollmoeller-Purrmann besuchte ihn während der Sommermonate. Mit intensiven, leuchtenden Farben hielten sie die antiken Stätten und berühmten Plätze der Ewigen Stadt fest. Indessen suchten die Künstlerfreunde Max Pechstein und Alexander Gerbig nach touristisch möglichst unerschlossenen Gefilden und fanden ihr Malerparadies 1913 im kleinen Fischerort Monterosso al Mare in Ligurien, wohin sie 1924 zurückkehrten.

Positano – Colori d’Italia

Italien wurde vielen zum Sehnsuchtsland der Farbe und des Lichts. Die Amalfiküste rund um Positano und Sorrent, die Inseln Capri, Ischia und Sizilien entwickelten sich zu beliebten Treffpunkten deutschsprachiger Künstlerinnen und Künstler. Besonders die spektakuläre Lage des hoch aufragenden Positanos und dessen kulissenartiger, von kubischer Architektur geprägter Charakter inspirierte in den 1920er-Jahren Künstler wie Anita Rée oder Richard Seewald zu neuartigen Kompositionen. Hier malte Adolf Erbslöh seine ausdrucksstarken, mit dem Pinsel gebauten Ansichten der mediterranen Steilküste, hier schuf Otto Morach Landschaftsgemälde, die von einer geheimnisumwitterten Leblosigkeit geprägt sind. Carlo Mense erreichte in Positano mit einer altmeisterlichen Maltechnik einen modernen Klassizismus mit surrealen Zügen, während die „Hellmalerei“ des Lichtenthusiasten Walter Ophey mit ihrem mosaikartigen Geflecht getupfter Pinselstriche einen Höhepunkt erfuhr.

Italien – ewig modern

Im Hinblick auf den hohen künstlerischen Innovationsanspruch im 20. Jahrhundert stellte sich die Frage, was im (kunst-)historisch reichen Italien noch neu zu entdecken sei. Die Sehnsucht nach einer inspirierenden Landschaft führte Werner Gilles nach Abschluss seines Studiums am Bauhaus in den Süden Italiens, wo er mit seinem Freund aus Schülertagen, Otto Pankok, zusammentraf. Pankok widmete sich wie Max Beckmann, der regelmäßig an die Adria oder Riviera reiste, allen Facetten des Lebens unter italienischer Sonne und übersetzte die erlebte Leichtigkeit des Seins mit einem Augenzwinkern in eine von der Vereinfachung der Form getragene Bildsprache. Die Sinne berührende Stimmungen transportieren auch die luftigen Aquarelle Hans Kuhns, für den Italien ebenso zur zweiten Heimat wurde wie für Eduard Bargheer und Max Peiffer Watenphul, dessen spannungs- und kontrastreiche Fotografien aus Rom und Florenz nicht nur seine Ausbildung am Bauhaus reflektieren, sondern auch einen neuen Blick auf Altbekanntes ermöglichen. 

Italien digital erleben auf www.kunstsammlungen-zwickau.de

Abbildung: Karl Schmidt-Rottluff_Monte Palatino, 1930, (c) Brücke-Museum + Karl und Emy Schmidt-Rottluff-Stiftung


Kunstsammlungen Chemnitz: Tu BiShvat – Fest der Bäume

16. Mai – 29. August 2021 - Kunstsammlungen am Theaterplatz

Die Stadt Chemnitz ist seit den 1870er Jahren eng mit der Geschichte ihrer jüdischen Bürger:innen verbunden. Anlässlich des Jubiläums der 30. Tage der jüdischen Kultur Chemnitz und des Festjahres 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland richten die Kunstsammlungen Chemnitz in der Ausstellung Tu BiShvat – Fest der Bäume ihr Augenmerk auf das kulturelle Engagement jüdischer Bürger:innen in Chemnitz. Ein Fokus wird auf den Biografien der jüdischen Sammlerfamilien und ihrer Förderung des Museums liegen. Dem historischen Blick auf die Werke aus dem Bestand wird der aktuelle Blick auf die gegenwärtige jüdische Kultur in Deutschland durch drei zeitgenössische Positionen gegenübergestellt.

In der Ausstellung stehen die jüdischen Sammler Hugo Max Oppenheim, David Leder, Erich Goeritz, Carl Heumann, Arthur Weiner, Max Berger und Felix Frank, aber auch die Künstler Otto Th. W. Stein, Max Liebermann und Lovis Corinth sowie der Violinist Andreas Weißgerber im Mittelpunkt. Sie alle verband nicht nur ihre Liebe zur Kunst, sondern auch ein lebendiges und reges Netzwerk, in dem sie sich austauschten und gegenseitig beeinflussten. Um auf die Vielfalt und Heterogenität jüdischen Lebens in der Gegenwart aufmerksam zu machen, werden dem historischen Netzwerk drei zeitgenössische Positionen gegenübergestellt. Die Künstler:innen Eldar Farber, Michal Fuchs und Shira Wachsmann verbindet der Umgang mit der Natur und die Metaphorik der Verund Entwurzelung. Ihre künstlerischen Auseinandersetzungen bieten einen Dialog für ein tolerantes und achtsames Miteinander an.

Zusammen mit der digitalen Ausstellungseröffnung am Samstag, den 15. Mai 2021, wird auch der neue Arthur-Weiner-Platz an der Straße der Nationen –vorbehaltlich der Zustimmung des Stadtrates – eingeweiht. Der Chemnitzer Dr. Arthur Weiner war aufgrund seiner Religion, seines hohen gesellschaftlichen Ansehens und seiner Profession als geachteter Jurist eines der ersten Opfer 1933 des nationalsozialistischen Terrors; er wurde im April 1933 von der SA entführt, misshandelt und schließlich ermordet. Das Gedenken an Arthur Weiner, stellvertretend für die Verfolgung und Vernichtung der Juden Europas durch die Nationalsozialisten, sei uns heute Mahnung für die Gegenwart und Verantwortung für die Zukunft, jeder Form von Diskriminierung entgegenzutreten. Der Platz an der Giebelseite der Kunstsammlungen am Theaterplatz wird zukünftig zu diesem Gedenken seinen Namen tragen.

Anlässlich der Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog mit zahlreichen Illustrationen, biografischen Texten und Beiträgen von Bettina Leder und Karoline Schmidt erschienen. Der Katalog kostet 29 Euro. Bestellungen sind möglich unter: service.kunstsammlungen@stadt-chemnitz.de.


Gärten vor der Linse

Die Gartenstadt Altenburg - 21. Mai bis 3. Oktober Ausstellung des Lindenau Museums im Residenzschloss Altenburg

Das Lindenau-Museum ist zu Gast im Residenzschloss Altenburg. Im Rahmen des Ausstellungsprojektes „Grünes im Quadrat – Historische Gärten im Altenburger Land“ richtet das Lindenau-Museum in den „Russischen Gemächern“ des Schlosses den Blick auf die Kulturgeschichte der Altenburger Gärten. In direkter Nachbarschaft, im Goldsaal, präsentiert das Residenzschloss seine Ausstellung zum Thema Garten.

Vorgestellt werden Fotografien der Gärten des Adels und des Bürgertums. Die Spanne der einstmals weit über die Stadt hinaus bekannten Anlagen reicht von der Gartenanlage Hans Wilhelm von Thümmels, dem Park der Familie von der Gabelentz in Poschwitz und dem Wagner’schen Garten in der Frauengasse über verschiedene Villengärten, den Botanischen Garten, den Großen Teich bis hin zu Gerhard Altenbourgs Künstlergarten. Neben Plänen aus verschiedenen Archiven sind u.a. Werke von Adrian Zingg, Johann Carl August Richter, Christian Friedrich Schadewitz, Walter Jacob, Conrad Felixmüller und Gerhard Altenbourg zu sehen.
Das Lindenau-Museum hat mehrere Fotografen eingeladen, ihre Sicht auf die Altenburger Gärten festzuhalten. Die Arbeiten von Klaus Bach (Weimar), Margret Hoppe (Leipzig), Bertram Kober (Leipzig) sowie der Altenburger Jörg Neumerkel, Carsten Schenker und Jens-Paul Taubert werden Ansichten und Dokumenten der vielfältigen Altenburger Gartenlandschaften gegenübergestellt.
Die Ausstellung findet im Rahmen des Ausstellungsprojektes „Grünes im Quadrat“ statt.


Geraer Museen hoffen auf baldige Öffnung

Der Ausstellungsplan 2021 verspricht ein abwechslungsreiches Programm

Gera ist Kunst- und Kulturstadt. Die Orangerie, das Otto-Dix-Haus, das Museum für Angewandte Kunst, das Stadtmuseum mit den Historischen Höhlern und das Museum für Naturkunde sind feste Bestandteile der Thüringer Museumslandschaft. Ein Zeitpunkt für die Wiedereröffnung ist derzeit noch nicht absehbar. Die Museen sind dennoch vorbereitet: Während des Lockdowns wurde an den Ausstellungen weiter gearbeitet, neue Sonderausstellungen in den Häusern aufgebaut sowie die erarbeiteten Hygienekonzepte den jeweiligen Allgemeinverfügungen angepasst. Gemäß der Richtlinien des Internationalen Museumsrates, nach denen Museen sammeln, bewahren, forschen und dokumentieren sowie ausstellen und vermitteln, läuft auch die Museumsarbeit im Hintergrund weiter, um das historische Kulturgut der Stadt für nachfolgende Generationen zu erhalten. So wurde zum Beispiel in den vergangenen Wochen weiter an der Vorbereitung der Digitalisierung der umfänglichen Sammlungen gearbeitet, zu den Sammlungen geforscht und künftige Ausstellungen konzipiert.

Einer der besonderen Höhepunkte in diesem Jahr ist das internationale Ausstellungsprojekt „POLYPHON. Mehrstimmigkeit in Bild und Ton“, welches gleichzeitig in der Orangerie und im Museum für Angewandte Kunst Gera gezeigt wird. Die Ausstellungseröffnung ist für Anfang Juli geplant und vereint Installationen, Videos, Performances und Zeichnungen internationaler Künstlerinnen und Künstler. Die Arbeiten stammen von Künstlern, unter anderem aus Frankreich, Belgien, Japan, Großbritannien und Südafrika sowie Deutschland.

Anlässlich des Themenjahres 2020/2021 “900 Jahre Jüdisches Leben in Thüringen“ präsentiert die Kunstsammlung Gera im Südflügel der Orangerie die Ausstellung „Jacob und der Engel. Der Maler Roger Davis Servais“. Inhalt sind die sechzig Schaffensjahre eines der bekanntesten Künstler Belgiens. Servais wurde 1942 als Kind belgischer Juden geboren und lebt seit 1958 in Berlin. In seinen Werken setzt er sich immer wieder mit der jüdischen Kultur auseinander. Die stilistischen Mittel sind dabei sehr verschieden und reichen von figürlicher Malerei bis zu stark abstrahierten Zeichen. Die Ausstellung befindet sich gegenwärtig im Aufbau. Die Museumsmitarbeiter hoffen, dass dieses Projekt noch zahlreiche Besucher erfreuen kann.

Das Museum für Angewandte Kunst Gera widmet sich der Welt des Schmucks im 18. Jahrhundert. In der Ausstellung „Glanz & Eleganz – Juwelenschmuck im Barock“ wird barocker Juwelenschmuck aus einer bisher nie der Öffentlichkeit gezeigten Privatsammlung gezeigt. Zu entdecken sind neben den Schmuckstücken die Technik sowie die Mode hinter den funkelnden Kostbarkeiten. Die Ausstellung sollte bereits Ende des vergangenen Jahres eröffnet werden und wartet hinter den gegenwärtig noch verschlossenen Türen auf ihre Gäste.

Ebenfalls im Museum für Angewandte Kunst wird der 13. Aenne Biermann Preis mit einer Ausstellung ab dem 6. Oktober 2021 gekürt. Mit der Vergabe des Preises für Deutsche Gegenwartsfotografie lenkt das Haus das nationale Interesse der Fachwelt und des Publikums auf Gera und sein städtisches Museum im Ferberschen Haus.

Ganzjähriger Themenschwerpunkt im Stadtmuseum ist die Sonderausstellung „Schloss Osterstein. Facetten einer Residenz“. Das Schloss als Regierungssitz ist Ausgangsort für die gesamte Entwicklung der Stadt. „Es werden historische Aufnahmen, Dokumente und Alltagsgegenstände gezeigt, die im Zusammenhang mit der Residenz stehen. So haben die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Gera das Schloss Osterstein noch nie gesehen“, verrät Frau Stielau, Leiterin der Abteilung Museen / Kulturförderung.

Das Museum für Naturkunde widmet sich in einer neuen Sonderausstellung bis Ende Oktober dem Thema „Tödliche Schönheiten – Gifte der Natur“. Den Besucherinnen und Besuchern werden neue wissenschaftliche Informationen zu Pflanzen und Tieren vermittelt. Die einzigartigen Präparate der Ausstellung sollen für einige Wochen im Sommer sogar durch lebende Tieren ergänzt werden und versprechen während dieser Zeit ein einmaliges kulturelles Erlebnis.

Ausstellungsplan 2021

Kunstsammlung Gera – Orangerie 

Sonderausstellungen

bis 23.05.2021 „Jacob und der Engel. Der Maler Roger David Servais - Malerei, Grafik“

02.07.2021 bis 19.09.2021 „POLYPHON. Mehrstimmigkeit in Bild und Ton - Installation, Malerei, Zeichnung“

15.10.2021 bis 16.01.2022 „Ernst Barlach zum 150. Geburtstag - Zeichnungen, Druckgrafiken und Plastiken“

Otto-Dix-Haus Gera

Sonderausstellungen

bis 04.07.2021 „Wolfgang Kuhle. Plastiken“

17.07.2021 bis 17.10.2021 „Ernst Holzhäuser. Ein Dix-Schüler“ - Graphiken und Gemälde

22.10.2021 bis 23.01.2022 Zu Gast im Dix-Haus. Dix-Werke aus bedeutenden Sammlungen im Dialog mit Werken aus der eigenen Sammlung

Museum für Angewandte Kunst Gera

Sonderausstellungen

bis 16.05.2021 Glanz & Eleganz. Juwelenschmuck im Barock

02.07.2021 bis 19.09.2021 „POLYPHON. Mehrstimmigkeit in Bild und Ton. - Installation, Malerei, Zeichnung“

06.10.2021 bis 28.11.2021 13. Aenne-Biermann-Preis - Bundesweiter Wettbewerb für deutsche Gegenwartsfotografie

22.12.2021 bis 13.03.2022 - „Die Menagerie. Tier und Natur – gesehen durch das Auge des Künstlers“

Stadtmuseum Gera

Sonderausstellungen

November 2020 bis 27.02.2022 Schloss Osterstein. Facetten einer Residenz

Studioausstellungen

28.04. 2021 bis 11.07.2021 Neue Grabungsfunde des Areals Burgstraße/Johannisplatz - Gemeinschaftsprojekt mit dem Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Erfurt

20.07.2021 bis 31.10.2021 Abschlussarbeiten der Fotografen der Berufsschule „Eduard Amthor“ Gera

18.11.2021 bis März 2022 Für Gera! Ankäufe und Restaurierung aus 10 Jahren Förderverein Stadtmuseum

Museum für Naturkunde Gera

Sonderausstellungen

31.03.2020 bis 31.10.2021 Tödliche Schönheiten. Gifte der Natur

01.12.2021 bis 04.09.2022 Die Weiße Elster. Flusslandschaft des Jahres 2020-2022 

Kabinettausstellungen

17.10.2020 – 30.05.2021 „Spuren im Wald“ 

30.07.2021 bis 28.11.2021 Moderne Aquakultur. Hydroponik

02.12.2021 – 20.03.2022 „Spuren im Wald“ 

Dauerausstellung

ab 30.07.2021 b„Historische Aquakultur. Karpfenzucht Plothener Teiche“

Mineralienkabinett

„Fluorit. Mineral des Jahres 2020“

06.02.2021 bis 04.07.2021 „Der Steinbruch Kahlleite bei Schleiz und seine Mineralien“

23.07.2021 bis 23.01.2022 „Calcit. Mineral des Jahres 2021“

Alle Termine stehen aufgrund der aktuellen Pandemie unter Vorbehalt. Mit Beginn der Wiederöffnung der städtischen Museen werden die geltenden Ausstellungszeiträume aktuell bekannt gegeben.


Die Klassik Stiftung Weimar treibt ihre digitale Transformation voran

... und schaltete drei große Online-Angebote für die breite Öffentlichkeit, für Forschung und Citizen Science frei: Das Angebot „100 Schätze“ präsentiert erstmalig zentrale Objekte aus den Stiftungsmuseen, der Herzogin Anna Amalia Bibliothek sowie dem Goethe- und Schiller-Archiv miteinander verknüpft und für ein großes Publikum aufbereitet. Darüber hinaus gehen die ersten 10.000 Objekte in den Digitalen Sammlungen der Museen online, ebenso wie die Forschungsdatenbank so:fie mit über 30.000 Personen- und Körperschaftsdaten. Die Angebote sind zielgruppenspezifisch konzipiert und miteinander verknüpft.

Auf die Krisenbedingungen der Pandemie und die beschränkte Zugänglichkeit von Kultur- und Forschungseinrichtungen antwortet die Klassik Stiftung Weimar, wie schon 2020, mit innovativen Lösungen. In den Digitalen Sammlungen der Herzogin Anna Amalia Bibliothek können mittlerweile 25.000 Werke mit insgesamt mehr als 3,3 Millionen Seiten durchstöbert werden. 300.000 Digitalisate stehen über die Datenbank des Goethe- und Schiller-Archivs zur Verfügung. Die erfolgreiche App der Klassik Stiftung Weimar „Bauhaus+“ wird nun als „Weimar+“ die digitale Strategie der Stiftung unterstützen, indem sie Sammlungen und Orte unterhaltsam miteinander verknüpft. Mit den Videoliveführungen #KulTÜRöffner gelingt es, neue junge Publikumsgruppen für Weimar zu gewinnen.

Unter Digitaler Transformation versteht die Klassik Stiftung Weimar mehr als digitale Reproduktion und Präsentation kostbarer Objekte. Vielmehr reflektiert die Stiftung in den drei heute freigeschalteten Angeboten den komplexen Anspruch, die Einheit der Stiftung bei gleichzeitiger Differenzierung nach Zielgruppen und Medien zu stärken. Kulturelle Teilhabe und gelebte Digitalität erfordern eine gemeinsame Entwicklungs- und Lerndynamik. In ihrer direktionen- und medienübergreifenden Initiative hat sich die Klassik Stiftung Weimar für 2021 ambitionierte Ziele gesteckt für digitale Ausstellungen, digitale Editionen, kulturelle Bildung und Forschung.

Dank zusätzlicher Bundesmittel kann in den ersten drei Quartalen 2021 ein Vorprojekt für den künftigen Sammlungserschließenden Katalog der Klassik Stiftung Weimar durchgeführt werden, der einen gemeinsamen Suchraum über alle Sammlungen von Archiv, Bibliothek und Museen mit Normdaten als Wegweisern aufspannen wird. Ziel ist das Testen und Herausarbeiten von Konzepten zur prototypischen Implementierung. Die Bestände und Sammlungen von Archiv, Bibliothek und Museen werden mit normdatenbasierten Sucheinstiegen (für Personen, Körperschaften, Themen, Werke, Sammlungen, Provenienzen, Orte, Räume) miteinander vernetzt, erschlossen und gemeinsam präsentiert.

Das Themenjahr „Neue Natur“ bietet neue digitale Zugänge rund um das Thema historische Gärten an. Über die App „Weimar+“ können Besucherinnen und Besucher den Park an der Ilm individuell mit dem eigenen Endgerät erkunden und dabei dessen besondere Bedeutung für die Entstehung der Weimarer Klassik entdecken. Auch nahezu unbekannte Orte sind in die Erzählung eingebunden, wie etwa der sowjetische Friedhof oder die mit Häftlingen aus Buchenwald als Luftschutzbunker ausgebaute Parkhöhle. Die App zeichnet zudem die historischen Sichtachsen nach und spricht über ein integriertes Gaming-Element auch jüngere Besucherinnen und Besucher an.


MURANO. Farbe Licht Feuer

Ausstellung im GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig bis 15. August 2021
GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig eröffnet am 16.3. mit zwei neuen Ausstellungen

Murano gilt als Inbegriff der italienischen Glasgestaltung par excellence. Ihre Tradition reicht zurück bis ins 14. Jahrhundert, als Venedig seine schon damals berühmte Glasherstellung auf die benachbarte Insel verlagert hatte. Nach einer wechselvollen Geschichte erlebte sie im 20. Jahrhundert eine erneute Blüte, die Ende der 1920er Jahre begann und bis heute reicht. In zahlreichen Werkstätten der Lagunenstadt entstanden und entstehen Werke mit höchstem künstlerischen Anspruch. Kostbares Glas in allen Facetten, vom filigranen Netzmuster bis hin zu massiven Gefäßobjekten mit geschliffenen Oberflächen, begeistert Sammler wie Liebhaber gleichermaßen.

Rund 300 hochkarätige Werke aus einer der größten privaten Sammlungen von Murano-Glas weltweit, der Sammlung Lutz Holz, werden an zwei Ausstellungsorten gezeigt: In der Art déco-Pfeilerhalle des GRASSI Museums für Angewandte Kunst und im Ausstellungsraum der TECHNE SPHERE in Leipzig-Plagwitz. Die Ausstellung im Museum zeigt Muranoglas in seinen vielen Facetten durch Werke von zwei der bedeutendsten Persönlichkeiten des Glasdesigns: Ercole Barovier und Yoichi Ohira. Ercole Barovier (1889-1974) leitete die berühmte Manufaktur Barovier&Toso von 1933 bis 1972 und prägte sie bereits seit 1919. Mit seinen neuen und experimentellen Techniken bestimmte er entschieden die Glaskunst des 20. Jahrhunderts.

Exemplarisch für die Glaskunst Muranos im 21. Jahrhundert stehen die Arbeiten des Japaners Yoichi Ohira (*1946). Seine Objekte weisen gestalterische Momente auf, die der jahrhundertealten venezianischen Glaskunst in der Begegnung mit japanischer Kunst völlig neue künstlerische Dimensionen eröffnen. Die Schau lädt dazu ein, Glas in vielfältigen Variationen und künstlerischen sowie technischen Höchstleistungen der Glaskünstler Muranos zu entdecken. In den Vitrinen der
Pfeilerhalle werden Material, Technik und Künstlerpersönlichkeiten – Glasbläsermeister wie Designer - vorgestellt. Material, Werkzeug, Entwürfe auf Papier und ein Film geben Einblicke in die faszinierende Entstehung dieser gläsernen Kunstwerke.
In Halle 9 der TECHNE SPHERE LEIPZIG werden zwei berühmte Architekten gewürdigt – Carlo Scarpa (1906-1978) und Tomaso Buzzi (1900-1981).

Zur Ausstellung liegt ein Katalog vor (168 Seiten, 240 Abbildungen, Sandstein Verlag,
21,5 cm x 21,5 cm, Klappbroschur, 24 EUR).

Abbildung: Bocciolo, 2004, Entwurf: Yoichi Ohira, Ausführung: Livio Serena und Giacomo Barbini, H: 18,7 cm, Glas, verschiedene Techniken (Murrine, Battuto, Inciso) / Foto: Martin Adam

MURANO. Farbe Licht Feuer - bis 15. August 2021
GRASSI Museum für Angewandte Kunst
Johannisplatz 5-11, 04103 Leipzig, Tel.: 0341/2229100

www.grassimak.de

Das Museum ist bis auf Weiteres wieder für die Öffentlichkeit geschlossen. Sie können das Museum weiterhin digital besuchen, sich Kurzführungen zu den aktuellen Sonderausstellungen und Kreativ-Workshops zum Mitmachen ansehen. 


Ausstellung im Residenzschloss Altenburg

Bernhard-August-von-Lindenau-Förderpreis - bis 13. Juni 2021
Altenburg Bernhard-August-von-Lindenau-Förderpreis Ausstellung

In der Ausstellung anlässlich der Verleihung des Bernhard-August-von-Lindenau-Förderpreises des Lindenau-Museums werden im Prinzenpalais des Residenzschlosses Altenburg die Werke sechs junger Künstlerinnen und Künstler aus den Kunsthochschulen in Dresden, Halle und Leipzig präsentiert. Die ausgestellten Stücke reichen von skulpturalen Werken bis hin zu raumgreifenden Installationen und Fotografien. Sie greifen geschichtliche Ereignisse auf, sind von Pop- und Hochkultur beeinflusst und fordern gesellschaftliche Stereotype heraus. Der unter den beteiligten Künstlern zu vergebende, neu ins Leben gerufene Bernhard-August-von-Lindenau-Förderpreis stellt eine Weiterentwicklung des früheren Lindenau-Stipendiums dar und ist mit 5.000 Euro dotiert. Die Ausstellung war bereits für den Herbst 2020 geplant und musste wegen der Pandemie verschoben werden.
Gefördert wird der Preis von der Sparkasse Altenburger Land, der EWA – Energie- und Wasserversorgung Altenburg, der Wirtschaftsvereinigung Altenburger Land – Metropolregion Mitteldeutschland WAMM e.V., der Anita und Günter Lichtenstein Stiftung, dem Sammler Günter Lichtenstein und dem Förderkreis „Freunde des Lindenau-Museums“ e.V.

Abbildung: Louise Seidler, Bernhard August von Lindenau (1779-1854), Öl auf Leinwand, 1811

Das Lindenau-Museum wird in den kommenden Jahren vollständig saniert und deutlich erweitert. Zu diesem Zweck ist das Haus an der Gabelentzstraße geschlossen. Das Museum befindet sich in seinem Interim in der „Kunstgasse 1“.

http://lindenau-museum.de/index.php/Aktuelle_Ausstellungen.html

 


REKLAME! Verführung in Blech

GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig lädt ein
GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig bereitet neue Ausstellung vor

Werbung ist so alt wie Produktion und Handel. Im Wettbewerb um Kunden waren schon immer Fantasie und Kreativität gefragt, aber erst die explosionsartige Vermehrung der Waren durch die industrielle Revolution hat der Werbung - die damals noch Reklame hieß - zum großen Aufschwung verholfen.

Das GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig zeigt in REKLAME! VERFÜHRUNG IN BLECH rund 300 Emailschilder aus der Privatsammlung der Leipziger Typografen Gert und Sonia Wunderlich. Sie bieten einen Überblick auf die Produktwerbung zwischen 1890 und den späten 1930er Jahren und spiegeln die Blütezeit dieser besonderen Art der Reklame. Der Bogen spannt sich vom einfachen informativen Türschild bis zu künstlerischen Großformaten, hinter denen häufig berühmte Künstlerinnen und Künstler ihrer Zeit stehen. Bereichert wird die Ausstellung durch weitere Werbeartikel, Warenautomaten und zeitgenössische Bild- und Schriftdokumente.

Um 1900 ist die Warenwelt so groß wie nie zuvor. Das Zur-Schau-Stellen und Inszenieren der Waren wurde im wachsenden Konkurrenzkampf daher immer wichtiger. So ist ab 1900 eine massenhafte Produktion emaillierter Werbeschilder zu beobachten, die das rasante Wachstum dieser Warenwelt spiegeln. Bald zierten so viele der dauerhaften Emailschilder die Straßen, dass von einer „Blechpest“ die Rede war. In ihrer künstlerischen Entwicklung nahe am Papierplakat, dienten die farbenfrohen Emailschilder als Dauerreklame an Fassaden, rund um Geschäftseingänge und -türen. Auch wenn sie in erster Linie das urbane Erscheinungsbild prägten, warben sie auch im entlegensten Winkel für Waren und Dienstleistungen.
Der historische Teil der Ausstellung erhält durch eine Inszenierung in der Orangerie des Museums einen deutlichen Bezug zur Gegenwart. Die Werbeagentur „Orange Ad“ stellt ihre Arbeitsplätze und -prozesse vor. Den Besucherinnen und Besuchern eröffnet sich damit die Möglichkeit, heutigen Werbeprofis bei der Arbeit über die Schulter zu blicken – von der Idee bis zum Werbekonzept.

Zur Ausstellung liegt ein Katalog vor (120 Seiten, 82 Farbabbildungen, deutsch/englisch, Sandsteinverlag, 25 Euro) REKLAME! Verführung in Blech

Foto: Esther Hoyer


Moderne Kunst im Dom zu Erfurt

Unter dem Titel „Laut“ zeigt die Erfurter Künstlerin Tina Reichel bis 23. April ihre neuesten Werke in der Kathedrale ihrer Heimatstadt.
Ausstellung Tina Reichel im Dom zu Erfurt

Zum ersten Mal überhaupt findet in dem Gotteshaus eine Ausstellung moderner Kunst statt. Tina Reichel setzt mit ihren Bildern ein Zeichen – auch in Zeiten der Corona-Krise. Die Schau in der thüringischen Landeshauptstadt ist noch bis zum 23. April zu sehen.
Der Erfurter Dom ist einer der ältesten Kirchenbauten in Erfurt. Seine Geschichte reicht bis ins 8. Jahrhundert zurück. Der berühmte Einhornaltar, der Wolfram-Leuchter oder das Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren, das die Vermählung der Heiligen Katharina zeigt – die Kathedrale beherbergt zahlreiche Kunstschätze. Doch noch nie fand hier eine Ausstellung mit moderner Kunst statt. Gezeigt werden Gemälde mit Außenansichten von Kirchen in Europa. Bis jetzt. Denn am 3. Dezember 2020 eröffnet hier die Erfurter Künstlerin Tina Reichel ihre Ausstellung „Laut“.
Der Titel der Schau, bei er es sich tatsächlich um die allererste offizielle Ausstellung mit modernen Kunstwerken in der über 1.000-jährigen Geschichte der Kirche handelt, hat nichts mit ungezügeltem, akustischem Lärm zu tun. Tina Reichel setzt vielmehr auf die stille, aber mitreißende Macht der Farben. Es geht ihr darum, auch in Corona-Zeiten ein Zeichen für die kreative Kraft der Kunst zu setzen. Der Untertitel des Events lautet dementsprechend: „Die Kunst steht nicht still und ich erst recht nicht.“
Bauwerke in fluoreszierendem Farbrausch
Die Malerin zeigt neue Arbeiten, die sich mit monumentalen Architekturen auseinandersetzen. Dabei inszeniert sie Bauwerke in einem leidenschaftlichen Farbrausch: vom Mailänder Dom und dem Kölner Dom bis Big Ben. Und natürlich stand auch der Erfurter Dom selbst Modell. Das Besondere an Reichels Bildern ergibt sich nicht nur durch die Verfremdungseffekte aufgrund ihrer schrillen Farbgestaltung, sondern auch aus besonderen optischen Wirkungen: Die Künstlerin verwendet fluoreszierende Farben, die die Motive nicht nur bei Tageslicht, sondern auch im Dunkeln zum Leuchten bringen. Hinzu kommt ein spezielles Beleuchtungskonzept mit UV-Licht, das jedes einzelne Werk individuell in Szene setzt.

Zu sehen im Ausstellungsraum im historischen Dachstuhl des Gotteshauses, wo auch das berühmte und mittlerweile restaurierte Marienmosaik zu sehen ist. Bis zum 23. April 2021 können Besucher die Bilder an diesem besonderen Ort Erfurter Geschichte im Rahmen von Führungen erleben.

Foto: Ausstellungseröffnung - Weihbischof Dr. Reinhard Hauke mit Künstlerin Tina Reichel im Erfurter Dom (Fotonachweis: Susann Nuernberger Corporate Photography)


„Cranachs Bilderfluten“ und Barrierefreiheit

Weimar: Herzogin Anna Amalia Bibliothek setzt sich neue Ziele
Klassik Stiftung Weimar

>> Zum Video über die Ertüchtigung des Renaissancesaals und des Foyers

>> Zur Projektwebsite Cranach 2022

Über 85.000 Besucherinnen und Besucher begrüßt das historische Stammhaus der Herzogin Anna Amalia Bibliothek jedes Jahr seit seiner Wiedereröffnung 2007 – das Sechsfache der jährlichen Gästezahl vor dem Brand. Nachdem dieser großartige, aber auch herausfordernde Publikumserfolg nun 13 Jahre anhält, hat die Klassik Stiftung Weimar beschlossen, das Stammhaus der international angesehene Archiv- und Forschungsbibliothek – insbesondere das Foyer und den unteren Ausstellungsraum (Renaissancesaal) – zeitgemäß und publikumsorientiert zu ertüchtigen. Von zentraler Bedeutung sind dabei die Verbesserung der Barrierefreiheit und der Eingangssituation, die über die Jahre in vielen Rückmeldungen kritisiert wurde. Des Weiteren bereitet die Bibliothek den Renaissancesaal als Ausstellungsraum auf, um dort ab Anfang 2022 die neue Schau „Cranachs Bilderfluten“ zu zeigen. Die Ausstellung ermöglicht den Besucherinnen und Besuchern, die Cranach-Werke wieder zu erleben, die seit Juni 2018 wegen der Instandsetzung des Weimarer Stadtschlosses im Depot aufbewahrt werden. Auch während der Umbaumaßnahmen können Besucherinnen und Besucher, sobald die Corona-Situation eine Öffnung der Bibliothek wieder erlaubt, das Stammhaus mit dem Rokokosaal weiterhin besichtigen.

Durch die Neukonzeption ihres Stammhauses möchte die Herzogin Anna Amalia Bibliothek zum einen das Besuchserlebnis verbessern, zum anderen ihre reformations- und erinnerungsgeschichtliche Bedeutung stärker vermitteln. Dazu schafft sie mit der Ertüchtigung des Renaissancesaals zum Ausstellungsraum für hochkarätige Kunst- und Buchprojekte nicht nur ein neues touristisches Ziel, sondern gibt der Startausstellung „Cranachs Bilderfluten“ auch einen passenden zeitgenössischen Raum. Nur wenige Jahre nach Cranachs Tod gebaut, gehört der Renaissancessaal zum ältesten Kern des bis 1569 als Renaissanceschloss errichteten Gebäudes. Als fürstlicher Wohnsitz steht es in enger Verbindung zu den Ernestinern und den herrschaftlichen Räumen dieser Zeit in unmittelbarer Nachbarschaft: der Weimarer Stadtkirche St. Peter und Paul mit dem Altarretabel von Lucas Cranach dem Jüngeren sowie dem Stadtschloss, in dem bis zum Beginn der Instandsetzung 2018 die Cranach-Galerie untergebracht war. Einige dieser Galeriegemälde hingen ursprünglich im Stammhaus der heutigen Herzogin Anna Amalia Bibliothek und kehren mit der neuen Ausstellung „Cranachs Bilderfluten“ nun an ihren angestammten Platz zurück.

Die Schau zeigt Objekte von Lucas Cranach dem Älteren, dem Jüngeren und ihrer Werkstatt. Jedes Medium, das sie beherrschten, ist vertreten: Gemälde, Graphiken, illustrierte Bücher, Drucke und Medaillen. Diese für Cranachs Zeitgenossen überwältigende Bilderflut verbindet die Ausstellung mit Gegenwartsfragen über Meinungsbildung, Reichweiten und Fake News.

Neben dem neuen Ausstellungsraum konzipiert die Herzogin Anna Amalia Bibliothek die Vorräume des Rokokosaals und den Vorraum zum Bücherturm neu, um eine klare räumliche und thematische Gliederung für die Besucherinnen und Besucher zu schaffen: das Erdgeschoss mit dem Renaissancesaal markiert das 16. Jahrhundert, das erste Obergeschoss mit dem Rokokosaal sowie dem Bücherturm das 18. und 19. Jahrhundert und das zweite Obergeschoss mit dem Studiensaal und dem Branddenkmal des Architekten Walther Grunwald stehen, ebenso wie das moderne Studienzentrum, für das 21. Jahrhundert.

Im Zuge der inklusiveren Publikumsorientierung verbessert die Bibliothek auch ihre Eingangssituation und insbesondere die barrierefreien Zugänge. Künftig werden wieder alle Besucherinnen und Besucher das Stammhaus über den historischen Haupteingang von Clemens Wenzeslaus Coudray betreten, der seit der Wiedereröffnung 2007 nur von Angestellten und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen verwendet wurde. Für letztere wird es nun auch direkt im Foyer eine Hebebühne geben, mit der sie vom Eingangsraum selbstständig den ca. 65 cm höher gelegenen Foyerbereich und den Renaissancesaal erreichen können. Damit die Hebebühne eingebaut werden kann, ist es notwendig, einen kleinen Teil des Foyers auf die Höhe des Eingangsraums abzusenken. Der 2007 in das Foyer eingebrachte und sehr beliebte Bodenbelag aus grünen Keramikfliesen – eine moderne Interpretation Walther Grunwalds – bleibt erhalten, wird jedoch für mehr Rutschfestigkeit optimiert. Alle Maßnahmen sind in enger Abstimmung mit den Denkmalschutzbehörden entwickelt und von diesen genehmigt.

Die Neukonzeption des Stammhauses ist Teil der von der Thüringer Staatskanzlei geförderten Agenda 2020 der Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Diese Agenda definiert den Typ „Archiv- und Forschungsbibliothek“ im Spannungsfeld des materiellen Sammlungserhalts, der Überlieferungsbildung, der digitalen Transformation, Vernetzung und Vermittlung von Wissen neu. Zusätzlich zu den Maßnahmen im Stammhaus wird das Studienzentrum der Herzogin Anna Amalia Bibliothek durch Sammlungspräsentationen, Veranstaltungen und neue digitale Angebote als Informations- und Kommunikationsbereich stärker in der Öffentlichkeit verankert.

Abbildung: Lucas Cranach der Ältere, Prinzessin Sibylle von Cleve, 1526, Klassik Stiftung Weimar