KUSPI-Blog

Erfurt: Lesungen auf der Sommerbühne am Kultur:Haus Dacheröden

Dienstag, 16. Juli, 19:30 Uhr - Lesung

CHRISTOPH DIEKMANN: DER STERN VON JENA
Jena-Fan Christoph Dieckmann schildert die kurvige Laufbahn von Peter Ducke, sein großes Idol und ungewöhnlichster Kicker der DDR. Zugleich erzählt er Fußball als deutsche Zeitgeschichte, vom Nachkrieg bis in die Gegenwart. Auf der Sommerbühne liest er aus seinem Buch und spricht mit Stargast Peter Ducke über Fußball, Gott und die Welt.

Freitag, 19. Juli, 19:30 Uhr - Lesung

SWE SPECIAL: DIARY SLAM
Bereits zum 10. Mal veranstaltet die Erfurter Herbstlese diesen Slam, bei dem ausschließlich Texte aus Tagebüchern vorgetragen werden. Ob aufregender Konzertbesuch, Reiseerlebnisse oder der erste Liebeskummer, ob gesungen, gereimt oder gerappt, alle Themen und Texte sind willkommen. Hauptsache, sie sind selbstgeschrieben und stehen in einem Tagebuch.


Vorschau auf das Programm der 28. Erfurter Herbstlese

Bei der „Erfurter Herbstlese“ wird auf Tradition großen Wert gelegt. Andererseits geht Thüringens größtes literarisches Festival natürlich auch mit der Zeit. Am deutlichsten wird dieser Anspruch am Termin für die Veröffentlichung des Programms und den Beginn des Ticketverkaufs. 27 Mal waren beide Ereignisse fest mit dem Ende der Sommerferien verbunden. Bei der 28. Auflage sind sie ans Ende des Frühlings gerutscht. Für Herbstlese-Programmchefin Monika Rettig fast eine zwangsläufige Entwicklung. „Unser Festival muss sich im Konzert der Mitbewerber nicht nur in Erfurt behaupten“, nennt sie einen wichtigen Grund für den Ritt durch den Kalender. Viele andere Anbieter von Literatur undUnterhaltung gehen mit einem deutlich längeren Vorlauf in den Verkauf und die Werbung; bei den großen Festivals sind inzwischen drei Monate die Realität. Die längere Vorverkaufszeit, so das Kalkül beim Trägerverein, bietet die Chance, ein größeres Publikum zu erreichen. Daran hatte es in der Vorsaison nach den dürren Corona-Jahren zwar nicht mehr gemangelt, doch zeigt sich immer wieder, dass die Menschen ihr Geld mehr zusammenhalten als noch zur Herbstlese-Premiere 1997. Auch die Zahl der Programmpunkte fällt 2024 etwas sparsamer aus.

Angeboten werden 48 Veranstaltungen. Leider musste der Abend mit Charlotte Link bereits im Vorfeld wegen der Erkrankung der Autorin abgesagt werden. Dafür gibt es ein Herbstlese-Extra mit Charly Hübner und Caren Miosga. „Die Reduktion der Festival-Termine ist aus unserer Sicht sinnvoll und nötig, da mit der Sommerbühne im Kultur: Haus Dacheröden eine weitere Veranstaltungsreihe etabliert wurde“, erläutert Monika Rettig.

Ohne Veränderung blieb indes das Motto des Lesefestes, das traditionell mit einem Fragezeichen versehen wird. „Morgen ist auch noch ein Tag?“ lautet es und spannt einen weit ausholenden Bogen. Zum einen klingt darin gelebte oder erlittene Prokrastination an. Auf der anderen Seite schwingt im Motto die Sorge mit, sich von Dingen verabschieden zu müssen. Im Extremfall stellt es sogar die Welt, wie die Menschen sie heute kennen, in Frage. Was, wenn es angesichts von ausufernden Kriegen, Seuchen und irreparablen Schäden der Umwelt gar kein Morgen mehr gibt? Als erstes versucht das Literarische Quartett (nach dem Hübner-Miosga-Extra) mit Hilfe von vier aktuellen Büchern dieser Frage nachzuspüren. Den Schlusspunkt setzt, ganz klar, Denis Scheck, der wie immer zum Ende virtuos die Welle der Neuerscheinungen reitet.

Neben dem Kultur: Haus Dacheröden gibt es (temporäre) Lesebühnen im Theater Erfurt, im Ratsgymnasium, im Atrium der Stadtwerke, bei Hugendubel, in der Zentralheize und im Augustinerkloster. Dabei warten auch wieder etablierte Formate wie „Gysi trifft in Erfurt …“, „Poesie & Politik“ sowie „Highslammer“, „Debütantensalon“, „Gemischtes Doppel“ und die Preisverleihung zum Eobanus Hessus Schreibwettbewerb auf ihr Publikum. Mit Marie Niehoff ist auch eine Vertreterin von New Adult dabei.

Zu den literarischen Highlights zählt bestimmt die Buchpremiere zu Heinz Strunks „Zauberberg 2“, dazu geben sich Clemens Meyer, Iris Wolff und Saša Stanišić die Ehre. Sven Regener gestaltet einen Kafka-Abend, das Genre Krimi besetzen u.a. Volker Kutscher und Håkan Nesser.

Im Fachbereich Unterhaltung haben sich Oliver Kalkofe, Horst Evers, Cordula Stratmann und John Strelecky eingeschrieben. Dazu kommen bei der „Jungen Herbstlese“ noch Marion Brasch mit ihrem ersten Kinderbuch, Ralph Caspers und Stephanie Garber als internationale Autorin.

Das kulturelle Jahresthema der Stadt Erfurt „Barrieren brechen – Kultur entfachen!“ ist im Programm durch das Buch „Zusammensein. Plädoyer für eine Gesellschaft der Gegenseitigkeit“ vertreten. Die Autorin Hadija Haruna-Oelker schreibt darin aus der Sicht einer Mutter eines behinderten Kindes. 

Die Herbstlese bietet also auch 2024 ein prall gefülltes Programm – allen Unwägbarkeiten und Nöten der Nach-Corona-Zeit zum Trotz. Das kann nur mit verlässlichen Partnern gelingen. Den Sponsoren, die auch in schwierigen Zeiten an Bord geblieben sind, zollt die Herbstlese großen Dank: dem Hauptsponsor, der Stadtwerke Erfurt Gruppe, der Buchhandlung Hugendubel, der Zentralklinik Bad Berka, der Universität Erfurt und dem Medienpartner MDR Thüringen. Kooperationen gibt es 2024 mit der Heinrich-Böll-Stiftung und der Friedrich-Ebert-Stiftung, dem Katholischen Forum im Land Thüringen, der BürgerStiftung Erfurt, der Sparkasse Mittelthüringen, dem Thüringer Schriftstellerverband, dem Highslammer e.V., dem Theater Erfurt und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit.

Tickets können gebucht und gekauft werden ab dem 15. Juni, 9.30 Uhr, im Kultur: Haus Dacheröden, bei Hugendubel am Anger und im Thüringen-Park sowie an allen VVK-Stellen des Ticketshops (Pressehäuser, Tourist-Infos etc.).

Die Geschäftsstelle der Herbstlese im Kultur: Haus Dacheröden bietet zum VVK-Start folgende Sonderöffnungszeiten an: Samstag, 15. Juni, von 9.30 Uhr bis 17.00 Uhr Montag, 17. Juni, von 12.00 Uhr bis 17.00 Uhr Ab 18. Juni von Dienstag bis Freitag von 12-17 Uhr und Samstag von 10-17 Uhr


Limericks & Schlimmericks für die Westentasche

Reime quer durch Deutschland / Von Ulf Annel, illustriert von Katrin Kadelke
Limericks Ulf Annel
Der Erfurter „Arche“-Kabarettist Ulf Annel ist ein Wortspieler, der gern komische Texte schreibt. Hier ein Büchlein voller Scherzgedichte. Es sind Limericks, die manchmal Schlimmes beschreiben oder schlimm enden - in deutschen Orten von A-Z. Die Illustratorin Katrin Kadelke hat in ihren Zeichnungen Details "versteckt", die direkt zu den bedichteten Orten führen. Nehmen Sie es nicht zu ernst. Alles Spaß!

Katrin Kadelke illustriert seit 2008 alles, was eine heitere Farbspur benötigt. Von Neuseeland aus, wo sie seit 2010 ihren Hauptwohnsitz hat, bebildert sie große und kleine Anliegen, meistens auf Papier: Vom Adventskalender über Magazin-Cover, viele Buchillustrationen (zum Beispiel „Zwei Riesen im Sund“ – Sagen von der Insel Rügen, erschienen im Demmler Verlag) bis zu Zeichnungen für Umverpackungen, für Satire-, Reise- und Lifestylemagazine, für Stadtmaskottchen und u.v.a.m.
Der gebürtige Erfurter Ulf Annel schreibt seit seinem Studium komische Texte. Die tauchen dann auf Kabarettbühnen oder bei Leseveranstaltungen auf. Viele fanden ihren Weg in Bücher, u. a. in solche der Rhino Westentaschen-Bibliothek.
Rhino Verlag, 96 S., 36 Illustrationen (farbig), ISBN978-3-95560-103-4, Format (B x H)8 x 11.5 cm, Fester Einband / Fadengeheftet, Preis 6,95 €

Wladimir Kaminer lädt zum "Frühstück am Rande der Apokalypse"

Freitag, 6. September, 19.30 Uhr, Gotha, Kulturhaus
Wladimir Kaminer lädt zum "Frühstück am Rande der Apokalypse"

Was haben Familienalltag und Weltuntergang, globale Krisen und Mutters Kreuzworträtsel, Putin und Pilzsaison gemeinsam? Sie existieren gleichzeitig und schaffen damit eine Normalität, die vielen nicht ganz normal erscheint. Und doch haben wir uns irgendwie darin eingerichtet. Tatsächlich war die Sorge, der Himmel könne uns auf den Kopf fallen, hierzulande schon immer weit verbreitet. Dabei liegen die Herausforderungen des Lebens oft in der Suche nach dem Ladekabel oder einem Tenor mit neun Buchstaben. Ein Glück, dass es einen Chronisten gibt, der diese eigenartige Situation mit Humor beschreibt und mit unbeirrbarem Optimismus zu verstehen versucht ...


Die kleinste Talsperre und der Geburtsort Old Shatterhands

Susanne und Rudolf Jagusch mit Entdeckertouren durch eine spannende Region
111 Orte Vogtland

Welches Haus reiste um die Welt? Wer ist der Moosmann? Wo befindet sich »Little Berlin«? Und wen heiratete der Sandmann? Entdecken Sie das Vogtland mit all seinen Facetten und lassen Sie sich von seiner Schönheit verzaubern.

Die kleinste Talsperre und der Geburtsort Old Shatterhands Das im Herzen Europas gelegene Vogtland wartet mit großer landschaftlicher und kultureller Vielfalt auf. Felder und Wiesen erstrecken sich in grünen Tälern, bewaldete Hügelkuppen werden durch idyllische Flusstäler durchschnitten. Die Städte und Dörfer sind geprägt von jahrhundertealten Traditionen, die in vielen historischen Gebäuden und charmanten Museen gepflegt werden. Die vogtländische Küche ist über die Grenzen hinaus bekannt, und die Musik nimmt einen besonderen Stellenwert ein.

Es gab also viele Impulse für Susanne und Rudolf Jagusch, das Vogtland zu bereisen und der Region ihren neuen 111er Band zu widmen. Zahlreiche Erkundungstouren hat das Ehepaar durch Sachsen, Thüringen, Bayern und Böhmen unternommen, um Besonderes, Verstecktes und Überraschendes zu finden. Sie haben viele Geschichten gesammelt, sind interessanten Menschen begegnet und haben die Gastfreundschaft der Vogtländer:innen schätzen gelernt. Sie führen an wunderschöne Naturplätze, spannende Kunst- und Kulturorte und historisch bedeutende Spots. Sie verraten, wo es gutes typisches Essen gibt und man traditionelles Handwerk erleben kann. Der Regioführer liefert einen gelungenen Querschnitt durch die Vielgestaltigkeit dieses Landstriches und regt an, das Vogtland selbst einmal in den Fokus zu nehmen. Es lohnt sich!

Susanne und Rudolf Jagusch, 111 Orte im Vogtland, die man gesehen haben muss / Broschur / Köln: Emons Verlag 2024 / ISBN 978-3-7408-1841-8 // 240 Seiten € [D] 18,00 € [A] 18,60 Originalausgabe


Autor Steffen Schulze und sein Militärpolizist Pepe S. Fuchs auf neuen Wegen

„Großwildjäger“ - der achte Teil der erfolgreichen Serie
Steffen Schulze Buch

Dieser Abenteuerroman schlägt gleich in mehrfacher Hinsicht aus der Reihe. „Die sieben Vorgänger sind in jährlichem Rhythmus im Principal Verlag erschienen“, verrät Steffen Schulze. „Jedoch hat der Abriss und Neubau eines Stadthauses in der Innenstadt über drei Jahre hinweg viel Zeit und Nerven verschlungen. Unsere Erlebnisse hierzu sind übrigens ebenfalls nachzulesen. In Abriss, Neubau, Notaufnahme (Hy-Edition Verlag).“

Nachdem der Einzug ins neue Heim erfolgreich vollzogen war, einigte sich Schulze mit dem Principal Verlag, für den nächsten Pepe-Band neue Wege zu testen. „Wir haben uns entschlossen, das Buch für den Kindle Storyteller Wettbewerb 2024 einzureichen. Dieser richtet sich an Autoren, die ihre Werke im Selbstverlag veröffentlichen“, erklärt Schulze. „Hier hat der Leser die Chance, auf die Platzierung des Buches im Wettbewerb Einfluss zu nehmen. Jede Online-Rezension fließt in die Endbewertung mit ein.“

Mit der eigenverantwortlichen Veröffentlichung stand der Autor vor einem weiteren Problem. Bisher hatte sich der Prinzipal Verlag um die Cover-Gestaltung gekümmert. „Für die grafische Gestaltung fehlt mir eindeutig das Talent“, gibt Schulze zu. „Deswegen habe ich mir bei Ducati Deutschland und Pfadfinder Grafik aus Eisenach Hilfe gesucht. Und das Ergebnis kann sich meiner Meinung nach sehen lassen.“ Der Motorradhersteller stellte ohne große Umschweife das Titelfoto zur Verfügung. Und Eric Leischner (Pfadfinder Grafik) gestaltete das Cover.

Ob sich die Mühen für „Pepe S. Fuchs – Großwildjäger“ (ISBN 9798324009267) gelohnt haben, zeigt sich Ende des Jahres, wenn die Finalisten des Wettbewerbes feststehen. 

Zum Inhalt:

Oberstleutnant Kleinschmidt wird in Mali tot aufgefunden. Die Umstände seines Todes liegen im Dunkeln. War es Selbstmord? Kam er einem gut gehüteten Geheimnis gefährlich nahe und musste deswegen sterben? Oder war er nur zur falschen Zeit am falschen Ort?

Obwohl vorübergehend an einen Rollstuhl gefesselt, wird der Militärpolizist Pepe S. Fuchs nach Afrika abkommandiert. Gemeinsam mit Feldwebel Svenja Gehricke kommt er einer gewaltigen Verschwörung auf die Spur. Verwickelt sind nicht nur einheimische Fanatiker und russische Söldner, sondern auch Bundeswehrsoldaten. Die Konfrontation aller Beteiligten im Herzen Afrikas endet in einer persönlichen Katastrophe.

Zum Autor:

Der Hobby-Autor Steffen Schulze wurde in der Niederlausitz geboren und wohnt seit 2000 in der Wartburgstadt Eisenach. Sein erstes Buch „Im Bann des Jonastal“ hat er 2007 als Selfpublisher veröffentlicht. Sieben Jahre später wurde seine Ausdauer und Hartnäckigkeit mit einem Verlags-Buchvertrag belohnt. „Der Motorradpfarrer und die Millionenbeichte“, eine Geschichte um einen Eisenacher Priester in Gewissensnöten, wurde vom Highlights Verlag angenommen. Kurz darauf erhielt Schulze vom Principal Verlag den Zuschlag, seine Abenteuer-Reihe um den Feldjäger Pepe S. Fuchs zu veröffentlichen. „Großwildjäger“ ist der nunmehr achte Band mit dem Militärpolizisten als Held.

Immer wieder widmet sich der Freizeit-Autor auch Kurzgeschichten, wie zum Beispiel „Briefgeheimnis“. Damit schaffte er es 2018 bei einem Schreibwettbewerb von BoD und Libri ins Finale der besten Zehn.

Foto: Der Autor Steffen Schulze mit seinem neuesten Werk. Quelle: Diana Schulze


Lars Amend: IMAGINE TOUR 2024

Der Soundtrack Deines Lebens
Lars Amend: IMAGINE TOUR 2024

Mit seinem autobiografischen Spiegel-Bestseller „Dieses bescheuerte Herz“ und der gleichnamigen Romanverfilmung, in dem er einem herzkranken Teenager seine letzten Wünsche erfüllt, berührte LARS AMEND Millionen von Menschen. Mit seinem 14 (!) Bestseller „Imagine“ im Gepäck tourt der Mentor, Speaker, Podcaster und Autor nach großem Erfolg auch 2024 wieder durch Deutschland und Österreich und geht live den wichtigsten Fragen des Lebens auf den Grund. Wie bei einem Abend unter Freunden geht es mit seiner Geschichte voller Musik, Humor und ganz viel Gefühl um große Träume und die wahre Erfüllung!

Bei seiner Tour „Imagine – Der Soundtrack Deines Lebens“ geht es (zum Glück) intimer zu und LARS hat die Möglichkeit, die Menschen direkt und persönlich zu erreichen. Fragen aus dem Publikum sind ausdrücklich erwünscht. Auch deshalb eine besondere Erfahrung für Lars: „Mit der Tour geht mein wahr gewordener Traum weiter! Gemeinsam Musik zu hören, zu lachen, zu tanzen und danach hochmotiviert und voller Inspiration die Aufgaben des Lebens anzugehen. Was kann es Schöneres geben?“

11.10.2024: Dresden, Alter Schlachthof
20.10.2024: Leipzig, Haus Leipzig

Foto: Farina Deutschmann


Wunderkammer Waldenburg

Mit dem Band »Wunderkammer Waldenburg« ist die herausragende Sammlung des Museum Naturalienkabinett jetzt als Buch erhältlich
Waldenburg Naturalienkabinett Buch

Ein dreijährig angelegtes Publikationsprojekt findet kurz vor Weihnachten 2023 seinen krönenden Abschluss: Mit dem Band »Wunderkammer Waldenburg« wird die herausragende Sammlung des Museum Naturalienkabinett erstmals ästhetisch anspruchsvoll und wissenschaftlich fundiert in Buchform vorgelegt. Das Waldenburger Naturalienkabinett ist in zweifacher Hinsicht ein bedeutendes Museum: Vor 180 Jahren als fürstliches Naturalienkabinett gegründet, ist sein historisches Erscheinungsbild aus Gebäudehülle, Vitrinen und Objektpräsentation bis heute erhalten und gilt zu Recht als »Museum im Museum«. Zugleich bewahrt es mit der Leipziger Linck-Sammlung eine der ältesten Universalsammlungen, deren Anfänge bis in das späte 17. Jahrhundert reichen. Wissenschaftsgeschichtlich bedeutsame Naturalien, kunstvolle Artefakte und wissenschaftliche Instrumente sowie rare Ethnografica begründen den heutigen Stellenwert des Waldenburger Museums als Wunderkammer von europäischem Rang.

Der Band lädt ein zu einer Reise durch die Geschichte des Museums und seiner Sammlungen vom Barock bis in das 20. Jahrhundert. Rund 65 Beiträge von über 50 Autorinnen und Autoren aus der Museums- und Wissenschaftswelt gelten ausgewählten Sammlungsikonen und besonderen Objektgruppen. Sie entführen in die Wissenschaftsgeschichte des 17. und 18. Jahrhunderts, erzählen lustvoll von menschlicher Neugierde und Aufklärung, berichten von leidenschaftlichen und international vernetzten Sammlern und setzen sich umfassend und kritisch mit dem Zeitalter des Kolonialismus auseinander.

Der reich illustrierte Sammlungskatalog besticht durch Fotografien der Leipziger Fotografin Barbara Proschak: Modern interpretierte wie sensible Objektporträts und Gruppenarrangements verorten die traditionsreiche Sammlung erstmals auch visuell in das große Phänomen der Wunderkammern, das bis heute ungebrochen Konjunktur hat. Das Buch erscheint zugleich als Band 11 der von der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen (SKD) herausgegebenen Reihe Sächsische Museen – fundus, die sich der fachlichen Erschließung und qualitätvollen Publikation von wichtigen Sammlungen in nichtstaatlichen Museen Sachsens widmet.

Hrsg: Museum Naturalienkabinett Waldenburg; Fanny Stoye; Katja Margarethe Mieth 624 Seiten, 255 meist farbige Abb. 28 x 21 cm, Festeinband Erscheinungsdatum 19.12.2023 Sandstein Verlag ISBN 978-3-95498-754-2 58,00 €

Zum Buch: verlag.sandstein.de/detailview?no=98-754


Kurzgeschichten aus dem Altenburger Land

"Wasserspiele. Drei historische Geschichten mit wahrem Kern aus Schlössern und Gärten im Altenburger Land"
Marlene Hofmann Kurzgeschichten Altenburger Land

Bei ihrer Arbeit im Museum Burg Posterstein begegnen Marlene Hofmann immer wieder kuriose, interessante und vor allem wahre Begebenheiten aus der Vergangenheit. Manche davon musste sie im Laufe der Jahre einfach auch literarisch und ein wenig künstlerisch bearbeiten. Denn: Wo gab es schon große Festbankette mit Musik auf im See schwimmenden Barken? Wann traf man sich zum Segeln auf dem Nöbdenitzer Teich? Und wo stand die idyllische Einsiedelei, die der bekannte schweizerische Maler, Zeichner, Radierer und Kupferstecher Adrian Zingg (1734–1816) auf einer Radierung festhielt? - Der jetzt erschienene Kurzgeschichten-Band sammelt drei Geschichten, die auf wahren historischen Begebenheiten basieren. Sie spielen in Schlössern und Gärten im 18. und 19. Jahrhundert im Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg, also im heutigen Altenburger Land. Zu den Rittergütern gehörten untrennbar wunderschöne Gartenanlagen, Seen und Teiche. Zu jeder Geschichte gibt es historische Hintergrundinformationen und Aquarellzeichnungen von Marlene Hofmann.

Hardcover, 104 Seiten, ISBN-13: 9783753490632, Verlag: Books on Demand, 14,99 Euro
E-Book ISBN-13: 9783754350867, Verlag: Books on Demand